Als krönender Abschluss der heuer zum zweiten Mal stattfindenden Book-Crawl-Woche rund um den Welttag des Buches (23. April) öffnet das Albert-Schweitzer-Haus in 1090 Wien am 25. April seine Türen für eine Buchmesse der unabhängigen Verlage Österreichs: niedrigschwellig und bei freiem Eintritt.

Book Crawl Austria: Eine Woche lang Buchhandlungen feiern und besuchen

Book Crawl Austria: 20.–25. April
österreichweit bei teilnehmenden Buchhandlungen

Den Auftakt zur Indiebuchmesse bildet der Book Crawl Austria: Vom 20. bis 25. April, rund um den Welttag des Buches am 23. April, nehmen über 30 unabhängige Buchhandlungen aus ganz Österreich an der weltweiten Aktion Global Book Crawl teil. Die Idee dahinter ist so einfach wie schön: Leser:innen ziehen von Buchhandlung zu Buchhandlung, sammeln Stempel und entdecken dabei die lokale Buchkultur neu. Wer den Sammelpass vollständig ausfüllt, erhält einen Gutschein der zuletzt besuchten Buchhandlung.

Während der fünf Tage finden in den teilnehmenden Buchhandlungen zahlreiche Events statt: von Graphic-Novel-Lesungen über Buchpräsentationen bis hin zu klassischen Diskussionen. In Österreich wird die Aktion von der IG Buchmenschen organisiert und koordiniert. Sie ist Teil einer globalen Bewegung, die Buchhandlungen in mehr als 15 Ländern auf 5 Kontinenten verbindet, von Vancover bis Guatemala, von Australien bis Irland. Die Indiebuchmesse am 25. April beschließt die Aktionswoche in Österreich.

Innovativ & gemeinsam: 40 unabhängige Verlage präsentieren sich bei neuer Indiebuchmesse

Indiebuchmesse Wien: 25. April, 11–19 Uhr,
Albert-Schweitzer-Haus, Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien | Eintritt frei

Die Buchbranche steht derzeit unter Druck: Konjunkturschwäche, steigende Kosten und strukturelle Umwälzungen machen den Alltag vieler Verlage schwer. Umso wichtiger sei es, dem Ganzen zumindest für ein paar Tage die Schwere zu nehmen.

„Die Grundidee der Indiebuchmesse ist, das Buch zu feiern und gemeinsam eine gute Zeit zu haben“, sagt Stefanie Jaksch. „Es geht uns auch um ein realistisch-positives Bild unserer Branche. Die Kommunikation rund um die Buchindustrie ist oft vor allem problemfokussiert. Wir zeigen: Es geht auch anders – lustvoll, innovativ, gemeinsam.“

Die Idee für die Messe entstand bei einem gemeinsamen Kaffee und wurde schnell konkreter:

„Wir wollten eine Buchmesse für österreichische Indieverlage machen, ohne großen Schnickschnack, möglichst niedrigschwellig für Verlage und Publikum, auf der man einfach über Bücher reden und sie unter die Menschen bringen kann“, erklärt Jorghi Poll.

Der Eintritt ist bewusst frei gehalten und die volle Aufmerksamkeit gilt den Büchern der rund 40 teilnehmenden Verlage. Statt kühler Messehallen bietet das Albert-Schweitzer-Haus einen hellen, luftigen, barrierefreien Saal, mit echtem Sonnenlicht auf den Büchern, wie Poll betont.

Die unverzichtbare Rolle unabhängiger Verlage

Unabhängige Verlage sind ein Rückgrat der literarischen Vielfalt, auch wenn sie nicht über die Marktmacht großer Konzerne verfügen.

„Unabhängige Verlage sind sehr oft erste Anlaufstelle für junge Talente, für eine Bandbreite an Themen, die die Großen sich nicht leisten wollen. Gäbe es die Indies nicht, würden Vielfalt und Diversität deutlich abnehmen.“ – Stefanie Jaksch

Auf der Messe sind rund 40 Verlage mit unterschiedlichsten Profilen vertreten, eingeladen von der IG Buchmenschen, die in der österreichischen Buchbranche breit vernetzt ist. Mit dabei sind u.a. Residenz Verlag, Otto Müller Verlag, Haymon, Müry Salzmann, Pictopia.
Ein gemeinsamer Programmschwerpunkt? Gibt es bewusst nicht. „Die Vielfalt macht’s“, sagt Poll.

Was die Besucher:innen erwartet

Im Mittelpunkt der Indiebuchmesse stehen die Bücher und die Menschen dahinter: Verleger:innen stehen persönlich an ihren Tischen und erzählen aus erster Hand über ihre Titel und ihre Arbeit.

Ergänzt wird das Programm durch ein Speed-Dating der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft für alle, die sich für den Lehrberuf Buch interessieren.

Was die Menschen nach der Messe mitnehmen?

„So viele Bücher, wie sie tragen können“, sagt Poll augenzwinkernd. Und Jaksch ergänzt: „das Gefühl, als Leser:innen Teil einer lebendigen Community zu sein, mit Energie, Mut und Zuversicht“.

Abschließend laden die Organisator:innen zum Get-together ins „Negroni“ (Garnisongasse 24, 1090 Wien).

 

Presseinformation IG Buchmenschen / Red.