Als erster ungarisch-britischer Autor hat David Szalay am 10. November mit seinem aktuellen Roman „Was nicht gesagt werden kann“ – im englischen Original „FLESH“ – den renommierten Booker Prize 2025 ausgezeichnet. Der Roman ist auf Deutsch in der Übersetzung von Henning Ahrens im claassen Verlag bei den Ullstein Buchverlagen erschienen.
Der Booker Prize ist mit 50.000 Pfund (rund 57.000 Euro) dotiert.
David Szalay wurde 1974 als Sohn eines ungarischen Vaters und einer kanadischen Mutter in Montreal geboren. Er wuchs in London auf und lebte unter anderem im Libanon und in Großbritannien; heute wohnt er in Wien. Ehe er sich ganz der Schriftstellerei widmete, arbeitete er im Vertrieb für Finanzwerbung in der City of London. Neben Romanen schreibt Szalay auch Hörspiele für die BBC und Kurzgeschichten.
Bereits 2016 stand Szalay mit „Was ein Mann ist“ („All That Man Is“) auf der Shortlist für den Booker Prize.
„Wir gratulieren unserem Autor David Szalay von Herzen zu dieser wunderbaren und verdienten Auszeichnung. David Szalay erzählt mit großer Relevanz für unsere Gegenwart und auf ungewöhnliche Weise von Maskulinität in einem globalisierten Europa und von Männlichkeitsbildern, die ganze Lebensläufe prägen. In István verdichtet er auf sogartige Weise eine zeitgemäße Figur: wortkarg, körperlich souverän, verschlossen. Was nicht gesagt werden kann ist ein kristallklarer, mitreißender Blick auf Maskulinität in unserer Zeit.“ – Karsten Kredel, Verleger der Ullstein Buchverlage
Aus der Begründung der Jury
„Die Jury hat mehr als fünf Stunden über die sechs Bücher der Shortlist diskutiert. Das Buch, zu dem wir immer wieder zurückgekehrt sind, das sich von den anderen großartigen Romanen abhob, war »Flesh« – wegen seiner Einzigartigkeit. Noch nie haben wir etwas Vergleichbares gelesen. Es ist in vielerlei Hinsicht ein dunkles Buch, aber eine Freude zu lesen. (…) Ich glaube nicht, schon mal einen Roman gelesen zu haben, der den Weißraum auf der Seite so gut nutzt. Es ist, als lade der Autor, David Szalay, die Leserinnen und Leser ein, diesen Raum zu füllen, zu beobachten – fast schon, die Figur mit ihm zu erschaffen. Die Sprache ist knapp, und darin liegt ihre große Stärke. Jedes Wort zählt; die Zwischenräume zwischen den Worten zählen. Dieses Buch handelt vom Leben und der Fremdheit des Lebens, und während wir lesen, während wir die Seiten umblättern, sind wir froh, am Leben zu sein und zu lesen und diesen außergewöhnlichen, einzigartigen Roman zu erfahren.“ – Roddy Doyle, Vorsitzender der Jury
Weitere Informationen finden Sie unter: Flesh by David Szalay wins the Booker Prize 2025 | The Booker Prizes
Presseaussendung Ullstein Buchverlage / Red.
