Servus und Moin: der avj medienpreis 2021 geht nach Wien und Oldenburg

Es waren spannende Sekunden, als die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen, Renate Reichstein, verkündet, dass bei der Preisträgerin gleich das Telefon klingelt. Gespannt lauschten die Nominierten – Nina Daebel, Renate Grubert, Anja Höfer & Theresa Hübner, Agnes Sonntag und Andrea Wedan – und schließlich klingelte es in Wien.

„Herzlichen Glückwunsch, Andrea Wedan – für Ihre Arbeit bei der BUCHKULTUR, den Buchmedia Lesekids und Ihrem Engagement zeichnen wir Sie mit den avj medienpreis 2021 aus.“

Kurz vorher konnte bereits der Sonderpreis Leseförderung virtuell an das Team der KIBUM überreicht werden.

„Zur KIBUM fiel mir spontan ein Wort ein“, sagte Laudatorin Monika Bilstein. „UNGLAUBLICH. Es ist faszinierend, was hier jedes Jahr auf die Beine gestellt wird. Hier findet Leseförderung für die Kinder und Jugendlichen par excellence statt – und auch die Pädagogen sind im Visier des Organisationteams. Wie toll.“

„Andrea Wedan beschreibt sich selbst als #perfektdurchstrukturiertchaotisch“, zitiert die Geschäftsführerin des Peter Hammer Verlags die Preisträgerin in ihrer zweiten Laudatio. „Was dadurch entsteht, können wir alle immer wieder in dem Magazin Buchkultur nachlesen: Unterhaltsame Interviews, wunderbare Besprechungen und Buchtipps, die einfach „bärig“ sind. Auf Buchmessen ist Andrea Wedan immer im absoluten Terminstress. Doch im Halbstundentakt zeigt sie sich immer gleichermaßen interessiert, gesprächsbereit und ist ein gern gesehener Gast.“

Innerhalb der Online-Veranstaltung würdigte Renate Reichstein auch die Verdienste der Preisträgerinnen des vergangenen Jahres: Janett Cernohuby, Ute Wegmann und die Bücherpiraten, die schon stolz ihre Trophäen in die Kamera halten konnten.

„Es ist bedauerlich, dass dieses besondere Ereignis nur virtuell stattfinden kann“, sagt Renate Reichstein. „Keine Blumen. Keine Umarmungen. Kein Applaus – das ist schade. Sehr schade. Wäre all das doch so verdient!“

Die Preisverleihung fand am Freitag, den 28. Mai 2021 digital, im Rahmen der geplanten Leipziger Buchmesse, statt.

 

Aussendung Buchkultur

Preis der Leipziger Buchmesse 2021 für Iris Hanika, Heike Behrend und Timea Tankó

Iris Hanika, Heike Behrend und Timea Tankó haben den Preis der Leipziger Buchmesse 2021 im Rahmen von Leipzig liest extra, einer Veranstaltung der Leipziger Buchmesse, erhalten. Die siebenköpfige Jury um den Vorsitzenden Jens Bisky zeichnete Iris Hanika in der Kategorie Belletristik für ihr Werk „Echos Kammern“ (Literaturverlag Droschl ) und Heike Behrend in der Kategorie Sachbuch/Essayistik für ihr Buch „Menschwerdung eines Affen. Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung“ (Matthes & Seitz Berlin) aus. In der Kategorie Übersetzung würdigte die Jury Timea Tankó für die Übersetzung aus dem Ungarischen von „Apropos Casanova. Das Brevier des Heiligen Orpheus“ (Die Andere Bibliothek) mit dem renommierten Preis. Insgesamt 389 Werke wurden für den diesjährigen Preis der Leipziger
Buchmesse eingereicht.

Kategorie Belletristik

Iris Hanika | Echos Kammern | Literaturverlag Droschl

Zur Begründung der Jury: „Bevor ich bin gereist nach New York, ich war in Sorge. Weil war das große Reise über Atlantik und war das auch lange Reise – zehn Wochen ist lang, in diese Zeit viel kann geschehen.“ Ja, es ist viel. Doch was genau in Iris Hanikas herrlich palimpsesten Roman zwischen Berlin und New York geschieht, ist kaum seriös in aller Kürze zu erzählen. Es blitzt und spiegelt, experimentiert nur so vor sich hin. … Diese Autorin ermächtigt sich, den Mann mit den Mitteln des Jahrtausendealten männlichen Blicks zu betrachten. Josh, Narziss, der Mythos wird zum Resonanzraum, in dem sein eigener Hohlkörper sichtbar wird, Iris Hanika schiebt ihn sachte in eine ihrer
Echokammern. Nicht zuletzt hier weist sich die Autorin als kluge, witzige und wüste Erzählkonstrukteurin aus. Iris Hanika schreibt unbeirrt und seit fast drei Jahrzehnten ihre Literatur, schreibt auf ihrem Stern, an ihrem Stern. Als eine der eigensinnigsten Stimmen der deutschen Gegenwartsdichtung, die mit brutal klarem und unverschämten Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse schauen kann. Und dann wieder unheimlich erheitert. Iris Hanika übt in aller Virtuosität ihre Sprachexperimente aus und ja, sie hat diebische Freude daran, dass sie das jeden Moment den Roman
kosten könnte. Eben dieses riskante Schreiben zeichnet sie aus.

Autorin

Iris Hanika wurde 1962 in Würzburg geboren. Ihr umfangreiches Werk, u. a. die Erzählungen Katharina oder Die Existenzverpflichtung (Fannei & Walz, 1992), Treffen sich zwei (2008), Tanzen auf Beton (2012), Wie der Müll geordnet wird (2015, alle drei im Literaturverlag Droschl) bescherten der Autorin zahlreiche Preise, darunter den Hans-Fallada-Preis 2006, den European Union Prize for Literature 2006 und den Hermann-Hesse-Literaturpreis 2020.

Kategorie Sachbuch und Essayistik

Heike Behrend | Menschwerdung eines Affen. Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung | Matthes & Seitz Berlin

Zur Begründung der Jury: Nur wer sich selbst für die Welt öffnet, wird auch in ihr heimisch werden. Diese Erfahrung ist das zentrale Moment des Buchs von Heike Behrend. Die eigene Neugier der Ethnologin stieß während ihrer Feldforschungsaufenthalte auf die der besuchten Gruppen und sie selbst wurde zum Gegenstand der Beobachtung durch ihre Gastgeber. Es gehört viel Selbsterkenntnis dazu, sich erkannt zu fühlen. „Menschwerdung eines Affen“, benannt nach der sich wandelnden Zuschreibung, die man ihr in den kenianischen Tugenbergen als Forscherin, die dort zur Freundin
wurde, angedeihen ließ, legt Zeugnis davon ab, dass Heike Behrend diese Befähigung besitzt. Und mit ihrer Betrachtung der Betrachter ihrer selbst als Betrachterin gewinnt sie auch eine Perspektive auf die eigene Kultur – sowohl verstanden als nationale wie als disziplinäre. Geisteswissenschaft in der Form, wie Heike Behrend sie teilnehmend beschreibt, ist im besten Sinne Geistesbeschwörung: Sie provoziert zu einem Blick, der intellektuell agiert statt visuell. Ihr Buch ist eine ebenso köstliche wie kostbare Lektüre, die unsere Horizonte weit verschiebt, ohne dabei eine politische Agenda vermitteln zu wollen. Es ist geboren und geschrieben aus der Emphase für die Gemeinsamkeit dessen, was Menschsein ausmacht: die Überwindung von Vorurteilen. Solchen seiner selbst über andere und solchen anderer
über einen selbst. Es ist ein erhellendes Buch in diesen sich verdunkelnden Zeiten.

Autorin

Heike Behrend studierte Ethnologie und Religionswissenschaft. Sie arbeitete ethnografisch vor allem in Ostafrika und unterrichtete an verschiedenen Universitäten. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze, u. a. Alice und die Geister. Krieg im Norden Ugandas (Trickster, 1993) und Contesting Visibility. Photographic Practices and the „Aesthetics of Withdrawa” along the East African
Coast (transcript, 2013).

Kategorie Übersetzung

Timea Tankó | „Apropos Casanova. Das Brevier des Heiligen Orpheus“ von Miklós Szentkuthy übersetzt aus dem Ungarischen | Die Andere Bibliothek

Zur Begründung der Jury: Wie lässt sich so etwas Quecksilbriges, sich jeder Zuordnung Entziehendes, wild Fantasierendes und zugleich messerscharf Argumentierendes in eine andere Sprache bringen? Die Antwort kann nur lauten: indem man mitdenkt. Und nichts anderes tut Timea Tankó. Ihre deutsche Fassung wird der intellektuellen Beweglich-, ja Quirlichkeit Szentkuthys absolut gerecht, dank ihr gerät man unweigerlich in den Sog seiner kapriolenhaften Gedankenflüge – und ohne, dass einem flau dabei wird. Er und sie, Miklos und Timea, diese beiden Liebenden der Sprache, können aber auch ganz anders, konkret-anschaulich und poetisch-bildhaft zugleich: „An einem Vormittag“, heißt es da, „war das Meer ungewöhnlich blau, die kleinen weißen Wellenspalten waren besonders parallel und zahncremefrisch, die Luft war sportlich klar, die Möwen wirkten einen Hauch melancholischer, herbstblattähnlicher als sonst, die fernen griechischen, persischen und russischen Yachten vibrierten noch höher über den Horizont als sonst – und wegen dieser kleinen Frühlingskomposition, die
einen halben Augenblick zuvor noch nicht einmal ansatzweise so aussah und im nächsten ihren fröstelnden Maifestcharme bereits verloren hatte, musste Rom untergehen.“ Wow. Was für ein Satz, was für ein Schmelz in den Beschreibungen, welch ein sanfter Rhythmus, und was für ein eiskalter Knalleffekt am Ende. Dafür, dass sie sich dieser Prosa einfühlsam und doch selbstbewusst angeschmiegt und dabei immer die Spannung gehalten hat, dafür danken wir Timea Tankó.

Übersetzerin

Timea Tankó, 1978 in Leipzig geboren, arbeitet als Dolmetscherin sowie als Übersetzerin ungarischer und französischer Literatur. Neben Übertragungen u. a. von Werken István Keménys, Antal Szerbs und György Dragománs ins Deutsche brachte sie z. B. auch Texte Esther Kinskys ins Ungarische. Zuletzt wurde sie mit dem Exzellenzstipendium des Deutschen Übersetzerfonds 2020 ausgezeichnet. Sie lebt
in Berlin.

Über den Preis der Leipziger Buchmesse

Der Preis der Leipziger Buchmesse wurde von einer siebenköpfigen Jury vergeben: Unter der Leitung von Jens Bisky haben Anne-Dore Krohn, Tobias Lehmkuhl, Andreas Platthaus, Marc Reichwein, Katrin Schumacher und Katharina Teutsch die Nominierten und Preisträger:innen ausgewählt.
Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung.
Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin. Medienpartner ist das Kundenmagazin buchjournal und Deutschlandfunk Kultur.

 

Presseinformation Leipziger Buchmesse / Pressemeldung Literaturverlag Droschl / Red.

Fünf Tage, Fünf Emotionen, Acht Events. Bastei Lübbe lädt vom 26. bis 30. Mai zur digitalen Buchmesse ein.

Digital und emotional – so gestaltet Bastei Lübbe sein Programm für die Leipziger Buchmesse 2021. Vom 26. bis zum 30. Mai ist jeder Messetag mit einer Emotion aufgeladen. Mutig starten wir in die Buchmesse am Mittwoch. Der Donnerstag steht ganz im Zeichen der Liebe. Am Freitag wird es aufregend. Abschließend setzen wir uns am Samstag mit der Furcht auseinander und blicken am Sonntag voller Hoffnung in die Zukunft.

An diesen fünf Tagen finden acht Events und ein großes Begleitprogramm mit Videos, Grußbotschaften, Buchempfehlungen und Gewinnspielen auf den Social-Media-Kanälen und der Buchmesse@Home-Seite der Bastei Lübbe AG statt.
Bücher, Hörbücher und Autorinnen und Autoren von Lübbe, Eichborn, Quadriga, Lübbelife, Lübbe Audio, Baumhaus, Boje, one, beeBooks füllen dieses Bücherfestival, mit dem wir den Buchhandel unterstützen und die Leser:innen begeistern wollen.

Den Auftakt machen am Mittwoch, 26. Mai, um 20 Uhr Ulla Mothes (»Geteilte Träume«) und Anne Prettin (»Die vier Gezeiten«), die mit der Kulturjournalistin, Autorin und Moderatorin Karla Paul über Mut sprechen. Um 21 Uhr gibt ebenfalls der Mut den Rahmen für das Gespräch zwischen der
Bookinfluencerin Lea Kaib und Kelly Oram (»Midnight Chronicles«) vor.
Am Donnerstag, 27. Mai, ab 20 Uhr erzählen Lorraine Brown (»Und dann war es Liebe«), Katrin Lankers (»Kleine Wunder gibt es überall«) und Tanja Marfo (»Size Egal«) auf unterschiedliche Weise von der Liebe. Bloggerin und Podcasterin Tina Lurz moderiert das Gespräch.
Der Freitagabend, am 28. Mai, wird spannend und aufregend, denn Eva Almstädt (»Ostseefalle«), Romy Fölck (»Mordsand«) und Bernd Stelter (»Mieses Spiel um schwarze Muscheln«) unterhalten sich ab 20 Uhr mit dem Krimi-Experten Ralf Kramp über die besten Kommissare und Ermittlerpaare. Ab 22 Uhr übernehmen Jasmin Schreiber (»Marianengraben«) und Dominik Eulberg (»Mikroorgasmen überall«) und sprechen über das Thema der Naturliebe.
Am Samstag, ab 19:30 Uhr, erörtern Sophie Jones (»Erlöse mich von dem Bösen«), Klaus Püschel (»Die Toten können uns retten«) und Michael Thode (»Schuld! Seid! Ihr!«) mit dem Jour-nalisten und Moderatoren Peter Großmann die Facetten der Angst.
Der letzte Messetag, 30. Mai, steht ganz im Zeichen der Hoffnung. Ab 18 Uhr erklärt Dr. Daniel Wallerstorfer (»Die Macht unserer Gene«), wie man die Kraft seiner Gene nutzen kann, um gesund zu bleiben oder zu werden. Und bevor der Vorhang fällt, werden Eva Völler (»Eine Sehnsucht nach morgen«) und Michaela Grünig (»Palais Heiligendamm«) mit der Leiterin des Literaturbüro Ruhr Antje Deistler ab 19 Uhr die Frage beantworten: Starke Frauen geben niemals auf! Was fasziniert uns an diesen Geschichten?

Jedes dieser Live-Events können Handelspartner:innen auf ihren Websites und Facebook-Kanälen streamen. Wir unterstützen gerne bei der technischen Umsetzung.

Event-Übersicht

  • LESEN MACHT MUTIG – Mittwoch, 26. Mai 2021 – 20 Uhr
    Was kostet es eigentlich Träume wahr werden zu lassen? Mut. Einfach nur Mut!
    Mit: Ulla Mothes, Anne Prettin
    Moderation: Karla Paul
  • LESEN MACHT MUTIG – Mittwoch, 26. Mai 2021 – 21 Uhr
    Mit: Kelly Oram
    Moderation: Lea Kaib
  • LESEN IST LIEBE – Donnerstag, 27. Mai 2021 – 20 Uhr
    Love is all around: Drei Autorinnen erzählen auf unterschiedliche Weise von der Liebe
    Mit: Lorraine Brown, Katrin Lankers, Tanja Marfo
    Moderation: Tina Lurz
  • LESEN IST AUFREGEND – Freitag, 28. Mai 2021 – 20 Uhr
    Mordsspaß muss sein: die besten Kommissare und Ermittlerpaare
    Mit: Eva Almstädt, Romy Fölck, Bernd Stelter
    Moderation: Ralf Kramp
  • LESEN IST AUFREGEND – Freitag, 28. Mai 2021 – 22 Uhr
    Natur.Liebe
    Mit: Jasmin Schreiber und Dominik Eulberg
  • LESEN MACHT FURCHTLOS – Samstag, 29. Mai 2021 – 19:30 Uhr
    Die Facetten der Angst: Angst kann lähmen, aber kann sie auch hilfreich sein?
    Mit: Sophie Jones, Klaus Püschel, Michael Thode
    Moderation: Peter Großmann
  • LESEN GIBT HOFFNUNG – Sonntag, 30. Mai 2021 – 18 Uhr
    Nutzen Sie die Kraft Ihrer Gene und bleiben Sie gesund.
    Mit: Dr. Daniel Wallerstorfer
    Moderation: Peter Großmann
  • LESEN GIBT HOFFNUNG – Sonntag, 30. Mai 2021 – 19 Uhr
    Starke Frauen geben niemals auf! Was fasziniert uns an diesen Geschichten?
    Mit: Eva Völler und Michaela Grünig
    Moderation: Antje Deistler

 

Pressemitteilung Bastei Lübbe

Leipziger Buchmesse 2022: Fest der österreichischen Literatur

Österreich wird Gastland auf der Leipziger Buchmesse 2022. Damit werden die österreichischen Autor*innen und die heimischen Verlage erstmals seit dem Gastlandauftritt in Frankfurt 1995 in ihrer Gesamtheit und Vielfalt in den Mittelpunkt des deutschsprachigen und internationalen Medien- und Publikumsinteresses gerückt.

Zur Unterstützung dieses Vorhabens wurde ein Beirat gegründet, der sich aus Expert*innen zusammensetzt. Unter dem Vorsitz des Leiters der BMKÖS-Abteilung Literatur und Verlagswesen, Dr. Robert Stocker, gehören dem Beirat Mag.a Verena Brunner-Loss (Buchhandlung Brunner), Dr.in Katja Gasser (ORF), Dr. Alexander Potyka (Picus Verlag), Dr. Kurt Reissnegger (Ö1), Prof. Gerhard Ruiss (IG Autorinnen Autoren) und Dr. Brigitte Schwens-Harrant (Die Furche) an.

Das Forum, das am 11. Jänner erstmals zusammentrat, berät die künstlerische Leitung in der Programmplanung und anderen Aspekten den Gastland-Auftritt betreffend. Organisatorisch und wirtschaftlich wird der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels den Gastland-Auftritt verantworten. Für das gesamte Projekt gibt es eine Sonderförderung des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport.

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: „Wir werden mit den Auswirkungen der globalen Pandemie noch länger umgehen müssen. Umso wichtiger ist es, in vielen Bereichen der Kunst starke, auch internationale Akzente zu setzten, die unseren Blick in eine positive Zukunft lenken. Der Gastauftritt der österreichischen Literatur und des Buchhandels auf der Leipziger Buchmesse wird ein wichtiges und nachhaltiges Statement sein. Ich danke dem neu konstituierten Beirat für sein Engagement und wünsche allen Beteiligten gutes Gelingen in den nächsten Monaten der Planung.“

Verena Brunner-Loss (Inhaberin Buchhandlung Brunner): „Der Gastauftritt Österreichs auf der Leipziger Buchmesse 2022 ist ein wichtiges Signal der Zukunftsfähigkeit der österreichischen Lese-Branche mit ihren hervorragenden Strukturen. Verbunden mit nachhaltiger Inspiration, gesellschaftspolitischer Relevanz und Aktualität ist die österreichische Buchbranche eine starke Stimme und lässt uns hoffentlich Erfolge feiern! Ich freue mich darauf, die Begeisterung für unsere so wertvolle österreichische Literatur mit hinauszutragen.“

Gerhard Ruiss, Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren führt aus: „Der Gastlandauftritt wird ein großes Fest der österreichischen Literatur. Die Leipziger Buchmesse ist die größte Literaturmesse der Welt. Keine zweite Buchmesse rückt Autorinnen und Autoren, Literaturverlage und literarische Bücher mehr ins Zentrum ihres Geschehens. Beim Länderschwerpunkt 2022 kann die österreichische Literatur all ihren Stärken ausspielen: Die Bühnenpräsenz der Autorinnen und Autoren, die Qualität der österreichischen Verlagsproduktion und die große Rolle der österreichischen Literatur im gesamten deutschen Sprachraum. Der Länderschwerpunkt Österreich in Leipzig 2022 gibt zugleich das Startsignal für ein wieder ungebremstes literarisches Leben, in dem das Buch seine durch nichts ersetzbare Ausnahmestellung weiter fortsetzt.“

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, ergänzt: „Nach den pandemiebedingten Verkaufseinbrüchen, Messe- und Veranstaltungsabsagen wird es 2022 für die österreichischen Verlage umso wichtiger sein, ein starkes und nachhaltiges Lebenszeichen an den deutschen Buchmarkt zu senden, wie vielfältig und besonders die heimischen Buchproduktionen sind. Ich freue mich, gemeinsam mit allen Branchenteilnehmern dieses Fest der österreichischen Literatur mitgestalten und feiern zu dürfen.“

 

Eine Presseinformation des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels
www.hvb.at

Leipziger Buchmesse: 27. bis 30. Mai 2021

Die Leipziger Buchmesse findet gemeinsam mit dem Lesefest Leipzig liest, der Manga-Comic-Con und der Antiquariatsmesse im kommenden Jahr vom 27. bis 30. Mai auf dem Gelände der Leipziger Messe statt. Die Leipziger Messe hat sich zu dieser Entscheidung mit dem Beirat der Leipziger Buchmesse abgestimmt.

Die Kulturstaatsministerin Monika Grütters unterstützt die Leipziger Buchmesse mit einer Million Euro aus dem Konjunkturprogramm „Neustart Kultur“, um die Folgen aus der Corona-Krise für die Branche abzumildern. Es ist geplant, die Mittel für die Förderung der Teilnahme von Ausstellern, für digitale Projekte und die Schaffung schutzdienender Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen für Aussteller und Besucher zu verwenden.

Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe: „Zum einen besitzt für uns die Gesundheit unserer Austeller und Besucher hohe Priorität. Dem tragen wir Rechnung mit der passgenauen Umsetzung unseres Hygienekonzeptes, dessen Genehmigung bereits vorliegt. Dazu schaffen wir als verlässlicher und kompetenter Partner der Buchbranche mit der neuen Terminsetzung flexible Rahmenbedingungen, damit die Leipziger Buchmesse 2021 erfolgreich und begeisternd stattfinden kann.“

Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse, erläutert: „Eine Leipziger Buchmesse im Mai gewährt uns mehr Flexibilität bei der Durchführung der Veranstaltung. Wir können im Hinblick auf die pandemische Situation zusätzlich das Außengelände nutzen und gewinnen mehr Möglichkeiten für das Lesefest Leipzig liest und die Manga-Comic-Con. Im Folgejahr soll die Leipziger Buchmesse wieder im März stattfinden.“

Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Aufsichtsratsvorsitzender der Leipziger Messe GmbH: „Wir freuen uns darauf, alle Bücherfans und Kulturinteressierten im Mai 2021 in Leipzig begrüßen zu dürfen. Der neue Termin ist auch ein gutes Signal für Touristik, Hotellerie und Gastronomie in Leipzig. Denn gerade nach der sehr bedauerlichen Absage in diesem Jahr sind die kommende Leipziger Buchmesse und Leipzig liest umso wichtiger für die Stadt und die Region. Wir werden ein großartiges Lesefest feiern.“

Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des deutschen Buchhandels: „Die Entscheidung der Leipziger Buchmesse, die Möglichkeit einer Verschiebung in den Mai 2021 zu nutzen, kann ich gut nachvollziehen. Sie ist für die Branche eine Chance.“

Das Format der Leipziger Buchmesse 2021 wird jetzt schrittweise verfeinert. Weitere Informationen, die sich aus der Terminverschiebung und der Anpassung des Konzepts ergeben, erhalten die Aussteller Ende September.

Über die Leipziger Buchmesse

Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche und versteht sich als Messe für Leser, Autoren und Verlage. Sie präsentiert die Neuerscheinungen des Frühjahrs, aktuelle Themen und Trends und zeigt neben junger deutschsprachiger Literatur auch Neues aus Mittel- und Osteuropa. Durch die einzigartige Verbindung von Messe und Leipzig liest – dem größten europäischen Lesefest – hat sich die Buchmesse zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Im Verbund mit der Leipziger Buchmesse öffnet die Manga-Comic-Con (MCC). Parallel dazu findet die 26. Leipziger Antiquariatsmesse statt.

 

Eine Pressemitteilung der Leipziger Buchmesse
www.leipziger-buchmesse.de

Preisträger für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest!

Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse wird seit 2005 vergeben und ehrt herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung.

Die Preisträger für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest!

  • Kategorie Belletristik: Lutz Seiler: „Stern 111“
  • Kategorie Sachbuch/Essayistik: Bettina Hitzer: „Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts“
  • Kategorie Übersetzung: Pieke Biermann: übersetzte aus dem amerikanischen Englisch: „Oreo“ von Fran Ross

Alles über die Preisträger und die Begründungen der Jury

Die siebenköpfige Jury setzt sich aus deutschen Journalisten und Literaturkritikern zusammen.

Unterstützt wird der Preis der Leipziger Buchmesse vom Freistaat Sachsen und der Stadt Leipzig. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB), Medienpartner ist das Magazin buchjournal und Deutschlandfunk Kultur.

Leipziger Buchmesse 2020 abgesagt

Die Leipziger Buchmesse 2020 (12.–15. März) sowie die Manga-Comic-Con und das Lesefest Leipzig werden nicht stattfinden, wie heute bekanntgeben wurde. Angesichts der momentan geltenden Gesundheitsauflagen für Großveranstaltungen sahen sich die Stadt Leipzig und die Leipziger Messe zu diesem Schritt gezwungen.

Die ausführliche Erklärung der Leipziger Buchmesse und des Messemanagements sowie FAQs finden Sie hier: https://www.leipziger-buchmesse.de/absage/