Rund um Pfingsten, von 21. bis 25. Mai, lädt „Graz Erzählt“ im Rahmen des Austrian International Storytelling Festivals zur 39. Ausgabe nach Graz – und zugleich zu einem letzten Kapitel in seiner bisherigen Form in der Steiermark. Unter dem Motto #dreamstories werden Träume lebendig: mit Worten, Bewegung, Musik und visueller Poesie. Träume sind mehr als Fantasie – sie zeigen, was möglich ist.
„Das Festivalmotto #dreamstories könnte in diesem Jahr kaum passender sein. Wir laden dazu ein, Träumen neu zu begegnen: als kreative Kraft, als Mutprobe und als Impuls, Visionen ins Leben zu bringen.“ – Festival-Intendantin Tessa Erker-Tegetthoff
Internationale Künstler:innen erzählen von Traum und Wirklichkeit und ermutigen dazu, eigene Visionen zu entdecken, zu teilen – und vielleicht den ersten Schritt zu wagen, sie Wirklichkeit werden zu lassen.
Veränderte Rahmenbedingungen
Gleichzeitig markiert diese Ausgabe einen Wendepunkt: Die Rahmenbedingungen für freie Kulturformate haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verschärft – zuletzt hat sich diese Entwicklung jedoch nochmals deutlich zugespitzt. Kürzungen in der öffentlichen Förderung sowie der damit verbundene Wegfall mehrerer Festivalstandorte in der Steiermark – von Bad Radkersburg bis Weiz – führen dazu, dass dem Festival heuer rund 100.000 Euro weniger Budget zur Verfügung steht als in den vergangenen Ausgaben. Eine Größenordnung, die für ein unabhängiges Format dieser Struktur nicht mehr tragbar ist.
„Seit 1989 steht das Festival für internationale Erzählkunst und die Kraft des Zuhörens. Es hat mich mein Leben lang begleitet – es weiterzuführen war und ist Freude und Verantwortung zugleich. Mit der 39. Ausgabe endet das Festival in seiner bisherigen Form in der Steiermark. Diese Entscheidung ist keine Resignation, sondern ein bewusst gesetzter Schlusspunkt – im Wissen um den Wert dessen, was entstanden ist. Diese Ausgabe ist daher kein Abschied, sondern eine Einladung: noch einmal zusammenzukommen, zuzuhören und Geschichten zu teilen – und off en zu bleiben für das, was daraus entstehen kann.“ – Tessa Erker-Tegetthoff
Geschichten, die verbinden
Inhaltlich vereint das Festival neue künstlerische Perspektiven auf das Jahresthema mit einem Best-of prägender Festivalformate – von der „Langen Nacht der Geschichten“ im Schauspielhaus Graz (22. & 23. Mai) bis zur legendären „Schlössertour“ als Ganztagsprogramm (24. Mai).
Mit 24 Künstler:innen aus acht Nationen bietet das Festival auch 2026 eine breite internationale Perspektive auf die Kunst des Erzählens.
Zudem darf das Familien-Highlight „Fest der Fantasie“ bei freiem Eintritt in Thal (25. Mai) und Bruck an der Mur (30. Mai) nicht fehlen.
Auch im öffentlichen Raum wird das Festival wieder sichtbar: Die Installation „Graz träumt“ am Mariahilferplatz lädt ab 6. Mai dazu ein, eigene Träume zu teilen – und Teil einer wachsenden Traumlandschaft der Stadt zu werden. Denn jeder Traum kann der Anfang einer großen Geschichte sein.
Alle Infos zum Festival & Programm unter storytellingfestival.at | Tickets über ticketzentrum.at
Weitere Termine mit Programmen für Schulen und Familien: „Bruck Erzählt“: 29. – 30. Mai 2026
Austrian International Storytelling Festival
1987 als Festival der Erzählkunst von Erzähler und Märchendichter Folke Tegetthoff ins Leben gerufen, hat sich das Austrian International Storytelling Festival über die Jahre zu Europas größtem Internationalen Storytelling Festival entwickelt. Seit 2022 leitet seine Tochter Tessa Erker-Tegetthoff das Austrian International Storytelling Festival und setzt dabei auf eine Mischung aus alt bewährt und neu gedacht: „Unser Slogan lautet a magical experience. Das bedeutet, wir zeigen, wie aufregend und zeitgemäß die älteste Kunstform, das Geschichtenerzählen, ist.“
Pressemitteilung storytellingfestival.at / Red.