Jordan Mechner, Schöpfer des Computerspiels und DisneyFilms „Prince of Persia“, war auf Lesereise in Österreich, um die soeben im Vermes-Verlag erschienene deutsche Übersetzung seiner Graphic Novel „Replay“ vorzustellen. Buchpräsentationen im Stadtmuseum St. Pölten, im Jüdischen Museum Wien und im Funkhaus Wien standen am Programm, einfühlsam moderiert von Jetzt.at-Journalisten Ingo Hasewend.
Jordan Mechner: „Replay. Erinnerungen einer entwurzelten Familie“
Aus dem Englischen übersetzt von Lucia Engelbrecht
320 Seiten, Hardcover, 165 x 230 mm
ISBN 978-3-903553-23-1| € 30,– | Vermes-Verlag
„Die Veröffentlichung von ‚Replay‘ in Österreich ist für mich besonders bedeutsam, da die Familie Mechner aus diesem Land stammt. Mein Vater wurde in Wien geboren. Er war sieben Jahre alt, als die Nazis 1938 die Macht übernahmen. ‚Replay‘ verwebt seine Flucht als Flüchtlingskind mit der Zeit fünfzig Jahre später, im Amerika der 1980er Jahre, als er die Musik für die Videospiele seines Sohnes komponierte, und mit den früheren Erfahrungen seines eigenen Vaters – meines Großvaters – als jugendlicher Soldat im Ersten Weltkrieg an der Ostfront.“ – Jordan Mechner
Ein besonderes Anliegen für Jordan Mechner war die Begegnung mit 70 Schülerinnen und Schülern in der Stadtbibliothek St. Pölten. Denn, so der Autor: „Ich hoffe, dass die Geschichte Leser mit unterschiedlichem Hintergrund anspricht, insbesondere diejenigen, deren Familien in früheren Generationen Krieg und Verfolgung erlitten haben oder dies jetzt, im Jahr 2026, noch immer tun.“
Von Computerspiel bis zur Graphic Novel
Jordan Mechner, 1964 in New York geboren, wurde 1989 mit dem Computerspielklassiker „Prince of Persia“ weltberühmt. Er schrieb auch das Drehbuch zur Disney-Verfilmung „Prince of Persia: The Sands of Time“ (2010). Für Spiele wie „Karateka“ und „The Last Express“ wurde er vielfach ausgezeichnet, 2017 erhielt er den Pioneer Award der International Game Developers Association.
Als Graphic-Novel-Autor landete er mit „Templar“ einen New-York-Times-Bestseller.
Mit „Replay“ legt Mechner nun eine zutiefst berührende Familiengeschichte vor, die über Kontinente und Generationen hinweg spannt. Vom naziverseuchten Wien, aus dem sein Vater fliehen musste, über Kuba und Los Angeles bis ins französische Montpellier. Geschickt verwebt Mechner seine eigene Lebensgeschichte als Familienvater und Kreativer mit den dramatischen Erfahrungen seiner Vorfahren. Der Bogen reicht vom Kriegsgeschehen 1914 über die Flucht vor dem Nationalsozialismus bis in die Gegenwart.
Groß war auch das mediale Interesse. Nachzulesen sind die Mediengespräche, die Jordan Mechner im Rahmen seines Aufenthalts in Österreich geführt hat, unter anderem in DER STANDARD, Die Presse und jetzt.at. Nachzuhören auf Ö1 und FM4, und nachzusehen auf Okto.tv und W24.
Aussendung Vermes-Verlag / Red.
