Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2021: Zehn Bücher – zehn verschiedene Welten

Die mit € 6.000 dotierten Hauptpreise gehen heuer an Heinz Janisch, Michael Roher: „Jaguar Zebra Nerz. Ein Jahresbuch“, Tyrolia Verlag 2020; Franz Orghandl, Theresa Strozyk: „Der Katze ist es ganz egal“, Klett Kinderbuch 2020; Elisabeth Steinkellner, Anna Gusella: „Papierklavier“, Beltz & Gelberg 2020 und Linda Wolfsgruber: „Die kleine Waldfibel“, Kunstanstifter Verlag 2020.
In die Kollektion zum Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2021 wurden ausgewählt: Jens Rassmus: „Juhu, Letzter! Die neue Olympiade der Tiere“, Edition Nilpferd 2020; Raffaela Schöbitz: „Die grauen Riesen“, Luftschacht Verlag 2020; Rosemarie Eichinger, Thomas Kriebaum: „Das unheimliche Haus des Herrn Pasternak“, Luftschacht Verlag 2020; Leonora Leitl: „Held Hermann. Als ich Hitler im Garten vergrub“, Tyrolia Verlag 2020; Albert Wendt: „Tok-Tok im Eulengrund. Das Geheimnis der Vogelfrau“, Verlag Jungbrunnen 2020 und Ursula Poznanski: „Cryptos“, Loewe Verlag 2020.

„So vielfältig wie die Geschichten sind, die in diesen Büchern erzählt werden, so einfallsreich und bunt ist auch der Stil jener Kreativen, die sie erfunden und in Szene gesetzt haben. Durch unsere Auszeichnung soll ihnen Anerkennung und Wertschätzung zuteilwerden, die ihnen aufgrund ihrer herausragenden künstlerischen Arbeit gebührt,“ so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. „Aber auch den Verlagen, die diese wunderbaren Werke in die Buchhandlungen bringen, wird mit dem Preis für ihr Engagement und ihren Einsatz gedankt. Vergessen wir nicht: Lesen macht klug und stark – und nicht zu leugnen: glücklich! Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich zum Kinder- und Jugendbuchpreis des Jahres 2021 und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg.“

Der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis

Der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis ist ein Preis der Republik Österreich, der seit dem Jahr 1955 als Literaturpreis einmal jährlich für Bücher österreichischer Verlage und für Bücher österreichischer Künstler*innen verliehen wird. 2021 wurden insgesamt 58 Titel von 23 Verlagen eingereicht.

Herzlichen Dank an die diesjährige Jury: Mag.a Karin Haller, Institut für Jugendliteratur; Mag.a Magda Hassan, Buchhandlung Herder; Mag.a Veronika Kyral, Design Austria; Mag.a Barbara Mayer, Literaturhaus Mattersburg; Mag. Peter Rinnerthaler, Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur.

Um alle ausgezeichneten Bücher noch bekannter zu machen und Kinder und Jugendliche zum Lesen zu verführen, bietet der Österreichische Buchklub der Jugend allen Schulen bundesweit Bücherkoffer an, die Schüler*innen die Gelegenheit geben, sich mit den prämierten Büchern auseinanderzusetzen.

 

Eine Presseaussendung des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
www.bmkoes.gv.at

Kinder- und Jugendbuchpreise der Stadt Wien: Tyrolia Kinderbuch gleich zweimal ausgezeichnet

Die Preisträgerinnen und Preisträger der Kinder- und Jugendbuchpreise der Stadt Wien wurden bekannt gegeben. Dieses Jahr gehen zwei von vier möglichen Preisen an den Tyrolia Verlag:

  • Leonora Leitl wird für ihr philosophisches Bilderbuch „Einmal wirst du …“ ausgezeichnet.
  • Verena Hochleitner gewinnt den Illustrationspreis für ihr Kinderbuch „Die drei Räuberinnen“.

Die beiden weiteren Preise gehen an Bücher aus dem Verlag Jungbrunnen: „Nicht so das Bilderbuchmädchen“ von Agnes Ofner und „Leni, Schwein und der andere“ von Helga Bansch.

Die Dotierungen für die Auszeichnungen wurden 2019 von der Kulturabteilung der Stadt Wien erhöht: der Illustrationspreis ist mit 3.000 Euro dotiert, die drei anderen Kinder- und Jugendbuchpreise mit je 4.000 Euro.

Seit 1954 vergibt die Stadt Wien jährlich den Kinder- und Jugendbuchpreis, seit 1960 auch den Illustrationspreis für herausragende neuerschienene Kinder- und Jugendbücher österreichischer UrheberInnen, die in Wiener Verlagen publiziert wurden.

Die bisherigen PreisträgerInnen

Informationen zu den ausgezeichneten Künstlerinnen und ihren Büchern

Leonora Leitl | © Julia H. Hoffer

„Einmal wirst du …“
Jede der rund 30 Fragen ist eine Einladung, über das Leben, die eigenen Vorstellungen und Ideen nachzudenken. Sie umfassen dabei viele verschiedene Bereiche, können ganz allgemein-global gerichtet sein („Ist es eigentlich wichtig, welche Hautfarbe man hat?“), sich auf die Peergroup beziehen („Ist es gut, viele Freunde und Freundinnen zu haben?“) und auf die Familie („Haben Eltern ihre Kinder immer lieb?“) oder auch auf einen ganz persönlich („Wirst du dich einmal Hals über Kopf verlieben?“). Ein Buch zum Philosophieren, Reden und Lachen – voller Charme und Witz.

Leonora Leitl, geb. 1974. Meisterklasse für Grafik- und Kommunikationsdesign in Linz. Selbständige Illustratorin und Autorin. Seit vielen Jahren intensive Beschäftigung mit Kinderbuchillustration. Für ihre Werke wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet (u. a. 2020 mit dem Outstanding Artist Award und dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis für „Einmal wirst du ..:“). Lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Gramastetten im Mühlviertel. leonoraleitl.blogspot.com

„Die drei Räuberinnen“
Die sympathischste Räuberbande der Welt erklärt das Stiegenhaus zum Räuberwald. Auf der Suche nach allem, was im Beutesack verschwinden könnte, werden alle NachbarInnen abgeklappert und so manches Abenteuer erlebt. Verena Hochleitner wurde von den Erlebnissen in ihrem eigenen Mehrparteienhaus im 20. Wiener Gemeindebezirk inspiriert. Inzwischen ist auch ein Folgeband erschienen: „Die drei Ritterinnen“.

Verena Hochleitner | © privat

Verena Hochleitner, studierte Grafik Design an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Seit 2009 konzentriert sie sich auf das Illustrieren und Schreiben von Büchern, seit jüngerer Zeit auf das Bewegen ihrer Figuren (Stop-Motion-Animationsfilme). 2013 wurde sie mit dem Outstanding Artist Award für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. friederikegruenstich.blogspot.com

 

Eine Pressemeldung der
www.tyrolia-verlag.at

Staatssekretärin Mayer gibt Outstanding Artist Awards bekannt

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer hat heute die Preisträgerinnen und Preisträger der Outstanding Artist Awards 2020 bekanntgegeben.

„Wir befinden uns nach wie vor in einer sehr schwierigen und herausfordernden Zeit für alle Künstlerinnen und Künstler in Österreich. Die Preisträgerinnen und Preisträger der Outstanding Artist Awards zeigen aber, dass der Kunstbetrieb seine Arbeit nie eingestellt hat, nie die Zuversicht verloren hat“, so Mayer. „Gerade sie geben uns in dieser Krise gesellschaftliche Zielorientierungen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Auszeichnungen wie diese auch heuer, in dieser so schwierigen Phase, vergeben werden.“

2020 erfolgt die Vergabe der Outstanding Artist Awards in 14 Kategorien an folgenden Künstlerinnen und Künstler:

  • Christian Kosmas Mayer (Bildende Kunst)
  • Claudia Rohrauer (Künstlerische Fotografie)
  • Martin Feiersinger (Experimentelle Tendenzen in der Architektur)
  • Hanna Burkart (Experimentelles Design)
  • Margit Krammer (Karikatur und Comics)
  • Susanne Bisovsky (Modedesign)
  • Anna Witt (Medienkunst)
  • Sandra Wollner (Dokumentarfilm)
  • Antoinette Zwirchmayr (Experimentalfilm)
  • Klaus Lang (Musik)
  • Florentina Holzinger (Performance)
  • Gertraud Klemm (Literatur)
  • Leonora Leitl (Kinder- und Jugendliteratur)
  • Verein zur Förderung von Mixed-Abled Dance und Performance – MAD (Kulturinitiativen)

Die Outstanding Artist Awards werden jährlich an Künstlerinnen und Künstler der jüngeren und mittleren Generation für herausragende Leistungen vergeben. Generell werden Kreative ausgezeichnet, die bereits ein aussagekräftiges Oeuvre vorweisen können und deren Arbeiten von künstlerisch überregionaler Bedeutung sind. Die Preise sind jeweils mit EUR 10.000 dotiert. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch unabhängige Expertenjurys, eine Bewerbung ist nicht möglich.

Die feierliche Überreichung der Preise findet am 26. November 2020 im MuTh statt.

Christian Kosmas Mayer, Bildende Kunst

Geboren 1976 in Sigmaringen/Deutschland, lebt und arbeitet in Wien. Studien an der Hochschule der Bildenden Künste in Saarbrücken, an der Glasgow School of Art und an der Akademie der bildenden Künste Wien. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland sowie Stipendien und Auszeichnungen, u.a. Förderungspreis der Stadt Wien (2006) und Kardinal-König-Kunstpreis, Salzburg (2011). Christian Kosmas Mayer ist als Künstler zugleich auch ein Forscher, der sich mit historischen, zeit- und naturgeschichtlichen Themen ebenso auseinandersetzt wie mit jenen wissenschaftlichen Technologien, die unsere Vorstellungen von Geschichte, Natur und Zeitlichkeit mitbestimmen.

Claudia Rohrauer, Künstlerische Fotografie

Geboren 1984 in Wien, lebt und arbeitet als freie Künstlerin und Fotografin in Wien. Nach der Ausbildung an der Höheren Graphischen BLVA Wien (Fotografie und Audiovisuelle Medien) von 1998 bis 2003, studierte sie 2005/2006 bei Friedl Kubelka an der Schule für künstlerische Fotografie Wien. Von 2006 bis 2012 Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien (Kunst und Fotografie bei Matthias Herrmann, Video und Videoinstallation bei Dorit Margreiter). Fotografie interessiert Claudia Rohrauer sowohl als Kulturtechnik als auch als Werkzeug für die Produktion von Wissens- und Erfahrungsräumen. Ihre Arbeiten basieren auf einer reflexiven Herangehensweise an die Fotografie als Medium: Gekonnt verbindet sie hierbei konzeptuelle und experimentelle Strategien miteinander.

Martin Feiersinger, Experimentelle Tendenzen in der Architektur

Geboren 1961 in Brixlegg/Tirol, lebt und arbeitet in Wien. Architekturstudium an der Hochschule für angewandte Kunst Wien und an der Rice University Houston. Seit 1989 eigenes Architekturbüro in Wien. Zahlreiche Bauten, Ausstellungen und Auszeichnungen u.a. Förderpreis der Stadt Wien für Architektur (2000), Auszeichnung des Landes Tirol für Neues Bauen (2004). Fast immer kommt es bei Feiersinger zu Grenzüberschreitungen zwischen den Disziplinen Architektur, Kunst, Design und Forschung, wobei die Vermittlung seiner Interaktionen durch Ausstellungen, Führungen und Publikationen einen zentralen Stellenwert einnimmt.

Hanna Burkart, Experimentelles Design

Geboren 1989, lebt und arbeitet in Wien. Sie absolvierte an der Universität für angewandte Kunst Wien die Studien Industriedesign und ortsbezogene Kunst. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit konstruktiven Formen des Tuns und Nichts-Tuns auseinander, mit den Wechselwirkungen von Räumen und Verhalten, sowie den räumlichen und sozialen Aspekten alltäglicher Kulturtechniken, wie dem Gehen, dem Schlafen und dem Wohnen. In ihren Performances werden gewohnte und vermeintlich sichere Lebensbedingungen verlassen, um Möglichkeiten und Praktiken zu zeigen, die den eigenen und fremden Handlungsraum erweitern. Seit April 2016 lebt die Künstlerin ohne fixen Wohn- und Arbeitssitz. Neben der Entwicklung und Dokumentation einer zeitgemäßen nomadischen Lebensweise, dient das Schlafen und Wohnen als Praxis, um Räume und soziale Gegebenheiten besser kennen zu lernen und darauf aufbauend ortsbezogene Strategien und Projekte zu verwirklichen.

Margit Krammer, Karikatur und Comics

Geboren 1961 in Graz, lebt und arbeitet als Bildende Künstlerin, Cartoonistin und Illustratorin in Wien, bereichert durch Aufenthalte in der Weststeiermark. Studium der Bühnengestaltung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz, Praktikum in den Malerwerkstätten der Bühnen Graz und Assistenz im Schauspielhaus Graz 1988, 1986 und 1990 Besuch von Klassen für Cartoon, Illustration und Zeichnung an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg. Cartoons und Illustrationen für Tageszeitungen, Magazine und Verlage u. a. für Wiener Zeitung, Welt der Frau, Augustin, Kurier, Fe.mail, Der Standard, Kleine Zeitung, Verlag Veritas, Linz, Verlag Droschl, Graz sowie für Projekte im kulturellen und sozialen Bereich.

Susanne Bisovsky, Mode

Geboren 1968 in Linz, lebt und arbeitet in Wien. Studien an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Jean-Charles de Castelbajac, Vivienne Westwood und Helmut Lang. 1996 Gründung ihres eines eigenen Labels, das seit 2000 aus Susanne Bisovsky und Joseph Bonwit Gerger besteht. Von Wien aus wird „Wiener Chic“ in Form von Couture und Ready-to-wear produziert. Parallel dazu fertigt sie Entwürfe für internationale Modemarken wie z. B. Kathleen Madden oder Sportalm. Susanne Bisovsky entwirft auch Kostüme für internationale Theater- und Opernbühnen, weitere genreübergreifende Kooperationen gab es u.a. mit Swarovski, Lobmeyr, Backhausen sowie der Porzellanmanufaktur Augarten. Bisovskys Welt der Kleidung entfaltet sich zwischen Chic und Scham, Blasphemie und Unschuld. Die Modemacherin überarbeitet einzelne Teile über Jahre und stellt sie immer wieder in einen völlig neuen Kontext. Mit dieser Herangehensweise hat sie sich jenseits des Fashion-Mainstreams etabliert.

Anna Witt, Medienkunst

Geboren 1981 in Wasserburg/Deutschland, lebt und arbeitet in Wien. Zunächst Studien an der Akademie in München, ab 2005 an der Akademie der bildenden Künste in Wien (Performative Kunst und Bildhauerei bei Monika Bonvicini), Abschluss 2008. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland sowie Auszeichnungen wie z. B. 2015 Kunstpreis Europas Zukunft, 2012 Bayerischer Staatsförderpreis für Performance, 2008 Förderpreis Columbus Art Foundation und Pfann-Ohmann Preis. In ihren Videoinstallationen und partizipativen Inszenierungen widmet sich Anna Witt dem sozialen und politischen Miteinander ihrer Protagonistinnen und Protagonisten und lässt die Betrachtenden an deren zeitgenössischen Arbeits- und Lebenswelten teilhaben.

Sandra Wollner, Dokumentarfilm

Geboren 1983 in Leoben, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte zunächst Theater-, Film- und Medienwissenschaften und arbeitete parallel als Editorin und Regisseurin von Kurzfilmen und Kurzdokumentationen. Später leitete sie die Postproduktion einer Wiener Produktionsfirma, während sie an eigenfinanzierten Projekten arbeitete. Ab 2012 Studium der Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Nachdem sie für ihren ersten Langspielfilm „Das unmögliche Bild“ zahlreiche Preise erhalten hatte, wurde sie 2020 für ihren Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg „The Trouble with Being Born“ in der Berlinale-Sektion „Encounters“ mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet, bei der Diagonale in Graz wurde ihre Arbeit mit dem Thomas-Pluch-Drehbuchpreis – Spezialpreis gewürdigt.

Antoinette Zwirchmayr, Experimentalfilm

Geboren 1989 in Salzburg. Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien (Video und Videoinstallation) und Absolventin der Schule Friedl Kubelka. Ihre filmische Arbeit wurde national und international präsentiert u.a. auf Festivals wie der Berlinale, Festival de Cine de Sevilla, International Short Film Festival Oberhausen, Toronto International Film Festival, New Horizons Film Festival, Ann Arbor Film Festival und FID Marseille. Ihre Arbeiten wurden u.a. mit einer New York Residency, dem Startstipendium für Filmkunst, einem Jahresstipendium für Fotografie, dem Kodak Cinematic Vision Award (Ann Arbor), dem Diagonale-Preis für innovativen Film, dem Förderpreis des Salzburger Kunstvereins, dem Diagonale-Preis für den besten Kurzdokumentarfilm und dem Birgit-Jürgenssen-Preis ausgezeichnet.

Klaus Lang, Musik

Geboren 1971 in Graz, lebt als Komponist und Konzertorganist in Steirisch Laßnitz. Studium von Komposition, Musiktheorie und Orgel an der Musikhochschule in Graz u.a. bei Hermann Markus Preßl, Beat Furrer, Younghi Pagh Paan. Seit 2006 Professur an der Musikuniversität Graz. Seine Werke umfassen das gesamte Spektrum von Solostücken über Kammermusik bis hin zu Orchesterwerken. Er erhielt Kompositionsaufträge von zahlreichen renommierten Festivals für neue Musik. Ensembles wie das Klangforum Wien, das Arditti Quartett, das Ensemble die reihe aber auch die Chöre des WDR, des SWR und viele andere haben seine Werke aufgeführt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet seine Arbeit auf dem Gebiet des Musiktheaters u.a. Königin Ök, Die Perser, Fichten, Buch Asche. Beständig auf der Suche nach neuen Formen von Musiktheater verbindet Klaus Lang eine langjährige Zusammenarbeit mit der Bühnenbildnerin und Raumkünstlerin Claudia Doderer. Neben seiner Tätigkeit als Komponist veröffentlichte er bisher zahlreiche Artikel in Musikzeitschriften.

Florentina Holzinger, Darstellende Kunst

Geboren 1986 in Wien. Sie studierte Choreografie an der School for New Dance Development (SNDO) der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten. Ihr Solo-Abschlussstück „Silk“ gewann 2012 beim ImPulsTanz-Festival den Prix Jardin d’Europe. Seit 2011 tritt sie mit eigenen Produktionen auf, die von Soloprojekten bis zu Choreographien für größere Ensembles reichen. Holzingers Inszenierungen greifen teils Themen des klassischen Balletts auf, so z. B. „Apollon musagète“ (Igor Strawinsky, 1928) für „Apollon“ und „La Sylphide“ (Jean Schneitzhoeffer, 1832) für „Tanz“, die sie aber mit Elementen aus Akrobatik, Kampfsport, Stunts, Splatter und Sideshow zwischen Unterhaltung, Trash und Hochkultur positioniert. Für die Produktion „Apollon“ wurde sie 2018 für den Nestroypreis nominiert. Ihre Choreografie „Tanz“ wurde an das Berliner Theatertreffen 2020 eingeladen.

Gertraud Klemm, Literatur

Geboren 1971 in Wien, lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin und Schreibpädagogin in Pfaffstätten, Niederösterreich. Studium der Biologie an der Universität Wien, danach bis 2005 als hygienische Gutachterin bei der Stadt Wien. Sie erhielt zahlreiche Preise u. a. 2014 BKS-Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Preis und den Irseer Pegasus-Preis, den Harder Literaturpreis 2012, den Lise-Meitner-Literaturpreis 2011 sowie 2010 den Literaturpreis der Akademie Graz. Mit ihrem Roman „Aberland“ stand Gertraud Klemm 2015 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Zuletzt erschienen „Hippocampus“, Roman, Kremayr & Scheriau 2019, „Erbsenzählen“, Roman, Droschl 2017 und „Muttergehäuse“, Roman, Kremayr & Scheriau 2016.

Leonora Leitl, Kinder- und Jugendliteratur

Geboren 1974 in Ried im Innkreis, lebt und arbeitet als selbständige Illustratorin in Gramastetten im Mühlviertel. 1994 Meisterklasse für Grafik und Kommunikationsdesign in Linz, 2010 Teilnahme an Renate Habingers Sommerschule, 2012 Teilnahme an der Biennale der Illustration Zagreb, 2015 Ausstellung beim Next Comic Festival Linz und Teilnahme an der Biennale der Illustration Bratislava. Sie erhielt zahlreiche Preise u.a. 2018 Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien sowie den EMYS-Sachbuchpreis; 2016 den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis, 2014 den Romulus-Candea-Preis und 2013 den DIXI-Kinderliteratur-Preis. Zuletzt erschienen „Einmal wirst du …“, Tyrolia Verlag 2019, „Königin für eine Nacht“, Kunstanstifter Verlag 2019, „Susi Schimmel. Vom Verfaulen und Vergammeln“, Tyrolia Verlag 2018, „Das Glück ist ein Vogel“, Picus Verlag 2017, „Auf meinem Rücken wächst ein Garten“, Picus Verlag 2016.

MAD ­– Verein zur Förderung von Mixed-Abled Dance und Performance, Kulturinitiativen

Die MAD-Initiative ist aus dem Dance Ability Europa Gründungskongress hervorgegangen und wurde 2013 gegründet. MAD – Verein zur Förderung von Mixed-Abled Dance & Performance hat sich zur Aufgabe gemacht, eine nachhaltige gesellschaftspolitische Veränderung im künstlerischen Bereich zu initiieren, mitzutragen und zu begleiten. MAD ist ein Kunstprojekt, das sich im Kunst- und Kulturkontext entwickelt hat und einen Paradigmenwechsel in diesem Kontext initiieren, forcieren und etablieren möchte. Deshalb grenzt sich das MAD-Projekt klar gegen jede Art von helfendem, therapeutischem Zugang ab. Dem Verein ist es in den vergangenen Jahren gelungen, mit erfahrenen Künstlerinnen und Künstlern und etablierten Veranstaltungspartnern auf gleicher Augenhöhe (Mixed-Abled-Prinzip) zusammen zu arbeiten. Als größte österreichische Unternehmung im Bereich für zeitgenössischen „inklusiven“ Tanz, Performance und Theater hat der Verein ein absolutes Alleinstellungsmerkmal von österreichweiter Bedeutung und nimmt eine Vorreiterrolle ein.

 

Eine OTS-Meldung im Auftrag des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
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Bilderbücher „Na ja“ von Jutta Treiber und „Einmal wirst du …“ von Leonora Leitl erhalten das deutsche KIMI-Siegel für Vielfalt

Die Bilderbücher „Na ja“ von Jutta Treiber und „Einmal wirst du …“ von Leonora Leitl erhalten das deutsche KIMI-Siegel für Vielfalt. Am Freitag, dem 3. Juli 2020 werden alle PreisträgerInnen bei der virtuellen Siegelverleihung auf www.kimi-siegel.de veröffentlicht. Darunter auch das Bilderbuch „Na ja“ der bekannten burgenländischen Schriftstellerin Jutta Treiber und das Bilderbuch „Einmal wirst du …“ der Oberösterreicherin Leonora Leitl.

Prämiert werden Bücher, die „bunt und fröhlich, realistisch und fantasievoll, vor allem aber beiläufig vielfältig und ohne Klischees und Zuschreibungen aus der Welt von Kindern und Jugendlichen erzählen“, so die Begründung der aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bestehenden Jury.

Die Vielfaltskriterien umfassen u.a. Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Fluchterfahrungen, People of Color, inter- bzw. transkulturelle Lebenswirklichkeiten, Armutserfahrungen, Identifikationsmöglichkeiten für diverse Familienkonstellationen, Menschenrechte, Frauenrechte oder Erfahrungen mit Trauma, Krankheit und Tod.

Mainstream vs. Individualität: „ Na ja“
2019 wurde das zeitlos-geniale Bilderbuch „Na ja“ über Schönheit und Zu-sich-selber-Stehen vom Tyrolia Verlag neu aufgelegt. In Frühjahr 2020 erschien zudem die mehrsprachige Ausgabe. Erzählt wird die Geschichte vom Figurendoktor und dem Dreieck, das sich zu spitz, dem Kreis, der sich zu rund und dem Quadrat, das sich zu eckig fühlt. Kein Problem für den Figurendoktor: er nimmt hier was weg, saugt dort was ab, schnürt da was zusammen. Und schon sind sie alle gleich, die drei. Gleich schön, gleich-förmig, gleich-wertig?

Stereotype in Frage gestellt: „Einmal wirst du …“
Das Hinterfragen von Zuschreibungen und Klischees hat das 2019 erschienene Bilderbuch „Einmal wirst du …“ von Leonora Leitl zum Thema. So zeigt die Illustration zu „Wirst du dich einmal Hals über Kopf verlieben?“ höchst unterschiedliche Konstellationen in Bezug auf Alter, Geschlecht und Spezies. Fragen wie „Ist es eigentlich wichtig, welche Hautfarbe man hat?“ und „Gibt es wirklich Buben- und Mädchenfarben?“ wollen Kinder und Erwachsene ins Gespräch über Stereotype bringen. Dabei gibt die Autorin keine Antwort, sondern öffnet den Raum für Diskussionen. Das Buch wird dieses Jahr auch mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet.

KIMI-Siegel für 140 Bücher
Die Jury musste sich zwischen 370 eingereichten Büchern von mehr als 80 Verlagen in den Kategorien Bilderbuch, erzählendes Kinderbuch und Jugendbuch entscheiden. 140 Bücher werden das KIMI-Siegel für Vielfalt erhalten. Fast 40 weitere Bücher werden als KIMI-Longseller prämiert, da ihr Erscheinungsdatum nicht 2019 war. Knapp 40 Bücher erhalten das Prädikat “Positive Erwähnung”, um auf gelungene Aspekte des Buches aufmerksam machen zu können.

Aus dem Tyrolia-Verlag sind das:

Longseller

  • Martina Fuchs, Nini Spagl: Schau! Staunen mit allen Sinnen
  • Linda Wolfsgruber: wir
  • Tanja Fabsits: Der Goldfisch ist unschuldig
  • Sarah M. Orlovský: Tomaten mögen keinen Regen
  • Elisabeth Etz: Nach vorn

Positive Erwähnung

  • Sarah M. Orlovský, Birgit Antoni: Babybauch und Windelwunder
  • Leonora Leitl: Mama und das schwarze Loch
  • Melanie Laibl, Lili Richter: So ein Mist: Von Müll, Abfall und Co
  • Gabi Kreslehner: PaulPaulTom ans Meer

KIMI-Siegel für Vielfalt seit 2018
Dass sich die Vielfalt der Welt in Kinder- und Jugendbüchern oft nicht widerspiegelt, war der Grund, warum vom deutschen Verein Viel & Mehr, das KIMI-Siegel ins Leben gerufen wurde. Denn was passiert mit Kindern, die regelmäßig feststellen müssen, dass sie in Kinder- und Jugendgeschichten nicht vorkommen? Welche Rolle spielen die Geschichten in Kinderbuchwelten für die Identitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen? Und was passiert, wenn man immer und immer wieder unsichtbar bleibt?

Eine Jury aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unter dem Vorsitz von Spracheilpädagogin, Erziehungs- und Sprachwissenschaftlerin Sandra Niebuhr Siebert, Leiterin des Studiengangs Sprachpädagogik und Erzählende Künste in Sozialer Arbeit an der Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam, überprüft Neuerscheinungen auf Vielfaltskriterien. Die Forderung dahinter: Die Kinder- und Jugendbuchliteratur muss in der heutigen Realität ankommen – und wirklich allen Kindern und Jugendlichen gute und spannende Geschichten präsentieren, mit denen sie sich identifizieren können.

Nähere Informationen zum KIMI-Siegel: www.kimi-siegel.de

 

Eine Pressemitteilung des Tyrolia Verlags
www.tyroliaverlag.at

Staatssekretärin Lunacek vergibt Literaturpreise 2020

Literaturpreise 2020 des BMKÖS gehen an Drago Jancar, Gertraud Klemm, Kathrin Röggla, Leonora Leitl, Renate Habinger und Thomas Macho.

„Wir leben gerade in einer für uns alle sehr herausfordernden Zeit. Dennoch möchte ich heute unsere diesjährigen Literaturpreisträgerinnen und -träger bekannt geben, die Ende Februar von unseren Expertinnen und Experten in den Jurys nominiert worden sind. Bücher geben uns die Möglichkeit innezuhalten und Abstand zu gewinnen. Bücher – und sie werden von vielen Buchhandlungen auch nach Hause geliefert – helfen uns zu reflektieren, zu lernen und Hoffnung zu schöpfen. Sie entführen uns in andere Zeiten und an unbekannte Orte. Sie zeigen uns Menschen, und was diese erfahren, erleben, fühlen und denken. Und oft legen sie Einspruch ein – gegen kleine und große Übel, gegen Ignoranz und Überheblichkeit, gegen Unrecht und Unmenschlichkeit,“ so Staatssekretärin für Kunst und Kultur Ulrike Lunacek.

Der slowenische Romancier, Erzähler und Essayist Drago Jancar wird mit dem Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur ausgezeichnet. Der Outstanding Artist Award für Literatur geht an Gertraud Klemm. Der Österreichische Kunstpreis für Literatur wird Kathrin Röggla zuerkannt. In der Kinder- und Jugendliteratur gehen die Preise an die Illustratorinnen und Autorinnen Leonora Leitl und Renate Habinger. Den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik erhält Thomas Macho.

„Ich gratuliere den Autorinnen und Autoren sowie den beiden Illustratorinnen herzlich zu den Auszeichnungen. Sobald es wieder möglich sein wird, Veranstaltungen abzuhalten, werden wir mit den Planungen für die Verleihungen beginnen, damit wir dann mit den Literaturbegeisterten unseres Landes diese wunderbaren Künstlerinnen und Künstler feiern können,“ so Lunacek.

Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur

Mit Drago Jancar wird ein Schriftsteller mit dem Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur geehrt, dessen Werk bezeugt: ohne Widerspruch, ohne Widerrede bleibt jedes Bild unvollständig und in der Tendenz totalitär. Drago Jancars vielgestaltiges Werk ist durchdrungen von einer „Offenheit voller Zweifel“. Drago Jancar schreibt seit jeher im Bemühen darum, Simplifizierungen als etwas kenntlich zu machen,das letztlich auf die Vernichtung der Menschlichkeit hinausläuft.

„Am Einzelnen die Verwerfungen unserer Geschichte eindringlich nachvollziehbar zu machen: darin liegt eine der großen Stärken seiner Literatur“, so die Jury-Begründung.

Der Preis wird jährlich für das literarische Gesamtwerk einer europäischen Autorin bzw. eines europäischen Autors verliehen, das international besondere Beachtung gefunden hat. Dotation: 25.000 Euro. Jurymitglieder: Mag. Dr. Katja Gasser, Mag. Cornelius Hell, Dr. Alexander Potyka, Dr. Martina Schmidt, Anne-Catherine Simon

Outstanding Artist Award für Literatur

Gertraud Klemm gelang es in bislang fünf, in rascher Abfolge seit 2015 erschienen Romanen, Feminismus nicht nur zu propagieren, sondern auch literarisch erfolgreich umzusetzen. Gertraud Klemm versteht es nicht nur, ständig sich verändernde, „neue“ Fragestellungen einer Gesellschaft des permanenten Wandels in ihre Texte zu integrieren, sie erinnert auch auf unmissverständlicher Weise an die Aktualität „alter“ Themen: zentral ist dabei noch immer die Forderung nach der Gleichberechtigung von Frauen, die mittlerweile allzu gerne als „selbstverständlich“ abgetan wird.

„Gertraud Klemm ruft mit ihren Büchern vor allem in Erinnerung, dass alles Schreiben über jenen utopischen Kern verfügen muss, der einmal folgendermaßen definiert wurde: ‚Keine neue Welt ohne neue Sprache!“, so die Jury.

Der Preis wird jährlich an eine Autorin bzw. einen Autor der jüngeren oder mittleren Generation vergeben, die/der bereits wichtige literarische Veröffentlichungen vorweisen kann, und ist mit 10.000 Euro dotiert. Jurymitglieder: Dr. Bernhard Fetz, Erich Klein, Barbara Neuwirth

Österreichische Kunstpreis für Literatur

Kathrin Röggla hat sich in den vergangenen Jahren als eine der innovativsten und relevantesten Stimmen der gesamten deutschsprachigen Literatur ihrer Generation etablieren können, wovon nicht nur zahlreiche Preise zeugen, sondern auch eine inzwischen beachtliche Intensität an literaturwissenschaftlicher Rezeption. Ihr vielfältiges, konventionelle Gattungsgrenzen überschreitendes Schreiben deckt ein auffällig breites Spektrum ab: Prosatext und Theater, Essayistik, Hörspiel und zuletzt die multimediale Installation.

„Schon seit ihren Anfängen widmet sich Röggla der Darstellung, Analyse und Kritik der Gegenwartsgesellschaft, des neoliberalen Ausnahmezustands und seinen sozialen wiesprachlichen Verwerfungen. Gerade diese doppelte Optik zeichnet ihr literarisches Œuvre aus“, so die Jury.

Der Preis wird jährlich für das literarische Gesamtwerk einer österreichischen Autorin bzw. eines österreichischen Autors vergeben und ist mit 15.000 Euro dotiert. Jurymitglieder: Dr. Maja Haderlap, Dr. Daniela Strigl, Univ.-Prof. Dr. Norbert Christian Wolf

Outstanding Artist Award für Kinder- und Jugendliteratur

Die bisherigen Arbeiten von Leonora Leitl im Bereich der Kinderliteratur sind geprägt durch große Vielfalt. Das betrifft sowohl das Genreangebot, das vom Sagenbuch über das erzählende Sachbuch und das Bilderbuch zum philosophischen Fragebuch reicht, als auch die dafür genutzten illustratorischen Stile und Techniken.

„Leonora Leitl stellt scheinbar naive Figurengestaltungen in kräftiger Farbigkeit in den Vordergrund, weiß aber die Komplexität der jeweiligen Texte künstlerisch zu inszenieren, indem sie nicht nur mit Buntstift und Collagetechniken arbeitet, sondern auch zu ganz ungewöhnlichen Materialien greift“, begründet die Jury.

Der Preis wird biennal vergebene und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Österreichischer Kunstpreis für Kinder- und Jugendliteratur

Renate Habinger ist seit nunmehr rund 40 Jahren als Illustratorin und Autorin eine Ausnahmeerscheinung in der österreichischen Kinderbuchszene, die sie auch als Gründerin eines eigenen Kinderbuchhauses wesentlich mitgestaltet hat.

„Ihr umfangreiches Werk ist geprägt von der Lust am (Sprach-)Spiel, setzt vermeintliche Kleinigkeiten groß in Szene und erkundet ein ums andere Mal mit variierenden stilistischen Mitteln die Möglichkeiten und Grenzen des Erzählens in Wort und vor allem mit Bildern. Beeindruckend ist überdies, dass die Künstlerin bei aller Vielfältigkeit ihres Schaffens stets eine ganz eigeneHandschrift erkennen lässt“, so die Jury.

Der Preis wird biennal vergebene und ist mit 15.000 Euro dotiert.

Jurymitglieder Outstanding Artist Award und Österreichischer Kunstpreis 2020 in der Sparte Kinder-und Jugendliteratur: Mag. Gerhard Falschlehner, Mag. Heinz Janisch, Dr. Heidi Lexe, Klaus Nowak, Linda Wolfsgruber

Österreichische Staatspreis für Kulturpublizistik

Unter den Bedingungen einer Wissensgesellschaft, die in Expert*innen zerfällt, gelingt Thomas Macho in seinem Denken und Schreiben auf erstaunliche Weise zweierlei: Er lässt sich von seiner Sympathie für Abzweigungen und Nebenwege leiten und bleibt zugleich auf eine Hauptfrage konzentriert – in seinem Fall: Tod und Sterblichkeit. Er legt seinen Arbeiten ein Netz an Lektürereferenzen zugrunde, das einer übergreifenden Perspektive standhält und ihm erlaubt, stets mehrere kulturelle Felder in seineÜberlegungen mit einzubeziehen: Politik und Recht ebenso wie Philosophie und die Künste.

„Seine besondere kulturpublizistische Leistung besteht nicht zuletzt in seinen klug gesetzten Zitaten. Wie kaum ein anderer weiß Thomas Macho die Verknüpfung menschlichen Handelns mit politischen, kunstgeschichtlichen und mythischen Narrativen sichtbar zu machen“, so die Jury.

Der Preis wird biennal vergebene und ist mit 10.000 Euro dotiert. Jurymitglieder: Mag. Dieter Bandhauer, Dr. Martin Pollack, Mag. Andrea Fredriksson-Zederbauer

 

Eine OTS-Aussendung des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport