Hanser gratuliert Ljudmila Ulitzkaja zum Sigfried Lenz Preis 2020

Der Schriftsteller Siegfried Lenz hat 2014 eine Stiftung ins Leben gerufen, zu deren vornehmsten Aufgaben es gehört, einen Siegfried Lenz Preis zu vergeben. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 50.000 Euro dotiert.

Die Preisträgerin 2020 ist (nach Amos Oz, Julian Barnes und Richard Ford) die russische Erzählerin Ljudmila Ulitzkaja.
Die feierliche Preisübergabe findet im Hamburger Rat­haus am Freitag, den 19. März 2021 statt. Aufgrund der momentanen Situation in Zusammenhang mit dem Corona-Virus wurde der Termin vorsorglich ins nächste Frühjahr verlegt. Der Preis wird vom Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg und der Siegfried Lenz Stiftung überreicht. – Am Vorabend der Preisverleihung, Donnerstag, 18. März 2021, wird Ljudmila Ulitzkaja zu Gast sein in der Freien Akademie der Künste, Hamburg.

Mit dem Siegfried Lenz Preis sollen internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller ausgezeichnet werden, die mit ihrem erzählerischen Werk Anerkennung erlangt haben und deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz nah ist.

Die Siegfried Lenz Stiftung ehrt mit Ljudmila Ulitzkaja eine bedeutende Schriftstellerin Russlands. Ihre Romane und Erzählungen spiegeln die Tragödie des 20. Jahrhunderts, die Epoche der Gewaltherrschaft und des Genozids. Die vielfältigen und vielschichtigen Figuren ihrer erzählerischen Welt kämpfen ums Durchkommen, ums Überleben. Manche glauben an Gott, andere an sich selbst, und alle hoffen sie auf Menschlichkeit. Ulitzkaja entwickelt aus diesen Schicksalen ein grandioses Gewebe, das Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbindet, das Religiöse mit dem Politischen, das Gesellschaftliche mit dem Persönlichen. Ihre weit gespannte Erzählkunst ist multiperspektivisch, sie bezieht reale und fiktive Dokumente ebenso ein wie die Biografie der Autorin. Denn Ulitzkaja, Jahrgang 1943 und in Moskau aufgewachsen, ist jüdischer Herkunft, und sie hat sich als Kritikerin der Putin-Regierung mehrfach unbeliebt gemacht.

Die bisherigen Preisträger des mit 50.000 Euro dotierten Siegfried Lenz Preises, waren der Israeli Amos Oz, der Engländer Julian Barnes und der Amerikaner Richard Ford. Für Siegfried Lenz war nicht allein die anglophone Welt von Bedeutung, sondern auch die Welt seiner ostpreußischen Herkunft. Auch deshalb hat die Jury sich dafür entschieden, diesmal eine Autorin aus dem osteuropäischen Kulturraum auszuzeichnen.

Auf die Nachricht von der Zuerkennung des Siegfried Lenz Preises reagierte Ljudmila Ulitzkaja geehrt und schrieb: „Ich möchte der Jury des Siegfried Lenz Preises meinen tiefsten Dank ausdrücken für eine derart bedeutende Würdigung meines literarischen Werks. Ich bin zutiefst berührt und geehrt, Gewinnerin dieses Preises zu sein, der nach Siegfried Lenz benannt ist, einem Schriftsteller mit enormer Zivilcourage, höchster Ehrlichkeit und gründlichem Verständnis für eine untrennbare Verbindung zwischen unserer Vergangenheit und Gegenwart. Es ist eine große Freude und ein Privileg für mich, zu so angesehenen, weltbekannten Autoren wie Amos Oz, Julian Barnes und Richard Ford gezählt zu werden. Ich sende Ihnen meinen herzlichen und aufrichtigen Dank und hoffe, Sie alle ganz bald in Hamburg zu sehen.“

Ljudmila Ulitzkaja, 1943 geboren, wuchs in Moskau auf und ist eine der wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen Russlands. Sie schreibt Drehbücher, Hörspiele, Theaterstücke und erzählende Prosa. Auf Deutsch erschienen u.a. im Verlag Volk & Welt, Berlin, Sonetschka: Eine Erzählung (1992), Medea und ihre Kinder (Roman 1997), Ein fröhliches Begräbnis (Roman 1998), Reise in den siebenten Himmel (Roman 2001). Im Carl Hanser Verlag, München, erschienen Die Lügen der Frauen (Erzählungen 2003), das Kinderbuch Ein glücklicher Zufall (2005), Ergebenst, euer Schurik (Roman 2005), Maschas Glück (Erzählungen 2007), Daniel Stein (Roman 2009), Das grüne Zelt (Roman 2012), Die Kehrseite des Himmels (2015) und Jakobsleiter (Roman 2017). Alle Werke der Autorin wurden von Ganna-Maria Braungardt aus dem Russischen ins Deutsche übertragen. 2008 erhielt Ljudmila Ulitzkaja den Aleksandr-Men-Preis für die interkulturelle Vermittlung zwischen Russland und Deutschland, 2014 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur.

Siegfried Lenz zählt zu den größten Schriftstellern deutscher Sprache. Sein Werk ist in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Für sein 14 Romane, zahlreiche Novellen, Hörspiele und Dramen umfassendes Werk wurde er mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte.?Siegfried Lenz lebte seit 1951 in Hamburg und veröffentlichte seine Bücher von Beginn an im Hoffmann und Campe Verlag. Er verstarb am 7. Oktober 2014 im Alter von 88 Jahren. Zuletzt erschienen Der Überläufer (2016), sein Amerikanisches Tagebuch (2012), Die Maske (2011), Landesbühne (2009) und Schweigeminute (2008). Zahlreiche seiner Bücher wurden verfilmt. Zuletzt lief Der Überläufer erfolgreich im deutschen Fernsehen.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Siegfried Lenz Stiftung

 

Eine Pressemitteilung der Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
www.hanser-literaturverlage.de

Senkung der Mehrwertsteuer auf Bücher: Eine gute und notwendige Nachricht für die österreichische Buchbranche

Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer gab am Freitag die Absicht der Bundesregierung bekannt, im Rahmen einer Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomie, Kultur und Medien auch den Steuersatz für Bücher auf 5 Prozent, und damit auf dieselbe Höhe wie in Deutschland abzusenken. Buchpreise sind in Deutschland und Österreich gesetzlich gebunden, deshalb kommt dieser Maßnahme für die Branche eine ganz besondere Bedeutung zu.

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, begrüßt die angekündigte Mehrwertsteuersenkung ganz ausdrücklich: „Gerade jetzt ist das eine schnelle und zielgerichtete Maßnahme, um die bestehende Buchhandelsstruktur in Österreich mit ihrer flächendeckenden Versorgung erhalten zu können. Eine noch höhere Preisdifferenz zu Deutschland wäre für viele Mitbewerber existenzbedrohend.“

Helmut Zechner, Vorsitzender des Österreichischen Buchhändlerverbandes ergänzt: „Eine Senkung der MwSt. in der von der Regierung angedachten Form wäre eine große Hilfe für die durch die Coronakrise teils heftig gebeutelte Buchbranche. Einen großen Dank seitens des Buchhandels an Staatssekretärin Andrea Mayer, Minister Gernot Blümel und die Bundesregierung, die mit dieser Maßnahme Ihre Wertschätzung gegenüber dem Kulturgut Buch und auch den Verlagen und Buchhandlungen als Kulturvermittler ausdrücken.“

„Nach der Erhöhung der Verlagsförderung ist diese neue Maßnahme eine weitere wichtige Unterstützung für die Buchbranche“, erklärt Dr. Alexander Potyka, Vorsitzender des Österreichischen Verlegerverbandes. „Wir sind Frau Staatssekretärin Andrea Mayer zu großem Dank verpflichtet, dass es ihr gelungen ist, in ein Paket, das auch für andere Bereiche vorgesehen war, die Kunst und Kultur erfolgreich hinein zu reklamieren.“

 

Eine Pressemitteilung des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels
www.hvb.at

Jury gibt die Longlist für den »Crime Cologne Award 2020« bekannt

Leider musste das für den September geplante Krimifestival Crime Cologne in diesem Jahr zwar verschoben werden, der »Crime Cologne Award 2020« wird dennoch verliehen. Ab sofort wird es mörderisch spannend – die Longlist wird bekannt gegeben.

Folgende fünfzehn Titel hat die Jury für die Longlist nominiert:

  • Myriane Angelowski: Porzellankind – emons Verlag
  • Max Annas: Morduntersuchungskommission – Rowohlt Hundert Augen
  • Alex Beer: Unter Wölfen – Limes Verlag
  • Horst Eckert: Im Namen der Lüge – Heyne Verlag
  • Gerd Fischer: Rotlicht Frankfurt – mainbook Verlag
  • Linus Geschke: Finsterthal – dtv
  • Peter Grandl: Turmschatten – Verlag Das neue Berlin
  • Marina Heib: Die Stille vor dem Sturm – Pendragon Verlag
  • Tom Hillenbrand: Qube – Verlag Kiepenheuer & Witsch
  • Hoeps & Toes: Die Cannabis Connection – Unionsverlag
  • Petra Ivanov: Entführung – Unionsverlag
  • Dirk Kurbjuweit: Haarmann – Penguin Verlag
  • Judith Merchant: Atme – Verlag Kiepenheuer & Witsch
  • Selim Özdogan: Der die Träume hört – Edition Nautilus
  • Thomas Ziebula: Der rote Judas – Wunderlich Verlag

Die Jury besteht aus dem Buchhändler Mike Altwicker (Vorsitz), der Journalistin Petra Pluwatsch, dem Autor Marc Raabe, der Journalistin Birgitt Schippers und der Literaturkritikerin Margarete von Schwarzkopf. Mit dem Preis zeichnen die Veranstalter des Crime Cologne Festivals jährlich den besten deutschsprachigen Krimi des Jahres aus. Ziel des Preises ist es, dem deutschsprachigen Kriminalroman eine Bühne zu bereiten und ihn in den Blickpunkt zu rücken.

Der Preis ist mit € 3000 dotiert, die die Preisträgerin oder der Preisträger erhält. Unterstützt wird der »Crime Cologne Award« von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. Alle Shortlist-Nominierten erhalten zudem den Ehrenpreis »Die silberne Lupe«.

 

Eine Pressemitteilung der Crime Cologne e.V.
www.crime-cologne.eu

H.C. Artmann Preis 2020 an Gerhard Ruiss

Den diesjährigen H.C. Artmann Preis der Stadt Wien erhält der Autor und Musiker Gerhard Ruiss.

„In präziser Wahrnehmung und Äußerung geht die Dichtung von Gerhard Ruiss auf soziale Zustände ein, auf Beziehungen zwischen Privatem und Politischem, auf Sprachmasken. In konsequenter Manier findet Ruiss adäquate Klang-Formen der Verknappung und Rhythmisierung, auch im Dialekt. Seine vielschichtigen Gedichte spielen mit Sprachebenen, reißen Phrasen auf, transponieren (im Wolkenstein-Projekt) Früheres ins Heute. So hat Gerhard Ruiss über mehr als drei Jahrzehnte poetische Gesellschaftsbilder geschaffen, ein originelles lyrisches Werk, das (wie die Kanzlergedichte) auch politisch zu denken zu geben vermag.“, so die Begründung der Jury.

Die Preisverleihung findet in Anwesenheit von Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler am 6. November um 18.00 Uhr im Kabinetttheater statt.

Der H.C. Artmann Preis der Stadt Wien wird seit 2004 biennal verliehen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Lyrik vergeben. Die Jurymitglieder hierfür sind: Thomas Eder, Petra Ganglbauer, Klaus Zeyringer.
Bisherige Preisträger: Peter Waterhouse, Ferdinand Schmatz, Oswald Egger, Erwin Einzinger, Franz Josef Czernin, Elfriede Czurda, Anselm Glück, Gundi Feyrer.

 

Eine Pressemeldung der Stadt Wien
www.wien.gv.at

#jvmzuhause – Anmeldephase zum 12. Jahrestreffen des Junge Verlagsmenschen e.V. gestartet

Das 12. Jahrestreffen der Jungen Verlagsmenschen wird den aktuellen Umständen entsprechend am 11.07.2020 in digitaler Form stattfinden – Vernetzung, Inspiration und Austausch direkt aus dem Wohnzimmer!
Herzlich eingeladen sind alle MitgliederInnen, Interessierte aus der Buch- und Medienbranche sowie unsere Kooperationspartner und Förderer. Wir danken unseren Kooperationspartnern Börsenblatt, buchreport, digital publishing report und dem mediacampus frankfurt, die uns den Herausforderungen und Schwierigkeiten der Coronakrise zum Trotz tatkräftig unterstützen.

Für MitgliederInnen kostet das digitale Jahrestreffen 10 Euro, für Nicht-MitgliederInnen 20 Euro. Die Teilnahme an der Mitgliederversammlung ist für MitgliederInnen kostenfrei. Die ersten 20 Anmeldungen bekommen eine Überraschungs-JVM-Goodie-Bag nachhause geschickt.
Die Anmeldung läuft bis zum 29. Juni 2020 und ist unter folgendem Link möglich: https://www.jungeverlagsmenschen.de/jahrestreffen/jahrestreffen-2020/

Auf der Agenda der Mitgliederversammlung stehen neben den Berichten der Städte- und Arbeitsgruppen sowie der verschiedenen Teams die Ergebnisse der diesjährigen Mitgliederumfrage. Abgestimmt werden soll u.a. über eine Beschlussvorlage der Vereinsleitung zu einer Namensanpassung. Bis dahin soll die verbleibende Zeit auch für Diskussionen auf den Social-Media-Kanälen der JVM genutzt werden.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung wird es wie gewohnt eine Auswahl an Workshops und Möglichkeiten zum Netzwerken geben. Hierzu haben wir vier ReferentInnen gewinnen können, die in Webinaren u.a. über Themen wie Stress- und Zeitmanagement oder Verlagsrecht referieren und auf weitere Fragen und Anmerkungen eingehen werden.

Der Verein lebt vom Austausch seiner MitgliederInnen. Aus diesem Grund soll es zwischen den Workshops Zeit zum Kennenlernen und Austausch geben.
Einen gemeinsamen Ausklang bietet eine digitale Live-Lesung von Kai Wieland, Nachwuchsautor, Finalist beim Blogbuster Preis und Buchwissenschaftler. Er liest vorab für die Teilnehmenden aus seinem zweiten Roman „Die Zeit der Wildschweine “ (erscheint am 25. Juli 2020 bei Klett Cotta).

Ob aus der Not eine Tugend wird und digitale Formate künftig eine stärkere Rolle spielen, wird sich nach diesem Versuch eines digitalen Jahrestreffens zeigen.

Die 1. Vorsitzende Clarissa Niermann ist optimistisch im Interview mit dem Börsenblatt: „Ortsunabhängig das Vereinsleben mitgestalten zu können und somit niemanden auszuschließen, ist etwas, das wir auch in Zukunft mitdenken möchten.“

 

Über den Junge Verlagsmenschen e.V.
Der Junge Verlagsmenschen e.V. ist mit über 800 Mitgliedern in 13 Städtegruppen das größte
Nachwuchsnetzwerk der Buch- und Medienbranche. Er bietet Young Professionals,
Berufsanfänger/innen und Studierenden eine unabhängige Plattform, um sich auszutauschen,
weiterzubilden und zu organisieren.

 

Eine Pressemitteilung des Junge Verlagsmenschen e.V.
www.jungeverlagsmenschen.de

„Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2020 an Reinhard Kaiser-Mühlecker

Der Schriftsteller Reinhard Kaiser-Mühlecker erhält den von der österreichischen Industrie gestifteten „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2020. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird bereits seit 1962 von einer unabhängigen Jury vergeben, am 9. Dezember wird er vom Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, im Wiener Haus der Industrie überreicht.

Die Jury begründet die Auswahl von Reinhard Kaiser-Mühlecker für die diesjährige Auszeichnung wie folgt:
„Die Romane und Erzählungen von Reinhard Kaiser-Mühlecker führen in Regionen, in denen vieles stillsteht, weil der Anschluss an die jüngsten Modernisierungsprozesse längst verloren gegangen ist; und sie nehmen Figuren ins Visier, die gewöhnlich als Verlierer oder Entwurzelte angesehen werden. Aber aufs Korn nehmen sie die gängigen Wahrnehmungen, indem sie scheinbar stichhaltige Vereinbarungen mit äußerst verdichteten Erkundungen konfrontieren, die um den Zusammenhang von Geschichte und Mentalität oder Landschaft und Mentalität kreisen, ohne auf eine Pointe abzuzielen. Mit einer poetischen Akribie sondergleichen, die an Stifter, Hamsun, Tumler und Handke erinnern mag, doch seit langem schon als ureigenes Markenzeichen der Bücher von Kaiser-Mühlecker gelten darf, wird gegen jedes vorschnelle Urteil Einspruch angemeldet und stattdessen jede Art die Welt zu betrachten, nicht zuletzt auch jede große Erzählung selbst unnachgiebig einer Nachprüfung unterzogen.“

Geboren 1982 in Kirchdorf a. d. Krems, wuchs Reinhard Kaiser-Mühlecker im oberösterreichischen Eberstalzell auf und studierte später Landwirtschaft, Geschichte und Internationale Entwicklung in Wien. Sein Debütroman „Der lange Gang über die Stationen“ erschien 2008, es folgten u.a. „Magdalenaberg (2009), „Wiedersehen in Fiumicino“ (2011), „Roter Flieder“ (2012) und „Schwarzer Flieder“ (2014).
Für sein bisheriges Schaffen erhielt der österreichische Schriftsteller zahlreiche renommierte Literaturpreise, darunter den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung, den Österreichischen Staatspreis und den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Mit dem Roman „Fremde Seele dunkler Wald“ (2016) gelang Reinhard Kaiser-Mühlecker zudem der Sprung in die Shortlist des Deutschen Buchpreises.

Die unabhängige Jury des „Literaturpreises der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ setzt sich aus Prof. Marianne Gruber (Ehrenpräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur), Univ.-Prof. Dr. Johann Holzner (vorm. Leiter des Brenner-Archivs an der Universität Innsbruck) und Barbara Neuwirth (Schriftstellerin) zusammen.
Der Preis wird auf Vorschlag der unabhängigen Jury einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin der jüngeren oder mittleren Generation mit österreichischer Staatsbürgerschaft verliehen, „dessen oder deren Werk von hervorragender Relevanz für die literarische und gesellschaftliche Korrelation unserer Zeit ist“. Er gehört zu den renommiertesten österreichischen Literaturpreisen.
Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich eine Reihe von prominenten Autorinnen und Autoren der Zweiten Republik wie Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Michael Köhlmeier, Arno Geiger, Sabine Gruber, Olga Flor, Robert Seethaler, Erich Hackl, Sabine Scholl und Daniel Kehlmann.

 

Eine APA-Meldung der Industriellenvereinigung
www.iv.at

Barbara Laugwitz wird neue Verlegerin des dtv

Barbara Laugwitz wird als Nachfolgerin von Claudia Baumhöver neue verlegerische Geschäftsführerin des dtv.
Nach Stationen als Verlegerin bei Rowohlt und zuletzt bei den Ullstein Buchverlagen nimmt sie am 1. August 2020 ihre Arbeit in München auf.

„Wir freuen uns sehr, mit Barbara Laugwitz eine erfahrene, engagierte, erfolgreiche Verlegerin für dtv gewonnen zu haben, deren sicheres Gespür für Bücher ebenso beeindruckend ist wie ihr Einsatz für Autorinnen und Autoren. Mit der Geschäftsführung aus Barbara Laugwitz und Stephan Joß ist das Führungsteam damit wieder komplett. Den weiteren Mitgliedern der Geschäftsleitung Rita Bollig, Bianca Dombrowa, Sandy Grabowsky, Anke Hardt und Stefan Meyer danken wir für ihre auch in herausfordernden Zeiten äußerst verantwortungsvolle Arbeit“, so Hanser-Verleger Jo Lendle stellvertretend für die Gesellschafter.

Barbara Laugwitz über ihren Wechsel: „Ich habe den dtv seit langem bewundert als einen traditionsreichen unabhängigen Verlag, der sich immer wieder behutsam modernisiert und so mit der Zeit außerordentlich erfolgreich Schritt gehalten hat. Auch als einen Verlag, der seit vielen Jahren bei Lesern, Buchhändlern und Autoren nichts als Sympathien auslöst. Und darum freue ich mich jetzt darauf, mit den künftigen KollegInnen dort zusammenzuarbeiten und meinen Beitrag zu den vielfältigen Programmen des dtv zu leisten.“

 

Eine Pressemitteilung der dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
www.dtv.de

Digitale Lehrbuch-Plattform wurde während der Krise gestürmt

Schon ab dem ersten Tag der Schulschließungen nach dem Ausbruch der Coronakrise Mitte März hat der auf Lehrmaterial spezialisierte Trauner Verlag seine Online-Plattform “Digibox” für alle österreichischen Schüler und Lehrer geöffnet. Sämtliche der jährlich mehr als 500.000 Schulbücher wurden als kostenlose E-Book-Version samt digitalen Zusatzfunktionen zur freien Verfügung gestellt. Nach knapp drei Monaten zieht der Fachverlag eine eindrucksvolle Bilanz: Die Zahl der neu registrierten Nutzer kletterte um mehr als 12.000 oder 35 Prozent nach oben, über 80.000 Logins wurden verzeichnet, das sind fast dreimal so viele Zugriffe wie in den üblicherweise aktivsten Monaten zu Schulbeginn im Herbst.

Der Trauner Verlag gehört bei berufsbildenden mittleren und höheren Schulen sowie in den gastronomischen Berufsschulen zu den Marktführern in Österreich.

“Wir wollten gleich zu Beginn dieser schwierigen Phase einen Beitrag leisten, um alle Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler so gut wie möglich beim digitalen Unterricht zu unterstützen”, sagt Geschäftsführerin Sonja Trauner. “Die nahezu explodierenden Nutzerzahlen sowie das überwältigend positive Feedback von allen Seiten bestätigte den positiven Effekt dieser Entscheidung. Deshalb haben wir uns entschlossen, den freien Zugang auch während der Sommerferien noch weiter zu ermöglichen.”

Digitaler Mehrwert zum gedruckten Buch
An die 56.000 E-Books wurden insgesamt schon seit dem Start von www.trauner-digibox.com vor zwei Jahren freigeschaltet, im Zuge der Sonderaktion mit freiem Zugang in den heurigen Monaten März bis Mai waren es allein 16.000.

“Wir wollen mit unseren E-Books und der Digibox ein positives Beispiel dafür etablieren, wie Lehrmaterialien zukunftstauglich gestaltet werden können. Unser Ziel ist es, zum gedruckten Buch einen praktischen digitalen Mehrwert zu kreieren: Vielfältige Zusatzmaterialien wie anschauliche Videos zum Thema, Links zu weiterführenden Informationen oder interaktive Aufgaben und Übungen. Sind die Inhalte für alle Endgeräte optimal aufbereitet, macht sowohl Lehren als auch Lernen einfach mehr Spaß”, ist Trauner sicher.

“Enorme Erleichterung im Homeschooling”

“Die DigiBox war eine wunderbare Hilfe im Fernunterricht. Die Schülerinnen und Schüler konnten im digitalen Lehrbuch bequem mitschreiben, dort digital Aufgaben lösen und mir die gelösten Aufgaben online per Screenshot übermitteln”, zeigt sich Dagmar Springsits, kaufmännische Lehrerin an der BHAK Mattersburg, von der Plattform angetan.
“Die Digibox hat meinen Schülern das Homeschooling enorm erleichtert. Die zahlreichen und aktuellen Kompetenz-Tests ermöglichen uns, das erworbene Wissen auch daheim zu vertiefen und selbständig abzuprüfen”, schließt sich Monika Najand-Ellmer an. Sie ist Lehrerin an der Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule in St. Johann im Pongau sowie an der HTL Saalfelden.

Eigenes Wissen leicht überprüfbar

Dem Mattersburger Schüler Lukas Secco gefällt besonders der erweiterte Zugang zum Stoffgebiet und die Visualisierung der Materialien: “Da man sein angeeignetes Wissen nach gewissen Kapiteln digital preisgeben kann, erhält man gleich eine Bestätigung, wie gut oder schlecht man den Stoff verstanden hat.”
Sein Mitschüler Jacob Dannenmaier meint: “Besonders hilfreich finde ich, dass es zu jedem Themenpool verschiedene Aufgabenarten, wie Einsetzübungen, Rechenübungen oder Zuordnungsaufgaben gibt und es damit nicht zu monoton wird.”

 

Eine Pressemitteilung des Trauner Verlags
www.trauner.at

KOSMOS sorgt mit Bücherhelden für Zuwachs im Erstleser-Bereich

Seit ihrem Start in 2017 hat sich die KOSMOS Reihe Bücherhelden zu einem Erfolgsgaranten in der Warengruppe der Erstleserbücher entwickelt. Unter den Top 10 der Erstleserbücher befinden sich 6 Bücherhelden* und mittlerweile haben sie sich bereits über 700.000 Mal verkauft. Innerhalb von 3 Jahren hat sich KOSMOS so auf Platz 4 in der Warengruppe 24 (Erstlesebücher) hochgearbeitet**und wuchs in 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent und damit deutlich über den Markt (+2,19 Prozent), somit sind die Bücherhelden eine der wesentlichen treibenden Kräfte des Erstleser-Markts.***

Die Reihe der Bücherhelden zeichnet sich durch die Zusammenführung beliebter Marken, spannender Geschichten, einem hohen Bildanteil und Rätselseiten aus. Etablierte Charaktere wie Die drei ??? Kids, Sternenschweif oder Pumuckl sowie neue Figuren aus Reihenstarts wie Ella und das Einhörnchen begleiten Leseanfänger und werden gemeinsam mit ihnen zu Bücherhelden. Jedes Halbjahr erscheinen neue Geschichten, unterteilt in Bände für die erste und für die zweite Klasse.

„Wir sind vor knapp drei Jahren mit großem Optimismus in den Erstleserbereich gestartet“, erinnert sich KOSMOS Verlagsleiterin Birgitta Barlet. „Aber mit so starken Verkaufszahlen hatten wir damals nicht gerechnet. Neben der Freude über diesen vertrieblichen Erfolg ist es vor allem schön, dass wir mit unseren beliebten Marken so vielen Kindern Lust aufs Lesen machen und den Leseeinstieg erleichtern. Davon zeugen die vielen Rückmeldungen von dankbaren Eltern.“

Ellis-Kaut-Jubiläum: Die Schöpferin des Pumuckl wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden
Am 17. November 1920 in Stuttgart geboren, hätte Ellis Kaut in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. Anlässlich dieses Jubiläums erscheinen bei KOSMOS in der erfolgreichen Erstlesereihe Bücherhelden neu aufgelegt „Schlupp vom grünen Stern“ und eine neue Episode zum beliebten Kobold: „Pumuckl feiert Geburtstag“. Beide Geschichten sind von Uli Leistenschneider frei nach Ellis Kaut erzählt.

 

*Quelle: Media Control Metis Q1/2020.
**Quelle: MC Media Control, Umsatz, Stand 08.05.2020. Ranking der Verlage in der WGR 24 im Vergleich Q1/2020 vs. Q2/2019.
***Quelle: MC Media Control, WGR 24, 2018 vs 2019.

 

Eine Presseinformation des KOSMOS Verlags
www.kosmos.de

 

 

Drei Finalistinnen beim „Blogbuster 2020“

Auch wenn die letzte Entscheidung noch aussteht, eines ist jetzt schon klar: Der Preis der Literaturblogger für das beste unveröffentlichte Romanmanuskript geht in diesem Jahr an eine Frau. Die Fachjury des Blogbuster-Preises hat getagt und drei Autorinnen für die Shortlist nominiert. Franziska Gänsler, Ela Meyer und Sylvia Wage können sich nun Hoffnung auf den ersten Preis und die damit verbundene Veröffentlichung ihres Romans im literarischen Programm des Eichborn-Verlags machen.

Eichborns Programmleiter Dominique Pleimling zeigte sich von der hohen Qualität der eingereichten Manuskripte begeistert: „Die Texte haben mich mit ihrem durchweg hohen literarischen Niveau begeistert. Ich habe sie mit großem Vergnügen gelesen.“

Literaturagentin Elisabeth Ruge, die bereits zum dritten Mal in der Fachjury sitzt, stimmt dem zu: „Dies ist die bisher stärkste Shortlist des Wettbewerbs.“

Insgesamt wurden 133 Romanmanuskripte bei der diesjährigen Staffel des unkonventionellen Literaturpreises eingereicht und im ersten Schritt von einer zehnköpfigen Bloggerjury auf Herz und Nieren geprüft. Aus neun Titeln, die es auf die Longlist geschafft haben, wurden die Finalistinnen von einer prominent besetzten Fachjury ausgewählt. Ihr gehören neben Pleimling und Ruge auch die Bestseller-Autorin Alexa Hennig von Lange, der BR-Literaturkritiker Knut Cordsen und die Bloggerin Alexandra Stiller an.

Franziska Gänsler – Kahn
Die erste Finalistin, Franziska Gänsler, hat Kunst und Anglistik studiert und ist neben dem Schreiben vor allem in der Kunst- und Kulturvermittlung tätig. Der Protagonist ihres Romans „Kahn“ verliert bereits in der Kindheit seinen Vater, der sich das Leben nimmt. Er diente im Krieg als Soldat, galt als Held, wirkte als Mediziner. Als Jahre später die Mutter stirbt, kehrt er zurück in die Heimatstadt und wird mit der Vergangenheit der Familie konfrontiert. Franziska Gänslers Manuskript wurde von der Literaturbloggerin Constanze Matthes (Blog: Zeichen & Zeiten) ausgewählt.

Ela Meyer – Es war schon immer ziemlich kalt
Die Autorin Ela Meyer wurde von der Literaturbloggerin Isabella Caldart (Blog: novellieren) nominiert, ist vor dreizehn Jahren von Hamburg in die Nähe von Barcelona gezogen, hat Kurzgeschichten in diversen Literaturzeitschriften veröffentlicht und ist Mitbegründerin des Literaturmagazins Schredder. In ihrem Romanmanuskript „Es war schon immer ziemlich kalt“ beschreibt Ela Meyer wie es geht, befreundet zu sein, wenn man sich in vollkommen gegensätzliche Richtungen entwickelt. Wann ist gemeinsame Vergangenheit nur noch Ballast? Muss eine Freundschaft aus Kindheitstagen überhaupt überleben – oder ist es irgendwann an der Zeit, loszulassen?

Sylvia Wage – Grund
Die dritte Shortlistautorin Sylvia Wage, nominiert vom Literaturblogger Stefan Härtel (Blog: Bookster HRO), lebt in Berlin, ist in der Öffentlichkeitsarbeit tätig, Bonner Literaturpreis-Trägerin und Mitglied im Berliner Literaturlabel zuckerstudio waldbrunn. In ihrem Romanmanuskript geht es um Herrschsucht, Alkoholismus und häusliche Gewalt. Auf mehreren metaphorischen Ebenen erzählt sie von einer äußerst unzuverlässigen Figur, die ihre Leser von Beginn an mit völlig absurden Behauptungen konfrontiert.

Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse
Welche der drei Finalistinnen das Rennen um den begehrten Verlagsvertrag machen wird, soll im Rahmen der Frankfurter Buchmesse im Oktober verkündet werden. Abhängig von der Entwicklung der Corona-Pandemie wird derzeit die Möglichkeit einer Präsenzveranstaltung in Kombination mit einem Online-Streaming geprüft.

 

Eine Pressemeldung der Bastei Lübbe AG
www.luebbe.de

Die Longlist zum „WISSEN! Sachbuchpreis“ steht

2021 vergibt die wbg (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) zum zweiten Mal den »WISSEN! Sachbuchpreis für Geisteswissenschaften«. Mit insgesamt 60.000 Euro Preisgeld lobt die wbg damit den höchstdotierten deutschen Sachbuchpreis aus. Er gliedert sich in den „WISSEN! Sachbuchpreis“ für das beste Sachbuch aus den Geisteswissenschaften (dotiert mit 40.000 € für den Preisträger) sowie den Preis „WISSEN! Academic“ für herausragende Habilitationen (dotiert mit 4 x 5.000 €).

Im Gegensatz zu anderen Buchpreisen werden die Preisträgerinnen und Preisträger des WISSEN – Preises unter Einbeziehung von Leserinnen und Lesern sowie des Handels ermittelt. Die Mitglieder der wbg und die teilnehmenden Buchhändler haben in einer Onlineabstimmung aus den Verlagsprogrammen deutschsprachiger Verlage ihre Favoriten gewählt. Auch die prominent besetzte Jury hat ihr Votum abgegeben. Die aus diesem Prozess hervorgegangenen Titel bilden die Longlist des »WISSEN! Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften«:

  • Ulrike Ackermann: Das Schweigen der Mitte, wbg Theiss, 2020
  • Jens Bisky: Berlin, Rowohlt Berlin, 2019
  • Klaus-Jürgen Bremm: 70/71, wbg Theiss, 2019
  • Ronald D. Gerste: Wie Krankheiten Geschichte machen, Klett-Cotta, 2019
  • Wenzel M. Götte: Eiszeitkultur, Freies Geistesleben, 2019
  • Kübra Gümüsay: Sprache und Sein, Hanser Berlin, 2020
  • Jürgen Habermas: Auch eine Geschichte der Philosophie, Suhrkamp, 2019
  • Harald Jähner: Wolfszeit, Rowohlt Berlin, 2019
  • Necla Kelek: Die unheilige Familie, Droemer, 2019
  • Sascha Kowalczuk: Die Übernahme, C.H. Beck, 2019
  • Renate Lachmann: Lager und Literatur, Konstanz University Press, 2019
  • Philipp Lenhardt: Friedrich Pollock, Suhrkamp, 2019
  • Steffen Mau: Lütten Klein, Suhrkamp, 2019
  • Mischa Meier, Geschichte der Völkerwanderung, C.H. Beck, 2020
  • Günter Müchler: Napoleon, wbg Theiss, 2019
  • Ulrich Pfisterer: Raphael, C.H.Beck, 2019
  • Norbert Reck: Der Jude Jesus und die Zukunft des Christentums, Matthias Grünewald Verlag, 2019
  • Jan Roß: Bildung – eine Anleitung, Rowohlt Berlin, 2020
  • Oliver Jens Schmitt: Der Balkan im 20. Jahrhundert, Kohlhammer, 2019
  • Thomas Sparr: Todesfuge, DVA, 2020
  • Heike Specht: Ihre Seite der Geschichte, Piper, 2019
  • Volker Weidermann: Das Duell, Kiepenheuer & Witsch, 2019

„Wir freuen uns über die große Beteiligung und die Präsenz der wichtigsten deutschsprachigen Verlage auf der Longlist zum WISSEN!-Preis. Die wbg als größte Lesergemeinschaft Deutschlands zeigt damit, dass Sachbücher aus allen Disziplinen der Geisteswissenschaften gerade auch in diesen Zeiten gelesen und gefördert werden.“, sagt der Geschäftsführende Direktor der wbg Dirk Beenken.

Aus den 20 Titeln werden fünf Titel für die Shortlist gewählt. Alle 85.000 Mitglieder der wbg und alle deutschen Buchhandlungen können bis zum 31. Juli 2020 an dem Abstimmungsverfahren auf der Website www.wbg-wissen-preis.de teilnehmen. Ihr Voting wird als zusätzliche Stimme zu der fünfköpfigen Jury gewertet, der Prof. Dr. Aleida Assmann (Kulturwissenschaftlerin), Dr. Peter Frey (ZDF), Jürgen Kaube (FAZ), Prof. Dr. Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz) und der Theologe Prof. Dr. Dr. h.c. Hubert Wolf (Münster) als Jury-Vorsitzender angehören. Die Shortlist wird am 1. September 2020 bekannt gegeben.

Weitere Informationen zum Preis und zum Auswahlverfahren unter www.wbg-wissen-preis.de

Die wbg ist ein Verein zur Förderung von Wissenschaft und Bildung mit über 85.000 Mitgliedern. Ihr Auftrag ist es, den Geisteswissenschaften eine Stimme zu geben. Im Jubiläumsjahr 2019 wurden der mit 40.000 € höchstdotierte deutschsprachige Sachbuchpreis „WISSEN! Der Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften“ initiiert und die online-Plattform wbg-community.de gestartet. Der WISSEN!-Preis wird in Kürze neu ausgelobt und im Januar 2021 in München zum zweiten Mal vergeben. Zur wbg gehören die Imprints wbg Academic, wbg Edition, wbg Theiss und wbg Philipp von Zabern. Die Themen des Verlags reichen von Politik, Geschichte und Archäologie bis zu Literatur, Philosophie und Theologie.

 

Eine Presseinformation der wbg (Wissenschaftliche Buchgesellschaft)
www.wbg-wissenverbindet.de

Preisträgerinnen des 1. Kirsten-Boie-Preises für Kinderliteratur stehen fest

Den 1. Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur erhält die Berliner Autorin Julia Blesken für ihr Kinderbuch-Manuskript „Auf dem Weg nach Kolomoro“.

Aus der Jurybegründung: „Ein Roadtrip durch eine Stadt, die allmählich Konturen annimmt und ständig neue Facetten aufblitzen lässt, fünf Kinder, die plötzlich zu sechst sind und unterschiedlicher kaum sein könnten, und schließlich eine Aufgabe, die der rasanten Reise trotz aller Abwege immer wieder eine Richtung gibt: Das Mädchen Jennifer hatte ihrem Großvater versprochen, seine Asche dort zu verstreuen, wo er sich im Leben am wohlsten gefühlt hatte, in seiner Gartenkolonie. Die Autorin Julia Blesken entwirft ihre Figuren liebevoll und entlässt sie dann ins Leben, um zu beobachten, wie sie damit klarkommen – ein literarisches Verfahren, das sich aufs schönste bewährt.“

Julia Blesken, geboren 1976 in Berlin, studierte Geschichtswissenschaft. 2009 erschien ihr Debütroman „Ich bin ein Rudel Wölfe“ im Verlag Jung und Jung.

Der Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Hamburger Literaturstiftung in Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg und den Hamburger Kinder- und Jugendbuchverlagen Carlsen und Oetinger vergeben. Zusätzlich zur Preissumme erhält Julia Blesken einen Verlagsvertrag des Friedrich Oetinger Verlages. Das Buch wird 2021 im Oetinger-Programm erscheinen.

Den Förderpreis der Stiftung erhält die Bonner Autorin Rebecca Elbs für ihren Text „Leo & Lucy“. Er ist mit einem Lektoratsstipendium verbunden, das ein professionelles Lektorat des eingereichten Textes im Wert von 1000 Euro umfasst.

Rebecca Elbs, 1975 geboren, wuchs am Bodensee auf. Nach mehreren Auslandsaufenthalten, Theaterarbeiten und einem Regie-Studium, arbeitete sie viele Jahre als Lehrerin für Deutsch und Englisch.

Die Jury des Kirsten-Boie-Preises, bestehend aus der Kritikerin und Autorin Ute Wegmann und dem Kritiker und Autor Tilman Spreckelsen, der Autorin und Dozentin Annette Pehnt, der Buchhändlerin Christiane Hoffmeister und dem ehemaligen Kinderbuchverleger Klaus Humann, wählte die Siegertitel aus über 650 Einsendungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Klaus Humann: „Die unerwartet hohe Menge der Manuskripte hat uns vor große Herausforderungen gestellt. Aber am Ende waren wir uns alle einig und konnten uns sehr eindeutig auf die beiden Preisträgerinnen festlegen.“

Kirsten Boie: „Ich freue mich über die Entscheidung der Jury. Das ist ein überzeugendes Manuskript: schräg und trotzdem realistisch; unterhaltsam, aber mit Substanz; professionell erzählt mit liebevoll gezeichneten Charakteren und witzigen Dialogen.“

Julia Bielenberg, Oetinger-Verlegerin: „Wir sind stolz und freuen uns, dass wir das erste Kinderbuch veröffentlichen dürfen, das mit dem Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur ausgezeichnet wurde. Der Preis trägt den Namen einer der renommiertesten deutschsprachigen Kinderbuchautorinnen, deren Bücher ganz elementar zum Oetinger-Programm gehören und der wir eng verbunden sind. Die ausgezeichneten Bücher sollen ganz im Sinne Kirsten Boies den Spaß am Lesen wecken. Denn das ist die beste Leseförderung überhaupt.“

Die Preise werden am 16. Juni im Hamburger Literaturhaus in Anwesenheit von Kirsten Boie und des Hamburger Kultursenators Carsten Brosda verliehen.

Der Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur zeichnet alle zwei Jahre das beste unveröffentlichte Kinderbuch einer deutschsprachigen Autorin, eines deutschsprachigen Autors aus. Neben dem Preisgeld geht er zusätzlich mit einem Buchvertrag einher, der im ersten Jahr der Ausschreibung mit dem Friedrich Oetinger Verlag in Hamburg geschlossen wird, 2022 wird das prämierte Manuskript des zweiten Durchgangs im Hamburger Carlsen Verlag unter Vertrag genommen.

 

Eine Presseinformation der Verlag Friedrich Oetinger GmbH
www.verlagsgruppe-oetinger.de

J.K. Rowling’s Fortsetzungs-Märchen „The Ickabog“ auch in deutscher Übersetzung online

Ab heute veröffentlicht der Carlsen Verlag das Märchen „Der Ickabog“ von J.K. Rowling in der Übersetzung von Friedrich Pflüger. J.K. Rowling stellt das bisher unveröffentlichte Märchen vom Ickabog Kindern und ihren Familien vor dem Hintergrund des Corona-Shutdowns zur Verfügung.
Die Geschichte wird in den kommenden sieben Wochen als Fortsetzung kostenlos im Internet zu lesen sein, wobei täglich (außer samstags und sonntags) ein oder mehrere Kapitel hinzukommen werden: www.theickabog.com/de/

Großer Malwettbewerb
Begleitend findet ein großer Malwettbewerb für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren statt. Aus allen Wettbewerbsbeiträgen wird eine fünfköpfige Jury 34 Bilder auswählen, die in die Buchveröffentlichung von „Der Ickabog“ aufgenommen werden. Der Jury gehören an: Julia Bousboa (Bloggerin, juliliest), Katrin Hörnlein (DIE ZEIT), Regina Kehn (Illustratorin), Sandra Niebuhr-Siebert (FH Clara Hoffbauer, Potsdam), Sabine Uehlein (Stiftung Lesen).

Der Wettbewerb startet heute mit der Veröffentlichung der ersten Folgen von „Der Ickabog“ und endet am 24. Juli um 23.59 Uhr.
Detaillierte Informationen zu den Teilnahmebedingungen und zur Möglichkeit, Wettbewerbsbeiträge einzureichen, gibt es auf: www.ickabog-malwettbewerb.de

Die illustrierte Ausgabe des „Ickabog“ wird im November als gedrucktes Buch und als E-Book im Carlsen Verlag erscheinen.

Mit dem Start des „Ickabog“-Malwettbewerbs im deutschsprachigen Raum realisiert Carlsen ein Projekt, das die Harry-Potter-Autorin vergangene Woche angekündigt hat und an dem Verlage in der ganzen Welt beteiligt sein werden. Sämtliche Honorare aus den Buchveröffentlichungen gegen Ende des Jahres wird J.K. Rowling Corona-Hilfsprojekten zur Verfügung stellen. Genaueres dazu wird die Autorin zu einem späteren Zeitpunkt ankündigen.

Weitere Informationen zum „Ickabog“-Projekt finden sich stets aktuell auf der zentralen Website des Projekts www.theickabog.com, von der aus alle Seiten der international beteiligten Verlage zu erreichen sind.

 

Eine Presseinformation des Carlsen Verlags
www.carlsen.de

arsEdition: Michael Schweins übergibt an Dagmar Becker-Göthel

Michael Schweins (67), verlegerischer Geschäftsführer von arsEdition, übergibt seinen Posten nach 13 Jahren im Herbst 2020 an Dagmar Becker-Göthel (bisher Coppenrath).
In seiner Zeit bei arsEdition hat er den Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder für arsEdition betrieben, und damit für konstant wachsende Umsätze gesorgt. Das Amt des Geschäftsführers legt Schweins im Herbst nieder, bleibt der Bonnier-Gruppe aber als acquisition agent für besondere Projekte eng verbunden.

Michael Schweins: „Mein Dank für diese wunderbaren Jahre gilt den Kolleginnen und Kollegen bei arsEdition und Bonnier. Dieses Netzwerk funktioniert auch von Köln aus, davon bin ich überzeugt.“

Christian Schumacher-Gebler, Geschäftsführer von Bonnier Media Deutschland: „Michael Schweins war ein weitsichtiger, teamorientierter und höchst geschätzter Verleger. Mit seiner Mannschaft hat er arsEdition enorm weiterentwickelt und blickt auf eine große Erfolgsgeschichte zurück. Umso mehr freue ich mich, dass er uns als engagierter Programmgestalter weiterhin begleitet.“

Dagmar Becker-Göthel wechselt von Coppenrath zu arsEdition. In dem Münsteraner Verlagshaus war sie zehn Jahre sehr erfolgreich für das Geschenkbuch sowie das Hölker Kochbuch verantwortlich. Zuvor hatte sie die Programmleiterfunktion unter anderem bei Groh und Frederking und Thaler inne. Dagmar Becker-Göthel wird die Geschäfte bei arsEdition gemeinsam mit Rebecca Roscher (kaufmännische GF) führen.

Dazu Christian Schumacher-Gebler: „Ich freue mich, dass wir mit Dagmar Becker-Göthel eine erfahrene und kreative Programmgestalterin für die verlegerische Geschäftsführung von arsEdition gewinnen konnten. Sie wird mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort die erfolgreiche Verlagsentwicklung fortsetzen und mit ihrer Erfahrung aus anderen Verlagen neue Impulse geben.“

Dagmar Becker-Göthel: „Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe bei arsEdition. Die große Vielfalt an starken Programmbereichen zeugt von hellwachen Teams. Ich bin sicher, dass wir sehr gut zusammenpassen und gemeinsam spannende Akzente setzen werden.“

 

Eine Pressemitteilung der Bonnier Media Deutschland GmbH
www.bonnier-media.de

Neue Redaktionsleitung bei Buchkultur

Personelle Veränderungen im Verlag Buchkultur: Jorghi Poll übernimmt ab Juli 2020 die Chefredaktion. Gemeinsam mit der ebenfalls neuen Chefin vom Dienst, Katia Schwingshandl, wird Poll ab diesem Zeitpunkt die inhaltliche Ausrichtung eines der wichtigsten Buchmagazine im deutschen Sprachraum verantworten. Der 41-jährige gebürtige Wiesbadener, der seit vielen Jahren gemeinsam mit Sarah Legler den unabhängigen Verlag Edition Atelier betreibt, studierte Literatur- und Theaterwissenschaft und lebt seit knapp 15 Jahren in Wien.
Gleichzeitig ist die kommende Ausgabe 190, die am 25. Juni erscheinen wird, die letzte unter der Ägide von Hannes Lerchbacher, der sich neuen Aufgaben außerhalb der Buchbranche stellen will.

Geschäftsführer Max Freudenschuß: „Hannes Lerchbacher war 20 Jahre für Buchkultur tätig, die letzten zweieinhalb als alleiniger Chefredakteur – er gehört quasi zur DNA des Hauses. Wir bedauern seinen Abgang sehr und möchten uns noch einmal ausdrücklich für seinen großen Einsatz bedanken. Mit Jorghi Poll gewinnen wir jedoch einen leidenschaftlichen, meinungsstarken Büchermenschen, der mit seiner langjährigen Erfahrung als Verleger, Hersteller und Lektor die deutschsprachige Branche in ihren zahllosen Schattierungen in- und auswendig kennt; jemand, der die Literaturgeschichte genauso im Gepäck hat wie den aufgeschlossenen Blick auf jene neuen Stimmen, die es wert sind, einem breiteren Publikum bekannt gemacht zu werden. Ich bin mir sicher, dass er gemeinsam mit Katia Schwingshandl die relevanten Themen finden und auch generell die richtigen Impulse für die Zukunft des Magazins setzen wird.“

Herausgeber und Mitgründer der Buchkultur, Michael Schnepf und Nils Jensen: „Ein großer Dank an Hannes Lerchbacher, der ein ganz wichtiger Fixpunkt über so lange Zeit war. Das neue Duo steht exemplarisch für alles, was die Buchkultur seit 30 Jahren ausmacht: Freude an Büchern, Neugierde, Kritikfähigkeit und Mut. Auch wir freuen uns auf Jorghi und Katia!“

Über Buchkultur
1989 gegründet, berichtet Buchkultur seit über 30 Jahren unabhängig und kritisch über alle Bereiche des literarischen Lebens. Das internationale Buchmagazin erscheint zweimonatlich im gesamten deutschen Sprachraum und veröffentlicht zusätzlich diverse Themenhefte. Weitere Initiativen und Projekte des Verlags stellen u.a. die „Arbeitsgemeinschaft Welttag des Buches“, „Buchkultur in der Schule“ oder auch die Durchführung des Wettbewerbs zum „Wissenschaftsbuch des Jahres“ dar.
Ab Ausgabe 190, die am 25. Juni 2020 erscheint, wird das Magazin Buchkultur auch digital als App über den Apple Store sowie Google Play Store erhältlich sein.

 

Eine Pressemitteilung der Buchkultur Verlaggmbh
www.buchkultur.net

Frankfurter Buchmesse 2020 wird stattfinden

Die Frankfurter Buchmesse 2020 wird stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat der BBG (Börsenverein des Deutschen Buchhandels Beteiligungsgesellschaft) heute entschieden.

Geplant ist, die Frankfurter Buchmesse auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt Frankfurt am Main und zeitgleich virtuell stattfinden zu lassen. Grundlage für die Durchführung der 72. Frankfurter Buchmesse auf dem Messegelände ist ein detailliertes Gesundheits- und Hygienekonzept, das die dann geltenden Schutzverordnungen des Landes Hessen umsetzt und die Sicherheit der an der Messe teilnehmenden Besucher*innen, Aussteller*innen und Mitarbeiter*innen gewährleistet. Das von der Frankfurter Buchmesse und der Messe Frankfurt gemeinsam erarbeitete Hygienekonzept hat das Ordnungsamt und das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt überzeugt. Aufgrund der dynamischen Lage ist die kontinuierliche, fachliche Evaluation der Gesamtsituation und eine ständige Anpassung an die geltenden rechtlichen Voraussetzungen unerlässlich.

„Die Frankfurter Buchmesse ist das Schaufenster der internationalen Buchbranche und hat auch deshalb in den letzten Jahren einen immer größeren Zuspruch gefunden – nicht nur beim Fachpublikum und im Rechtehandel sondern auch bei den Leserinnen und Lesern. Sie ist zu einer internationalen Agora des intellektuellen Austausches geworden. Diesen Diskurs-Charakter wollen wir auch in der Krise nutzen und für die Zukunft der Buchbranche erhalten,“ sagt Siegmar Mosdorf, Vorsitzender des Aufsichtsrates.

Juergen Boos, der Direktor der Frankfurter Buchmesse, betont: „In diesem Jahr ist es wichtiger als je zu vor, die Frankfurter Buchmesse durchzuführen. Mit der Präsenz auf dem Messegelände, Buchevents vor Ort und virtuell schaffen wir Öffentlichkeit für Autorinnen und Autoren, für die Branche, für unsere Themen. Die Frankfurter Buchmesse 2020 ist coronabedingt eine Sonderedition – ein Programm vor Ort, kombiniert mit zukunftsweisenden digitalen Formaten. Wir danken dem Ministerpräsidenten des Landes Hessen, Volker Bouffier, dem Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, dem Finanzminister Michael Boddenberg sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Peter Feldmann, für ihre große Unterstützung.“

Die Frankfurter Buchmesse erwartet die Teilnahme von Ausstellern aus ganz Europa und, abhängig von den dann geltenden Reisebeschränkungen, dem internationalen Ausland. Details zur Programmplanung und zur diesjährigen Kampagne werden Ende Juni bekannt geben.

„Die Frankfurter Buchmesse ist ein Teil der DNA dieser Stadt und auch eine Ikone der Messewirtschaft. Wir freuen uns sehr darüber, dass sich die Branche für eine Buchmesse 2020 entschieden hat und damit ein sehr positives wirtschaftliches Signal sendet. Dabei haben – wie dies bei der Messe Frankfurt stets der Fall ist – die Sicherheit und Gesundheit aller Teilnehmer höchste Priorität. Wir haben ausgefeilte Maßnahmen hinsichtlich Abstandsregeln, Besucherführung und Hygiene erarbeitet, und werden das Konzept den aktuellen Erkenntnissen und Anforderungen anpassen. Die Umsetzung wird sehr strukturiert erfolgen, und wir werden die Frankfurter Buchmesse mit allen Kräften unterstützen“, so Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Digitales Rahmenprogramm
Das digitale Rahmenprogramm der Frankfurter Buchmesse deckt mit vielen Angeboten die Anforderungen sowohl der Teilnehmer*innen vor Ort als auch der virtuell zugeschalteten Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt ab: Unternehmens- und Produktpräsentationen, Anlässe und Formate zur Geschäftsanbahnung, Kontaktaufnahme mit Geschäftspartnern, Markttrends und Weiterbildung.

„Derzeit entwickeln wir eine Reihe von digitalen Formaten, die genau auf diese Kundenbedürfnisse eingehen und die Teilnahme von Unternehmen und Akteuren aus dem Publishing und angrenzenden Industrien weltweit an der Buchmesse 2020 ermöglicht,“ führt Juergen Boos aus.

Um Bücherfans weltweit über die Neuerscheinungen des Bücherherbstes 2020 zu informieren, findet die Frankfurter Buchmesse eine Woche lang auch virtuell statt. Geplant ist unter anderem ein BOOKFEST-Zentrum, von welchem aus die Frankfurter Buchmesse und ihre Medienpartner Neuerscheinungen und Autor*innen vorstellen und relevante Diskussionen anstoßen wird.

Die großen deutschen Publikumsverlage – die Verlagsgruppe Random House, die deutschen Bonnier Verlage, die Holtzbrinck Buchverlage sowie die Verlagsgruppe Bastei Lübbe – haben im Austausch mit der Frankfurter Buchmesse die Idee eines neuen Veranstaltungskonzepts im Rahmen der Buchmesse initiiert. Sie sind eng in die Konzeption, Kommunikation und später auch die Umsetzung dieser Idee involviert.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Initiativen aus der Buchbranche, die sich mit vielen Ideen zu digitalen und physischen Formaten einbringen will, und die mit der Frankfurter Buchmesse im regen Austausch steht.

Ehrengastauftritt 2020
Die Frankfurter Buchmesse berät aktuell mit dem Ausrichter des Ehrengast-Auftritts, dem kanadischen Kulturministerium und Canadian Heritage, über ein der Situation angepasstes Konzept. Eine Entscheidung wird in Kürze erwartet.

Die Frankfurter Buchmesse 2020 – aktueller Planungsstand

  • Termin: Die Frankfurter Buchmesse findet vom 14. bis 18. Oktober 2020 statt.
    Fachbesuchertage sind vom 14.- 18. Oktober. Am Wochenende (17. und 18. Oktober) ist die Frankfurter Buchmesse zusätzlich für das Publikum geöffnet.
  • Zugelassene Besucherzahl: Die Zahl der auf dem Gelände zeitgleich zugelassenen Besucher*innen richtet sich nach der im Oktober belegten Bruttofläche.
  • Einlass: Der Einlass erfolgt kontaktlos nach Vorabregistrierung und Selbstauskunft über den Gesundheitszustand.
    Hallenbelegung: Derzeit konzentriert sich die Planung auf sechs Hallenebenen (Hallenebenen 3.0 und 3.1, 4.0, 4.1 sowie 6.0 und 6.1).
  • Platzierung: Die Platzierung wird voraussichtlich Mitte Juli abgeschlossen sein.
  • Standfläche: Die kleinstmögliche Standfläche wird 8 m² betragen. Aussteller, die 4 m² gebucht haben, erhalten ohne Mehrkosten weitere 4 m² dazu. Alle weiteren Standgrößen werden ebenso nach einem Staffelmodell kostenneutral aufgestockt.
  • Gangbreiten: Darüber hinaus wird jedem Stand 1,5 Meter der davor liegenden Gangbreite als zusätzliche Kommunikationsfläche zugeschlagen.
    Die Gangbreite in den Hallen liegt zwischen 6-8 Meter.
  • Rechtehandel: Das literarische Agentenzentrum – LitAg (neuer Standort in Halle 6.1) steht in diesem Jahr auch Lizenzverantwortlichen aus Verlagen zur Verfügung.
  • Workspaces: Zusätzlich zu dem Angebot, einen Stand zu mieten, bietet die Frankfurter Buchmesse Interessierten tageweise in jeder Hallenebene Arbeitsplätze in den Frankfurt Workspaces zur Miete an.
  • Bühnen: Die Großbühnen werden in diesem Jahr weitestgehend durch digitale oder entzerrte, physische Angebote ersetzt.
  • Buchverkauf: Besucher*innen können am Messe-Samstag und Messe-Sonntag Bücher zum gesetzlich gebundenen Ladenpreis kaufen.
  • Registrierung und Ticketkauf sind nach einer Vollregistrierung und Selbstauskunft ausschließlich online möglich.
    Der Ticketshop für Fachbesuchertickets öffnet voraussichtlich am 01.08.2020.
  • Presseakkreditierung: Journalisten können sich ebenfalls ausschließlich online akkreditieren.

 

Eine Pressemitteilung der Frankfurter Buchmesse
www.buchmesse.de

btb Selection – Besondere Autor*innen. Besondere Geschichten. Besondere Ausstattung.

Für alle, die Lust auf literarische Entdeckungen, ungewöhnliche Stimmen und überraschende Leseerlebnisse haben, bietet der btb Verlag ab Herbst 2020 unter dem Begriff „btb Selection“ Bücher mit einem besonderen Qualitätsversprechen.

„btb Selection“ – das ist eine neue Bühne für internationale literarische Stimmen und preisgekrönte Talente innerhalb des btb Taschenbuchprogramms. Es erscheinen dort ausschließlich deutsche Erstveröffentlichungen als hochwertig ausgestattete, großformatige Klappenbroschur mit einem Umschlag aus geripptem Peytan-Karton. Literatur für Leser*innen, die ganz besondere Entdeckungen machen möchten.

„Es sind Bücher von leidenschaftlichen Lektor* innen für leidenschaftliche Leser*innen: im besten Sinne ungewöhnlich“, sagt btb Verlagsleiterin Regina Kammerer. „Literarische Unterhaltung, auch und besonders im Taschenbuch: das war schon immer unser Anspruch. Mit der besonderen Ausstattung, die wir für unsere Entdeckungen gefunden haben, knüpfen wir an diese Tradition an und erweitern sie. Lesen ist aufregend. Niemand weiß das besser als unsere Leser*innen – und natürlich besonders die Buchhändler*innen, die unseren Verlag seit bald 25 Jahren so großartig begleiten.“

Den Auftakt bilden in diesem Herbst vier herausragende Romane: „Untertauchen“ von Daisy Johnson, eine ergreifende Mutter-Tochter-Geschichte, mit großer Wucht und viel Phantasie erzählt. Die junge Britin war mit 27 Jahren die jüngste Finalistin für den Man Booker Prize. Fiona Moszley und „Elmet“, das hymnisch gefeierte Debüt einer britischen Buchhändlerin war Buch des Jahres zahlreicher Primtmedien des Landes. „99 Nächte in Logar“ von Jamil Jan Kochai, ein packendes Porträt vom Leben im heutigen Afghanistan, der Guardian attestiert: „Phänomenal. Dieses Buch hat ein großes Herz.“ Sowie Lidia Yuknavitchs „Das Lied der Kämpferin“, „eines der wichtigsten Bücher des Jahres“ (New York Times) und ein (feministischer) Kultroman sondergleichen.

 

Eine Pressemitteilung des btb Verlags
www.btb-verlag.de

Thalia erhält Customer Excellence Award

Sowohl von der Marke Thalia als auch vom tolino epos 2 und der tolino-App zeigen sich die Kunden begeistert. Das beweisen die jüngst verliehenen Auszeichnungen. Beim Customer Excellence Award, der jährlich vom market Institut vergeben wird, zählt der Begeisterungsgrad von Kunden für Marken innerhalb ihrer Branche sowie branchenübergreifend. In der Stiftung Warentest 05/2020 überzeugte der tolino epos 2 besonders im Bereich Handhabung und ging damit als Testsieger hervor.

Customer Excellence Award
Preise sind immer eine schöne Anerkennung für Unternehmen – wenn diese dann auch noch in verschiedenen Kategorien verliehen werden, umso besser. So geschehen aktuell bei Thalia, dem größten Sortimentsbuchhändler im deutschsprachigen Raum. Der Customer Excellence Score, Kernstück des Customer Excellence Award der jährlich vom market Institut verliehen wird, zeigt auf, wie begeistert Kunden von Marken sind, und zwar innerhalb Ihrer Branche und branchenübergreifend. Dabei wird ein Indexwert basierend auf Net Promoters (=Kunden mit hoher Weiterempfehlung) und Brand Lovers (Kunden, die Marken lieben) errechnet.

„Wir sind stolz darauf, zu den TOP Marken in Österreich gehören zu dürfen. Das bestätigt uns in unserem eingeschlagenen Weg mit der „weltbleibwach“ Ausrichtung“, freut sich Thomas Zehetner, Geschäftsführer Thalia Österreich, über die jüngste Auszeichnung.

„Thalia weist nicht nur innerhalb der Branche eine TOP Performance auf, auch branchenübergreifend zählt man zu den TOP Marken in Österreich. Das Unternehmen versteht es, seine Kunden im höchsten Maß zufrieden zu stellen. Dies zeigt sich auch in Zeiten von Corona, wo mit einem erstklassigen Online-Vertrieb auf geänderte und erschwerte Rahmenbedingungen im Markt reagiert wurde. Keine andere Marke in der Branche hat eine derart hohe Zahl an Personen, die die Marke stark weiterempfehlen. Mehr als zwei Drittel der Kunden weisen eine hohe Bindung zu Thalia auf und wären enttäuscht, wenn es Thalia nicht mehr geben würde“, fasst Prof. Dr. Werner Beutelmeyer, Institutsvorstand und Geschäftsführer market Institut, die wichtigsten Ergebnisse zusammen.

Testsieger: tolino epos 2 und tolino-App überholen Konkurrenten
Ebenso erfreulich ist das Abschneiden des tolino epos 2 und der tolino App bei der Testung durch die Stiftung Warentest 05/2020 im Bereich eReading. Mit einem „gut“ (1,6) konnte sich der tolino epos 2 vor allem dank der perfekten Handhabung gegenüber Konkurrent Kindle an die Spitze setzen.

„Der Testsieger hat ein XL-Display mit top Bildqualität und eignet sich damit gut für ältere Leser, die die Buchstaben stark vergrößern wollen“, so die Stiftung Warentest in ihrem Fazit.

Auch die tolino-App behauptet sich gegenüber dem Amazon-Angebot, der Kindle-Leseapp: Am Smartphone wie auch am Tablet liegt sie im Bereich der Handhabung vorn und schließt ihren Test mit einer Gesamtbewertung von 2,6 ab.

Über tolino
tolino – das ist eReading made in Germany. Hinter der Marke tolino steht der Zusammenschluss von führenden deutschen Buchhändlern Thalia, Weltbild, Hugendubel, Mayersche Buchhandlung, Osiander sowie Libri mit rund 1.500 angeschlossenen, unabhängigen Buchhandlungen in ganz Deutschland sowie Kobo als Technologie- und Innovationspartner – damit ist tolino in über 2.000 Buchhandlungen vertreten. Die tolino Allianz hat sich seit dem Markteintritt im März 2013 erfolgreich als eine der führenden Marken für digitales Lesen im deutschsprachigen Raum etabliert. International ist tolino neben Österreich und der Schweiz auch in Belgien, Italien und den Niederlanden verfügbar. Alle tolino Geräte zeichnen sich durch ein offenes Ökosystem mit integrierter tolino Cloud aus, das die Kunden beim Kauf von eBooks nicht an einen Buchhändler bindet. Neben einem der größten deutschsprachigen eBook-Sortimente und insgesamt mehr als 2 Millionen Titeln bieten die tolino Partner ihren Kunden umfassende Beratung und Service – online sowie in den Buchhandlungen vor Ort. tolino bietet seit dem Frühjahr 2015 auch ein attraktives eigenes Selfpublishing-Angebot.

 

Eine Pressemitteilung der Thalia Bücher GmbH
www.thalia.at

Loewe relauncht Umweltlabel

Seit 2013 erscheinen unter dem Label Naturkind im Loewe Verlag Bücher, die nicht nur nachhaltig produziert sind, sondern auch wichtige Werte vermitteln. Da Ökologie und Themen wie Achtsamkeit und Verantwortung in der Gesellschaft immer bedeutsamer werden, hat der Verlag die Reihe neugestaltet. Neben einem verstärkten Fokus auf moderne Wertevermittlung bieten die Bücher den Lesern die Möglichkeit, selbst die Welt ein Stückchen besser zu machen. Denn der Verlag unterstützt mit einem Teilerlös aus dem Verkauf der Bücher Projekte für Klima- und Umweltschutz.

Achtsamkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt steht im Mittelpunkt der neuen Bücher von Naturkind. Dabei spiegeln die Produkte inhaltlich sowohl relevante gesellschaftliche Fragen wider, als auch wichtige Werte wie Toleranz und Nachhaltigkeit.
Mit ansprechender Optik und spielerischer Gestaltung wird bei Kindern ab 2 Jahren altersgerecht ein Verständnis für diese Themen geschaffen und schon früh der Grundstein gelegt für mehr Natur- und Umweltbewusstsein.

Die vom Verantwortungsgedanken geprägten Inhalte stimmen dabei auch weiterhin mit einer umweltschonenden Produktion überein: Die Bücher werden in Deutschland und Europa gedruckt. Gleichzeitig werden ausschließlich Farben auf Pflanzenölbasis und bis zu 90 Prozent Recycling-Papier verwendet. Damit sind die Naturkind-Bücher nicht nur inhaltlich hochwertig, sondern auch nachhaltig hergestellt – ganzheitliche Produkte für eine bessere Welt!

Für den Buchhandel bietet Loewe zum Relaunch des Labels eine ganze Reihe von Werbemitteln an: Eine hochwertige Verkaufskassette, ansprechende Plakate sowie ein Prospekt zum Verteilen an die Kunden mit einer Übersicht aller lieferbaren Naturkind-Titel.
Weitere Informationen finden Sie demnächst unter: www.naturkind.org

 

Eine Presseaussendung des Loewe Verlags
www.loewe-verlag.de

Neues Plakat für Buchhandlungen vom Moritz Verlag

Der Corona-Hase aus dem Moritz Verlag begleitete die Buchhändler*innen in den vergangenen Wochen. Nun legt der Verlag ein neues Motiv vor, das auf die derzeitigen Abstandsregeln in den wieder geöffneten Buchhandlungen hinweist.

Die berühmten Freunde Billy und Hans-Peter aus dem Bilderbuch von Catharina Valckx‘ „Pfoten hoch!“ – erschienen 2010 im Originalverlag und 2011 bei Moritz in Übersetzung – stehen sich im aktuellen Plakat
gegenüber: nicht nur maskiert, sondern im gebührenden Abstand.

Auch dieses Plakat stellt der Moritz Verlag den Buchhandlungen als Datei kostenfrei zur Verfügung. Interessierte Buchhandlungen können sie direkt über ihre Vertreter beziehen oder sich per E-Mail an den Verlag wenden: info@moritzverlag.de.

Hier finden Sie alle Billy-Bände von Catherina Valckx, die im Moritz Verlag erschienen sind, „Pfoten hoch! war der Reihenauftakt.

 

Eine Pressemitteilung vom Moritz Verlag
www.moritzverlag.de

Die mobile Version verlassen