Christine-Nöstlinger-Preis: Michael Roher erster Preisträger

Der heuer erstmals vergebene Christine-Nöstlinger-Preis für Kinder- und Jugendliteratur geht an den Autor und Illustrator Michael Roher. Der von der Stadt Wien Kultur, Christine Nöstlingers Buchstabenfabrik und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gemeinsam ausgerichtete Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und soll künftig jährlich verliehen werden, wobei eine Jury die Preisträgerin oder den Preisträger nominiert.

„Mir liegt der neu geschaffene Christine-Nöstlinger-Preis besonders am Herzen, da er dezidiert die humanistischen Prinzipien und Anliegen, die die Autorin in ihrer Literatur vertreten hat, lebendig halten will“, so die Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Christine Nöstlinger hat es verstanden, den Blick von Kindern in einer ‚erwachsenen‘ Welt poetisch ins Treffen zu führen. Neben vielen Preisen, die nach männlichen Autoren benannt sind, ruft der Christine-Nöstlinger-Preis bewusst eine weibliche Stimme im Kanon der Weltliteratur in Erinnerung.“

Christiana Nöstlinger und Barbara Waldschütz, Töchter von Christine Nöstlinger, meinen: „Die Empathie unserer Mutter lag immer bei denen, die in unserer Gesellschaft wenig Rechte und keine Stimme haben. Sie war eine große Realistin und eine große Menschenfreundin gleichzeitig. Das war der Grund, warum sich so viele von ihr unterhalten, verstanden und getröstet fühlten. Wir freuen uns, dass nun ein Preis Menschen auszeichnet, in deren Werken wir die Haltung und die Gesinnung unserer Mutter wiederfinden.“

Alexander Potyka, Vorsitzender des Österreichischen Verlegerverbands, streicht hervor: „Christine Nöstlingers unbestechliche Haltung, ihr Engagement für Gerechtigkeit und ihr Werk, das Kindern immer auf Augenhöhe begegnete und sie zu Eigenständigkeit ermutigte, gehören zu den Sternstunden der österreichischen Literatur. Es ist wunderbar, dass es uns gemeinsam gelungen ist, zum 85. Geburtstag der international bedeutendsten österreichischen Kinder- und Jugendbuchautorin diese würdige Auszeichnung, die ihren Namen trägt, ins Leben zu rufen.“

Die Verleihung des Christine-Nöstlinger-Preises an Michael Roher durch Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler findet am Mittwoch, den 12. Mai 2021 um 18:00 Uhr im Wappensaal des Wiener Rathauses statt.

Der Preisträger Michael Roher

Michael Roher, 1980 in Niederösterreich geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend in und um Krems an der Donau. Nach seiner Ausbildung zum Sozialpädagogen in Wien, arbeitete er als Freizeit-, Spiel- und Zirkuspädagoge, sowie als Autor und Illustrator von (vorwiegend) Kinderbüchern. Seine Geschichten wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Michael Roher lebt mit seiner Familie in Baden bei Wien.

Jurybegründung

„Seit 2010 hat Michael Roher ein Werk geschaffen, das in seiner Vielfalt und künstlerischen Qualität in der heutigen österreichischen Kinder- und Jugendbuchliteratur seinesgleichen sucht. Gut zwei Dutzend Bücher hat der gebürtige Niederösterreicher geschaffen und mitgeschaffen. Unerschöpflich scheint seine Neugier auf neue Techniken und Materialien, neue Motive und Spielformen, zeichnerisch wie sprachlich. Seine Illustrationen beeindrucken durch ihre Detailkunst, die verschmitzte Unvorhersehbarkeit sowie die Kraft, mit der sie den Betrachter in Träume treiben und eigene Geschichten zu erzählen beginnen. In seinen Texten führt Michael Roher die große heimische Tradition des Sprachspiels fort.
Mit Christine Nöstlinger verbindet ihn unter anderem die Lust am kreativen Umgang mit dem österreichischen Dialekt, die Nähe zu den kindlichen Leser*innen und sein engagierter, menschenfreundlicher Optimismus. ‚Dann schauen wir einander an und sind dankbar‘, sagte Michael Roher einmal über gelingende Bilder in seinen Büchern. Vielen Leser*innen, Kindern wie Erwachsenen, geht es mit seinen Büchern wohl so.“

Der Christine-Nöstlinger-Preis

Der neu geschaffene Christine-Nöstlinger-Preis wird von der Stadt Wien Kultur, Christine Nöstlingers Buchstabenfabrik und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gemeinsam ausgerichtet. Der Preis zeichnet Autorinnen und Autoren aus, die Kindern und all jenen, die sonst nicht gehört werden, eine Stimme geben, ihre Perspektive einnehmen und so einen kleinen Beitrag leisten, deren Leben ein Stück gerechter zu gestalten.

Die Jury

Die Entscheidung über die Auszeichnung fällt eine unabhängige Fachjury. Diese besteht aus drei Mitgliedern, die von den Trägern des Preises nominiert werden.
2021 bestand die Jury aus Karin Haller (Geschäftsführung Institut für Jugendliteratur), Paulus Hochgatterer (Autor & Psychiater, Universitätsklinikum Tulln) und Anne-Catherine Simon (Redaktion Feuilleton „Die Presse“).

Mehr Informationen zum Preis unter: https://www.buecher.at/christine-noestlinger-preis/

 

Pressemitteilung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Deutscher Sachbuchpreis 2021: Jury nominiert acht Sachbücher

Die Jury des Deutschen Sachbuchpreises 2021 hat acht Sachbücher für die Auszeichnung ausgewählt. Seit Ausschreibungsbeginn haben die sieben Jurymitglieder 240 Titel gesichtet, die seit Mai 2020 erschienen sind.

Jurysprecherin Dr. Kia Vahland, Süddeutsche Zeitung:
„Die Bücher dieser Auswahl variieren im Stil, den Themen, dem Umfang und den Methoden. Alle aber erforschen die Welt auf sehr eigene Weise und gehen den Dingen auf den Grund. Ihre Verfasser*innen wollen erst verstehen, bevor sie erklären; sie meiden eingetretene Pfade, stellen sich der Geschichte und immer auch der Gegenwart. Ihr Blick ist schonungslos, auf andere und sich selbst. Sie bringen sehr unterschiedliche Erfahrungen und Kenntnisse mit – und begnügen sich nicht mit diesen, sondern erkunden beim Schreiben Neuland. Der Zweifel, die Neugier und eine Portion Hartnäckigkeit treiben sie um und an. Sie suchen Erkenntnis statt Bekenntnis und stellen Fragen, die größer sind als ihre jeweiligen Sujets. So inspirieren sie eine breite, wissbegierige Leserschaft.“

Die nominierten Titel (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Heike Behrend, Menschwerdung eines Affen (Matthes & Seitz Berlin, Oktober 2020)
  • Asal Dardan, Betrachtungen einer Barbarin (Hoffmann und Campe, Februar 2021)
  • Jürgen Kaube, Hegels Welt (Rowohlt Berlin, August 2020)
  • Andreas Kossert, Flucht – Eine Menschheitsgeschichte. Von der Aufklärung bis heute (Siedler, Oktober 2020)
  • Daniel Leese, Maos langer Schatten. Chinas Umgang mit der Vergangenheit (C.H.Beck, Oktober 2020)
  • Michael Maar, Die Schlange im Wolfspelz. Das Geheimnis großer Literatur (Rowohlt, Oktober 2020)
  • Christoph Möllers, Freiheitsgrade. Elemente einer liberalen politischen Mechanik (Suhrkamp, September 2020)
  • Mai Thi Nguyen-Kim, Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit (Droemer Knaur, März 2021)

Deutscher Sachbuchpreis

Der Jury gehören neben Kia Vahland an: Dr. Klaus Kowalke (Buchhandlung Lessing & Kompanie), Tania Martini (die tageszeitung), Dr. Jeanne Rubner (Bayerischer Rundfunk), Denis Scheck (ARD), Hilal Sezgin (freie Autorin) und Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger (Wissenschaftskolleg zu Berlin).

Die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels verleiht den mit insgesamt 42.500 Euro dotierten Deutschen Sachbuchpreis in diesem Jahr erstmalig. Ausgezeichnet wird ein herausragendes, in deutscher Sprache verfasstes Sachbuch, das Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung gibt.

Aus den acht nominierten Titeln kürt die Jury das Sachbuch des Jahres, das am 14. Juni 2021 in Berlin verkündet wird. Der oder die Preisträger*in erhält 25.000 Euro, die sieben Nominierten erhalten je 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet im Humboldt Forum im Berliner Schloss statt.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist Schirmherrin des Deutschen Sachbuchpreises. Hauptförderer des Preises ist die Deutsche-Bank-Stiftung, darüber hinaus unterstützt die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss die Auszeichnung. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Sachbuchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Die Nominierten kennenlernen: Gespräche, Filme und Blogger*innen-Rezensionen

Gemeinsam mit seinen Partnern bietet der Deutsche Sachbuchpreis den Nominierten eine Bühne. Lesebegeisterte und Bücherfans können die nominierten Titel und ihre Autor*innen in Gesprächen, Diskussionsrunden, Filmen, in Audiobeiträgen und im Buchhandel kennenlernen. Die Termine sind abrufbar unter: www.deutscher-sachbuchpreis.de/veranstaltungen

Unter dem Hashtag #sachbuchpreisbloggen stellen in den kommenden Wochen acht Buchblogger*innen die nominierten Titel vor. Die Rezensionen werden auf den Social-Media-Kanälen des Deutschen Sachbuchpreises geteilt.

Der Hashtag zum Deutschen Sachbuchpreis 2021: #DSP21

Weitere Informationen zum Deutschen Sachbuchpreis 2021: www.deutscher-sachbuchpreis.de

 

Pressemitteilung Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Astrid Lindgren Memorial Award 2021 an Jean-Claude Mourlevat

Wir gratulieren ganz herzlich unserem Autor Jean-Claude Mourlevat zum Astrid Lindgren Memorial Award 2021 und freuen uns mit ihm über diese ganz besondere Auszeichnung!
262 KandidatInnen aus 68 Ländern standen in diesem Jahr auf der Nominierungsliste für den ALMA, der einer der größten Kinderbuchpreise weltweit ist.

Mourlevats immer wieder überraschende Arbeit verbindet den Stoff des alten Epos mit der zeitgenössischen Wirklichkeit, urteilte die Preisjury in Stockholm.

Jean-Claude Mourlevat folgt auf Baek Henna (2020), Bart Moeyart (2019) und Jacqueline Woodson (2018).

Sein 2018 erschienener Kinderkrimi „Jefferson“ ist 2020 unter selbigem Titel in der deutschen Übersetzung im Verlagshaus Jacoby & Stuart erschienen. Das Buch stand auch auf der Liste der Besten 7 – Bücher für junge Leser im Juli 2020 sowie auf der IBBY Honour List 2020.

„Jefferson“ von Jean-Claude Mourlevat und Antoine Ronzon

Der Besuch im Friseursalon DeliCut ist immer ein Highlight für Jefferson, denn auf die die Pflege seiner Tolle legt der Igel großen Wert. Als er dann seinen Friseur Herrn Edgar erstochen im Salon vorfindet, steht sein Leben Kopf – und plötzlich wird er landesweit gesucht!
Um seine Unschuld zu beweisen und für Gerechtigkeit für Herrn Edgar zu sorgen, schließt er sich mit seinem Freund Gilbert einer Reisegruppe ins Menschenland an, wo die beiden den wahren Mörder zu finden vermuten. Denn sie wissen, dass Herr Edgar dort regelmäßig Zeit verbrachte, nur die Gründe sind ihnen schleierhaft. Als sie herausfinden, dass der Friseur dabei war, mit Tierschutzaktivisten die Skandale auf Schlachthöfen aufzudecken, kommen die beiden Detektive aus Not hinter das Verbrechen und geraten somit selbst ins Visier der Täter …

Mehr zum Buch „Jefferson“

 

Presseaussendung Verlagshaus Jacoby & Stuart / Red.

„Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2021 geht an Andrea Grill

Die Schriftstellerin Andrea Grill erhält den von der österreichischen Industrie gestifteten „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2021. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird bereits seit 1962 von einer unabhängigen Jury vergeben, am 9. September wird er vom Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, im Wiener Haus der Industrie überreicht.

Die Jury begründet die Auswahl für die diesjährige Auszeichnung wie folgt: „In den Gedichten, Erzählungen und Romanen von Andrea Grill sucht man die großen abstrakten Worte, die gemeinhin sich zu Urteilen entwickeln, ebenso vergeblich wie überschäumende Emotionen oder dramatische Konflikte. Aber man findet stattdessen eine zunächst einmal nüchtern wirkende und dennoch vielsagende Sprache, in der gründliche Sachkenntnis zum Ausdruck kommt, nicht selten auch trockener Humor, eine feine Ironie, und zugleich namentlich eine Empfindsamkeit sondergleichen allen Erscheinungen der Welt gegenüber: seien es Bäume oder Schmetterlinge, seien es die Rede- und Verhaltensweisen der Menschen oder auch ihre Verstellungskünste. Der ganz offensichtlich durch geistes- und naturwissenschaftliche Studien geschärfte Blick auf alle Erscheinungen der Umwelt und der Kultur bleibt niemals kalt, ist vielmehr konsequent aufgehoben in einem literarischen Prozess, in dem anschaulich sichtbar wird, wie sehr es in allem doch darauf ankäme, nicht zuletzt die Perspektive(n) der Betrachtung zu prüfen.“

Andrea Grill

Geboren 1975 im oberösterreichischen Bad Ischl, studierte Andrea Grill Biologie, Italienisch, Spanisch und Linguistik in Salzburg, Thessaloniki und Tirana. 2003 promovierte sie an der Universität von Amsterdam im Fach Evolutionsbiologie, 2017 habilitierte sie an der Universität Wien. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Albanischen, Italienischen und Niederländischen in Wien und Amsterdam.
Ihr literarisches Schaffen steht seit vielen Jahren im Zentrum ihrer Arbeit. So erschienen auch während ihrer Tätigkeit als Forscherin bereits zahlreiche literarische Werke, wie etwa „Der gelbe Onkel. Ein Familienalbum“ (2005), „Das Schöne und das Notwendige“ (2010), Safari, innere Wildnis – Gedichte (2014), „Das Paradies des Doktor Caspari (2015) sowie der 2019 erschienene Roman „Cherubino“, in dem Grill, in Anlehnung an die Figur aus der Mozart-Oper „Le nozze di Figaro“, das zeitgenössische Leitbild der selbstbestimmten Frau entzaubert.
Die Autorin ist Trägerin renommierter literarischer Auszeichnungen, wie u.a. dem Otto-Stoessl-Preis, dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises sowie dem Förderpreis für Literatur der Stadt Wien. Mit „Cherubino“ gelang ihr zudem der Sprung auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2019.

Literaturpreises der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans

Die unabhängige Jury des „Literaturpreises der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ setzt sich aus Prof. Marianne Gruber (Ehrenpräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur), Univ.-Prof. Dr. Johann Holzner (vorm. Leiter des Brenner-Archivs an der Universität Innsbruck) und Barbara Neuwirth (Schriftstellerin) zusammen.
Der Preis wird auf Vorschlag der unabhängigen Jury einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin der jüngeren oder mittleren Generation mit österreichischer Staatsbürgerschaft verliehen, „dessen oder deren Werk von hervorragender Relevanz für die literarische und gesellschaftliche Korrelation unserer Zeit ist“. Er gehört zu den renommiertesten österreichischen Literaturpreisen.
Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich eine Reihe von prominenten Autorinnen und Autoren der Zweiten Republik wie Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Michael Köhlmeier, Arno Geiger, Sabine Gruber, Olga Flor, Robert Seethaler, Erich Hackl, Sabine Scholl, Daniel Kehlmann und Reinhard Kaiser-Mühlecker.

 

Pressemitteilung Industriellenvereinigung

/ Red.

Hamburger migo Verlag mehrfach beim International Creative Media Award ausgezeichnet

Das migo-Team mit Projektmanager Sebastian Wibbe, Florian Greßhake, Sascha Börngen und Programmleiterin Carmen Udina freut sich über vier Auszeichnungen beim 11. International Creative Media Award (ICMA):

  • In der Kategorie „Scientific books, educational textbooks, schoolbooks“:
    Buchserie Theralingua Workbooks – Award of Excellence
  • In der Kategorie „Children´s and young people books“:
    Ralph Schill: Ben, das Bärtierchen – Award of Excellence
  • In der Kategorie „Children´s and young people books“:
    Daniel Schmidt: Jump & Fun – Award of Excellence
  • In der Kategorie „Innovative book ideas“:
    Alice von Gwinner: Claude Momäh und die große Leinwand – Bronze

Carmen Udina, migo-Programmleiterin: „Wir freuen uns über diese wunderbaren Auszeichnungen, denn sie belohnen unsere Bemühungen, neue und kreative Wege zu gehen!“

International Creative Media Award

Der ICMA zeichnet jährlich auf internationaler Ebene kreative Ideen in den Bereichen „Corporate Media“, „Corporate Design“, „Book“ und „Magazine Design“ aus. Das diesjährige Bewerberfeld bestand aus rund 400 Einreichungen. Zu den letztjährigen Gewinnern im Bereich „Book“ gehören u.a. ellermann, Delius Klasing und Gerstenberg.
Weitere Infos unter icma-award.com

migo

migo entwickelt Print- und Digitalmedien zu aktuellen und beliebten Themen- und Markenwelten und macht Geschichten erlebbar. Das Imprint ist als dynamischer, vertriebsorientierter Projektverlag angelegt, der schnell und kollaborativ agiert. Dafür arbeiten interne und externe Experten in temporären, interdisziplinären Teams zusammen und erkennen frühzeitig relevante Trends und Themenfelder. Sie entwickeln unter stetiger Einbeziehung der Zielgruppe kreative und ungewöhnliche Produkte – Produkte, die Spaß machen und unterhalten.
Weitere Infos unter migo Verlag

 

Pressemeldung migo Verlag / Redaktion

Peter-Härtling-Preisverleihung mit Juliane Pickel im Livestream

»Mit großer Unmittelbarkeit und überraschendem Humor gelingt es der Autorin Juliane Pickel in ihrem Debüt, Daniels Geschichte bildintensiv und immer stimmig zu erzählen. Klischees und sicher antizipierte Stationen der Handlung werden souverän vermieden. Aus Daniels Vatersuche wird eine ungewöhnlich fesselnde Familiengeschichte, die ihm die Augen öffnet für das, was ihn zu überwältigen droht. Und dafür, wie er dagegen ankämpfen kann.« – Begründung der Jury

Die Verleihung des Peter-Härtling-Preises 2021 an Juliane Pickel findet am 2. Mai 2021 in Weinheim und im Livestream auf YouTube statt.

Krummer Hund

Der 15-jährige Daniel ist vor allem eins: wütend. Sein Vater ist weg, seine Mutter schleppt einen Liebhaber nach dem anderen an. Als Resultat erleidet Daniel unkontrollierbare Wutausbrüche. Nun hat sie wieder einen Freund, den Doc. Der Mann, der seinen Hund eingeschläfert hat. Aber den er trotzdem liebgewinnt. Doch dann geschieht ein tödlicher Unfall. Bei der Suche nach dem Schuldigen verändert sich für Daniel alles, auch das Verhältnis zu seinem besten Freund Edgar und zu der sadistischen Klassenschönheit Alina. Kann Daniel seinen Erinnerungen an diese Nacht glauben? Oder spiegeln sie nur wider, was er gerne hätte?

Über die Autorin

Juliane Pickel wurde 1971 in Ratingen geboren und lebt seit 1994 in Hamburg. Nach einem Studium der Erziehungswissenschaften in Münster und Hamburg und einer Fortbildung zur Fachzeitschriftenredakteurin arbeitet sie in der Online-Redaktion des NDR. 2017 wurde sie für ihre Kurzgeschichte »Freier Fall« mit dem Walter-Kempowski-Literatur-Förderpreis der Hamburger Autorenvereinigung ausgezeichnet. Für »Der Unfall« erhielt Juliane Pickel 2018 den Förderpreis für Literatur der Stadt Hamburg.

Über den Peter-Härtling-Preis

Der Peter-Härtling-Preis für unveröffentlichte Kinder- und Jugendbuchmanuskripte wird seit 1984 alle zwei Jahre von Beltz & Gelberg ausgeschrieben. Er ist mit 3000 Euro dotiert und wird in Weinheim verliehen. Das preisgekrönte Manuskript wird im Programm Beltz & Gelberg veröffentlicht. Unter den früheren Preisträgern sind Martina Wildner, Gabi Kreslehner, Salah Naoura, Antje Herden und Regina Dürig.

 

 

Presseaussendung Julius Beltz GmbH & Co. KG / Redaktion

Norbert Gstrein erhält den Düsseldorfer Literaturpreis 2021

Der Düsseldorfer Literaturpreis wird dieses Jahr zum 20. Mal durch die Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf verliehen.
Der mit 20.000 Euro dotierte Preis richtet sich an Autorinnen und Autoren, deren deutschsprachige, literarische Werke formal oder inhaltlich auf andere Künste oder Medien verweisen und beispielsweise Bezüge zur Darstellenden und Bildenden Kunst, zur Musik oder zum Film herstellen.

Mehr zum Buch „Der zweite Jakob“ von Norbert Gstrein

„Norbert Gstrein macht auf eine grandiose Weise im Wechsel von Selbst- und Fremdbeschreibung deutlich, welch ein seltsames Palimpsest die Biographie eines Menschen ist. Er tut dies unterhaltsam und spannend, führt uns zu Filmdrehs nach New Mexiko, auf eine Ranch in Montana, in eine großbürgerliche Wohnung in Innsbruck und hoch in tief verschneite Berge.
Nichts stimmt mit Jakob in diesem durch und durch stimmigen Roman.“ – Aus der Jury-Begründung

Mehr zum Düsseldorfer Literaturpreis

 

Pressemitteilung Carl Hanser Verlag

Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis schaffen Bewusstsein für größere Zusammenhänge

Mit den 33 nominierten Büchern für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 gibt es keine Reisebeschränkungen, selbst in Pandemiezeiten lässt sich mit ihnen lesend die Welt umrunden. Die Auswahl der Nominierungen wurde von drei unabhängigen Jurys getroffen und am 18. März 2021 in einer Online-Präsentation vom Arbeitskreis für Jugendliteratur bekannt gegeben.

Die Kritikerjury prüfte 667 Titel und nominiert jeweils sechs Bücher in den Sparten Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch. Dabei reicht die Auswahl von historischen Erzählungen über zeitgenössische Romane bis hin zu Jugend- und Sachbüchern, die nach der Zukunft unseres Planeten fragen. Immer wieder nehmen uns die Bücher mit auf die Reise – in australische Unterwasserwelten, in die Nationalparks der Welt, von der Türkei nach Deutschland oder einfach in den Süden, per Fahrrad oder in einem alten Campingbus. Mit vielfältigen Erzählweisen und großartigen Illustrationen weiten diese Bücher den Blick ihrer Leserinnen und Leser und betonen, wie wichtig es ist, füreinander da zu sein.

Die sechs Leseclubs der bundesweiten Jugendjury haben sich durch rund 200 Jugendbücher gearbeitet. Auch in diesem Jahr zeigt sich der Drang der Jugendlichen nach fesselnden realistischen Erzählungen, die tiefe Einblicke in das Gefühlsleben ihrer Protagonisten geben. Die Nominierungen der Jugendjury thematisieren häusliche Gewalt, Rassismus und Flucht, sie erzählen von einer Kindheit im Internierungslager, von Not und Mitgefühl während der Shoah oder von dem Weg aus den Fängen einer Sekte. So problembehaftet dies auch anmuten mag, die Protagonisten kämpfen letztlich für ihre Träume und bringen den Mut für ein Leben in Freiheit auf.

Die Sonderpreisjury würdigt in diesem Jahr die Leistungen von Übersetzerinnen und Übersetzern und hat dabei auch kleinere Sprachräume im Blick. Für den Sonderpreis „Neue Talente“ nominiert sie: Marlena Breuer für ihre geschickte Sach-Bilderbuch-Übersetzung von „Meer!“ aus dem Polnischen, Lena Dorn, der mit Wortneuschöpfungen und witzigen Wortspielen eine souveräne Übersetzung von „Tippo und Fleck“ aus dem Tschechischen gelungen ist, sowie Christel Kröning, die zielgruppengerecht und authentisch die verschiedenen Sprachebenen des englischsprachigen Jugendromans „Meat Market“ wiedergibt.

Deutsche Jugendliteraturpreis

Insgesamt ist der Deutsche Jugendliteraturpreis mit 72.000 Euro dotiert, die Preisträger werden am 22. Oktober 2021 auf der Frankfurter Buchmesse verkündet. Stifter ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ausrichter der Arbeitskreis für Jugendliteratur. Alle Jurorinnen und Juroren sind ehrenamtlich tätig.
Schon seit 1956 zeichnet der Staatspreis jährlich herausragende Werke der Kinder- und Jugendliteratur aus. Er will die Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur fördern, das öffentliche Interesse an ihr wachhalten und zur Diskussion herausfordern. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche mit einem breiten Literaturangebot in ihrer Persönlichkeit zu stärken und Orientierungshilfe auf einem schier unüberschaubaren Buchmarkt zu bieten.

 

Presseaussendung Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V.

Deutscher Hörbuchpreis 2021: 15 Nominierte im Finale

Die 15 Nominierten für den Deutschen Hörbuchpreis 2021 stehen fest: In fünf Kategorien hat die Nominierungsjury jeweils drei Produktionen für die Endrunde ausgewählt. Mit 282 Einreichungen von rund 60 Verlagen verzeichnet der Hörbuchpreis im Pandemiejahr 2020 eine unverändert rege Teilnahme.

Die drei Finalistinnen in der Kategorie „Beste Interpretin“ sind die Schauspielerinnen und Sprecherinnen Jennipher Antoni („Berliner Briefe“ von Susanne Kerckhoff, Hörkultur Verlag AG / rbb Kultur), Cathlen Gawlich („City of Girls“ von Elizabeth Gilbert, Argon Verlag) und Elisabeth Schwarz („Anne-Marie die Schönheit“ von Yasmina Reza, Hörbuch Hamburg).

In der Kategorie „Bester Interpret“ haben drei renommierte Schauspielkollegen Chance auf die Auszeichnung: Neben Alexander Fehling („Ist das ein Mensch?“ von Primo Levi, Der Audio Verlag / NDR Kultur) nominierte die Jury Roman Knižka („Die Detektive vom Bhoot-Basar“, Argon Verlag / rbb Kultur) und Robert Stadlober („Rote Kreuze“ von Sasha Filipenko, Diogenes Verlag).

„Bestes Hörspiel“ wird eine der folgenden Produktionen: Regisseur Klaus Buhlert hat mit „Die Enden der Parabel“ (Hörbuch Hamburg / SWR, DLF) Thomas Pynchons Hauptwerk vielstimmig inszeniert und Martin Heindel mit „Meine geniale Freundin“ (der Hörverlag / BR) den ersten Teil von Elena Ferrantes neapolitanischer Tetralogie als Hörspiel umgesetzt. Kai Grehn schuf mit „Tape-Recordings eines metaphysischen Ingenieurs“ (Major Label / BR, Radio Bremen) eine Hommage an den portugiesischen Schriftsteller Fernando Pessoa.

Als „Bestes Kinderhörbuch“ konkurrieren um die Gunst der diesjährigen Kinderjury Birte Schnöinks Lesung der Flüchtlingsgeschichte „Der Junge aus der letzten Reihe“ von Onjali Q. Raúf (Hörcompany), Robert Schoens Hörspielinszenierung „Das Wunder von Narnia“ (Teil 1 der „Chroniken von Narnia“ von C.S. Lewis, Der Audio Verlag / SWR) und Anders Sparrings Kinderbuch „Familie von Stibitz: Der Riesenlolli-Raub“ (sauerländer audio), gelesen von Schauspieler Dietmar Bär.

Im Sinne der „Besten Unterhaltung“ fand die Nominierungsjury besonderen Gefallen an „Einsiedeln“, den in freier Rede erzählten Internats-Erinnerungen von Thomas Hürlimann (supposé), außerdem an Frank Goosens persönlicher und von ihm selbst gesprochener Liebeserklärung „The Beatles“ (tacheles! / ROOF Music) und schließlich an der inszenierten Lesung des Romans „Sweeteest Fruits“ (BONNEVOICE / hr), mit dem Autorin Monique Truong dem Reiseschriftsteller Lafcadio Hearn ein Denkmal setzt.

Über die Gewinnerin / den Gewinner in der Kategorie „Bestes Kinderhörbuch“ entscheidet im April eine sechsköpfige Kinderjury aus Brühl / Rheinland. Die anderen Gewinner*innen werden von der Preisträgerjury und der Podcast-Jury des Deutschen Hörbuchpreises bestimmt.

Die Preisverleihung findet ohne Publikum am 26. Mai 2021 im Kölner WDR Funkhaus am Wallrafplatz statt und wird live auf WDR 5, weiteren ARD- Kulturwellen und als Videostream im Internet übertragen.

 

 

Presseinformation Deutscher Hörbuchpreis e.V.

Siegfried Lenz Preis 2020 an Ljudmila Ulitzkaja

Der Schriftsteller Siegfried Lenz hat 2014 eine Stiftung ins Leben gerufen, zu deren vornehmsten Aufgaben es gehört, einen Siegfried Lenz Preis zu vergeben. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 50.000 Euro dotiert.

Am Freitag, 19. März 2021, rund um den 95. Geburtstag von Siegfried Lenz, erhielt die russische Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja den Siegfried Lenz Preis 2020.

Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Dr. Peter Tschentscher sagt in seinem Grußwort: Ljudmila Ulitzkaja „gilt heute international als russische Stimme der Vernunft. Ihre Bücher werden fast überall auf der Welt gelesen. Sie erzählen von Menschlichkeit und Toleranz – ganz im Sinne von Siegfried Lenz.“

Die Literaturkritikerin Sigrid Löffler lobt die Preisträgerin: „Ljudmila Ulitzkaja ist eine der führenden Intellektuellen im heutigen Russland, eine literarische Stimme, die weltweit gehört wird und die Erinnerung an Leiden und Widerstand der Russen im «Jahrhundert der Wölfe» lebendig erhält, und sie ist eine moralische Instanz, die gegen Putins neostalinistischen und nationalistischen Kurs immer wieder auf Konfrontationskurs geht. … Dass ihr nun der Hamburger Siegfried Lenz Preis verliehen wird, ist nur würdig und recht.“

Für Ljudmila Ulitzkaja „ist der heutige Tag, an dem mir ein Preis verliehen wird, der den Namen des herausragenden deutschen Schriftstellers Siegfried Lenz trägt, eine besondere Freude. Ich empfinde es als große Ehre, diesem Autor von europäischem Rang dadurch verbunden zu sein. Seine Bücher werden weltweit geschätzt, und in Russland treffen sie einen besonderen Nerv: Die Themen, die Siegfried Lenz am meisten beschäftigten, spielten und spielen in Russland immer eine große Rolle – insbesondere das Ringen um künstlerische und persönliche Freiheit in totalitären Systemen, die auf bedingungslosem Gehorsam, Angst und Einschüchterung basieren.“

Die Preisverleihung sowie ein Gespräch mit der Preisträgerin wird am Sonntag, 21. März 2021 um 20 Uhr im Sonntagsstudio von NDR Kultur gesendet.

Schauspielerin Katharina Abt liest ausgewählte Passagen aus Ulitzkajas Werken.

Siegfried Lenz Preis

Mit dem Siegfried Lenz Preis sollen internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller ausgezeichnet werden, die mit ihrem erzählerischen Werk Anerkennung erlangt haben und deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz nah ist.

Die Siegfried Lenz Stiftung hat zur Vergabe eine Jury berufen.
Ihre Mitglieder sind:

  • Günter Berg, Vorstand der Siegfried Lenz Stiftung, Hamburg
  • Ulrich Greiner, Präsident der Freien Akademie der Künste, Hamburg
  • Prof. Dr. Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses, Hamburg
  • Annegret Schult, Buchhandlung Felix Jud, Hamburg
  • Monique Schwitter, Autorin und Mitglied der Freien Akademie der Künste, Hamburg

Die Siegfried Lenz Stiftung begründet ihre Wahl der Preisträgerin: „Ihre Romane und Erzählungen spiegeln die Tragödie des 20. Jahrhunderts, die Epoche der Gewaltherrschaft und des Genozids. Die vielfältigen und vielschichtigen Figuren ihrer erzählerischen Welt kämpfen ums Durchkommen, ums Überleben. Manche glauben an Gott, andere an sich selbst, und alle hoffen sie auf Menschlichkeit. Ulitzkaja entwickelt aus diesen Schicksalen ein grandioses Gewebe, das Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbindet, das Religiöse mit dem Politischen, das Gesellschaftliche mit dem Persönlichen. Ihre weit gespannte Erzählkunst ist multiperspektivisch, sie bezieht reale und fiktive Dokumente ebenso ein wie ihre jüdische Herkunft. Ljudmila Ulitzkajas Bücher sind ermutigende Aufrufe für eine demokratische Zukunft ihres Heimatlandes.“

Die bisherigen Preisträger des mit 50.000 Euro dotierten Siegfried Lenz Preises, waren der Israeli Amos Oz, der Engländer Julian Barnes und der Amerikaner Richard Ford. Für Siegfried Lenz war nicht allein die anglophone Welt von Bedeutung, sondern auch die Welt seiner ostpreußischen Herkunft. Auch deshalb hat die Jury sich dafür entschieden, diesmal eine Autorin aus dem osteuropäischen Kulturraum auszuzeichnen.

Ljudmila Ulitzkaja

Ljudmila Ulitzkaja, 1943 geboren, wuchs in Moskau auf und ist eine der wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen Russlands. Sie schreibt Drehbücher, Hörspiele, Theaterstücke und erzählende Prosa. Auf Deutsch erschienen u.a. im Verlag Volk & Welt, Berlin, Sonetschka: Eine Erzählung (1992), Medea und ihre Kinder (Roman 1997), Ein fröhliches Begräbnis (Roman 1998), Reise in den siebenten Himmel (Roman 2001).
Im Carl Hanser Verlag, München, erschienen Die Lügen der Frauen (Erzählungen 2003), das Kinderbuch Ein glücklicher Zufall (2005), Ergebenst, euer Schurik (Roman 2005), Maschas Glück (Erzählungen 2007), Daniel Stein (Roman 2009), Das grüne Zelt (Roman 2012), Die Kehrseite des Himmels (2015) und Jakobsleiter (Roman 2017).
Alle Werke der Autorin wurden von Ganna-Maria Braungardt aus dem Russischen ins Deutsche übertragen. 2008 erhielt Ljudmila Ulitzkaja den Aleksandr-Men-Preis für die interkulturelle Vermittlung zwischen Russland und Deutschland, 2014 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur.

Siegfried Lenz

Siegfried Lenz (1926 – 2014) zählt zu den größten Schriftstellern deutscher Sprache. Sein Werk ist in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Für sein 14 Romane, zahlreiche Novellen, Hörspiele und Dramen umfassendes Werk wurde er mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte.
Siegfried Lenz lebte seit 1951 in Hamburg und veröffentlichte seine Bücher von Beginn an im Hoffmann und Campe Verlag. Er verstarb am 7. Oktober 2014 im Alter von 88 Jahren. Zuletzt erschienen Der Überläufer (2016), sein Amerikanisches Tagebuch (2012), Die Maske (2011), Landesbühne (2009) und Schweigeminute (2008). Zahlreiche seiner Bücher wurden verfilmt. Zuletzt lief Der Überläufer erfolgreich im deutschen Fernsehen.