Amartya Sen erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2020

Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den indischen Wirtschaftswissenschaftler, Philosophen und Nobelpreisträger Amartya Sen zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt. Das gab heute Karin Schmidt-Friderichs bekannt, die als Vorsteherin des Börsenvereins zugleich Vorsitzende des Stiftungsrats ist.

In der Begründung des Stiftungsrats heißt es: „Wir ehren mit Amartya Sen einen Philosophen, der sich als Vordenker seit Jahrzehnten mit Fragen der globalen Gerechtigkeit auseinandersetzt und dessen Arbeiten zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit in Bezug auf Bildung und Gesundheit heute so relevant sind wie nie zuvor. Gesellschaftlichen Wohlstand nicht allein am Wirtschaftswachstum zu messen, sondern immer auch an den Entwicklungsmöglichkeiten gerade für die Schwächsten, gehört dabei zu seinen wichtigsten Forderungen. Amartya Sen hebt Solidarität und Verhandlungsbereitschaft als essentielle demokratische Tugenden hervor und beweist, dass Kulturen keine Quelle des Streits um Identitäten sein müssen. In eindringlichen Darstellungen zeigt er, wie Armut, Hunger und Krankheit mit fehlenden freiheitlichen Strukturen zusammenhängen. Mit dem ,Human Development Index‘, dem ,Capabilities Approach‘ und den ,Missing Women‘ hat er früh Konzepte vorgelegt, die bis heute hohe Maßstäbe für die Ermöglichung, Gewährleistung und Bewertung gleicher Chancen und menschenwürdiger Lebensbedingungen setzen. Sein inspirierendes Werk ist Aufruf dazu, eine Kultur politischer Entscheidungen zu fördern, die von der Verantwortung für andere getragen ist und niemandem das Recht auf Mitsprache und Selbstbestimmung verwehrt.“

Amartya Kumar Sen wurde am 3. November 1933 in Shantiniketan in Indien geboren. Geprägt wurde sein Aufwachsen durch die Unabhängigkeitsbewegungen in Indien während der 1940er Jahre und die Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Moslems, die ebenfalls in dieser Zeit stattfanden, sowie von der großen Hungersnot in Bengalen 1943.
Nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften am Presidency College in Kalkutta, wurde er 1959 am Trinity College in Cambridge/England promoviert und widmete sich gleichzeitig dem Studium der Philosophie, was sich in einer Vielzahl seiner späteren Arbeiten niederschlägt: Problemstellungen der ökonomischen Theorie treffen auf Moralphilosophie und Ethik. Seit den 1960er Jahren lehrte Amartya Sen an zahlreichen Hochschulen, hierunter Delhi, Stanford, Berkeley, Oxford und Cambridge. Seit 2004 ist er als Professor an der Harvard Universität tätig.

Einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde Amartya Sen zunächst durch die Weiterentwicklung der Sozialwahltheorie und seine Analysen der Vereinbarkeit von grundlegenden gesellschaftlichen Entscheidungen und individuellen Rechten. Darüber hinaus setzt sich der Wirtschaftsphilosoph, zu dessen Forschungsthemen auch Public Health und Gender Studies gehören, unermüdlich für Demokratie, Freiheit und globale Gerechtigkeit ein. Er geht davon aus, dass sich die Qualität einer Wirtschaftsordnung weniger am Wachstum bemessen sollte, sondern diese vor allem von den Entwicklungsmöglichkeiten der Menschen abhängt sowie von ihrer Freiheit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Mit seinem vielfältigen wissenschaftlichen Werk leistet er bedeutende Beiträge unter anderem zur Wohlfahrtsökonomie, Sozialwahltheorie, Entscheidungstheorie, zur Analyse von Hunger und Armut sowie zur Entwicklungsökonomie.
Für sein einflussreiches Wirken und seine in über 30 Sprachen übersetzten Bücher erhielt der Wirtschaftsphilosoph zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1998 den Nobelpreis für Wirtschaft, sowie über 100 Ehrendoktortitel. Er lebt in Cambridge (Massachusetts) und ist seit 1991 mit der britischen Wirtschaftshistorikerin Emma Georgina Rothschild-Sen verheiratet, die ebenfalls an der Harvard University lehrt. Er ist Vater von vier Kindern.

Dem Stiftungsrat gehören Klaus Brinkbäumer, Prof. Dr. Raphael Gross, Dr. Moritz Helmstaedter, Dr. Nadja Kneissler, Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel, Felicitas von Lovenberg, Prof. Dr. Ethel Matala de Mazza, Bascha Mika sowie Karin Schmidt-Friderichs an.

Die Verleihung des Friedenspreises findet am Sonntag, 18. Oktober 2020, unter den zu diesem Zeitpunkt geltenden Gesundheitsbestimmungen in der Frankfurter Paulskirche statt und wird live im Fernsehen übertragen. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen sind abrufbar unter: www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de

 

Pressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
www.boev.de

Gold und Silber für Trauner Verlag bei den Swiss Gourmet Book Awards 2020

Über eine schöne Auszeichnung freut sich der Trauner Verlag in Linz. Das auf Gastronomie und Bildung spezialisierte österreichische Familienunternehmen erhielt kürzlich bei den Schweizer Swiss Gourmet Book Awards 2020 sechs Goldmedaillen sowie eine Auszeichnung in Silber. Der Swiss Gourmet Book Award, der in zwölf Kategorien vergeben wird, zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Koch- und Genussbücher.

Mit Gold prämiert wurde eine sechsteilige gastronomische Lehrbuchreihe für Restaurantfachleute, bestehend aus den Bänden Grundlagen im Service, Ernährung und Lebensmittel, Sommelier, Barkeeper, Barista sowie Chef de Rang.

Die Urteilsbegründung der Jury: „Ein modernes und hervorragendes Lehrmittel, das enormes Fachwissen vermittelt. Ein Muss für alle Hotelfach- und Berufsfachschulen.“

Ebenfalls ausgezeichnet: Das 400 Seiten umfassende Fachbuch „#getränke“, das auch schon bei der Frankfurter Buchmesse prämiert wurde, erhielt eine Silbermedaille.

“Unser Verlag steht im deutschsprachigen Raum für höchste Qualität im Bereich Bildung und Gastronomie“, freut sich Geschäftsführer Rudolf Trauner über die Auszeichnungen seiner Fachbücher.

Seit rund einem Jahr hat der Trauner Verlag eine Kooperation mit dem Berner Verlag Re Novium. Gemeinsam hat man die gastronomischen Fachbücher für den Schweizer Markt adaptiert. Sie zählen mittlerweile zu den Standardwerken in der Ausbildung von Restaurantfachkräften und -angestellten in der Schweiz. Im nächsten Schuljahr sind die Fachbücher, die auch digital zur Verfügung stehen, auch in französischer Sprache erhältlich.

Familiengeführtes Unternehmen seit 1948
Der 1948 gegründete Trauner Verlag steht – als einer der letzten Bildungsverlage in österreichischem Eigentum – für hochwertige und innovative Publikationen rund um die Kernbereiche Bildung und Gastronomie. Der Medienverlag hat derzeit mehr als 1.000 Bücher in seinem Bestand, jährlich werden allein rund 500.000 Schulbücher ausgeliefert. Auf der vom Trauner Verlag entwickelten Online-Plattform “DigiBox” (www.trauner-digibox.com) haben sich bereits über 20.000 User registriert, hier werden multimediale Inhalte als Mehrwert zu E-Books für Lehrer und Schüler präsentiert. Das Familienunternehmen mit Sitz in Linz betreut rund 500 Autoren und beschäftigt 78 Mitarbeiter (davon drei Lehrlinge). Der Medienverlag ist nicht nur am österreichischen Markt sehr stark positioniert, sondern exportiert seine Fachpublikationen auch in mehrere Länder. Der Exportanteil liegt bei rund 10 Prozent.

 

Eine Pressemeldung des Trauner Verlags
www.trauner.at

Jury gibt die Longlist für den »Crime Cologne Award 2020« bekannt

Leider musste das für den September geplante Krimifestival Crime Cologne in diesem Jahr zwar verschoben werden, der »Crime Cologne Award 2020« wird dennoch verliehen. Ab sofort wird es mörderisch spannend – die Longlist wird bekannt gegeben.

Folgende fünfzehn Titel hat die Jury für die Longlist nominiert:

  • Myriane Angelowski: Porzellankind – emons Verlag
  • Max Annas: Morduntersuchungskommission – Rowohlt Hundert Augen
  • Alex Beer: Unter Wölfen – Limes Verlag
  • Horst Eckert: Im Namen der Lüge – Heyne Verlag
  • Gerd Fischer: Rotlicht Frankfurt – mainbook Verlag
  • Linus Geschke: Finsterthal – dtv
  • Peter Grandl: Turmschatten – Verlag Das neue Berlin
  • Marina Heib: Die Stille vor dem Sturm – Pendragon Verlag
  • Tom Hillenbrand: Qube – Verlag Kiepenheuer & Witsch
  • Hoeps & Toes: Die Cannabis Connection – Unionsverlag
  • Petra Ivanov: Entführung – Unionsverlag
  • Dirk Kurbjuweit: Haarmann – Penguin Verlag
  • Judith Merchant: Atme – Verlag Kiepenheuer & Witsch
  • Selim Özdogan: Der die Träume hört – Edition Nautilus
  • Thomas Ziebula: Der rote Judas – Wunderlich Verlag

Die Jury besteht aus dem Buchhändler Mike Altwicker (Vorsitz), der Journalistin Petra Pluwatsch, dem Autor Marc Raabe, der Journalistin Birgitt Schippers und der Literaturkritikerin Margarete von Schwarzkopf. Mit dem Preis zeichnen die Veranstalter des Crime Cologne Festivals jährlich den besten deutschsprachigen Krimi des Jahres aus. Ziel des Preises ist es, dem deutschsprachigen Kriminalroman eine Bühne zu bereiten und ihn in den Blickpunkt zu rücken.

Der Preis ist mit € 3000 dotiert, die die Preisträgerin oder der Preisträger erhält. Unterstützt wird der »Crime Cologne Award« von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung. Alle Shortlist-Nominierten erhalten zudem den Ehrenpreis »Die silberne Lupe«.

 

Eine Pressemitteilung der Crime Cologne e.V.
www.crime-cologne.eu

H.C. Artmann Preis 2020 an Gerhard Ruiss

Den diesjährigen H.C. Artmann Preis der Stadt Wien erhält der Autor und Musiker Gerhard Ruiss.

„In präziser Wahrnehmung und Äußerung geht die Dichtung von Gerhard Ruiss auf soziale Zustände ein, auf Beziehungen zwischen Privatem und Politischem, auf Sprachmasken. In konsequenter Manier findet Ruiss adäquate Klang-Formen der Verknappung und Rhythmisierung, auch im Dialekt. Seine vielschichtigen Gedichte spielen mit Sprachebenen, reißen Phrasen auf, transponieren (im Wolkenstein-Projekt) Früheres ins Heute. So hat Gerhard Ruiss über mehr als drei Jahrzehnte poetische Gesellschaftsbilder geschaffen, ein originelles lyrisches Werk, das (wie die Kanzlergedichte) auch politisch zu denken zu geben vermag.“, so die Begründung der Jury.

Die Preisverleihung findet in Anwesenheit von Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler am 6. November um 18.00 Uhr im Kabinetttheater statt.

Der H.C. Artmann Preis der Stadt Wien wird seit 2004 biennal verliehen. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Lyrik vergeben. Die Jurymitglieder hierfür sind: Thomas Eder, Petra Ganglbauer, Klaus Zeyringer.
Bisherige Preisträger: Peter Waterhouse, Ferdinand Schmatz, Oswald Egger, Erwin Einzinger, Franz Josef Czernin, Elfriede Czurda, Anselm Glück, Gundi Feyrer.

 

Eine Pressemeldung der Stadt Wien
www.wien.gv.at

„Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2020 an Reinhard Kaiser-Mühlecker

Der Schriftsteller Reinhard Kaiser-Mühlecker erhält den von der österreichischen Industrie gestifteten „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2020. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird bereits seit 1962 von einer unabhängigen Jury vergeben, am 9. Dezember wird er vom Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, im Wiener Haus der Industrie überreicht.

Die Jury begründet die Auswahl von Reinhard Kaiser-Mühlecker für die diesjährige Auszeichnung wie folgt:
„Die Romane und Erzählungen von Reinhard Kaiser-Mühlecker führen in Regionen, in denen vieles stillsteht, weil der Anschluss an die jüngsten Modernisierungsprozesse längst verloren gegangen ist; und sie nehmen Figuren ins Visier, die gewöhnlich als Verlierer oder Entwurzelte angesehen werden. Aber aufs Korn nehmen sie die gängigen Wahrnehmungen, indem sie scheinbar stichhaltige Vereinbarungen mit äußerst verdichteten Erkundungen konfrontieren, die um den Zusammenhang von Geschichte und Mentalität oder Landschaft und Mentalität kreisen, ohne auf eine Pointe abzuzielen. Mit einer poetischen Akribie sondergleichen, die an Stifter, Hamsun, Tumler und Handke erinnern mag, doch seit langem schon als ureigenes Markenzeichen der Bücher von Kaiser-Mühlecker gelten darf, wird gegen jedes vorschnelle Urteil Einspruch angemeldet und stattdessen jede Art die Welt zu betrachten, nicht zuletzt auch jede große Erzählung selbst unnachgiebig einer Nachprüfung unterzogen.“

Geboren 1982 in Kirchdorf a. d. Krems, wuchs Reinhard Kaiser-Mühlecker im oberösterreichischen Eberstalzell auf und studierte später Landwirtschaft, Geschichte und Internationale Entwicklung in Wien. Sein Debütroman „Der lange Gang über die Stationen“ erschien 2008, es folgten u.a. „Magdalenaberg (2009), „Wiedersehen in Fiumicino“ (2011), „Roter Flieder“ (2012) und „Schwarzer Flieder“ (2014).
Für sein bisheriges Schaffen erhielt der österreichische Schriftsteller zahlreiche renommierte Literaturpreise, darunter den Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung, den Österreichischen Staatspreis und den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Mit dem Roman „Fremde Seele dunkler Wald“ (2016) gelang Reinhard Kaiser-Mühlecker zudem der Sprung in die Shortlist des Deutschen Buchpreises.

Die unabhängige Jury des „Literaturpreises der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ setzt sich aus Prof. Marianne Gruber (Ehrenpräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur), Univ.-Prof. Dr. Johann Holzner (vorm. Leiter des Brenner-Archivs an der Universität Innsbruck) und Barbara Neuwirth (Schriftstellerin) zusammen.
Der Preis wird auf Vorschlag der unabhängigen Jury einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin der jüngeren oder mittleren Generation mit österreichischer Staatsbürgerschaft verliehen, „dessen oder deren Werk von hervorragender Relevanz für die literarische und gesellschaftliche Korrelation unserer Zeit ist“. Er gehört zu den renommiertesten österreichischen Literaturpreisen.
Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich eine Reihe von prominenten Autorinnen und Autoren der Zweiten Republik wie Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Michael Köhlmeier, Arno Geiger, Sabine Gruber, Olga Flor, Robert Seethaler, Erich Hackl, Sabine Scholl und Daniel Kehlmann.

 

Eine APA-Meldung der Industriellenvereinigung
www.iv.at

Drei Finalistinnen beim „Blogbuster 2020“

Auch wenn die letzte Entscheidung noch aussteht, eines ist jetzt schon klar: Der Preis der Literaturblogger für das beste unveröffentlichte Romanmanuskript geht in diesem Jahr an eine Frau. Die Fachjury des Blogbuster-Preises hat getagt und drei Autorinnen für die Shortlist nominiert. Franziska Gänsler, Ela Meyer und Sylvia Wage können sich nun Hoffnung auf den ersten Preis und die damit verbundene Veröffentlichung ihres Romans im literarischen Programm des Eichborn-Verlags machen.

Eichborns Programmleiter Dominique Pleimling zeigte sich von der hohen Qualität der eingereichten Manuskripte begeistert: „Die Texte haben mich mit ihrem durchweg hohen literarischen Niveau begeistert. Ich habe sie mit großem Vergnügen gelesen.“

Literaturagentin Elisabeth Ruge, die bereits zum dritten Mal in der Fachjury sitzt, stimmt dem zu: „Dies ist die bisher stärkste Shortlist des Wettbewerbs.“

Insgesamt wurden 133 Romanmanuskripte bei der diesjährigen Staffel des unkonventionellen Literaturpreises eingereicht und im ersten Schritt von einer zehnköpfigen Bloggerjury auf Herz und Nieren geprüft. Aus neun Titeln, die es auf die Longlist geschafft haben, wurden die Finalistinnen von einer prominent besetzten Fachjury ausgewählt. Ihr gehören neben Pleimling und Ruge auch die Bestseller-Autorin Alexa Hennig von Lange, der BR-Literaturkritiker Knut Cordsen und die Bloggerin Alexandra Stiller an.

Franziska Gänsler – Kahn
Die erste Finalistin, Franziska Gänsler, hat Kunst und Anglistik studiert und ist neben dem Schreiben vor allem in der Kunst- und Kulturvermittlung tätig. Der Protagonist ihres Romans „Kahn“ verliert bereits in der Kindheit seinen Vater, der sich das Leben nimmt. Er diente im Krieg als Soldat, galt als Held, wirkte als Mediziner. Als Jahre später die Mutter stirbt, kehrt er zurück in die Heimatstadt und wird mit der Vergangenheit der Familie konfrontiert. Franziska Gänslers Manuskript wurde von der Literaturbloggerin Constanze Matthes (Blog: Zeichen & Zeiten) ausgewählt.

Ela Meyer – Es war schon immer ziemlich kalt
Die Autorin Ela Meyer wurde von der Literaturbloggerin Isabella Caldart (Blog: novellieren) nominiert, ist vor dreizehn Jahren von Hamburg in die Nähe von Barcelona gezogen, hat Kurzgeschichten in diversen Literaturzeitschriften veröffentlicht und ist Mitbegründerin des Literaturmagazins Schredder. In ihrem Romanmanuskript „Es war schon immer ziemlich kalt“ beschreibt Ela Meyer wie es geht, befreundet zu sein, wenn man sich in vollkommen gegensätzliche Richtungen entwickelt. Wann ist gemeinsame Vergangenheit nur noch Ballast? Muss eine Freundschaft aus Kindheitstagen überhaupt überleben – oder ist es irgendwann an der Zeit, loszulassen?

Sylvia Wage – Grund
Die dritte Shortlistautorin Sylvia Wage, nominiert vom Literaturblogger Stefan Härtel (Blog: Bookster HRO), lebt in Berlin, ist in der Öffentlichkeitsarbeit tätig, Bonner Literaturpreis-Trägerin und Mitglied im Berliner Literaturlabel zuckerstudio waldbrunn. In ihrem Romanmanuskript geht es um Herrschsucht, Alkoholismus und häusliche Gewalt. Auf mehreren metaphorischen Ebenen erzählt sie von einer äußerst unzuverlässigen Figur, die ihre Leser von Beginn an mit völlig absurden Behauptungen konfrontiert.

Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse
Welche der drei Finalistinnen das Rennen um den begehrten Verlagsvertrag machen wird, soll im Rahmen der Frankfurter Buchmesse im Oktober verkündet werden. Abhängig von der Entwicklung der Corona-Pandemie wird derzeit die Möglichkeit einer Präsenzveranstaltung in Kombination mit einem Online-Streaming geprüft.

 

Eine Pressemeldung der Bastei Lübbe AG
www.luebbe.de

Die Longlist zum „WISSEN! Sachbuchpreis“ steht

2021 vergibt die wbg (Wissenschaftliche Buchgesellschaft) zum zweiten Mal den »WISSEN! Sachbuchpreis für Geisteswissenschaften«. Mit insgesamt 60.000 Euro Preisgeld lobt die wbg damit den höchstdotierten deutschen Sachbuchpreis aus. Er gliedert sich in den „WISSEN! Sachbuchpreis“ für das beste Sachbuch aus den Geisteswissenschaften (dotiert mit 40.000 € für den Preisträger) sowie den Preis „WISSEN! Academic“ für herausragende Habilitationen (dotiert mit 4 x 5.000 €).

Im Gegensatz zu anderen Buchpreisen werden die Preisträgerinnen und Preisträger des WISSEN – Preises unter Einbeziehung von Leserinnen und Lesern sowie des Handels ermittelt. Die Mitglieder der wbg und die teilnehmenden Buchhändler haben in einer Onlineabstimmung aus den Verlagsprogrammen deutschsprachiger Verlage ihre Favoriten gewählt. Auch die prominent besetzte Jury hat ihr Votum abgegeben. Die aus diesem Prozess hervorgegangenen Titel bilden die Longlist des »WISSEN! Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften«:

  • Ulrike Ackermann: Das Schweigen der Mitte, wbg Theiss, 2020
  • Jens Bisky: Berlin, Rowohlt Berlin, 2019
  • Klaus-Jürgen Bremm: 70/71, wbg Theiss, 2019
  • Ronald D. Gerste: Wie Krankheiten Geschichte machen, Klett-Cotta, 2019
  • Wenzel M. Götte: Eiszeitkultur, Freies Geistesleben, 2019
  • Kübra Gümüsay: Sprache und Sein, Hanser Berlin, 2020
  • Jürgen Habermas: Auch eine Geschichte der Philosophie, Suhrkamp, 2019
  • Harald Jähner: Wolfszeit, Rowohlt Berlin, 2019
  • Necla Kelek: Die unheilige Familie, Droemer, 2019
  • Sascha Kowalczuk: Die Übernahme, C.H. Beck, 2019
  • Renate Lachmann: Lager und Literatur, Konstanz University Press, 2019
  • Philipp Lenhardt: Friedrich Pollock, Suhrkamp, 2019
  • Steffen Mau: Lütten Klein, Suhrkamp, 2019
  • Mischa Meier, Geschichte der Völkerwanderung, C.H. Beck, 2020
  • Günter Müchler: Napoleon, wbg Theiss, 2019
  • Ulrich Pfisterer: Raphael, C.H.Beck, 2019
  • Norbert Reck: Der Jude Jesus und die Zukunft des Christentums, Matthias Grünewald Verlag, 2019
  • Jan Roß: Bildung – eine Anleitung, Rowohlt Berlin, 2020
  • Oliver Jens Schmitt: Der Balkan im 20. Jahrhundert, Kohlhammer, 2019
  • Thomas Sparr: Todesfuge, DVA, 2020
  • Heike Specht: Ihre Seite der Geschichte, Piper, 2019
  • Volker Weidermann: Das Duell, Kiepenheuer & Witsch, 2019

„Wir freuen uns über die große Beteiligung und die Präsenz der wichtigsten deutschsprachigen Verlage auf der Longlist zum WISSEN!-Preis. Die wbg als größte Lesergemeinschaft Deutschlands zeigt damit, dass Sachbücher aus allen Disziplinen der Geisteswissenschaften gerade auch in diesen Zeiten gelesen und gefördert werden.“, sagt der Geschäftsführende Direktor der wbg Dirk Beenken.

Aus den 20 Titeln werden fünf Titel für die Shortlist gewählt. Alle 85.000 Mitglieder der wbg und alle deutschen Buchhandlungen können bis zum 31. Juli 2020 an dem Abstimmungsverfahren auf der Website www.wbg-wissen-preis.de teilnehmen. Ihr Voting wird als zusätzliche Stimme zu der fünfköpfigen Jury gewertet, der Prof. Dr. Aleida Assmann (Kulturwissenschaftlerin), Dr. Peter Frey (ZDF), Jürgen Kaube (FAZ), Prof. Dr. Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz) und der Theologe Prof. Dr. Dr. h.c. Hubert Wolf (Münster) als Jury-Vorsitzender angehören. Die Shortlist wird am 1. September 2020 bekannt gegeben.

Weitere Informationen zum Preis und zum Auswahlverfahren unter www.wbg-wissen-preis.de

Die wbg ist ein Verein zur Förderung von Wissenschaft und Bildung mit über 85.000 Mitgliedern. Ihr Auftrag ist es, den Geisteswissenschaften eine Stimme zu geben. Im Jubiläumsjahr 2019 wurden der mit 40.000 € höchstdotierte deutschsprachige Sachbuchpreis „WISSEN! Der Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften“ initiiert und die online-Plattform wbg-community.de gestartet. Der WISSEN!-Preis wird in Kürze neu ausgelobt und im Januar 2021 in München zum zweiten Mal vergeben. Zur wbg gehören die Imprints wbg Academic, wbg Edition, wbg Theiss und wbg Philipp von Zabern. Die Themen des Verlags reichen von Politik, Geschichte und Archäologie bis zu Literatur, Philosophie und Theologie.

 

Eine Presseinformation der wbg (Wissenschaftliche Buchgesellschaft)
www.wbg-wissenverbindet.de

Preisträgerinnen des 1. Kirsten-Boie-Preises für Kinderliteratur stehen fest

Den 1. Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur erhält die Berliner Autorin Julia Blesken für ihr Kinderbuch-Manuskript „Auf dem Weg nach Kolomoro“.

Aus der Jurybegründung: „Ein Roadtrip durch eine Stadt, die allmählich Konturen annimmt und ständig neue Facetten aufblitzen lässt, fünf Kinder, die plötzlich zu sechst sind und unterschiedlicher kaum sein könnten, und schließlich eine Aufgabe, die der rasanten Reise trotz aller Abwege immer wieder eine Richtung gibt: Das Mädchen Jennifer hatte ihrem Großvater versprochen, seine Asche dort zu verstreuen, wo er sich im Leben am wohlsten gefühlt hatte, in seiner Gartenkolonie. Die Autorin Julia Blesken entwirft ihre Figuren liebevoll und entlässt sie dann ins Leben, um zu beobachten, wie sie damit klarkommen – ein literarisches Verfahren, das sich aufs schönste bewährt.“

Julia Blesken, geboren 1976 in Berlin, studierte Geschichtswissenschaft. 2009 erschien ihr Debütroman „Ich bin ein Rudel Wölfe“ im Verlag Jung und Jung.

Der Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Hamburger Literaturstiftung in Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg und den Hamburger Kinder- und Jugendbuchverlagen Carlsen und Oetinger vergeben. Zusätzlich zur Preissumme erhält Julia Blesken einen Verlagsvertrag des Friedrich Oetinger Verlages. Das Buch wird 2021 im Oetinger-Programm erscheinen.

Den Förderpreis der Stiftung erhält die Bonner Autorin Rebecca Elbs für ihren Text „Leo & Lucy“. Er ist mit einem Lektoratsstipendium verbunden, das ein professionelles Lektorat des eingereichten Textes im Wert von 1000 Euro umfasst.

Rebecca Elbs, 1975 geboren, wuchs am Bodensee auf. Nach mehreren Auslandsaufenthalten, Theaterarbeiten und einem Regie-Studium, arbeitete sie viele Jahre als Lehrerin für Deutsch und Englisch.

Die Jury des Kirsten-Boie-Preises, bestehend aus der Kritikerin und Autorin Ute Wegmann und dem Kritiker und Autor Tilman Spreckelsen, der Autorin und Dozentin Annette Pehnt, der Buchhändlerin Christiane Hoffmeister und dem ehemaligen Kinderbuchverleger Klaus Humann, wählte die Siegertitel aus über 650 Einsendungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Klaus Humann: „Die unerwartet hohe Menge der Manuskripte hat uns vor große Herausforderungen gestellt. Aber am Ende waren wir uns alle einig und konnten uns sehr eindeutig auf die beiden Preisträgerinnen festlegen.“

Kirsten Boie: „Ich freue mich über die Entscheidung der Jury. Das ist ein überzeugendes Manuskript: schräg und trotzdem realistisch; unterhaltsam, aber mit Substanz; professionell erzählt mit liebevoll gezeichneten Charakteren und witzigen Dialogen.“

Julia Bielenberg, Oetinger-Verlegerin: „Wir sind stolz und freuen uns, dass wir das erste Kinderbuch veröffentlichen dürfen, das mit dem Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur ausgezeichnet wurde. Der Preis trägt den Namen einer der renommiertesten deutschsprachigen Kinderbuchautorinnen, deren Bücher ganz elementar zum Oetinger-Programm gehören und der wir eng verbunden sind. Die ausgezeichneten Bücher sollen ganz im Sinne Kirsten Boies den Spaß am Lesen wecken. Denn das ist die beste Leseförderung überhaupt.“

Die Preise werden am 16. Juni im Hamburger Literaturhaus in Anwesenheit von Kirsten Boie und des Hamburger Kultursenators Carsten Brosda verliehen.

Der Kirsten-Boie-Preis für Kinderliteratur zeichnet alle zwei Jahre das beste unveröffentlichte Kinderbuch einer deutschsprachigen Autorin, eines deutschsprachigen Autors aus. Neben dem Preisgeld geht er zusätzlich mit einem Buchvertrag einher, der im ersten Jahr der Ausschreibung mit dem Friedrich Oetinger Verlag in Hamburg geschlossen wird, 2022 wird das prämierte Manuskript des zweiten Durchgangs im Hamburger Carlsen Verlag unter Vertrag genommen.

 

Eine Presseinformation der Verlag Friedrich Oetinger GmbH
www.verlagsgruppe-oetinger.de

Thalia erhält Customer Excellence Award

Sowohl von der Marke Thalia als auch vom tolino epos 2 und der tolino-App zeigen sich die Kunden begeistert. Das beweisen die jüngst verliehenen Auszeichnungen. Beim Customer Excellence Award, der jährlich vom market Institut vergeben wird, zählt der Begeisterungsgrad von Kunden für Marken innerhalb ihrer Branche sowie branchenübergreifend. In der Stiftung Warentest 05/2020 überzeugte der tolino epos 2 besonders im Bereich Handhabung und ging damit als Testsieger hervor.

Customer Excellence Award
Preise sind immer eine schöne Anerkennung für Unternehmen – wenn diese dann auch noch in verschiedenen Kategorien verliehen werden, umso besser. So geschehen aktuell bei Thalia, dem größten Sortimentsbuchhändler im deutschsprachigen Raum. Der Customer Excellence Score, Kernstück des Customer Excellence Award der jährlich vom market Institut verliehen wird, zeigt auf, wie begeistert Kunden von Marken sind, und zwar innerhalb Ihrer Branche und branchenübergreifend. Dabei wird ein Indexwert basierend auf Net Promoters (=Kunden mit hoher Weiterempfehlung) und Brand Lovers (Kunden, die Marken lieben) errechnet.

„Wir sind stolz darauf, zu den TOP Marken in Österreich gehören zu dürfen. Das bestätigt uns in unserem eingeschlagenen Weg mit der „weltbleibwach“ Ausrichtung“, freut sich Thomas Zehetner, Geschäftsführer Thalia Österreich, über die jüngste Auszeichnung.

„Thalia weist nicht nur innerhalb der Branche eine TOP Performance auf, auch branchenübergreifend zählt man zu den TOP Marken in Österreich. Das Unternehmen versteht es, seine Kunden im höchsten Maß zufrieden zu stellen. Dies zeigt sich auch in Zeiten von Corona, wo mit einem erstklassigen Online-Vertrieb auf geänderte und erschwerte Rahmenbedingungen im Markt reagiert wurde. Keine andere Marke in der Branche hat eine derart hohe Zahl an Personen, die die Marke stark weiterempfehlen. Mehr als zwei Drittel der Kunden weisen eine hohe Bindung zu Thalia auf und wären enttäuscht, wenn es Thalia nicht mehr geben würde“, fasst Prof. Dr. Werner Beutelmeyer, Institutsvorstand und Geschäftsführer market Institut, die wichtigsten Ergebnisse zusammen.

Testsieger: tolino epos 2 und tolino-App überholen Konkurrenten
Ebenso erfreulich ist das Abschneiden des tolino epos 2 und der tolino App bei der Testung durch die Stiftung Warentest 05/2020 im Bereich eReading. Mit einem „gut“ (1,6) konnte sich der tolino epos 2 vor allem dank der perfekten Handhabung gegenüber Konkurrent Kindle an die Spitze setzen.

„Der Testsieger hat ein XL-Display mit top Bildqualität und eignet sich damit gut für ältere Leser, die die Buchstaben stark vergrößern wollen“, so die Stiftung Warentest in ihrem Fazit.

Auch die tolino-App behauptet sich gegenüber dem Amazon-Angebot, der Kindle-Leseapp: Am Smartphone wie auch am Tablet liegt sie im Bereich der Handhabung vorn und schließt ihren Test mit einer Gesamtbewertung von 2,6 ab.

Über tolino
tolino – das ist eReading made in Germany. Hinter der Marke tolino steht der Zusammenschluss von führenden deutschen Buchhändlern Thalia, Weltbild, Hugendubel, Mayersche Buchhandlung, Osiander sowie Libri mit rund 1.500 angeschlossenen, unabhängigen Buchhandlungen in ganz Deutschland sowie Kobo als Technologie- und Innovationspartner – damit ist tolino in über 2.000 Buchhandlungen vertreten. Die tolino Allianz hat sich seit dem Markteintritt im März 2013 erfolgreich als eine der führenden Marken für digitales Lesen im deutschsprachigen Raum etabliert. International ist tolino neben Österreich und der Schweiz auch in Belgien, Italien und den Niederlanden verfügbar. Alle tolino Geräte zeichnen sich durch ein offenes Ökosystem mit integrierter tolino Cloud aus, das die Kunden beim Kauf von eBooks nicht an einen Buchhändler bindet. Neben einem der größten deutschsprachigen eBook-Sortimente und insgesamt mehr als 2 Millionen Titeln bieten die tolino Partner ihren Kunden umfassende Beratung und Service – online sowie in den Buchhandlungen vor Ort. tolino bietet seit dem Frühjahr 2015 auch ein attraktives eigenes Selfpublishing-Angebot.

 

Eine Pressemitteilung der Thalia Bücher GmbH
www.thalia.at

Johann-Friedrich-von-Cotta-Literaturpreis 2020 an Thomas Stangl

Thomas Stangl erhält den mit 10.000 Euro dotierten Johann-Friedrich-von-Cotta-Literaturpreis 2020 der Stadt Stuttgart.

In der Jurybegründung heißt es: „Kompromisslos gegenüber Erzählkonventionen ist Thomas Stangls Literatur immer in Bewegung. Ein mächtiger Bilder- und Sprachfluss; manchmal eine wahre Bilder- und Sprachflut. Immer wieder spürt Thomas Stangl verborgenes Terrain auf und legt neue Welten frei. Für diese unvertrauten Gebiete findet (und erfindet) Stangl eine höchst kunstvolle, sinnliche, dichte Sprache.
Stangls Exkursionen ins ungesicherte Gelände sind gleichzeitig kluge Exkurse. Stets aufs Neue schafft er ein Spannungsverhältnis zwischen Zeit und Zeitlosigkeit. Das Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit gerät durcheinander. Aus den Beschreibungen entwickelt sich Bedeutung.
Tänzelnd stellt die Sprache neue Zusammenhänge her und schafft Erkenntnis.“

Die Preisverleihung findet im Herbst 2020 im Stuttgarter Rathaus statt.
Der genaue Termin wird noch festgelegt.

Thomas Stangl, 1966 geboren, lebt in Wien. Für sein Werk erhielt er unter anderem den aspekte-Literaturpreis 2004, den Literaturpreis der deutschen Wirtschaft 2007, den Telekom-Austria-Preis beim Bachmann-Preis 2007, den Alpha-Literaturpreis 2010, den Erich-Fried-Preis 2011, den Wortmeldungen-Literaturpreis und den Schillerpreis (beide 2019).

Seine Bücher sind im Literaturverlag Droschl erschienen. Thomas Stangl veröffentlichte bisher die Romane „Der einzige Ort“ (2004), „Ihre Musik“ (2006), „Was kommt“ (2009), „Regeln des Tanzes“ (2013) und „Fremde Verwandtschaften“ (2018). Weiters die Essaybände „Reisen und Gespenster“
(2012) und „Freiheit und Langeweile“ (2016) sowie zuletzt einen Band mit
Erzählungen: „Die Geschichte des Körpers“ (2019).

Wir gratulieren unserem Autor Thomas Stangl aufs Herzlichste.

 

 

Eine Presseinformation des Literaturverlag Droschl
www.droschl.com

Österreichischer Buchhandlungspreis: Die besten Buchhandlungen 2020

Eine unabhängige Jury hat die fünf besten Buchhandlungen 2020 gewählt. Der Österreichische Buchhandlungspreis wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) gemeinsam vergeben.

Buchhandlungen sind unverzichtbar. Sie sind wichtige Elemente des Handels und gleichzeitig Kulturstätten und Orte der Bildung. Mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis werden jene fünf heimischen Buchhandlungen geehrt, die mit ihrem Konzept im stationären Handel überzeugen konnten.

Die Preisträger 2020 sind:

  • Bücherstube, Horn
  • Buchhandlung Lerchenfeld, Wien
  • Buchhandlung Löwenherz, Wien
  • Buchhandlung Wirthmiller, Saalfelden
  • Wagner’sche Universitätsbuchhandlung Medici, Innsbruck

„Bücher sind auch in Zeiten von COVID-19 verlässliche Partner und treue Begleiter. Die Buchhandlungen, die wir heuer mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis auszeichnen, haben auch in den Wochen, in denen ihre Geschäfte geschlossen bleiben mussten, ihre Kundinnen und Kunden mit Lesestoff versorgt. Ich gratuliere den fünf unermüdlich arbeitenden Stützpunkten des Buches, die als kulturelle Nahversorger und Vermittler von Literatur, Kunst, Kultur und Wissen beispielhaft für die Professionalität, die Lebendigkeit und den Einfallsreichtum des österreichischen Buchhandels stehen. Herzlichen Glückwunsch allen fünf zum Prädikat „Beste Buchhandlung des Jahres 2020“, so Staatssekretärin für Kunst und Kultur Ulrike Lunacek.

HVB-Präsident Benedikt Föger: „Gerade in Zeiten der Krise zeigt sich besonders deutlich, wie wichtig der stationäre Buchhandel für die gesamte Branche ist. Die österreichischen Buchhändlerinnen und Buchhändler haben trotz großer Hindernisse mit viel Engagement und Innovationsgeist weiterhin für die Sichtbarkeit von Verlagen und AutorInnen gesorgt. Sie tragen ganz zentral zur Versorgung der Menschen mit Literatur bei und leisten damit einen unschätzbaren Beitrag zur Kultur dieses Landes. Der Buchhandlungspreis würdigt diesen besonderen Einsatz.“

Der Preis
Ausgerichtet wird der Preis vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels. Der Österreichische Buchhandlungspreis wird jährlich vergeben. Die Auszeichnung als eine der fünf besten Buchhandlungen des Jahres zielt darauf ab, Anreize für die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle oder die Fortführung von Geschäftsaktivitäten zu geben. Eine vielfältige und flächendeckende Buchhandelslandschaft, auch in Zeiten des wachsenden Online-Handels, soll gewürdigt werden und die Buchhandlungen in ihrer Funktion als Orte der Kultur- und Bildungsarbeit, der Literaturvermittlung und Begegnung gestärkt werden.
Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Es werden fünf Preise zu je 10.000 Euro vergeben. Der Preis wird in Verbindung mit einem Gütesiegel zum Zwecke erhöhter Aufmerksamkeit und Außendarstellung an die jeweiligen Buchhandelsunternehmen verliehen.

Die Jury
Die Entscheidung über die Auszeichnungen des Österreichischen Buchpreises trifft eine unabhängige Fachjury. 2020 setzte sie sich aus Horst Bayer (Verlagsvertreter), Anna Güll (Verlagsvertreterin), Vea Kaiser (Autorin), Jürgen Lagger (Luftschacht Verlag) und Georg Leyrer (Journalist, KURIER) zusammen.

Auszeichnungskriterien
Buchhandlungen,

  • die ihren Sitz in Österreich haben,
  • inhaberInnengeführt und unabhängig sind,
  • die ein literarisches Sortiment oder ein kulturelles Veranstaltungsprogramm anbieten,
  • die innovative Geschäftsmodelle verfolgen oder sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung engagieren.

Alle weiteren Infos finden Sie auf: www.oesterreichischer-buchhandlungspreis.at

 

Ein Aussendung desHauptverbands des Österreichischen Buchhandels
www.hvb.at

Das Lieblingsbuch des Deutschschweizer Buchhandels 2020

Zum dritten Mal waren Buchhändlerinnen und Buchhändler der Deutschschweiz aufgerufen, ihr aktuelles Lieblingsbuch zu wählen: Aus der Shortlist mit fünf Titeln erhielt das Buch der US-Amerikanischen Schriftstellerin und Zoologin Delia Owens «Der Gesang der Flusskrebse» die meisten Stimmen.
Zum Welttag des Buches (am 23. April) werden die Buchhandlungen landauf, landab dieses und andere Lieblingsbücher präsentieren – ihre eigenen oder diejenigen ihrer Kundinnen und Kunden. In diesem Jahr rechnen wir auch auf eine breite Resonanz auf den Social Media Kanälen der Buchhandlungen, die bereits in den letzten Wochen bemerkenswert kreativ bespielt worden sind.

Delia Owens und hanserblau liegen nicht nur die Deutschschweizer Buchhandlungen zu Füssen – bereits in Deutschland wurde das Buch zum liebsten Titel der Unabhängigen Buchhandlungen gewählt.

Die «Lieblingsbuch»-Aktion ist eine Initiative des SBVV; sie wird unterstützt vom Bücherblog www.lesefieber.ch und dem Schweizer Bücherbon.
Webseite: www.daslieblingsbuch.ch

Als Lieblingsbuch 2020 des Buchhandels nominiert werden konnten sämtliche in deutscher Sprache publizierten Belletristik- und Sachbuch-Neuerscheinungen (alle Autoren, inklusive Übersetzungen), die im Zeitraum zwischen dem 1. April 2019 und Ende März 2020 erschienen und in gedruckter Form im Buchhandel erhältlich sind. Auf der diesjährigen Shortlist für die Wahl zum «Lieblingsbuch» 2020 standen:

  • Laetitia Colombani: «Das Haus der Frauen» (S. Fischer)
  • Simone Lappert: «Der Sprung» (Diogenes)
  • Delia Owens: «Der Gesang der Flusskrebse» (hanserblau)
  • Jasmin Schreiber: «Marianengraben» (Eichborn)
  • Christoph Schwyzer: «Der Staubwedel muss mit» (Limmat Verlag)

 

Eine Presseaussendung des Buchhändler- und Verleger-Verbandes SBVV
www.sbvv.ch

Gewinnerinnen und Gewinner der „Glauser 2020“

Das SYNDIKAT, der Verein für deutschsprachige Kriminalroman, hat am Samstagabend in einer online übertragenen Gala die diesjährigen Krimipreise in sechs Kategorien verliehen. Jürgen Heimbach erhielt für „Die Rote Hand“ den Preis für den besten Kriminalroman. Mit dem Ehren-GLAUSER wurde die Bestseller-Autorin Nina George ausgezeichnet.

Fast 500 Werke hatten die deutschsprachigen Verlage in den vergangenen Monaten eingereicht und von den Jurys des SYNDIKATS bewerten lassen. In den Kategorien Roman, Debüt, Kurz-, Jugend- und Kinderkrimi hatten es insgesamt 23 Bücher der Spannungsliteratur in die Nominiertenlisten geschafft. Am Samstag gaben die Moderatoren Ralf Kramp und Sandra Lüpkes in einer aufwendig produzierten Online-Gala die Gewinnerinnen und Gewinner der GLAUSER 2020 bekannt.
Sie lauten:

  • In der Kategorie „Roman“: Jürgen Heimbach: Die Rote Hand (weissbooks.w)
  • In der Kategorie „Debüt“: Lioba Werrelmann: Hinterhaus (Bastei Lübbe)
  • In der Kategorie „Kurzkrimi“: Sunil Mann mit Der Watschenmann, in: Blutige Lippe 3 (Ventura)
  • In der Kategorie „Jugendkrimi“: Wulf Dorn: 21 Dunkle Begleiter (CBJ)
  • In der Kategorie „Kinderkrimi“: Charlotte Habersack: Bitte nicht öffnen, Feurig (Carlsen)
  • In der Kategorie „Ehren-GLAUSER“: Nina George

Die GLAUSER-Krimipreise des SYNDIKATs sind die mit insgesamt 12.000 Euro höchstdotierten Autorenpreise im deutschsprachigen Raum.

Der in Mainz lebende Jürgen Heimbach konnte sich mit „Die Rote Hand“ (erschienen bei weissbooks.w) den prestigeträchtigen Autorenpreis für den besten Kriminalroman des Jahres sichern.

Die GLAUSER-Jury befand, dass Heimbachs Krimi noir um den Fremdenlegionär Arnolt Streich „mit seiner stark reduzierten und bildhaften Sprache eine dichte Atmosphäre erweckt. Er liefert messerscharfe Sätze, kalte Dialoge und banale Gewalt, aber keine klaren Antworten. Auch nicht durch seine Figuren. Gepeinigte Seelen auf der Suche nach Geld, Glück oder Erlösung, aber wie im richtigen Leben gibt es das alles nicht umsonst. Kein Buch zum Glücklichwerden, sondern zum Wachwerden.“

Zur Würdigung ihres engagierten Einsatzes für die Kriminalliteratur wurde die Bestseller-Autorin Nina George mit dem Ehren-GLAUSER ausgezeichnet. Die in Berlin lebende Schriftstellerin erhielt den Preis insbesondere auch für ihr unermüdliches politisches Engagement.
Nina George gehörte u.a. 2012 zu den Mitbegründern der Initiative „Ja zum Urheberrecht“ und spezialisierte sich auf Aspekte der Digitalisierung wie eBook-Piraterie, Lizenzmodelle und die Zunahme von Hate-Speech im Web. 2015 initiierte die 46-Jährige die verbandsübergreifende Non-Profit-Initiative „Fairer Buchmarkt“ und wurde in den Verwaltungsrat der VG Wort gewählt. Im selben Jahr wählten die Mitglieder des PEN-Zentrums Deutschland Nina George als neue Beirätin des Präsidiums. 2016 gründete sich auf Georges Initiative hin das „Netzwerk Autorenrechte“. 2019 wurde sie zur Präsidentin des Autorendachverbands European Writers‘ Council gewählt. Gleichzeitig engagiert sich die gebürtige Bielefelderin seit Jahren im SYNDIKAT, bei der International Crime Writers‘ Association und bei den Mörderischen Schwestern e.V.

 

Ein Meldung des SYNDIKAT e.V.
www.das-syndikat.com

Wissenschaftliche Buchgesellschaft erweitert den höchstdotierten deutschen Sachbuchpreis

Zum zweiten Mal zeichnet die wbg 2021 das beste deutschsprachige Sachbuch mit dem ›WISSEN! Sachbuchpreis für Geisteswissenschaften‹ aus. 2019 hatte der Förderverein der wbg »Wissen verbindet e.V.« den Preis in Berlin an Prof. Dr. Thomas Bauer für sein Buch »Warum es kein islamisches Mittelalter gab« (C.H. Beck) vergeben.
Mit insgesamt 60.000 Euro Preisgeld lobt die wbg damit den höchstdotierten deutschen Sachbuchpreis aus. 40.000 Euro entfallen auf den Hauptpreis ›Wissen! Sachbuchpreis‹ und 20.000 Euro auf die neugeschaffene Nachwuchs-Auszeichnung ›WISSEN! Academic‹.

Der Preis geht auf die Anregung von Mitgliedern der wbg zurück. Er zielt auf deutschsprachige Erstveröffentlichungen, die drei Bedingungen erfüllen: Sie sollen einen herausragenden Beitrag zur Wissenschaft leisten, anschaulich für ein breites Publikum geschrieben sein und gesellschaftlich relevante Fragen behandeln. Autorinnen und Autoren sollen so einen zusätzlichen Anreiz erhalten, mit ihren Werken die Geisteswissenschaften zu bereichern.

Der ›Wissen! Sachbuchpreis‹ ist ein Publikumspreis: Bis zum 1. Mai 2020 können Mitglieder der wbg sowie Buchhändlerinnen und Buchhändler deutschsprachige Sachbücher aus allen Themengebieten der Geisteswissenschaften nominieren, die seit dem 1. Januar 2019 erschienen sind.
Dies ist auf der Website des Preises möglich: http://www.wbg-wissen-preis.de

Eine unabhängige Jury kürt die Preisträgerin oder den Preisträger in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Sie besteht aus: Prof. Dr. Aleida Assmann (Kulturwissenschaftlerin), Dr. Peter Frey (ZDF), Dr. Jürgen Kaube (FAZ), Prof. Dr. Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz) und dem Theologen Prof. Dr. Dr. h.c. Hubert Wolf (Münster) als Jury-Vorsitzendem. Die Longlist wird am 2. Juni 2020 bekannt gegeben. Danach werden noch einmal Buchhändler und wbg-Mitglieder um ihr Votum gebeten.

Die wbg fördert darüber hinaus akademische Exzellenz: Neben dem Hauptpreis ›WISSEN! Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften‹ wird künftig die Auszeichnung ›WISSEN! Academic‹ vergeben. Eine Jury aus Professorinnen und Professoren geisteswissenschaftlicher Fachrichtungen wird diesen Nachwuchspreis 2021 erstmals verleihen. Ausgezeichnet werden vier Habilitationsschriften aus den Fächern Theologie, Philosophie, Geschichte, Archäologie und/oder Literaturwissenschaften. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden auf Grundlage von Empfehlungen ihrer Professorinnen und Professoren ausgewählt. Die Förderung der vier Habilitierenden in Höhe von jeweils 5.000 Euro teilt sich in einen Druckkostenzuschuss in Höhe von 2.500 Euro für die Veröffentlichung der Habilitation bei der wbg oder einem anderen Verlag sowie weitere 2.500 € als Preisgeld.

Die Verleihung beider Preise findet am 21. Januar 2021 in der Katholischen Akademie in München statt.

 

Eine Presseinformation der Wissenschaftliche Buchgesellschaft (wbg)
www.wbg-wissenverbindet.de

Rekorde beim Deutschen Buchpreis 2020

120 deutschsprachige Verlage schickten insgesamt 187 Titel ins Rennen um den Roman des Jahres. Das sind 13 Titel und 10 Verlage mehr als in den vorherigen Rekordjahren. 82 Verlage sitzen in Deutschland, 20 in der Schweiz und 18 in Österreich.

Von den vorgeschlagenen Titeln stammen 88 aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm, 78 weitere kommen im Herbst auf den Markt. 21 Titel sind bereits im vergangenen Herbst erschienen. Jeder Verlag konnte maximal zwei Titel einreichen, die zwischen Oktober 2019 und dem 15. September 2020 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind bzw. erscheinen. Darüber hinaus konnten bis zu fünf weitere Titel empfohlen werden. Auf der Empfehlungsliste landeten dieses Jahr 96 Romane. Aus der Liste können die Juror*innen weitere Titel für den Auswahlprozess anfordern.

Die erste gemeinsame Jurysitzung fand per Videokonferenz statt. Als ihre Sprecherin haben die Jurymitglieder Hanna Engelmeier (Kulturwissenschaftliches Institut Essen) benannt. Der Jury gehören außerdem an: Katharina Borchardt (SWR2), David Hugendick (Zeit Online), Chris Möller (Kabeljau & Dorsch), Maria-Christina Piwowarski (Buchhandlung ocelot), Felix Stephan (Süddeutsche Zeitung), Denise Zumbrunnen (Buchhandlung Never Stop Reading).

Die Jury entscheidet über den Roman des Jahres in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Am 18. August 2020 erscheint die 20 Titel umfassende Longlist. Daraus wählen die Juror*innen sechs Titel für die Shortlist, die am 15. September 2020 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autor*innen, wer von ihnen den Deutschen Buchpreis gewonnen hat.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Förderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Informationen zum Deutschen Buchpreis 2020 können Interessierte unter www.deutscher-buchpreis.de abrufen.
Der Hashtag zum Deutschen Buchpreis 2020: #dbp20

 

Pressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V.
www.boev.de

Kleist-Preis 2020 an Clemens J. Setz

Der Kleist-Preis des Jahres 2020 geht an den 1982 in Graz geborenen Schriftsteller und Übersetzer Clemens J. Setz. Die Verleihung soll am 22. November während einer Matinée im Deutschen Theater erfolgen. Die österreichische Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Daniela Strigl hat – als von der Jury der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft gewählte Vertrauensperson – gemäß der Tradition des Kleist-Preises Clemens J. Setz in alleiniger Verantwortung zum Preisträger bestimmt, mit folgender Begründung:

„Den Kleist-Preis erhält mit Clemens J. Setz ein literarischer Extremist im besten Sinne, ein Erzähler und Dramatiker, der seine Leser mit anarchischer Phantasie und maliziöser Fröhlichkeit stets aufs Neue verblüfft, sie an seinem verstörenden Kopf-Universum teilhaben lässt und dabei hinausreißt in den Schwindel der Freiheit. Sein neugieriger Blick auf die Welt verrückt die Maßstäbe der Normalität und verbindet wachste Zeitgenossenschaft mit den ganz alten Fragen, er gilt den Menschen wie den Maschinen und dem, was sie unterscheidet – im Urvertrauen auf die Macht des Bildes und im unausgesetzt ausgesetzten Grenzgang zwischen dem Visionären und dem Pathologischen.“

Die beiden ersten Romane von Clemens J. Setz Söhne und Planeten (2007) und Die Frequenzen (2009) sind im Residenz-Verlag erschienen, die folgenden Romane, Prosa- und Gedichtbände im Suhrkamp-Verlag. Für den Erzählband Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes (2011) erhielt er den Leipziger Buchpreis, für den Roman Die Stunde zwischen Frau und Gitarre (2015) den Wilhelm-Raabe-Preis. 2019 wurde er mit dem Berliner Literaturpreis ausgezeichnet. Zuletzt erschienen die Erzählungen Der Trost runder Dinge (2019).

 

Heinrich-Kleist-Gesellschaft
www.https://www.heinrich-von-kleist.org/kleist-gesellschaft/

Delius Klasing erhält iF DESIGN AWARD

Grandioses Double: Delius Klasing wird für das Buch „The Porsche Art Book“ und die Videoserie „Fahrstunde mit Walter Röhrl“ in diesem Jahr gleich zweimal mit dem iF DESIGN AWARD ausgezeichnet. Der renommierte Designpreis wird seit fast sechs Jahrzehnten von der weltweit ältesten und unabhängigen Designinstitution verliehen.

Seit 1953 gilt der iF DESIGN AWARD als weltweit anerkanntes Label für gutes Design. Die beiden Porsche-Publikationen aus dem Delius Klasing Verlag konnten durch ihr „herausragendes Design“ in der Kategorie Kommunikation überzeugen. Die Zahl der Bewerber war auch in diesem Jahr groß: Die fast 80-köpfige internationale Jury hatte unter 7.298 Einreichungen aus 56 Ländern das begehrte Siegel zu vergeben. Der iF-Award zählt zu den wichtigsten Designpreisen der Welt, er prämiert Gestaltungsleistungen in den Disziplinen Produkt-, Verpackungs-, Kommunikations- und Service-Design sowie Architektur, Innenarchitektur und Professional Concept.

Mit „The Porsche Art Book“ aus dem Jahr 2019, dem ersten Porsche-Kunstbuch der Welt, konnte das Team um Delius Klasing Corporate Publishers (DKCP)-Leiter Edwin Baaske in der Rubrik „Corporate Book“ punkten.
Auch das digitale Angebot des weltweiten Porsche-Kundenmagazins Christophorus, das seit 2015 von Delius Klasing kreiert wird, befand die Jury für preiswürdig. Die Corporate Videoserie „Fahrstunde mit Walter Röhrl“ zeigt den populären Rallyeweltmeister auf Skiern, im Porsche 911 GT3 oder auf dem Mountainbike. Röhrl spricht dabei über Fahrgefühl, technische Details oder die Vorteile der jeweiligen Sportart für Körper und Geist.

Informationen zum iF DESIGN AWARD 2020 sowie eine Präsentation aller ausgezeichneten Produkte gibt es auf www.ifworlddesignguide.com.

 

Eine Presseinformation von Delius Klasing
www.delius-klasing.de

Staatssekretärin Lunacek vergibt Literaturpreise 2020

Literaturpreise 2020 des BMKÖS gehen an Drago Jancar, Gertraud Klemm, Kathrin Röggla, Leonora Leitl, Renate Habinger und Thomas Macho.

„Wir leben gerade in einer für uns alle sehr herausfordernden Zeit. Dennoch möchte ich heute unsere diesjährigen Literaturpreisträgerinnen und -träger bekannt geben, die Ende Februar von unseren Expertinnen und Experten in den Jurys nominiert worden sind. Bücher geben uns die Möglichkeit innezuhalten und Abstand zu gewinnen. Bücher – und sie werden von vielen Buchhandlungen auch nach Hause geliefert – helfen uns zu reflektieren, zu lernen und Hoffnung zu schöpfen. Sie entführen uns in andere Zeiten und an unbekannte Orte. Sie zeigen uns Menschen, und was diese erfahren, erleben, fühlen und denken. Und oft legen sie Einspruch ein – gegen kleine und große Übel, gegen Ignoranz und Überheblichkeit, gegen Unrecht und Unmenschlichkeit,“ so Staatssekretärin für Kunst und Kultur Ulrike Lunacek.

Der slowenische Romancier, Erzähler und Essayist Drago Jancar wird mit dem Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur ausgezeichnet. Der Outstanding Artist Award für Literatur geht an Gertraud Klemm. Der Österreichische Kunstpreis für Literatur wird Kathrin Röggla zuerkannt. In der Kinder- und Jugendliteratur gehen die Preise an die Illustratorinnen und Autorinnen Leonora Leitl und Renate Habinger. Den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik erhält Thomas Macho.

„Ich gratuliere den Autorinnen und Autoren sowie den beiden Illustratorinnen herzlich zu den Auszeichnungen. Sobald es wieder möglich sein wird, Veranstaltungen abzuhalten, werden wir mit den Planungen für die Verleihungen beginnen, damit wir dann mit den Literaturbegeisterten unseres Landes diese wunderbaren Künstlerinnen und Künstler feiern können,“ so Lunacek.

Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur

Mit Drago Jancar wird ein Schriftsteller mit dem Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur geehrt, dessen Werk bezeugt: ohne Widerspruch, ohne Widerrede bleibt jedes Bild unvollständig und in der Tendenz totalitär. Drago Jancars vielgestaltiges Werk ist durchdrungen von einer „Offenheit voller Zweifel“. Drago Jancar schreibt seit jeher im Bemühen darum, Simplifizierungen als etwas kenntlich zu machen,das letztlich auf die Vernichtung der Menschlichkeit hinausläuft.

„Am Einzelnen die Verwerfungen unserer Geschichte eindringlich nachvollziehbar zu machen: darin liegt eine der großen Stärken seiner Literatur“, so die Jury-Begründung.

Der Preis wird jährlich für das literarische Gesamtwerk einer europäischen Autorin bzw. eines europäischen Autors verliehen, das international besondere Beachtung gefunden hat. Dotation: 25.000 Euro. Jurymitglieder: Mag. Dr. Katja Gasser, Mag. Cornelius Hell, Dr. Alexander Potyka, Dr. Martina Schmidt, Anne-Catherine Simon

Outstanding Artist Award für Literatur

Gertraud Klemm gelang es in bislang fünf, in rascher Abfolge seit 2015 erschienen Romanen, Feminismus nicht nur zu propagieren, sondern auch literarisch erfolgreich umzusetzen. Gertraud Klemm versteht es nicht nur, ständig sich verändernde, „neue“ Fragestellungen einer Gesellschaft des permanenten Wandels in ihre Texte zu integrieren, sie erinnert auch auf unmissverständlicher Weise an die Aktualität „alter“ Themen: zentral ist dabei noch immer die Forderung nach der Gleichberechtigung von Frauen, die mittlerweile allzu gerne als „selbstverständlich“ abgetan wird.

„Gertraud Klemm ruft mit ihren Büchern vor allem in Erinnerung, dass alles Schreiben über jenen utopischen Kern verfügen muss, der einmal folgendermaßen definiert wurde: ‚Keine neue Welt ohne neue Sprache!“, so die Jury.

Der Preis wird jährlich an eine Autorin bzw. einen Autor der jüngeren oder mittleren Generation vergeben, die/der bereits wichtige literarische Veröffentlichungen vorweisen kann, und ist mit 10.000 Euro dotiert. Jurymitglieder: Dr. Bernhard Fetz, Erich Klein, Barbara Neuwirth

Österreichische Kunstpreis für Literatur

Kathrin Röggla hat sich in den vergangenen Jahren als eine der innovativsten und relevantesten Stimmen der gesamten deutschsprachigen Literatur ihrer Generation etablieren können, wovon nicht nur zahlreiche Preise zeugen, sondern auch eine inzwischen beachtliche Intensität an literaturwissenschaftlicher Rezeption. Ihr vielfältiges, konventionelle Gattungsgrenzen überschreitendes Schreiben deckt ein auffällig breites Spektrum ab: Prosatext und Theater, Essayistik, Hörspiel und zuletzt die multimediale Installation.

„Schon seit ihren Anfängen widmet sich Röggla der Darstellung, Analyse und Kritik der Gegenwartsgesellschaft, des neoliberalen Ausnahmezustands und seinen sozialen wiesprachlichen Verwerfungen. Gerade diese doppelte Optik zeichnet ihr literarisches Œuvre aus“, so die Jury.

Der Preis wird jährlich für das literarische Gesamtwerk einer österreichischen Autorin bzw. eines österreichischen Autors vergeben und ist mit 15.000 Euro dotiert. Jurymitglieder: Dr. Maja Haderlap, Dr. Daniela Strigl, Univ.-Prof. Dr. Norbert Christian Wolf

Outstanding Artist Award für Kinder- und Jugendliteratur

Die bisherigen Arbeiten von Leonora Leitl im Bereich der Kinderliteratur sind geprägt durch große Vielfalt. Das betrifft sowohl das Genreangebot, das vom Sagenbuch über das erzählende Sachbuch und das Bilderbuch zum philosophischen Fragebuch reicht, als auch die dafür genutzten illustratorischen Stile und Techniken.

„Leonora Leitl stellt scheinbar naive Figurengestaltungen in kräftiger Farbigkeit in den Vordergrund, weiß aber die Komplexität der jeweiligen Texte künstlerisch zu inszenieren, indem sie nicht nur mit Buntstift und Collagetechniken arbeitet, sondern auch zu ganz ungewöhnlichen Materialien greift“, begründet die Jury.

Der Preis wird biennal vergebene und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Österreichischer Kunstpreis für Kinder- und Jugendliteratur

Renate Habinger ist seit nunmehr rund 40 Jahren als Illustratorin und Autorin eine Ausnahmeerscheinung in der österreichischen Kinderbuchszene, die sie auch als Gründerin eines eigenen Kinderbuchhauses wesentlich mitgestaltet hat.

„Ihr umfangreiches Werk ist geprägt von der Lust am (Sprach-)Spiel, setzt vermeintliche Kleinigkeiten groß in Szene und erkundet ein ums andere Mal mit variierenden stilistischen Mitteln die Möglichkeiten und Grenzen des Erzählens in Wort und vor allem mit Bildern. Beeindruckend ist überdies, dass die Künstlerin bei aller Vielfältigkeit ihres Schaffens stets eine ganz eigeneHandschrift erkennen lässt“, so die Jury.

Der Preis wird biennal vergebene und ist mit 15.000 Euro dotiert.

Jurymitglieder Outstanding Artist Award und Österreichischer Kunstpreis 2020 in der Sparte Kinder-und Jugendliteratur: Mag. Gerhard Falschlehner, Mag. Heinz Janisch, Dr. Heidi Lexe, Klaus Nowak, Linda Wolfsgruber

Österreichische Staatspreis für Kulturpublizistik

Unter den Bedingungen einer Wissensgesellschaft, die in Expert*innen zerfällt, gelingt Thomas Macho in seinem Denken und Schreiben auf erstaunliche Weise zweierlei: Er lässt sich von seiner Sympathie für Abzweigungen und Nebenwege leiten und bleibt zugleich auf eine Hauptfrage konzentriert – in seinem Fall: Tod und Sterblichkeit. Er legt seinen Arbeiten ein Netz an Lektürereferenzen zugrunde, das einer übergreifenden Perspektive standhält und ihm erlaubt, stets mehrere kulturelle Felder in seineÜberlegungen mit einzubeziehen: Politik und Recht ebenso wie Philosophie und die Künste.

„Seine besondere kulturpublizistische Leistung besteht nicht zuletzt in seinen klug gesetzten Zitaten. Wie kaum ein anderer weiß Thomas Macho die Verknüpfung menschlichen Handelns mit politischen, kunstgeschichtlichen und mythischen Narrativen sichtbar zu machen“, so die Jury.

Der Preis wird biennal vergebene und ist mit 10.000 Euro dotiert. Jurymitglieder: Mag. Dieter Bandhauer, Dr. Martin Pollack, Mag. Andrea Fredriksson-Zederbauer

 

Eine OTS-Aussendung des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport

Auszeichnungen für Bücher aus dem Löwenzahn Verlag

Gleich doppelten Grund zur Freude gabs kürzlich beim Löwenzahn Verlag: Zwei seiner Bücher wurden kürzlich prämiert.

Die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft hat Sonja Schwingesbauers „Wo die wilden Nützlinge wohnen“ unter die Top 5 Gartenbücher 2020 gewählt.

Ebenso wurde Wolfgang Palmes Buch „Ernte mich im Winter“ preisgekrönt: Beim deutschen Gartenbuchpreis 2020 belegt es den 3. Platz in der Kategorie „Bester Ratgeber“.

Gerade in Zeiten wie diesen sehnen sich die Menschen nach etwas mehr Unabhängigkeit, danach sich selbstversorgen zu können – und sei es nur mit selbstgezüchteten Karotten im Winter. Das schafft ein gutes Gefühl, genau wie der Beitrag zum Umweltschutz oder Arterhalt, und das ganz ohne die eigenen Gewohnheiten gänzlich ablegen zu müssen. Wolfgang Palme und Sonja Schwingesbauer haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Themen alltagsnah aufzugreifen.

Außerdem beginnt der Winter ja bekanntlich im Frühling – zumindest wenn es um die Ernte in der kalten Jahreszeit geht. So sollten einige Sorten genau jetzt ausgesät werden, damit auch im November, unter der Schneedecke, noch knackige Gemüse geerntet werden können. Wie das funktioniert, steht in „Ernte mich im Winter“ beschrieben. Und wieso nicht jetzt gleich den eigenen Balkon in eine Nützlingsunterkunft verwandeln, oder ein Beet & Breakfast für Hummeln und Co. im Garten anlegen? Dazu weiß Sonja Schwingesbauer mehr. Hilft den Tieren. Und gegen Quarantäne-Langeweile.

 

Eine Presseaussendung des Löwenzahn Verlag
www.loewenzahn.at

Schweizer Lieblingsbuch 2020 – Die Nominierten

Auch in diesem Jahr haben die Schweizer Buchhändlerinnen und Buchhändler ihr Lieblingsbuch der letzten 12 Monate nominiert. Als Lieblingsbuch 2020 des Buchhandles nominiert werden konnten sämtliche in deutscher Sprache publizierten Belletristik- und Sachbuch-Neuerscheinungen (alle Autoren, inklusive Übersetzungen), die im Zeitraum zwischen dem 1. April 2019 und Ende März 2020 erschienen und in gedruckter Form im Buchhandel erhältlich sind.

Die Bandbreite der Vorschläge war so vielfältig wie der Buchhandel selbst. Von internationalen Bestsellern bis zu literarischen Neuerscheinungen aus Schweizer Kleinverlagen wurden die unterschiedlichsten Bücher vorgeschlagen.

Hier die Shortlist der fünf meistnominierten Lieblingsbucher 2020 in alphabetischer Reihenfolge

  • Laetitia Colombani: «Das Haus der Frauen» (S. Fischer)
  • Simone Lappert: «Der Sprung» (Diogenes)
  • Delia Owens: «Der Gesang der Flusskrebse» (hanserblau)
  • Jasmin Schreiber: «Marianengraben» (Eichborn)
  • Christoph Schwyzer: «Der Staubwedel muss mit» (Limmat)

Aus den fünf von ihnen selbst nominierten Titeln können die Schweizer Buchhändlerinnen und Buchhändler nun ihre Wahl treffen.
«Das Lieblingsbuch 2020» wird zum Welttag des Buches am Donnerstag, 23. April 2020, bekannt gegeben.

 

Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband
www.sbvv.ch

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