Mit einer feierlichen Preisverleihung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse sind die Spitzenpreise des Deutschen Verlagspreises 2026 verlautbart worden.
„Unabhängige Verlage lassen sich auf das Wagnis des Verlegens ein: Weil sie an ihre Themen glauben, weil sie von ihren Autorinnen und Autoren überzeugt sind, und weil sie ungewöhnlichen Sichtweisen und einzigartigen literarischen Handschriften eine Leserschaft geben wollen. Sie sorgen dafür, dass unsere Öffentlichkeit vielstimmig, offen und wach bleibt. Ohne ihre Freude an Neuentdeckungen wäre unsere Diskurskultur ärmer. Und genau das ist es, was Demokratie braucht: den Wettstreit der Ideen, den Austausch der Argumente und die Auseinandersetzung mit neuen Konzepten.“ – Staatsminister Weimer
„Die Zusammenarbeit in der Jury war inspirierend und von großem gegenseitigem Respekt geprägt – getragen von einer echten Entdeckerfreude. Die kreative Bandbreite der eingereichten Programme bringt einen immer wieder zum Staunen und zeigt, wie lebendig und eigensinnig die Verlagslandschaft ist.“ – Jörg Thadeusz, Vorsitzender der Jury
Die diesjährige Jury bestand aus Jörg Thadeusz, Alexander Cammann, Isabel Fargo Cole, Ines Dettmann, Katharina Holzmann, Prof. Dr. Friedhelm Marx und Deniz Utlu und wählte die Preisträger aus insgesamt 279 Bewerbungen aus.
Die drei Spitzenpreisträger
Die mit jeweils 50.000 Euro dotierten Spitzenpreise gehen an:
- kunstanstifter – Verlag für Illustration – Claudia Gehrke
- Merve – Barbara Kalender und Richard Stoiber
- Voland & Quist – Marie Bickmann, Jörn Essig-Gutschmidt, Martin Schüring
Innovationspreis
Dieser erstmals vergebene Preis in Höhe von 24.000 Euro für besonders zukunftsweisende Verlagsarbeit ging an:
Nachhaltigkeitspreis
Für herausragendes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit wird mit 24.000 Euro ausgezeichnet:
Deutscher Verlagspreis
Weitere 79 Verlage wurden mit einem Gütesiegel ausgezeichnet, das jeweils mit 18.000 Euro Preisgeld verbunden ist. Daneben können jährlich bis zu drei Verlage mit einem Jahresgesamtumsatz von mehr als drei Millionen Euro ein undotiertes Gütesiegel erhalten. In diesem Jahr ging dieses Siegel an den Verlag Matthes & Seitz Berlin. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 1,62 Millionen Euro vergeben.
Ziel dieses Preises ist die Unterstützung der hervorragenden Arbeit unabhängiger Verlage in Deutschland.
Vergeben wird der Deutsche Verlagspreis in Form von Gütesiegeln in fünf Kategorien:
- Spitzenpreis: Gütesiegel verbunden mit einer Prämie in Höhe von jeweils 50.000 Euro für drei besonders herausragende Verlage
- Gütesiegel verbunden mit einer Prämie in Höhe von jeweils 18.000 Euro für bis zu 79 herausragende Verlage
- Nachhaltigkeitspreis: Gütesiegel verbunden mit einer Prämie in Höhe von 24.000 Euro für bis zu einem herausragenden Verlag, der besondere Kriterien der ökologischen Nachhaltigkeit erfüllt
- Innovationspreis: Gütesiegel verbunden mit einer Prämie in Höhe von 24.000 Euro für maximal einen herausragenden Verlag, der mit kreativen, zukunftsorientierten Maßnahmen oder digitalen Formaten neue Impulse in der Branche setzt
- Zusätzlich wird ein undotiertes Gütesiegel vergeben an bis zu drei Verlage, die über der zugelassenen Umsatzschwelle liegen
Alle Preisträger des Deutschen Verlagspreises 2026