In einer Feierstunde erhielt Daniela Danz gestern den mit 20.000 € dotierten Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2026.
„Daniela Danz gehört zu den unverwechselbaren Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Als Lyrikerin verfügt sie mit beinahe schlafwandlerischer Sicherheit über ein breites Formenspektrum, das von alkäischen Oden über Prosagedichte bis hin zu eigenen schöpferischen Formen reicht, zuletzt im Gedichtband Portolan (2025). Ihre Romane und Essays (Nichts ersetzt den Blick ins Gelände, 2023) knüpfen an ihre im besten Sinne weltläufige Lyrik an. Sie schreibt über die Suche nach Freiheit, über Ambivalenzen der Natur und über europäische Krisengebiete. Damit bahnen ihre Essays und Gedichte Wege für ein gewandeltes Verständnis von Mensch und Umwelt, von Kultur und Politik – in der Überzeugung, dass eine freie Literatur unsere Zeit messen und europäische Räume verbinden kann.“ – aus der Jury-Begründung
„Daniela Danz schreibt über die aktuellen Herausforderungen für Demokratie und Freiheit. Ihre Essays, Erzählungen und Gedichte öffnen neue europäische Räume im Bewusstsein einer ?guten Nachbarschaft’“ – Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung
Der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung wird seit 1993 an Autoren verliehen, die der Freiheit das Wort geben.
Zu den bisherigen Preisträgern gehören u. a. Sarah Kirsch, Hilde Domin, Günter de Bruyn, Thomas Hürlimann, Hartmut Lange, Burkhard Spinnen, Louis Begley, Patrick Roth, Herta Müller, Wulf Kirsten, Daniel Kehlmann, Ralf Rothmann, Uwe Tellkamp, Cees Nooteboom, Arno Geiger, Tuvia Rübner, Martin Mosebach, Rüdiger Safranski, Marica Bodroži?, Michael Kleeberg, Michael Köhlmeier, Mathias Énard, Hans Pleschinski, Lutz Seiler, Barbara Honigmann, Ulrike Draesner, Iris Wolff.
Der unabhängigen Jury gehören an: Prof. Dr. Friedhelm Marx (Universität Bamberg) als Vorsitzender, Kulturstaatsministerin a.D. Prof. Monika Grütters MdB, Dr. Marit Heuß (Universität Leipzig), Sandra Kegel (Leiterin des Feuilletons der F.A.Z.) sowie Dr. Wolfgang Matz (München).