Gestern Abend – am Welttag des Buches – verlieh die Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien zum dreizehnten Mal den Wiener Buchpreis. Heuer ging er an den Autor Martin Prinz. Johannes Kößler erhielt den Innovations- und Performancepreis. Der Ehrenpreis der Wiener Buchbranche wurde an Karin Haller überreicht.

„Der Wiener Buchpreis macht jedes Jahr sichtbar, wie vielfältig, engagiert und gesellschaftlich relevant die Wiener Buch- und Medienbranche ist. Mit den diesjährigen Preisträgern zeichnen wir Persönlichkeiten aus, die Literatur schaffen, vermitteln und auch nachhaltig prägen“ – Kristina Macherhammer-Hochwarter, Obfrau der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft

Wiener Buchpreis – Martin Prinz

Der Wiener Buchpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und ging heuer an den in Lilienfeld geborenen Autor, der zu den wichtigsten Stimmen der österreichischen bzw. deutschsprachigen Gegenwartsliteratur zählt. In vielen seiner Werke orientiert sich Martin Prinz an real historischen Ereignissen.
Sein jüngstes Buch Die letzten Tage (Jung und Jung) zählt laut der Wiener Buchpreis-Jury zu den wichtigsten Neuerscheinungen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Darin berichtet er von einem einzigartigen Fall österreichischer Zeitgeschichte – einem Standgericht, das der selbsternannte Richter Johann Braun in Reichenau an der Rax eingerichtet hat. Eine wichtige Quelle für den Autor war das Wiener Stadt- und Landesarchiv, das den Prozess gegen die damaligen Mörder dokumentiert hat.

Innovations- und Performancepreis – Johannes Kößler

Johannes Kößler erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Innovations- und Performancepreis. Für die Jury ist er ein großes Vorbild für die gesamte Buchbranche. Der Geschäftsführer der Buchhandlung Seeseiten in der Seestadt Aspern hält seit 30 Jahren die Fahne des Buches hoch und trägt die Botschaft des Lesens über sämtliche Kanäle in die Welt – sei es auf Social Media oder auch regelmäßig im Frühstücksfernsehen.

Ehrenpreis der Wiener Buchbranche – Karin Haller

Karin Haller erhielt den Ehrenpreis der Wiener Buchbranche. Sie leitet seit 1993 das Institut für Jugendliteratur. Unter ihrer Führung entwickelte sich dieses zu einer zentralen Plattform der literarischen Bildungsarbeit, die Forschung, Kritik und Vermittlung auf beispielhafte Weise verbindet. Laut Jury trägt sie zu einer nachhaltigen Förderung junger Autor:innen bei und somit entscheidend zur Qualität und Sichtbarkeit österreichischer Kinder- und Jugendliteratur.

„Der Wiener Buchpreis steht für die hohe Qualität und Innovationskraft der Branche und zeigt, wie stark Bücher und Medien zur kulturellen Identität und zum intellektuellen Leben der Stadt beitragen“ – Kristina Macherhammer-Hochwarter, Obfrau der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft

 

Presseaussendung Wirtschaftskammer Wien / Red.