Die Entscheidungen der Vergaben der Nobelpreise 2026 finden heuer vom 5.–12. Oktober statt. Gestern wurde der Nobel Prize in Literature 2026 bekanntgegeben: die kanadischen Lyrikerin Anne Carson, die längst zu den Kandidat:innen für diesen Preis gezählt wurde, wird den mit rd. 1 Mio. dotierten Preis erhalten.
„ … for her bold and inventive oeuvre that, in playful dialogue with the classical tradition, has created new forms for contemporary literature“
Die Verleihung findet traditionell am Todestag von Alfred Nobel, dem 10. Dezember statt.
Anne Carson
Die 1950 in Toronto geborene Anne Carson ist Dichterin, Essayistin, Übersetzerin und Klassische Philologin. Ihre Übertragungen antiker Texte gelten in der Fachwelt als eigenständige literarische Kunstwerke. Sie lebt mit ihrem Ehemann in Michigan sowie seit einigen Jahren auch in Island, 2022 nahm sie zusätzlich die isländische Staatsbürgerschaft an.
Von ihren Werken sind In deutscher Übersetzung zuletzt erschienen:
- 2014: Decreation: Gedichte, Oper, Essays (S. Fischer)
- 2014: Anthropologie des Wassers (Matthes & Seitz Berlin)
- 2017: Albertine 59 Liebesübungen + Appendices (Matthes & Seitz Berlin)
- 2019: Rot. Zwei Romane in Versen (S. Fischer)
- 2020: Der bittersüße Eros (Turia + Kant)
- 2020: Dreizehn Blickwinkel auf einige Worte / Thirteen Ways of Looking at a Short Talk (Wallstein)
- 2020: Irdischer Durst (Mathhes & Seitz Berlin)
- 2023: If Not, Winter/fehlst du, ist Winter: Fragments of Sappho/Fragmente der Sappho (Urs Engeler)
- 2014: An Antigone (Sophokles) (Turia + Kant)
- 2025: Norma Jeane Baker von Troja: eine Version von Euripides’ Helena (Matthes & Seitz Berlin)
Wikipedia-Eintrag zu Anne Carson
Biobiography Anne Carson (nobelprize.org)