Der Deutsche Verlagspreis wird 2026 zum achten Mal vergeben. Ziel dieses Preises ist die Unterstützung der hervorragenden Arbeit unabhängiger Verlage in Deutschland.
Vergeben wird der Deutsche Verlagspreis in Form von Gütesiegeln – ab heuer in fünf Kategorien:
- Spitzenpreis: Gütesiegel verbunden mit einer Prämie in Höhe von jeweils 50.000 Euro für drei besonders herausragende Verlage
- Gütesiegel verbunden mit einer Prämie in Höhe von jeweils 18.000 Euro für bis zu 79 herausragende Verlage
- Nachhaltigkeitspreis: Gütesiegel verbunden mit einer Prämie in Höhe von 24.000 Euro für bis zu einem herausragenden Verlag, der besondere Kriterien der ökologischen Nachhaltigkeit erfüllt
- Innovationspreis: dieser neue Preis – Gütesiegel in Verbindung mit einer Prämie in Höhe von 24.000 Euro – geht an (maximal) einen herausragenden Verlag, der mit kreativen, zukunftsorientierten Maßnahmen oder digitalen Formaten neue Impulse in der Branche setzt
- Zusätzlich wird ein undotiertes Gütesiegel vergeben an bis zu drei Verlage, die über der zugelassenen Umsatzschwelle liegen
Verlage, die unter der Umsatzgrenze liegen (durchschnittlicher Gesamtumsatz der letzten drei Jahre von weniger als 3 Millionen Euro pro Jahr), bewerben sich automatisch für eines der dotierten Gütesiegel. Die unabhängige Jury des Deutschen Verlagspreises berät auf Grundlage der Teilnahmebedingungen darüber, welcher Verlag in welcher mit einer Prämie verbundenen Kategorie mit einem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet werden soll.
Weiterentwickeltes Verfahren zur Preisträgerfindung
Nach den umstrittenen Entscheidungen 2025 gibt es nun ein weiterentwickeltes Verfahren bei der Bestimmung der Preisträger.
Die Auswahl der auszuzeichnenden Verlage trifft der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) auf Grundlage der Empfehlungen der Jury. Sie bewertet und gewichtet die eingereichten Bewerbungen in einer Gesamtschau.
Zur fachlichen Beratung können sowohl die Jury als auch BKM während des Auswahlprozesses bei Bedarf ein Gremium hinzuziehen, das mit den Partnern des Preises, dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Kurt-Wolff-Stiftung, besetzt ist. Das weiterentwickelte Verfahren dient einer transparenten und sorgfältigen Bewertung etwaiger Fragestellungen im Auswahlprozess und stärkt den verantwortungsvollen Austausch der beteiligten Partner.
Bewerbungsfrist: 10. bis 24. Juli 2026
Bewerbungen können über das Online-Bewerbungsportal eingereicht werden – Voraussetzungen für die Teilnahme
Die Preisverleihung wird am 9. Oktober 2026 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse stattfinden.
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