Buchblog-Award: Das sind die besten Buchblogs 2019

Pressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V.

Vier Buchblogs auf der Frankfurter Buchmesse ausgezeichnet / 652 Blogs nominiert / Erstmals Auszeichnung für den besten Buchhandlungs- und Verlagsblog / Porträts der Ausgezeichneten ab November auf www.boersenblatt.net

Blogs mit Kreativität und Haltung: NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels haben auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Buchblog-Award die besten Buchblogs 2019 in vier Kategorien gekürt. Der Buchblog-Award zeichnet den „Besten Buchblog“, den „Besten Newcomer“ und zum ersten Mal den „Besten Buchhandlungsblog“ sowie den „Besten Verlagsblog“ aus.

Die Gewinner-Blogs in den einzelnen Kategorien sind:

652 Buchblogs und -kanäle waren in den vier Kategorien um den Buchblog-Award 2019 ins Rennen gegangen. Aus einem öffentlichen Online-Voting gingen je zehn Finalisten in den Kategorien „Bester Buchblog“ und „Bester Newcomer“ hervor, aus denen die Jury pro Kategorie einen Gewinner-Blog wählte. Bei den Buchhandlungsblogs und den Verlagsblogs entschied allein die Zahl der Stimmen im Online-Voting.

Die Jury kommentiert ihre Auswahl: „Sowohl die etablierten Blogs als auch die Newcomer überzeugten mit einer ausgesprochen hohen Qualität, alle 20 Blogger*innen haben sehr unterschiedliche Herangehensweisen gewählt und sowohl inhaltlich als auch optisch ganz eigene Wege gefunden. So schwierig das die Entscheidungsfindung der Jury gemacht hat, so sehr spiegelt es doch die Vielfalt und Kreativität der Szene. Dass viele Blogger*innen auch über die Literatur hinaus ihre gesellschaftliche oder politische Haltung auf dem Blog transportieren, hat uns gefreut und beeindruckt.“

Die vollständigen Begründungen der Jury zum „Besten Buchblog“ und zum „Besten Newcomer“ sind auf www.buchblog-award.de/news/bubla19-gewinner abrufbar.

Der Jury des Buchblog-Awards 2019 gehören an: Antonia Baum (freie Autorin, ZEIT), Jo Lendle (Verleger, Carl Hanser Verlag), Tina Lurz (Mitgründerin Agentur ehrlich&anders), Carolin Wolf (Inhaberin Buchhandlung Carolin Wolf) und Torsten Woywod (Online-PR und Social-Media-Manager, DuMont Verlag).

Teilnehmen konnten ausschließlich deutschsprachige Blogs und Social-Media-Kanäle, die sich überwiegend mit Literatur befassen und regelmäßig Beiträge veröffentlichen. Alle Finalisten sind abrufbar unter: www.buchblog-award.de/news/finalisten2019

Die Gewinner*innen in den Kategorien „Bester Buchblog“ und „Bester Newcomer“ dürfen sich jeweils über zwei Übernachtungen für zwei Personen im Gutshotel Groß Breesen, dem ersten Bücherhotel Deutschlands, freuen. Sie bekommen außerdem einen BücherScheck im Wert von je 100 Euro. Die Teams des besten Verlagsblogs und des besten Buchhandlungsblogs erhalten je einen Präsentkorb für ihre Siegesfeier. Das Börsenblatt veröffentlicht auf www.boersenblatt.net ab November ausführliche Porträts aller Gewinner*innen.

Sponsoren des Buchblog-Awards 2019 sind die Frankfurter Buchmesse und JETZT EIN BUCH!, die Initiative der deutschen Buchbranche.

Die Initiatoren

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Interessenvertretung der deutschen Buchbranche gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Er wurde 1825 gegründet und vertritt rund 4.500 Buchhandlungen, Verlage, Zwischenbuchhändler und andere Medienunternehmen. Er veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie den Deutschen Buchpreis, engagiert sich in der Leseförderung und für die Freiheit des Wortes.

NetGalley ist eine Online-Plattform für digitale Leseexemplare und den Austausch zwischen Buchverlagen und professionelle Leser*innen. Verlage haben die Möglichkeit, neue oder noch unveröffentlichte Titel bekannt zu machen. Rezensent*innen, Blogger*innen, Journalist*innen, Buchhändler*innen, Bibliothekar*innen sowie Lehrende erhalten kostenfreien Zugang zu digitalen Lese- und Rezensionsexemplaren. Die Plattform ist seit März 2016 auf Deutsch verfügbar und wird von knapp 14.500 professionellen Leser*innen sowie zahlreichen großen und kleinen Verlagen genutzt.

Ansprechpartnerin für Fragen zum Wettbewerb: Karina Elm, info@buchblog-award.de, +49 (0) 30 23456 340

Hashtag zum Award: #bubla19
Website: www.buchblog-award.de
Facebook: www.facebook.com/BuchblogAward
Twitter: @BuchblogAward

Thalia wird mit dem market Quality Award ausgezeichnet

Linz, 15. Oktober 2019: Im Zuge eines vom market Institut durchgeführten branchenbezogenen Markttest im Juli 2019, wurden für den Produktbereich Buch-, Papier und Schreibwarenhandel eine Vielzahl von relevanten inhaltlichen Kriterien aus Kundensicht bewertet. Für den Gesamtsieg in der Kategorie „Brand Drive“ erhielt Thalia den market Quality Award.

Thalia – die Marke mit Triebkraft

In der Kategorie „Brand Drive“ zählt die Dynamik und Innovationskraft einer Marke im Umfeld des Mitbewerbs in Österreich. Die Sympathiewerte einer Marke sind dabei genauso ausschlaggebend wie ihre Weiterempfehlungsrate und die zugrundeliegende Markenbindung. Innovative Marken wie Thalia, die immer wieder neuartige Produkte und Leistungen anbieten, konnten in dieser Kategorie am meisten punkten.

„Neben dem überzeugenden Status Quo muss eine erfolgreiche Marke auch das nötige Momentum besitzen. Nur dann ist nachhaltiges Wachstum gesichert“, ist Mag. Stefan Anzinger, Marktforscher im market Institut, überzeugt.

Thalia, der größte Sortimentsbuchhändler im deutschsprachigen Raum hat sich 2018 neu positioniert und setzt auf unterschiedliche Strategien, um Geschichten zurück in den Alltag der Menschen zu bringen.

„Unsere neue Markenkampagne „Welt, bleib wach“ überzeugt – das freut uns sehr. Wir möchten die Menschen ermutigen, ihr Verhalten bei der Gestaltung von Freizeit, Kommunikation, sozialem Leben und des Lernens zu hinterfragen. Unser größtes Ziel ist es die Menschen wieder für das Lesen zu begeistern“, fasst Mag. Andrea Mikhaeel, Marketingleiterin Thalia Österreich die zentralen Markenbotschaften zusammen.

In der Gesamtbewertung rangiert Thalia österreichweit hinter Libro hauchdünn auf Platz zwei. In der Teilkategorie „Corporate Social Responsibility“ besetzt Thalia ebenfalls den ersten Platz und lässt damit große Ambitionen in Richtung nachhaltiges Wachstum erkennen.

 

Der market Quality Award

Das market Institut führt seit vielen Jahren branchenbezogene Markttests – darunter auch für den Buch-, Papier und Schreibwarenhandel – durch. Dabei werden eine Vielzahl von relevanten inhaltlichen Kriterien aus Kundensicht bewertet. Auf einer statistisch verlässlichen Basis wird ein umfassendes Bild über die untersuchten Marken des Produktbereichs gezeichnet. Neben den klassischen Leistungsparametern im Kapitel „Key Performance“ werden auch die Triebkraft bzw. der Schwung der Marken in Hinblick auf zukünftige Höhenflüge analysiert – der Brand Drive. Komplettiert wird die umfassende Markenanalyse im Kapitel „Corporate Social Responsibility“, denn eine gute Nachhaltigkeitsperformance wirkt sich ebenso positiv auf den Erfolg einer Marke aus.

Markttest = Online Befragung in der repräsentativen, österr. Bevölkerung ab 16 Jahren. Durchführungszeitraum: Juli 2019; n=1000

Ein Fest für die Kriminalliteratur

Das dritte Krimifest größer, spektakulärer, spannender

Erstmals standen heuer neben Tirol auch weitere Bundesländer Österreichs im Zeichen des Kriminalromans: Mit dem Krimifest am Wörthersee und dem Krimifest bei Thalia fanden über 80 Veranstaltungen in Gesamtösterreich statt. Rund 6.000 Besucherinnen und Besucher folgten in diesem Jahr der Einladung der beiden Initiatoren Bernhard Aichner und Markus Hatzer und trugen maßgeblich dazu bei, dass die Veranstaltungen zu einem unvergleichlichen Erlebnis wurden – nicht zuletzt auch für die geladenen Autorinnen und Autoren, die aus aller Welt kamen, um bei diesem einmaligen Event dabei zu sein.

Das Krimifest 2019 war ein voller Erfolg. Von Signierstunden über Workshops und Frühstückslesungen bis hin zur „Ladies Crime Night“ – die Vielfalt des Kriminalromans spiegelte sich nicht nur in den Texten, sondern auch in den Veranstaltungsformaten wider. Dass sich die Krimibegeisterung durch alle Altersgruppen zieht, zeigte einmal mehr der Raiffeisen Jugend-Krimipreis, der im Rahmen der großen Eröffnungsfeier an die diesjährige Gewinnerin, Johanna Westreicher verliehen wurde. Ihr Kurzkrimi „Der Schriftsteller“ liegt nun als Booklet in allen Raiffeisen-Banken auf. Das diesjährige TT-Krimifest-Aufenthaltsstipendium ging an die Autorin Christine Brand.

Über das zahlreiche und überaus positive Feedback der Besucherinnen und Besucher freuten sich alle Beteiligten, allen voran die beiden Festival-Initiatoren Bernhard Aichner und Markus Hatzer. Damit kann die Arbeit für das nächste Krimifest beginnen – wir freuen uns darauf!

Der Österreichische Krimipreis als krönender Abschluss

Am Ende dieser spannungsgeladenen Woche wurde schließlich der Österreichische Krimipreis 2019 verliehen. Die Preisträgerin Alex Beer macht in ihren Werken wie keine andere historische Lebenswelten und deren Gefahren erlebbar. Die in ihren Büchern verhandelten Themen sind dabei stets zeitlos.

Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wurde im exklusiven Ambiente des Preisstifters, den Swarovski Kristallwelten, überreicht. Die Laudatio hielt die Gewinnerin des Vorjahres, Ursula Poznanski.

Mit dem Österreichischen Krimipreis wird jährlich ein deutschsprachiger Autor oder eine deutschsprachige Autorin ausgezeichnet, dessen/deren Kriminalromane inhaltlich und literarisch besonders überzeugen und die kulturelle und gesellschaftliche Relevanz des Genres unterstreichen, sowie richtungsweisende neue Entwicklungen innerhalb des Genres anstoßen.

Statement der diesjährigen Preisträgerin Alex Beer:
„Die österreichische Krimilandschaft ist bunt, abwechslungsreich und von Erfolg gekrönt. Es gibt mittlerweile sehr viele herausragende Autorinnen und Autoren, die bis weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt sind und auf internationalem Niveau agieren. Dass eine renommierte Fachjury ausgerechnet mich mit dieser prestigeträchtigen Auszeichnung bedenkt, ist deshalb eine umso größere Ehre. Ich bin überwältigt und freue mich riesig.“

Im Bild: v.l.n.r. Bernhard Aichner, Alex Beer, Ursula Poznanski, Markus Hatzer
Foto: (c) Gerhard Berger

Alex Beer,

geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Auch im Literarischen gräbt sie nach verborgenen Geheimnissen aus früheren Zeiten: Ihre vielfach ausgezeichnete Serie um den Wiener Kriminalinspektor August Emmerich spielt im Wien der 1920er Jahre. Nach den ersten drei Fällen »Der zweite Reiter«, ausgezeichnet mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2017, »Die rote Frau«, nominiert für den Friedrich-Glauser-Preis 2019, und »Der dunkle Bote« erscheint im Mai 2020 der vierte, von den Fans lange erwartete Roman um Emmerich.
Mit »Unter Wölfen« erscheint im November 2019 ein Roman, der in ein anderes, dunkles Kapitel der Historie führt: Im Jahre 1942 kämpft Isaak Rubinstein um das Leben seiner Familie. Um sie zu schützen, infiltriert er die Gestapo und ermittelt unter falschem Namen in einem brisanten Mordfall.
Wie keine andere macht Alex Beer historische Lebenswelten und deren Gefahren erlebbar, die in ihren Büchern verhandelten Themen sind dabei jedoch zeitlos.

Saskia Luka erhält den Buchpreis 2019 der Stiftung Ravensburger Verlag

Den Buchpreis 2019 der Stiftung Ravensburger Verlag erhält die 38jährige Autorin Saskia Luka für ihren Familienroman „Tag für Tag“ (Kein & Aber). Stiftungsvorstand Johannes Hauenstein übergibt den mit 12.000 Euro dotierten Preis am 25. November 2019 in Berlin. In den Vorjahren von 2011 bis 2018 waren die Schriftsteller(innen) Hannes Köhler, Annette Mingels, Benedict Wells, Vea Kaiser, Lena Gorelik, Doris Knecht, Sten Nadolny und Maja Haderlap mit dem Buchpreis Familienroman ausgezeichnet worden.

Die Autorin und ihr Roman

Saskia Luka wurde 1980 in Köln geboren, heute lebt sie mit ihrer Familie auf der dalmatinischen Insel Bra? (Kroatien). Ihr Debütroman „Tag für Tag“ erzählt von drei Frauen – Großmutter, Tochter, Enkelin –, deren Leben direkt und indirekt durch den Jugoslawienkrieg geprägt wurden. Lucia, die Großmutter, hat sich trotz des Krieges nicht aus ihrem von allen anderen Bewohnern verlassenen Dorf vertreiben lassen. Ihre Tochter Maria dagegen verließ das Land und baute sich in Deutschland ein neues Leben als Künstlerin, Ehefrau und Mutter auf. Anna, die Enkelin, wächst in München ohne Bezug zur Heimat ihrer Vorfahren auf. Sie lernt auch kein Kroatisch, denn ihre Mutter assimiliert sich gründlich und schüttelt ihre von Nationalismus und patriarchalischen Strukturen geprägte bäuerliche Herkunft vollständig ab. Nachdem Maria jedoch die mittlerweile hinfällige Großmutter zu sich nach Deutschland geholt hat, entwickelt sich ein vielschichtiger Konflikt zwischen den drei Frauen.

Begründung der Preisvergabe

Saskia Luka beschreibt in diesem Roman die Bindekräfte einer Familie auf berührende Weise. Die Kunstfertigkeit, mit der die Autorin die Konflikte zwischen den drei Frauen entwickelt und in der Schwebe hält, ohne als Erzählerin Partei zu ergreifen, ist überzeugend. Es wird spürbar, dass die familiären Verbindungen stärker und wichtiger sind als die gegensätzlichen Meinungen. Darüber hinaus stellt die Geschichte ein modernes Beispiel für eine gelingende, durchaus individuell variierende Identitätsfindung im Lebenskontext von Migration und Integration dar.

Stiftungs-Buchpreis für familienbezogenen Roman oder Erzählungen

Der zum neunten Mal verliehene Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag soll jährlich den Autor oder die Autorin einer deutschsprachigen Publikation erzählender Prosa (Roman, Erzählung, Anthologie) auszeichnen, die maximal zwei Jahre zuvor erschienen ist. Die Preissumme von 12.000 Euro erhält eine Schriftstellerin oder ein Schriftsteller, „der mit literarischen Stilmitteln ein zeitgenössisches Bild der Familie zeichnet“.

In der Zielsetzung heißt es weiter:
Ausgezeichnet wird ein Buch, das auf dem geistigen Niveau der Zeit die inneren Kräfte des Lebensmodells Familie und deren Dynamik anschaulich macht, was aktuelle Problemthemen einschließt. Die Bedeutung der Familie in der Gesellschaft steht im Mittelpunkt des Interesses der fiktionalen Handlung. Das Buch vermittelt erzählerisch Konfliktlösungen oder Lebensbeispiele, die einen Beitrag zur familiären Wertebildung leisten.

Die Berater und Entscheider

Bei der Entscheidung für den Buchpreis lässt sich die Stiftung von verschiedenen Fachleuten aus Literaturkritik und Buchhandel beraten. Im Jahr 2019 waren dies Dr. Uwe Wittstock (Autor und Literaturkritiker), Sandra Kegel (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Ellen Pomikalko (Buchmarkt), Dr. Ulrich Weinzierl (Autor und Literaturkritiker), Michael und Margarete Riethmüller (Buchhandlung RavensBuch) und Andrea Reidt (Journalistin und Autorin).

Buch- und Leuchtturm-Preisverleihungen im November in Berlin

Die Preisverleihung findet am 25. November 2019 in der Berliner Landesvertretung Baden-Württemberg statt. Die Laudatio auf die Buchpreisträgerin hält der Literaturkritiker Dr. Uwe Wittstock. Bei dieser Gelegenheit wird auch die zweite Auszeichnung der Stiftung Ravensburger Verlag überreicht: der ebenfalls mit 12.000 Euro dotierte „Leuchtturm-Preis 2019 für vorbildliches Engagement im Sektor familiäre, institutionelle oder ehrenamtliche Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen“. Diesen erhält die Münchener Sozialunternehmerin Eva Rapaport für das von ihr initiierte interreligiöse und interkulturelle Jugendnetzwerk YouthNet. Den Hauptvortrag der Veranstaltung hält der Psychologe und Stress-Experte Louis Lewitan zum Thema „Wie kann Integration gelingen? Eine psychologische Betrachtung“.

 

Buchcover © Kein & Aber Verlag Zürich

Saskia Luka Tag für Tag.
Roman. Kein & Aber Zürich 2019

Autorenfoto © Katarina Ivanisevic
Buchcover © Kein & Aber Verlag Zürich

Österreichischer Buchpreis 2019: Shortlist bekanntgegeben

Die Jury hat fünf Titel für den Österreichischen Buchpreis 2019 nominiert: 140 belletristische, essayistische, lyrische und dramatische Werke, die zwischen dem 10. Oktober 2018 und 8. Oktober 2019 erschienen sind, wurden eingereicht.

Auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis 2019 sind folgende Werke (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land (Klett-Cotta)
  • Karl-Markus Gauß: Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer (Zsolnay)
  • Norbert Gstrein: Als ich jung war (Carl Hanser)
  • Sophie Reyer: Mutter brennt (edition keiper)
  • Clemens J. Setz: Der Trost runder Dinge (Suhrkamp)

Die Jury-Begründungen finden Sie hier.

Alexander Schallenberg, Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien: „Drei stilistisch und thematisch außergewöhnliche Romane, ein Reiseessay der besonderen Art und ein Band mit Erzählungen, die ihresgleichen suchen, haben es auf die Shortlist zum Österreichischen Buchpreis geschafft – überzeugen Sie sich selbst von der hohen Qualität der österreichischen Gegenwartsliteratur.“

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels:
„Die Shortlist des Österreichischen Buchpreises zeigt exemplarisch die Vielfalt und hohe Qualität der österreichischen Literatur. Die unabhängige Jury hat fünf besondere Titel ausgewählt – jedes der nominierten Bücher bietet Leserinnen und Lesern eine großartige Möglichkeit, die Welt der zeitgenössischen, heimischen Literatur zu entdecken. Jedes davon ist preiswürdig, wir erwarten mit Spannung die Entscheidung der Jury.“

AK Präsidentin Renate Anderl: „Es ist ein Anliegen der Arbeiterkammer Wien, die Vielfalt und den Reichtum der österreichischen Literatur sowie der kulturellen Aktivitäten in den verschiedenen Künsten zu unterstützen und zu fördern – und damit sichtbar zu machen. Mit dem Österreichischen Buchpreis wollen wir auch das Augenmerk unserer Mitglieder auf die österreichische Gegenwartsliteratur lenken.“

Die Jury

Die Jury 2019 setzt sich aus Pia Janke (Germanistin), Robert Renk (Buchhändler, Wagner`sche Universitätsbuchhandlung), Christian Schacherreiter (Literaturkritiker), Anne-Catherine Simon (Journalistin, die Presse) und Uwe Wittstock (Literaturkritiker) zusammen.

Preisverleihung im Rahmen der BUCH WIEN 19 am 4. November

Erst am Abend der Preisverleihung am 4. November 2019 erfahren die fünf AutorInnen der Shortlist sowie die drei AutorInnen der Debütpreis-Shortlist, wem der Österreichische Buchpreis und der Debütpreis zuerkannt werden. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger erhält 20.000 Euro; die vier anderen FinalistInnen jeweils 2.500 Euro. Der Debütpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, die beiden weiteren Debütpreis-FinalistInnen bekommen ebenfalls 2.500 Euro.

Der Österreichische Buchpreis wird vom Bundeskanzleramt der Republik Österreich, dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien ausgerichtet.

(ots Pressemeldung des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels)

Foto: v.l.n.r. Uwe Wittstock, Anne-Catherine Simon, Robert Renk, Pia Janke, Christian Schacherreiter. © HVB/Mercan Sümbültepe

Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich für Prof. Dietmar Grieser

Dietmar Grieser erhält am 16. Oktober von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner das Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich. Mit der Auszeichnung wird zweierlei gewürdigt: die Niederösterreich-Themen in zahlreichen Büchern sowie die Vortragstätigkeit des Autors in verschiedenen niederösterreichischen Bibliotheken, Buchhandlungen und Institutionen.

Zuletzt erschienen:
Dietmar Grieser
WIEN
Wahlheimat der Genies

2019, Amalthea, 272 Seiten, mit zahlr. Abb.
€ A/D 25,–
ISBN 978-3-99050-157-3

Der Julius-Campe-Preis 2019 geht an Dr. Mara Delius

Der Julius-Campe-Preis, den der HOFFMANN UND CAMPE Verlag verleiht, geht in diesem Jahr an die Literaturkritikerin Dr. Mara Delius.

Die Auszeichnung gilt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben haben. Der Preis ist mit 99 Flaschen edlen Weins und des bei HOFFMANN UND CAMPE erschienenen Faksimiles der »Französischen Zustände« Heinrich Heines dotiert.

Die Verleihung erfolgt im Rahmen der Frankfurter Buchmesse am Freitag, den 18. Oktober 2019, im Grandhotel Hessischer Hof. Die Laudatio hält Prof. Dr. Peter Sloterdijk.

Tim Jung, Verleger von HOFFMANN UND CAMPE:
»Ein Zeitgenosse, Freund und Mitarbeiter hat dem großen Verleger von Heinrich Heine, Julius Campe, einst folgende Eigenschaften attestiert: ›eine ungemein scharfe Beobachtungsgabe‹ und ›einen selbstständig denkenden Geist, der alles Neue auf dem Felde der Literatur und Politik vorurtheilsfrei entgegen nahm.‹
Gut 150 Jahre nach Julius Campes Tod sind es genau diese Eigenschaften, die Mara Delius in ihrem Wirken für die Literatur und ihrer überzeugenden Vermittlung des Wertes des Lesens an sich in höchstem Maße auszeichnen.

Als Kritikerin von Rang beweist Mara Delius in ihren Beiträgen zur deutschen und internationalen Literatur in unseren heutigen bewegten Zeiten eine souveräne Sachlichkeit, inhaltliche Prägnanz und ein unbestechliches Erkenntnisinteresse. Darüber hinaus steht ihr Name für ein quicklebendiges modernes Feuilleton, das sich immer wieder dem Erwartbaren verweigert und damit vorbildhaft für Vielfalt steht. Mit ihrer zeitgemäßen und inspirierenden Ansprache einer großen Leserschaft sowie ihrer Vermittlung von Büchern als unverzichtbaren Garanten für Sinn, Wert und Substanz leistet Mara Delius einen entscheidenden Beitrag für den Erhalt einer auch in Zukunft demokratischen, aufgeklärten und informierten Gesellschaft.«

Mit dem Julius-Campe-Preis 2019 ehrt der HOFFMANN UND CAMPE Verlag Dr. Mara Delius für ihre Verdienste um die Literatur.

Die Preisträgerin Dr. Mara Delius,
geboren 1979, studierte in Großbritannien und an der Stanford University (USA), 2009 promovierte sie mit einer Arbeit über Geschichtsverständnis und Fotografie in zeitgenössischer deutscher Literatur am King’s College, London. Sie arbeitete zunächst als Mitarbeiterin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und englischer Zeitschriften, bevor sie ins Feuilleton der Welt wechselte. Seit 2017 leitet sie deren wöchentliche Literaturbeilage Die Literarische Welt.
Foto: Copyright Jakob Hoff

Der Laudator Prof. Dr. Peter Sloterdijk,
geboren 1947 in den Niederlanden, studierte in München und Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. Im Jahre 1976 promovierte Peter Sloterdijk zum Thema Literatur und Organisation von Lebenserfahrung. Gattungstheorie und Gattungsgeschichte der Autobiographie der Weimarer Republik 1918 – 1933. Zwischen 1978 und 1980 bereiste und besuchte Dr. Peter Sloterdijk den Ashram von Bhagwan Shree Rajneesh (später Osho) im indischen Pune. Seit den 1980er Jahren arbeitet Sloterdijk als freier Schriftsteller. Von 2001 – 2015 war Sloterdijk in Nachfolge von Heinrich Klotz Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.

Der Preis
Der Preis ist benannt nach Julius Campe (1792 – 1867), der zu den größten Verlegern der deutschen Geschichte zählt. Als Entdecker von Heinrich Heine und als mutiger Förderer der Autoren des »Jungen Deutschlands« wurde er zum Inbegriff des idealistischen Verlegers, der literarische Entdeckungsfreude mit gesellschaftlichem Engagement vereint.

Die Julius-Campe-Preisträger der vergangenen Jahre waren:

  • 2018: Christian Petzold
  • 2017: Staatsministerin Prof. Monika Grütters
  • 2016: Das Netzwerk der Literaturhäuser
  • 2015: Denis Scheck
  • 2014: Buchhandlungskooperation 5 plus
  • 2013: Felicitas von Lovenberg
  • 2012: Petra Roth
  • 2011: Roger Willemsen
  • 2010: Elke Heidenreich
  • 2009: Elisabeth Niggemann
  • 2008: Wendelin Schmidt-Dengler (posthum)
  • 2007: Klaus Reichert
  • 2006: Michael Naumann
  • 2005: Jan Philipp Reemtsma
  • 2004: Joachim Kaiser
  • 2003: Heinrich Detering
  • 2002: Martin Walser

Nacht der MANZ-Autorinnen und -Autoren im Kursalon Hübner in Wien

Präsentation neuer digitaler Produkte und Vergabe der MANZ-Autorenpreise vor rund 300 Gästen

„Das vergangene Jahr war auf mehreren Ebenen ein aufwändiges, aber auch erfreulich positiv!“ – Mit diesen Worten begrüßte Susanne Stein-Pressl, geschäftsführende Gesellschafterin von MANZ, zur jährlichen „Nacht der MANZ-Autorinnen und -Autoren“. Österreichs Marktführer für Rechtsinformation hatte am 23. September 2019 in den Kursalon Hübner in Wien geladen. Gekommen waren rund 300 Gäste aus Justiz, Wissenschaft und den beratenden Berufen.

Stein-Pressl berichtete in ihrer Begrüßungsrede vom Verkauf des MANZ Schulbuch Verlags an die Taus-Gruppe und vom unlängst erfolgten Rückkauf der MANZ-Anteile von Wolters Kluwer.

„In Zeiten steigender Geschwindigkeit durch die Digitalisierung sind wir als reiner Familienbetrieb schneller und beweglicher“, so Stein-Pressl. Der Digitalisierung begegne man mit einer konsequenten Migrationsstrategie der Inhalte von Print zu online. Heute machen die digitalen Produkte bereits 50% des Umsatzes von MANZ aus.

Stein stellte auch die Kooperation zwischen MANZ und Know-Center der TU Graz vor. Deren Ziel ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der juristischen Recherche in der RDB Rechtsdatenbank.

Über den Fortschritt der Digitalisierung bei MANZ berichtete dann MANZ-Geschäftsführer Peter Guggenberger. Auf den „Gesetzesbutler“, einen Service, der seit 2018 Kundinnen und Kunden der RDB Rechtsdatenbank vorab über novellierte Normen informiert, folgt 2019 der „Linkbutler“. Er erkennt in hochgeladenen Dokumenten automatisch Normen und verlinkt diese mit den entsprechenden Quellen der RDB. (Bild: Copyright Manz/Martin Steiger)

Die RDB Rechtsdatenbank, die älteste Rechtsdatenbank des deutschsprachigen Raums und die mit Abstand größte Österreichs, ist 2019 33 Jahre alt. Eine der vielen unter ihrem Dach vereinten Lösungen ist „Das Schmerzengeld“ von Karl-Heinz Danzl, das unlängst erfolgreich als „Schmerzengeldrechner“ in die RDB integriert wurde.

Seit vielen Jahren der Höhepunkt der „Nacht der MANZ-Autorinnen und -Autoren“ ist die Verleihung der MANZ-Autorenpreise. Sie gingen heuer an:

  • MANZ Premiere: Karlheinz Moick (Feuchtmüller Stockert Moick Rechtsanwälte) und Andreas Gföhler (Schramm Öhler Rechtsanwälte) für ihr Werk zum Bundesvergabegesetz 2018
  • MANZ Rechtsakademie: Martin Risak (Inst. für Arbeits- und Sozialrecht der Uni Wien) als Leiter des sechstägigen „Lehrgangs Arbeitsrecht“
  • MANZ Kommentare Print & Online: Rainer Knyrim (Knyrim Trieb Rechtsanwälte) als Herausgeber des „DatKomm“, Kommentar zu DSGVO und DSG
  • RDB most wanted: Karl-Heinz Danzl (Senatspräsident des OGH i.R.) für „Bemerkenswerte schadenersatzrechtliche Entscheidungen des Jahres 2018“ aus der Zeitschrift für Verkehrsrecht ZVR – das am häufigsten aufgerufene Dokument der RDB Rechtsdatenbank der vergangenen zwölf Monate
  • Lebenswerk: Lothar Wiltschek, u.a.15 Jahre lang Schriftleiter der „Österreichische Blätter für Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht – ÖBl“ und Autor der Gesetzesausgabe zum UWG (im Bild mit Susanne Stein-Pressl, Copyright Manz/Martin Steiger)

Manz/APA OTS Meldung

Romy Hausmann gewinnt den CRIME COLOGNE Award 2019 mit »Liebes Kind« (dtv)

Foto: v.l.n.r. Mike Altwicker (Juryvorsitz), Marc Raabe (Jury), Alex Beer, Birgitt Schippers (Jury), Romy Hausmann, Petra Pluwatsch (Jury), Johannes Groschupf, Martin von Arndt // Copyright Ingo Winkelströter

Die Veranstalter gratulieren Romy Hausmann herzlich zum Gewinn des CRIME COLOGNE Awards 2019, der gestern Abend auf der feierlichen Eröffnungsgala in Köln übergeben wurde.

Nominiert waren Martin von Arndt mit »Sojus« (Ars Vivendi Verlag), Alex Beer mit »Der dunkle Bote« (Limes Verlag), Johannes Groschupf mit »Berlin Prepper« (Suhrkamp Verlag) und Romy Hausmann mit »Liebes Kind (dtv Verlag). Für die Vergabe des Preises war eine fünfköpfige Jury verantwortlich, bestehend aus Mike Altwicker (Vorsitz), Petra Pluwatsch, Marc Raabe, Birgitt Schippers und Margarete von Schwarzkopf.

Die Jury begründet ihre Auswahl folgendermaßen:

»Die Qualität von Romy Hausmanns Debüt zeigt sich bereits im ersten Satz. Hier zeigt sich ein großes Gespür für die Dramaturgie des Textes, über den sie bis zur letzten Seite die Kontrolle behält. Dabei ist die gewählte Struktur der drei Perspektiven ein grandioser Schachzug, um den Leser immer wieder in andere Richtungen zu lenken und mit neuen Spekulationen auf seinem Irrweg zurückzulassen. Überzeugend auch die Idee, die Geschichte mit ihrem vermeintlichen Ende beginnen zu lassen. Romy Hausmann hat sich mit ihrem ersten Roman sofort einen Platz unter den großen Nachwuchsautoren der deutschsprachigen Krimizunft gesichert.«

 

 

Deutscher Buchpreis 2019: Die sechs Finalisten

Die Jury hat die sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2019 ausgewählt:

  • Raphaela Edelbauer, Das flüssige Land (Klett-Cotta, August 2019)
  • Miku Sophie Kühmel, Kintsugi (S. Fischer, August 2019)
  • Tonio Schachinger, Nicht wie ihr (Kremayr & Scheriau, August 2019)
  • Norbert Scheuer, Winterbienen (C.H.Beck, Juli 2019)
  • Saša Staniši?, Herkunft (Luchterhand, März 2019)
  • Jackie Thomae, Brüder (Hanser Berlin, August 2019)

Jörg Magenau (freier Literaturkritiker), Sprecher der Jury des Deutschen Buchpreises 2019, zur Auswahl:

„Die Shortlist bietet sechs herausragende Fundstücke, sechs Romane, die formal und stilistisch und in ihrer Klangfarbe unterschiedlicher nicht sein könnten, und die doch ein großes Thema eint: In allen geht es um familiäre Zusammenhänge, um den Ort in der globalen Welt, von dem aus das eigene Dasein zu begreifen ist. Dass dabei vor allem die Identität des Mannes problematisch geworden ist, beschreiben sie mal aus weiblicher, mal aus männlicher Perspektive. Vielleicht hat der Generationenwechsel, der sich mit drei Debüts im Finale andeutet, damit zu tun, dass die Jüngeren bei diesen Themen schärfer hinschauen. Die Jury war geeint in Leselust und konstruktivem Streit. Wir hoffen, dass es auch allen anderen Leserinnen und Lesern so gehen wird.“

Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 203 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2018 und dem 17. September 2019 erschienen sind.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2019 gehören neben Jörg Magenau an: Petra Hartlieb (Hartliebs Bücher, Wien), Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt am Main), Björn Lauer (Hugendubel Frankfurt), Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk), Daniela Strigl (Literaturwissenschaftlerin) und Margarete von Schwarzkopf (Autorin und Literaturkritikerin).

Mit dem Deutschen Buchpreis 2019 zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

Die Preisverleihung findet am 14. Oktober 2019 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Unter dem Hashtag #buchpreisbloggen stellen darüber hinaus 20 Literaturbloggerinnen und -blogger die nominierten Titel 2019 vor. Die Rezensionen werden unter www.deutscher-buchpreis-blog.de veröffentlicht und über die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises geteilt.

Der Hashtag zum Deutschen Buchpreis lautet: #dbp19

 

Dritte Blogbuster-Staffel mit Eichborn Verlag

Der Blogbuster-Preis startet auf der Frankfurter Buchmesse 2019 in die dritte Runde. Jedes Mal ist ein anderer Partnerverlag beteiligt: Nach 2017 mit Klett-Cotta/Tropen und 2018 mit Kein & Aber ist beim Blogbuster-Preis 2020 der Eichborn Verlag mit an Bord, der diesmal den Siegertitel veröffentlicht.

Foto: © Eichborn Verlag / (von links nach rechts Uwe Kalkowski (Produktmanager), Friederike Achilles (Lektorin), Dominique Pleimling (Programmleiter).

Von den ersten beiden Staffeln des von Literaturblogger Tobias Nazemi und seiner PR-Agentur Brandrevier initiierten Blogbuster-Preises haben nicht nur die beiden Gewinner profitiert – insgesamt sind acht Titel in verschiedenen Verlagen untergekommen.

Dominique Pleimling, Eichborn-Programmleiter, ist von dieser Quote beeindruckt:

„Uns gefällt die ungewöhnliche Herangehensweise des Blogbuster-Wettbewerbs, der sich als frisches Format der literarischen Talentsuche etabliert hat. Wir sind jetzt schon gespannt auf die Longlist, die uns die beteiligten Blogs präsentieren werden.“

Der Startschuss für die dritte Staffel erfolgt am 17. Oktober 2019 um 12.30 Uhr auf der Frankfurter Buchmesse im Frankfurt Pavilion. Ab diesem Zeitpunkt können bis zum 31. Dezember 2019 unveröffentlichte Romanmanuskripte eingereicht werden.

Das bewährte Procedere: Es gibt eine Bloggerjury und eine Fachjury. Bei den zehn beteiligten Blogs der Bloggerjury können Autorinnen und Autoren unveröffentlichte Romanmanuskripte einreichen. Diese werden gesichtet, danach wählt jeder Blog ein Manuskript in die Longlist. Die Fachjury kuratiert eine Shortlist aus drei Manuskripten und wählt daraus den Siegertitel. Dieser wird dann bei Eichborn veröffentlicht.

Mitglieder der prominent besetzten Fachjury sind Literaturagentin Elisabeth Ruge, Autorin Alexa Hennig von Lange, Literaturkritiker Knut Cordsen, Eichborn-Programmleiter Dominique Pleimling und Literaturbloggerin Alexandra Stiller.

Die Bloggerinnen und Blogger der Bloggerjury sind Isabella Caldart (novellieren), Karolin Hagendorf (Fiktion fetzt), Stefan Härtel (Bookster HRO), Romy Henze (Travel Without Moving), Constanze Matthes (Zeichen & Zeiten), Booktuberin Sophie Palme (Sophie VerStand), Marc Richter (Lesen macht glücklich), Anne Sauer (Fuxbooks), Julia Schmitz (Fräulein Julia) und Andrea Schuster (Lesen… in vollen Zügen)

Alle Informationen zu Teilnahmebedingungen, Ablauf und Terminen: blogbuster-preis.de

Großes Finale zum AK-Literaturpreis 2019: Preisverleihung und Publikumsvoting am 4. Oktober in Linz

Die Arbeiterkammer Oberösterreich vergibt zum zweiten Mal den AK-Literaturpreis. Anknüpfend an den Max-von-der-Grün-Preis und den Buch.Preis werden unveröffentlichte literarische Texte prämiert, die sich kritisch mit Themen der Arbeitswelt und aktuellen gesellschaftlichen Brennpunkten auseinandersetzen. Der AK-Literaturpreis ist mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro dotiert. Die Shortlist steht. Am 4. Oktober werden die fünf Nominierten im AK-Bildungshaus Jägermayrhof in Linz um den Publikumspreis lesen.

Im Frühjahr 2019 hat die AK erneut ihren Literaturpreis ausgeschrieben, es wurden insgesamt 134 Texte eingereicht. Aus diesen hat die Expertenjury die fünf Besten ausgewählt, folgende Autorinnen und Autoren sind damit für den AK-Literaturpreis 2019 nominiert:

  • Dimitré Dinev – „Das bloße Berufsleben von Boubakar Balinda“
  • Nava Ebrahimi – „Die Rückkehr der Angst“ (Romanauszug)
  • Sandra Gugic – „Zorn und Stille“ (Romanauszug)
  • Marie Luise Lehner – „Anna. Mindestsicherung.“
  • Isabella Straub – „Das Zweitbeste, das mir je passiert ist“

Die Nominierten werden am Freitag, 4. Oktober, ab 17:30 Uhr, im AK-Bildungshaus Jägermayrhof, Römerstraße 98, 4020 Linz, um den Publikumspreis lesen. So kommen auch die Besucherinnen und Besucher voll auf ihre literarischen Kosten. AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer: „Die hervorragenden Texte der nominierten Autorinnen und Autoren wollen wir dem Publikum nicht vorenthalten. An diesem Abend bekommt die Literatur der Arbeitswelt wieder den Stellenwert, den sie verdient.“

Die Reihenfolge der Lesungen am Abend der Verleihung wird ausgelost. Danach wählt das Publikum seine Favoritin/seinen Favoriten. Nach der Stimmenauszählung und einer kurzen Pause wird es um etwa 21 Uhr spannend: Die Gewinnerin/Der Gewinner des Hauptpreises, der mit 7.500 Euro dotiert ist, wird inklusive Jurybegründung verkündet – gefolgt vom Publikumspreis, der mit 2.500 Euro dotiert ist. Nach der feierlichen Verleihung der Preise lädt die Arbeiterkammer zum Austausch beim Buffet.

Durch das Programm führt der Schriftsteller und Ö1-Kulturredakteur Wolfgang Popp. Für die musikalische Umrahmung sorgt „VICTHAMIN“. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: beim AK-Kulturteam unter der Telefonnummer 050/6906-2627 oder per Mail unter ticket@akooe.at .

 

Österreichischer Buchpreis 2019 – 13 Titel nominiert

Die nominierten Titel für den Österreichischen Buchpreis stehen fest: Zehn Bücher wurden für die Longlist sowie drei Romane für die Shortlist des Debütpreises ausgewählt.

Wien (OTS) – Seit Ausschreibungsbeginn haben die fünf Jurymitglieder insgesamt 140 belletristische, essayistische, lyrische und dramatische Werke gesichtet, die zwischen dem 10. Oktober 2018 und dem 8. Oktober 2019 erschienen sind bzw. noch erscheinen werden.

Die für den Österreichischen Buchpreis nominierten Titel (in alphabetischer Reihenfolge):

 

  • Harald Darer: Blaumann (Picus)
  • Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land (Klett-Cotta)
  • Karl-Markus Gauß: Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer (Zsolnay)
  • Norbert Gstrein: Als ich jung war (Carl Hanser)
  • Florjan Lipuš: Schotter (Jung und Jung)
  • Sophie Reyer: Mutter brennt (edition keiper)
  • Gerhard Roth: Die Hölle ist leer – die Teufel sind alle hier (S. Fischer)
  • Clemens J. Setz: Der Trost runder Dinge (Suhrkamp)
  • Marlene Streeruwitz: Flammenwand (S. Fischer)
  • Ivna Žic: Die Nachkommende (Matthes & Seitz Berlin)

 

Die für den Debütpreis nominierten Titel (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Marko Dini?: Die guten Tage (Zsolnay)
  • Angela Lehner: Vater unser (Hanser Berlin)
  • Tanja Raich: Jesolo (Blessing)

Alexander Schallenberg, Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien:

„Zehn außergewöhnliche Bücher und drei herausragende Debüts gehen ins Rennen um den Österreichischen Buchpreis bzw. den Buchpreis Debüt des Jahres 2019 – zwei Preise, die bei Autorinnen und Autoren, Verlegerinnen und Verlegern sowie den Leserinnen und Lesern hoch im Kurs stehen und bei den Medien und beim Buchhandel besonders starke Beachtung finden. Auch wenn es am Tag der Preisverleihung nur jeweils einen Gewinner geben wird, so profitiert doch die gesamte österreichische Gegenwartsliteratur von diesem Preis, weil es ihm gelingt, in unserer extrem schnelllebigen Zeit die Aufmerksamkeit für Literatur zu erhöhen und ihr eine breite Öffentlichkeit zu verschaffen.“

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels:

„Mit der Longlist und der Shortlist Debüt lädt der Österreichische Buchpreis alle Leserinnen und Leser ein, in die facettenreiche Welt der Österreichischen Gegenwartsliteratur einzutauchen. Auch in der vierten Ausgabe stehen wieder spannende, hochkarätige Autorinnen und Autoren mit ihren aktuellen Büchern im Mittelpunkt. Jedes ist es wert entdeckt und gelesen zu werden. Wir freuen uns auf einen starken Wettbewerb.“

Die Jury 2019 setzt sich aus Pia Janke (Germanistin), Robert Renk (Buchhändler, Wagner`sche Universitätsbuchhandlung), Christian Schacherreiter (Literaturkritiker), Anne-Catherine Simon (Journalistin, Die Presse) und Uwe Wittstock (Literaturkritiker) zusammen.

Bekanntgabe der Buchpreis-Shortlist am 8. Oktober

In einem weiteren Schritt wählt die Jury aus den Titeln der Longlist fünf Titel für die Shortlist des Österreichischen Buchpreises aus, die am 8. Oktober 2019 veröffentlicht wird. Preisverleihung im Rahmen der BUCH WIEN 19 am 4. November. Erst am Abend der Preisverleihung am 4. November 2019 erfahren die fünf AutorInnen der Shortlist sowie die drei AutorInnen der Debütpreis-Shortlist, wem der Österreichische Buchpreis und der Debütpreis zuerkannt werden. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger erhält 20.000 Euro; die vier anderen FinalistInnen jeweils 2.500 Euro. Der Debütpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, die beiden weiteren Debütpreis-FinalistInnen bekommen ebenfalls 2.500 Euro. Der Österreichische Buchpreis wird vom Bundeskanzleramt der Republik Österreich, dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien ausgerichtet.

AK Präsidentin Renate Anderl:

„Mit Büchern können wir in neue, spannende Welten eintauchen. Mit dem Österreichischen Buchpreis ist es gelungen, die Vielfalt und den Reichtum der österreichischen Literatur sichtbar zu machen. Der kulturelle Auftrag der AK ist im AK Gesetz festgeschrieben – Kultur ermöglichen und fördern und unseren Mitgliedern zugänglich machen. Dazu passt unsere Förderung für angehende Schriftstellerinnen und Schriftsteller sehr gut, damit sie leichter einen Schritt in den heimischen Büchermarkt setzen können und diesen bereichern.“

Lisa Herzog erhält Tractatus-Essaypreis 2019 des Philosophicum Lech

Der vom Philosophicum Lech vergebene Essaypreis „Tractatus“ geht in diesem Jahr an die Philosophin und Ökonomin Lisa Herzog. Sie wird für ihr bei Hanser Berlin erschienenes Buch Die Rettung der Arbeit. Ein politischer Aufruf ausgezeichnet. Dies teilt der Verein Philosophicum Lech heute mit.

Die Preisverleihung findet am Freitag, den 27. September 2019 im Rahmen des 23. Philosophicum Lech zum Thema „Die Werte der Wenigen. Eliten und Demokratie“ statt.

Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt:

„Die Philosophin Lisa Herzog nimmt sich in ihrem Buch der Bedeutung der Arbeit im digitalen Zeitalter an. Sie zeigt überzeugend auf, dass eine kritische Auseinandersetzung mit dieser sozialen Grundkategorie weder den Unkenrufen Glauben schenken darf, dass uns die Arbeit ausgehe, weil die Roboter sie uns wegnähmen, noch den Lockrufen aufsitzen, die vom goldenen Zeitalter erzählen, in dem niemand mehr arbeiten muss. Denn Arbeit ist weit mehr als Lohnerwerb. Arbeit kann Sinn stiften, Respekt verschaffen, Zugehörigkeit vermitteln und ist damit zutiefst menschlich. Die so verstandene Arbeit will Lisa Herzog retten. Dabei erinnert die Philosophin subkutan an etwas, was wir eigentlich wissen und dennoch gern verdrängen: Dass unsere Zukunft weder Verheißung noch Verhängnis ist, sondern ein Gestaltungsspielraum, den es jetzt einzurichten gilt.“

Lisa Herzog, 1983 geboren, ist seit 2016 Professorin für Politische Philosophie und Theorie an der Hochschule für Politik der Technischen Universität München. Sie arbeitet u. a. zu ökonomischer Gerechtigkeit, Ethik in Organisationen und Wirtschaftsdemokratie.

Der Tractatus wird vom jährlich in Lech (Vorarlberg) stattfindenden philosophischen Symposium Philosophicum Lech ausgelobt. Er zeichnet herausragende deutschsprachige Publikationen aus, die zentrale Fragen der Zeit in Form eines Essays oder essayistisch orientierten Sachbuchs philosophisch ambitioniert und dabei allgemeinverständlich diskutieren.

Der Preis ist mit 25.000€ dotiert und wird von einer dreiköpfigen Jury unter Vorsitz von Konrad Paul Liessmann, wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, vergeben. Der Jury gehörten in diesem Jahr die Philosophin Barbara Bleisch, der Autor und Journalist Thomas Vašek und der ehemalige Verleger Michael Krüger an. Bisherige Preisträger des seit 2009 jährlich vergebenen Tractatus waren u.a. Thomas Bauer, Ralf Konersmann, Hartmut Rosa und Peter Bieri.

Iris Wolff erhält Marieluise-Fleißer-Preis 2019

Iris Wolff erhält für ihr Gesamtwerk den mit € 10.000 dotierten Marieluise-Fleißer-Preis 2019. Der Preis wird am 24.11. in Ingolstadt verliehen.

Iris Wolff wird für ihr Gesamtwerk mit dem Marieluise-Fleißer-Preis 2019 ausgezeichnet. In der JuryBegründung heißt es: „Wolffs Romane sind eng mit Siebenbürgen verbunden und skizzieren gleichzeitig ein großes europäisches Panorama. Vor allem ihr Roman ‚So tun, als ob es regnet‘ (…) erzählt von Sehnsüchten und Verletzungen auf eine poetisch verdichtete Weise, wie man sie in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur sehr selten findet.“ Am Sonntag, 24. November, findet um 11:00 Uhr die Preisverleihung im Foyer des Stadttheaters in Ingolstadt statt. Der mit € 10.000 dotierte Preis wird in diesem Jahr zum 16. Mal verliehen. Seit 1981 vergibt die Stadt Ingolstadt in Erinnerung an die Schriftstellerin Marieluise Fleißer den Literaturpreis in zweijährigem Rhythmus an deutschsprachige AutorInnen, in deren Werk, wie bei Fleißer, der „Konflikt zwischen unerfüllten Glücksansprüchen und alltäglichen Lebenswelten“ zentrales Thema ist. Im Otto Müller Verlag sind die drei Romane „Halber Stein“ (2012, 3. Aufl.), „Leuchtende Schatten“ (2015, 2. Aufl.) und „So tun, als ob es regnet“ (2017, 5. Aufl.) erschienen.

Iris Wolff
wurde 1977 geboren und ist im siebenbürgischen Hermannstadt aufgewachsen. Sie emigrierte 1985 mit ihrer Familie nach Deutschland und studierte Germanistik, Religionswissenschaft sowie Grafik und Malerei in Marburg an der Lahn. Von 2003 bis 2013 war sie Mitarbeiterin des Deutschen Literaturarchivs Marbach sowie Dozentin für Kunstvermittlung. Bis März 2018 arbeitete sie als Koordinatorin des Netzwerks Kulturelle Bildung im Kulturamt Freiburg. Sie ist Mitglied im Internationalen Exil-PEN und lebt nun als freie Autorin in Freiburg i. Br. Für ihr Werk wurde die Autorin bisher mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Literaturpreis ALPHA 2018 und dem Otto-Stoessl-Preis 2018. Ihr Roman „So tun, als ob es regnet“ befindet sich auf der Shortlist für den Thaddäus-Troll-Preis 2019; der Preisträger wird im Oktober 2019 von der Jury des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg gewählt.

(Mitteilung des Otto Müller Verlags, www.omvs.at)

GAD-Silbermedaille für Gölles Ginbuch GIN, BITTER, WERMUT (Leopold Stocker Verlag)

Der Leopold Stocker Verlag und seine Autoren Alois und David Gölles sind für das Buch „Gin, Bitter, Wermut“  beim Literarischen Wettbewerb der GAD (Gastronomische Akademie Deutschland) mit einer Silbermedaille bedacht wurden. Das Buch erhielt die Medaille als besonders empfehlenswertes Buch, über alle Kategorien hinweg. In diesem Jahr haben die GAD-Juroren aus 114 eingereichten Bücher von 43 Verlagen aus dem deutschsprachigen Europa die Gewinner gewählt. Beim 53. „Literarischen Wettbewerb“ wurden insgesamt 12 Goldmedaillen in den jeweiligen Kategorien und 54 Silbermedaillen für besonders empfehlenswerte Bücher über alle Kategorien hinweg verliehen. Dazu kam ein Sonderpreis und ein Special Award. Die Preisverleihung wird während der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2019 erfolgen.

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