Antje Kunstmann | © Thomas Dashuber

Kurt-Wolff-Preis 2022 geht an die Verlegerin Antje Kunstmann

Das Kuratorium der Kurt Wolff Stiftung hat entschieden: Der mit 35.000 Euro dotierte Kurt-Wolff-Preis 2022 geht an die Verlegerin Antje Kunstmann.

Sie hat über Jahrzehnte hin mit großem Spürsinn, wachem politischen Bewusstsein und nicht nachlassender Energie ihren Münchner Verlag zu einem Spiegel und Akteur in der Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik gemacht und zugleich die deutsche und internationale Gegenwartsliteratur miteinander ins Gespräch gebracht. Sie hat ein facettenreiches Ensemble aus Belletristik und Sachbuch, Gedichten und Kinderbuch, zeitkritischen Essays und Reportagen geschaffen, in dem Illustrationen Hauptdarsteller, Kochbücher nicht nur kulinarisch, Anschaulichkeit und Prägnanz Verbündete sind. Ihr Verlag, dem sie durch alle Branchenkrisen hindurch die Unabhängigkeit bewahrt hat, ist ein lebendiger Beweis für die Einsicht, dass Programmmachen allein nicht reicht, dass wer Bücher macht, die Bedingungen dafür, etwa das Urheberrecht, im Auge behalten muss.

Den mit 15.000 Euro dotierten Kurt-Wolff-Förderpreis 2022 erhält der Leipziger Verlag Poetenladen, der seit fast fünfzehn Jahren die Literatur im Netz und das Buch, das in der Hand liegt, in Erzählungen, Romanen und Gedichten verknüpft und demonstriert, wie sich die Druckmedien im Zeitalter der Digitalisierung verjüngen lassen.

Preisverleihung

Nach der Absage der Leipziger Buchmesse findet die Preisverleihung nunmehr am Freitag, 18. März 2022, 13:00 Uhr, im Gohliser Schlösschen, Menckestraße 23, 04155 Leipzig, statt. Eine Anmeldung ist unter info@kurt-wolff-stiftung.de erforderlich. Die Laudatio hält der Verleger Heinrich von Berenberg.
Die Auszeichnung wird bei Youtube live gestreamt.

 

Presseinformation Kurt Wolff Stiftung

Die mobile Version verlassen
%%footer%%