Huckepack Bilderbuchpreis an „Ein eiskalter Fisch“

Die HUCKEPACK-Jury kürte im Jahr 2021 aus insgesamt 444 vorliegenden Bilderbüchern einstimmig „Ein eiskalter Fisch“ zum diesjährigen Preisträger.

Ein eiskalter Fisch

Der Tod eines Haustieres bricht das Schweigen und die Gefühlskälte in einer Familie, die wir hier nur ganz kurz kennenlernen, und die uns nach der Lektüre dennoch lange nicht wieder loslässt.
Der Anblick des leeren Aquariums seines Kindes bewegt etwas im Vater. Er, den die Mutter in einem Brief als „eiskalten Fisch“ bezeichnet, wird von Gefühlen übermannt und kann so nach offenbar langer Zeit sein Kind umarmen. Für das Kind wird so der Tod des Fisches zum Auslöser für den schönsten Tag in seinem Leben. Geborgen in der kaum gekannten Umarmung des sonst so verhaltenen Vaters weint es ein wenig länger als nötig, damit der Moment nicht zu schnell vergeht.

Frauke Angel erzählt sehr geschickt und wir fragen uns: Wie hängt alles zusammen? Die nicht eindeutige Chronologie und die unklare Familiensituation bieten eine Vielzahl an Deutungs- und Identifikationsmöglichkeiten, die auf den einen heilenden und tröstenden Moment zulaufen, in dem die Familie gemeinsam Abschied von dem gestorbenen Fisch nimmt. Die blaugraue, leicht kühle Atmosphäre der Geschichte wird von Elisabeth Kihßl in zarten Aquarellen eingefangen – wunderbar.
In dieser Familie nehmen sich alle irgendwie gegenseitig HUCKEPACK, finden wir – das Kind den Vater, weil der endlich einen Moment erfährt, in dem er Gefühle zulassen kann. Die Eltern das Kind, weil sie es in seiner Traurigkeit auffangen und trösten. Und darüber letztlich das Buch uns alle, die wir lesen, lachen und schluchzen können und all diese Gefühle noch lange nach dem Lesen in uns nachklingen. Dass Elisabeth Kihßl genau die HUCKEPACK-Situation auch noch auf dem Cover eingefangen hat, ist da absolut noch das sprichwörtliche Tüpfelchen auf dem „i“!

„Ein zutiefst berührendes Buch mit einer geschickt gesponnenen Geschichte, die viel Raum gibt, sich selbst darin wiederzufinden.“ Aus der Jurybegründung zum HUCKEPACK Bilderbuchpreis

Herzlichen Glückwunsch an diese sehr verdienten Preisträgerinnen!

Cornelia Tillmanns hat das Bilderbuch eingelesen und gemeinsam mit Marcel Hallensleben von Soundsquirrel Braunschweig ein zauberhaftes Bilderbuchkino dazu erstellt, das für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei auf der Homepage des Tyrolia-Verlages eingesehen werden kann.

Die Autorin und die Illustratorin

Frauke Angel, wurde 1974 im Ruhrgebiet geboren. Sie ist Schauspielerin und arbeitete 20 Jahre an deutschen Bühnen, zudem als Putzfrau, Verkäuferin, Grabpflegerin, Schweißerin, Bardame, Luftgitarristin und Ghostwriterin. 2017 gab sie ihr Kinderbuch-Debüt. Seitdem schreibt sie für Kinder, Jugendliche und manchmal auch für den Rest der Familie. 2020 gewann sie den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. 2021 wurde sie als „Lesekünstlerin des Jahres“ ausgezeichnet. Frauke Angel lebt in Dresden. www.fraukeangel.de

Elisabeth Kihßl, geboren 1985, studierte Grafik Design an der New Design University. Später folgten ein Diplom in Buchgestaltung und ein Lehrgang für Bilderbuchillustration. Sie lebt mit ihrer Familie in Niederösterreich. Beim Tyrolia-Verlag hat sie bereits das Bilderbuch „Wir wollen doch nur spielen“ (2018; Text: Berenike Oppermann) illustriert, für das sie mit dem Nachwuchspreis „LESEL“ ausgezeichnet wurde

 

Presseaussendung Phantastische Bibliothek

Bilderbücher „Na ja“ von Jutta Treiber und „Einmal wirst du …“ von Leonora Leitl erhalten das deutsche KIMI-Siegel für Vielfalt

Die Bilderbücher „Na ja“ von Jutta Treiber und „Einmal wirst du …“ von Leonora Leitl erhalten das deutsche KIMI-Siegel für Vielfalt. Am Freitag, dem 3. Juli 2020 werden alle PreisträgerInnen bei der virtuellen Siegelverleihung auf www.kimi-siegel.de veröffentlicht. Darunter auch das Bilderbuch „Na ja“ der bekannten burgenländischen Schriftstellerin Jutta Treiber und das Bilderbuch „Einmal wirst du …“ der Oberösterreicherin Leonora Leitl.

Prämiert werden Bücher, die „bunt und fröhlich, realistisch und fantasievoll, vor allem aber beiläufig vielfältig und ohne Klischees und Zuschreibungen aus der Welt von Kindern und Jugendlichen erzählen“, so die Begründung der aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bestehenden Jury.

Die Vielfaltskriterien umfassen u.a. Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Fluchterfahrungen, People of Color, inter- bzw. transkulturelle Lebenswirklichkeiten, Armutserfahrungen, Identifikationsmöglichkeiten für diverse Familienkonstellationen, Menschenrechte, Frauenrechte oder Erfahrungen mit Trauma, Krankheit und Tod.

Mainstream vs. Individualität: „ Na ja“
2019 wurde das zeitlos-geniale Bilderbuch „Na ja“ über Schönheit und Zu-sich-selber-Stehen vom Tyrolia Verlag neu aufgelegt. In Frühjahr 2020 erschien zudem die mehrsprachige Ausgabe. Erzählt wird die Geschichte vom Figurendoktor und dem Dreieck, das sich zu spitz, dem Kreis, der sich zu rund und dem Quadrat, das sich zu eckig fühlt. Kein Problem für den Figurendoktor: er nimmt hier was weg, saugt dort was ab, schnürt da was zusammen. Und schon sind sie alle gleich, die drei. Gleich schön, gleich-förmig, gleich-wertig?

Stereotype in Frage gestellt: „Einmal wirst du …“
Das Hinterfragen von Zuschreibungen und Klischees hat das 2019 erschienene Bilderbuch „Einmal wirst du …“ von Leonora Leitl zum Thema. So zeigt die Illustration zu „Wirst du dich einmal Hals über Kopf verlieben?“ höchst unterschiedliche Konstellationen in Bezug auf Alter, Geschlecht und Spezies. Fragen wie „Ist es eigentlich wichtig, welche Hautfarbe man hat?“ und „Gibt es wirklich Buben- und Mädchenfarben?“ wollen Kinder und Erwachsene ins Gespräch über Stereotype bringen. Dabei gibt die Autorin keine Antwort, sondern öffnet den Raum für Diskussionen. Das Buch wird dieses Jahr auch mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet.

KIMI-Siegel für 140 Bücher
Die Jury musste sich zwischen 370 eingereichten Büchern von mehr als 80 Verlagen in den Kategorien Bilderbuch, erzählendes Kinderbuch und Jugendbuch entscheiden. 140 Bücher werden das KIMI-Siegel für Vielfalt erhalten. Fast 40 weitere Bücher werden als KIMI-Longseller prämiert, da ihr Erscheinungsdatum nicht 2019 war. Knapp 40 Bücher erhalten das Prädikat “Positive Erwähnung”, um auf gelungene Aspekte des Buches aufmerksam machen zu können.

Aus dem Tyrolia-Verlag sind das:

Longseller

  • Martina Fuchs, Nini Spagl: Schau! Staunen mit allen Sinnen
  • Linda Wolfsgruber: wir
  • Tanja Fabsits: Der Goldfisch ist unschuldig
  • Sarah M. Orlovský: Tomaten mögen keinen Regen
  • Elisabeth Etz: Nach vorn

Positive Erwähnung

  • Sarah M. Orlovský, Birgit Antoni: Babybauch und Windelwunder
  • Leonora Leitl: Mama und das schwarze Loch
  • Melanie Laibl, Lili Richter: So ein Mist: Von Müll, Abfall und Co
  • Gabi Kreslehner: PaulPaulTom ans Meer

KIMI-Siegel für Vielfalt seit 2018
Dass sich die Vielfalt der Welt in Kinder- und Jugendbüchern oft nicht widerspiegelt, war der Grund, warum vom deutschen Verein Viel & Mehr, das KIMI-Siegel ins Leben gerufen wurde. Denn was passiert mit Kindern, die regelmäßig feststellen müssen, dass sie in Kinder- und Jugendgeschichten nicht vorkommen? Welche Rolle spielen die Geschichten in Kinderbuchwelten für die Identitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen? Und was passiert, wenn man immer und immer wieder unsichtbar bleibt?

Eine Jury aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unter dem Vorsitz von Spracheilpädagogin, Erziehungs- und Sprachwissenschaftlerin Sandra Niebuhr Siebert, Leiterin des Studiengangs Sprachpädagogik und Erzählende Künste in Sozialer Arbeit an der Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam, überprüft Neuerscheinungen auf Vielfaltskriterien. Die Forderung dahinter: Die Kinder- und Jugendbuchliteratur muss in der heutigen Realität ankommen – und wirklich allen Kindern und Jugendlichen gute und spannende Geschichten präsentieren, mit denen sie sich identifizieren können.

Nähere Informationen zum KIMI-Siegel: www.kimi-siegel.de

 

Eine Pressemitteilung des Tyrolia Verlags
www.tyroliaverlag.at

Billi, die Baummaus

Erwin Moser prägte Generationen von Kindern mit seinen Figuren und Geschichten, die Fantasie und Wirklichkeit zu einer märchenhaften wohligen Realität vermischen. Nun erscheint ein bisher unveröffentlichtes Bilderbuch aus seinem Nachlass: »Billi, die Baummaus«.

Erwin Moser hat diesen Geschichtenband bewusst zur Veröffentlichung nach seinem Tod vorgesehen – sein Geschenk an die Kinder von heute.

Erwin Moser »Billi, die Baummaus – Streifzüge eines mutigen Mäusemädchens«

Billi, die Baummaus ist ein charmantes Mäusemädchen: Sie ist einfallsreich, wagemutig und auch verträumt-philosophisch. Erwin Moser hat Billis Abenteuer in 24 Bildgeschichten festgehalten. Bild für Bild können schon Kleine ab 3 Jahren sie auf ihren Streifzügen rund ums Jahr begleiten.
Ein großes, bisher unveröffentlichtes Werk aus dem Vermächtnis des beliebten Bilderbuchkünstlers.

 

Eine Pressemitteilung der Verlagsgruppe Beltz
www.beltz.de

Bilderbuch von Jutta Treiber bei Tyrolia

Alle gleich! Oder doch verschieden? — Jutta Treibers Bilderbuch „Na ja“ ist sowohl ein absurd-witziges Spiel mit geometrischen Formen und ihren Bezeichnungen, als auch ein ganz klarer Hinweis dahingehend, über (scheinbare) Ideale und ihre Vorgaben, über Mainstream und (Chancen-)Gleichheit, über die Probleme und Besonderheiten von Individualität nachzudenken. 

Alles Themen, die unter anderem auch bei der Frage einer (nachhaltigen) Integration, bei einem Zusammenleben verschiedener Kulturen von ganz grundlegender Bedeutung sind. Wo wird Anpassung verlangt, wo ist sie auch notwendig, und wo darf Individualität bestehen bleiben? Wo wird „beschnitten“ und „eingepasst“, und wo ist „Einpassung“ wichtig, damit Gemeinschaft funktioniert?

Aus diesem Grund ist es mehr als naheliegend, zu diesem Buch, das im Tyrolia-Verlag 2019 neu aufgelegt wurde, nun eine mehrsprachige Variante anzubieten.
Wie bei allen anderen mehrsprachigen Büchern des Tyrolia-Verlags wurde auch hier auf eine inhaltlich und sprachlich stimmige Übersetzung Wert gelegt. Ein ideales Buch, um über kulturelle Grenzen und Missverständnisse hinweg ins Gespräch zu kommen.

„Ich möchte wieder spitz sein!“, sagt das Kreieck.

 

Pressemitteilung Tyrolia Verlag
www.tyrolia-verlag.at

Dan Brown veröffentlicht sein erstes Bilderbuch

Bücherfans weltweit warten auf Neuigkeiten von Da-Vinci-Code-Autor Dan Brown. Nun lüftet der Autor das Geheimnis, woran er in den letzten Monaten gearbeitet hat.
Aber nicht Robert Langdon betritt erneut das Bestsellerparkett, es ist Maus Maestro, die sich aufmacht, die Herzen der Kinder – und der Erwachsenen – weltweit zu erobern, denn Dan Brown veröffentlicht sein erstes Bilderbuch.

Der renommierte Boje Verlag, ein Imprint der Bastei Lübbe AG, in der alle Bücher Dan Browns auf Deutsch erscheinen, veröffentlicht „Eine wilde Symphonie“ am 9. September 2020.

Vollständige Pressemitteilung als pdf

 

Eine Pressemitteilung der Bastei Lübbe AG
www.luebbe.de