Carlsen startet neues Imprint CHP im Oktober

Bühne frei für CHP! heißt es im kommenden Bücherherbst. Im Oktober geht der Hamburger Carlsen Verlag mit seinem neuen Imprint an den Start und lädt ein in die abenteuerliche Welt der beliebtesten Held*innen der Populärkultur.

Mit CHP (Carlsen Heroes Publishing) feiern Micky Maus, berühmte Schurken und zahlreiche weitere Figuren aus dem Disney-Universum, die Peanuts und Harry Potter ihren ersten gemeinsamen Auftritt in einem Programm hochwertig ausgestatteter Bildbände in z.T. eindrucksvollem Großformat.

Zum Start erscheinen sechs Titel. Die Preisspanne der aufwändig gestalteten Bände liegt zwischen 25 und 40 Euro. Alle Titel werden im Oktober an den Handel ausgeliefert. Das zweite Programm ist für den Herbst 2022 geplant.

Torben Thies (Leitung CHP): „Unsere Idee ist es, den Helden der Kindheit in Büchern für ein erwachsenes Publikum eine Bühne zu geben. Bei Carlsen wie auch bei Nelson sind wir mit Character-Themen für Kinder überaus erfolgreich. Hier finden wir sehr gute Anknüpfungsmöglichkeiten, um Fans aller Altersgruppen mit liebevoll und kenntnisreich konzipierten Bänden zu begeistern. Die Welten unserer Helden erkunden und genießen – das bieten die Bücherschätze von CHP.“

 

Presseinformation Carlsen Verlag

Paul Pietsch Verlage: Vanessa Wölk macht Marketing

Vanessa Wölk (27) verstärkt die Marketingabteilung der Paul Pietsch Verlage in Stuttgart. Die Absolventin der Hochschule der Medien war bereits seit November 2020 als Volontärin Teil des Marketingteams der Verlagsgruppe.

Sie übernimmt nun für die kommenden 12 Monate die Elternzeitvertretung für Vanessa Santos. In ihrer neuen Rolle ist Frau Wölk als direkte Ansprechpartnerin für das Markenprogramm sowie für neue Werbekooperationen verantwortlich. Daneben leitet sie die Online- und Social Media-Aktivitäten der Paul Pietsch Verlage.

Pressemeldung Paul Pietsch Verlage

Zum Tod von Hans Küng

Professor Dr. Hans Küng, einer der herausragenden Theologen der Gegenwart, ist gestern in Tübingen verstorben.

„Ich kannte Hans Küng lange und durfte bei ihm in Tübingen studieren. Für uns als Haus war es eine große Ehre und publizistische Verpflichtung, im vergangenen Jahr die Gesamtausgabe dieses großen Denkers abzuschließen“, so Verleger Manuel Herder.

Hans Küng hat ein umfangreiches und vielschichtiges Werk verfasst, in dem er sich mit theo­logischen Kernthemen (etwa Gotteslehre, Christus, Kirche, Rechtfertigung, Eschatologie, Ökumene), dem Dialog der Religionen, dem Projekt Weltethos oder der Frage nach einem menschenwürdigen Sterben auseinandersetzte. In seinen Büchern wird sein innovatives theologisches Denken deutlich, das seiner Zeit oft voraus war.

Erst im Herbst 2020 wurde im Verlag Herder die 24-bändige Reihe „Hans Küng – Sämtliche Werke“ abgeschlossen, an der Küng selbst bis zuletzt mitgearbeitet hat. Der letzte Band „Begegnungen“ schließt mit Küngs geistigem Vermächtnis „Was ich glaube“, das seine Positionen in zentralen theologischen und existentiellen Fragen zusammenfasst.

Hans Küng

Hans Küng wurde 1928 in Sursee im Kanton Luzern geboren, studierte Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und wurde 1954 zum Priester geweiht. Seine Dissertation schrieb er über die Theologie der Rechtfertigung bei Karl Barth. 1960 erhielt er den Ruf nach Tübingen als Professor für Fundamentaltheologie sowie ab 1963 als Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie und Direktor des Instituts für Ökumenische Forschung.
Am Zweiten Vatikanischen Konzil wirkte Hans Küng als Peritus intensiv mit. Seine reformorientierten Arbeiten zur Ökumene, vor allem aber zur Lehre von der Kirche und deren Ämterstruktur sowie seine Überlegungen in der Christologie, der Gotteslehre und der Mariologie führten 1979 zum Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis.
Küng blieb in Tübingen, wurde fakultätsunabhängiger Professor für Ökumenische Theologie und blieb Direktor des Instituts für Ökumenische Forschung. Er gründete die Stiftung Weltethos. Hans Küng erhielt zahlreiche Auszeichnungen, Ehrendoktorwürden sowie das Bundesverdienstkreuz mit Stern.

Der Verlag Herder trauert um seinen langjährigen Autor.

 

Presseinformation Verlag Herder

Christine-Nöstlinger-Preis: Michael Roher erster Preisträger

Der heuer erstmals vergebene Christine-Nöstlinger-Preis für Kinder- und Jugendliteratur geht an den Autor und Illustrator Michael Roher. Der von der Stadt Wien Kultur, Christine Nöstlingers Buchstabenfabrik und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gemeinsam ausgerichtete Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und soll künftig jährlich verliehen werden, wobei eine Jury die Preisträgerin oder den Preisträger nominiert.

„Mir liegt der neu geschaffene Christine-Nöstlinger-Preis besonders am Herzen, da er dezidiert die humanistischen Prinzipien und Anliegen, die die Autorin in ihrer Literatur vertreten hat, lebendig halten will“, so die Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Christine Nöstlinger hat es verstanden, den Blick von Kindern in einer ‚erwachsenen‘ Welt poetisch ins Treffen zu führen. Neben vielen Preisen, die nach männlichen Autoren benannt sind, ruft der Christine-Nöstlinger-Preis bewusst eine weibliche Stimme im Kanon der Weltliteratur in Erinnerung.“

Christiana Nöstlinger und Barbara Waldschütz, Töchter von Christine Nöstlinger, meinen: „Die Empathie unserer Mutter lag immer bei denen, die in unserer Gesellschaft wenig Rechte und keine Stimme haben. Sie war eine große Realistin und eine große Menschenfreundin gleichzeitig. Das war der Grund, warum sich so viele von ihr unterhalten, verstanden und getröstet fühlten. Wir freuen uns, dass nun ein Preis Menschen auszeichnet, in deren Werken wir die Haltung und die Gesinnung unserer Mutter wiederfinden.“

Alexander Potyka, Vorsitzender des Österreichischen Verlegerverbands, streicht hervor: „Christine Nöstlingers unbestechliche Haltung, ihr Engagement für Gerechtigkeit und ihr Werk, das Kindern immer auf Augenhöhe begegnete und sie zu Eigenständigkeit ermutigte, gehören zu den Sternstunden der österreichischen Literatur. Es ist wunderbar, dass es uns gemeinsam gelungen ist, zum 85. Geburtstag der international bedeutendsten österreichischen Kinder- und Jugendbuchautorin diese würdige Auszeichnung, die ihren Namen trägt, ins Leben zu rufen.“

Die Verleihung des Christine-Nöstlinger-Preises an Michael Roher durch Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler findet am Mittwoch, den 12. Mai 2021 um 18:00 Uhr im Wappensaal des Wiener Rathauses statt.

Der Preisträger Michael Roher

Michael Roher, 1980 in Niederösterreich geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend in und um Krems an der Donau. Nach seiner Ausbildung zum Sozialpädagogen in Wien, arbeitete er als Freizeit-, Spiel- und Zirkuspädagoge, sowie als Autor und Illustrator von (vorwiegend) Kinderbüchern. Seine Geschichten wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Michael Roher lebt mit seiner Familie in Baden bei Wien.

Jurybegründung

„Seit 2010 hat Michael Roher ein Werk geschaffen, das in seiner Vielfalt und künstlerischen Qualität in der heutigen österreichischen Kinder- und Jugendbuchliteratur seinesgleichen sucht. Gut zwei Dutzend Bücher hat der gebürtige Niederösterreicher geschaffen und mitgeschaffen. Unerschöpflich scheint seine Neugier auf neue Techniken und Materialien, neue Motive und Spielformen, zeichnerisch wie sprachlich. Seine Illustrationen beeindrucken durch ihre Detailkunst, die verschmitzte Unvorhersehbarkeit sowie die Kraft, mit der sie den Betrachter in Träume treiben und eigene Geschichten zu erzählen beginnen. In seinen Texten führt Michael Roher die große heimische Tradition des Sprachspiels fort.
Mit Christine Nöstlinger verbindet ihn unter anderem die Lust am kreativen Umgang mit dem österreichischen Dialekt, die Nähe zu den kindlichen Leser*innen und sein engagierter, menschenfreundlicher Optimismus. ‚Dann schauen wir einander an und sind dankbar‘, sagte Michael Roher einmal über gelingende Bilder in seinen Büchern. Vielen Leser*innen, Kindern wie Erwachsenen, geht es mit seinen Büchern wohl so.“

Der Christine-Nöstlinger-Preis

Der neu geschaffene Christine-Nöstlinger-Preis wird von der Stadt Wien Kultur, Christine Nöstlingers Buchstabenfabrik und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gemeinsam ausgerichtet. Der Preis zeichnet Autorinnen und Autoren aus, die Kindern und all jenen, die sonst nicht gehört werden, eine Stimme geben, ihre Perspektive einnehmen und so einen kleinen Beitrag leisten, deren Leben ein Stück gerechter zu gestalten.

Die Jury

Die Entscheidung über die Auszeichnung fällt eine unabhängige Fachjury. Diese besteht aus drei Mitgliedern, die von den Trägern des Preises nominiert werden.
2021 bestand die Jury aus Karin Haller (Geschäftsführung Institut für Jugendliteratur), Paulus Hochgatterer (Autor & Psychiater, Universitätsklinikum Tulln) und Anne-Catherine Simon (Redaktion Feuilleton „Die Presse“).

Mehr Informationen zum Preis unter: https://www.buecher.at/christine-noestlinger-preis/

 

Pressemitteilung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Deutscher Sachbuchpreis 2021: Jury nominiert acht Sachbücher

Die Jury des Deutschen Sachbuchpreises 2021 hat acht Sachbücher für die Auszeichnung ausgewählt. Seit Ausschreibungsbeginn haben die sieben Jurymitglieder 240 Titel gesichtet, die seit Mai 2020 erschienen sind.

Jurysprecherin Dr. Kia Vahland, Süddeutsche Zeitung:
„Die Bücher dieser Auswahl variieren im Stil, den Themen, dem Umfang und den Methoden. Alle aber erforschen die Welt auf sehr eigene Weise und gehen den Dingen auf den Grund. Ihre Verfasser*innen wollen erst verstehen, bevor sie erklären; sie meiden eingetretene Pfade, stellen sich der Geschichte und immer auch der Gegenwart. Ihr Blick ist schonungslos, auf andere und sich selbst. Sie bringen sehr unterschiedliche Erfahrungen und Kenntnisse mit – und begnügen sich nicht mit diesen, sondern erkunden beim Schreiben Neuland. Der Zweifel, die Neugier und eine Portion Hartnäckigkeit treiben sie um und an. Sie suchen Erkenntnis statt Bekenntnis und stellen Fragen, die größer sind als ihre jeweiligen Sujets. So inspirieren sie eine breite, wissbegierige Leserschaft.“

Die nominierten Titel (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Heike Behrend, Menschwerdung eines Affen (Matthes & Seitz Berlin, Oktober 2020)
  • Asal Dardan, Betrachtungen einer Barbarin (Hoffmann und Campe, Februar 2021)
  • Jürgen Kaube, Hegels Welt (Rowohlt Berlin, August 2020)
  • Andreas Kossert, Flucht – Eine Menschheitsgeschichte. Von der Aufklärung bis heute (Siedler, Oktober 2020)
  • Daniel Leese, Maos langer Schatten. Chinas Umgang mit der Vergangenheit (C.H.Beck, Oktober 2020)
  • Michael Maar, Die Schlange im Wolfspelz. Das Geheimnis großer Literatur (Rowohlt, Oktober 2020)
  • Christoph Möllers, Freiheitsgrade. Elemente einer liberalen politischen Mechanik (Suhrkamp, September 2020)
  • Mai Thi Nguyen-Kim, Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit (Droemer Knaur, März 2021)

Deutscher Sachbuchpreis

Der Jury gehören neben Kia Vahland an: Dr. Klaus Kowalke (Buchhandlung Lessing & Kompanie), Tania Martini (die tageszeitung), Dr. Jeanne Rubner (Bayerischer Rundfunk), Denis Scheck (ARD), Hilal Sezgin (freie Autorin) und Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger (Wissenschaftskolleg zu Berlin).

Die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verleiht den mit insgesamt 42.500 Euro dotierten Deutschen Sachbuchpreis in diesem Jahr erstmalig. Ausgezeichnet wird ein herausragendes, in deutscher Sprache verfasstes Sachbuch, das Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung gibt.

Aus den acht nominierten Titeln kürt die Jury das Sachbuch des Jahres, das am 14. Juni 2021 in Berlin verkündet wird. Der oder die Preisträger*in erhält 25.000 Euro, die sieben Nominierten erhalten je 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet im Humboldt Forum im Berliner Schloss statt.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist Schirmherrin des Deutschen Sachbuchpreises. Hauptförderer des Preises ist die Deutsche-Bank-Stiftung, darüber hinaus unterstützt die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss die Auszeichnung. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Sachbuchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die Nominierten kennenlernen: Gespräche, Filme und Blogger*innen-Rezensionen

Gemeinsam mit seinen Partnern bietet der Deutsche Sachbuchpreis den Nominierten eine Bühne. Lesebegeisterte und Bücherfans können die nominierten Titel und ihre Autor*innen in Gesprächen, Diskussionsrunden, Filmen, in Audiobeiträgen und im Buchhandel kennenlernen. Die Termine sind abrufbar unter: www.deutscher-sachbuchpreis.de/veranstaltungen

Unter dem Hashtag #sachbuchpreisbloggen stellen in den kommenden Wochen acht Buchblogger*innen die nominierten Titel vor. Die Rezensionen werden auf den Social-Media-Kanälen des Deutschen Sachbuchpreises geteilt.

Der Hashtag zum Deutschen Sachbuchpreis 2021: #DSP21

Weitere Informationen zum Deutschen Sachbuchpreis 2021: www.deutscher-sachbuchpreis.de

 

Pressemitteilung Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Beate Schneider ergänzt Geschäftsführung der Zeitfracht GmbH

Die Zeitfracht GmbH erweitert ihre Geschäftsführung: Zum 1. April 2021 tritt Beate Schneider in die Geschäftsführung der Zeitfracht GmbH ein und ergänzt damit das Führungsteam um Thomas Raff und Michael Braun. Sie unterstützt in dieser Funktion die Bereiche Finanzen, Planung und Controlling.

Beate Schneider ist bereits Geschäftsführerin der Zeitfracht GmbH & Co. KGaA und der Zeitfracht Immobilien Holding GmbH. Sie kam im Oktober 2019 in die Zeitfracht Gruppe und wurde zum 1. Juni 2020 Geschäftsführerin der Zeitfracht Immobilien Holding GmbH. Außer dem Immobilienbereich leitet sie seitdem auch das Beteiligungsmanagement der Zeitfracht Gruppe.
Die Diplom-Kauffrau hatte zuvor knapp 24 Jahre bei verschiedenen Banken im Key Account- /Unternehmenskundenbereich gearbeitet.

Über die Zeitfracht GmbH

Die Zeitfracht GmbH ist der führende Logistikdienstleister für die Buch- und Medienbranche. Sie gehört zur Zeitfracht Gruppe, einem Familienunternehmen mit Hauptsitz in Berlin. Die Zeitfracht GmbH beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiter an den Standorten Erfurt und Stuttgart. Das Logistikzentrum der Zeitfracht GmbH in Erfurt zählt zu den größten und modernsten Medienlogistik-Anlagen Europas.

Verstärkung in den Verlagen Freies Geistesleben und Urachhaus

Die Verlage Freies Geistesleben und Urachhaus freuen sich über gleich drei neue Gesichter: Für die zum 1. April 2021 neu geschaffene Position der Marketingleitung für die Verlage Freies Geistesleben und Urachhaus konnte mit Sylvia Detzel eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet des Offline- wie Online-Marketings gewonnen werden.
Die 45-jährige Betriebswirtin hatte nach Stationen bei Yves Rocher, Reader?s Digest und der Deutschen Telekom zuletzt die Position des Manager Digital Projects für den Carus-Verlag inne. Mit ihrer Firma Detzel Marketing war sie zudem freiberuflich u.a. als strategische Marketingberaterin und Seminarleiterin, nicht zuletzt für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels, tätig.

Ebenfalls ab dem 1. April 2021 unterstützt Caroline Grafe als freie Lektorin das Team des Verlags Freies Geistesleben in den Bereichen Belletristik sowie Kinder- und Jugendbuch.
Caroline Grafe (Jg. 1980) studierte deutsche und romanische Literaturen in Konstanz mit Studienaufenthalten in Heidelberg, Lausanne und Lyon. Nach Stationen im kulturinstitutionellen Bereich und im Verlagswesen (u.a. im Unionsverlag und bei Klett-Cotta), leitet sie seit 2019 ihr eigenes Unternehmen, das Lit.Quartier | Büro für Text und Literaturvermittlung in Stuttgart.

Bereits seit Anfang des Jahres 2021 hat Claudius Weise im Verlag Freies Geistesleben Lektoratsaufgaben in den Bereichen Pädagogik, Natur- und Geisteswissenschaften sowie Anthroposophie übernommen.
Claudius Weise (Jg. 1971) war nach dem Studium der Germanistik und Philosophie zunächst als freischaffender Regisseur und Dramaturg in Berlin, später als stellvertretender Intendant und Dramaturg am Forum Theater Stuttgart tätig. Seit 2015 ist er verantwortlicher Redakteur der Monatszeitschrift «die Drei» und wird diese Position parallel zu seinen Aufgaben im Verlag weiterführen.

Die langjährig verdiente Lektorin Dr. Evelies Schmidt, die zahlreiche Bücher für den deutschen Buchmarkt auf den Weg brachte, ist nach ihrem Eintritt in den Ruhestand weiterhin projektbezogen für den Verlag Freies Geistesleben tätig.

 

Presseinformation Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus

Astrid Lindgren Memorial Award 2021 an Jean-Claude Mourlevat

Wir gratulieren ganz herzlich unserem Autor Jean-Claude Mourlevat zum Astrid Lindgren Memorial Award 2021 und freuen uns mit ihm über diese ganz besondere Auszeichnung!
262 KandidatInnen aus 68 Ländern standen in diesem Jahr auf der Nominierungsliste für den ALMA, der einer der größten Kinderbuchpreise weltweit ist.

Mourlevats immer wieder überraschende Arbeit verbindet den Stoff des alten Epos mit der zeitgenössischen Wirklichkeit, urteilte die Preisjury in Stockholm.

Jean-Claude Mourlevat folgt auf Baek Henna (2020), Bart Moeyart (2019) und Jacqueline Woodson (2018).

Sein 2018 erschienener Kinderkrimi „Jefferson“ ist 2020 unter selbigem Titel in der deutschen Übersetzung im Verlagshaus Jacoby & Stuart erschienen. Das Buch stand auch auf der Liste der Besten 7 – Bücher für junge Leser im Juli 2020 sowie auf der IBBY Honour List 2020.

„Jefferson“ von Jean-Claude Mourlevat und Antoine Ronzon

Der Besuch im Friseursalon DeliCut ist immer ein Highlight für Jefferson, denn auf die die Pflege seiner Tolle legt der Igel großen Wert. Als er dann seinen Friseur Herrn Edgar erstochen im Salon vorfindet, steht sein Leben Kopf – und plötzlich wird er landesweit gesucht!
Um seine Unschuld zu beweisen und für Gerechtigkeit für Herrn Edgar zu sorgen, schließt er sich mit seinem Freund Gilbert einer Reisegruppe ins Menschenland an, wo die beiden den wahren Mörder zu finden vermuten. Denn sie wissen, dass Herr Edgar dort regelmäßig Zeit verbrachte, nur die Gründe sind ihnen schleierhaft. Als sie herausfinden, dass der Friseur dabei war, mit Tierschutzaktivisten die Skandale auf Schlachthöfen aufzudecken, kommen die beiden Detektive aus Not hinter das Verbrechen und geraten somit selbst ins Visier der Täter …

Mehr zum Buch „Jefferson“

 

Presseaussendung Verlagshaus Jacoby & Stuart / Red.

„Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2021 geht an Andrea Grill

Die Schriftstellerin Andrea Grill erhält den von der österreichischen Industrie gestifteten „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2021. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird bereits seit 1962 von einer unabhängigen Jury vergeben, am 9. September wird er vom Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, im Wiener Haus der Industrie überreicht.

Die Jury begründet die Auswahl für die diesjährige Auszeichnung wie folgt: „In den Gedichten, Erzählungen und Romanen von Andrea Grill sucht man die großen abstrakten Worte, die gemeinhin sich zu Urteilen entwickeln, ebenso vergeblich wie überschäumende Emotionen oder dramatische Konflikte. Aber man findet stattdessen eine zunächst einmal nüchtern wirkende und dennoch vielsagende Sprache, in der gründliche Sachkenntnis zum Ausdruck kommt, nicht selten auch trockener Humor, eine feine Ironie, und zugleich namentlich eine Empfindsamkeit sondergleichen allen Erscheinungen der Welt gegenüber: seien es Bäume oder Schmetterlinge, seien es die Rede- und Verhaltensweisen der Menschen oder auch ihre Verstellungskünste. Der ganz offensichtlich durch geistes- und naturwissenschaftliche Studien geschärfte Blick auf alle Erscheinungen der Umwelt und der Kultur bleibt niemals kalt, ist vielmehr konsequent aufgehoben in einem literarischen Prozess, in dem anschaulich sichtbar wird, wie sehr es in allem doch darauf ankäme, nicht zuletzt die Perspektive(n) der Betrachtung zu prüfen.“

Andrea Grill

Geboren 1975 im oberösterreichischen Bad Ischl, studierte Andrea Grill Biologie, Italienisch, Spanisch und Linguistik in Salzburg, Thessaloniki und Tirana. 2003 promovierte sie an der Universität von Amsterdam im Fach Evolutionsbiologie, 2017 habilitierte sie an der Universität Wien. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Albanischen, Italienischen und Niederländischen in Wien und Amsterdam.
Ihr literarisches Schaffen steht seit vielen Jahren im Zentrum ihrer Arbeit. So erschienen auch während ihrer Tätigkeit als Forscherin bereits zahlreiche literarische Werke, wie etwa „Der gelbe Onkel. Ein Familienalbum“ (2005), „Das Schöne und das Notwendige“ (2010), Safari, innere Wildnis – Gedichte (2014), „Das Paradies des Doktor Caspari (2015) sowie der 2019 erschienene Roman „Cherubino“, in dem Grill, in Anlehnung an die Figur aus der Mozart-Oper „Le nozze di Figaro“, das zeitgenössische Leitbild der selbstbestimmten Frau entzaubert.
Die Autorin ist Trägerin renommierter literarischer Auszeichnungen, wie u.a. dem Otto-Stoessl-Preis, dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises sowie dem Förderpreis für Literatur der Stadt Wien. Mit „Cherubino“ gelang ihr zudem der Sprung auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2019.

Literaturpreises der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans

Die unabhängige Jury des „Literaturpreises der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ setzt sich aus Prof. Marianne Gruber (Ehrenpräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur), Univ.-Prof. Dr. Johann Holzner (vorm. Leiter des Brenner-Archivs an der Universität Innsbruck) und Barbara Neuwirth (Schriftstellerin) zusammen.
Der Preis wird auf Vorschlag der unabhängigen Jury einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin der jüngeren oder mittleren Generation mit österreichischer Staatsbürgerschaft verliehen, „dessen oder deren Werk von hervorragender Relevanz für die literarische und gesellschaftliche Korrelation unserer Zeit ist“. Er gehört zu den renommiertesten österreichischen Literaturpreisen.
Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich eine Reihe von prominenten Autorinnen und Autoren der Zweiten Republik wie Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Michael Köhlmeier, Arno Geiger, Sabine Gruber, Olga Flor, Robert Seethaler, Erich Hackl, Sabine Scholl, Daniel Kehlmann und Reinhard Kaiser-Mühlecker.

 

Pressemitteilung Industriellenvereinigung

/ Red.

Österreich bekommt eigene ISSN-Agentur

Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels übernimmt mit 1. April die ISSN-Agentur in Österreich. Österreich hat mit 1. April erstmals eine autorisierte nationale Vergabestelle von ISSN-Nummern und ist somit Teil eines Netzwerkes von über 90 Ländern. Zuvor mussten Publizierende aus Österreich ihre ISSN-Geschäfte über die Hauptvergabestelle in Paris abwickeln, dem ISSN International Centre. Die neue nationale Handhabung erleichtert Interessierten die Bestellung und Abwicklung enorm.

ISSN-Nummer

Die ISSN-Nummer ist eine essenzielle Kennzahl für alle Publikationen – wie Zeitschriften, Jahresberichte, Jahrbücher und Schriftenreihen. Insbesondere im Wissenschafts- und -Fachpublikationssektor besitzt die ISSN eine sehr hohe Relevanz.

Die Abkürzung ISSN steht für International Standard Serial Number. Sie ist eine international verbindliche Standardnummer und dient seit 1975 der kurzen und unverwechselbaren Identifikation von Publikationen, die in gedruckter oder anderer Form (z. B. CD-ROM, Internet, Blogs) fortlaufend erscheinen.
Im ISSN-Portal, der zugehörigen internationalen Datenbank, sind bereits mehr als 2,5 Millionen ISSN und die dazugehörigen Titel zusammen mit einer kurzen bibliografischen Beschreibung eingetragen. Diese Zahl wächst jährlich um 70.000 Titel.

Die wichtigsten Vorteile der ISSN

  • Die ISSN bietet weltweit eine eindeutige Identifizierbarkeit
  • Die ISSN garantiert somit die Aufnahme und Auffindbarkeit in Datenbanken (ISSN-Datenbank, Bibliotheken, akademische Online-Datenbanken u.a.)
  • Die ISSN fungiert als besonderes Merkmal, da ausschließlich verifizierte Zeitschriften eine erhalten
  • Die ISSN ist international anerkannt und kann in einen Barcode umgewandelt werden

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels, meint dazu: „Der HVB ist durch die jahrelange professionelle Vergabe der ISBN in Österreich prädestiniert, auch die nationale Agentur für die ISSN-Handhabung zu sein. Umso mehr freut es mich, dass wir die hohen Standards erfüllen und nun ab 1. April ein eigenständiges Angebot für österreichische Publizierende schaffen.“

Isabel Huber, HVB-Produktmanagement ISSN-Agentur: „Ich freue mich sehr, dass wir nun neben der ISBN mit der ISSN eine weitere wichtige internationale Standardnummer verwalten können. Als nationales ISSN-Center werden wir die vielseitige österreichische Verlagsszene tatkräftig dabei unterstützen, ihre fortlaufenden Publikationen egal ob Zeitschriften, Schriftreihen, Blogs oder Datenbanken – weltweit sichtbarer und zugänglicher zu machen.“

Gaëlle Béquet, Geschäftsführerin des ISSN International Centre: „Es ist ein großer Erfolg für das ISSN-Netzwerk, Österreich als neues Mitgliedsland und den Hauptverband des Österreichischen Buchhandels als Administrator des neuen ISSN-Zentrums begrüßen zu dürfen. Unsere österreichischen Kolleg*innen sind erfahrene Fachleute, die eng mit Verlagen zusammenarbeiten und großes Interesse an Aktivitäten zur Serienidentifikation zeigen. Das Internationale ISSN-Zentrum steht der ISSN-Agentur in Österreich zur Seite, um einen reibungslosen Übergang zum Nutzen der Verlags-, Wissenschafts- und Bibliotheksgemeinschaft dieses Landes zu gewährleisten.“

Seit 40 Jahren koordiniert das Internationale ISSN-Zentrum (ISSN IC) die Aktivitäten der nationalen ISSN-Zentren der nun mittlerweile 92 Mitgliedsländer von fünf Kontinenten. Das ISSN IC ist verantwortlich für die Wartung und Veröffentlichung des internationalen ISSN Registers und Produkte wie das ISSN Portal, eine Abonnenten-Datenbank für ISSN-Metadaten.

Kontakt & Rücksprache ISSN:
Isabel Huber, BA BA – E-Mail: huber@hvb.at

Infos zu Bestellung, Preise und FAQ: www.issn.at

 

Pressemitteilung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels