Ali Smith erhält den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 2022

Der vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport vergebene Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur geht heuer an die in Schottland geborene Autorin Ali Smith.

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer gratuliert herzlich: „Ali Smith zählt seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten zu den fixen Größen der Literatur Großbritanniens. Mit den Übersetzungen ihres zuletzt erschienenen Jahreszeiten-Buchquartetts hat sie nun endgültig auch die deutschsprachige Leserschaft erobert. Sie begeistert die Leserinnen und Leser sowie die Literaturkritik gleichermaßen“, so Mayer. „Ali Smith folgt in ihren Büchern den verschlungenen Wegen menschlicher Beziehungen. In ihren Romanen und Short Stories begegnen wir uns selbst und finden die großen und kleinen Themen unserer Zeit, unsere Hoffnungen und Ängste wieder. Dabei ist ihr Blick auf uns freundlich, interessiert, mitfühlend, beobachtend, ironisch und immer wieder auch voller Witz. Wir alle haben eine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden – und es ist Ali Smith, die sie in große Literatur verwandelt und lesenswert macht.“

Die Jurybegründung: „Ali Smith bleibt in ihren Romanen und Erzählungen nah an unserer Gegenwart. Und weil Gegenwart ohne Vergangenheit nicht zu haben ist, stattet sie Figuren mit Biografien aus, in denen sich das 20. Jahrhundert spiegelt. Als Menschenkennerin weiß Smith, dass es, um Personen nahe zu kommen, nicht ausreicht, sie auf äußere Lebensstationen festzulegen. Sie stattet sie mit Träumen und Erinnerungen, Fantasien und Gedankenspielen aus. Dazu bedarf es eines gewieften ästhetischen Programms, das der Fülle der inneren Zustände gerecht wird. Ali Smith verfügt über die literarischen Mittel, um empathisch, wütend, ironisch, nüchtern, bisweilen in kühne Fantasien ausgreifend, bisweilen dem realistischen Schreiben verpflichtet, die Vielfalt der Gesellschaft wie die Vielfalt des Einzelnen ins Bild zu rücken.“

Die fünfköpfige Jury für den Preis 2022 bestand aus Mag. Robert Huez, Mag.a Anne-Catherine Simon, Dr. Anton Thuswaldner, Anna Weidenholzer und Univ. Prof. Mag. Dr. Norbert Christian Wolf.

Ali Smith

Ali Smith wurde 1962 in Inverness in Schottland geboren und lebt in Cambridge. Sie hat mehrere Romane und Erzählbände veröffentlicht und zahlreiche Preise erhalten. Sie ist Mitglied der Royal Society of Literature und wurde 2015 zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. Ihr Roman „Beides sein“ wurde 2014 ausgezeichnet mit dem Costa Novel Award, dem Saltire Society Literary Book of the Year Award, dem Goldsmiths Prize und 2015 mit dem Baileys Women’s Prize for Fiction. Mit „Herbst“ kam die Autorin 2017 zum vierten Mal auf die Shortlist des Man Booker Prize. Ihre Bücher erscheinen in der deutschen Übersetzung von Silvia Morawetz im Luchterhand Verlag. Im April erscheint als Follow-up zum Jahreszeitenzyklus ihr neues Buch mit dem Titel „Companion piece“.

Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur

Der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur wird seit 1965 für das literarische Gesamtwerk einer europäischen Autorin bzw. eines europäischen Autors verliehen, das international besondere Beachtung gefunden hat, was durch Übersetzungen dokumentiert sein muss. Das Werk muss auch in deutschsprachiger Übersetzung vorliegen.
Der Preis ist mit € 25.000 dotiert. Die Preisverleihung erfolgt durch Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer traditionell im Rahmen eines Festaktes während der Salzburger Festspiele.
Zuletzt ging der Preis an Mircea C?rt?rescu, Andrzej Stasiuk, Karl Ove Knausgård, Zadie Smith, Michel Houellebecq, Drago Jan?ar und László Krasznahorkai.

 

Presseaussendung Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport 

Volha Hapeyeva erhält den Wortmeldungen-Literaturpreis 2022

Volha Hapeyeva erhält für ihren bisher unveröffentlichten und auf Deutsch verfassten Essay „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ den Wortmeldungen-Literaturpreis 2022. Der Preis für kritische Kurztexte wird von der Crespo Foundation ausgelobt und ist mit EUR 35.000 dotiert.

Mit diesem Essay wird ein Text ausgezeichnet, dem es „auf eindringliche Weise gelingt, das Nachdenken über Heimat und persönliche Wurzeln mit der Reflexion über Gewalt und Macht zu verweben. Dabei zielt die Autorin vor allem auf die Kraft der Sprache ab: Sie zeigt, dass Diktaturen Sprachpolitik für ihre Zwecke nutzen, dass sie ihre eigene Sprache etablieren, dass Worte töten können. Und dass Diktaturen Kunst und Poesie unterdrücken, weil sie Mittel des kritischen Denkens sind, die ihnen gefährlich werden können. Gerade deswegen setzt Hapeyeva despotischen Machtstrukturen ein poetisches, nomadisches Denken entgegen. Ihr kunstvoll arrangiertes Plädoyer für eine widerständige Poesie gewinnt vor dem Hintergrund des Krieges gegen die Ukraine an bedrückender Aktualität. Hapeyeva tut, was eine Autorin im Angesicht von Gewalt und Unterdrückung zum Besten tun kann: mit starken Worten wirken.“, so die Jury in ihrer Begründung.

Volha Hapeyeva, *1982 in Minsk, ist Dichterin (Prosa, Lyrik, Drama, Kinderbuch), Übersetzerin und promovierte Linguistin. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen. Ihre Gedichte wurden in mehr als 15 Sprachen übertragen. Unter dem Titel „Mutantengarten“ liegt auch eine Auswahl auf Deutsch vor. Zudem erschien mit „Camel Travel“ bei Droschl ihr Debütroman, übersetzt von Thomas Weiler.
Volha Hapeyeva lebt seit 2020 im deutschen und österreichischen Exil.
Derzeit hält sie sich in München auf und wird von dort im Herbst nach Berlin wechseln.

Die Preisverleihung findet am 19. Juni im Schauspiel Frankfurt statt.
Die Laudatio hält Sighard Neckel (Soziologe). Mehr über den Literaturpreis finden Sie auf https://www.wortmeldungen.org/

Bereits 2019 erhielt übrigens ein Droschl-Autor den Wortmeldungen-Literaturpreis. Es war Thomas Stangl.

 

Pressemeldung Literaturverlag Droschl

Österreichischer Buchpreis 2022: Jetzt einreichen!

Ab sofort können Verlage bis 17. April 2022 ihre aktuellen Werke für den Wettbewerb einreichen. Der zu vergebende Österreichische Buchpreis sowie der Debütpreis sind mit insgesamt 45.000 Euro dotiert. Das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und die Arbeiterkammer Wien richten den Preis gemeinsam aus.

Der Österreichische Buchpreis stellt die heimische Literatur in den Mittelpunkt: Der Wettbewerb zielt darauf ab, die Qualität und Vielstimmigkeit der österreichischen Gegenwartsliteratur zu würdigen und ihr im deutschsprachigen Raum die gebührende Aufmerksamkeit zu garantieren. Im vergangenen Jahr wurde Raphaela Edelbauer mit ihrem Buch „DAVE“ (Klett-Cotta) ausgezeichnet. Der Debütpreis ging an Anna Albinus für „Revolver Christi“ (edition FOTO.tapeta).

Details zur Ausschreibung

Teilnahmeberechtigt sind Verlage, die Mitglieder im Hauptverband des Österreichischen Buchhandels, im Börsenverein des Deutschen Buchhandels oder im Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband sind. Die Einreichung zum Österreichischen Buchpreis 2022 ist kostenlos. Pro Verlag können maximal zwei Titel österreichischer Autor:innen aus dem Bereich der Literatur in Form belletristischer, essayistischer, lyrischer oder dramatischer Werke eingereicht werden. Diese müssen zwischen 8. Oktober 2021 und 11. Oktober 2022 erschienen sein oder erscheinen. Zudem können Erstlingstitel österreichischer Autor:innen aus dem Bereich der Literatur in Form belletristischer, essayistischer, lyrischer oder dramatischer Werke für den Debütpreis 2022 eingereicht werden, der von der Arbeiterkammer Wien gestiftet wird.

Die Fachjury

Die Entscheidung über die Auszeichnungen treffen auch in diesem Jahr unabhängige Expert:innen ihres Fachs. Die Jury für den Österreichischen Buchpreis setzt sich 2022 aus Bernhard Bastien (Buchhändler, Buchhandlung Lerchenfeld), Edith-Ulla Gasser (Redakteurin, Ö1), Stefan Gmünder (Literaturkritiker, Der Standard und Volltext), Katharina Teutsch (Literaturkritikerin, FAZ) und Norbert Christian Wolf (Literaturwissenschaftler, Universität Wien) zusammen.

Longlist / Shortlist

Nach Ende der Einreichfrist wählen die Juror:innen unter allen Einreichungen zehn Werke für die Longlist des Österreichischen Buchpreises sowie drei Titel für die Debütpreis-Shortlist aus, die beide am 6. September 2022 veröffentlicht werden. Die fünf nominierten Werke der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis werden am 11. Oktober 2022 verkündet.

Preisverleihung zum Auftakt der Buch Wien (23. bis 27. November)
Erst am 21. November, dem Abend der Preisverleihung, erfahren die fünf Autor:innen der Shortlist sowie die drei Autor:innen der Debütpreis-Shortlist, wem die Auszeichnungen zuerkannt werden. Die Ehrung findet im Kasino am Schwarzenbergplatz statt.

Die Preisträgerin oder der Preisträger des Österreichischen Buchpreises erhält 20.000 Euro, die vier anderen Nominierten jeweils 2.500 Euro. Der Debütpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, die beiden weiteren Finalist:innen bekommen ebenfalls 2.500 Euro.

Weitere Informationen zum Österreichischen Buchpreis 2022 finden Sie unter oesterreichischer-buchpreis.at.

 

Aussendung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Ausschreibung Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur 2022

Es wird wieder spannend! Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) und die Stadt Wien Kultur vergeben mit freundlicher Unterstützung von Bestattung Himmelblau zum dreizehnten Mal den Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur. Die Stadt Wien Kultur stiftet dabei das Preisgeld in der Höhe von 5.000€. Einreichungen sind ab sofort möglich!

Leo-Perutz-Preis

Der Leo-Perutz-Preis zeichnet Kriminalromane aus, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen.

Dieses Jahr erfolgt die Ausrichtung erstmals mit freundlicher Unterstützung von Bestattung Himmelblau.

„Die Riege der bisherigen Gewinner:innen des Leo-Perutz-Preises vereint das absolute Who-is-Who der österreichischen Krimi-Literaturszene. Umso mehr freut es uns, diese renommierte Auszeichnung heuer erstmals zu unterstützen und literarische Talente vor den Vorhang zu bitten“, sagt Mag. Georg Haas, Geschäftsführer von Bestattung Himmelblau.

Einreichungen

  • Einreichberechtigt sind alle Kriminalromane, die zwischen dem 1. Juli 2021 und dem 30. Juni 2022 erschienen sind oder erscheinen werden.
  • Einreichberechtigt sind ausschließlich Verlage, nicht jedoch Autor:innen oder anderweitig an der Veröffentlichung der Bücher beteiligte Personen.
  • Die Entscheidung über die Auszeichnungen des Leo-Perutz-Preises für Kriminalliteratur trifft eine unabhängige Fachjury.

Die Einreichfrist endet am 31. März 2022.
Die Shortlist wird am 1. Juli 2022 veröffentlicht.
Die Bekanntgabe des Siegertitels sowie die Preisverleihung findet am 11. Oktober 2022 im Rahmen der Kriminacht im Wiener Kaffeehaus in Wien statt.

Anmeldungen sind ausschließlich online möglich:Zum Anmeldeformular.
Details zur Ausschreibung finden unter www.buecher.at/leo-perutz-preis/

 

Presseinformation Hauptverband des Österreichischen Buchhandels / Red.

„Buntspecht“-Finalist*innen stehen fest

Die fünfköpfige Jury des Illustrationspreises »Buntspecht« – dazu zählen Illustrator Michael Sowa (Juryvorsitz), Bilderbuchkünstlerin Britta Teckentrup, Journalistin Jana Kühn (BÜCHERmagazin) sowie jeweils ein/e Vertreter*in der AID Berlin und des Annette Betz Verlags – hat getagt und die elf Finalist*innen stehen fest.

Das sind die Künstler*innen und ihre eingereichten Bilderbuchprojekte:

  • Michaela Brunner – Ellie
  • Salomé Erard – Monsieur Krabb auf der Suche
  • Fulya Gezer Bachmann – Ali und das perfekte A
  • Enikö Gömöri – Ich bin doch ein Löwe!
  • Marika Haensch – Abenteuer mit dem Gartenyeti
  • Marit Keirat – Dackel Blau
  • Zakwan Khello & Winnie Schmidt – Das Eichhörnchen ist auf der Suche
  • Kristine Ortmeier – Zirkus Obstsalat
  • Anne-Christin Plate – Die Blumenfrau
  • Isabel Roos – Das Maisfeld
  • Heike Scharrer – The Queue (Schlangestehen)

»Buntspecht«

Der Illustrationspreis, den Annette Betz in der Ueberreuter Verlags GmbH gemeinsam mit der Akademie für Illustration und Design Berlin (AID) vergibt, wird 2022 wird zum dritten Mal verliehen.
Der Wettbewerb ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro dotiert. Die elf besten Einreichungen werden zudem mit einer exklusiven Ausstellung geehrt.

Der/die Gewinner*in des »Buntspecht« wird im Rahmen der Preisverleihung am 4. August 2022 verkündet.

Mehr Informationen zum Wettbewerb und einen Blick in die eingereichten Arbeiten gibt es hier:
www.buntspecht.berlin

 

Pressesmitteilung Ueberreuter Verlag

Preis der Leipziger Buchmesse 2022: 15 Buchtitel im Rennen um bedeutenden Literaturpreis

Die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse hat 15 Buchtitel für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022 in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung nominiert. Bis zum 17. März steigt die Spannung für die Autor:innen und Übersetzer:innen sowie ihre Verlage: Denn an diesem Tag wird der Preis, um 16 Uhr in der Glashalle des Leipziger Messegeländes vergeben und auf der Website der Leipziger Buchmesse live gestreamt.

„Die nominierten literarischen Werke zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche Sprachkunst aus, die überhaupt erst eine Auseinandersetzung mit ihren Themen ermöglicht“, erklärt Juryvorsitzende Insa Wilke. „Auch im Sachbuch hat uns die mitreißende Intensität überzeugt, mit der die Autor:innen sich mit völlig unterschiedlichen rhetorischen Ansätzen ihren Fragestellungen widmen.“

„Die Vergabe des Preises der Leipziger Buchmesse ist in diesen Tagen wichtiger denn je“, so Buchmessedirektor Oliver Zille. „In den schwierigen pandemischen Zeiten fehlt den Verlagen, Autor:innen und Übersetzer:innen jene so notwendige Öffentlichkeit und die Begegnung mit den Leser:innen. Mit der Preisverleihung möchten wir Literatur leuchten lassen. Die Glashalle der Leipziger Messe wird dafür den würdigen Rahmen bieten.“

Die Nominierten 2022

Belletristik

  • Dietmar Dath: „Gentzen oder: Betrunken aufräumen. Kalkülroman“ (Matthes & Seitz Berlin, August 2021)
  • Tomer Gardi: „Eine runde Sache“, zur Hälfte übersetzt aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer (Literaturverlag Droschl, Juni 2021)
  • Heike Geißler: „Die Woche“ (Suhrkamp Verlag, März 2022)
  • Emine Sevgi Özdamar: „Ein von Schatten begrenzter Raum“ (Suhrkamp Verlag, Oktober 2021)
  • Katerina Poladjan: „Zukunftsmusik“ (S. Fischer Verlag, Februar 2022)

Sachbuch / Essayistik

  • Horst Bredekamp: „Michelangelo“ (Verlag Klaus Wagenbach, August 2021)
  • Hadija Haruna-Oelker: „Die Schönheit der Differenz. Miteinander anders denken“ (btb Verlag, März 2022)
  • Christiane Hoffmann: „Alles, was wir nicht erinnern. Zu Fuß auf dem Fluchtweg meines Vaters“ (Verlag C.H.Beck, Februar 2022)
  • Juliane Rebentisch: „Der Streit um Pluralität. Auseinandersetzungen mit Hannah Arendt“ (Suhrkamp Verlag, Februar 2022)
  • Uljana Wolf: „Etymologischer Gossip. Essays und Reden“ (kookbooks, Juni 2021)

Übersetzung

  • Irmela Hijiya-Kirschnereit, übersetzte aus dem Japanischen: „Dornauszieher. Der fabelhafte Jizo von Sugamo“ von Hiromi Ito (Matthes & Seitz Berlin, August 2021)
  • Stefan Moster, übersetzte aus dem Finnischen „Im Saal von Alastalo. Eine Schilderung aus den Schären“ von Volter Kilpi (mareverlag, Oktober 2021)
  • Andreas Tretner, übersetzte aus dem Russischen: „Wunderkind Erjan“ von Hamid Ismailov (Friedenauer Presse, März 2022)
  • Helga van Beuningen, übersetzte aus dem Niederländischen: „Mein kleines Prachttier“ von Marieke Lucas Rijneveld (Suhrkamp Verlag, September 2021)
  • Anne Weber, übersetzte aus dem Französischen: „Nevermore“ von Cécile Wajsbrot (Wallstein Verlag, Juli 2021)

Service für die Medien

Die Preisverleihung findet am 17. März, um 16 Uhr in der Glashalle auf dem Leipziger Messegelände statt und wird auf der Website
www.leipziger-buchmesse.de gestreamt. Eine Teilnahme für Medienvertreter ist möglich.

Für die Preisverleihung wird jedoch ein SNG Signal sowie ein Live-Stream zur Verfügung gestellt. Im Nachgang besteht die Möglichkeit, Interviews mit den Preisträgern zu führen. Bitte melden Sie sich dafür bis spätestens 10. März unter j.luecke@leipziger-messe.de an. Töne der Jury zu den diesjährigen Nominierungen finden Sie schon jetzt unter
www.preis-der-leipziger-buchmesse.de.

Nominierte vorab im LCB und Deutschlandfunk Kultur erleben

Bevor die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse ihr Urteil fällt, können sich Fans von Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzungen ein eigenes Urteil bilden. Im Literarischen Colloquium Berlin (LCB) stellen die 15 Nominierten am 3. März (Belletristik) und 8. März (Übersetzung) ihre Werke vor. Zu hören sind sie anschließend bei Deutschlandfunk Kultur sowie MDR Kultur:

  • Belletristik: 6. März, 22:03 Uhr in der Sendung „Literatur“ (Deutschlandfunk Kultur) sowie Dienstag, 15. März, 22 Uhr bei MDR Kultur; Moderation: Katrin Schumacher und Jörg Plath
  • Sachbuch/Eassyistik: 12. März, 11:05 Uhr in der Sendung „Lesart“ (Deutschlandfunk Kultur), Moderation: Andrea Gerk und Christian Rabhansl
  • Übersetzung: 13. März, 22:03 Uhr in der Sendung „Literatur“ (Deutschlandfunk Kultur), Moderation: Jörg Plath und Maike Albath

Über den Preis der Leipziger Buchmesse

Der Preis der Leipzig Buchmesse wird von einer siebenköpfigen Jury vergeben: Unter der Leitung von Insa Wilke haben Moritz Baßler, Anne-Dore Krohn, Andreas Platthaus, Miryam Schellbach, Shirin Sojitrawalla und Katharina Teutsch die Nominierten ausgewählt. Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin. Medienpartner ist das Kundenmagazin buchjournal und Deutschlandfunk Kultur.

 

Pressemitteilung Leipziger Buchmesse

Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2022 vergeben

Die zehn besten Bücher aus der Werkstatt österreichischer Autor:innen und Illustrator:innen bzw. österreichischer Verlage werden heuer wieder mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis gewürdigt. Vergeben werden vier Hauptpreise mit einer Dotation von jeweils 6.000 Euro. Sechs weitere Titel werden als Leseempfehlung der Jury in die Kollektion zum Preis aufgenommen.

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: „Bei den Büchern, die heuer von unserer Jury für den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgewählt wurden, gerät man leicht ins Schwärmen, denn sie sind allesamt und jedes auf seine eigene Weise außergewöhnlich. Sie laden uns zum Lesen, Betrachten und Staunen und – das ein oder andere – auch zum Mitmachen ein.“

„Die Brüder Grimm wären begeistert gewesen, wie die wunderbare Illustratorin Julie Völk ihre Märchen mit filigranen Vignetten und bunt leuchtenden Bildern ausgestattet hat. Michael Stavari? erzählt uns Geschichten über den Kraken, die von Michèle Ganser in berückend schönen Schwarz-Weiß-Bildern in Szene gesetzt werden. Nils Mohl und Regina Kehn überzeugen mit einer Coming of Age-Geschichte, die völlig neue Wege des Erzählens geht und das Zeug zum Klassiker hat. Und schließlich gibt es Bücher, die einen herzlich umarmen und liebhaben, wie die Sammlung von Gedichten von Lena Raubaum mit den Illustrationen von Katja Seifert“, so Mayer über die Preisträger:innen.

Mit der Auszeichnung wolle das Kunst- und Kulturministerium den Schöpfer:innen dieser Werke jene Anerkennung und Wertschätzung geben, die ihnen aufgrund ihrer Kreativität und künstlerischen Arbeit gebühre, so Mayer. „Aber auch den Verlegerinnen und Verlegern wird mit dem Preis für ihr Engagement und ihren Einsatz gedankt. Denn das sind Bücher, die Vergnügen bereiten und zum Lesen verführen. Ich gratuliere allen Ausgezeichneten sehr herzlich zum Kinder- und Jugendbuchpreis des Jahres 2022 und wünsche ihnen viel Erfolg und viele begeisterte Leserinnen und Leser.“

Um alle ausgezeichneten Bücher noch bekannter zu machen und Kinder und Jugendliche zum Lesen zu animieren, bietet der Österreichische Buchklub der Jugend allen Schulen bundesweit Bücherkoffer an, die Schüler:innen die Gelegenheit geben, sich mit den prämierten Büchern auseinanderzusetzen. Der Österreichische Kinder- und Jugendbuchpreis wird seit dem Jahr 1955 von der Republik Österreich als Literaturpreis einmal jährlich für Bücher österreichischer Verlage und für Bücher österreichischer Künstler:innen verliehen. 2022 wurden insgesamt 67 Titel von 22 Verlagen zum Preis eingereicht.

Preisbücher 2022

  • Brüder Grimm, Julie Völk: Zur Zeit, wo das Wünschen noch geholfen hat, Gerstenberg Verlag 2021
  • Lena Raubaum, Katja Seifert: Mit Worten will ich dich umarmen, Tyrolia Verlag 2021
  • Nils Mohl, Regina Kehn: An die, die wir nicht werden wollen, Tyrolia Verlag 2021
  • Michael Stavari?, Michèle Ganser: Faszination Krake, Leykam Verlag 2021

Kollektion zum Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2022

  • Verena Hochleitner: Der Schneeleopard, Luftschacht Verlag 2021
  • Ela Wildberger, Linda Wolfsgruber: Der Moment, bevor …, Tyrolia Verlag 2021
  • Michael Roher: Kali kann Kanari, Jungbrunnen Verlag 2021
  • Elisabeth Steinkellner: Esther und Salomon, Tyrolia Verlag 2021
  • Mia Kirsch, Wolfgang Hartl, Erika Friedl: Bäckermaus & Donaustrudel, Edition 5Haus 2021
  • Miro Poferl: Radieschenmaus und Kuschelgurke, G&G Verlag – Edition Nilpferd 2021

Jury

  • Mag.a Veronika Kyral
  • Dr.in Heidi Lexe
  • Klaus Nowak
  • Simone Weiss, MA
  • Mag.a Elisabeth Wildberger

 

Presseaussendung Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

Die Gewinner*innen des Deutschen Buchtrailer Awards stehen fest

Auf dem Buchbranchen-Kongress future!publish wurden heute die Preise zum 4. Deutschen Buchtrailer Award in den Kategorien „Erwachsene“ und „Kinder- und Jugendbuch“ sowie – in Kooperation mit dem Buchjournal – der Publikumsaward verliehen.
Sieger in der Hauptrubrik „Erwachsene“ ist der Trailer „Die Bake“ von Brandon Q. Morris, Belle Époque. Der Buchtrailer zu „Tschakka!“ von Mara Andeck aus dem Fischer Verlag gewinnt in dem Segment „Kinder- und Jugendbuch“.

Beide Trailer werden eine Woche lang in allen Yorck-Kinos zu sehen sein. Die Yorck Kinogruppe ist der größte Kinobetreiber Berlins. Die Preisträger*innen erhalten damit eine Medialeistung im Wert von 5.000 Euro.

Die Leser*innen des Buchjournals stimmten parallel über den Publikumspreis ab. Hier gewinnt der Trailer zu Matthias Lohres „Der kühnste Plan seit Menschengedenken“ (Verlag Klaus Wagenbach). Dieser wird nun eine Woche lang auf der Startseite von buchjournal.de zu sehen sein.

Dank gilt an dieser Stelle unserer Jury: Yvonne de Andrés (Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Rostock), Jördis-Beatrix Schmid-Meil (Senior Process and Project Manager E-Commerce, Gräfe und Unzer Verlag), dem Filmproduzenten und Autor Wolfgang Mueller („Barry Films“), Lennart Schaefer (Junior Veranstaltungs- und Projektmanager, Verlagsgruppe Oetinger), dem ehemaligen Geschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Berlin-Brandenburg, Detlef Bluhm, und Mathias Voigt (Geschäftsführung und Leitung Literaturfilm bei der Agentur Literaturtest).

Ausgelobt wird der Deutsche Buchtrailer Award von der future!publish, Literaturtest, dem duotincta-Verlag sowie dem Landesverband Berlin-Brandenburg des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

 

Branchenmeldung Literaturtest

Ehren-Glauser für Beate und Jeff Maxian

Die Jury des Syndikats hat den Ehren-Glauser 2022 dem „Krimi Literatur Festival“ – Jeff und Beate Maxian – für herausragendes Engagement im Bereich der deutschsprachigen Kriminalliteratur zuerkannt. Jeff und Beate Maxian werden am Samstag, den 21. Mai 2022, in einer großen Gala geehrt.

Seit 2007 veranstalten sie im Raum Attersee/Oberösterreich jährlich das „Krimi Literatur Festival“. Es ist damit das traditionsreichste Krimifestival Österreichs. In 15 Jahren des Bestehens lasen im Rahmen dieses Festivals bisher 157 Autor:innen an Schauplätzen im Salzkammergut, aber auch in Linz und Wien. Die Veranstalter:innen haben stets Wert darauf gelegt, neben Stars der Szene aus den deutschsprachigen Ländern auch Nachwuchsautor:innen eine Chance und eine Stimme zu geben. Sie waren und sind wegweisend für alle Veranstalter:innen von Literaturfestivals.

Begründung der Jury

Jeff und Beate Maxian – letztere vor allem als Autorin bekannt – organisieren seit 2007 das „Krimi Literatur Festival“. In den Anfangsjahren beschränkten sich die Schauplätze des Festivals auf die Gemeinden rund um den Attersee und die Bezirksstadt Vöcklabruck. In den späteren Jahren kamen Schauplätze im gesamten Salzkammergut, in der Landeshauptstadt Linz und sogar die „Krimitage Wien“ hinzu. Dies alles ohne die Unterstützung großer Sponsoren. Auch in den Pandemiejahren 2020 und 2021 fand das Festival statt, wenn auch notgedrungen mit reduziertem Programm.

Neben Stars der Szene aus der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) waren bisher auch sämtliche Preisträger:innen des Österreichischen Krimipreises beim Festival zu Gast. Doch nicht nur bereits arrivierten Autor:innen bietet das Festival eine Bühne, es werden stets auch Newcomer:innen zu Lesungen eingeladen und gefördert.

Verdient gemacht hat sich das Festival auch durch die Bemühungen, die im deutschen Sprachraum oft nahezu unüberwindlichen Barrieren zwischen U- und E-Literatur zu übersteigen, um im Namen der Leseförderung und Lesefreude (bei Großen und Kleinen) alle Genres der Kriminalliteratur mit einzubinden.

Darüber hinaus sind aus dem Festival durch die herausgeberische Tätigkeit der Veranstaltungsleitung zahlreiche Anthologien entstanden, von „Tatort Salzkammergut“ (2009) bis „Mordsbescherung 3“ (2018).

Die Preisträger:innen haben mit ihrem Festival gezeigt, dass auch ohne finanzkräftige Unterstützung im Hintergrund die Ausrichtung eines Festivals über einen langen Zeitraum hinweg möglich ist. Dadurch konnten sie hoffentlich andere motivieren, es ihnen gleichzutun. Sie haben sich damit um die Krimiszene hochverdient gemacht.

Alles über die Glauser-Preise

 

Das Syndikat

 

Jessica Lind erhält den renommierten Bloggerpreis für Literatur „Das Debüt 2021“

„Das Debüt 2021″ ist ein Bloggerpreis für Literatur, der jährlich vom Gemeinschaftsprojekt „Das Debüt“ vergeben wird. Das Projekt wurde von literaturaffinen Bloggern ins Leben gerufen, um regelmäßig über die Vielfalt literarischer Debüts – die es am Buchmarkt nicht immer leicht haben – zu berichten und zu informieren.

Auszüge aus den Begründungen der BloggerInnen:

Mikka Gottstein: „Dieser Roman ist so vielschichtig, so voller Symbolik, dass sicher keine zwei Leser:innen ihn auf dieselbe Art und Weise interpretieren werden. […] Ich konnte mich der Geschichte von der ersten Seite an nicht entziehen. Sie hielt mich gepackt, mit einem Gefühl der dräuenden Verdammnis und gleichzeitig dem Wunsch nach einer Versöhnung der Erzählerin mit sich selbst.“

Marc Richter: „Mit Mama hat Jessica Lind einen Horrorroman geschrieben, ohne so richtig in Horrorgefilde einzusteigen. Es geht um das Thema Schwangerschaft und Muttersein und wie mit all diesen Ansprüchen auch die Zeit verfliegt. Jessica Lind hat dieses Thema zu einem kammerspielartigen Thriller aufgebaut, der vom Setting stark an den Film Blair Witch Project erinnert (Wald) und von seiner gruseligen Grundstimmung auch an einen Stephen King heranreicht.“

Ines Daniels: „Gekonnt spielt Lind mit verschiedenen Elementen, bemüht romantische Topoi wie den einsamen Wanderer, den Luise immer wieder sieht, erzählt von Einsamkeit und Isolation, was bei mir kurz die Assoziation zu Marlen Haushofers „Die Wand“ geweckt hat. […] Der Roman ist gekonnt konstruiert, und Jessica Lind findet Möglichkeiten, sich einem Thema, das in den letzten Jahren vermehrt literarisch bearbeitet wird, noch einmal auf ganz andere Weise zu nähern.“

Sebastian Aufdemkamp: „Die Kombination aus der Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderwunsch/Mutterschaft und den Spannungselementen, die dem Horror–Genre entlehnt sind, ergeben einen überraschend stimmigen Mix, mit dem ich absolut nicht gerechnet habe. Dazu führen das kammerspielartige Setting und die fast schon aristotelische Reduzierung zu einer intensiven Konzentration auf Amira und ihre konfliktreiche Perspektive auf ihre Mutterrolle. Hier merkt man, dass eine Debütautorin ihr Handwerk offenbar nahezu perfektioniert hat.“

Jessica Lind – Mama

Amira wünscht sich ein Kind. Als sie schwanger wird, gesellen sich Ängste und Sorgen zu ihrer Vorfreude. Wie wird sie die Mutterschaft verändern? Ein Ausflug zur abgelegenen Waldhütte ihres Partners Josef bringt nicht die ersehnte Entspannung: Rätselhafte Begegnungen häufen sich, Raum und Zeit scheinen außer Kraft und Amira weiß nicht, ob sie ihrer Wahrnehmung noch trauen kann. Was ist Traum, was Realität?
Zwischen tiefer Verunsicherung und inniger Mutterliebe beginnt ein Ringen um Selbstbehauptung und Unabhängigkeit – denn der Wald scheint seine Gäste ungern wieder freizugeben …

Jessica Lind: Mama
192 Seiten | Format 12,0 x 20,0
Kremayr & Scheriau | 20,00 € | ISBN: 978-3-218-01280-5

 

Presseaussendung Dr. Barbara Brunner

Hallgrímur Helgason gewinnt den Isländischen Literaturpreis

Für seinen Roman “Sixty Kilo of Knockouts“ gewinnt Hallgrímur Helgason den Isländischen Literaturpreis in der Kategorie Belletristik.

Der Roman “Sixty Kilo of Knockouts” folgt auf „Sechzig Kilo Sonnenschein“, der 2018 mit dem Preis ausgezeichnet wurde.

„Sixty Kilo of Knockouts“ ist ein eigenständiger Roman, mit dem Hallgrímur Helgason seinen großen Romanzyklus über die Geschichte Islands fortsetzt. Von der einfachen und feuchten Torfhütte bis in die Moderne begleitet Helgason das Schicksal von Fischern und Arbeitern am äußersten Rand der zivilisierten Welt ins Zentrum. Helgasons erzählerische Kunst vereint sich mit viel schrägem Humor zu einem großen Leseerlebnis.

Die deutsche Übersetzung von “Sixty Kilo of Knockouts“ erscheint im Herbst 2023 bei Tropen.

 

Presseaussendung Klett-Cotta

Wissenschaftsbücher des Jahres gewählt

Die Wahl zum besten Wissenschaftsbuch des Jahres in vier Kategorien ist gelaufen. Das Publikum hat auf Basis einer Vorauswahl durch eine Fachjury seine Favoriten gewählt. Heuer ist Österreich mit zwei Wissenschaftlerinnen und einem Schriftsteller wieder stark vertreten.

Bundesminister Martin Polaschek zeigte sich sehr erfreut und gratuliert herzlich: „Die diesjährigen Siegerbücher bieten facettenreiche Einblicke in die Welt der Wissenschaft und helfen mit, die Welt zu verstehen, in der wir leben. Ich wünsche ihnen viele Leserinnen und Leser und gratuliere sehr herzlich.“

Die Siegerbücher in den vier Kategorien

Naturwissenschaft/Technik

Stöger, Angela: Von singenden Mäusen und quietschenden Elefanten. (Brandstätter)
Angela Stöger beschäftigt sich in ihrer Forschung mit den Eigenschaften und der Entstehung tierischer Laute und ihrer Bedeutung und Wirkung für Tiere. Sie nimmt uns in ihrem Buch in die faszinierende Welt der tierischen Kommunikation und Bioakustik mit. Die Autorin ist Verhaltensforscherin, Kognitionsbiologin und Expertin für Bioakustik und Lautkommunikation. Für ihre Forschung hält sie sich immer wieder in Ländern wie Botswana, Südafrika, Nepal und Südkorea auf.

Medizin/Biologie

Angetter-Pfeiffer, Daniela: Pandemie sei Dank! (Amalthea)
Medizinhistorikerin Daniela Angetter-Pfeiffer präsentiert zahlreiche Errungenschaften aus Österreichs Geschichte, die wir Pest, Cholera & Co. zu verdanken haben – mit überraschenden Parallelen zur Gegenwart. Die Autorin studierte Geschichte und Germanistik und ist am Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig.

Geistes-, Sozial-, Kulturwissenschaft

Abulafia, David: Das unendliche Meer. (S. Fischer)
Der Autor erzählt von Händlern, Abenteurern, Piraten und Kartographen, die unter anderem auf der Jagd nach Gold, Gewürzen oder Sklaven die Wege über den Ozean bestritten. Die Reise führt von den Küsten Arabiens nach China und Japan, vom Indischen Ozean über den Atlantik bis an die Mittelmeerküste und das arktische Meer. David Abulafia ist Professor für die Geschichte des Mit-telmeerraumes an der Universität Cambridge und Fellow am Gonville and Caius College und an der British Academy.

Junior-Wissensbücher

Stavari?, Michael / Ganser, Michèle: Faszination Krake. (Leykam)
Das Buch lädt zum Mitdenken und Mitmachen ein und ist voll witziger Details und plastischer Beschreibungen. Dass man danach zwangsläufig alles Wichtige über Licht, Erde, Evolution und Genetik weiß, bleibt fast schon ein Nebeneffekt. Michael Stavari? ist freier Schriftsteller, Übersetzer und Dozent. Michèle Ganser studierte Kommunikationsdesign in Aachen und Mainz.

Wahl zu den besten Wissenschaftsbüchern

Die Wahl zu den besten Wissenschaftsbüchern erfolgt in einem mehrstufigen Prozess, der vom Magazin Buchkultur geleitet wird. Eine Fachjury aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Wissenschaftsjournalismus, Büchereien und Buchbranche wählt in vier Kategorien jeweils fünf Bücher aus. Aus diesen werden im Anschluss in einer Publikumswahl die Siegertitel ermittelt.
Bei der dies-jährigen Wahl wurden knapp über 9.000 Stimmen abgegeben. Durch die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen wurde auch heuer hauptsächlich elektronisch abgestimmt, wie z.B. über die Homepage www.wissenschaftsbuch.at.
Die Preisverleihung findet im Rahmen eines Science Talks am 28. März in der Aula der Wissenschaften statt.

 

Presseaussendung BM für Bildung, Wissenschaft und Forschung

„Premio Enrico Filippini“ für den Diogenes Verlag und Philipp Keel

Philipp Keel, der als Verleger des Diogenes Verlags im April 2022 sein zehnjähriges Jubiläum feiert, erhält im Rahmen der zehnten Ausgabe des Literaturfestivals Eventi letterari Monte Verità (7.4. – 10.4.2022) im schweizerischen Ascona den ›Premio Enrico Filippini‹.

Der Preis zeichnet Menschen und Initiativen aus, die sich in der Literatur- und Verlagswelt durch Mut und Innovationsgeist hervortun. Frühere Preisträger:innen sind u.a. Elisabetta Sgarbi, Klaus Wagenbach und Jorge Herralde. Der Diogenes Verlag feiert 2022 außerdem sein 70-jähriges Bestehen.

Der Diogenes Verleger, Autor und Künstler Philipp Keel wird anlässlich der Eventi letterari und der Preisverleihung mit verschiedenen prominenten Autorinnen und Autoren des Verlags nach Ascona reisen und steht dort gerne für Interviews oder Statements zur Verfügung.

Alles zum Festival Eventi letterari Monte Verità

 

Aussendung Diogenes Verlag

Ben Witter Preis 2022 an Teresa Präauer

Der seit 1995 vergebene Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und zeichnet Schriftsteller:innen aus, die unter anderem für geistige Unabhängigkeit und gesellschaftskritischen Humor stehen.

Der renommierte Ben Witter Preis geht in diesem Jahr an die Wiener Autorin Teresa Präauer. Die Jury der Ben Witter Stiftung ehrt damit eine »eigensinnige Beobachterin und Selbstdenkerin, deren Schreiben einen scharfen Blick verrät für die Haarrisse der Wirklichkeit und die wunderliche Komik allen menschlichen Mühens«.

Weiter heißt es im Urteil der Jury: »Präauers Feuilletons und Blitzessays analysieren auf poetische Weise die Metamorphosen des Alltags und die ambivalenten Identitäten unserer Lebenswelt. Mit höflicher Ironie illuminieren sie Wunderkammern und tote Winkel, Orte der wahren Kindheit wie der falschen Sehnsucht. Und auch dem Spiel der Kunst, ob in der Albertina, im Essener Folkwang oder in Weimars Stadtkirche, weiß Präauer immer wieder überraschende Einsichten zu entlocken.«

Teresa Präauer, geboren 1979 in Linz an der Donau, veröffentlichte u. a. die Romane »Johnny und Jean« (2014) und »Oh Schimmi« (2016). Daneben hat sie sich auch als bildende Künstlerin einen Namen gemacht. Eine Sammlung ihrer Texte für die Salzburger Nachrichten, Radio Ö1, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau und anderen Medien erschien 2021 unter dem Titel »Das Glück ist eine Bohne« im Göttinger Wallstein Verlag.

Die Verleihung des Ben Witter Preises an Teresa Präauer findet am 31. Mai 2022, um 19 Uhr im Hamburger Literaturhaus, Schwanenwik 38, statt. Die Laudatio hält der Autor und Leiter des Hamburger Literaturhauses Rainer Moritz.

Zu den weiteren Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Gabriele Goettle, Georg Stefan Troller, Helmut Schödel, Elfriede Gerstl, Susanne Fischer und 2019 Axel Hacke. 2020 und 2021 wurde der Preis coronabedingt nicht verliehen. Stifter ist der Hamburger Journalist, ehemalige ZEIT-Autor und Schriftsteller Ben Witter (1920–1993).

 

Aussendung Wallenstein Verlag

Deutscher Hörbuchpreis 2022: 18 Nominierte im Finale

Die 18 Nominierten für den Deutschen Hörbuchpreis 2022 stehen fest. In sechs Kategorien hat die Nominierungsjury jeweils drei Produktionen für die Endrunde ausgewählt.
Rund 70 Verlage, Rundfunksender und Produzierende bewarben sich mit insgesamt mehr als 300 Titeln für die begehrte Auszeichnung, die zum 20. Mal vergeben wird.

In der Kategorie Beste Interpretin haben folgende Schauspielerinnen und Sprecherinnen eine Chance auf den Preis: Martina Gedeck liest „Nastjas Tränen“ von Natascha Wodin (Argon Verlag), Milena Karas interpretiert „Wo der Wolf lauert“ von Ayelet Gundar-Goshen (ebenfalls Argon Verlag) und Jördis Triebel „Was wäre wenn“, den neuen Roman von Lizzie Doron (Der Audio Verlag).

Mit Jens Harzer, Edgar Selge und Devid Striesow wetteifern drei prominente Schauspiel­kollegen um die Ehre als Bester Interpret. In „Paul Celan / Jens Harzer: Eine Annäherung“ (speak low) erschließt sich den Hörer:innen die stimmliche Aneignung der Gedichte als intellektueller Prozess, Edgar Selge liest seinen autobiografischen Roman „Hast Du uns endlich gefunden“ (Argon Verlag) und Sprecher Devid Striesow konnte die Jury mit Fridolin Schleys Roman „Die Verteidigung“ überzeugen (Random House Audio).

In der Kategorie Bestes Hörspiel kamen drei Literaturbearbeitungen in die Endrunde: Christiane Ohaus führte Regie bei der Adaption von John Steinbecks Epos „Jenseits von Eden“ (NDR / Der Hörverlag), Regisseurin Christine Nagel holte Jane Austens Klassiker „Überredung“ in die Gegenwart (hr / Der Hörverlag) und Regiekollegin Andrea Getto hat Lizzie Dorons Roman „Who the fuck is Kafka“ als Hörspiel inszeniert (NDR / Der Audio Verlag).

Als Bestes Kinderhörbuch stehen für die diesjährige Kinderjury zur Auswahl: die Grusel­geschichte „Biest & Bethany. Nicht zu zähmen: Eine ungeheuerliche Freundschaft“ von Jack Meggitt-Phillips, gelesen von Mechthild Großmann (Hörcompany), „Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt)“, gesprochen von Hanno Koffler (Argon Sauerländer Audio) und die Kinder-Roadstory „Mission Kolomoro oder: Opa in der Plastiktüte“ von Julia Blesken, vorgetragen von Stefan Kaminski (Oetinger audio).

Finalisten in der Kategorie Beste Unterhaltung sind die Autorenlesung „Charly Hübner über Motörhead oder Warum ich James Last dankbar sein sollte“ (tacheles! / ROOF Music), die Sozialkomödie „Ruslan aus Marzahn“ von Sebastian Stuertz mit Interpret Shenja Lacher (Der Hörverlag) sowie Paul Plampers Weihnachtshörspiel „Stille Nacht II“ (Hoerspielpark / WDR), das eine Patchwork-Familie pandemiebedingt im Videocall feiern lässt.

Zum vierten Mal wird beim Deutschen Hörbuchpreis der Beste Podcast des Jahres aus­gezeichnet. Hier entschied sich die Nominierungsjury für „Cui Bono – WTF happened to Ken Jebsen“ (Koproduktion Studio Bummens, NDR, rbb und K2H), für die Dokumentation „Hannes soll kein Russe werden“ (Audible) und den Gesprächspodcast „FREIHEIT DELUXE mit Jagoda Marini?“ (hr / Börsenverein des Deutschen Buchhandels).

Die „Hörwölfe“, eine fünfköpfige Kinderjury aus Wolfschlugen (Baden-Württemberg), prämieren im Jubiläumsjahr das „Beste Kinderhörbuch“. Die anderen Gewinner:innen werden von der Preisträgerjury bestimmt.

Wie im Vorjahr werden alle Preisträger:innen erst am Abend der Preisverleihung bekannt gegeben, die als Live-Radioshow ohne Publikum stattfindet. Sie wird am 15. März 2022 ab 20.04 Uhr bei WDR 5 und den angeschlossenen Kulturwellen der ARD übertragen.

 

Pressemitteilung Deutscher Hörbuchpreis

Ideen für eine bessere Welt: Verlagsgruppe Oetinger schreibt Nachhaltigkeits-Award 2022 aus

Die Verlagsgruppe Oetinger ruft im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitskampagne „So wollen wir leben“ den Nachhaltigkeits-Award 2022 ins Leben: Alle Buchhandlungen können sich mit ihren Ideen und Konzepten, mit denen sie ökonomische und soziale Nachhaltigkeit fördern und das Klima aktiv schonen, bewerben.

Thilo Schmid, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Verlagsgruppe Oetinger: „Schon kleine Schritte können einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten. Wir haben uns als Verlagsgruppe auf den Weg gemacht und orientieren uns in unserer Nachhaltigkeitskampagne an den 17 Zielen der Vereinten Nationen (UN). Wichtige Meilensteine für uns: Wir haben uns intensiv mit unserer Unternehmenskultur und unseren Werten auseinandergesetzt und u.a. in 2021 eine CO2-Kompensation für unsere gesamte Buchproduktion eingeführt. Jetzt wollen wir unsere Partner im Handel motivieren, mitzumachen. Vom Verzicht auf unnötige Verpackungen bis zur umweltschonenden Beleuchtung, von Leseförderprogrammen bis hin zur Schaffung von neuen Ausbildungsplätzen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um die eigene Buchhandlung und die Kundenbeziehung nachhaltiger zu gestalten. Wir freuen uns auf die Einsendung aller Ideen, Lösungen und Maßnahmen für mehr Klimaschutz und nachhaltiges »Handeln«!“

Der Nachhaltigkeits-Award 2022 wird mit einem attraktiven Gewinn belohnt: Der Hauptpreis ist ein E-Lastenfahrrad der niederländischen Marke Bakfiets.

Bewerbungen für den Nachhaltigkeits-Award 2022 mit Konzept, Fotos oder Videos bitte an vertrieb@verlagsgruppe-oetinger.de. Einsendeschluss ist der 31. März 2022. Die Preisvergabe findet im Rahmen der IKUS Tagung 2022 in Hamburg statt.

Mehr über die Nachhaltigkeitskampagne „So wollen wir leben!“ der Verlagsgruppe Oetinger

Mehr über die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN

 

Pressemitteilung Verlagsgruppe Oetinger

Kinder- und Jugendbuchpreise und der Illustrationspreis der Stadt Wien für das Jahr 2021 bekanntgegeben

Die Stadt Wien stiftet zur Förderung von Kinder- und Jugendliteratur jährlich drei Kinder- und Jugendbuchpreise sowie einen Illustrationspreis. Jedes Jahr werden die besten neuerschienenen Kinder- und Jugendbücher von in Österreich lebenden Autorinnen und Autoren sowie Illustratorinnen und Illustratoren, die in Wiener Verlagen erschienen sind, ausgezeichnet.

Die folgenden Bücher werden 2021 ausgezeichnet

Preisträgerinnen und Preisträger der Kinder- und Jugendbuchpreise

  • “Held Hermann: Als ich Hitler im Garten vergrub” von Leonora Leitl (Tyrolia Verlag)
  • “Esther und Salomon” von Elisabeth Steinkellner (Tyrolia Verlag)
  • “Balthasar Blutberg” von Dorothee Schwab und Michael Stavari? (Luftschacht Verlag)

Preisträgerin des Illustrationspreises

  • “Jaguar, Zebra, Nerz” illustriert von Michael Roher, geschrieben von Heinz Janisch (Tyrolia Verlag)

„Die ausgezeichneten Werke sind dazu angetan, mit fantastischen Illustrationen und lebendigen Geschichten Kinder wie auch Erwachsenen zum Lesen zu verführen“, meint Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Der Bogen spannt sich von Sprachspielen mit poetischem Wortwitz bis hin zu einer kritischen Perspektive auf unseren Umgang mit Geschichte. Mein Dank gilt allen Preisträger*innen, denn sie bereichern mit ihren Arbeiten unsere Welt.“

Begründungen der Jurymitglieder

„Das Sachbilderbuch „Balthasar Blutberg“ erzählt in anspruchsvoller Ästhetik und birgt ein originelles Rate- bzw. Verwirrspiel. Michael Stavari? formuliert informativ als auch voller Witz, Ironie und Pathos; Dorothee Schwab überzeugt im Mix aus Illustrationstechniken, in der Farbgebung als auch der Darstellung naturalistischer sowie abstrakter Tierfiguren.“

„Mit ihrem Roman „Held Hermann – Als ich Hitler im Garten vergrub“ gelingt es Leonora Leitl, Lesarten für verschiedenste Altersgruppen anzubieten. In Form einer überaus lebendig gestalteten, wortgewandten Ich-Erzählung wird die Geschichte eines halbwüchsigen Jungen in der Endphase des sog. Dritten Reichs rekapituliert: spannend, berührend, gesellschaftskritisch, klug in Bezug auf die Reflexion der eigenen literarischen Mittel, mitunter auch komisch und sehr lakonisch, aber ohne jemals den moralisierenden Zeigefinger zu erheben. Zum Thema wird dabei alles, was ein gutes Kinder- und Jugendbuch auszeichnet: die persönliche Entwicklung, Familienbeziehungen, Schule, Freundschaft, Solidarität, Ängste, Fehler, Verzweiflung – wobei Charakterstärke und Mut als die entscheidenden Eigenschaften hervortreten, um die geschilderte Zeit voller Gefahren und politischer Willkür überleben zu können. Die vielen Details sind verlässlich recherchiert; das so entstandene Stadtporträt von Freistadt in Oberösterreich vereint auf gekonnte Weise Lokalkolorit und, pars pro toto, allgemein historische Berichterstattung.“

„In einer einzigartigen Hybridform, die die beiden Erzählperspektiven des Jugendromans „Esther und Salomon“ einerseits durch Polaroidfotos, andererseits durch Bilder von Michael Roher ergänzt, wird hier das Genre des Versromans sprachlich präzise neu interpretiert. Während im Zentrum eine ganz aufeinander bezogene (erste) Liebesgeschichte der beiden jugendlichen Hauptfiguren steht, erhält der Roman durch die unaufdringlich mit eingeschriebene Fluchterfahrung auch eine sehr aktuelle politische Relevanz.“

„Zwölf Monate, zwölf Texte, zwölf Bilder: In farbkräftigen Buntstiftillustrationen erschafft der Allroundkünstler Michael Roher eine so verträumte wie verspielte Fantasiewelt, die gleichermaßen inspiriert wie berührt. Quer durch den Jahreslauf übersetzt er die poetischen Texte Heinz Janischs – der seinerseits wiederum ein Morgenstern-Gedicht interpretiert – mit Witz und Gefühl in dichte Bilder, die die Balance zwischen Linie und Form fein austarieren.“

Kinder- und Jugendbuchpreise und Illustrationspreis der Stadt Wien

Insgesamt 11 Einreichungen mit 37 Buchtiteln gab es dieses Jahr für die Kinder- und Jugendbuchpreise und den Illustrationspreis der Stadt Wien. Die Auswahl der preisgekrönten Bücher erfolgte durch eine Fachjury.
Die drei Kinder- und Jugendbuchpreise sind mit je 4.000 Euro dotiert, der Illustrationspreis mit 3.000 Euro.
Presseaussendung Stadt Wien

Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg für Stefanie vor Schulte

Eine Geschichte über eine nur scheinbar längst vergangene Zeit voll Aberglauben und Tyrannei. Stefanie vor Schulte wird für ihren Romanerstling Junge mit schwarzem Hahn (erschienen am 25.8.2021) mit dem Mara-Cassens-Preis 2021 ausgezeichnet.

In der der Jurybegründung heißt es: »Junge mit schwarzem Hahn ist eine faszinierende, mitreißende Geschichte, die voller poetischer Kraft steckt und mittels einer auf das Wesentliche reduzierten Sprache Bilder erzeugt, die das Buch zum besten Romandebüt des Jahres machen.«

Mehr zum Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg

Verleihung am 12.1.2022 im Literaturhaus Hamburg, auch als Livestream. Laudatio von Dr. Rose-Maria Gropp, Grußwort von Dr. Carsten Brosda (Präses der Behörde für Kultur und Medien) und Lesung der Autorin.

Mara-Cassens-Preis

Der Mara-Cassens-Preis ist die höchstdotierte (20.000 Euro) Literaturauszeichnung für ein deutschsprachiges Debüt und wird jährlich von einer ehrenamtlichen Leserjury aus 15 Mitgliedern des Literaturhaus-Vereins Hamburg vergeben. Aus 62 eingreichten Debütrormanen setzte sich Stefanie vor Schulte mit ihrem Erstling gegen 11 andere Titel in der finalen Jurysitzung durch.

Junge mit schwarzem Hahn

Stefanie vor Schulte erzählt in ihrem Roman hochliterarisch von einem Jungen mit reinem Herzen, der sich aufmacht, Hoffnung zu suchen.
Der elfjährige Martin besitzt nichts bis auf das Hemd auf dem Leib und seinen schwarzen Hahn, Behüter und Freund zugleich. Die Dorfbewohner meiden den Jungen, der zu ungewöhnlich ist, und halten das Tier für den Teufel. Sie behandeln ihn lieber schlecht, als seine Begabungen anzuerkennen. Als Martin die Chance ergreift und mit dem Maler zieht, führt dieser ihn in eine schauerliche Welt, in der er dank seines Mitgefühls und Verstandes widerstehen kann und zum Retter wird für jene, die noch unschuldiger sind als er. Ein Buch wie aus der Zeit gefallen über einen Jungen, der zeigt, dass man mit Vernunft und Mut die Welt verändern kann.

»Stefanie vor Schulte hat eine wundervoll verrückte Geschichte geschrieben darüber, dass die Welt, die heutige, die unsere, noch nicht verloren ist.« – Rose-Maria Gropp / F.A.Z.

Stefanie vor Schulte war bereits für den Klaus-Michael-Kühne-Preis 2021 für das beste Romandebüt des Jahres im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals Hamburg nominiert.

 

Presseaussendung Diogenes

Karl-Markus Gauß erhält Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2022

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2022 wird dem österreichischen Schriftsteller und unermüdlichen Aufklärer Karl-Markus Gauß für sein Buch „Die unaufhörliche Wanderung: Reportagen“ verliehen.
Das Buch versammelt feinfühlige Geschichten von besonderen Orten und Menschen in Europa. Es erschien im Oktober 2020 im Paul Zsolnay Verlag Wien. Der Preis wird zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse am Abend des 16. März 2022 im Gewandhaus zu Leipzig verliehen. Die Laudatio hält die österreichische Germanistin, Literaturkritikerin und Essayistin Daniela Strigl.

Begründung der Jury

Europa? Wer heute an Europa denkt, dem fallen zunächst Verfallsgeschichten ein, Auflösungserscheinungen, Untergänge, verzankte und zerstrittene Parlamente, die auf nationalen Sonderrechten bestehen und die europäische Einigung aus dem Blick verloren haben. Und wenn von Vielfalt die Rede ist, dann fallen dem einen die aussterbenden Tierarten ein, dem anderen Käsesorten oder Reiseziele.

Wenn Karl-Markus Gauß an Europa denkt – und wahrscheinlich gibt es keinen Schriftsteller in Europa, der öfter und nachhaltiger über dieses kleine Gebiet westlich des russischen Reiches nachdenkt –, dann denkt er über die Minderheiten nach, die sich immer noch in den Rissen dieses einsturzgefährdeten Gebäudes halten: über die Bewohner der Zips und der Batschka, über die chaldäischen Christen in der syrisch-orthodoxen Kirche, die sich Assyrer nennen und möglicherweise im Nebenhaus wohnen, über die Aromunen, die eine eigenständige Sprache sprechen und im Norden Griechenlands, in Bulgarien, Nordmazedonien und Albanien leben, oder über die Roma, die in der Slowakei und überall da zu finden sind, wo man nicht nur die Paragrafen der Ausgrenzung, sondern die (ungeschriebenen) Gesetze der Gastfreundschaft kennt und ihnen einen Platz anbietet.

Alle diese Minderheiten mit ihren seltsamen Sitten, Sprachen, Gebräuchen, Literaturen und Religionen haben in Karl-Markus Gauß, der selbst aus einer sogenannten donauschwäbischen Familie kommt, ihren unermüdlichen, treuen, neugierigen, aufmerksamen Chronisten gefunden. Seit mehr als vierzig Jahren nimmt dieser für seine stilistischen Feinheiten gelobte, jedes besserwisserische Pathos meidende Reisende die kulturellen Verluste (besonders in Südosteuropa) wahr und hält ihnen den historisch angehäuften tatsächlichen Reichtum entgegen. Er leistet die Arbeit eines Sisyphos – das heißt, er weiß auch, dass trotz aller Anstrengungen der mühsam auf den Berg geschleppte Stein wieder hinunterrollt.

Wenn er nicht unterwegs ist, schreibt er in Salzburg Reiseberichte über seine unaufhörlichen Wanderungen, die in mehr als zehn Büchern vorliegen, oder er redigiert die literarische Zeitschrift „Literatur und Kritik“, die er schon seit mehr als dreißig Jahren herausgibt. Und wenn er mal das Haus hüten muss, dann begibt er sich auf eine „Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer“, eines seiner großartigen Bücher. Und da er offenbar wenig schläft, schreibt er auch noch umfangreiche Journale, die einen politisch wachen, parteipolitisch ungebundenen Zeitgenossen zeigen, der gottlob über so viel Ironie und Witz verfügt, dass man sich von ihm gerne in die Abgründe unserer Gesellschaft einführen lässt. Denn kaum einer hat sich so klar gegen Rechtspopulismus ausgesprochen und sich so deutlich für eine humane Flüchtlingspolitik eingesetzt.

Mit der Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung wird ein großer europäischer Schriftsteller ausgezeichnet, der die glanzvolle Reihe mitteleuropäischer Preisträger von Aleksandar Tišma bis Claudio Magris fortführt.

Kritisch und fair: Die Jury

  • Skadi Jennicke (Bürgermeisterin für Kultur der Stadt Leipzig)
  • Michael Krüger (Autor, Verleger, Übersetzer, München)
  • Johannes Riis (Verleger, Kopenhagen)
  • Elisabeth Ruge (Autorin, Verlegerin, Literaturagentin, Berlin)
  • Daniela Strigl (Essayistin, Kritikerin, Dozentin, Wien)

Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Er wird seit 1994 jährlich vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert. Das Preiskuratorium bilden der Freistaat Sachsen, die Stadt Leipzig, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. und die Leipziger Messe.

 

Presseaussendung Leipziger Buchmesse

Bernhard Strobel und Lajos Adamik erhalten Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung 2021

Die Preisträger des Österreichischen Staatspreises für literarische Übersetzung des Jahres 2021 stehen fest: der Preis für Literaturübersetzungen ins Deutsche geht an den Wiener Übersetzer Bernhard Strobel; der Preis für die Übersetzung österreichischer Literatur in eine andere Sprache geht an den ungarischen Übersetzer, Lektor und Publizisten Lajos Adamik.

Zudem hat der Übersetzungsbeirat des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport (BMKÖS) in- und ausländischen Übersetzerinnen und Übersetzern 51 Prämien im Gesamtwert von 88.200 Euro für besonders gelungene Übersetzungen zeitgenössischer Literatur zuerkannt.

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer gratuliert den Preisträgern und betont: „Die Staatspreise für literarische Übersetzung und die Übersetzungsprämien sind eine Würdigung der großen Leistungen von Literaturübersetzerinnen und -übersetzern. Sie ermöglichen uns, über die Grenzen des eigenen Landes hinauszublicken und weite literarische Landschaften zu durchstreifen. Sie haben die besondere Gabe, Geschichten Anderer mit ihren Worten zu erzählen, zu interpretieren und gekonnt in die Zielsprache zu bringen. Literaturübersetzerinnen und -übersetzer verstehen sich auf die schöne Kunst der literarischen Wiederholung und schaffen es, Sprachbilder der Originale in der Übersetzung durchscheinen zu lassen. Ich gratuliere allen ausgezeichneten Übersetzerinnen und Übersetzern herzlich zur Auszeichnung und zu den Prämien.“

Staatspreis für die Übersetzung ins Deutsche

Der Staatspreis für die Übersetzung ins Deutsche geht an den Autor und Übersetzer Bernhard Strobel (*1982 in Wien), der drei maßgebliche norwegische Gegenwartsautoren fernab des literarischen Mainstreams überträgt: Bjarte Breiteig, Tor Ulven und Jan Kjærstad.

Er erhält den Staatspreis für seine herausragende Leistung, schnörkellos-lakonische Texte wie fabulierend-mäandernde Texte in ihrer jeweiligen Vielschichtigkeit, Experimentierfreudigkeit und sprachschöpferischen Kraft einem deutschsprachigen Publikum zugänglich zu machen, so die Jury.

Staatspreis für die Übersetzung österreichischer Literatur

Der Staatspreis für die Übersetzung österreichischer Literatur wird an den ungarischen Übersetzer, Lektor und Publizisten Lajos Adamik (*1958 in Budapest) vergeben, der Autoren wie Adalbert Stifter, Stefan Zweig, Peter Handke, Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Christoph Ransmayr, Robert Menasse, Werner Kofler und Marlene Streeruwitz übersetzt.

Er erhält den Preis für seine hohen ästhetischen Ansprüche gegenüber den von ihm ausgewählten Texten sowie für seine Meisterschaft, komplexe, philosophisch-literarische Übertragungen von Repräsentanten der klassischen und modernen Belletristik und Essayistik zu bewerkstelligen, so die Jury.

Österreichische Staatspreis für literarische Übersetzung

Der Österreichische Staatspreis für literarische Übersetzung wird jährlich vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport vergeben. Die Nominierung der Preisträger erfolgt durch den Beirat für literarische Übersetzung. Die Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Die Verleihung der Preise wird im Sommer 2022 im Literaturhaus Wien stattfinden.

Jurybegründungen

Der Beirat, dem Mag. Ute Eisinger, Dr. Waltraud Kolb, DDr. Michael Rössner, Dr. Velizar Sadovski und Dr. Monica Wenusch angehören, begründete die Wahl wie folgt:

Jurybegründung zu Bernhard Strobel: Bernhard Strobels übersetzerisches Portfolio bündelt drei maßgebliche norwegische Gegenwartsautoren fernab des literarischen Mainstreams, Bjarte Breiteig (*1974), Tor Ulven (1953-1995) und Jan Kjærstad (*1953). Mit der Übertragung dieser Autorschaften fokussiert der Übersetzer auf Literatur, die gängige literarische Konventionen herausfordert und stets vielschichtige existentielle Fragestellungen des menschlichen Lebens (mit-)verhandelt. Sowohl die eher schmäleren Erzählbände von Breiteig und Ulven als auch die enormen Romankorpora von Kjærstad zeichnen sich dabei durch durchweg enorme sprachliche, stilistische und strukturelle Komplexität aus. Bernhard Strobel erschließt diese drei maßgeblichen literarischen Stimmen Norwegens mit größter übersetzerischer Souveränität für ein deutschsprachiges Publikum. Jedem ‚seiner‘ Autoren verleiht er mit eindrücklicher Gewandtheit, einem sicheren Blick für stilistische Charakteristika und einem außergewöhnlichen Feingefühl für sprachliche Nuancen seine jeweils spezifische Stimme. Bernhard Strobel erhält den Staatspreis für seine herausragende Leistung, schnörkellos-lakonische Texte wie fabulierend-mäandernde Texte in ihrer jeweiligen Vielschichtigkeit, Experimentierfreudigkeit und sprachschöpferischen Kraft einem deutschsprachigen Publikum zugänglich zu machen.

Jurybegründung zu Lajos Adamik: Der diesjährige Staatspreis für literarische Übersetzung aus dem Deutschen in eine Fremdsprache (Ungarisch) ergeht an den im Jahre 1958 geborenen ungarischen Übersetzer Lajos Adamik. Der Sprachwissenschaftler, Germanist und Russist, Absolvent der Eötvös-Loránd-Universität Budapest, hat bereits 1986 mit seiner ersten Übersetzung, einer Auswahl aus den Predigten von Meister Eckhart, seine hohen ästhetischen Ansprüche gegenüber den von ihm ausgewählten Vorlagetexten zum Ausdruck gebracht sowie seine Meisterschaft, komplexe, philosophisch-literarische Übertragungen von Schlüsselrepräsentanten der klassischen und modernen Belletristik und Essayistik aus unterschiedlichen Stilepochen der deutschen und der französischen Literatur zu bewerkstelligen, unter Beweis gestellt. Seit 33 Jahren publiziert er mehrfach ausgezeichnete Übertragungen von Werken österreichisch(-ungarisch)er Literaturklassiker – Musterbeispiele in dieser Hinsicht sind der dreibändige Monumentalroman Der Nachsommer von Adalbert Stifter und der umfangreiche, von Richard Friedenthal edierte Briefwechsel Stefan Zweigs. Der Schwerpunkt in der Tätigkeit von Adamik, der seit 1991 unter den bekanntlich prekären Bedingungen des postkommunistischen Ungarns ausschließlich als freiberuflicher Übersetzer arbeitet, besteht allerdings in der Auswahl und Übersetzung einer breiten Palette von Texten der zeitgenössischen österreichischen Literatur, prominenterweise von Romanen und Erzählungen Thomas Bernhards (Verstörung, Der Italiener, Meine Preise), von Gedichten Ingeborg Bachmanns (Die gestundete Zeit), von Novellen und Kurzprosa Christoph Ransmayrs (Morbus Kitahara, Die Königin von Polen, Cox oder Der Lauf der Zeit) sowie von Werken zahlreicher Autorinnen und Autoren der Nachkriegsgeneration wie Werner Kofler (1947–2011), Marlene Streeruwitz (*1950), Robert Menasse (1954), Franzobel (*1967), Peter Truschner (*1967), Dimitré Dinev (1968), zu deren „ungarischer Stimme“ Adamik geworden ist und die ihm großenteils ihren ersten Durchbruch vor einem fremdsprachigen Publikum verdanken. Die Jury unterstreicht ganz besonders das Talent Lajos Adamiks, Ausgangstexte von grundverschiedenen literarischen Genres gleichermaßen souverän zu bewältigen: Dafür sprechen seine feinfühligen Übertragungen essayistisch-poetischer Texte (wie von Peter Handkes Lehre der Sainte-Victoire, 1999), gepaart mit den Übersetzungen hochanspruchsvoller zeitgenössischer Lyrik (etwa von 55 Gedichten Bachmanns), sowie seine philologische Präzision bei der Wiedergabe der rhetorisch-wuchtigen Sprachäquilibristik in den notorisch übersetzungsresistenten Romanen Bernhards und Ransmayrs, aber auch in den ungarischen Versionen mehrerer Mundart-Romane aus dem Alemannischen sowie wohlgemerkt der aus dem gesamten deutschen Dialektraum stammenden, hocharchaischen Volksmärchen der Brüder Grimm, für deren vollständige ungarische Fassung, die auf dem Budapester Büchermarkt sofort zu einem Bestseller wurde – teilweise in unterschiedlichen Dialekten von der Puszta bis zu den Karpaten! –, Adamik verantwortlich zeichnet. Für diese Virtuosität in der Wiedergabe deutschsprachiger literarischer Werke auf allen soziolinguistisch und sprachhistorisch relevanten Ebenen – Diastratik, Diachronie, Diatopik – erhielt Lajos Adamik zahlreiche staatliche Preise und Prämien seitens literarischer Institutionen und Privatstiftungen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland.

 

Presseaussendung BMKÖS

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