Angela Lehner gewinnt Literaturpreis Alpha

Die österreichische Schriftstellerin Angela Lehner wird für ihren Debütroman Vater unser (Hanser Berlin) mit dem Literaturpreis Alpha 2019 ausgezeichnet. Der von den Casinos Austria gemeinsam mit den Büchereien Wien ausgerichtete Preis wurde im Rahmen einer Gala in Wien verliehen.

In seiner Laudatio lobte der Jury-Vorsitzende Paulus Hochgatterer Angela Lehners Roman als „ein Buch, in dem die Genauigkeit der Autorin und ihr profundes Wissen um den Hintergrund der Figuren und Ereignisse dazu führen, dass man sich in ihm sehr bald so aufgehoben und sicher fühlt, wie es typisch ist für Bücher, die klüger sind als man selbst. Es ist ein Roman, der in einer schlichten, treffsicheren Sprache von den wirklich komplizierten und schwer fassbaren Dingen erzählt, von Beziehung und von Verlust. Ein Roman, der auf Raunen und Getöse verzichtet und genau dadurch das hören lässt, was seit jeher Grundton von Literatur war, das Lachen und den Schmerz.“

Der Literaturpreis Alpha
wird seit 2010 jährlich von den Casinos Austria gemeinsam mit den Büchereien Wien vergeben. Er widmet sich österreichischer Nachwuchsliteratur und ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert. Der Jury gehörten in diesem Jahr neben dem Schriftsteller Paulus Hochgatterer (Vorsitz) die Kulturredakteurin Karin Cerny (Profil), der Musiker und Autor Ernst Molden sowie der Leiter der Hauptbücherei Wien Christian Jahl an.

Angela Lehner,
geboren 1987 in Klagenfurt, aufgewachsen in Osttirol, lebt in Berlin. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien, Maynooth und Erlangen. Sie nahm 2016 an der Prosawerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin und 2017 am Klagenfurter Häschenkurs teil. 2018 war sie Finalistin des Literaturpreises Floriana. Ihr Debütroman Vater unser wurde bereits mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis 2019 ausgezeichnet. Er war Longlist-nominiert für den Deutschen Buchpreis 2019 und steht weiterhin auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis (Debüt) 2019.

Foto (c) Paula Winkler

Zwei Wiener Unternehmen für exzellente Lehrlingsausbildung ausgezeichnet

Bestens ausgebildete Lehrlinge bilden als Facharbeiter das Rückgrat vieler Wirtschaftsbranchen. Die Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien (WK Wien) zeichnete jüngst zwei Ausbildungsbetriebe aus, die mit großem Engagement als Lehrbetriebe den Berufsstand sichern. Die Preisträger sind in diesem Jahr der Paul Zsolnay Verlag und die Buchhandlung Elisabeth Glaeser-Mayer.

„Die Nachfrage nach einem Lehrberuf in der Buch- und Medienwirtschaft ist erfreulicherweise eindeutig vorhanden, der Beruf bietet vielseitige Chancen“, erläutert Georg Glöckler, Obmann Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft WK Wien. „Mit dem Wiener Ausbildungspreis zeichnen wir jene Mitgliedsfirmen der Fachgruppe aus, die sich in hervorragender Weise um die Lehrlingsausbildung in den Lehrberufen Buch- und Musikalienhandel, Buch- und Pressegroßhandel und Verlag verdient gemacht haben. Sie sichern so die Zukunft unseres Berufsstandes mit viel Engagement, Qualität und Kontinuität“, unterstreicht der Obmann.

Die Preisträger, die von einer Fachjury ausgewählt wurden, sind in diesem Jahr der Paul Zsolnay Verlag aus dem 4. Bezirk sowie die Buchhandlung Elisabeth Glaeser-Mayer aus dem 13. Bezirk.

Der Ausbildungspreis der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft der WK Wien wird jährlich vergeben. In diesem Jahr erhielten zwei Unternehmen die Auszeichnung, die mit einem Bildungscheck in der Höhe von je € 1.050,- dotiert ist, der von den Preisträgern für branchenspezifische Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verwendet werden kann. Für den Paul Zsolnay Verlag übernahm Bettina Wörgötter in Vertretung von Herrn Herbert Ohrlinger den Ausbildungspreis entgegen, als Vertretung von Elisabeth Glaeser-Mayer nahm Beatrix Sixt die Auszeichnung entgegen, welche die Lehre auch selbst in der nun ausgezeichneten Buchhandlung absolvierte.

Bild:
Beatrix Sixt, Buchhandlung Glaeser-Mayer, Obmann Georg Glöckler und Bettina Wörgötter vom Paul Zsolnay Verlag bei der Überreichung des Ausbildungspreises der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft Wirtschaftskammer Wien.
(Copyright: Florian Wieser)

hanserblau: Ein Jahr jung und preisgekrönt

Am 1.1.2020 feiert der neue Verlag hanserblau unter dem Dach der Hanser Literaturverlage seinen ersten Geburtstag.

Soeben ist die letzte Novität des Jahres ausgeliefert worden: das Memoir Life Undercover der ehemaligen CIA-Agentin Amaryllis Fox. Das Berliner Team um Ulrike von Stenglin freut sich auf den Besuch der US-Amerikanerin, die im November Station in Berlin und Hamburg machen wird. Damit beschließt sich für den jungen Verlag ein Jahr voller Premieren: erste Bücher unter eigenem Label, Vertreter*innenkonferenzen, Buchmessen, Bestsellerlistenplatzierungen und ausverkaufte Lesungen.

„Wir erleben in diesem Jahr ein hanserblaues Wunder“, so Hanser-Verleger Jo Lendle.

Gleich vier Bücher sprangen auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, am höchsten das Romandebüt Der Gesang der Flusskrebse der US-Autorin Delia Owens. Seit Erscheinen im Juli bewegt die Geschichte um das einsame, starke Marschmädchen Kya Handel, Presse und Leser*innen. Die Erfolgsgeschichte der ehemaligen Zoologin Owens, die im Alter von 70 Jahren ihren ersten Roman veröffentlichte – der in den USA als Geheimtipp startete – setzt sich auf dem deutschsprachigen Markt fort: Rund 750 Indie-Buchhändler*innen haben in der vergangenen Woche Der Gesang der Flusskrebse zu ihrem Lieblingsbuch des Jahres gekürt. Der Preis der Unabhängigen zeigt dem jungen Verlag, dass der programmatische Fokus auf gut erzählte, klassisch narrative Stoffe gelungen ist. Seit vierzehn Wochen steht der Roman auf der SPIEGEL-Bestsellerliste, aktuell auf Platz 7. Bislang wurden 100.000 Exemplare als Buch und E-Book verkauft.

Und wie geht es weiter mit hanserblau?

„Im kommenden Frühjahr knüpfen wir programmatisch an unsere aktuellen Erfolge an. Besonders freuen wir uns auf das Memoir Dream Big von Zeina Nassar, das im April 2020 erscheint. Die junge Boxerin wurde bekannt, weil sie weltweit die Wettkampfregeln verändert hat, sodass endlich auch Frauen mit Hidschab zu internationalen Boxkämpfen zugelassen werden. Zeinas Haltung – Du kannst alles schaffen, was du willst – ist universell, es gibt kaum eine glaubhaftere Botschafterin dafür. Sie ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die in ihrem jungen Leben bereits viel erreicht hat und ein Vorbild für Frauen weltweit ist“, so Ulrike von Stenglin, Verlagsleiterin hanserblau.

Buchblog-Award: Das sind die besten Buchblogs 2019

Pressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V.

Vier Buchblogs auf der Frankfurter Buchmesse ausgezeichnet / 652 Blogs nominiert / Erstmals Auszeichnung für den besten Buchhandlungs- und Verlagsblog / Porträts der Ausgezeichneten ab November auf www.boersenblatt.net

Blogs mit Kreativität und Haltung: NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels haben auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Buchblog-Award die besten Buchblogs 2019 in vier Kategorien gekürt. Der Buchblog-Award zeichnet den „Besten Buchblog“, den „Besten Newcomer“ und zum ersten Mal den „Besten Buchhandlungsblog“ sowie den „Besten Verlagsblog“ aus.

Die Gewinner-Blogs in den einzelnen Kategorien sind:

652 Buchblogs und -kanäle waren in den vier Kategorien um den Buchblog-Award 2019 ins Rennen gegangen. Aus einem öffentlichen Online-Voting gingen je zehn Finalisten in den Kategorien „Bester Buchblog“ und „Bester Newcomer“ hervor, aus denen die Jury pro Kategorie einen Gewinner-Blog wählte. Bei den Buchhandlungsblogs und den Verlagsblogs entschied allein die Zahl der Stimmen im Online-Voting.

Die Jury kommentiert ihre Auswahl: „Sowohl die etablierten Blogs als auch die Newcomer überzeugten mit einer ausgesprochen hohen Qualität, alle 20 Blogger*innen haben sehr unterschiedliche Herangehensweisen gewählt und sowohl inhaltlich als auch optisch ganz eigene Wege gefunden. So schwierig das die Entscheidungsfindung der Jury gemacht hat, so sehr spiegelt es doch die Vielfalt und Kreativität der Szene. Dass viele Blogger*innen auch über die Literatur hinaus ihre gesellschaftliche oder politische Haltung auf dem Blog transportieren, hat uns gefreut und beeindruckt.“

Die vollständigen Begründungen der Jury zum „Besten Buchblog“ und zum „Besten Newcomer“ sind auf www.buchblog-award.de/news/bubla19-gewinner abrufbar.

Der Jury des Buchblog-Awards 2019 gehören an: Antonia Baum (freie Autorin, ZEIT), Jo Lendle (Verleger, Carl Hanser Verlag), Tina Lurz (Mitgründerin Agentur ehrlich&anders), Carolin Wolf (Inhaberin Buchhandlung Carolin Wolf) und Torsten Woywod (Online-PR und Social-Media-Manager, DuMont Verlag).

Teilnehmen konnten ausschließlich deutschsprachige Blogs und Social-Media-Kanäle, die sich überwiegend mit Literatur befassen und regelmäßig Beiträge veröffentlichen. Alle Finalisten sind abrufbar unter: www.buchblog-award.de/news/finalisten2019

Die Gewinner*innen in den Kategorien „Bester Buchblog“ und „Bester Newcomer“ dürfen sich jeweils über zwei Übernachtungen für zwei Personen im Gutshotel Groß Breesen, dem ersten Bücherhotel Deutschlands, freuen. Sie bekommen außerdem einen BücherScheck im Wert von je 100 Euro. Die Teams des besten Verlagsblogs und des besten Buchhandlungsblogs erhalten je einen Präsentkorb für ihre Siegesfeier. Das Börsenblatt veröffentlicht auf www.boersenblatt.net ab November ausführliche Porträts aller Gewinner*innen.

Sponsoren des Buchblog-Awards 2019 sind die Frankfurter Buchmesse und JETZT EIN BUCH!, die Initiative der deutschen Buchbranche.

Die Initiatoren

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Interessenvertretung der deutschen Buchbranche gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Er wurde 1825 gegründet und vertritt rund 4.500 Buchhandlungen, Verlage, Zwischenbuchhändler und andere Medienunternehmen. Er veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie den Deutschen Buchpreis, engagiert sich in der Leseförderung und für die Freiheit des Wortes.

NetGalley ist eine Online-Plattform für digitale Leseexemplare und den Austausch zwischen Buchverlagen und professionelle Leser*innen. Verlage haben die Möglichkeit, neue oder noch unveröffentlichte Titel bekannt zu machen. Rezensent*innen, Blogger*innen, Journalist*innen, Buchhändler*innen, Bibliothekar*innen sowie Lehrende erhalten kostenfreien Zugang zu digitalen Lese- und Rezensionsexemplaren. Die Plattform ist seit März 2016 auf Deutsch verfügbar und wird von knapp 14.500 professionellen Leser*innen sowie zahlreichen großen und kleinen Verlagen genutzt.

Ansprechpartnerin für Fragen zum Wettbewerb: Karina Elm, info@buchblog-award.de, +49 (0) 30 23456 340

Hashtag zum Award: #bubla19
Website: www.buchblog-award.de
Facebook: www.facebook.com/BuchblogAward
Twitter: @BuchblogAward

Thalia wird mit dem market Quality Award ausgezeichnet

Linz, 15. Oktober 2019: Im Zuge eines vom market Institut durchgeführten branchenbezogenen Markttest im Juli 2019, wurden für den Produktbereich Buch-, Papier und Schreibwarenhandel eine Vielzahl von relevanten inhaltlichen Kriterien aus Kundensicht bewertet. Für den Gesamtsieg in der Kategorie „Brand Drive“ erhielt Thalia den market Quality Award.

Thalia – die Marke mit Triebkraft

In der Kategorie „Brand Drive“ zählt die Dynamik und Innovationskraft einer Marke im Umfeld des Mitbewerbs in Österreich. Die Sympathiewerte einer Marke sind dabei genauso ausschlaggebend wie ihre Weiterempfehlungsrate und die zugrundeliegende Markenbindung. Innovative Marken wie Thalia, die immer wieder neuartige Produkte und Leistungen anbieten, konnten in dieser Kategorie am meisten punkten.

„Neben dem überzeugenden Status Quo muss eine erfolgreiche Marke auch das nötige Momentum besitzen. Nur dann ist nachhaltiges Wachstum gesichert“, ist Mag. Stefan Anzinger, Marktforscher im market Institut, überzeugt.

Thalia, der größte Sortimentsbuchhändler im deutschsprachigen Raum hat sich 2018 neu positioniert und setzt auf unterschiedliche Strategien, um Geschichten zurück in den Alltag der Menschen zu bringen.

„Unsere neue Markenkampagne „Welt, bleib wach“ überzeugt – das freut uns sehr. Wir möchten die Menschen ermutigen, ihr Verhalten bei der Gestaltung von Freizeit, Kommunikation, sozialem Leben und des Lernens zu hinterfragen. Unser größtes Ziel ist es die Menschen wieder für das Lesen zu begeistern“, fasst Mag. Andrea Mikhaeel, Marketingleiterin Thalia Österreich die zentralen Markenbotschaften zusammen.

In der Gesamtbewertung rangiert Thalia österreichweit hinter Libro hauchdünn auf Platz zwei. In der Teilkategorie „Corporate Social Responsibility“ besetzt Thalia ebenfalls den ersten Platz und lässt damit große Ambitionen in Richtung nachhaltiges Wachstum erkennen.

 

Der market Quality Award

Das market Institut führt seit vielen Jahren branchenbezogene Markttests – darunter auch für den Buch-, Papier und Schreibwarenhandel – durch. Dabei werden eine Vielzahl von relevanten inhaltlichen Kriterien aus Kundensicht bewertet. Auf einer statistisch verlässlichen Basis wird ein umfassendes Bild über die untersuchten Marken des Produktbereichs gezeichnet. Neben den klassischen Leistungsparametern im Kapitel „Key Performance“ werden auch die Triebkraft bzw. der Schwung der Marken in Hinblick auf zukünftige Höhenflüge analysiert – der Brand Drive. Komplettiert wird die umfassende Markenanalyse im Kapitel „Corporate Social Responsibility“, denn eine gute Nachhaltigkeitsperformance wirkt sich ebenso positiv auf den Erfolg einer Marke aus.

Markttest = Online Befragung in der repräsentativen, österr. Bevölkerung ab 16 Jahren. Durchführungszeitraum: Juli 2019; n=1000

Ein Fest für die Kriminalliteratur

Das dritte Krimifest größer, spektakulärer, spannender

Erstmals standen heuer neben Tirol auch weitere Bundesländer Österreichs im Zeichen des Kriminalromans: Mit dem Krimifest am Wörthersee und dem Krimifest bei Thalia fanden über 80 Veranstaltungen in Gesamtösterreich statt. Rund 6.000 Besucherinnen und Besucher folgten in diesem Jahr der Einladung der beiden Initiatoren Bernhard Aichner und Markus Hatzer und trugen maßgeblich dazu bei, dass die Veranstaltungen zu einem unvergleichlichen Erlebnis wurden – nicht zuletzt auch für die geladenen Autorinnen und Autoren, die aus aller Welt kamen, um bei diesem einmaligen Event dabei zu sein.

Das Krimifest 2019 war ein voller Erfolg. Von Signierstunden über Workshops und Frühstückslesungen bis hin zur „Ladies Crime Night“ – die Vielfalt des Kriminalromans spiegelte sich nicht nur in den Texten, sondern auch in den Veranstaltungsformaten wider. Dass sich die Krimibegeisterung durch alle Altersgruppen zieht, zeigte einmal mehr der Raiffeisen Jugend-Krimipreis, der im Rahmen der großen Eröffnungsfeier an die diesjährige Gewinnerin, Johanna Westreicher verliehen wurde. Ihr Kurzkrimi „Der Schriftsteller“ liegt nun als Booklet in allen Raiffeisen-Banken auf. Das diesjährige TT-Krimifest-Aufenthaltsstipendium ging an die Autorin Christine Brand.

Über das zahlreiche und überaus positive Feedback der Besucherinnen und Besucher freuten sich alle Beteiligten, allen voran die beiden Festival-Initiatoren Bernhard Aichner und Markus Hatzer. Damit kann die Arbeit für das nächste Krimifest beginnen – wir freuen uns darauf!

Der Österreichische Krimipreis als krönender Abschluss

Am Ende dieser spannungsgeladenen Woche wurde schließlich der Österreichische Krimipreis 2019 verliehen. Die Preisträgerin Alex Beer macht in ihren Werken wie keine andere historische Lebenswelten und deren Gefahren erlebbar. Die in ihren Büchern verhandelten Themen sind dabei stets zeitlos.

Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wurde im exklusiven Ambiente des Preisstifters, den Swarovski Kristallwelten, überreicht. Die Laudatio hielt die Gewinnerin des Vorjahres, Ursula Poznanski.

Mit dem Österreichischen Krimipreis wird jährlich ein deutschsprachiger Autor oder eine deutschsprachige Autorin ausgezeichnet, dessen/deren Kriminalromane inhaltlich und literarisch besonders überzeugen und die kulturelle und gesellschaftliche Relevanz des Genres unterstreichen, sowie richtungsweisende neue Entwicklungen innerhalb des Genres anstoßen.

Statement der diesjährigen Preisträgerin Alex Beer:
„Die österreichische Krimilandschaft ist bunt, abwechslungsreich und von Erfolg gekrönt. Es gibt mittlerweile sehr viele herausragende Autorinnen und Autoren, die bis weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt sind und auf internationalem Niveau agieren. Dass eine renommierte Fachjury ausgerechnet mich mit dieser prestigeträchtigen Auszeichnung bedenkt, ist deshalb eine umso größere Ehre. Ich bin überwältigt und freue mich riesig.“

Im Bild: v.l.n.r. Bernhard Aichner, Alex Beer, Ursula Poznanski, Markus Hatzer
Foto: (c) Gerhard Berger

Alex Beer,

geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Auch im Literarischen gräbt sie nach verborgenen Geheimnissen aus früheren Zeiten: Ihre vielfach ausgezeichnete Serie um den Wiener Kriminalinspektor August Emmerich spielt im Wien der 1920er Jahre. Nach den ersten drei Fällen »Der zweite Reiter«, ausgezeichnet mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2017, »Die rote Frau«, nominiert für den Friedrich-Glauser-Preis 2019, und »Der dunkle Bote« erscheint im Mai 2020 der vierte, von den Fans lange erwartete Roman um Emmerich.
Mit »Unter Wölfen« erscheint im November 2019 ein Roman, der in ein anderes, dunkles Kapitel der Historie führt: Im Jahre 1942 kämpft Isaak Rubinstein um das Leben seiner Familie. Um sie zu schützen, infiltriert er die Gestapo und ermittelt unter falschem Namen in einem brisanten Mordfall.
Wie keine andere macht Alex Beer historische Lebenswelten und deren Gefahren erlebbar, die in ihren Büchern verhandelten Themen sind dabei jedoch zeitlos.

Saskia Luka erhält den Buchpreis 2019 der Stiftung Ravensburger Verlag

Den Buchpreis 2019 der Stiftung Ravensburger Verlag erhält die 38jährige Autorin Saskia Luka für ihren Familienroman „Tag für Tag“ (Kein & Aber). Stiftungsvorstand Johannes Hauenstein übergibt den mit 12.000 Euro dotierten Preis am 25. November 2019 in Berlin. In den Vorjahren von 2011 bis 2018 waren die Schriftsteller(innen) Hannes Köhler, Annette Mingels, Benedict Wells, Vea Kaiser, Lena Gorelik, Doris Knecht, Sten Nadolny und Maja Haderlap mit dem Buchpreis Familienroman ausgezeichnet worden.

Die Autorin und ihr Roman

Saskia Luka wurde 1980 in Köln geboren, heute lebt sie mit ihrer Familie auf der dalmatinischen Insel Bra? (Kroatien). Ihr Debütroman „Tag für Tag“ erzählt von drei Frauen – Großmutter, Tochter, Enkelin –, deren Leben direkt und indirekt durch den Jugoslawienkrieg geprägt wurden. Lucia, die Großmutter, hat sich trotz des Krieges nicht aus ihrem von allen anderen Bewohnern verlassenen Dorf vertreiben lassen. Ihre Tochter Maria dagegen verließ das Land und baute sich in Deutschland ein neues Leben als Künstlerin, Ehefrau und Mutter auf. Anna, die Enkelin, wächst in München ohne Bezug zur Heimat ihrer Vorfahren auf. Sie lernt auch kein Kroatisch, denn ihre Mutter assimiliert sich gründlich und schüttelt ihre von Nationalismus und patriarchalischen Strukturen geprägte bäuerliche Herkunft vollständig ab. Nachdem Maria jedoch die mittlerweile hinfällige Großmutter zu sich nach Deutschland geholt hat, entwickelt sich ein vielschichtiger Konflikt zwischen den drei Frauen.

Begründung der Preisvergabe

Saskia Luka beschreibt in diesem Roman die Bindekräfte einer Familie auf berührende Weise. Die Kunstfertigkeit, mit der die Autorin die Konflikte zwischen den drei Frauen entwickelt und in der Schwebe hält, ohne als Erzählerin Partei zu ergreifen, ist überzeugend. Es wird spürbar, dass die familiären Verbindungen stärker und wichtiger sind als die gegensätzlichen Meinungen. Darüber hinaus stellt die Geschichte ein modernes Beispiel für eine gelingende, durchaus individuell variierende Identitätsfindung im Lebenskontext von Migration und Integration dar.

Stiftungs-Buchpreis für familienbezogenen Roman oder Erzählungen

Der zum neunten Mal verliehene Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag soll jährlich den Autor oder die Autorin einer deutschsprachigen Publikation erzählender Prosa (Roman, Erzählung, Anthologie) auszeichnen, die maximal zwei Jahre zuvor erschienen ist. Die Preissumme von 12.000 Euro erhält eine Schriftstellerin oder ein Schriftsteller, „der mit literarischen Stilmitteln ein zeitgenössisches Bild der Familie zeichnet“.

In der Zielsetzung heißt es weiter:
Ausgezeichnet wird ein Buch, das auf dem geistigen Niveau der Zeit die inneren Kräfte des Lebensmodells Familie und deren Dynamik anschaulich macht, was aktuelle Problemthemen einschließt. Die Bedeutung der Familie in der Gesellschaft steht im Mittelpunkt des Interesses der fiktionalen Handlung. Das Buch vermittelt erzählerisch Konfliktlösungen oder Lebensbeispiele, die einen Beitrag zur familiären Wertebildung leisten.

Die Berater und Entscheider

Bei der Entscheidung für den Buchpreis lässt sich die Stiftung von verschiedenen Fachleuten aus Literaturkritik und Buchhandel beraten. Im Jahr 2019 waren dies Dr. Uwe Wittstock (Autor und Literaturkritiker), Sandra Kegel (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Ellen Pomikalko (Buchmarkt), Dr. Ulrich Weinzierl (Autor und Literaturkritiker), Michael und Margarete Riethmüller (Buchhandlung RavensBuch) und Andrea Reidt (Journalistin und Autorin).

Buch- und Leuchtturm-Preisverleihungen im November in Berlin

Die Preisverleihung findet am 25. November 2019 in der Berliner Landesvertretung Baden-Württemberg statt. Die Laudatio auf die Buchpreisträgerin hält der Literaturkritiker Dr. Uwe Wittstock. Bei dieser Gelegenheit wird auch die zweite Auszeichnung der Stiftung Ravensburger Verlag überreicht: der ebenfalls mit 12.000 Euro dotierte „Leuchtturm-Preis 2019 für vorbildliches Engagement im Sektor familiäre, institutionelle oder ehrenamtliche Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen“. Diesen erhält die Münchener Sozialunternehmerin Eva Rapaport für das von ihr initiierte interreligiöse und interkulturelle Jugendnetzwerk YouthNet. Den Hauptvortrag der Veranstaltung hält der Psychologe und Stress-Experte Louis Lewitan zum Thema „Wie kann Integration gelingen? Eine psychologische Betrachtung“.

 

Buchcover © Kein & Aber Verlag Zürich

Saskia Luka Tag für Tag.
Roman. Kein & Aber Zürich 2019

Autorenfoto © Katarina Ivanisevic
Buchcover © Kein & Aber Verlag Zürich

Österreichischer Buchpreis 2019: Shortlist bekanntgegeben

Die Jury hat fünf Titel für den Österreichischen Buchpreis 2019 nominiert: 140 belletristische, essayistische, lyrische und dramatische Werke, die zwischen dem 10. Oktober 2018 und 8. Oktober 2019 erschienen sind, wurden eingereicht.

Auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis 2019 sind folgende Werke (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land (Klett-Cotta)
  • Karl-Markus Gauß: Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer (Zsolnay)
  • Norbert Gstrein: Als ich jung war (Carl Hanser)
  • Sophie Reyer: Mutter brennt (edition keiper)
  • Clemens J. Setz: Der Trost runder Dinge (Suhrkamp)

Die Jury-Begründungen finden Sie hier.

Alexander Schallenberg, Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien: „Drei stilistisch und thematisch außergewöhnliche Romane, ein Reiseessay der besonderen Art und ein Band mit Erzählungen, die ihresgleichen suchen, haben es auf die Shortlist zum Österreichischen Buchpreis geschafft – überzeugen Sie sich selbst von der hohen Qualität der österreichischen Gegenwartsliteratur.“

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels:
„Die Shortlist des Österreichischen Buchpreises zeigt exemplarisch die Vielfalt und hohe Qualität der österreichischen Literatur. Die unabhängige Jury hat fünf besondere Titel ausgewählt – jedes der nominierten Bücher bietet Leserinnen und Lesern eine großartige Möglichkeit, die Welt der zeitgenössischen, heimischen Literatur zu entdecken. Jedes davon ist preiswürdig, wir erwarten mit Spannung die Entscheidung der Jury.“

AK Präsidentin Renate Anderl: „Es ist ein Anliegen der Arbeiterkammer Wien, die Vielfalt und den Reichtum der österreichischen Literatur sowie der kulturellen Aktivitäten in den verschiedenen Künsten zu unterstützen und zu fördern – und damit sichtbar zu machen. Mit dem Österreichischen Buchpreis wollen wir auch das Augenmerk unserer Mitglieder auf die österreichische Gegenwartsliteratur lenken.“

Die Jury

Die Jury 2019 setzt sich aus Pia Janke (Germanistin), Robert Renk (Buchhändler, Wagner`sche Universitätsbuchhandlung), Christian Schacherreiter (Literaturkritiker), Anne-Catherine Simon (Journalistin, die Presse) und Uwe Wittstock (Literaturkritiker) zusammen.

Preisverleihung im Rahmen der BUCH WIEN 19 am 4. November

Erst am Abend der Preisverleihung am 4. November 2019 erfahren die fünf AutorInnen der Shortlist sowie die drei AutorInnen der Debütpreis-Shortlist, wem der Österreichische Buchpreis und der Debütpreis zuerkannt werden. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger erhält 20.000 Euro; die vier anderen FinalistInnen jeweils 2.500 Euro. Der Debütpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, die beiden weiteren Debütpreis-FinalistInnen bekommen ebenfalls 2.500 Euro.

Der Österreichische Buchpreis wird vom Bundeskanzleramt der Republik Österreich, dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien ausgerichtet.

(ots Pressemeldung des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels)

Foto: v.l.n.r. Uwe Wittstock, Anne-Catherine Simon, Robert Renk, Pia Janke, Christian Schacherreiter. © HVB/Mercan Sümbültepe

Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich für Prof. Dietmar Grieser

Dietmar Grieser erhält am 16. Oktober von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner das Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich. Mit der Auszeichnung wird zweierlei gewürdigt: die Niederösterreich-Themen in zahlreichen Büchern sowie die Vortragstätigkeit des Autors in verschiedenen niederösterreichischen Bibliotheken, Buchhandlungen und Institutionen.

Zuletzt erschienen:
Dietmar Grieser
WIEN
Wahlheimat der Genies

2019, Amalthea, 272 Seiten, mit zahlr. Abb.
€ A/D 25,–
ISBN 978-3-99050-157-3

Der Julius-Campe-Preis 2019 geht an Dr. Mara Delius

Der Julius-Campe-Preis, den der HOFFMANN UND CAMPE Verlag verleiht, geht in diesem Jahr an die Literaturkritikerin Dr. Mara Delius.

Die Auszeichnung gilt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben haben. Der Preis ist mit 99 Flaschen edlen Weins und des bei HOFFMANN UND CAMPE erschienenen Faksimiles der »Französischen Zustände« Heinrich Heines dotiert.

Die Verleihung erfolgt im Rahmen der Frankfurter Buchmesse am Freitag, den 18. Oktober 2019, im Grandhotel Hessischer Hof. Die Laudatio hält Prof. Dr. Peter Sloterdijk.

Tim Jung, Verleger von HOFFMANN UND CAMPE:
»Ein Zeitgenosse, Freund und Mitarbeiter hat dem großen Verleger von Heinrich Heine, Julius Campe, einst folgende Eigenschaften attestiert: ›eine ungemein scharfe Beobachtungsgabe‹ und ›einen selbstständig denkenden Geist, der alles Neue auf dem Felde der Literatur und Politik vorurtheilsfrei entgegen nahm.‹
Gut 150 Jahre nach Julius Campes Tod sind es genau diese Eigenschaften, die Mara Delius in ihrem Wirken für die Literatur und ihrer überzeugenden Vermittlung des Wertes des Lesens an sich in höchstem Maße auszeichnen.

Als Kritikerin von Rang beweist Mara Delius in ihren Beiträgen zur deutschen und internationalen Literatur in unseren heutigen bewegten Zeiten eine souveräne Sachlichkeit, inhaltliche Prägnanz und ein unbestechliches Erkenntnisinteresse. Darüber hinaus steht ihr Name für ein quicklebendiges modernes Feuilleton, das sich immer wieder dem Erwartbaren verweigert und damit vorbildhaft für Vielfalt steht. Mit ihrer zeitgemäßen und inspirierenden Ansprache einer großen Leserschaft sowie ihrer Vermittlung von Büchern als unverzichtbaren Garanten für Sinn, Wert und Substanz leistet Mara Delius einen entscheidenden Beitrag für den Erhalt einer auch in Zukunft demokratischen, aufgeklärten und informierten Gesellschaft.«

Mit dem Julius-Campe-Preis 2019 ehrt der HOFFMANN UND CAMPE Verlag Dr. Mara Delius für ihre Verdienste um die Literatur.

Die Preisträgerin Dr. Mara Delius,
geboren 1979, studierte in Großbritannien und an der Stanford University (USA), 2009 promovierte sie mit einer Arbeit über Geschichtsverständnis und Fotografie in zeitgenössischer deutscher Literatur am King’s College, London. Sie arbeitete zunächst als Mitarbeiterin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und englischer Zeitschriften, bevor sie ins Feuilleton der Welt wechselte. Seit 2017 leitet sie deren wöchentliche Literaturbeilage Die Literarische Welt.
Foto: Copyright Jakob Hoff

Der Laudator Prof. Dr. Peter Sloterdijk,
geboren 1947 in den Niederlanden, studierte in München und Hamburg Philosophie, Geschichte und Germanistik. Im Jahre 1976 promovierte Peter Sloterdijk zum Thema Literatur und Organisation von Lebenserfahrung. Gattungstheorie und Gattungsgeschichte der Autobiographie der Weimarer Republik 1918 – 1933. Zwischen 1978 und 1980 bereiste und besuchte Dr. Peter Sloterdijk den Ashram von Bhagwan Shree Rajneesh (später Osho) im indischen Pune. Seit den 1980er Jahren arbeitet Sloterdijk als freier Schriftsteller. Von 2001 – 2015 war Sloterdijk in Nachfolge von Heinrich Klotz Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.

Der Preis
Der Preis ist benannt nach Julius Campe (1792 – 1867), der zu den größten Verlegern der deutschen Geschichte zählt. Als Entdecker von Heinrich Heine und als mutiger Förderer der Autoren des »Jungen Deutschlands« wurde er zum Inbegriff des idealistischen Verlegers, der literarische Entdeckungsfreude mit gesellschaftlichem Engagement vereint.

Die Julius-Campe-Preisträger der vergangenen Jahre waren:

  • 2018: Christian Petzold
  • 2017: Staatsministerin Prof. Monika Grütters
  • 2016: Das Netzwerk der Literaturhäuser
  • 2015: Denis Scheck
  • 2014: Buchhandlungskooperation 5 plus
  • 2013: Felicitas von Lovenberg
  • 2012: Petra Roth
  • 2011: Roger Willemsen
  • 2010: Elke Heidenreich
  • 2009: Elisabeth Niggemann
  • 2008: Wendelin Schmidt-Dengler (posthum)
  • 2007: Klaus Reichert
  • 2006: Michael Naumann
  • 2005: Jan Philipp Reemtsma
  • 2004: Joachim Kaiser
  • 2003: Heinrich Detering
  • 2002: Martin Walser