Der Österreichische Krimipreis steht für die besondere Würdigung der Kriminalliteratur und wird nun bereits zum neunten Mal verliehen, dieses Jahr durch das Krimifest Kärnten. Über 100 Krimispezialist:innen – Buchhändler:innen, Blogger:innen und Journalist:innen – haben abgestimmt und der diesjährige Sieger ist Marc Elsberg.
„Ich freue mich natürlich sehr und fühle mich geschmeichelt, damit zu einer Runde außerordentlicher und geschätzter Kolleg:innen zu gehören! Es ist ja etwas merkwürdig, einen Preis dafür zu bekommen, sich Katastrophen auszudenken. Noch merkwürdiger ist, wie oft die Wirklichkeit hinterher bei meinen Büchern abschreibt. Das spricht weniger für meine Weitsicht als dafür, dass die Szenarien nie weit hergeholt waren. Ehrlich gesagt würde ich lieber öfter danebenliegen. Aber dafür gibt es vermutlich keinen Preis.“ – Marc Elsberg
Der Preis wird an Autor:innen verliehen, deren Kriminalromane inhaltlich und literarisch besonders überzeugen und die kulturelle und gesellschaftliche Relevanz des Genres unterstreichen sowie richtungsweisende neue Entwicklungen innerhalb des Genres anstoßen. Der mit 4000 Euro dotierte Österreichische Krimipreis wird nun bereits zum neunten Mal verliehen.
Alles über den Österreichischen Krimipreis 2026
Marc Elsberg
Marc Elsberg, geboren 1967 in Wien, war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung „Der Standard“. Unter seinem bürgerlichen Namen Marcus Rafelsberger begann er, Romane und Krimis zu schreiben.
Große Bekanntheit erlangte er mit der Veröffentlichung seines ersten Thrillers 2012: „Blackout – Morgen ist es zu spät“ stand mehrere Jahre auf der Spiegel-Bestsellerliste, wurde allein im deutschsprachigen Raum über 1,8 Millionen Mal verkauft und in über ein Dutzend Sprachen übersetzt. Seitdem gilt Marc Elsberg als Meister des Science-Thrillers: In seinen Büchern widmet er sich den Folgen ausbeuterischer Systeme und globaler Vernetzung sowie den Hintergründen politischer und wirtschaftlicher Machenschaften. Dabei zeichnet er Szenarien, die heute oder schon in naher Zukunft Realität sein könnten.
Genau diese Nähe, die fundierte wissenschaftliche Recherche und die fein gewebten, temporeichen Plots machen seine Geschichten so greifbar und spannungsgeladen wie erschreckend. Wer Marc Elsberg liest, kommt nicht umhin, sich mit moralischen Konflikten und der Verantwortung auseinanderzusetzen, die wir uns gegenseitig und unserem Planeten gegenüber tragen – wird aber nicht zuletzt auch sehr gut unterhalten.
Preisverleihung
Verleihung des Österreichischen Krimipreises 2026 an Marc Elsberg findet am 18. Oktober um 19 Uhr im Casineum am See in Velden am Wörthersee statt. Die Laudatio wird Krimifest-Initiator Bernhard Aichner halten. Anschließend gibt es eine Lesung des Preisträgers.
Mehr Infos und Tickets für die Verleihung
Aussendung Haymon Verlag / Red.