Verleihung des Christine-Nöstlinger-Preises an Michael Roher

Der Autor und Illustrator Michael Roher wurde 2021 als erster Preisträger mit dem Christine-Nöstlinger-Preis für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. Die Verleihung fand am Mittwoch, den 10. November, auf der Buch Wien im Rahmen der Langen Nacht der Bücher statt.
Der Preis wurde vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) in Kooperation mit der Stadt Wien Kultur und Christine Nöstlingers Buchstabenfabrik ins Leben gerufen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Verliehen wurde der Preis durch Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und den Vorsitzenden des Verlegerverbandes, Alexander Potyka, die Laudatio hielt Jurymitglied Karin Haller, Geschäftsführerin des Instituts für Jugendliteratur. Anwesend bei der Preisverleihung waren auch die Töchter von Christine Nöstlinger, Barbara Waldschütz und Christiana Nöstlinger.

Christine-Nöstlinger-Preis

Der Christine-Nöstlinger-Preis zeichnet Menschen aus, die Kindern und all jenen, die sonst nicht gehört werden, eine Stimme geben, ihre Perspektive einnehmen und so einen Beitrag leisten, deren Leben ein Stück gerechter zu gestalten. Der Preis will damit auch die humanistischen Prinzipien und Anliegen lebendig halten, die die Autorin in ihrer Literatur vertreten hat.

Die Entscheidung über die Auszeichnung fällt eine unabhängige Fachjury, deren Mitglieder von den Trägern des Preises nominiert wurden: 2021 bestand sie aus Karin Haller (Geschäftsführerin Institut für Jugendliteratur), Paulus Hochgatterer (Autor & Psychiater, Universitätsklinikum Tulln) und Anne-Catherine Simon (Redaktion Feuilleton „Die Presse“).

Michael Roher

Michael Roher, 1980 in Niederösterreich geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend in und um Krems an der Donau. Nach seiner Ausbildung zum Sozialpädagogen in Wien, arbeitete er als Freizeit-, Spiel- und Zirkuspädagoge, sowie als Autor und Illustrator von (vorwiegend) Kinderbüchern. Seine Geschichten wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Michael Roher lebt mit seiner Familie in Baden bei Wien.

Weitere Informationen zum Preis sowie die Jurybegründung finden Sie unter www.buecher.at/christine-noestlinger-preis.

 

Presseaussendung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Christine-Nöstlinger-Preis: Michael Roher erster Preisträger

Der heuer erstmals vergebene Christine-Nöstlinger-Preis für Kinder- und Jugendliteratur geht an den Autor und Illustrator Michael Roher. Der von der Stadt Wien Kultur, Christine Nöstlingers Buchstabenfabrik und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gemeinsam ausgerichtete Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und soll künftig jährlich verliehen werden, wobei eine Jury die Preisträgerin oder den Preisträger nominiert.

„Mir liegt der neu geschaffene Christine-Nöstlinger-Preis besonders am Herzen, da er dezidiert die humanistischen Prinzipien und Anliegen, die die Autorin in ihrer Literatur vertreten hat, lebendig halten will“, so die Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Christine Nöstlinger hat es verstanden, den Blick von Kindern in einer ‚erwachsenen‘ Welt poetisch ins Treffen zu führen. Neben vielen Preisen, die nach männlichen Autoren benannt sind, ruft der Christine-Nöstlinger-Preis bewusst eine weibliche Stimme im Kanon der Weltliteratur in Erinnerung.“

Christiana Nöstlinger und Barbara Waldschütz, Töchter von Christine Nöstlinger, meinen: „Die Empathie unserer Mutter lag immer bei denen, die in unserer Gesellschaft wenig Rechte und keine Stimme haben. Sie war eine große Realistin und eine große Menschenfreundin gleichzeitig. Das war der Grund, warum sich so viele von ihr unterhalten, verstanden und getröstet fühlten. Wir freuen uns, dass nun ein Preis Menschen auszeichnet, in deren Werken wir die Haltung und die Gesinnung unserer Mutter wiederfinden.“

Alexander Potyka, Vorsitzender des Österreichischen Verlegerverbands, streicht hervor: „Christine Nöstlingers unbestechliche Haltung, ihr Engagement für Gerechtigkeit und ihr Werk, das Kindern immer auf Augenhöhe begegnete und sie zu Eigenständigkeit ermutigte, gehören zu den Sternstunden der österreichischen Literatur. Es ist wunderbar, dass es uns gemeinsam gelungen ist, zum 85. Geburtstag der international bedeutendsten österreichischen Kinder- und Jugendbuchautorin diese würdige Auszeichnung, die ihren Namen trägt, ins Leben zu rufen.“

Die Verleihung des Christine-Nöstlinger-Preises an Michael Roher durch Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler findet am Mittwoch, den 12. Mai 2021 um 18:00 Uhr im Wappensaal des Wiener Rathauses statt.

Der Preisträger Michael Roher

Michael Roher, 1980 in Niederösterreich geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend in und um Krems an der Donau. Nach seiner Ausbildung zum Sozialpädagogen in Wien, arbeitete er als Freizeit-, Spiel- und Zirkuspädagoge, sowie als Autor und Illustrator von (vorwiegend) Kinderbüchern. Seine Geschichten wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Michael Roher lebt mit seiner Familie in Baden bei Wien.

Jurybegründung

„Seit 2010 hat Michael Roher ein Werk geschaffen, das in seiner Vielfalt und künstlerischen Qualität in der heutigen österreichischen Kinder- und Jugendbuchliteratur seinesgleichen sucht. Gut zwei Dutzend Bücher hat der gebürtige Niederösterreicher geschaffen und mitgeschaffen. Unerschöpflich scheint seine Neugier auf neue Techniken und Materialien, neue Motive und Spielformen, zeichnerisch wie sprachlich. Seine Illustrationen beeindrucken durch ihre Detailkunst, die verschmitzte Unvorhersehbarkeit sowie die Kraft, mit der sie den Betrachter in Träume treiben und eigene Geschichten zu erzählen beginnen. In seinen Texten führt Michael Roher die große heimische Tradition des Sprachspiels fort.
Mit Christine Nöstlinger verbindet ihn unter anderem die Lust am kreativen Umgang mit dem österreichischen Dialekt, die Nähe zu den kindlichen Leser*innen und sein engagierter, menschenfreundlicher Optimismus. ‚Dann schauen wir einander an und sind dankbar‘, sagte Michael Roher einmal über gelingende Bilder in seinen Büchern. Vielen Leser*innen, Kindern wie Erwachsenen, geht es mit seinen Büchern wohl so.“

Der Christine-Nöstlinger-Preis

Der neu geschaffene Christine-Nöstlinger-Preis wird von der Stadt Wien Kultur, Christine Nöstlingers Buchstabenfabrik und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gemeinsam ausgerichtet. Der Preis zeichnet Autorinnen und Autoren aus, die Kindern und all jenen, die sonst nicht gehört werden, eine Stimme geben, ihre Perspektive einnehmen und so einen kleinen Beitrag leisten, deren Leben ein Stück gerechter zu gestalten.

Die Jury

Die Entscheidung über die Auszeichnung fällt eine unabhängige Fachjury. Diese besteht aus drei Mitgliedern, die von den Trägern des Preises nominiert werden.
2021 bestand die Jury aus Karin Haller (Geschäftsführung Institut für Jugendliteratur), Paulus Hochgatterer (Autor & Psychiater, Universitätsklinikum Tulln) und Anne-Catherine Simon (Redaktion Feuilleton „Die Presse“).

Mehr Informationen zum Preis unter: https://www.buecher.at/christine-noestlinger-preis/

 

Pressemitteilung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2021: Zehn Bücher – zehn verschiedene Welten

Die mit € 6.000 dotierten Hauptpreise gehen heuer an Heinz Janisch, Michael Roher: „Jaguar Zebra Nerz. Ein Jahresbuch“, Tyrolia Verlag 2020; Franz Orghandl, Theresa Strozyk: „Der Katze ist es ganz egal“, Klett Kinderbuch 2020; Elisabeth Steinkellner, Anna Gusella: „Papierklavier“, Beltz & Gelberg 2020 und Linda Wolfsgruber: „Die kleine Waldfibel“, Kunstanstifter Verlag 2020.
In die Kollektion zum Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2021 wurden ausgewählt: Jens Rassmus: „Juhu, Letzter! Die neue Olympiade der Tiere“, Edition Nilpferd 2020; Raffaela Schöbitz: „Die grauen Riesen“, Luftschacht Verlag 2020; Rosemarie Eichinger, Thomas Kriebaum: „Das unheimliche Haus des Herrn Pasternak“, Luftschacht Verlag 2020; Leonora Leitl: „Held Hermann. Als ich Hitler im Garten vergrub“, Tyrolia Verlag 2020; Albert Wendt: „Tok-Tok im Eulengrund. Das Geheimnis der Vogelfrau“, Verlag Jungbrunnen 2020 und Ursula Poznanski: „Cryptos“, Loewe Verlag 2020.

„So vielfältig wie die Geschichten sind, die in diesen Büchern erzählt werden, so einfallsreich und bunt ist auch der Stil jener Kreativen, die sie erfunden und in Szene gesetzt haben. Durch unsere Auszeichnung soll ihnen Anerkennung und Wertschätzung zuteilwerden, die ihnen aufgrund ihrer herausragenden künstlerischen Arbeit gebührt,“ so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. „Aber auch den Verlagen, die diese wunderbaren Werke in die Buchhandlungen bringen, wird mit dem Preis für ihr Engagement und ihren Einsatz gedankt. Vergessen wir nicht: Lesen macht klug und stark – und nicht zu leugnen: glücklich! Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern sehr herzlich zum Kinder- und Jugendbuchpreis des Jahres 2021 und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg.“

Der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis

Der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis ist ein Preis der Republik Österreich, der seit dem Jahr 1955 als Literaturpreis einmal jährlich für Bücher österreichischer Verlage und für Bücher österreichischer Künstler*innen verliehen wird. 2021 wurden insgesamt 58 Titel von 23 Verlagen eingereicht.

Herzlichen Dank an die diesjährige Jury: Mag.a Karin Haller, Institut für Jugendliteratur; Mag.a Magda Hassan, Buchhandlung Herder; Mag.a Veronika Kyral, Design Austria; Mag.a Barbara Mayer, Literaturhaus Mattersburg; Mag. Peter Rinnerthaler, Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur.

Um alle ausgezeichneten Bücher noch bekannter zu machen und Kinder und Jugendliche zum Lesen zu verführen, bietet der Österreichische Buchklub der Jugend allen Schulen bundesweit Bücherkoffer an, die Schüler*innen die Gelegenheit geben, sich mit den prämierten Büchern auseinanderzusetzen.

 

Eine Presseaussendung des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
www.bmkoes.gv.at