Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport hat heute die Preisträger:innen des diesjährigen Outstanding Artist Awards bekannt gegeben. Das Bundesministerium vergibt jedes Jahr den Outstanding Artist Award an Künstler:innen, deren eigenständiges und bedeutendes Gesamtwerk besondere Anerkennung verdient. Ausgezeichnet werden Kunstschaffende, deren Arbeiten über die österreichischen Grenzen hinaus Wirkung entfalten und durch ihre künstlerische Qualität und Relevanz hervorstechen. Der mit jeweils 10.000 Euro dotierte Preis wird in unterschiedlichen künstlerischen Sparten verliehen. Die Ermittlung der Preisträger:innen obliegt unabhängigen Fachjurys. Die Preisverleihung findet am 26. November in Wien statt.

„Der Outstanding Artist Award würdigt Persönlichkeiten, deren künstlerische Arbeit weit über den Moment hinauswirkt. Sie stellen Vertrautes infrage, eröffnen neue Perspektiven und verändern unseren Blick auf Gegenwart und Zukunft. Die diesjährigen Auszeichnungen stehen für außergewöhnliche künstlerische Qualität, für Mut zur Veränderung und für die Kraft eigenständiger Positionen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und relevant Kunst heute ist – als Ausdruck persönlicher Haltung ebenso wie als Spiegel und Impulsgeberin unserer Gesellschaft.
Mit dem Outstanding Artist Award machen wir jene Stimmen sichtbar, die den künstlerischen und gesellschaftlichen Diskurs bereichern, neue Denk- und Gestaltungsräume eröffnen und damit einen nachhaltigen Beitrag zur kulturellen Entwicklung leisten.
Ich gratuliere allen diesjährigen Preisträger herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung. Ihre Arbeiten stehen für eine Kunst, die bewegt, inspiriert und den Mut hat, neue Wege zu gehen.“ – Vizekanzler, Kunst- und Kulturminister Andreas Babler

Alle Preisträger:innen des Outstanding Artist Awards 2026

  • Cäcilia Brown – Bildende Kunst
  • Stefanie Sourial – Darstellende Kunst
  • Johanna Pichlbauer – Design
  • Nicola Johanna von Leffern & Jakob Carl Sauer (Regie-Duo) – Dokumentarfilm
  • materialnomaden gmbh – experimentelle Tendenzen in der Architektur
  • Miriam Bajtala – Innovativer Film
  • Michaela Konrad – Karikatur und Comics
  • Lena Raubaum – Kinder- und Jugendliteratur
    Lena Raubaum ist ausgebildete Schauspielerin, diplomierte Sprecherin und nach eigenen Worten „Wortliebhaberin, Buchverfasserin, Stimmverleiherin und Bühnenbespielerin“. Ihre große Stärke besteht darin, mit ihrer feinfühligen, behutsamen und oft wohltuend entschleunigenden Poesie Jung und Alt gleichermaßen zu begeistern. Sowohl bekannte Klassiker aus ihrem umfangreichen Werk als auch Neuerscheinungen der letzten Zeit wie Komm, ich trag dich ein Stück, sagte die Schildkröte (Tyrolia, 2025) oder Schlich ein Puma in den Tag (Kunstanstifter, 2025) wurden auch international vielfach beachtet, positiv rezensiert und mehrfach ausgezeichnet. Lena Raubaum verfügt über ein seismographisches Gespür für relevante Themen sowohl für aktuelle als auch für zeitlose. Sie setzt ihre Ideen meisterhaft und zugleich kindgerecht um. Ihre Sprache ist ausdrucksstark und voller feiner poetischer Impulse. Wortschöpfungen wie schritteleise, pfotenweise laden Kinder durch das spielerische Zusammenspiel von Klang und Bedeutung zum Staunen, Genießen, Nachdenken und Weiterdenken ein, und eröffnen ihnen immer wieder neue Perspektiven, genauer hinzuschauen und selbst kreativ zu werden. | Website: lenaraubaum.com
  • Kulturvereinigung Friedhofstraße 6 / Stadtwerkstatt – Kulturinitiativen
  • Julia Gaisbacher – Künstlerische Fotografie
  • Carolina Schutti – Literatur
    Carolina Schuttis Schreibstil zeichnet sich durch genaue Spracharbeit, sorgsam komponierte Texte, hohe Musikalität, Rhythmus und Formbewusstsein aus. Das Werk der Autorin umfasst Romane, Erzählungen, Lyrik und Hörspiele. In poetischer Sprache und in leisen, eindrücklichen Tönen verhandelt Schutti Erfahrungen des Menschseins, wie Kindheit, Erwachsenwerden, Einsamkeit, Tod, das Aushalten von seelischer Gewalt und die Auswirkungen von fehlender Empathie. Dabei verfolgt sie stets den Anspruch, durch das Zusammenspiel von Sprache und Form tiefere Bewusstseinsschichten der Lesenden zu erreichen. Ihr Schreiben lädt dazu ein, sich der Lektüre mit Langsamkeit und Achtsamkeit zu widmen. Literatur kann Themen setzen und darüber erzählen, sie kann aber auch den Blick auf die Sprache richten und die Lesenden damit zum Stolpern, Innehalten und zur Reflexion bringen. | Website: carolinaschutti.at
  • Eva Jantschitsch – Musik
  • SAGAN vienna – experimentelles Modedesign
  • MAI LING – Verein zur Förderung von Zeitgenössischer, asiatischer Kunst und Kultur – Medienkunst

 

Presseaussendung Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport / Red.