Bayerischer Buchpreis 2019 vergeben

Der Bayerische Buchpreis 2019 geht an David Wagner für seinen Roman „Der vergessliche Riese“ in der Kategorie Belletristik sowie an Jan-Werner Müller für sein Buch „Furcht und Freiheit. Für einen anderen Liberalismus“ in der Kategorie Sachbuch. Joachim Meyerhoff erhält den „Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten“.

Die Jury des Bayerischen Buchpreises diskutierte live und vor geladenem Publikum sowie in Anwesenheit der nominierten Autorinnen und Autoren in München über die besten Bücher des Jahres. Sechs Bücher standen im Finale für den Preis. Nach zwei sehr engagierten Debatten auf der Bühne fiel die Entscheidung, als besten Roman „Der vergessliche Riese“ von David Wagner (Rowohlt) auszuzeichnen sowie den Preis für das beste Sachbuch für „Furcht und Freiheit. Für einen anderen Liberalismus“ von Jan-Werner Müller (Suhrkamp) zu vergeben.

„Aus David Wagners Autofiktion spricht große Zärtlichkeit, sensible Komik und tiefe Weisheit. Jan-Werner Müllers Plädoyer für eine Liberalismus der Furcht kommt zur rechten Zeit“, so die Begründung der Jury.

Die Jury 2019:

  • Sandra Kegel, Literaturredakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Vorsitzende der Jury)
  • Svenja Flaßpöhler, Chefredakteurin des „Philosophie Magazins“
  • Knut Cordsen, Kulturredakteur des Bayerischen Rundfunks

Die Preisträger erhalten jeweils 10.000 Euro sowie eine Preisfigur aus Nymphenburger Porzellan in Form eines Löwen.

Zudem wurde der „Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten“ an den Schauspieler und Schriftsteller Joachim Meyerhoff verliehen.

„Der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten würdigt das herausragende schriftstellerische Werk von Joachim Meyerhoff. Mit seinem Romanzyklus „Alle Toten fliegen hoch“ hat er Millionen Menschen großes Lesevergnügen bereitet. In der Erzählkunst von Joachim Meyerhoff gehört Absurdes fest zur Wirklichkeit. Liebevoll beschreibt er die Einzigartigkeit seiner Charaktere in ihrer Unvollkommenheit, manchmal auch Schrulligkeit, ohne dabei die Menschen der Lächerlichkeit preiszugeben. Damit verleiht er ihnen Würde, macht sie besonders und unverwechselbar, so dass der Leser in allen Lebenslagen mit fiebert, mit leidet und mit lacht“, so Medienminister Dr. Florian Herrmann, der den Preis an Joachim Meyerhoff überreichte.

Für den Bayerischen Buchpreis 2019 waren in der Kategorie Belletristik neben dem Roman „Der vergessliche Riese“ von David Wagner (Rowohlt), die Romane „Levi“ von Carmen Buttjer (Galiani) und „Propaganda“ von Steffen Kopetzky (Rowohlt Berlin) nominiert. In der Kategorie Sachbuch waren es außer dem Buch „Furcht und Freiheit. Für einen anderen Liberalismus“ von Jan-Werner Müller (Suhrkamp) die Bücher „Die Gesellschaft des Zorns. Rechtspopulismus im globalen Zeitalter“ von Cornelia Koppetsch (transcript) sowie „Warum Demokratien Helden brauchen. Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus“ von Dieter Thomä (Ullstein).

Aufgrund „eines schwebenden Verfahrens über die Vorwürfe, dass gewisse Formulierungen nicht dem wissenschaftlichen Comment entsprechen“, so Sandra Kegel, hat sich die Jury entschieden, das Buch von Cornelia Koppetsch „Die Gesellschaft des Zorns. Rechtspopulismus im globalen Zeitalter“ nicht bei der inhaltlichen Diskussion und damit bei der Preisentscheidung zu berücksichtigen.

Der Bayerische Buchpreis
wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben. Die Preisverleihung fand in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz statt und wurde live im Hörfunk auf Bayern 2 ab 20.05 Uhr übertragen. Der ebenfalls gesendete Internet-Livestream ist nach wie vor in der BR-Mediathek abrufbar. Der Bayerische Buchpreis 2019 wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern veranstaltet und gefördert von der Bayerischen Staatskanzlei. Weiterhin wird der Bayerische Buchpreis unterstützt vom Bayerischen Rundfunk als Medienpartner und gefördert von der ZEIT Verlagsgruppe, dem PS-Sparen der bayerischen Sparkassen, dem Verein zur Leseförderung sowie der Abendzeitung.

Weitere Informationen unter: www.bayerischer-buchpreis.de

(Pressemeldung/Bayerischer Buchpreis)

Foto: Bayerischer Buchpreis 2019 / Die drei Preisträger: Joachim Meyerhoff, Jan-Werner Müller und David Wagner – © Yves Krier

Edel Kids als Lizenznehmer des Jahres ausgezeichnet

Im Rahmen des Licensing International Licensing Market 2019 am 05. November wurde das Hamburger Kinder- und Familienlabel Edel Kids mit dem Award „Lizenznehmer des Jahres“ ausgezeichnet. Dass Edel Kids in genau diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert und zudem aktuell an der Spitze des physischen Tonträgermarktes im Bereich Kinderfilm (DVD) rangiert, rundet das sehr erfolgreiche Jahr 2019 ab.

Grenzenlose Freude gab es auf Seiten der Edel Kids, als Peter Hollo, External Lead Consultant Licensing International Deutschland, im Rahmen der Preisverleihung im Bayerischen Hof den Award in der Kategorie „Lizenznehmer des Jahres“ ankündigte und Andrea zum Felde, General Manager Edel Kids, auf die Bühne bat, um den begehrten Award zu übergeben.

Als langjähriges Mitglied im Licensing International Verband freut Andrea zum Felde (Foto: Mitte) sich sehr über den renommierten Preis: „Ich bin wahnsinnig stolz auf diese Auszeichnung. Nach der Nominierung haben wir natürlich auch auf den Sieg gehofft. Wirklich damit gerechnet hat aber niemand, umso schöner ist diese Überraschung. Ein großes Dankeschön geht an das gesamte Edel Kids Team und unsere fantastischen Partner, die uns seit so vielen Jahren das Vertrauen schenken. Dass die jahrelange Arbeit auf diese Weise gewürdigt wird, ist wirklich etwas Besonderes.“

Seit der Gründung 1999 ist Edel Kids aus unzähligen Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken. Als Home Entertainment Label der Hamburger Edel Gruppe ist Edel Kids auf Hörspiel- DVD- und digitale Produktionen spezialisiert. Das und hochwertigen Portfolio umfasst bekannte Lizenzthemen wie Pettersson und Findus, Miraculous, Drachenzähmen leicht gemacht, Barbie, Spirit: wild und frei, Yakari oder Mia and me.

(Presseaussendung Edel Kids)
Foto: (c) Edel Kids

C.L. Polk gewinnt mit „Witchmark“ den World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman 2019

„Witchmark. Die Spur der Toten“ wurde auf der World Fantasy Convention in Los Angeles als bester Fantasy-Roman 2019 ausgezeichnet.

„Witchmark“ ist ein Fantasythriller, der von einem Land erzählt, über dem der Schatten des Krieges liegt. Das Buch ist im März 2019 in der Hobbit Presse bei Klett-Cotta erschienen und bildet den Auftakt eines Zyklus. Die Fortsetzung „Stormsong“ folgt im Herbst 2020.

Der Inhalt:
Miles Singer ist Arzt und er ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Eines Tages wird er zu einem Notfall gerufen. Als Miles den Sterbenden untersucht, stellt er mit Erschrecken fest, dass dieser die Aura einer Hexe hat. Aber noch schlimmer, der Vergiftete hat erkannt, dass auch Miles das Hexenmal trägt. Die Geschicke Aelands werden von den adligen Sturmsängern bestimmt. Ihre legitimierte Magie hat dem Land unvorstellbaren Fortschritt gebracht, es aber auch in einen fürchterlichen Krieg gestürzt. Die Soldaten kommen völlig verändert aus dem Krieg zurück. Miles Singer ist Arzt. Um den zurückkehrenden Soldaten zu helfen, kann er seine magischen Fähigkeiten nur heimlich einsetzen. Kämen sie ans Licht, würde er in einem Asylum eingesperrt. Als Miles zu einem Sterbenden gerufen wird, der wohl vergiftet wurde, bleibt ihm keine Wahl: Zusammen mit einem schönen Amaranthine, der zwischen der Welt und dem Totenreich wechseln kann, versucht er den Mordfall aufzuklären. Hinter all dem verbirgt sich aber ein Geheimnis, dessen Abgründigkeit kaum abzusehen ist: Wohin sind die Seelen der Gefallenen verschwunden?

2019 Klett Cotta, 978-3-608-96395-3, € 16,50
Zum Buch

Deutscher Sachbuchpreis 2020 – Titelmeldung für Verlage noch bis 22. November 2019

Ausschreibung unter www.deutscher-sachbuchpreis.de

Noch bis 22. November 2019 können Verlage jeweils zwei deutschsprachige Monographien aus dem aktuellen oder geplanten Programm einreichen und bis zu fünf weitere Titel empfehlen. Die Titel müssen zwischen Mai 2019 und April 2020 erschienen und spätestens bei Bekanntgabe der Nominierungen am 21. April im Buchhandel erhältlich sein.

Das Sachbuch des Jahres wird in zwei Auswahlstufen ermittelt. Die Jury stellt eine acht Titel umfassende Nominierungsliste zusammen, die sie am 21. April 2020 bekannt gibt. Aus dieser Auswahl ermitteln die Jurorinnen und Juroren das Sachbuch des Jahres. Erst am Abend der Preisverleihung wird die oder der Preisträger bekanntgegeben.

Die Jury für den Deutschen Sachbuchpreis 2020 steht fest.
Die Akademie Deutscher Sachbuchpreis hat diese sieben Expertinnen und Experten aus der Sachbuchkritik, dem Journalismus, der Wissenschaft und dem Buchhandel in die Jury berufen:

  • Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher (Mathematikum Gießen)
  • Susanne Beyer (Der Spiegel)
  • Klaus Kowalke (Buchhandlung Lessing und Kompanie, Chemnitz)
  • Tania Martini (die tageszeitung)
  • Helmut Mayer (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
  • Dr. Emilia Roig (Center for Intersectional Justice)
  • Dr. Kia Vahland (Süddeutsche Zeitung)

Die Jurymitglieder entscheiden, wer den ersten Deutschen Sachbuchpreis erhält. Um eine größtmögliche Unabhängigkeit der Auszeichnung zu gewährleisten, wählt die Akademie Deutscher Sachbuchpreis die Jury in jedem Jahr neu. Eine mehrmalige Jurymitgliedschaft ist möglich.

Die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergibt die mit insgesamt 42.500 Euro dotierte Auszeichnung erstmals am 16. Juni 2020 im Humboldt Forum im Berliner Schloss. Sie geht an ein herausragendes, in deutscher Sprache verfasstes Sachbuch, das Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung gibt. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält 25.000 Euro, die sieben Nominierten erhalten je 2.500 Euro.

Hauptförderer des Preises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Unterstützer sind der Technologie- und Informationsanbieter MVB und die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.

Alle Informationen und das Online-Bewerbungsformular können abgerufen werden unter www.deutscher-sachbuchpreis.de.

Der Hashtag lautet: #DSP20

Aus einer Pressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. / Frankfurt am Main, 5. November 2019

Leo-Perutz-Preis 2019 an Alex Beer

Der zehnte Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur wurde am 5. November in feierlichem Rahmen in der Wienbibliothek im Rathaus an Alex Beer verliehen. Die diesjährige Preisträgerin wurde für ihren Kriminalroman „Der dunkle Bote“ (Limes Verlag) ausgezeichnet. Der Preis wurde von Sylvia Fassl-Vogler, Stadt Wien Kultur und Gustav Soucek, Geschäftsführer des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels überreicht. Anita Eichinger, Direktorin der Wienbibliothek im Rathaus, begrüßte die Gäste.

Aus der Begründung der Jury: „Einen Krimi über Wien zu schreiben, ist kniffliger als man denkt: Wien verlangt als Schauplatz eine schmale Gratwanderung zwischen Kitsch und Klischee, der Wiener Dialekt erfordert ein sicheres Händchen. Die Vorarlbergerin Alex Beer bewältigt diese besonderen Herausforderungen in ihrem Buch Der dunkle Bote mit Bravour. Sie erzählt zwar auf hochdeutsch, streut aber gekonnt und ungekünstelt Dialekt-Passagen ein. Das macht die Sprache stimmig, lebendig und authentisch. Ebenso makellos wie Beers Handhabung der Sprache ist ihre historische Recherche. Die Autorin arbeitet die Zwischenkriegszeit penibel auf und transponiert sie in eine eingängige Erzählung. Sie hält den Spannungsbogen in diesem atemberaubenden Krimi mühelos über 400 Seiten aufrecht – und das auf mehr als einer Ebene. Sie jongliert die einzelnen Handlungsstränge und fügt sie elegant zusammen. Dennoch verzichtet die Autorin auf den dicken Pinsel und malt das Bild eines politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich bis zum Zerreißen gespannten Wien in feinen Schattierungen. Mit einem Wort: Man lernt etwas und fürchtet sich dabei – was könnte man Besseres über einen historischen Kriminalroman sagen? Der dunkle Bote ist nach Meinung der Leo-Perutz-Jury der bisherige Höhepunkt im Schaffen von Alex Beer.“

Die Jury 2019

  • Jury-Sprecherin Sylvia Fassl-Vogler (Stadt Wien Kultur)
  • Michael Kratochvil (Buchhandlung Kuppitsch)
  • Fritz Lehner (Krimiautor und Leo-Perutz-Preisträger 2018)
  • Elisabeth Schippel (Buchhandlung Krimisalon)
  • Nina Lämmermayer (Bestattung Wien)
  • Doris Reiserer-Kraus (Journalistin, Die Presse am Sonntag)

Alex Beer
ist in Bregenz geboren, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Für Der zweite Reiter (Limes, 2017), dem ersten Roman ihrer Reihe um Polizeiagent August Emmerich, erhielt sie auch schon 2017 den Leo-Perutz-Preis. Alex Beer wurde mit dem Österreichischen Krimipreis 2019 ausgezeichnet.

Der Preis
Mit dem Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur, der jährlich vergeben wird, sollen Krimis ausgezeichnet werden, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, wird gemeinsam von der Stadt Wien Kultur und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gestiftet und mit freundlicher Unterstützung der Bestattung Wien ausgerichtet.

TERMIN
Alex Beer liest am Samstag, den 9. November, im Rahmen der BUCH WIEN 19 (Messe Wien, Halle D, ORF-Bühne) von 11:30 bis 12:00 auf der ORF-Bühne.

 

Buchpreis der Salzburger Wirtschaft 2019 an Arno Kleibel

Arno Kleibel wird für seine Verlegertätigkeit mit dem Buchpreis der Salzburger Wirtschaft 2019 ausgezeichnet. Der mit € 7.000,- dotierte Preis wird am 12.11.2019 in Salzburg verliehen.

Arno Kleibel, Verleger des Otto Müller Verlages, erhält für „besondere verlegerische Initiativen“ den Buchpreis der Salzburger Wirtschaft 2019.

In der Jury-Begründung heißt es: „Arno Kleibel hat in seiner Verlegertätigkeit einerseits einige ganz wesentliche Debüts ermöglicht, andererseits hält er seinen Hausautoren und -autorinnen die verlegerische Treue. Auch als nimmermüder Mit-Herausgeber der Zeitschrift ‚Literatur und Kritik‘ ist Arno Kleibel unverzichtbar, nicht nur für das Salzburger Literaturgeschehen, sondern weit darüber hinaus.“

Der Buchpreis der Salzburger Wirtschaft wird seit 2003 im Zweijahresrhythmus von der Wirtschaftskammer Salzburg und der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft verliehen. Aufgabe des Preises ist es, das Gesamtwerk eines Autors oder Verlegers mit Salzburg-Bezug zu würdigen, der einen wichtigen Beitrag zur zeitgenössischen Literatur geleistet hat. Die Preisverleihung findet am 12.11.2019 um 19:30 Uhr im WIFI Salzburg statt. Die Laudatio hält Karl-Markus Gauß.

Arno Kleibel wurde 1961 in St. Pölten (Niederösterreich) geboren. Nach der Matura absolvierte er eine Buchhandelslehre in Salzburg, danach arbeitete er in verschiedenen Buchhandlungen und Verlagen. 1986 übernahm er die Leitung des von seinem Großvater im Jahr 1937 gegründeten Otto Müller Verlags. Seit 1991 gibt er gemeinsam mit dem österreichischen Autor Karl-Markus Gauß die Zeitschrift „Literatur und Kritik“ heraus. Arno Kleibel ist seit 1990 Mitglied im Landesgremium Buch- und Medienwirtschaft, seit 1996 Mitglied im Aufsichtsrat der Verwertungsgesellschaft Literar Mechana. Von 1995 bis 2010 war er außerdem Landesgremialvorsteher Buch- und Medienwirtschaft, von 2000 bis 2010 Mitglied im Bundesgremium Buch- und Medienwirtschaft, von 2004 bis 2009 Vorsitzender des österreichischen Verlegerverbandes und von 2001 bis 2005 Präsident der Vereinigung des katholischen Buchhandels Österreich.

Österreichischer Buchpreis 2019 an Norbert Gstrein für „Als ich jung war“ (Carl Hanser Verlag)

Norbert Gstrein wurde am 4. November 2019 im Wiener Kasino am Schwarzenbergplatz für seinen 2019 im Carl Hanser Verlag erschienenen Roman „Als ich jung war“ mit dem Österreichischen Buchpreis 2019 ausgezeichnet. Angela Lehner erhielt den Debutpreis für ihr Werk „Vater unser“ – erschienen bei Hanser Berlin – das jüngst mit dem Literaturpreis Alpha ausgezeichnet wurde. Die Preise wurden von Sektionschef Jürgen Meindl verliehen. Insgesamt wurden 2019 für den Österreichischen Buchpreis und den Debutpreis 140 Werke von 68 Verlagen eingereicht.

 

Norbert Gstrein, Als ich jung war (Carl Hanser Verlag)
Hardcover, 352 Seiten, 978-3-446-26371-0, € 23,70
zum Buch

Norbert Gstrein, 1961 in Tirol geboren, lebt in Hamburg. Er erhielt unter anderem den Alfred-Döblin-Preis und den Uwe-Johnson-Preis. Bei Hanser erschienen „Die Winter im Süden“ (Roman, 2008), „Die englischen Jahre“ (Roman, Neuausgabe 2008), „Das Handwerk des Tötens“ (Roman, Neuausgabe 2010), „Die ganze Wahrheit“ (Roman, 2010), „In der Luft“ (Erzählungen, Neuausgabe 2011), „Eine Ahnung vom Anfang“ (Roman, 2013), „In der freien Welt“ (Roman, 2016), „Die kommenden Jahre“ (Roman, 2018) und „Als ich jung war“ (Roman, 2019).

 

Angela Lehner, Vater unser (Hanser Berlin)
Hardcover, 284 Seiten, 978-3-446-26259-1, € 22,70
zum Buch

Angela Lehner, geboren 1987 in Klagenfurt, aufgewachsen in Osttirol, lebt in Berlin. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien, Maynooth und Erlangen. Sie nahm 2016 an der Prosawerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin und 2017 am Klagenfurter Häschenkurs teil. 2018 war sie Finalistin des Literaturpreises Floriana. Ihr Debütroman Vater unser war Longlist-nominiert für den Deutschen Buchpreis 2019 und wurde mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis 2019 und dem Literaturpreis Alpha 2019 ausgezeichnet.

 

Der Österreichische Buchpreis
ist mit 20.000 Euro dotiert – die weiteren vier Titel der Shortlist mit jeweils 2.500 Euro. Diese sind:

  • Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land (Klett-Cotta)
  • Karl-Markus Gauß: Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer (Zsolnay)
  • Sophie Reyer: Mutter brennt (edition keiper)
  • Clemens J. Setz: Der Trost runder Dinge (Suhrkamp)

Die Begründung der Jury: „Norbert Gstreins Roman erinnert an das Gedicht „Zwielicht“ von Joseph von Eichendorff: Die Dämmerung bricht an, etwas Numinoses legt sich über das Land. Selbst dem Freund ist nicht zu trauen in dieser Stunde der verlorenen Sicherheiten. Norbert Gstrein ist ein Meister des „zwielichtigen“ Erzählens. Protagonist seines Romans ist ein Wirtssohn, der einige Jahre als Schilehrer in den USA gearbeitet hat, um dann nach Österreich zurückzukehren. Franz erzählt uns seine Geschichte, aber je mehr Details er vorbringt, umso unsicherer wird der Leser. Eine Braut ist gestorben – aber wie? Ein Mädchen wurde vergewaltigt – vielleicht. Ein anderes Mädchen ist verschwunden – wohin? Norbert Gstrein setzt Zeichen um Zeichen. Man folgt seinem Konstrukt und seinem bewundernswert klaren Satzbau mit Spannung, aber im Gegensatz zum Detektivroman gibt es hier kein Superhirn, das die Zeichen eindeutig interpretieren könnte. Am Ende hält der Leser viele Fäden in der Hand. Ob einer davon der rote ist – wer weiß?“

Der von der Arbeiterkammer gestiftete Debutpreis
ist mit 10.000 Euro dotiert – die weiteren zwei Titel der Debut-Shortlist mit jeweils 2.500 Euro. Diese sind:

  • Marko Dinic: Die guten Tage (Zsolnay)
  • Tanja Raich: Jesolo (Blessing)

Die Begründung der Jury: „In Angela Lehners Roman „Vater unser“ erzählt Eva Gruber von ihrer Einlieferung in die psychiatrische Anstalt, ihrem magersüchtigen Bruder, den sie dort findet und retten möchte, und ihrem Vater, den sie zusammen mit dem Bruder töten will. An das Gebot „Du sollst nicht lügen“, das es, wie sie feststellt, gar nicht gibt, hält sie sich überhaupt nicht: Hat sie nun die Kindergartenkinder erschossen, wie sie behauptet? Wurden sie und ihr Bruder vom Vater missbraucht und von der Mutter allein gelassen? Begeht der Chefpsychiater, der sie behandelt, wirklich Selbstmord? Unzuverlässig ist sie, die Erzählerin, respektlos und verletzlich zugleich, und sie kehrt damit nicht nur die Welten der Irren und der Normalen um, sondern stellt auch sämtliche, zumeist männliche Autoritäten und deren Ordnungen in Frage. Angela Lehners fulminanter Debütroman, unsentimental, frech und direkt erzählt, ist Familiengeschichte, Krankenhausreport und Krimi in einem – und zugleich ein kritischer Befund eines katholisch geprägten Österreich, in dem auf den Hausaltären neben dem Rosenkranz das gerahmte Porträtfoto von Jörg Haider liegt.“

Die mit der Entscheidung betraute Jury setzte sich 2019 zusammen aus:

  • Pia Janke (Germanistin)
  • Robert Renk (Buchhändler, Wagner’sche Universitätsbuchhandlung)
  • Christian Schacherreiter (Literaturkritiker)
  • Anne-Catherine Simon (Journalistin, Die Presse)
  • Uwe Wittstock (Literaturkritiker)

Der Österreichische Buchpreis wurde 2019 zum vierten Mal  vom Bundeskanzleramt der Republik Österreich, dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien veranstaltet.

Termine
Die GewinnerInnen Norbert Gstrein und Angela Lehner werden am Donnerstag, 7. November, um 16:00 Uhr auf der BUCH WIEN 19 (Messe Wien, Halle D, ORF-Bühne) gemeinsam auftreten und über ihre prämierten Werke sprechen.
Norbert Gstrein liest am Samstag, den 9. November, im Rahmen der BUCH WIEN 19 im Metro Kinokulturhaus. Anmeldungen unter: reservierung@filmarchiv.at

Mehr unter: oesterreichischer-buchpreis.at

Iris Wolff erhält Thaddäus-Troll-Preis 2019

Iris Wolff erhält für ihren Roman „So tun, als ob es regnet“ den mit € 10.000 dotierten Thaddäus-Troll-Preis 2019.

Der Literaturpreis wird seit 1981 jährlich von einer unabhängigen Jury unter Leitung des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg im Andenken an den Schriftsteller Thaddäus Troll verliehen.

„In vier so luftig wie dicht verwobenen Erzählungen gelingt es der Autorin, auf kleinster Fläche poetisch und in perspektivischer Vielschichtigkeit, einen facettenreichen Ausblick in die Raumtiefen des 20. Jahrhunderts zu öffnen.“ (aus der Jury-Begründung).

Die Preisverleihung findet am 2.12. um 19:30 Uhr im Max-Bense-Forum der Stuttgarter Stadtbibliothek am Mailänder Platz statt.

Iris Wolff
So tun, als ob es regnet
2017, Otto Müller Verlag, 166 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-7013-1250-4, € 20,00
E-Book: € 15,99

Der Erste Weltkrieg bringt einen österreichischen Soldaten in ein Karpatendorf. Eine junge Frau besucht nachts die „Geheime Gesellschaft der Schlaflosen“. Ein Motorradfahrer ist überzeugt, dass er sterben und die Mondlandung der Amerikaner versäumen wird. Eine Frau beobachtet die Ausfahrt eines Fischer bootes, das nie mehr zurückkehren wird. – Über vier Generationen des 20. Jahrhunderts und vier Ländergrenzen hinweg erzählt Iris Wolff davon, wie historische Ereignisse die Lebenswege von Einzelnen prägen. Zwischen Freiheit und Anpassung, Zufall und freiem Willen erfahren ihre Protagonisten: Es gibt Dinge, die zu uns gehören, ohne dass wir wüssten, woher sie kommen. Und es gibt Entscheidungen, die etwas bedeuten, Wege, die unumkehrbar sind, auch wenn wir nie wissen werden, was von einem Leben und den Generationen vor ihm bleiben wird.

Iris Wolff hat ein poetisches und beglückendes Buch geschrieben, schonungslos, klug und sprachlich brillant. Mit sensiblen Beobachtungen, atmosphärisch dichten Dialogen und starken, eigenwilligen Figuren zeichnet sie in ihren Erzählungen behutsam eigene Welten, die im Zusammenspiel neue Tiefe entfalten und vielschichtige Perspektiven aufeinander eröffnen.

Angela Lehner gewinnt Literaturpreis Alpha

Die österreichische Schriftstellerin Angela Lehner wird für ihren Debütroman Vater unser (Hanser Berlin) mit dem Literaturpreis Alpha 2019 ausgezeichnet. Der von den Casinos Austria gemeinsam mit den Büchereien Wien ausgerichtete Preis wurde im Rahmen einer Gala in Wien verliehen.

In seiner Laudatio lobte der Jury-Vorsitzende Paulus Hochgatterer Angela Lehners Roman als „ein Buch, in dem die Genauigkeit der Autorin und ihr profundes Wissen um den Hintergrund der Figuren und Ereignisse dazu führen, dass man sich in ihm sehr bald so aufgehoben und sicher fühlt, wie es typisch ist für Bücher, die klüger sind als man selbst. Es ist ein Roman, der in einer schlichten, treffsicheren Sprache von den wirklich komplizierten und schwer fassbaren Dingen erzählt, von Beziehung und von Verlust. Ein Roman, der auf Raunen und Getöse verzichtet und genau dadurch das hören lässt, was seit jeher Grundton von Literatur war, das Lachen und den Schmerz.“

Der Literaturpreis Alpha
wird seit 2010 jährlich von den Casinos Austria gemeinsam mit den Büchereien Wien vergeben. Er widmet sich österreichischer Nachwuchsliteratur und ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert. Der Jury gehörten in diesem Jahr neben dem Schriftsteller Paulus Hochgatterer (Vorsitz) die Kulturredakteurin Karin Cerny (Profil), der Musiker und Autor Ernst Molden sowie der Leiter der Hauptbücherei Wien Christian Jahl an.

Angela Lehner,
geboren 1987 in Klagenfurt, aufgewachsen in Osttirol, lebt in Berlin. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien, Maynooth und Erlangen. Sie nahm 2016 an der Prosawerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin und 2017 am Klagenfurter Häschenkurs teil. 2018 war sie Finalistin des Literaturpreises Floriana. Ihr Debütroman Vater unser wurde bereits mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis 2019 ausgezeichnet. Er war Longlist-nominiert für den Deutschen Buchpreis 2019 und steht weiterhin auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis (Debüt) 2019.

Foto (c) Paula Winkler

Zwei Wiener Unternehmen für exzellente Lehrlingsausbildung ausgezeichnet

Bestens ausgebildete Lehrlinge bilden als Facharbeiter das Rückgrat vieler Wirtschaftsbranchen. Die Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien (WK Wien) zeichnete jüngst zwei Ausbildungsbetriebe aus, die mit großem Engagement als Lehrbetriebe den Berufsstand sichern. Die Preisträger sind in diesem Jahr der Paul Zsolnay Verlag und die Buchhandlung Elisabeth Glaeser-Mayer.

„Die Nachfrage nach einem Lehrberuf in der Buch- und Medienwirtschaft ist erfreulicherweise eindeutig vorhanden, der Beruf bietet vielseitige Chancen“, erläutert Georg Glöckler, Obmann Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft WK Wien. „Mit dem Wiener Ausbildungspreis zeichnen wir jene Mitgliedsfirmen der Fachgruppe aus, die sich in hervorragender Weise um die Lehrlingsausbildung in den Lehrberufen Buch- und Musikalienhandel, Buch- und Pressegroßhandel und Verlag verdient gemacht haben. Sie sichern so die Zukunft unseres Berufsstandes mit viel Engagement, Qualität und Kontinuität“, unterstreicht der Obmann.

Die Preisträger, die von einer Fachjury ausgewählt wurden, sind in diesem Jahr der Paul Zsolnay Verlag aus dem 4. Bezirk sowie die Buchhandlung Elisabeth Glaeser-Mayer aus dem 13. Bezirk.

Der Ausbildungspreis der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft der WK Wien wird jährlich vergeben. In diesem Jahr erhielten zwei Unternehmen die Auszeichnung, die mit einem Bildungscheck in der Höhe von je € 1.050,- dotiert ist, der von den Preisträgern für branchenspezifische Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verwendet werden kann. Für den Paul Zsolnay Verlag übernahm Bettina Wörgötter in Vertretung von Herrn Herbert Ohrlinger den Ausbildungspreis entgegen, als Vertretung von Elisabeth Glaeser-Mayer nahm Beatrix Sixt die Auszeichnung entgegen, welche die Lehre auch selbst in der nun ausgezeichneten Buchhandlung absolvierte.

Bild:
Beatrix Sixt, Buchhandlung Glaeser-Mayer, Obmann Georg Glöckler und Bettina Wörgötter vom Paul Zsolnay Verlag bei der Überreichung des Ausbildungspreises der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft Wirtschaftskammer Wien.
(Copyright: Florian Wieser)

hanserblau: Ein Jahr jung und preisgekrönt

Am 1.1.2020 feiert der neue Verlag hanserblau unter dem Dach der Hanser Literaturverlage seinen ersten Geburtstag.

Soeben ist die letzte Novität des Jahres ausgeliefert worden: das Memoir Life Undercover der ehemaligen CIA-Agentin Amaryllis Fox. Das Berliner Team um Ulrike von Stenglin freut sich auf den Besuch der US-Amerikanerin, die im November Station in Berlin und Hamburg machen wird. Damit beschließt sich für den jungen Verlag ein Jahr voller Premieren: erste Bücher unter eigenem Label, Vertreter*innenkonferenzen, Buchmessen, Bestsellerlistenplatzierungen und ausverkaufte Lesungen.

„Wir erleben in diesem Jahr ein hanserblaues Wunder“, so Hanser-Verleger Jo Lendle.

Gleich vier Bücher sprangen auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, am höchsten das Romandebüt Der Gesang der Flusskrebse der US-Autorin Delia Owens. Seit Erscheinen im Juli bewegt die Geschichte um das einsame, starke Marschmädchen Kya Handel, Presse und Leser*innen. Die Erfolgsgeschichte der ehemaligen Zoologin Owens, die im Alter von 70 Jahren ihren ersten Roman veröffentlichte – der in den USA als Geheimtipp startete – setzt sich auf dem deutschsprachigen Markt fort: Rund 750 Indie-Buchhändler*innen haben in der vergangenen Woche Der Gesang der Flusskrebse zu ihrem Lieblingsbuch des Jahres gekürt. Der Preis der Unabhängigen zeigt dem jungen Verlag, dass der programmatische Fokus auf gut erzählte, klassisch narrative Stoffe gelungen ist. Seit vierzehn Wochen steht der Roman auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, aktuell auf Platz 7. Bislang wurden 100.000 Exemplare als Buch und E-Book verkauft.

Und wie geht es weiter mit hanserblau?

„Im kommenden Frühjahr knüpfen wir programmatisch an unsere aktuellen Erfolge an. Besonders freuen wir uns auf das Memoir Dream Big von Zeina Nassar, das im April 2020 erscheint. Die junge Boxerin wurde bekannt, weil sie weltweit die Wettkampfregeln verändert hat, sodass endlich auch Frauen mit Hidschab zu internationalen Boxkämpfen zugelassen werden. Zeinas Haltung – Du kannst alles schaffen, was du willst – ist universell, es gibt kaum eine glaubhaftere Botschafterin dafür. Sie ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die in ihrem jungen Leben bereits viel erreicht hat und ein Vorbild für Frauen weltweit ist“, so Ulrike von Stenglin, Verlagsleiterin hanserblau.

Buchblog-Award: Das sind die besten Buchblogs 2019

Pressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V.

Vier Buchblogs auf der Frankfurter Buchmesse ausgezeichnet / 652 Blogs nominiert / Erstmals Auszeichnung für den besten Buchhandlungs- und Verlagsblog / Porträts der Ausgezeichneten ab November auf www.boersenblatt.net

Blogs mit Kreativität und Haltung: NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels haben auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Buchblog-Award die besten Buchblogs 2019 in vier Kategorien gekürt. Der Buchblog-Award zeichnet den „Besten Buchblog“, den „Besten Newcomer“ und zum ersten Mal den „Besten Buchhandlungsblog“ sowie den „Besten Verlagsblog“ aus.

Die Gewinner-Blogs in den einzelnen Kategorien sind:

652 Buchblogs und -kanäle waren in den vier Kategorien um den Buchblog-Award 2019 ins Rennen gegangen. Aus einem öffentlichen Online-Voting gingen je zehn Finalisten in den Kategorien „Bester Buchblog“ und „Bester Newcomer“ hervor, aus denen die Jury pro Kategorie einen Gewinner-Blog wählte. Bei den Buchhandlungsblogs und den Verlagsblogs entschied allein die Zahl der Stimmen im Online-Voting.

Die Jury kommentiert ihre Auswahl: „Sowohl die etablierten Blogs als auch die Newcomer überzeugten mit einer ausgesprochen hohen Qualität, alle 20 Blogger*innen haben sehr unterschiedliche Herangehensweisen gewählt und sowohl inhaltlich als auch optisch ganz eigene Wege gefunden. So schwierig das die Entscheidungsfindung der Jury gemacht hat, so sehr spiegelt es doch die Vielfalt und Kreativität der Szene. Dass viele Blogger*innen auch über die Literatur hinaus ihre gesellschaftliche oder politische Haltung auf dem Blog transportieren, hat uns gefreut und beeindruckt.“

Die vollständigen Begründungen der Jury zum „Besten Buchblog“ und zum „Besten Newcomer“ sind auf www.buchblog-award.de/news/bubla19-gewinner abrufbar.

Der Jury des Buchblog-Awards 2019 gehören an: Antonia Baum (freie Autorin, ZEIT), Jo Lendle (Verleger, Carl Hanser Verlag), Tina Lurz (Mitgründerin Agentur ehrlich&anders), Carolin Wolf (Inhaberin Buchhandlung Carolin Wolf) und Torsten Woywod (Online-PR und Social-Media-Manager, DuMont Verlag).

Teilnehmen konnten ausschließlich deutschsprachige Blogs und Social-Media-Kanäle, die sich überwiegend mit Literatur befassen und regelmäßig Beiträge veröffentlichen. Alle Finalisten sind abrufbar unter: www.buchblog-award.de/news/finalisten2019

Die Gewinner*innen in den Kategorien „Bester Buchblog“ und „Bester Newcomer“ dürfen sich jeweils über zwei Übernachtungen für zwei Personen im Gutshotel Groß Breesen, dem ersten Bücherhotel Deutschlands, freuen. Sie bekommen außerdem einen BücherScheck im Wert von je 100 Euro. Die Teams des besten Verlagsblogs und des besten Buchhandlungsblogs erhalten je einen Präsentkorb für ihre Siegesfeier. Das Börsenblatt veröffentlicht auf www.boersenblatt.net ab November ausführliche Porträts aller Gewinner*innen.

Sponsoren des Buchblog-Awards 2019 sind die Frankfurter Buchmesse und JETZT EIN BUCH!, die Initiative der deutschen Buchbranche.

Die Initiatoren

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Interessenvertretung der deutschen Buchbranche gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Er wurde 1825 gegründet und vertritt rund 4.500 Buchhandlungen, Verlage, Zwischenbuchhändler und andere Medienunternehmen. Er veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie den Deutschen Buchpreis, engagiert sich in der Leseförderung und für die Freiheit des Wortes.

NetGalley ist eine Online-Plattform für digitale Leseexemplare und den Austausch zwischen Buchverlagen und professionelle Leser*innen. Verlage haben die Möglichkeit, neue oder noch unveröffentlichte Titel bekannt zu machen. Rezensent*innen, Blogger*innen, Journalist*innen, Buchhändler*innen, Bibliothekar*innen sowie Lehrende erhalten kostenfreien Zugang zu digitalen Lese- und Rezensionsexemplaren. Die Plattform ist seit März 2016 auf Deutsch verfügbar und wird von knapp 14.500 professionellen Leser*innen sowie zahlreichen großen und kleinen Verlagen genutzt.

Ansprechpartnerin für Fragen zum Wettbewerb: Karina Elm, info@buchblog-award.de, +49 (0) 30 23456 340

Hashtag zum Award: #bubla19
Website: www.buchblog-award.de
Facebook: www.facebook.com/BuchblogAward
Twitter: @BuchblogAward

Thalia wird mit dem market Quality Award ausgezeichnet

Linz, 15. Oktober 2019: Im Zuge eines vom market Institut durchgeführten branchenbezogenen Markttest im Juli 2019, wurden für den Produktbereich Buch-, Papier und Schreibwarenhandel eine Vielzahl von relevanten inhaltlichen Kriterien aus Kundensicht bewertet. Für den Gesamtsieg in der Kategorie „Brand Drive“ erhielt Thalia den market Quality Award.

Thalia – die Marke mit Triebkraft

In der Kategorie „Brand Drive“ zählt die Dynamik und Innovationskraft einer Marke im Umfeld des Mitbewerbs in Österreich. Die Sympathiewerte einer Marke sind dabei genauso ausschlaggebend wie ihre Weiterempfehlungsrate und die zugrundeliegende Markenbindung. Innovative Marken wie Thalia, die immer wieder neuartige Produkte und Leistungen anbieten, konnten in dieser Kategorie am meisten punkten.

„Neben dem überzeugenden Status Quo muss eine erfolgreiche Marke auch das nötige Momentum besitzen. Nur dann ist nachhaltiges Wachstum gesichert“, ist Mag. Stefan Anzinger, Marktforscher im market Institut, überzeugt.

Thalia, der größte Sortimentsbuchhändler im deutschsprachigen Raum hat sich 2018 neu positioniert und setzt auf unterschiedliche Strategien, um Geschichten zurück in den Alltag der Menschen zu bringen.

„Unsere neue Markenkampagne „Welt, bleib wach“ überzeugt – das freut uns sehr. Wir möchten die Menschen ermutigen, ihr Verhalten bei der Gestaltung von Freizeit, Kommunikation, sozialem Leben und des Lernens zu hinterfragen. Unser größtes Ziel ist es die Menschen wieder für das Lesen zu begeistern“, fasst Mag. Andrea Mikhaeel, Marketingleiterin Thalia Österreich die zentralen Markenbotschaften zusammen.

In der Gesamtbewertung rangiert Thalia österreichweit hinter Libro hauchdünn auf Platz zwei. In der Teilkategorie „Corporate Social Responsibility“ besetzt Thalia ebenfalls den ersten Platz und lässt damit große Ambitionen in Richtung nachhaltiges Wachstum erkennen.

 

Der market Quality Award

Das market Institut führt seit vielen Jahren branchenbezogene Markttests – darunter auch für den Buch-, Papier und Schreibwarenhandel – durch. Dabei werden eine Vielzahl von relevanten inhaltlichen Kriterien aus Kundensicht bewertet. Auf einer statistisch verlässlichen Basis wird ein umfassendes Bild über die untersuchten Marken des Produktbereichs gezeichnet. Neben den klassischen Leistungsparametern im Kapitel „Key Performance“ werden auch die Triebkraft bzw. der Schwung der Marken in Hinblick auf zukünftige Höhenflüge analysiert – der Brand Drive. Komplettiert wird die umfassende Markenanalyse im Kapitel „Corporate Social Responsibility“, denn eine gute Nachhaltigkeitsperformance wirkt sich ebenso positiv auf den Erfolg einer Marke aus.

Markttest = Online Befragung in der repräsentativen, österr. Bevölkerung ab 16 Jahren. Durchführungszeitraum: Juli 2019; n=1000

Ein Fest für die Kriminalliteratur

Das dritte Krimifest größer, spektakulärer, spannender

Erstmals standen heuer neben Tirol auch weitere Bundesländer Österreichs im Zeichen des Kriminalromans: Mit dem Krimifest am Wörthersee und dem Krimifest bei Thalia fanden über 80 Veranstaltungen in Gesamtösterreich statt. Rund 6.000 Besucherinnen und Besucher folgten in diesem Jahr der Einladung der beiden Initiatoren Bernhard Aichner und Markus Hatzer und trugen maßgeblich dazu bei, dass die Veranstaltungen zu einem unvergleichlichen Erlebnis wurden – nicht zuletzt auch für die geladenen Autorinnen und Autoren, die aus aller Welt kamen, um bei diesem einmaligen Event dabei zu sein.

Das Krimifest 2019 war ein voller Erfolg. Von Signierstunden über Workshops und Frühstückslesungen bis hin zur „Ladies Crime Night“ – die Vielfalt des Kriminalromans spiegelte sich nicht nur in den Texten, sondern auch in den Veranstaltungsformaten wider. Dass sich die Krimibegeisterung durch alle Altersgruppen zieht, zeigte einmal mehr der Raiffeisen Jugend-Krimipreis, der im Rahmen der großen Eröffnungsfeier an die diesjährige Gewinnerin, Johanna Westreicher verliehen wurde. Ihr Kurzkrimi „Der Schriftsteller“ liegt nun als Booklet in allen Raiffeisen-Banken auf. Das diesjährige TT-Krimifest-Aufenthaltsstipendium ging an die Autorin Christine Brand.

Über das zahlreiche und überaus positive Feedback der Besucherinnen und Besucher freuten sich alle Beteiligten, allen voran die beiden Festival-Initiatoren Bernhard Aichner und Markus Hatzer. Damit kann die Arbeit für das nächste Krimifest beginnen – wir freuen uns darauf!

Der Österreichische Krimipreis als krönender Abschluss

Am Ende dieser spannungsgeladenen Woche wurde schließlich der Österreichische Krimipreis 2019 verliehen. Die Preisträgerin Alex Beer macht in ihren Werken wie keine andere historische Lebenswelten und deren Gefahren erlebbar. Die in ihren Büchern verhandelten Themen sind dabei stets zeitlos.

Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wurde im exklusiven Ambiente des Preisstifters, den Swarovski Kristallwelten, überreicht. Die Laudatio hielt die Gewinnerin des Vorjahres, Ursula Poznanski.

Mit dem Österreichischen Krimipreis wird jährlich ein deutschsprachiger Autor oder eine deutschsprachige Autorin ausgezeichnet, dessen/deren Kriminalromane inhaltlich und literarisch besonders überzeugen und die kulturelle und gesellschaftliche Relevanz des Genres unterstreichen, sowie richtungsweisende neue Entwicklungen innerhalb des Genres anstoßen.

Statement der diesjährigen Preisträgerin Alex Beer:
„Die österreichische Krimilandschaft ist bunt, abwechslungsreich und von Erfolg gekrönt. Es gibt mittlerweile sehr viele herausragende Autorinnen und Autoren, die bis weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt sind und auf internationalem Niveau agieren. Dass eine renommierte Fachjury ausgerechnet mich mit dieser prestigeträchtigen Auszeichnung bedenkt, ist deshalb eine umso größere Ehre. Ich bin überwältigt und freue mich riesig.“

Im Bild: v.l.n.r. Bernhard Aichner, Alex Beer, Ursula Poznanski, Markus Hatzer
Foto: (c) Gerhard Berger

Alex Beer,

geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Auch im Literarischen gräbt sie nach verborgenen Geheimnissen aus früheren Zeiten: Ihre vielfach ausgezeichnete Serie um den Wiener Kriminalinspektor August Emmerich spielt im Wien der 1920er Jahre. Nach den ersten drei Fällen »Der zweite Reiter«, ausgezeichnet mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2017, »Die rote Frau«, nominiert für den Friedrich-Glauser-Preis 2019, und »Der dunkle Bote« erscheint im Mai 2020 der vierte, von den Fans lange erwartete Roman um Emmerich.
Mit »Unter Wölfen« erscheint im November 2019 ein Roman, der in ein anderes, dunkles Kapitel der Historie führt: Im Jahre 1942 kämpft Isaak Rubinstein um das Leben seiner Familie. Um sie zu schützen, infiltriert er die Gestapo und ermittelt unter falschem Namen in einem brisanten Mordfall.
Wie keine andere macht Alex Beer historische Lebenswelten und deren Gefahren erlebbar, die in ihren Büchern verhandelten Themen sind dabei jedoch zeitlos.

Saskia Luka erhält den Buchpreis 2019 der Stiftung Ravensburger Verlag

Den Buchpreis 2019 der Stiftung Ravensburger Verlag erhält die 38jährige Autorin Saskia Luka für ihren Familienroman „Tag für Tag“ (Kein & Aber). Stiftungsvorstand Johannes Hauenstein übergibt den mit 12.000 Euro dotierten Preis am 25. November 2019 in Berlin. In den Vorjahren von 2011 bis 2018 waren die Schriftsteller(innen) Hannes Köhler, Annette Mingels, Benedict Wells, Vea Kaiser, Lena Gorelik, Doris Knecht, Sten Nadolny und Maja Haderlap mit dem Buchpreis Familienroman ausgezeichnet worden.

Die Autorin und ihr Roman

Saskia Luka wurde 1980 in Köln geboren, heute lebt sie mit ihrer Familie auf der dalmatinischen Insel Bra? (Kroatien). Ihr Debütroman „Tag für Tag“ erzählt von drei Frauen – Großmutter, Tochter, Enkelin –, deren Leben direkt und indirekt durch den Jugoslawienkrieg geprägt wurden. Lucia, die Großmutter, hat sich trotz des Krieges nicht aus ihrem von allen anderen Bewohnern verlassenen Dorf vertreiben lassen. Ihre Tochter Maria dagegen verließ das Land und baute sich in Deutschland ein neues Leben als Künstlerin, Ehefrau und Mutter auf. Anna, die Enkelin, wächst in München ohne Bezug zur Heimat ihrer Vorfahren auf. Sie lernt auch kein Kroatisch, denn ihre Mutter assimiliert sich gründlich und schüttelt ihre von Nationalismus und patriarchalischen Strukturen geprägte bäuerliche Herkunft vollständig ab. Nachdem Maria jedoch die mittlerweile hinfällige Großmutter zu sich nach Deutschland geholt hat, entwickelt sich ein vielschichtiger Konflikt zwischen den drei Frauen.

Begründung der Preisvergabe

Saskia Luka beschreibt in diesem Roman die Bindekräfte einer Familie auf berührende Weise. Die Kunstfertigkeit, mit der die Autorin die Konflikte zwischen den drei Frauen entwickelt und in der Schwebe hält, ohne als Erzählerin Partei zu ergreifen, ist überzeugend. Es wird spürbar, dass die familiären Verbindungen stärker und wichtiger sind als die gegensätzlichen Meinungen. Darüber hinaus stellt die Geschichte ein modernes Beispiel für eine gelingende, durchaus individuell variierende Identitätsfindung im Lebenskontext von Migration und Integration dar.

Stiftungs-Buchpreis für familienbezogenen Roman oder Erzählungen

Der zum neunten Mal verliehene Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag soll jährlich den Autor oder die Autorin einer deutschsprachigen Publikation erzählender Prosa (Roman, Erzählung, Anthologie) auszeichnen, die maximal zwei Jahre zuvor erschienen ist. Die Preissumme von 12.000 Euro erhält eine Schriftstellerin oder ein Schriftsteller, „der mit literarischen Stilmitteln ein zeitgenössisches Bild der Familie zeichnet“.

In der Zielsetzung heißt es weiter:
Ausgezeichnet wird ein Buch, das auf dem geistigen Niveau der Zeit die inneren Kräfte des Lebensmodells Familie und deren Dynamik anschaulich macht, was aktuelle Problemthemen einschließt. Die Bedeutung der Familie in der Gesellschaft steht im Mittelpunkt des Interesses der fiktionalen Handlung. Das Buch vermittelt erzählerisch Konfliktlösungen oder Lebensbeispiele, die einen Beitrag zur familiären Wertebildung leisten.

Die Berater und Entscheider

Bei der Entscheidung für den Buchpreis lässt sich die Stiftung von verschiedenen Fachleuten aus Literaturkritik und Buchhandel beraten. Im Jahr 2019 waren dies Dr. Uwe Wittstock (Autor und Literaturkritiker), Sandra Kegel (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Ellen Pomikalko (Buchmarkt), Dr. Ulrich Weinzierl (Autor und Literaturkritiker), Michael und Margarete Riethmüller (Buchhandlung RavensBuch) und Andrea Reidt (Journalistin und Autorin).

Buch- und Leuchtturm-Preisverleihungen im November in Berlin

Die Preisverleihung findet am 25. November 2019 in der Berliner Landesvertretung Baden-Württemberg statt. Die Laudatio auf die Buchpreisträgerin hält der Literaturkritiker Dr. Uwe Wittstock. Bei dieser Gelegenheit wird auch die zweite Auszeichnung der Stiftung Ravensburger Verlag überreicht: der ebenfalls mit 12.000 Euro dotierte „Leuchtturm-Preis 2019 für vorbildliches Engagement im Sektor familiäre, institutionelle oder ehrenamtliche Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen“. Diesen erhält die Münchener Sozialunternehmerin Eva Rapaport für das von ihr initiierte interreligiöse und interkulturelle Jugendnetzwerk YouthNet. Den Hauptvortrag der Veranstaltung hält der Psychologe und Stress-Experte Louis Lewitan zum Thema „Wie kann Integration gelingen? Eine psychologische Betrachtung“.

 

Buchcover © Kein & Aber Verlag Zürich

Saskia Luka Tag für Tag.
Roman. Kein & Aber Zürich 2019

Autorenfoto © Katarina Ivanisevic
Buchcover © Kein & Aber Verlag Zürich

Österreichischer Buchpreis 2019: Shortlist bekanntgegeben

Die Jury hat fünf Titel für den Österreichischen Buchpreis 2019 nominiert: 140 belletristische, essayistische, lyrische und dramatische Werke, die zwischen dem 10. Oktober 2018 und 8. Oktober 2019 erschienen sind, wurden eingereicht.

Auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis 2019 sind folgende Werke (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land (Klett-Cotta)
  • Karl-Markus Gauß: Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer (Zsolnay)
  • Norbert Gstrein: Als ich jung war (Carl Hanser)
  • Sophie Reyer: Mutter brennt (edition keiper)
  • Clemens J. Setz: Der Trost runder Dinge (Suhrkamp)

Die Jury-Begründungen finden Sie hier.

Alexander Schallenberg, Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien: „Drei stilistisch und thematisch außergewöhnliche Romane, ein Reiseessay der besonderen Art und ein Band mit Erzählungen, die ihresgleichen suchen, haben es auf die Shortlist zum Österreichischen Buchpreis geschafft – überzeugen Sie sich selbst von der hohen Qualität der österreichischen Gegenwartsliteratur.“

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels:
„Die Shortlist des Österreichischen Buchpreises zeigt exemplarisch die Vielfalt und hohe Qualität der österreichischen Literatur. Die unabhängige Jury hat fünf besondere Titel ausgewählt – jedes der nominierten Bücher bietet Leserinnen und Lesern eine großartige Möglichkeit, die Welt der zeitgenössischen, heimischen Literatur zu entdecken. Jedes davon ist preiswürdig, wir erwarten mit Spannung die Entscheidung der Jury.“

AK Präsidentin Renate Anderl: „Es ist ein Anliegen der Arbeiterkammer Wien, die Vielfalt und den Reichtum der österreichischen Literatur sowie der kulturellen Aktivitäten in den verschiedenen Künsten zu unterstützen und zu fördern – und damit sichtbar zu machen. Mit dem Österreichischen Buchpreis wollen wir auch das Augenmerk unserer Mitglieder auf die österreichische Gegenwartsliteratur lenken.“

Die Jury

Die Jury 2019 setzt sich aus Pia Janke (Germanistin), Robert Renk (Buchhändler, Wagner`sche Universitätsbuchhandlung), Christian Schacherreiter (Literaturkritiker), Anne-Catherine Simon (Journalistin, die Presse) und Uwe Wittstock (Literaturkritiker) zusammen.

Preisverleihung im Rahmen der BUCH WIEN 19 am 4. November

Erst am Abend der Preisverleihung am 4. November 2019 erfahren die fünf AutorInnen der Shortlist sowie die drei AutorInnen der Debütpreis-Shortlist, wem der Österreichische Buchpreis und der Debütpreis zuerkannt werden. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger erhält 20.000 Euro; die vier anderen FinalistInnen jeweils 2.500 Euro. Der Debütpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, die beiden weiteren Debütpreis-FinalistInnen bekommen ebenfalls 2.500 Euro.

Der Österreichische Buchpreis wird vom Bundeskanzleramt der Republik Österreich, dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien ausgerichtet.

(ots Pressemeldung des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels)

Foto: v.l.n.r. Uwe Wittstock, Anne-Catherine Simon, Robert Renk, Pia Janke, Christian Schacherreiter. © HVB/Mercan Sümbültepe

Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich für Prof. Dietmar Grieser

Dietmar Grieser erhält am 16. Oktober von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner das Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich. Mit der Auszeichnung wird zweierlei gewürdigt: die Niederösterreich-Themen in zahlreichen Büchern sowie die Vortragstätigkeit des Autors in verschiedenen niederösterreichischen Bibliotheken, Buchhandlungen und Institutionen.

Zuletzt erschienen:
Dietmar Grieser
WIEN
Wahlheimat der Genies

2019, Amalthea, 272 Seiten, mit zahlr. Abb.
€ A/D 25,–
ISBN 978-3-99050-157-3

Der Julius-Campe-Preis 2019 geht an Dr. Mara Delius

Der Julius-Campe-Preis, den der HOFFMANN UND CAMPE Verlag verleiht, geht in diesem Jahr an die Literaturkritikerin Dr. Mara Delius.

Die Auszeichnung gilt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben haben. Der Preis ist mit 99 Flaschen edlen Weins und des bei HOFFMANN UND CAMPE erschienenen Faksimiles der »Französischen Zustände« Heinrich Heines dotiert.

Die Verleihung erfolgt im Rahmen der Frankfurter Buchmesse am Freitag, den 18. Oktober 2019, im Grandhotel Hessischer Hof. Die Laudatio hält Prof. Dr. Peter Sloterdijk.

Tim Jung, Verleger von HOFFMANN UND CAMPE:
»Ein Zeitgenosse, Freund und Mitarbeiter hat dem großen Verleger von Heinrich Heine, Julius Campe, einst folgende Eigenschaften attestiert: ›eine ungemein scharfe Beobachtungsgabe‹ und ›einen selbstständig denkenden Geist, der alles Neue auf dem Felde der Literatur und Politik vorurtheilsfrei entgegen nahm.‹
Gut 150 Jahre nach Julius Campes Tod sind es genau diese Eigenschaften, die Mara Delius in ihrem Wirken für die Literatur und ihrer überzeugenden Vermittlung des Wertes des Lesens an sich in höchstem Maße auszeichnen.

Als Kritikerin von Rang beweist Mara Delius in ihren Beiträgen zur deutschen und internationalen Literatur in unseren heutigen bewegten Zeiten eine souveräne Sachlichkeit, inhaltliche Prägnanz und ein unbestechliches Erkenntnisinteresse. Darüber hinaus steht ihr Name für ein quicklebendiges modernes Feuilleton, das sich immer wieder dem Erwartbaren verweigert und damit vorbildhaft für Vielfalt steht. Mit ihrer zeitgemäßen und inspirierenden Ansprache einer großen Leserschaft sowie ihrer Vermittlung von Büchern als unverzichtbaren Garanten für Sinn, Wert und Substanz leistet Mara Delius einen entscheidenden Beitrag für den Erhalt einer auch in Zukunft demokratischen, aufgeklärten und informierten Gesellschaft.«

Mit dem Julius-Campe-Preis 2019 ehrt der HOFFMANN UND CAMPE Verlag Dr. Mara Delius für ihre Verdienste um die Literatur.

Die Preisträgerin Dr. Mara Delius,
geboren 1979, studierte in Großbritannien und an der Stanford University (USA), 2009 promovierte sie mit einer Arbeit über Geschichtsverständnis und Fotografie in zeitgenössischer deutscher Literatur am King’s College, London. Sie arbeitete zunächst als Mitarbeiterin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und englischer Zeitschriften, bevor sie ins Feuilleton der Welt wechselte. Seit 2017 leitet sie deren wöchentliche Literaturbeilage Die Literarische Welt.
Foto: Copyright Jakob Hoff

Der Laudator Prof. Dr. Peter Sloterdijk,
geboren 1947 in den Niederlanden, studierte in München und Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. Im Jahre 1976 promovierte Peter Sloterdijk zum Thema Literatur und Organisation von Lebenserfahrung. Gattungstheorie und Gattungsgeschichte der Autobiographie der Weimarer Republik 1918 – 1933. Zwischen 1978 und 1980 bereiste und besuchte Dr. Peter Sloterdijk den Ashram von Bhagwan Shree Rajneesh (später Osho) im indischen Pune. Seit den 1980er Jahren arbeitet Sloterdijk als freier Schriftsteller. Von 2001 – 2015 war Sloterdijk in Nachfolge von Heinrich Klotz Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.

Der Preis
Der Preis ist benannt nach Julius Campe (1792 – 1867), der zu den größten Verlegern der deutschen Geschichte zählt. Als Entdecker von Heinrich Heine und als mutiger Förderer der Autoren des »Jungen Deutschlands« wurde er zum Inbegriff des idealistischen Verlegers, der literarische Entdeckungsfreude mit gesellschaftlichem Engagement vereint.

Die Julius-Campe-Preisträger der vergangenen Jahre waren:

  • 2018: Christian Petzold
  • 2017: Staatsministerin Prof. Monika Grütters
  • 2016: Das Netzwerk der Literaturhäuser
  • 2015: Denis Scheck
  • 2014: Buchhandlungskooperation 5 plus
  • 2013: Felicitas von Lovenberg
  • 2012: Petra Roth
  • 2011: Roger Willemsen
  • 2010: Elke Heidenreich
  • 2009: Elisabeth Niggemann
  • 2008: Wendelin Schmidt-Dengler (posthum)
  • 2007: Klaus Reichert
  • 2006: Michael Naumann
  • 2005: Jan Philipp Reemtsma
  • 2004: Joachim Kaiser
  • 2003: Heinrich Detering
  • 2002: Martin Walser

Nacht der MANZ-Autorinnen und -Autoren im Kursalon Hübner in Wien

Präsentation neuer digitaler Produkte und Vergabe der MANZ-Autorenpreise vor rund 300 Gästen

„Das vergangene Jahr war auf mehreren Ebenen ein aufwändiges, aber auch erfreulich positiv!“ – Mit diesen Worten begrüßte Susanne Stein-Pressl, geschäftsführende Gesellschafterin von MANZ, zur jährlichen „Nacht der MANZ-Autorinnen und -Autoren“. Österreichs Marktführer für Rechtsinformation hatte am 23. September 2019 in den Kursalon Hübner in Wien geladen. Gekommen waren rund 300 Gäste aus Justiz, Wissenschaft und den beratenden Berufen.

Stein-Pressl berichtete in ihrer Begrüßungsrede vom Verkauf des MANZ Schulbuch Verlags an die Taus-Gruppe und vom unlängst erfolgten Rückkauf der MANZ-Anteile von Wolters Kluwer.

„In Zeiten steigender Geschwindigkeit durch die Digitalisierung sind wir als reiner Familienbetrieb schneller und beweglicher“, so Stein-Pressl. Der Digitalisierung begegne man mit einer konsequenten Migrationsstrategie der Inhalte von Print zu online. Heute machen die digitalen Produkte bereits 50% des Umsatzes von MANZ aus.

Stein stellte auch die Kooperation zwischen MANZ und Know-Center der TU Graz vor. Deren Ziel ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der juristischen Recherche in der RDB Rechtsdatenbank.

Über den Fortschritt der Digitalisierung bei MANZ berichtete dann MANZ-Geschäftsführer Peter Guggenberger. Auf den „Gesetzesbutler“, einen Service, der seit 2018 Kundinnen und Kunden der RDB Rechtsdatenbank vorab über novellierte Normen informiert, folgt 2019 der „Linkbutler“. Er erkennt in hochgeladenen Dokumenten automatisch Normen und verlinkt diese mit den entsprechenden Quellen der RDB. (Bild: Copyright Manz/Martin Steiger)

Die RDB Rechtsdatenbank, die älteste Rechtsdatenbank des deutschsprachigen Raums und die mit Abstand größte Österreichs, ist 2019 33 Jahre alt. Eine der vielen unter ihrem Dach vereinten Lösungen ist „Das Schmerzengeld“ von Karl-Heinz Danzl, das unlängst erfolgreich als „Schmerzengeldrechner“ in die RDB integriert wurde.

Seit vielen Jahren der Höhepunkt der „Nacht der MANZ-Autorinnen und -Autoren“ ist die Verleihung der MANZ-Autorenpreise. Sie gingen heuer an:

  • MANZ Premiere: Karlheinz Moick (Feuchtmüller Stockert Moick Rechtsanwälte) und Andreas Gföhler (Schramm Öhler Rechtsanwälte) für ihr Werk zum Bundesvergabegesetz 2018
  • MANZ Rechtsakademie: Martin Risak (Inst. für Arbeits- und Sozialrecht der Uni Wien) als Leiter des sechstägigen „Lehrgangs Arbeitsrecht“
  • MANZ Kommentare Print & Online: Rainer Knyrim (Knyrim Trieb Rechtsanwälte) als Herausgeber des „DatKomm“, Kommentar zu DSGVO und DSG
  • RDB most wanted: Karl-Heinz Danzl (Senatspräsident des OGH i.R.) für „Bemerkenswerte schadenersatzrechtliche Entscheidungen des Jahres 2018“ aus der Zeitschrift für Verkehrsrecht ZVR – das am häufigsten aufgerufene Dokument der RDB Rechtsdatenbank der vergangenen zwölf Monate
  • Lebenswerk: Lothar Wiltschek, u.a.15 Jahre lang Schriftleiter der „Österreichische Blätter für Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht – ÖBl“ und Autor der Gesetzesausgabe zum UWG (im Bild mit Susanne Stein-Pressl, Copyright Manz/Martin Steiger)

Manz/APA OTS Meldung

Romy Hausmann gewinnt den CRIME COLOGNE Award 2019 mit »Liebes Kind« (dtv)

Foto: v.l.n.r. Mike Altwicker (Juryvorsitz), Marc Raabe (Jury), Alex Beer, Birgitt Schippers (Jury), Romy Hausmann, Petra Pluwatsch (Jury), Johannes Groschupf, Martin von Arndt // Copyright Ingo Winkelströter

Die Veranstalter gratulieren Romy Hausmann herzlich zum Gewinn des CRIME COLOGNE Awards 2019, der gestern Abend auf der feierlichen Eröffnungsgala in Köln übergeben wurde.

Nominiert waren Martin von Arndt mit »Sojus« (Ars Vivendi Verlag), Alex Beer mit »Der dunkle Bote« (Limes Verlag), Johannes Groschupf mit »Berlin Prepper« (Suhrkamp Verlag) und Romy Hausmann mit »Liebes Kind (dtv Verlag). Für die Vergabe des Preises war eine fünfköpfige Jury verantwortlich, bestehend aus Mike Altwicker (Vorsitz), Petra Pluwatsch, Marc Raabe, Birgitt Schippers und Margarete von Schwarzkopf.

Die Jury begründet ihre Auswahl folgendermaßen:

»Die Qualität von Romy Hausmanns Debüt zeigt sich bereits im ersten Satz. Hier zeigt sich ein großes Gespür für die Dramaturgie des Textes, über den sie bis zur letzten Seite die Kontrolle behält. Dabei ist die gewählte Struktur der drei Perspektiven ein grandioser Schachzug, um den Leser immer wieder in andere Richtungen zu lenken und mit neuen Spekulationen auf seinem Irrweg zurückzulassen. Überzeugend auch die Idee, die Geschichte mit ihrem vermeintlichen Ende beginnen zu lassen. Romy Hausmann hat sich mit ihrem ersten Roman sofort einen Platz unter den großen Nachwuchsautoren der deutschsprachigen Krimizunft gesichert.«

 

 

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