Der Verein Philosophicum Lech hat die Shortlist für den „Tractatus – Preis für philosophische Essayistik“ bekanntgegeben. Wer die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung erhält, wird Anfang September verkündet. Die feierliche Verleihung findet am 25. September im Rahmen des 29. Philosophicum Lech statt.
Sechs Titel hat die dreiköpfige Jury unter Vorsitz von Konrad Paul Liessmann (nicht stimmberechtigt) als finale Anwärter ausgewählt. Dieser Jury gehören seit 2023 dieLiteraturwissenschaftlerin, Kritikerin und Essayistin Daniela Strigl (Ö), die Philosophin, Kulturjournalistin und Publizistin Catherine Newmark (CH) und der Literaturkritiker und Autor Ijoma Mangold (D) an.
Die Nominierten
- Andreas Dorschel: Die Welt verändern. Poetik des Manifests | Vittorio Klostermann
- Maria-Sibylla Lotter: Opfer. Über Verwundbarkeit als Selbstbild | Carl Hanser Verlag
- Philip Manow: Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats | C.H. Beck
- Richard Schuberth: Vom Antisemitismus, der keiner sein will | Edition Tiamat
- Martin Warnke: Large Language Kabbala: Eine kleine Geschichte der Großen Sprachmodelle | Matthes & Seitz Berlin
- Stefan Weidner: Yoga oder Die sanfte Eroberung des Westens durch den Osten | Carl Hanser Verlag
Zum Tractatus – Preis für philosophische Essayistik
Der auf Anregung von Schriftsteller Michael Köhlmeier vom Verein Philosophicum Lech ins Leben gerufene Essay-Preis wird 2026 zum achtzehnten Mal vergeben. Er ist dank großzügiger Unterstützung privater Sponsoren mit 25.000 Euro Preisgeld hoch dotiert und eine der wenigen Auszeichnungen für philosophische Essayistik.
„Prämiert werden herausragende Essays oder essayistisch orientierte Sachbücher, die philosophische Fragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich diskutieren und einen Beitrag zu einer nicht nur fachspezifischen Debatte von philosophischen Fragen liefern. Die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas werden dabei besonders berücksichtigt“ – Konrad Paul Liessmann
Verleihung im Rahmen des 29. Philosophicum Lech
Wer den Tractatus in diesem Jahr erhält, wird Anfang September via Presseinformation bekannt gegeben. Die Verleihung findet am 25. September 2026 beim 29. Philosophicum Lech statt. Unter dem Titel „Betreutes Denken. Die neue Lust an der Unmündigkeit“ sind vom 22. bis 27. September 2026 namhafte Vortragende aus Philosophie, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie benachbarten Disziplinen geladen, um die weitreichende Thematik aus unterschiedlichsten Blickwinkeln gegenwartsbezogen zu betrachten. Als ambitionierte Initiative zur Standortbestimmung in philosophisch und gesellschaftlich relevanten Diskursen entspricht der Tractatus ganz dem Selbstverständnis des Philosophicum Lech, das sich seit mehr als einem Vierteljahrhundert als herausragender Ort intellektueller Auseinandersetzung etabliert hat. | www.philosophicum.com