Verleihung des Ehrenpreises des Österreichischen Buchhandels an Navid Kermani

Am 21. November wurde der Autor Navid Kermani in Krems an der Donau mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln geehrt.

Die Verleihung erfolgte als abschließender Höhepunkt der Europäischen Literaturtage 2021 in Krems/Stein. Benedikt Föger, der Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, überreichte die höchste Auszeichnung, die der österreichische Buchhandel zu vergeben hat.

Der Ehrenpreis wird seit 1990 an Personen vergeben, die sich in ihrem Werk und durch ihr Engagement für Toleranz gegenüber den anderssprachigen und kulturell anders geprägten Nachbarn in herausragender Art und Weise eingesetzt haben und somit einen Beitrag zu einem friedlichen Miteinander in Europa geleistet haben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels ausgerichtet. Navid Kermani erhielt die ehrenvolle Auszeichnung für sein Engagement für eine offene, tolerante Gesellschaft und seinen konsequenten Einsatz für die Menschenrechte und den Frieden. Zuletzt wurde 2020 A.L. Kennedy mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

„Wir tun uns nicht immer leicht mit dem Begriff der Toleranz und doch ist es die ureigenste Eigenschaft des Verlegers/der Verlegerin und des Buchhändlers/der Buchhändlerin, an die Utopie einer gerechten und friedlichen Welt im Zeichen der Toleranz in Denken und Handeln zu glauben. Mit Autor*innen wie Navid Kermani haben wir ein Fundament für diesen Glauben“, so Benedikt Föger bei der Übergabe des Preises an Kermani.

Laudator Diedrich Diederichsen (Kulturwissenschaftler) über das Werk des Autors: „Navid Kermanis literarisches Werk durchzieht der Versuch, das Problem andere zu verstehen und zu verstehen, dass man selbst von anderen als anderer gesehen wird, gewissermaßen systematisch, auf der Ebene der poetischen Regie zu entscheiden. Es sind keine hohlen Appelle an Empathie, kein Moralisieren für das warme Einfühlen und gegen die kapitalistische Kälte, sondern syntaktische und poetische Techniken, die das Problem von Selbst und Anderen tiefer legen.“

Navid Kermani äußerte sich zum Erhalt der Auszeichnung: „Den Preis für Toleranz in Denken und Handeln vom Österreichischen Buchhandel zu erhalten macht mich stolz. Denn erst durch die Buchhändler*innen, denen die Menschen, die dort ihre Bücher kaufen, vertrauen, können wir Autor*innen schreiben und arbeiten.“

Katja Gasser (ORF) moderierte das Gespräch.

Über Navid Kermani

Navid Kermani, geboren 1967 in Siegen in Deutschland, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Mit seiner Dissertation „Gott ist schön: Das ästhetische Erleben des Koran“ sorgte er 1999 für viel Aufmerksamkeit. Für seine Romane, Essays und Reportagen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Kleist-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis sowie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zu seinen aktuellen Werken zählen „Entlang der Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan“ und „Ungläubiges Staunen. Über das Christentum“. Im Juli erscheint sein Buch „Morgen ist da“, eine Sammlung seiner bedeutendsten Reden (alle bei C.H. Beck). Seine Sachbücher erscheinen bei C.H. Beck, seine literarischen Werke im Carl Hanser Verlag.

 

Pressemitteilung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Verleihung des Österreichischen Buchhandlungspreises 2020 und 2021 auf der Buch Wien 21

Die Verleihung des Österreichischen Buchhandlungspreises der Jahrgänge 2020 und 2021 fand am 12. November im Rahmen der Buch Wien 21 statt. Jürgen Meindl, Leiter der Sektion Kunst und Kultur im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) und Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels (HVB) überreichten die Ehrenurkunden an die preisgekrönten Buchhandlungen.

Aufgrund der Coronapandemie wurde der Verleihungsakt für den Jahrgang 2020 gemeinsam mit dem aktuellen Jahrgang 2021 begangen.

Preisträger 2020

Die Preisträger 2020 sind die Bücherstube (Horn), die Buchhandlung Lerchenfeld (Wien), die Buchhandlung Löwenherz (Wien), die Buchhandlung Wirthmiller (Saalfelden) und die Wagner’sche Universitätsbuchhandlung Medici (Innsbruck).

Preisträger 2021

Die Preisträger 2021 sind die Buchhandlung Brunner (Bregenz), die Buchhandlung Erlkönig (Wien), die Buchhandlung Riepenhausen (Hall in Tirol), die Buchhandlung Weidinger (Seewalchen am Attersee) und die Grätzlbuchhandlung Lainz (Wien).

Österreichische Buchhandlungspreis

Der Österreichische Buchhandlungspreis wird seit 2017 jährlich an die fünf besten Buchhandlungen vergeben und ist mit je 10.000 Euro dotiert. Das BMKÖS und der HVB richten den Preis gemeinsam aus.

Die Auszeichnung als beste Buchhandlung des Jahres zielt darauf ab, Anreize für die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle oder die Fortführung von Geschäftsaktivitäten zu geben. Eine vielfältige und flächendeckende Buchhandelslandschaft soll, auch in Zeiten des wachsenden Online-Handels, gewürdigt werden und Buchhandlungen als Orte der Kultur und Bildungsarbeit sowie der Vermittlung und Begegnung gestärkt werden.

 

Pressemitteilung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Die schönsten Bücher Österreichs 2019 und 2020: Verleihung der Staatspreise auf der Buch Wien 21

Am 11. November überreichten Sektionschef Jürgen Meindl, Leiter der Sektion Kunst und Kultur im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) und Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels (HVB), die Ehrenurkunden an die Gewinner*innen des Wettbewerbs Die schönsten Bücher Österreichs der Jahrgänge 2019 und 2020. Die Verleihung fand auf der Buch Wien vor geladenen Fachbesucher*innen statt.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden jene Titel geehrt, die durch das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) mit dem Staatspreis ausgezeichnet und mit je 3.000 Euro prämiert wurden. Pandemiebedingt wurden zwei Jahrgänge gemeinsam verliehen.

Die drei Staatspreise des Jahrgangs 2020 gingen an:

  • alles oder nichts wortet – Festschrift für Ferdinand Schmatz, gestaltet von studio VIE, ist bei De Gruyter in der Edition Angewandte erschienen und wurde bei Holzhausen gedruckt. – Kategorie: Allgemeine Literatur: Belletristik und Gedichtbände
  • Lina, die Entdeckerin wurde von Anna Horak gestaltet, ist im Achse Verlag erschienen und wurde bei Balto Print gedruckt. – Kategorie: Kinder- und Jugendbücher, Graphic Novels
  • A Non-Reader for people who like to look at letters wurde von David Einwaller gestaltet, ist bei The Designers Foundry erschienen und wurde von DGS – Druck u. Graphikservice gedruckt. – Kategorie: Sonderproduktionen (mit ISBN) und/oder Bücher, die nicht in den Handel gelangen

Im Rahmen der Verleihung wurden auch Urkunden an die Gewinner*innen des letzten Jahres übergeben, da die Verleihung 2020 aufgrund der damals geltenden Bestimmung abgesagt werden musste.

Die drei Staatspreise des Jahrgangs 2019 gingen an:

  • COMPANY – Fotografien und Fragmente über das Arbeiten, gestaltet von Beton.Studio, ist bei De Gruyter in der Edition Angewandte erschienen und wurde bei Holzhausen gedruckt. – Kategorie: Zeitgenössische Kunstbände, Fotokunst, Architektur, Ausstellungskataloge
  • Melin wurde von Rahel Messerli gestaltet, ist im Luftschacht Verlag erschienen und wurde bei Buch Theiss gedruckt. – Kategorie: Kinder- und Jugendbücher, Graphic Novels
  • Warning Signs – London, Battle, Hastings 2018 wurde von Hannes Mitterberger gestaltet, ist im Eigenverlag der Künstlerin Zita Oberwalder erschienen und wurde von der Steiermärkischen Landesdruckerei gedruckt. – Kategorie: Sonderproduktionen (mit ISBN) und/oder Bücher, die nicht in den Handel gelangen

Neue Broschüre

Die Publikation, die alle ausgezeichneten Titel des Wettbewerbs versammelt, wurde dieses Jahr neu gestaltet und präsentiert sich in einem völlig neuen, attraktiven Design. Die Broschüre wurde bei Buch Theiss gedruckt, von Christine Zmölnig (sensomatic) gestaltet und auf PERGRAPHICA ®, dem Premium-Designpapier von Mondi gedruckt. Alle Aspekte der Herstellung kommen damit aus Österreich und sogar die verwendete Schrift Morion stammt vom österreichischen Typographen David Einwaller. Nach der Preisverleihung hatten Preisträger*innen und Gäste die Gelegenheit, die prämierten Werk vor Ort zu begutachten und sich ein Exemplar der diesjährigen Publikation zu sichern.

Präsentation der „Schönsten Bücher“

Von 10. bis 14. November wurden die schönsten Bücher Österreichs 2020 im Rahmen der Buch Wien 21 an einem eigenen Stand gezeigt.
Außerdem sind die prämierten Titel im ab 8. Dezember bei der Ausstellung „Die Schönsten Bücher Österreichs, Deutschlands, der Schweiz und der Niederlande 2020“ in der Hauptbücherei Wien zu sehen.
Die Bücher werden dieses Jahr auch im Rahmen der Ausstellung der schönsten Bücher der Schweiz, Deutschlands und Österreichs bis 27. November in der Bibliothek Hauptpost der Kantonsbibliothek St. Gallen (CH) gezeigt.
Die 15 prämierten Bücher sind außerdem der Beitrag Österreichs zum internationalen Wettbewerb Die schönsten Bücher aus aller Welt und sind in diesem Zusammenhang auch auf der Leipziger Buchmesse 2022 zu sehen.

Der Wettbewerb um die schönsten Bücher Österreichs erfolgt mit freundlicher Unterstützung von PERGRAPHICA ®, das Premium-Designpapier von Mondi, und Buch Theiss.

Detaillierte Informationen zu allen beim Wettbewerb prämierten Werken finden Sie unter schoenstebuecher.at.

 

Presseaussendung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Raphaela Edelbauer erhält den Österreichischen Buchpreis 2021

Raphaela Edelbauer wurde gestern für ihr Buch „DAVE“ (Klett-Cotta Verlag) mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet. Der Debütpreis ging an Anna Albinus für den Titel „Revolver Christi“ (edition.fotoTAPETA). Die Verleihung fand zum Auftakt der Buch Wien-Woche vor rund 150 geladenen Gästen im Wiener Kasino am Schwarzenbergplatz statt. Durch den Abend führten Dorothee Hartinger und Philipp Hauß.

Österreichischer Buchpreis 2021: Raphaela Edelbauer – DAVE (Klett-Cotta Verlag)

Begründung der Jury

„Wir befinden uns in einer gar nicht fernen Zukunft, das System auf der Erde ist dank ungebremster Klimaerwärmung und extremem Wassermangel kollabiert, in einem ‚Labor‘ knapp über dem Erdboden bilden 118 998 Menschen die vermeintliche Restbevölkerung. Der nicht ganz zuverlässige Ich-Erzähler, der Mathematiker Syz, wird vom dubiosen Laborleiter rekrutiert, um mit seinen Erinnerungen DAVE zu füttern, den in Entwicklung befindlichen Prototyp einer künstlichen Superintelligenz. Raphaela Edelbauer hat mit DAVE einen raffinierten Science-Fiction-Roman mit eingebauter Liebesgeschichte geschaffen, der nach den Gesetzen des Thrillers funktioniert. Dabei unterhält man sich nicht nur, sondern erfährt dank Edelbauers erstaunlicher Belesenheit viel über philosophische Debatten, Bewusstseins- und Gedächtnisforschung, Informatik und lernende Systeme, deren Heilsversprechen die Autorin spürbar misstraut. Denn der Weg zu einer schmerzlosen und total vernünftigen Gesellschaft nach dem Ebenbild des Computers führt durch Überwachung und Repression. Edelbauer erzählt elegant und pointiert, mit galligem Witz, Lust an der Anspielung und immer wieder verblüffenden Wendungen von der Ohnmacht des einzelnen in einer Diktatur der Weltverbesserer.“

Für die Shortlist nominiert waren außerdem: Anna Baar – Nil (Wallstein Verlag), Daniela Chana – Neun seltsame Frauen (Limbus Verlag), Olga Flor – Morituri (Jung und Jung Verlag), Ferdinand Schmalz – Mein Lieblingstier heißt Winter (S. Fischer Verlag).

Der Österreichische Buchpreis ist mit 20.000 Euro dotiert, die vier weiteren Titel der Shortlist mit jeweils 2.500 Euro.

Österreichischer Buchpreis 2021 – Debüt: Anna Albinus – Revolver Christi (edition.fotoTAPETA)

Begründung der Jury

„Mit der realistischen Beschreibung eines touristischen Groß-Ereignisses beginnt diese Kriminal- und Fantasygeschichte der besonderen Art. Eine Reliquie – jener Revolver, der dem Buch den Titel gibt – zieht die Menschenmassen an. Und dann fällt am dreiundzwanzigsten Ausstellungstag ein Schuss. Die Schützin ist rasch überwältigt, ein seriöser Ermittler tritt auf den Plan, das Publikumsinteresse wächst angesichts der mysteriösen Gewalttat. Dem Genre entsprechend entwickelt sich die Geschichte geheimnisvoll. Deutlich wird allerdings bald, dass zwischen diesem Revolver Christi, der verhafteten Rechtsanwaltsfachangestellten und dem sachlichen Kriminalbeamten ein Zusammenhang besteht. Das Unglück, das mit der Waffe einher geht, wiederholt sich im Lauf der Zeit offenbar immer wieder. Man liest gebannt und ist gespannt auf den Ausgang, der jedoch die Erwartung nach Plot-Auflösung nicht erfüllt. Zeit- und Ortssprünge gelingen der 1986 geborenen Autorin mühelos. Sie ist eine erstaunlich versierte Erzählerin. Alles ist möglich in dieser Geschichte, deren Ende sich jeder Eindeutigkeit verweigert. Das Geheimnis bleibt und das Staunen über die literarische Fertigkeit, die sprachliche Sicherheit dieses Debüts.“

Für die Shortlist-Debüt nominiert waren außerdem: Anna Felnhofer – Schnittbild (Luftschacht Verlag), Clemens Bruno Gatzmaga – Jacob träumt nicht mehr (Karl Rauch Verlag)

Der Debütpreis im Rahmen des Österreichischen Buchpreises ist mit 10.000 Euro dotiert, die zwei weiteren Titel der Shortlist mit jeweils 2.500 Euro. Der Debütpreis wird von der Arbeiterkammer Wien gestiftet.

Die Jury

Die Fach-Jury für den Österreichischen Buchpreis setzt sich 2021 aus Tilman Eder (Buchhändler, Buchhandlung Erlkönig), Walter Grond (Schriftsteller, Leiter Europäische Literaturtage), Manuela Reichart (Literaturkritikerin, WDR), Daniela Strigl (Literaturkritikerin und Germanistin, Universität Wien) und Peter Zimmermann (Journalist, ORF) zusammen.

Statements der Träger des Preises

Andrea Mayer, Staatssekretärin für Kunst und Kultur: „122 eingereichte Bücher waren von der Jury zu lesen und drei Sitzungen zu absolvieren, um zur Longlist, dann zur Shortlist und schließlich zu den beiden Siegertiteln beim Österreichischen Buchpreis 2021 zu kommen. Jetzt stehen sie fest: Der Österreichische Buchpreis geht an Raphaela Edelbauer für ihren von der Literaturkritik gefeierten Roman ‚Dave‘. Mit dem Preis für das beste Debüt wird Anna Albinus mit ihrer Novelle ‚Revolver Christi‘ ausgezeichnet. Ich freue mich mit den beiden Preisträgerinnen und gratuliere allen nominierten Autorinnen und Autoren. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die zeitgenössische Literatur reich ist an außerordentlich begabten Schriftstellerinnen und Schriftstellern und einzigartigen, außergewöhnlichen Büchern. Gewinner ist auch die österreichische Gegenwartsliteratur, die mit diesem Wettbewerb in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Medien und des Lesepublikums gestellt wird. Ich danke den Jurorinnen und Juroren und wünsche allen short- und longgelisteten Büchern viel Erfolg und viele begeisterte Leserinnen und Leser.“

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels: „Österreichische Literatur ist seit jeher ein Eckpfeiler der heimischen Kulturlandschaft. Der mittlerweile etablierte Österreichische Buchpreis lässt den Autorinnen und Autoren und ihrem literarischen Schaffen die verdiente Sichtbarkeit und Wertschätzung zukommen. In diesem Sinne gratuliere ich den diesjährigen Preisträgerinnen Raphaela Edelbauer und Anna Albinus, sowie allen Nominierten, sehr herzlich.“

„Ich gratuliere der Preisträgerin Anna Albinus ganz herzlich zum Debütpreis im Rahmen des Österreichischen Buchpreises“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Mit dem Lesen kommt Neues in unser Leben, Bücher öffnen uns Tore in spannende Welten. Die Arbeiterkammer unterstützt und fördert viele kulturelle Aktivitäten, besonders wichtig sind uns dabei auch angehende Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Mit dem Debütpreis wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass junge Autorinnen und Autoren in der Welt der Literatur gut Fuß fassen können.“

Über den Österreichischen Buchpreis

Ziel des Österreichischen Buchpreises ist es, die Qualität und Eigenständigkeit der österreichischen Literatur zu würdigen und ihr im gesamten deutschsprachigen Raum die gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Der Österreichische Buchpreis wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS), dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien 2021 bereits zum sechsten Mal ausgerichtet.

Die Gewinner*innen der Vorjahre

Buchpreis: Xaver Bayer (2020), Norbert Gstrein (2019), Daniel Wisser (2018), Eva Menasse (2017), Friederike Mayröcker (2016)
Debütpreis: Leander Fischer (2020), Angela Lehner (2019), Marie Gamillscheg (2018), Nava Ebrahimi (2017), Friederike Gösweiner (2016)

Weitere Informationen zum Österreichischen Buchpreis 2021 finden Sie unter oesterreichischer-buchpreis.at.

 

Pressemitteilung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Österreichischer Buchpreis 2021 – Shortlist bekanntgegeben

Die Jury hat fünf Titel für den Österreichischen Buchpreis 2021 nominiert: 122 belletristische, essayistische, lyrische und dramatische Werke, die zwischen dem 9. Oktober 2020 und dem 7. Oktober 2021 erschienen sind, wurden eingereicht.

Shortlist

Auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis 2021 sind folgende Werke (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Anna Baar – Nil (Wallstein)
  • Daniela Chana – Neun seltsame Frauen (Limbus)
  • Raphaela Edelbauer – Dave (Klett-Cotta)
  • Olga Flor – Morituri (Jung und Jung)
  • Ferdinand Schmalz – Mein Lieblingstier heißt Winter (S. Fischer)

Die Jury-Begründungen finden Sie unter oesterreichischer-buchpreis.at.

Andrea Mayer, Staatssekretärin für Kunst und Kultur: „Mit fünf Titeln, die die thematische und sprachliche Bandbreite der österreichischen Gegenwartsliteratur sehr schön abbilden, geht der Österreichische Buchpreis 2021 in die nächste Runde. Bemerkenswert an der diesjährigen Shortlist ist der hohe Anteil an Schriftstellerinnen. Ich gratuliere allen Nominierten sehr herzlich und wünsche ihren Büchern viele Leserinnen und Leser.“

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels: „Die fünf Shortlist-Titel zeigen wie vielfältig und erfrischend österreichische Literatur sein kann. Sie beweisen zudem, dass Österreich mit seiner großen literarischen Tradition immer noch für innovative Sprach- und aktuelle Erzählkunst steht. Ich freue mich sehr mit den Nominierten.“

AK Präsidentin Renate Anderl: „Mit dem Lesen kommt Neues in unser Leben – Bücher öffnen uns spannende Welten. Wir als Arbeiterkammer unterstützen und fördern eine Vielzahl an kulturellen Aktivitäten, besonders wichtig sind uns dabei auch angehende Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Es ist uns ein Anliegen, heimische Literatur mit dem Österreichischen Buchpreis sichtbar zu machen und so auch den Blick unserer Mitglieder auf die österreichische Gegenwartsliteratur zu lenken.“

Die Jury

Die Fach-Jury für den Österreichischen Buchpreis setzt sich 2021 aus Tilman Eder (Buchhändler, Buchhandlung Erlkönig), Walter Grond (Schriftsteller, Leiter Europäische Literaturtage), Manuela Reichart (Literaturkritikerin, WDR), Daniela Strigl (Literaturkritikerin und Germanistin, Universität Wien) und Peter Zimmermann (Journalist, ORF) zusammen.

Preisverleihung im Rahmen der Buch Wien 21 am 8. November

Erst am Abend der Preisverleihung am 8. November 2021 erfahren die fünf Autor*innen der Shortlist sowie die drei Autor*innen der Debütpreis-Shortlist, wem der Österreichische Buchpreis und der Debütpreis zuerkannt werden. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger erhält 20.000 Euro; die vier anderen Finalist*innen jeweils 2.500 Euro. Der Debütpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, die beiden weiteren Debütpreis-Finalist*innen bekommen ebenfalls 2.500 Euro.

Der Österreichische Buchpreis wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS), dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien ausgerichtet.

Lesung: Live-Stream der Shortlist Debüt

Am Mittwoch, den 20. Oktober, um 19 Uhr lesen die drei Autor*innen der Shortlist Debüt in der Bibliothek der AK Wien, Anmeldungen bitte unter bibliothek@akwien.at.

Die Veranstaltung wird außerdem als Live-Stream auf der Website sowie dem Facebook-Kanal der AK Bibliothek übertragen und steht im Anschluss dauerhaft zum Nachsehen zur Verfügung: Website der AK Wien und Facebook AK Wien.

 

Presseaussendung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Verleihung „Goldenes Buch“ an Matthias Strolz im Brandstätter Verlag

Vom Bergbauernkind zum Unternehmer, vom Bürgerbeweger zum Politiker und vom Freigeist zum Publizisten – Matthias Strolz ist der Experte für berufliche und persönliche Neuerfindung. Das beweist er auch in seinem Buch „Sei Pilot deines Lebens. 5 Schritte zur persönlichen Entfaltung“ auf eindrückliche Weise.

Für mehr als 15.000 verkaufte Exemplare in Österreich verlieh ihm der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels jetzt das „Goldene Buch“. Die Auszeichnung wurde von Präsident Benedikt Föger in den Räumlichkeiten des Brandstätter Verlags übergeben. Als prominente GratulantInnen haben auch Heide Schmidt und Manuel Rubey das Glas auf den Autor erhoben.

„Ich finde es beachtlich, wie Matthias Strolz seine unterschiedlichen Berufserfahrungen und seine persönlichen Erfahrungen reflektiert. Und er hat eine wunderbare Gabe das zu vermitteln. Gratulation!“, freut sich Heide Schmidt.

„Auszeichnungen wie diese sind nicht nur für AutorInnen und VerlegerInnen wichtig, sondern für den gesamten Buchmarkt. Sie sind Zugpferde und helfen dabei, dass Menschen gerade in Zeiten wie diesen in den Buchhandel kommen“, merkt Benedikt Föger an.

Und auch Verleger Nikolaus Brandstätter zeigt sich begeistert: „Es gibt viele beglückende Momente im Leben eines Verlegers. Einer der glücklichsten ist es, wenn Preise für viele verkaufte Bücher an AutorInnen vergeben werden.“

Für die Zukunft hat Matthias Strolz noch einiges vor: „Ich liebe die Politik. Autor zu sein ist gar nicht so weit weg. Es geht um Wirksamkeit in der Gesellschaft. Auch als Autor hat man eine Vermittlerrolle. In diesem Sinne: heiter weiter!“

 

Presseaussendung Brandstätter Verlag

Schönste Bücher Österreichs 2020: 3 Staatspreise und 15 Auszeichnungen vergeben

Im Rahmen des traditionsreichen Design-Wettbewerbs um die „Schönsten Bücher Österreichs“ wählte eine Fachjury mit Vertreter*innen aus Verlagswesen, Buchhandel, Gestaltung, Druck und Journalismus die 15 Preisträgerbücher des Jahrgangs 2020 aus. Das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) zeichnete außerdem folgende drei Publikationen mit Staatspreisen in der Höhe von je 3.000 Euro aus:

  • alles oder nichts wortet – Festschrift für Ferdinand Schmatz, gestaltet von studio VIE, ist bei De Gruyter in der Edition Angewandte erschienen und wurde bei Holzhausen gedruckt.
    (Kategorie: Allgemeine Literatur: Belletristik und Gedichtbände)
  • Lina, die Entdeckerin wurde von Anna Horak gestaltet, ist im Achse Verlag erschienen und wurde bei Balto Print gedruckt.
    (Kategorie: Kinder- und Jugendbücher, Graphic Novels)
  • A Non-Reader for people who like to look at letters wurde von David Einwaller gestaltet, ist bei The Designers Foundry erschienen und wurde von DGS – Druck u. Graphikservice gedruckt.
    (Kategorie: Sonderproduktionen (mit ISBN) und/oder Bücher, die nicht in den Handel gelangen)

HVB-Präsident Benedikt Föger: „Die schönsten Bücher Österreichs 2020 sind ein Beweis dafür, dass sich Mut, Kreativität und Innovationsgeist in der Buchproduktion bezahlt machen. Durchdacht konzipiert, erstklassig produziert und mit viel Engagement verlegt: Die ausgezeichneten Publikationen legen aufs Neue das unerschöpfliche gestalterische Potential frei, das in diesem Medium steckt.“

Andrea Mayer, Staatssekretärin für Kunst und Kultur: „Der Wettbewerb um die schönsten Bücher Österreichs würdigt die herausragenden Leistungen der Gestalterinnen und Gestalter, Verlage sowie Druckereien, die Jahr für Jahr dafür sorgen, dass Form und Inhalt der ausgezeichneten Bücher nahtlos ineinandergreifen. Mit diesem Preis werden all jene Spezialistinnen und Spezialisten ausgezeichnet, die ansonsten hinter den Kulissen arbeiten, die aber für den Erfolg der Bücher unabdingbar sind. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg.“

Hier finden Sie eine Liste der 15 Schönsten Bücher als PDF,
Detaillierte Informationen zu allen beim Wettbewerb prämierten Werken finden Sie unter www.schoenstebuecher.at.

Verleihung

Die Verleihung der Ehrenurkunden findet dieses Jahr im Rahmen der Buch Wien 21 (10. bis 14. November) statt. Der genaue Zeitpunkt wird noch bekanntgegeben. Bei der Verleihung wird auch die neue Broschüre zu den prämierten Büchern präsentiert.

Präsentation der schönsten Bücher

Von 10. bis 14. November werden die schönsten Bücher Österreichs 2020 im Rahmen der Buch Wien 21 an einem eigenen Stand gezeigt.
Außerdem sind die prämierten Titel ab 9. Dezember 2021 bei der Ausstellung „Die Schönsten Bücher Österreichs, Deutschlands, der Schweiz und der Niederlande 2020“ in der Hauptbücherei Wien zu sehen.
Die Bücher werden dieses Jahr auch im Rahmen der Ausstellung der schönsten Bücher der Schweiz, Deutschlands und Österreichs ab 7. November in der Bibliothek Hauptpost der Kantonsbibliothek St.Gallen (CH) gezeigt.
Weitere Ausstellungen sind in Planung.

Der Wettbewerb um die schönsten Bücher Österreichs erfolgt mit freundlicher Unterstützung von PERGRAPHICA ®, das Premium-Designpapier von Mondi, und Buch Theiss.

Die 15 prämierten Bücher sind außerdem der Beitrag Österreichs zum internationalen Wettbewerb Die schönsten Bücher aus aller Welt und sind in diesem Zusammenhang auch auf der Leipziger Buchmesse 2022 zu sehen.

 

Presseinformation Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Navid Kermani erhält den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Europäischen Literaturtagen, am 8. Juni im Palais Fürstenberg, gab Benedikt Föger, der Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels (HVB) den diesjährigen Preisträger des Ehrenpreises des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln bekannt: Navid Kermani.

Ehrenpreises des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln

Der Ehrenpreis ist die höchste Auszeichnung, die der österreichische Buchhandel zu vergeben hat. Er wird seit 1990 an Personen vergeben, die sich in ihrem Werk und durch ihr Engagement für Toleranz gegenüber den anderssprachigen und kulturell anders geprägten Nachbarn in herausragender Art und Weise eingesetzt haben und somit einen Beitrag zu einem friedlichen Miteinander in Europa geleistet haben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels ausgerichtet. HVB-Präsident Benedikt Föger und Walter Grond, künstlerischer Leiter der Europäischen Literaturtage, gratulieren dem Autor Navid Kermani zu dieser Auszeichnung.

„Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels verleiht Navid Kermani den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 2021. Sowohl in seinem wissenschaftlichen Werk wie auch in seinen Romanen, Reportagen und Reden eröffnet Navid Kermani seinen Leser*innen einen profunden Blick auf wenig beachtete Lebens- und Erfahrungswelten. Seine Literatur ist im besten Sinn transreligiös und transkulturell und zeigt Haltung im Angesicht von Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit. Kermani steht damit für die Würde des Einzelnen ein – unabhängig von Herkunft oder religiösem Bekenntnis. Sein Engagement für eine offene, tolerante Gesellschaft und sein konsequenter Einsatz für die Menschenrechte und den Frieden machen ihn zu einem idealen Preisträger“, begründet Benedikt Föger den Entscheid der Jury.

Über Navid Kermani

Navid Kermani, geboren 1967 in Siegen in Deutschland, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Mit seiner Dissertation „Gott ist schön: Das ästhetische Erleben des Koran“ sorgte er 1999 für viel Aufmerksamkeit. Für seine Romane, Essays und Reportagen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Kleist-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis sowie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zu seinen aktuellen Werken zählen „Entlang der Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan“ und „Ungläubiges Staunen. Über das Christentum“. Im Juli erscheint sein Buch „Morgen ist da“, eine Sammlung seiner bedeutendsten Reden (alle bei C.H. Beck). Seine Sachbücher erscheinen bei C.H. Beck, seine literarischen Werke im Carl Hanser Verlag.

Bisherige Preisträger*innen

Der Preis wurde erstmals 1990 an Milo Dor vergeben, weitere Preisträger*innen waren Viktor Frankl, Inge Merkel, Kardinal Franz König, Gerhard Roth, Simon Wiesenthal, Hugo Portisch, H. C. Artmann, Christine Nöstlinger, Sir Peter Ustinov, Josef Haslinger, Karl-Markus Gauß, Ilse Aichinger, Konrad Paul Liessmann, Erich Hackl, Barbara Frischmuth, Klaus Wagenbach, Martin Pollack, Paul Lendvai, Erika Pluhar, Armin Thurnher, Alfred Komarek, Brigitte Hammann, Barbara Coudenhove-Kalergi, Bischof Erwin Kräutler, Doron Rabinovici, Elif Shafak, Ilija Trojanow, Francesca Melandri und A.L. Kennedy.

Verleihung

Die feierliche Ehrung für Navid Kermani wird im Rahmen der Europäischen Literaturtage in einer Matinee am 21. November 2021 um 11:00 Uhr in der Minoritenkirche in Krems stattfinden.

 

Presseaussendung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Staatssekretärin Mayer überreicht Urkunden an zwei der fünf besten Buchhandlungen Österreichs 2021

Am Montag, den 17. Mai besuchte Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer die Grätzlbuchhandlung Lainz (Wien) und die Buchhandlung Erlkönig (Wien) und überreichte die Ehren-Urkunden anlässlich der Auszeichnung mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis 2021. Die Überreichung erfolgte im Beisein von HVB-Präsident Benedikt Föger.
Im Rahmen einer Festveranstaltung werden noch vor dem Sommer alle prämierten Buchhandlungen 2021 aber auch die ausgezeichneten Buchhandlungen des Vorjahres gemeinsam geehrt.

„Es ist mir eine große Freude zwei der fünf mit dem Österreichischen Buchhandlungspreise 2021 ausgezeichneten Buchhandlungen persönlich gratulieren zu können. Buchhandlungen sind essenzieller Teil der österreichischen Kulturlandschafft. Das tritt besonders dann zu Tage, wenn sie plötzlich nicht mehr als Begegnungsräume zur Verfügung stehen. Auch wenn unsere Buchhändlerinnen und -händler hervorragend auf die Herausforderungen der Pandemie reagiert haben, kann doch nichts die Atmosphäre in den Räumlichkeiten einer Buchhandlung ersetzen. Ich danke allen Buchhandlungen, und insbesondere unseren diesjährigen Preisträgerinnen und -trägern, sehr herzlich für ihr großes Engagement“, so Staatssekretärin Andrea Mayer.

Neben der Buchhandlung Erlkönig (Wien) und der Grätzlbuchhandlung Lainz (Wien) wurden die Buchhandlung Brunner (Bregenz), die Buchhandlung Riepenhausen (Hall in Tirol) und die Buchhandlung Weidinger (Seewalchen am Attersee) mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis 2021 ausgezeichnet.

Der Österreichische Buchhandlungspreis wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) gemeinsam vergeben.

 

Pressemitteilung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Österreichischer Buchhandlungspreis: Die besten Buchhandlungen 2021

Die unabhängige Jury hat die fünf besten Buchhandlungen 2021 gewählt. Der Österreichische Buchhandlungspreis wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) gemeinsam vergeben.

Buchhandlungen sind unverzichtbar. Sie sind wichtige Elemente des Handels und gleichzeitig Kulturstätten und Orte der Bildung. Mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis werden jene fünf heimischen Buchhandlungen geehrt, die mit ihrem Konzept im stationären Handel überzeugen konnten.

Die Preisträger 2021 sind:

  • Buchhandlung Brunner, Bregenz
  • Buchhandlung Erlkönig, Wien
  • Buchhandlung Riepenhausen, Hall in Tirol
  • Buchhandlung Weidinger, Seewalchen am Attersee
  • Grätzlbuchhandlung Lainz, Wien

Die gesamten Jurybegründungen finden Sie hier.

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: „Bücher sind Wege in andere Welten, Inspiration und Genuss und gerade deshalb in schwierigen Zeiten unverzichtbar. Der stationäre Buchhandel hat mit viel Innovationsgeist und Begeisterung den Herausforderungen der Krise getrotzt, und hat damit seine Bedeutung in der kulturellen Nahversorgung der Leserinnen und Leser in ganz Österreich eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ganz nebenbei wird so auch die Sichtbarkeit der Verlage sowie Autorinnen und Autoren gewährleistet. Die fünf ausgezeichneten Buchhandlungen sollen mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis für die besonderen Leistungen gewürdigt werden, die sie durch ihre Tätigkeit im literarischen und intellektuellen Leben erbringen. Ich gratuliere den ausgezeichneten Buchhandlungen sehr herzlich.“

HVB-Präsident Benedikt Föger: „Unabhängige, regionale Buchhandlungen sind essenzielle Vermittler zwischen dem geschriebenen Wort und allen Buchinteressierten. Sie sorgen unermüdlich dafür, dass unsere Gesellschaft mit guter Literatur und neuem Wissen versorgt wird. Sie wählen sorgsam aus dem vielseitigen Sortiment der Verlage aus und entscheiden, was am besten zu ihren Leser*innen und zu ihrer Buchhandlung passt. Besonders in Krisenzeiten kommt ihnen ein besonderer Stellenwert zu – denn Bücher sind in der Tat ein Fenster zur Welt. Der Österreichischen Buchhandlungspreis würdigt diese besondere Leistung.“

Der Preis

Ausgerichtet wird der Preis vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels. Der Österreichische Buchhandlungspreis wird jährlich vergeben. Die Auszeichnung als eine der fünf besten Buchhandlungen des Jahres zielt darauf ab, Anreize für die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle oder die Fortführung von Geschäftsaktivitäten zu geben. Eine vielfältige und flächendeckende Buchhandelslandschaft, auch in Zeiten des wachsenden Online-Handels, soll gewürdigt werden und die Buchhandlungen in ihrer Funktion als Orte der Kultur- und Bildungsarbeit, der Literaturvermittlung und Begegnung gestärkt werden.
Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Es werden fünf Preise zu je 10.000 Euro vergeben. Der Preis wird in Verbindung mit einem Gütesiegel zum Zwecke erhöhter Aufmerksamkeit und Außendarstellung an die jeweiligen Buchhandelsunternehmen verliehen.

Die Jury

Die Entscheidung über die Auszeichnungen des Österreichischen Buchpreises trifft eine unabhängige Fachjury. 2021 setzte sie sich aus Alex Beer (Autorin), Matthias Dusini (Journalist, Falter), Annette Knoch (Verlegerin, Droschl Verlag), Seth Mayer-Bruhns (Verlagsvertreter) und Jürgen Sieberer (Verlagsvertreter) zusammen.

Auszeichnungskriterien

Buchhandlungen,

  • die ihren Sitz in Österreich haben,
  • inhaber*innengeführt und unabhängig sind,
  • die ein literarisches Sortiment oder ein kulturelles Veranstaltungsprogramm anbieten,
  • die innovative Geschäftsmodelle verfolgen oder sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung engagieren.

Alle weiteren Infos finden Sie auf: www.oesterreichischer-buchhandlungspreis.at

 

Presseinformation Hauptverband des Österreichischen Buchhandels