Das war die 17. Wiener Kriminacht in den Kaffeehäusern

Beste Stimmung herrschte bei den Gästen der schon längst traditionellen Feier des Kriminalromans in den Kaffeehäusern Wiens. Das abwechslungsreiche Programm umfasste Krimineulinge wie Drehbuchschreiber Uli Brée (Vorstadtweiber) und „Veteranen“ wie Andreas Pittler, Eva Rossmann, Stefan Slupetzky, Claudia Rossbacher, Beate Maxian oder Manfred Rebhandl, die von Beginn an bei (fast) jeder Kriminacht dabei waren.

Auch beinahe alle Traditionscafés wie Hummel, Frauenhuber, Korb, Landtmann, Museum, Ministerium, Westend, Schwarzenberg, Sluka, Goldegg, Ritter oder Weimar waren mit an Bord. Zusätzlich gabt es aber auch einige Gastlocations wie ein DDSG-Schiff, der 48er-Tandler oder die Aufbahrungshalle am Simmeringer Zentralfriedhof. Im Admiralkino wurde der Film „Aufzeichnungen aus der Unterwelt“ von Tizza Covi und Rainer Frimmel gezeigt – eingeleitet von Burgtheaterstar Robert Reinagl. In der Hauptbücherei unterhielt der griechische Bestsellerautor Petros Markaris („Das Lied des Geldes“) seine zahlreichen Fans.

Leo-Perutz-Preis

Beim Kriminacht-Auftakt wurde im Hotel Imperial auch der vom Hauptverband des österreichischen Buchhandels und der Stadt Wien gestiftete und mit 5.000 Euro dotierte Leo-Perutz-Preis vergeben. Die Siegerin Anne Goldmann war allerdings verhindert. Leonie Pürmayr von Goldmanns Verlag (Argument) nahm für sie den Preis entgegen. Anne Goldmann schreibt schon seit 2011 Kriminalromane. Sie arbeitete als Sozialarbeiterin unter anderem in einer Justizanstalt und betreute 26 Jahre lang hauptberuflich Straffällige in der Zeit nach der Haft. Im Siegerroman „Alle kleinen Tiere“ gerät eine Frau nach einem blöden Missverständnis in der Psychiatrie. Die Laudatio für sie hielt Ursula Poznanski, die Leo-Perutz-Preisträgerin 2020. Nominiert waren neben Anne Goldmann auch Sabina Naber, Sabine Kunz, René Anour und Reinhard Gnettner.

Zum Andenken an den 2012 verstorbenen oftmaligen Kriminacht-Gast Ernst Hinterberger, der heuer seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte, verschenkte das Kriminacht-Team ausgewählte Trautmann-Krimis an Besucher.

Die Kriminacht

Die Kriminacht wird vom Echo-Medienhaus veranstaltet, das auch für andere beliebte Literaturevents wie u.a. „EineStadt.EinBuch.“, „Rund um die Burg“, „Vorlesetag“ und „Kinderlesefest“ verantwortlich zeichnet.
Die Kriminacht dankt seinen Unterstützern wie der Wirtschaftskammer Wien und der Stadt Wien.
www.kriminacht.at

 

Presseaussendung echo medienhaus

Anne Goldmann gewinnt mit „Alle kleinen Tiere“ den Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur 2021

Der zwölfte Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur wurde am 12. Oktober im Rahmen des Autor*innenempfangs der Kriminacht im Wiener Kaffeehaus im Hotel Imperial an Anne Goldmann verliehen. Die diesjährige Preisträgerin wurde für ihren Kriminalroman „Alle kleinen Tiere“ (Argument Verlag) ausgezeichnet.

Der mit 5.000 Euro dotierte Literaturpreis wurde von Sylvia Fassl-Vogler, Stadt Wien Kultur und Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, überreicht. Der Leo-Perutz-Preis wird gemeinsam von der Stadt Wien Kultur und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gestiftet und mit freundlicher Unterstützung der Bestattung Wien ausgerichtet.

Auf der Shortlist für den Leo-Perutz-Preis 2021 waren insgesamt fünf Werke zu finden: Neben Anne Goldmann waren auch René Anour mit „Die Totenärztin: Wiener Blut“ (Rowohlt Verlag), Reinhard Gnettner mit „Nur der Tod ist unsterblich“ (Carl Ueberreuter Verlag), Sabine Kunz mit „Die Saubermacherin“ (Gmeiner Verlag) und Sabina Naber mit „Leopoldstadt“ (Emons Verlag).

Die Laudatio hielt Ursula Poznanski, die Leo-Perutz-Preisträgerin 2020. Im Anschluss lasen alle Nominierten an unterschiedlichen Locations der Kriminacht im Wiener Kaffeehaus.

Die Autorin

Anne Goldmann, geboren 1961 in Österreich, wuchs in einer Großfamilie auf dem Land auf. Sie jobbte als Kellnerin, Küchenhilfe und Zimmermädchen, um sich die Ausbildung zur Sozialarbeiterin zu finanzieren. Einige Zeit arbeitete sie in einer Justizanstalt, betreute dann 26 Jahre lang hauptberuflich Straffällige nach der Haft. Anne Goldmann begann früh zu schreiben, gewann zwei Literaturwettbewerbe, veröffentlichte ein paar Texte, verwarf dann alles für lange Zeit und entdeckte erst viel später das Schreiben wieder neu. „Alle kleinen Tiere“ ist ihr fünftes Buch. Anne Goldmann lebt und arbeitet in Wien.

Aus der Begründung der Jury

„Anne Goldmann führt uns eine Reihe von Außenseitern vor – und lässt die „großen Tiere“ auf sie los. In diesem Fall sind es Immobilienhaie, die Grundstücke aufkaufen um etwas zu „entwickeln“. Aber es gerät Sand ins Getriebe; ein paar von den „kleinen Tieren“ spielen nicht mit, sosehr man ihnen auch mit Geldscheinen vor der Nase wedelt oder mit Einschüchterung arbeitet. Sie wollen ihr Zuhause nicht aufgeben. Goldmann bleibt dabei ganz unsentimental; auch die Unterprivilegierten sind noch lange nicht deshalb moralisch erhaben, weil man auf ihnen herumtrampelt und sie bedroht. Terror herrscht aber auch im Haifischbecken. Auch dort werden Hierarchien mit Zähnen und Klauen verteidigt. Marisa, die Anfängerin im Büro wird zur Zielscheibe für Spott und Sexismus, da muss sie eben durch. Muss sie wirklich?
Man spürt, dass dieser Krimi von jemandem mit viel Lebenserfahrung geschrieben wurde. Goldmann hat nach einer langen Pause erst spät wieder zu schreiben begonnen. „Sie arbeitete unter anderem in einer Justizanstalt und betreute 26 Jahre lang hauptberuflich Straffällige in der Zeit nach der Haft“, steht in ihrer Biografie. Ihre besondere Art von Empathie für die „kleinen Tiere“ hat sie sich erhalten; das kann nicht immer leicht gewesen sein, aber Licht in eine kalte Welt voller Selbstoptimierer zu bringen ist notwendiger denn je.“

Die Jury

Die Jury 2021 besteht aus Jury-Sprecherin Sylvia Fassl-Vogler (Stadt Wien Kultur), Susanne Remmer (HVB, Buchhandlung Franz LEO & Comp.), Ursula Poznanski (Leo-Perutz-Preisträgerin 2020), Elisabeth Schippel (Buchhandlung Krimisalon), Nina Lämmermayer (Bestattung Wien) und Ingeborg Sperl (Der Standard).

Der Preis

Mit dem Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur, der jährlich vergeben wird, werden Krimis ausgezeichnet, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen.

Bisherige Preisträger*innen

Im Vorjahr ging der Preis an Ursula Poznanski für ihren Kriminalroman „Vanitas – Grau wie Asche“ (Droemer-Knaur). Die weiteren Preisträger*innen der letzten Jahre: 2019 Alex Beer mit „Der dunkle Bote“ (Limes Verlag), 2018 Fritz Lehner mit „Nitro“ (Seifert Verlag), 2017 Alex Beer mit „Der zweite Reiter“ (Limes Verlag). 2016 Andreas Gruber mit „Racheherbst“ (Goldmann Verlag), 2015 Theresa Prammer mit „Wiener Totenlieder“ (Marion von Schröder Verlag) und 2014 Eva Rossmann mit „Männerfallen“ (Folio Verlag).

 

Presseinfo Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Die Kriminacht im Wiener Kaffeehaus am 12. Oktober 2021

Autorinnen und Autoren lesen live in vielen Kaffeehäusern und Sonderlocations. Und das in ganz Wien. Eintritt frei!

12. Oktober – Die Kriminacht im Kaffeehaus

Die beliebte Leistungsschau heimischer Krimischreiber – heuer im 17. Jahr – mit Gaststar Petros Markaris, einer Doppellesung auf einem DDSG-Schiff und einer Filmvorführung. Alle Veranstaltungen bei freiem Eintritt! 38 Autorinnen und Autoren lesen aus ihren Krimis.

Drehbuchschreiber Uli Brée (Vorstadtweiber) ist zum ersten Mal dabei, denn sein Krimidebüt „Du wirst mich töten“ über eine schwangere, junge Polizistin mit bedrückender Vergangenheit erscheint punktgenau zur Kriminacht. Brée wird im Hotel Beethoven lesen, das auch im Roman vorkommt. Andreas Pittler lässt in seinem neuen Thriller „Vienna Dschihad“ seinen Inspektor Glauber im Terrormilieu ermitteln. Constanze Scheib schickt in „Der Würger von Hietzing“ eine noble Villenbesitzerin auf Mörderjagd. Und Kabarettist & Autor Dieter Chmelar wird mit Erwin Steinhauer über den „Polt“ des Alfred Komarek reden, den der Schauspieler in 6 ORF-Verfilmungen spielen durfte.
Abwechslungsreiche Nervenkitzel sind also garantiert! Insgesamt 30 Wiener Kaffeehäuser sowie Hotelcafés und -bars sind diesmal dabei. Zusätzlich gibt es aber auch noch zahlreiche Gastlocations.

DDSG-Schiff am Schwedenplatz & Co.

Krimifans, die abseits der Kaffeehäuser Spannung erleben wollen, können etwa in die Hauptbücherei kommen, wo heuer der griechische Bestsellerautor Petros Markaris („Das Lied des Geldes“) lesen wird. Oder zum 48er-Tandler, dem Wiener Altwarenmarkt in der Siebenbrunnenfeldgasse, wo Manfred Rebhandl für Freunde deftiger Krimikost auftreten wird. Und im DDSG-Schiff, Anlegestelle Schwedenplatz, lesen die Bestsellerautorin Alex Beer aus „Der letzte Tod“, wo der inzwischen bekannte Kommissar Emmerich im Wien des Jahres 1922 ermittelt, und Stefan Kutzenberger, in dessen Roman „Jokerman“ ein melancholischer Dylan-Fan die Welt retten soll.

Wie wandlungsfähig das Genre Krimi ist, beweist Gerhard Loibelsberger, der in „Micky Cola“ die Story eines als Phantom wahrgenommenen Songwriters beschreibt. Gespenstisch sozusagen, weshalb Loibelsberger diesmal in Simmering in der Aufbahrungshalle 2 am Zentralfriedhof lesen wird. Und in der Bezirksvorstehung Liesing stimmt Bastian Zach seine mortalen „Donaumelodien“ an.

Leo-Perutz-Preis

Sabina Naber, Sabine Kunz, René Anour, Anne Goldmann und Reinhard Gnettner stehen mit ihren Krimis auf der Shortlist zum Leo-Perutz-Preis, der im Rahmen der Kriminacht im Hotel Imperial vergeben wird. Selbstverständlich haben alle Nominierten eine Lesung in einem Kaffeehaus. Und ebenso selbstverständlich sind auch die Publikumslieblinge vorangegangener Kriminächte (heuer schon die 17. ihrer Art!) wie Christian Klinger, Eva Rossmann, Claudia Rossbacher, Edith Kneifl, Theresa Prammer, oder Stefan Slupetzky wieder dabei.

Film-Extra

Im Admiralkino gibt es bei freiem Eintritt eine Sondervorführung des Films „Aufzeichnungen aus der Unterwelt“ von Tizza Covi und Rainer Frimmel. Mitten im Geschehen stehen der Wienerlied-Sänger Kurt Girk und sein legendärer Freund Alois Schmutzer. Beide müssen ihre Nähe zum illegalen Kartenspiel „Stoß“ nach einem umstrittenen Prozess mit langen Haftstrafen büßen. Die Einleitung dazu hält Burgtheaterstar Robert Reinagl. (Reservierungen unter admiralkino.at)

Zum Andenken an den 2012 verstorbenen oftmaligen Kriminacht-Gast Ernst Hinterberger, der heuer seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte, verschenkt das Kriminacht-Team ausgewählte Trautmann-Krimis an Besucher.

Die Kriminacht wird vom Echo-Medienhaus veranstaltet, das auch für andere beliebte Literaturevents wie u.a. „EineStadt.EinBuch.“, „Rund um die Burg“, „Vorlesetag“ und „Kinderlesefest“ verantwortlich zeichnet.
Die Kriminacht dankt seinen Unterstützern wie der Wirtschaftskammer Wien und der Stadt Wien.

Alle Termine & Gäste: www.kriminacht.at

 

Presseaussendung Echo Medienhaus

Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2021 – Fünf mal Nervenkitzel!

Die Shortlist für den Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2021 steht fest. Der Preis wird von der Stadt Wien Kultur und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels heuer bereits zum zwölften Mal gemeinsam ausgerichtet. Die Stadt Wien Kultur stiftet dabei das Preisgeld in der Höhe von 5.000 Euro.

Folgende Titel sind nominiert:

  • René Anour – Die Totenärztin: Wiener Blut, Rowohlt Verlag
  • Reinhard Gnettner – Nur der Tod ist unsterblich, Carl Ueberreuter Verlag
  • Anne Goldmann – Alle kleinen Tiere, Argument Verlag
  • Sabine Kunz – Die Saubermacherin, Gmeiner-Verlag
  • Sabina Naber – Leopoldstadt, Emons Verlag

Die Preisverleihung

Welches Werk den Preis tatsächlich gewinnt, wird am 12. Oktober im Rahmen eines Autor*innenempfangs der Kriminacht im Wiener Kaffeehaus bekanntgegeben. Anschließend werden alle nominierten Autor*innen in verschiedenen Wiener Kaffeehäusern bei freiem Eintritt aus ihren Werken lesen. Alle Informationen zur Kriminacht finden Sie unter: kriminacht.at

Die Jury

Die Jury 2021 besteht aus Jury-Sprecherin Sylvia Fassl-Vogler (Stadt Wien Kultur), Susanne Remmer (HVB, Buchhandlung Franz LEO & Comp.), Ursula Poznanski (Leo-Perutz-Preisträgerin 2020), Elisabeth Schippel (Buchhandlung Krimisalon), Nina Lämmermayer (Bestattung Wien) und Ingeborg Sperl (Der Standard).

Der Preis

Mit dem Leo-Perutz-Preis, der jährlich vergeben wird, sollen Krimis ausgezeichnet werden, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen.

Im Vorjahr ging der Preis an Ursula Poznanski für ihren Kriminalroman Vanitas – Grau wie Asche (Droemer-Knaur). Die weiteren Preisträger*innen der letzten Jahre: 2019 Alex Beer mit Der dunkle Bote (Limes Verlag), 2018 Fritz Lehner mit Nitro (Seifert Verlag), 2017 Alex Beer mit Der zweite Reiter (Limes Verlag). 2016 Andreas Gruber mit Racheherbst (Goldmann Verlag), 2015 Theresa Prammer mit Wiener Totenlieder (Marion von Schröder Verlag) und 2014 Eva Rossmann mit Männerfallen (Folio Verlag).

Der Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur wird mit freundlicher Unterstützung der Bestattung Wien vergeben.

 

Presseaussendung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

 

Ausschreibung: Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur 2021

Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) und die Stadt Wien Kultur laden herzlich zur Teilnahme am Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur ein. Der Preis zeichnet Kriminalromane aus, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und müssen einen Wienbezug aufweisen.

Die Stadt Wien Kultur stiftet das Preisgeld in der Höhe von 5.000€. Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenlos.
Die Entscheidung über die Auszeichnungen des Leo-Perutz-Preises für Wiener Kriminalliteratur trifft eine unabhängige Fachjury.

Ausgezeichnet werden Kriminalromane mit:

  • gehaltvollem literarischen Anspruch im Sinne des namensgebenden Autors Leo Perutz
  • Wienbezug (Schauplatz des literarischen Werkes)
  • wenn möglich innovativem Charakter

Einreichberechtigt sind alle Kriminalromane, die zwischen dem 1. Juli 2020 und dem 30. Juni 2021 erschienen sind oder erscheinen werden.

Termine

Ende der Einreichfrist: 31. März 2021
Shortlist: 1. Juli 2021
Bekanntgabe des Siegertitels und Preisverleihung im Rahmen der Kriminacht im Wiener Kaffeehaus im Oktober 2021

Anmeldungen

sind ausschließlich online möglich. Hier finden Sie das Anmeldeformular.
Details zur Ausschreibung finden unter www.buecher.at/leo-perutz-preis/.

Die Durchführung des Leo-Perutz-Preises erfolgt mit freundlicher Unterstützung der Bestattung Wien.

 

Eine Presseinformation des Hauptverband des Österreichischen Buchhandels
www.hbv.at

Ursula Poznanski gewinnt Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur 2020

Der elfte Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur wurde am 6. Oktober im Rahmen des AutorInnenempfang der Kriminacht im Wiener Kaffeehaus im Hotel Imperial an Ursula Poznanski verliehen. Die diesjährige Preisträgerin wurde für ihren Kriminalroman „Vanitas – Grau wie Asche“ (Droemer-Knaur) ausgezeichnet.

Der mit 5.000 Euro dotierte Literaturpreis wurde von Sylvia Fassl-Vogler, Stadt Wien Kultur, Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, und Jürgen Sild, Geschäftsführer der Bestattung Wien, überreicht. Der Leo-Perutz-Preis wird gemeinsam von der Stadt Wien Kultur und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gestiftet und mit freundlicher Unterstützung der Bestattung Wien ausgerichtet.

Auf der Shortlist für den Leo-Perutz-Preis 2020 waren insgesamt fünf Werke zu finden: Neben Ursula Poznanski waren auch Johann Allacher mit „Wiener Blues“ (Emons Verlag), El Awadalla mit „Zu viele Putzfrauen“ (Milena Verlag), Stefan Slupetzky mit „Im Netz des Lemming“ (Haymon Verlag) und Bastian Zach mit „Donaumelodien – Praterblut“ (Gmeiner Verlag).

Die Laudatio hielt Alex Beer, die Leo-Perutz-Preisträgerin 2019. Im Anschluss lasen alle Nominierten an unterschiedlichen Locations der Kriminacht im Wiener Kaffeehaus.

Die Autorin

Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, wo sie mit ihrer Familie auch heute lebt. Die ehemalige Medizin-Journalistin ist eine der erfolgreichsten Autorinnen deutscher Sprache: Mit ihren Jugendbüchern (zuletzt „Erebos 2“) steht sie Jahr für Jahr ganz oben auf den Bestsellerlisten, ihre Thriller für Erwachsene erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit. „Vanitas – Grau wie Asche“ ist der zweite Teil ihrer Serie um eine Blumenhändlerin mit dunkler Vergangenheit.

Aus der Begründung der Jury

„Die Wehrhaftigkeit ihrer Frauenfigur gehört zu den Dingen, die die Jury an „Vanitas – Grau wie Asche“ am meisten beeindruckten. Ursula Poznanski mag keine Bücher, in denen das Frauenbild aus den 1950er Jahren stammt. Das merkt man. Carolin Bauer ist überaus vielschichtig – intelligent, schlagkräftig und paranoid; in einem ständigen inneren Wettstreit, wie viel Gewalt sie ihrem Gewissen zumuten kann. Sie ist gleichermaßen gut wie böse, sympathisch wie irritierend, verletzlich wie aggressiv. Damit steht sie an der Spitze des Krimi-Zeitgeistes, denn der liebt derzeit nichts so sehr wie gefährliche Frauen.
Poznanski bleibt in „Vanitas – Grau wie Asche“ auch ihrem literarischen Motto treu, aktuelle Themen aufzugreifen. Das gelingt ihr hier gleich in mehrfacher Hinsicht: einerseits, indem sie eine „Hassfigur“ der modernen Gesellschaft vor den Vorhang holt, die verhüllte Frau. Und damit auch so ganz nebenbei aufzeigt, welche Stärken in scheinbaren Schwächen stecken; zum anderen, indem sie sich des Themas Missbrauch in Kinderheimen annimmt. Eine allzu große Vielfalt von Handlungssträngen funktioniert nicht immer, in „Vanitas – Grau wie Asche“ entwickelt sich allerdings einer schlüssig aus dem anderen. Die Gewinner sind die LeserInnen. Sie werden bis zum Ende überrascht. Und das in einer dichten und flotten Sprache, in der Platz für die eine oder andere Prise dunkelschwarzen Humors ist.“

Die Jury

2020 setzt sich die Jury aus Jury-Sprecherin Sylvia Fassl-Vogler (Stadt Wien Kultur), Oliver Hartlieb (Vorstandsmitglied des Österreichischen Buchhändlerverbandes), Alex Beer (Krimiautorin und Leo-Perutz-Preisträgerin 2019), Elisabeth Schippel (Buchhandlung Krimisalon), Nina Lämmermayer (Bestattung Wien) und der Journalistin Doris Kraus (Die Presse am Sonntag) zusammen.

Der Preis

Mit dem Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur, der jährlich vergeben wird, werden Krimis ausgezeichnet, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen.

Bisherige PreisträgerInnen

Im Vorjahr ging der Preis an Alex Beer für ihren Kriminalroman „Der dunkle Bote“ (Limes). Die weiteren PreisträgerInnen sind: 2018 Fritz Lehner mit „NITRO“ (Seifert Verlag), 2017 Alex Beer mit „Der zweite Reiter“, 2016 Andreas Gruber mit „Racheherbst“ (Goldmann), 2015 Theresa Prammer mit „Wiener Totenlieder“ (Marion von Schröder Verlag), 2014 Eva Rossmann mit „Männerfallen“ (Folio Verlag), 2013 Thomas Raab mit „Der Metzger kommt ins Paradies“ (Droemer Verlag), 2012 Manfred Rebhandl mit „Das Schwert des Ostens“ (Czernin Verlag), 2011 Lizl Stein/Georg Koytek mit „Der Posamentenhändler“ (Leykam) sowie 2010 Stefan Slupetzky mit „Lemmings Zorn“ (Rowohlt).

 

Eine Presseinformation des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels
www.hvb.at

Shortlist Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2020

Die Shortlist für den Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2020 steht fest. Der Preis wird von der Stadt Wien Kultur und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels heuer bereits zum elften Mal gemeinsam ausgerichtet. Die Stadt Wien Kultur stiftet dabei das Preisgeld in der Höhe von 5.000€.

Folgende Titel sind nominiert:

  • Johann Allacher – Wiener Blues (Emons Verlag)
  • El Awadalla – Zu viele Putzfrauen (Milena Verlag)
  • Ursula Poznanski – Vanitas – Grau wie Asche (Droemer Knaur)
  • Stefan Slupetzky – Im Netz des Lemming (Haymon Verlag)
  • Bastian Zach – Donaumelodien – Praterblut (Gmeiner Verlag)

Die Preisverleihung
Welches Werk den Preis tatsächlich gewinnt, wird am 6. Oktober im Rahmen eines AutorInnenempfangs der Kriminacht im Wiener Kaffeehaus bekanntgegeben. Anschließend werden alle nominierten AutorInnen in verschiedenen Wiener Kaffeehäusern bei freiem Eintritt aus ihren Werken lesen.
Alle Informationen zur Kriminacht finden Sie unter: kriminacht.at

Die Jury
Die Jury 2020 besteht aus Jury-Sprecherin Sylvia Fassl-Vogler (Kulturabteilung der Stadt Wien), Oliver Hartlieb (Vorstandsmitglied des Österreichischen Buchhändlerverbandes), Alex Beer (Krimiautorin und Leo-Perutz-Preisträger 2019), Elisabeth Schippel (Buchhandlung Krimisalon) und der Journalistin Doris Kraus (Die Presse am Sonntag).

Der Preis
Mit dem Leo-Perutz-Preis, der jährlich vergeben wird, sollen Krimis ausgezeichnet werden, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen.

Im Vorjahr ging der Preis an Alex Beer für ihren Kriminalroman Der dunkle Bote (Limes Verlag). Die weiteren PreisträgerInnen der letzten Jahre: 2018 Fritz Lehner mit Nitro (Seifert Verlag), 2017 Alex Beer mit Der zweite Reiter (Limes Verlag). 2016 Andreas Gruber mit Racheherbst (Goldmann Verlag), 2015 Theresa Prammer mit Wiener Totenlieder (Marion von Schröder Verlag) und 2014 Eva Rossmann mit Männerfallen (Folio Verlag).

Der Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur wird mit freundlicher Unterstützung der Bestattung Wien vergeben.

 

Eine Presseinformation des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels
www.hvb.at