Österreichischer Buchpreis 2021 – Shortlist bekanntgegeben

Die Jury hat fünf Titel für den Österreichischen Buchpreis 2021 nominiert: 122 belletristische, essayistische, lyrische und dramatische Werke, die zwischen dem 9. Oktober 2020 und dem 7. Oktober 2021 erschienen sind, wurden eingereicht.

Shortlist

Auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis 2021 sind folgende Werke (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Anna Baar – Nil (Wallstein)
  • Daniela Chana – Neun seltsame Frauen (Limbus)
  • Raphaela Edelbauer – Dave (Klett-Cotta)
  • Olga Flor – Morituri (Jung und Jung)
  • Ferdinand Schmalz – Mein Lieblingstier heißt Winter (S. Fischer)

Die Jury-Begründungen finden Sie unter oesterreichischer-buchpreis.at.

Andrea Mayer, Staatssekretärin für Kunst und Kultur: „Mit fünf Titeln, die die thematische und sprachliche Bandbreite der österreichischen Gegenwartsliteratur sehr schön abbilden, geht der Österreichische Buchpreis 2021 in die nächste Runde. Bemerkenswert an der diesjährigen Shortlist ist der hohe Anteil an Schriftstellerinnen. Ich gratuliere allen Nominierten sehr herzlich und wünsche ihren Büchern viele Leserinnen und Leser.“

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels: „Die fünf Shortlist-Titel zeigen wie vielfältig und erfrischend österreichische Literatur sein kann. Sie beweisen zudem, dass Österreich mit seiner großen literarischen Tradition immer noch für innovative Sprach- und aktuelle Erzählkunst steht. Ich freue mich sehr mit den Nominierten.“

AK Präsidentin Renate Anderl: „Mit dem Lesen kommt Neues in unser Leben – Bücher öffnen uns spannende Welten. Wir als Arbeiterkammer unterstützen und fördern eine Vielzahl an kulturellen Aktivitäten, besonders wichtig sind uns dabei auch angehende Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Es ist uns ein Anliegen, heimische Literatur mit dem Österreichischen Buchpreis sichtbar zu machen und so auch den Blick unserer Mitglieder auf die österreichische Gegenwartsliteratur zu lenken.“

Die Jury

Die Fach-Jury für den Österreichischen Buchpreis setzt sich 2021 aus Tilman Eder (Buchhändler, Buchhandlung Erlkönig), Walter Grond (Schriftsteller, Leiter Europäische Literaturtage), Manuela Reichart (Literaturkritikerin, WDR), Daniela Strigl (Literaturkritikerin und Germanistin, Universität Wien) und Peter Zimmermann (Journalist, ORF) zusammen.

Preisverleihung im Rahmen der Buch Wien 21 am 8. November

Erst am Abend der Preisverleihung am 8. November 2021 erfahren die fünf Autor*innen der Shortlist sowie die drei Autor*innen der Debütpreis-Shortlist, wem der Österreichische Buchpreis und der Debütpreis zuerkannt werden. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger erhält 20.000 Euro; die vier anderen Finalist*innen jeweils 2.500 Euro. Der Debütpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, die beiden weiteren Debütpreis-Finalist*innen bekommen ebenfalls 2.500 Euro.

Der Österreichische Buchpreis wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS), dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien ausgerichtet.

Lesung: Live-Stream der Shortlist Debüt

Am Mittwoch, den 20. Oktober, um 19 Uhr lesen die drei Autor*innen der Shortlist Debüt in der Bibliothek der AK Wien, Anmeldungen bitte unter bibliothek@akwien.at.

Die Veranstaltung wird außerdem als Live-Stream auf der Website sowie dem Facebook-Kanal der AK Bibliothek übertragen und steht im Anschluss dauerhaft zum Nachsehen zur Verfügung: Website der AK Wien und Facebook AK Wien.

 

Presseaussendung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur 2021 an László Krasznahorkai verliehen

Bei der traditionellen Preisverleihung im Mozarteum Salzburg überreichte Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer heute den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 2021 an den ungarischen Schriftsteller László Krasznahorkai. Die Preisverleihung fand im Beisein von zahlreichen Repräsentanten aus Politik, Kultur und Wissenschaft statt, etwa Bundeskanzlerin a.D. Brigitte Bierlein, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, Generaldirektorin der Nationalbibliothek Johanna Rachinger, Geschäftsführer der Bundestheater-Holding Christian Kircher, Rektorin der Universität Mozarteum Salzburg Prof. Elisabeth Gutjahr und Schriftsteller Peter Altmann.

„Ich freue mich, den diesjährigen Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur an László Krasznahorkai zu überreichen. Es ist ein Zeichen unserer großen Wertschätzung für László Krasznahorkais einzigartiges, eigensinniges Werk, mit dem er die Kunst des Romans erweitert, verändert und immer wieder neu erfindet“, so Staatssekretärin Mayer. „Von Beginn an war der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur ein Bekenntnis zur Literatur und zu Europa – und gleichzeitig Ausdruck des Respekts vor Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Auch wenn in László Krasznahorkais Prosa sich die Abgründe und Widersprüche unserer Gegenwart auftun – sie ist von irritierender, berückender Schönheit. Jedes seiner Bücher ist ein literarisches Wunder. Sie finden ihren Weg hinaus in alle Länder Europas und über den Atlantik und schaffen es Hunderttausende Leserinnen und Leser zu begeistert. Ich gratuliere ganz herzlich.“

In seiner Laudatio verwies Literaturwissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Klaus Kastberger auf die bestimmenden Gegensätze in den Erzählwelten Krasznahorkais. „Auf der einen Seite bietet sich in seinen Büchern ein oft nur noch verwehtes Loblied auf eine fast schon göttlich zu nennende Schönheit vorwiegend in der europäischen Musik. Auf der anderen Seite ist da aber stets auch die Beschreibung einer teuflischen Gesellschaft, die von solch göttlichen Funken in der Kunst wie überhaupt von allen Formen kultureller Traditionsbildung rein gar nichts hält. Eine solche Gesellschaft kann jederzeit von Demagogen und Ideologen verführt werden. Sie hat keinen Halt und ist dem Nichts ausgesetzt, das sie umgibt.“

Die fünfköpfige Jury für den Preis 2021 bestand aus Xaver Bayer, Karin Cerny, Dr. Paulus Hochgatterer, Univ.-Prof. Dr. Klaus Kastberger und Mag. Claudia Romeder.

Die Jurybegründung

„László Krasznahorkai ist ein Meister der literarischen Intensität. In komplex verflochtenen Sätzen beschreibt er in seinen Erzählungen und Romanen heruntergekommene Wirklichkeiten, enttäuschte Hoffnungen sowie die Gewalt gesellschaftlicher Zusammenhänge. Er entwirft verstörende Panoramen der ungarischen Kleinstadt, begibt sich auf Expeditionen in weit entfernte Weltgegenden und kehrt doch immer wieder zu den Verhältnissen seines Heimatlandes zurück. Krasznahorkai ist ein wahrhaft europäischer und ein philosophischer Autor: Gewaltige Visionen einer anderen Welt durchziehen seine Bücher, Heilsversprechen bauen sich auf und stürzen in sich zusammen. In den Ritzen der Melancholie aber nistet der Humor. Ganz so, als würde es sich dabei um den eigentlichen Agenten eines freieren Lebens handeln.“

Über László Krasznahorkai

László Krasznahorkai, geboren am 5. Januar 1954 in Ungarn, studierte zunächst Jura in Szeged, dann von 1976 bis 1983 Ungarisch und Literatur an der Universität Budapest. Für längere Zeit lebte er nach 1987 in Berlin und in den frühen 1990er Jahren in China, der Mongolei und Ky?to. In dieser Zeit lebte er auch für eine Weile in der Wohnung von Allen Ginsberg in New York, der ihn auch beim Schreiben beriet.

Seine Romane wurden in viele Sprachen übersetzt und mit internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter der Tibor-Déry-Preis, der Preis der SWR-Bestenliste (1993), der Kossuth-Preis (2004), der Spycher: Literaturpreis Leuk (2010), der Brücke Berlin Literatur- und Übersetzerpreis (2010) sowie der Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur (2021).

Krasznahorkai lebt als freier Schriftsteller in Pilisszentlászló in der Nähe von Budapest sowie in Berlin, zurzeit in Triest. Im Sommersemester 2008 hatte er eine Gastprofessur an der Freien Universität Berlin. Im Jahr 2014 wurde er mit dem America Award in Literature ausgezeichnet.

Krasznahorkai erhielt 2015 den Man Booker International Prize. Die Vorsitzende der Jury Marina Warner nannte ihn „einen visonären Schriftsteller von außergewöhnlicher Intensität, dessen sprachlicher Ausdruck die Beschaffenheit der heutigen Existenz in Szenen einfängt, die besorgniserregend, befremdlich, erschreckend komisch und oft überwältigend schön sind.“ Seine Übersetzer Ottilie Mulzet und George Szirtes teilten sich gleichzeitig einen Preis für ihre Übersetzungen von Krasznahorkais Werken.

Der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur

Der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur wird seit 1965 jährlich für ein literarisches Gesamtwerk vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. Zuletzt ging der Preis an Karl Ove Knausgård (2017), Zadie Smith (2018), Michel Houellebecq (2019) und Drago Jan?ar (2020).

 

Presseaussendung Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

BMKÖS: 81 Langzeitstipendien für Literatur 2021 vergeben

Der Monat Juni ist seit vielen Jahren die Zeit, in der in der Sektion für Kunst und Kultur die Langzeitstipendien für Literatur juriert und zuerkannt werden. Insgesamt wurden heuer aus 479 Einreichungen 81 Stipendien mit einer Laufzeit von sechs bzw. zwölf Monaten vergeben. Die Stipendien wurden heuer erhöht und sind jetzt mit monatlich € 1.400 dotiert. Mit den Literatur-Langzeitstipendien gehen 1,1 Millionen Euro in die direkte Förderung österreichischer Autorinnen und Autoren und ihrer literarischen Arbeit.

Unter den 50 Projektstipendiatinnen und -stipendiaten (Laufzeit: zwölf Monate) finden sich zahlreiche bekannte Namen, aber auch Autorinnen und Autoren, die dem Lesepublikum noch nicht so geläufig sind. Für die Kinder- und Jugendliteratur und für Theatertexte waren eigene Stipendienprogramme mit sechs bzw. zehn Stipendien ausgeschrieben. Und auch der literarische Nachwuchs wurde heuer wieder mit 15 Startstipendien berücksichtigt.

Staatssekretärin Andrea Mayer: „Autorinnen und Autoren müssen ihre Arbeit vorfinanzieren und brauchen Zeit, wenn sie an einem größeren Schreibvorhaben arbeiten. Unsere Stipendien sollen ihnen diese Zeit geben und ihnen dabei helfen, sich auf ihre Literatur zu konzentrieren. Daher haben wir heuer 81 Langzeitstipendien für Literatur vergeben und damit 81 Schreibvorhaben auf den Weg gebracht. Ich gratuliere allen Autorinnen und Autoren sehr herzlich zum Stipendium und freue mich, wenn aus ihren Ideen und Projekten bemerkenswerte Bücher werden.“

Die Namen aller Stipendienträgerinnen und -träger für 2021 finden Sie hier.

 

Presseaussendung Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

Schönste Bücher Österreichs 2020: 3 Staatspreise und 15 Auszeichnungen vergeben

Im Rahmen des traditionsreichen Design-Wettbewerbs um die „Schönsten Bücher Österreichs“ wählte eine Fachjury mit Vertreter*innen aus Verlagswesen, Buchhandel, Gestaltung, Druck und Journalismus die 15 Preisträgerbücher des Jahrgangs 2020 aus. Das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) zeichnete außerdem folgende drei Publikationen mit Staatspreisen in der Höhe von je 3.000 Euro aus:

  • alles oder nichts wortet – Festschrift für Ferdinand Schmatz, gestaltet von studio VIE, ist bei De Gruyter in der Edition Angewandte erschienen und wurde bei Holzhausen gedruckt.
    (Kategorie: Allgemeine Literatur: Belletristik und Gedichtbände)
  • Lina, die Entdeckerin wurde von Anna Horak gestaltet, ist im Achse Verlag erschienen und wurde bei Balto Print gedruckt.
    (Kategorie: Kinder- und Jugendbücher, Graphic Novels)
  • A Non-Reader for people who like to look at letters wurde von David Einwaller gestaltet, ist bei The Designers Foundry erschienen und wurde von DGS – Druck u. Graphikservice gedruckt.
    (Kategorie: Sonderproduktionen (mit ISBN) und/oder Bücher, die nicht in den Handel gelangen)

HVB-Präsident Benedikt Föger: „Die schönsten Bücher Österreichs 2020 sind ein Beweis dafür, dass sich Mut, Kreativität und Innovationsgeist in der Buchproduktion bezahlt machen. Durchdacht konzipiert, erstklassig produziert und mit viel Engagement verlegt: Die ausgezeichneten Publikationen legen aufs Neue das unerschöpfliche gestalterische Potential frei, das in diesem Medium steckt.“

Andrea Mayer, Staatssekretärin für Kunst und Kultur: „Der Wettbewerb um die schönsten Bücher Österreichs würdigt die herausragenden Leistungen der Gestalterinnen und Gestalter, Verlage sowie Druckereien, die Jahr für Jahr dafür sorgen, dass Form und Inhalt der ausgezeichneten Bücher nahtlos ineinandergreifen. Mit diesem Preis werden all jene Spezialistinnen und Spezialisten ausgezeichnet, die ansonsten hinter den Kulissen arbeiten, die aber für den Erfolg der Bücher unabdingbar sind. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg.“

Hier finden Sie eine Liste der 15 Schönsten Bücher als PDF,
Detaillierte Informationen zu allen beim Wettbewerb prämierten Werken finden Sie unter www.schoenstebuecher.at.

Verleihung

Die Verleihung der Ehrenurkunden findet dieses Jahr im Rahmen der Buch Wien 21 (10. bis 14. November) statt. Der genaue Zeitpunkt wird noch bekanntgegeben. Bei der Verleihung wird auch die neue Broschüre zu den prämierten Büchern präsentiert.

Präsentation der schönsten Bücher

Von 10. bis 14. November werden die schönsten Bücher Österreichs 2020 im Rahmen der Buch Wien 21 an einem eigenen Stand gezeigt.
Außerdem sind die prämierten Titel ab 9. Dezember 2021 bei der Ausstellung „Die Schönsten Bücher Österreichs, Deutschlands, der Schweiz und der Niederlande 2020“ in der Hauptbücherei Wien zu sehen.
Die Bücher werden dieses Jahr auch im Rahmen der Ausstellung der schönsten Bücher der Schweiz, Deutschlands und Österreichs ab 7. November in der Bibliothek Hauptpost der Kantonsbibliothek St.Gallen (CH) gezeigt.
Weitere Ausstellungen sind in Planung.

Der Wettbewerb um die schönsten Bücher Österreichs erfolgt mit freundlicher Unterstützung von PERGRAPHICA ®, das Premium-Designpapier von Mondi, und Buch Theiss.

Die 15 prämierten Bücher sind außerdem der Beitrag Österreichs zum internationalen Wettbewerb Die schönsten Bücher aus aller Welt und sind in diesem Zusammenhang auch auf der Leipziger Buchmesse 2022 zu sehen.

 

Presseinformation Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Staatssekretärin Mayer gratuliert Nava Ebrahimi zum Ingeborg-Bachmann-Preis 2021

Staatssekretärin für Kunst und Kultur Andrea Mayer gratuliert Nava Ebrahimi zum Gewinn des diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preises.

„Ein guter Tag für die österreichische Gegenwartsliteratur.“

„Zum 45. Mal bereits sind die Tage der deutschsprachigen Literatur erfolgreich in Klagenfurt über die Bühne gegangen. Es waren spannende Tage, und ich freue mich sehr, dass mit Nava Ebrahimi, Katharina J. Ferner, Verena Gotthardt, Fritz Krenn und Magda Woitzuck gleich fünf Österreicher:innen beim renommierten Wettlesen am Wörthersee mit dabei waren“, so die Staatssekretärin für Kunst und Kultur Andrea Mayer heute.

„Meine Freude ist umso größer, da der Ingeborg-Bachmann-Preis 2021 Nava Ebrahimi zuerkannt worden ist. Ein schöner Erfolg und eine große Chance für Nava Ebrahimi, weil die Aufmerksamkeit der literarischen Öffentlichkeit in diesen Tagen ganz auf den Wettbewerb konzentriert ist, und mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis schon so manche literarische Karriere einen kräftigen Schub bekommen hat. Ich gratuliere Nava Ebrahimi herzlich zu dieser schönen Auszeichnung.“

„Worte der Wertschätzung möchte ich auch dem ORF und der 3sat zukommen lassen: Ihre Übertragung mithilfe von einem breiten Medienmix gab vielen Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, am berühmtesten Literaturwettbewerb im deutschsprachigen Raum teilzunehmen,“ so Mayer abschließend.

 

Presseaussendung Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

Friederike Mayröcker im Alter von 96 Jahren in Wien verstorben

Mit Friederike Mayröcker ist heute am 4. Juni eine der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen im deutschen Sprachraum verstorben. Die zurückgezogen lebende Autorin war vorallem für ihre Lyrik, Hörspiele aber auch Prosa bekannt und mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht worden, u.a. Preis der Stadt Wien für Literatur, Georg-Trakl-Preis, Anton-Wildgans-Preis, Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur, Friedrich-Hölderlin-Preis, Georg-Büchner-Preis, Literaturpreis der Stadt Bremen, Österreichischer Buchpreis, …

Friederike Mayröcker

Friederike Mayröcker wurde am 20. Dezember 1924 in Wien geboren. Sie besuchte zunächst die Private Volksschule, ging dann auf die Hauptschule und besuchte schließlich die kaufmännische Wirtschaftsschule. Die Sommermonate verbrachte sie bis zu ihrem 11. Lebensjahr stets in Deinzendorf, welche einen nachhaltigen Eindruck bei ihr hinterließen. Nach der Staatsprüfung auf Englisch arbeitete zwischen 1946 bis 1969 als Englischlehrerin an verschiedenen Wiener Hauptschulen.

Bereits 1939 begann sie mit ersten literarischen Arbeiten, sieben Jahre später folgten kleinere Veröffentlichungen von Gedichten. Im Jahre 1954 lernte sie Ernst Jandl kennen, mit dem sie zunächst eine enge Freundschaft verband, später wurde sie zu seiner Lebensgefährtin, bis zu seinem Tod 2000.
Nach ersten Gedichtveröffentlichungen in der Wiener Avantgarde-Zeitschrift „Plan“ erfolgte 1956 ihre erste Buchveröffentlichung. Im Umfeld der Wiener Gruppe um H.C. Artmann Andreas Okopenko, Gerhard Rühm blieben die experimentellen Arbeiten im Nachkriegsösterreich von der Öffentlichkeit zunächst kaum beachtet. Der Gedichtband „Tod durch Musen“ (Rowohlt Verlag, 1966) und das Hörspiel „Fünf Mann Menschen“ (1971), das sie zusammen mit Ernst Jandl verfasste, brachten schließlich den Durchbruch.

Friederike Mayröcker war bis zu ihren Tod schriftstellerisch aktiv. Ihr 2020 erschienener Prosaband „da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trat“ war für den Preis der Leipziger Buchmesse 2021 in der Kategorie Belletristik nominiert.

Reaktion der Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer auf den Tod von Friederike Mayröcker

Tief betroffen zeigt sich Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer heute angesichts des Ablebens der österreichischen Schriftstellerin Friederike Mayröcker.

„Friederike Mayröcker hat sich Anfang des Jahres 2020 gewünscht, noch ein Buch fertigzustellen“, erinnert sich Mayer. „Es war ihr vergönnt: Im Juli letzten Jahres erschien „da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete“ – ihr letztes Werk.“
„In ihrer bescheidenen Wohnung in Wien-Margareten hat sie inmitten von Büchern, Zetteln und Körben voller Notizen auf einer Hermes Baby poetische Welten entworfen, die zwar mit den 26 Buchstaben unseres Alphabets auskommen, aber nie zuvor auf diese Weise geschrieben worden sind und zu lesen waren“, so Mayer weiter. „Mit höchster literarischer Präzision und größtmöglicher poetischer Freiheit hat sie vom Gewicht der Welt erzählt, vom Leichten und vom Schweren, von Glück und Erfüllung ebenso wie von Abschied und Trauer. Und so ist ein Lebenswerk entstanden, dessen Kunst auch darin besteht, Disparates und Unzusammenhängendes miteinander zu verknüpfen und so zu verweben, dass Wort-, Satz- und Textgebilde von außerordentlicher Schönheit, innerer Notwendigkeit und großer Strahlkraft entstehen. Friederike Mayröcker wird bleiben, was sie mehr als ein halbes Jahrhundert lang war: ein hell leuchtender Fixstern am Himmel der österreichischen Gegenwartsliteratur. Wir verneigen uns vor einer einzigartigen Dichterin.“

 

Red. / Presseaussendung Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

Staatssekretärin Mayer überreicht Urkunden an zwei der fünf besten Buchhandlungen Österreichs 2021

Am Montag, den 17. Mai besuchte Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer die Grätzlbuchhandlung Lainz (Wien) und die Buchhandlung Erlkönig (Wien) und überreichte die Ehren-Urkunden anlässlich der Auszeichnung mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis 2021. Die Überreichung erfolgte im Beisein von HVB-Präsident Benedikt Föger.
Im Rahmen einer Festveranstaltung werden noch vor dem Sommer alle prämierten Buchhandlungen 2021 aber auch die ausgezeichneten Buchhandlungen des Vorjahres gemeinsam geehrt.

„Es ist mir eine große Freude zwei der fünf mit dem Österreichischen Buchhandlungspreise 2021 ausgezeichneten Buchhandlungen persönlich gratulieren zu können. Buchhandlungen sind essenzieller Teil der österreichischen Kulturlandschafft. Das tritt besonders dann zu Tage, wenn sie plötzlich nicht mehr als Begegnungsräume zur Verfügung stehen. Auch wenn unsere Buchhändlerinnen und -händler hervorragend auf die Herausforderungen der Pandemie reagiert haben, kann doch nichts die Atmosphäre in den Räumlichkeiten einer Buchhandlung ersetzen. Ich danke allen Buchhandlungen, und insbesondere unseren diesjährigen Preisträgerinnen und -trägern, sehr herzlich für ihr großes Engagement“, so Staatssekretärin Andrea Mayer.

Neben der Buchhandlung Erlkönig (Wien) und der Grätzlbuchhandlung Lainz (Wien) wurden die Buchhandlung Brunner (Bregenz), die Buchhandlung Riepenhausen (Hall in Tirol) und die Buchhandlung Weidinger (Seewalchen am Attersee) mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis 2021 ausgezeichnet.

Der Österreichische Buchhandlungspreis wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) gemeinsam vergeben.

 

Pressemitteilung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Literaturpreise der Republik Österreich 2021 an László Krasznahorkai, Lisa Spalt, Barbara Hundegger und Stefan Gmünder

Rechtzeitig zum morgigen Welttag des Buches gibt das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) die Literaturpreisträger*innen des Jahres 2021 bekannt: Der ungarische Schriftsteller László Krasznahorkai wird mit dem Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur ausgezeichnet. Der Outstanding Artist Award für Literatur geht an Lisa Spalt. Der Österreichische Kunstpreis für Literatur wird Barbara Hundegger zuerkannt. Der biennal vergebene Österreichische Staatspreis für Literaturkritik geht 2021 an Stefan Gmünder.

„In unserer durch Medien geprägten Welt sind wir bestens informiert und Wissen ist scheinbar mühelos immer und überall auf Knopfdruck abrufbar. Aber wenn wir die Welt kennenlernen wollen, müssen wir uns entweder selber aufmachen oder zur Literatur greifen. Denn in Erzählungen, Romanen und Gedichten wird Welt in Sprache verwandelt. Dort können wir erfahren, wie es anderen ergangen ist oder ergeht, was sie erlebt und empfunden haben“, so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. „Ich freue mich, einige dieser herausragenden Künstlerinnen und Künstler, die diese Werke schaffen, heuer für ihre großartige literarische Arbeit mit einem Preis der Republik Österreich auszuzeichnen. Ich gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich zu dieser Auszeichnung und danke den Jurorinnen und Juroren für ihre wohlbedachte Auswahl an wunderbaren Schriftstellerinnen und Schriftstellern.“

Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur 2021

László Krasznahorkai, der große europäische Romancier aus der ungarischen Kleinstadt Gyula, erhält den Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur des Jahres 2021.

„Einzigartig im Stil, berückend in der Kraft der Bilder, hemmungslos im Finden realer und surrealer Szenen, mit kühler Ironie und scharfem Witz, sind die Romane und Erzählungen von László Krasznahorkai wohl durchdacht, vollendet geschrieben und klar komponiert. Seine Prosa, in der sich die Abgründe unserer Gegenwart auftun, ist von irritierender, berückender Schönheit: Jedes seiner Bücher ein literarisches Wunder“, erklärt Staatssekretärin Mayer und hebt in diesem Zusammenhang auch die besondere Bedeutung der Übersetzer*innen für die europäische Literatur hervor: „Dass wir László Krasznahorkai auf Deutsch lesen können, verdanken wir seinen wunderbaren Übersetzern Heike Flemming, Christina Viragh und Hans Skirecki.“

„László Krasznahorkai ist ein Meister der literarischen Intensität. In komplex verflochtenen Sätzen beschreibt er in seinen Erzählungen und Romanen heruntergekommene Wirklichkeiten, enttäuschte Hoffnungen sowie die Gewalt gesellschaftlicher Zusammenhänge. Er entwirft verstörende Panoramen der ungarischen Kleinstadt, begibt sich auf Expeditionen in weit entfernte Weltgegenden und kehrt doch immer wieder zu den Verhältnissen seines Heimatlandes zurück. Krasznahorkai ist ein wahrhaft europäischer und ein philosophischer Autor: Gewaltige Visionen einer anderen Welt durchziehen seine Bücher, Heilsversprechen bauen sich auf und stürzen in sich zusammen. In den Ritzen der Melancholie aber nistet der Humor. Ganz so, als würde es sich dabei um den eigentlichen Agenten eines freieren Lebens handeln“, so die Jury bestehend aus Xaver Bayer, Karin Cerny, Dr. Paulus Hochgatterer, Univ.-Prof. Dr. Klaus Kastberger und Mag.a Claudia Romeder.

Der Österreichische Staatspreis für europäische Literatur wird für das literarische Gesamtwerk einer europäischen Autorin bzw. eines europäischen Autors verliehen, das international besondere Beachtung gefunden hat. Dotation: 25.000 Euro.

Outstanding Artist Award für Literatur 2021

Der Outstanding Artist Award für Literatur geht heuer an Lisa Spalt.

„Wie Mikroskope richten Lisa Spalts literarische Werke den Blick auf das Funktionieren von Regeln und Narrationen – und immer wieder und vor allem auf die Sprache. Grimms Märchen können dabei ebenso Ausgangspunkt für ihre Wahrnehmungen und literarischen Analysen werden wie herumliegende Plastikpartikel. In ihren komplexen Texten wird aus der individuellen wie auch politischen Frage „Wie agieren in dieser Welt?“ eine immer neu herausfordernde Poetik des Widerstands“, so die Jury bestehend aus Gustav Ernst, Dr.in Brigitte Schwens-Harrant und Dr.in Anna Babka.

Der Outstanding Artist Award für Literatur wird jährlich an eine Autorin bzw. einen Autor der jüngeren oder mittleren Generation vergeben, die bzw. der bereits wichtige literarische Veröffentlichungen vorweisen kann. Der Award ist mit 10.000 Euro dotiert.

Österreichische Kunstpreis für Literatur 2021

Der Österreichische Kunstpreis für Literatur wird Barbara Hundegger zuerkannt.

„Die in Innsbruck lebende Autorin Barbara Hundegger setzt in ihrer sprachmächtigen Arbeit die Poesie als Instrument ein, um einen offenen, klaren Blick auf die Realität zu werfen und diese gleichzeitig, oft mit feinem Humor, zu hinterfragen. Sie ist bestens vertraut mit den lyrischen Traditionen, die sie aufgreift, umdenkt und weitertreibt. Herrschaftsverhältnisse stehen dabei genauso im Mittelpunkt ihres literarischen Spiels wie die Phrasenhaftigkeit der Sprache des Alltags. Aber das Spiel mit und um Sprache ist keinem Selbstzweck geschuldet, sondern stellt ein probates Mittel der Analyse und Erkenntnis dar, auch vor einem (gesellschafts)politischen und feministisch geprägten Hintergrund“, so die Jury bestehend aus Mag. Robert Huez, Dr.in Daniela Strigl und Dr. Anton Thuswaldner.

Der Österreichische Kunstpreis für Literatur wird für das literarische Gesamtwerk einer österreichischen Autorin bzw. eines österreichischen Autors vergeben und ist mit 15.000 Euro dotiert.

Österreichische Staatspreis für Literaturkritik 2021

Der biennal vergebene Österreichische Staatspreis für Literaturkritik geht an Stefan Gmünder. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

„Stefan Gmünder zeigt sich in seiner Auseinandersetzung mit Literatur stets als ein unbestechlicher Leser. Als einer, der der Literatur immer auf Augenhöhe begegnet. Dass er Poesie und Politik, Literatur und Leben nicht als getrennte Bereiche ansieht: davon zeugt seine gesamte literaturkritische Arbeit. Radikale Präzision im Denken wie im Schreiben zeichnen seine Texte aus. Wenn Stefan Gmünder Literatur auf ihre sprachliche und existenzielle Tauglichkeit prüft, bedeutet das auf der Seite der Lesenden ein hohes Maß an Erkenntnisgewinn, niemals Eitelkeitsschau. Mit Stefan Gmünder wird der Österreichische Staatspreis für Literaturkritik an jemanden vergeben, dessen intellektuelle Stärke nicht zuletzt daran ablesbar ist, dass er sich in der Beschränktheit seiner Zeit nie gemütlich eingerichtet hat. Wodurch seine Arbeit als zutiefst diskursfördernd im demokratiepolitisch stärkenden Sinn zu verstehen ist“, so die Jury bestehend aus Mag.a Bettina Balàka, Mag.a Dr.in Katja Gasser und Annette Knoch.

 

Presseaussendung Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

Österreichischer Buchhandlungspreis: Die besten Buchhandlungen 2021

Die unabhängige Jury hat die fünf besten Buchhandlungen 2021 gewählt. Der Österreichische Buchhandlungspreis wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) gemeinsam vergeben.

Buchhandlungen sind unverzichtbar. Sie sind wichtige Elemente des Handels und gleichzeitig Kulturstätten und Orte der Bildung. Mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis werden jene fünf heimischen Buchhandlungen geehrt, die mit ihrem Konzept im stationären Handel überzeugen konnten.

Die Preisträger 2021 sind:

  • Buchhandlung Brunner, Bregenz
  • Buchhandlung Erlkönig, Wien
  • Buchhandlung Riepenhausen, Hall in Tirol
  • Buchhandlung Weidinger, Seewalchen am Attersee
  • Grätzlbuchhandlung Lainz, Wien

Die gesamten Jurybegründungen finden Sie hier.

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: „Bücher sind Wege in andere Welten, Inspiration und Genuss und gerade deshalb in schwierigen Zeiten unverzichtbar. Der stationäre Buchhandel hat mit viel Innovationsgeist und Begeisterung den Herausforderungen der Krise getrotzt, und hat damit seine Bedeutung in der kulturellen Nahversorgung der Leserinnen und Leser in ganz Österreich eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ganz nebenbei wird so auch die Sichtbarkeit der Verlage sowie Autorinnen und Autoren gewährleistet. Die fünf ausgezeichneten Buchhandlungen sollen mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis für die besonderen Leistungen gewürdigt werden, die sie durch ihre Tätigkeit im literarischen und intellektuellen Leben erbringen. Ich gratuliere den ausgezeichneten Buchhandlungen sehr herzlich.“

HVB-Präsident Benedikt Föger: „Unabhängige, regionale Buchhandlungen sind essenzielle Vermittler zwischen dem geschriebenen Wort und allen Buchinteressierten. Sie sorgen unermüdlich dafür, dass unsere Gesellschaft mit guter Literatur und neuem Wissen versorgt wird. Sie wählen sorgsam aus dem vielseitigen Sortiment der Verlage aus und entscheiden, was am besten zu ihren Leser*innen und zu ihrer Buchhandlung passt. Besonders in Krisenzeiten kommt ihnen ein besonderer Stellenwert zu – denn Bücher sind in der Tat ein Fenster zur Welt. Der Österreichischen Buchhandlungspreis würdigt diese besondere Leistung.“

Der Preis

Ausgerichtet wird der Preis vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels. Der Österreichische Buchhandlungspreis wird jährlich vergeben. Die Auszeichnung als eine der fünf besten Buchhandlungen des Jahres zielt darauf ab, Anreize für die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle oder die Fortführung von Geschäftsaktivitäten zu geben. Eine vielfältige und flächendeckende Buchhandelslandschaft, auch in Zeiten des wachsenden Online-Handels, soll gewürdigt werden und die Buchhandlungen in ihrer Funktion als Orte der Kultur- und Bildungsarbeit, der Literaturvermittlung und Begegnung gestärkt werden.
Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Es werden fünf Preise zu je 10.000 Euro vergeben. Der Preis wird in Verbindung mit einem Gütesiegel zum Zwecke erhöhter Aufmerksamkeit und Außendarstellung an die jeweiligen Buchhandelsunternehmen verliehen.

Die Jury

Die Entscheidung über die Auszeichnungen des Österreichischen Buchpreises trifft eine unabhängige Fachjury. 2021 setzte sie sich aus Alex Beer (Autorin), Matthias Dusini (Journalist, Falter), Annette Knoch (Verlegerin, Droschl Verlag), Seth Mayer-Bruhns (Verlagsvertreter) und Jürgen Sieberer (Verlagsvertreter) zusammen.

Auszeichnungskriterien

Buchhandlungen,

  • die ihren Sitz in Österreich haben,
  • inhaber*innengeführt und unabhängig sind,
  • die ein literarisches Sortiment oder ein kulturelles Veranstaltungsprogramm anbieten,
  • die innovative Geschäftsmodelle verfolgen oder sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung engagieren.

Alle weiteren Infos finden Sie auf: www.oesterreichischer-buchhandlungspreis.at

 

Presseinformation Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2021: Zehn Bücher – zehn verschiedene Welten

Die mit € 6.000 dotierten Hauptpreise gehen heuer an Heinz Janisch, Michael Roher: „Jaguar Zebra Nerz. Ein Jahresbuch“, Tyrolia Verlag 2020; Franz Orghandl, Theresa Strozyk: „Der Katze ist es ganz egal“, Klett Kinderbuch 2020; Elisabeth Steinkellner, Anna Gusella: „Papierklavier“, Beltz & Gelberg 2020 und Linda Wolfsgruber: „Die kleine Waldfibel“, Kunstanstifter Verlag 2020.
In die Kollektion zum Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2021 wurden ausgewählt: Jens Rassmus: „Juhu, Letzter! Die neue Olympiade der Tiere“, Edition Nilpferd 2020; Raffaela Schöbitz: „Die grauen Riesen“, Luftschacht Verlag 2020; Rosemarie Eichinger, Thomas Kriebaum: „Das unheimliche Haus des Herrn Pasternak“, Luftschacht Verlag 2020; Leonora Leitl: „Held Hermann. Als ich Hitler im Garten vergrub“, Tyrolia Verlag 2020; Albert Wendt: „Tok-Tok im Eulengrund. Das Geheimnis der Vogelfrau“, Verlag Jungbrunnen 2020 und Ursula Poznanski: „Cryptos“, Loewe Verlag 2020.

„So vielfältig wie die Geschichten sind, die in diesen Büchern erzählt werden, so einfallsreich und bunt ist auch der Stil jener Kreativen, die sie erfunden und in Szene gesetzt haben. Durch unsere Auszeichnung soll ihnen Anerkennung und Wertschätzung zuteilwerden, die ihnen aufgrund ihrer herausragenden künstlerischen Arbeit gebührt,“ so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. „Aber auch den Verlagen, die diese wunderbaren Werke in die Buchhandlungen bringen, wird mit dem Preis für ihr Engagement und ihren Einsatz gedankt. Vergessen wir nicht: Lesen macht klug und stark – und nicht zu leugnen: glücklich! Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich zum Kinder- und Jugendbuchpreis des Jahres 2021 und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg.“

Der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis

Der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis ist ein Preis der Republik Österreich, der seit dem Jahr 1955 als Literaturpreis einmal jährlich für Bücher österreichischer Verlage und für Bücher österreichischer Künstler*innen verliehen wird. 2021 wurden insgesamt 58 Titel von 23 Verlagen eingereicht.

Herzlichen Dank an die diesjährige Jury: Mag.a Karin Haller, Institut für Jugendliteratur; Mag.a Magda Hassan, Buchhandlung Herder; Mag.a Veronika Kyral, Design Austria; Mag.a Barbara Mayer, Literaturhaus Mattersburg; Mag. Peter Rinnerthaler, Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur.

Um alle ausgezeichneten Bücher noch bekannter zu machen und Kinder und Jugendliche zum Lesen zu verführen, bietet der Österreichische Buchklub der Jugend allen Schulen bundesweit Bücherkoffer an, die Schüler*innen die Gelegenheit geben, sich mit den prämierten Büchern auseinanderzusetzen.

 

Eine Presseaussendung des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
www.bmkoes.gv.at