2. World Cook Book Award für „Geschmackshochzeit“

Er ist gleichsam der „Oscar“ unter den Kochbüchern – der World Cook Book Award von Edouard Cointreau. 1.393 Einreichungen aus 227 Ländern weltweit wurden heuer gezählt. Die Chance auf die Gewinner-Liste zu kommen, liegt bei nur gut einem Prozent.

Diese Meisterleistung hat Verleger und Autor Lojze Wieser in Kooperation mit dem Tourismusverband Klagenfurt zum zweiten Mal hintereinander geschafft! Das Buch „Geschmackshochzeit 2“ als tiefgründiger und mit wertvollen Tipps gefüllter Begleiter der „Tage der Alpen-Adria Küche“ wurde als bestes österreichisches Kochbuch in einer der Hauptkategorien – nämlich „Lokal & Regional“ – ausgezeichnet. Damit matcht sich das Werk nun mit 19 anderen um den Weltmeistertitel mit Vertretern aus Australien, Brasilien über Frankreich und Thailand bis in die USA.

Das Kochbuch – in dem sich Rezepte von Gastköchen wie Ana Roš, Emanuele Scarello oder Peter Troißinger finden – brilliert mit hintergründigen Geschichten wie über die unlängst entdeckte erste Marktordnung des Benediktinermarktes aus 1793 (damals zweisprachig verfasst!), die Klagenfurter Innenhöfe oder einem Überblick über sämtliche Produzenten der Alpen-Adria Genussmeile, dem Highlight der 2022 bereits zum 5. Mal stattfindenden „Tage der Alpen-Adria Küche“. Um dem Alpen-Adria Gedanken konsequent Rechnung zu tragen, wurde das Buch dreisprachig herausgegeben.

„Es ist eine besondere Freude, mit dieser neuen Kochbuch-Reihe so erfolgreich zu reüssieren“, strahlt Lojze Wieser, der die Inhalte akribisch recherchiert und verschriftlicht hat.

„Das Buch dokumentiert nicht nur unsere Veranstaltung, sondern lässt tiefer in die Geschichten, Ideen, Rezepte unseres kulinarischen Alpen-Adria Raumes blicken“, zeigt sich Tourismus-Geschäftsführer Helmuth Micheler angetan vom Ergebnis.

„Geschmackshochzeiten. Die Vermählung von Alpen und Adria“ erscheint alle zwei Jahre. Das Buch ist im gut sortierten Buchhandel für vergleichsweise günstige 14,95 € erhältlich.

Alle Infos zum Buch unter: www.wieser-verlag.com/buch/geschmackshochzeit-2

World Cook Book Award: www.cookbookfair.com

Tage der Alpen-Adria Küche: www.visitklagenfurt.at/alpenadria

 

 

Presseaussendung Tourismus Region Klagenfurt am Wörthersee GmbH

Regina Kammerer, Leiterin des btb Verlags und des Luchterhand Literaturverlags, wird »Verlegerin des Jahres«

Regina Kammerer ist vom Branchenmagazin BuchMarkt zur Verlegerin des Jahres 2021 gewählt worden.

Seit 1994 zeichnet BuchMarkt im Dezember die Verlegerin oder den Verleger des Jahres aus. In diesem Jahr fiel die Wahl der Jury, die sich ausschließlich aus den bisherigen Preisträgern zusammensetzt, auf Regina Kammerer.

Die „Jury“ (das sind die bisherigen VerlegerInnen des Jahres) war sich in diesem Jahr besonders einig: „Regina Kammerer führt die Verlage btb und Luchterhand seit Jahren mit großer Beständigkeit, programmatischer Leidenschaft und visionärer Kraft. Sie hat bewiesen, dass die skandinavische Literatur nicht nur aus Mord und Totschlag besteht – und hat in diesem Jahr mit den Büchern von Juli Zeh, Leila Slimani, Irvin & Marilyn Yalom, Ferdinand von Schirach u.v.a. nicht nur den erfolgreichsten Roman des Jahres, sondern wieder auch weitere Verkaufserfolge für den Buchmarkt zu verantworten.“

„Ich komme nicht aus einem bildungsbürgerlichen Haushalt, und Bücher sind mir immer auch Rettung gewesen. Was ich daraus gelernt habe? Die Begegnung mit einem Buch ist wie die mit einem Menschen: sobald sie echt, spannend und überraschend ist, trägt sie. Algorithmen können vieles, aber sie ersetzen nie dieses Gespräch auf Augenhöhe“, so Kammerer.
Und sie findet: „Büchermachen ist was Wunderbares. Aber es ist immer Teamarbeit, in allen Bereichen. Ich bin zudem mit einer wunderbaren Lektoratstruppe gesegnet und habe das große Glück, mit Grusche Juncker genauso vertrauensvoll zusammenarbeiten zu können wie zuvor mit Georg Reuchlein“.

Thomas Rathnow, CEO der Penguin Random House Verlagsgruppe: »Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung für Regina Kammerer und gratuliere ihr auch auf diesem Wege von Herzen! Mit der Wahl zur Verleger*in des Jahres wird eine Frau geehrt, die seit vielen Jahren eine ganze Reihe klassischer verlegerischer Tugenden erfolgreich in die Praxis umsetzt. Regina verbindet ihre scharfe literarisch-ästhetische Urteilskraft zum einen mit einer bewundernswerten Hartnäckigkeit in der Durchsetzung der von ihr entdeckten und geschätzten Autor*innen, zum anderen mit einem ausgeprägten Sinn für die Arbeit im Team und dem intensiven Austausch mit Büchermenschen in aller Welt.«

 

Presseaussendung Penguin Random House Verlagsgruppe / BuchMarkt / sortimenterbrief-Red.

Jonathan-Swift-Preis 2021 an Marc-Uwe Kling und Torsten Sträter

Der internationale Jonathan-Swift-Preis für satirische und komische Literatur geht im Jahr 2021 an Marc-Uwe Kling und Torsten Sträter.

Die Jury, bestehend aus dem Autor Charles Lewinsky, der Verlegerin Nelleke Geel und dem Büchermacher Gerd Haffmans, schreibt in ihrer Begründung:

Der in diesem Jahr zum ersten Mal geteilte Jonathan-Swift Preis geht an zwei Autoren, die es – jeder auf seine unverwechselbare Art – verstehen, aus der kleinen Form große literarische Kunst zu machen und die Verrücktheiten dieser Welt so normal erscheinen zu lassen, wie sie deren Normalität als verrückt beschreiben.

Dafür verleiht die Jury den Jonathan-Swift-Preis 2021 an Marc-Uwe Kling und Torsten Sträter.
Der mit je CHF 10.000 dotierte Preis wurde am Vormittag des 21. November 2021 im Literaturhaus Zürich übergeben.

Alle Informationen zum Jonathan-Swift-Preis | Die Preisverleihung 2021

 

Pressemitteilung Jonathan-Swift-Preis / Ullstein Buchverlage

Christoph W. Bauer erhält den Preis für künstlerisches Schaffen der Stadt Innsbruck 2021

Seit 1981 zeichnet die Stadt Innsbruck jährlich Kulturschaffende für ihr Gesamtwerk aus. Die Preisträger*innen werden von einer Fachjury nominiert, das Preisgeld ist mit 12.000 € dotiert. Die Vergabe erfolgt jährlich abwechselnd in den Sparten Bildende Kunst, Literatur und Musik.

Im Jahr 2021 wird in der Sparte Literatur Christoph W. Bauer für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.

„Bauer nimmt sich häufig historische Stoffe als Ausgangspunkt, dennoch bleibt der Blick stets gegenwärtig und fragend, er füllt mit seinen Texten Leerstellen, erweitert historische Erzählungen durch jene oftmals kleinen Zusätze, die bislang Unbenanntem eine Sprache geben. Auch wenn sein historisches Ausgangsmaterial meist in Innsbruck verortbar ist, schafft er es, seine Texte unabhängig der örtlichen Gegebenheiten allgemein gültig zu machen. Seine Figuren wiederum sind stets Fragende, gelegentlich Polarisierende, oft Einsame und Verlorene, ihnen gibt er mit seinen Texten eine Stimme … Entsprechend seiner Wertschätzung der Weltliteratur gegenüber nimmt sich Christoph W. Bauers Sprache zurück, prescht vor, lotet aus, verstört, ist abstrakt und bildhaft. Denn Bauer bleibt ein Zweifelnder, so etwa heißt die Titelzeile eines seiner Gedichte:
,fremd bin ich eingezogen unter meine haut‘
Das umfangreiche Werk Bauers ist ,Sprachkunst‘, kein Wort zu viel, kein Wort außerhalb seines Erzählrhythmus.“
Aus der Jurybegründung, Mag. Roland Sila

Christoph W. Bauer, geboren 1968 in Kärnten, aufgewachsen in Tirol. Verfasst Lyrik, Prosa, Essays, Hörspiele und Übersetzungen. Zahlreiche Veröffentlichungen, mehrere Auszeichnungen, u.a. Reinhard-Priessnitz-Preis (2001), Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb (2002), Preis des Kärntner Schriftstellerverbands (2010), Kärntner Lyrikpreis (2014), Outstanding Artist Award und Tiroler Landespreis für Kunst (beide 2015) sowie zuletzt Preis für künstlerisches Schaffen der Stadt Innsbruck (2021).

Bei Haymon: wege verzweigt. Gedichte (1999), die mobilität des wassers müsste man mieten können. Gedichte (2001), fontanalia.fragmente. Gedichte und Prosa (2003), Aufstummen. Roman (2004), AHOI! Gedichte aus 25 Jahren Haymon Verlag (Hrsg., 2007), Im Alphabet der Häuser (2007), Graubart Boulevard (2008), Als Kind war ich weise (Hrsg., 2009), Der Buchdrucker der Medici (2009, HAYMONtb 2015), gemeinsam mit Anton Christian schweben im kopf (2010), die Gedichtbände mein lieben mein hassen mein mittendrin du (2011) und getaktet in herzstärkender fremde (2011), der Porträtband Die zweite Fremde. Zehn Jüdische Lebensbilder (2013), der Erzählband In einer Bar unter dem Meer (2013), die Gedichtbände orange sind die äpfel blau und stromern (beide 2015) und der Roman Niemandskinder (2019). 2022 erscheint sein neuer Gedichtband an den hunden erkennst du die zeiten.

 

Aussendung Haymon Verlag

Verleihung des Ehrenpreises des Österreichischen Buchhandels an Navid Kermani

Am 21. November wurde der Autor Navid Kermani in Krems an der Donau mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln geehrt.

Die Verleihung erfolgte als abschließender Höhepunkt der Europäischen Literaturtage 2021 in Krems/Stein. Benedikt Föger, der Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, überreichte die höchste Auszeichnung, die der österreichische Buchhandel zu vergeben hat.

Der Ehrenpreis wird seit 1990 an Personen vergeben, die sich in ihrem Werk und durch ihr Engagement für Toleranz gegenüber den anderssprachigen und kulturell anders geprägten Nachbarn in herausragender Art und Weise eingesetzt haben und somit einen Beitrag zu einem friedlichen Miteinander in Europa geleistet haben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels ausgerichtet. Navid Kermani erhielt die ehrenvolle Auszeichnung für sein Engagement für eine offene, tolerante Gesellschaft und seinen konsequenten Einsatz für die Menschenrechte und den Frieden. Zuletzt wurde 2020 A.L. Kennedy mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

„Wir tun uns nicht immer leicht mit dem Begriff der Toleranz und doch ist es die ureigenste Eigenschaft des Verlegers/der Verlegerin und des Buchhändlers/der Buchhändlerin, an die Utopie einer gerechten und friedlichen Welt im Zeichen der Toleranz in Denken und Handeln zu glauben. Mit Autor*innen wie Navid Kermani haben wir ein Fundament für diesen Glauben“, so Benedikt Föger bei der Übergabe des Preises an Kermani.

Laudator Diedrich Diederichsen (Kulturwissenschaftler) über das Werk des Autors: „Navid Kermanis literarisches Werk durchzieht der Versuch, das Problem andere zu verstehen und zu verstehen, dass man selbst von anderen als anderer gesehen wird, gewissermaßen systematisch, auf der Ebene der poetischen Regie zu entscheiden. Es sind keine hohlen Appelle an Empathie, kein Moralisieren für das warme Einfühlen und gegen die kapitalistische Kälte, sondern syntaktische und poetische Techniken, die das Problem von Selbst und Anderen tiefer legen.“

Navid Kermani äußerte sich zum Erhalt der Auszeichnung: „Den Preis für Toleranz in Denken und Handeln vom Österreichischen Buchhandel zu erhalten macht mich stolz. Denn erst durch die Buchhändler*innen, denen die Menschen, die dort ihre Bücher kaufen, vertrauen, können wir Autor*innen schreiben und arbeiten.“

Katja Gasser (ORF) moderierte das Gespräch.

Über Navid Kermani

Navid Kermani, geboren 1967 in Siegen in Deutschland, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Mit seiner Dissertation „Gott ist schön: Das ästhetische Erleben des Koran“ sorgte er 1999 für viel Aufmerksamkeit. Für seine Romane, Essays und Reportagen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Kleist-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis sowie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zu seinen aktuellen Werken zählen „Entlang der Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan“ und „Ungläubiges Staunen. Über das Christentum“. Im Juli erscheint sein Buch „Morgen ist da“, eine Sammlung seiner bedeutendsten Reden (alle bei C.H. Beck). Seine Sachbücher erscheinen bei C.H. Beck, seine literarischen Werke im Carl Hanser Verlag.

 

Pressemitteilung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Joachim B. Schmidt gewinnt mit „Kalmann“ den Crime Cologne Award 2021

Heute wurde der »Crime Cologne Award 2021« digital verliehen: Ausgezeichnet wurde Joachim B. Schmidt mit »Kalmann« (Diogenes).

Die Jury begründet ihre Auswahl folgendermaßen:

Die Jury zeichnet mit »Kalmann« einen klassischen Schelmenroman im Gewand eines Krimis aus, in dessen Mittelpunkt ein Besonderling steht.
Mit viel Feingefühl und Empathie zeichnet Schmidt seinen Helden, dessen kindlich-naive Erzählweise dem Autor brillant gelingt. Dabei werden aus der mündlichen Plapperei der Hauptfigur literarische Wortspiele von besonderer Qualität.
Mit seinem lakonisch-eigenwilligen, mit ironischen Einsprengseln gekonnt verfeinerten Ton hebt sich »Kalmann« von der Masse der eingereichten Krimis auf beeindruckende Weise ab.

Shortlist

Für die Shortlist nominiert waren außerdem Orkun Ertener mit »Was bisher geschah« (Scherz), Marcel Huwyler mit »Frau Morgenstern und der Verrat« (Grafit), Merle Kröger mit »Die Experten« (Suhrkamp), Ben Riffko mit »Grünes Öl« (Heyne) und Matthias Wittekindt mit »Vor Gericht« (Kampa).

Jury

Für die Vergabe des Preises war eine fünfköpfige Jury verantwortlich, bestehend aus dem Buchhändler Mike Altwicker (Vorsitz), der Journalistin Petra Pluwatsch, Prof. Dr. Christof Hamann, der Journalistin Birgitt Schippers und der Literaturkritikerin Margarete von Schwarzkopf.

Crime Cologne Award

Mit dem Preis zeichnen die Veranstalter des Crime Cologne Festivals jährlich den besten deutschsprachigen Krimi des Jahres aus. Ziel des Preises ist es, dem deutschsprachigen Kriminalroman eine Bühne zu bereiten und ihn in den Blickpunkt zu rücken.
Der Preis ist mit € 3000 dotiert, die die Preisträgerin oder der Preisträger erhält. Das Preisgeld wird von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung bereitgestellt. Alle Shortlist-Nominierten erhalten zudem den Ehrenpreis »Die silberne Lupe«.

Alle Informationen zu den einzelnen Jurymitgliedern können Sie hier einsehen.

 

Pressemitteilung Crime Cologne e.V.

Verleihung des Österreichischen Buchhandlungspreises 2020 und 2021 auf der Buch Wien 21

Die Verleihung des Österreichischen Buchhandlungspreises der Jahrgänge 2020 und 2021 fand am 12. November im Rahmen der Buch Wien 21 statt. Jürgen Meindl, Leiter der Sektion Kunst und Kultur im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) und Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels (HVB) überreichten die Ehrenurkunden an die preisgekrönten Buchhandlungen.

Aufgrund der Coronapandemie wurde der Verleihungsakt für den Jahrgang 2020 gemeinsam mit dem aktuellen Jahrgang 2021 begangen.

Preisträger 2020

Die Preisträger 2020 sind die Bücherstube (Horn), die Buchhandlung Lerchenfeld (Wien), die Buchhandlung Löwenherz (Wien), die Buchhandlung Wirthmiller (Saalfelden) und die Wagner’sche Universitätsbuchhandlung Medici (Innsbruck).

Preisträger 2021

Die Preisträger 2021 sind die Buchhandlung Brunner (Bregenz), die Buchhandlung Erlkönig (Wien), die Buchhandlung Riepenhausen (Hall in Tirol), die Buchhandlung Weidinger (Seewalchen am Attersee) und die Grätzlbuchhandlung Lainz (Wien).

Österreichische Buchhandlungspreis

Der Österreichische Buchhandlungspreis wird seit 2017 jährlich an die fünf besten Buchhandlungen vergeben und ist mit je 10.000 Euro dotiert. Das BMKÖS und der HVB richten den Preis gemeinsam aus.

Die Auszeichnung als beste Buchhandlung des Jahres zielt darauf ab, Anreize für die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle oder die Fortführung von Geschäftsaktivitäten zu geben. Eine vielfältige und flächendeckende Buchhandelslandschaft soll, auch in Zeiten des wachsenden Online-Handels, gewürdigt werden und Buchhandlungen als Orte der Kultur und Bildungsarbeit sowie der Vermittlung und Begegnung gestärkt werden.

 

Pressemitteilung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Die schönsten Bücher Österreichs 2019 und 2020: Verleihung der Staatspreise auf der Buch Wien 21

Am 11. November überreichten Sektionschef Jürgen Meindl, Leiter der Sektion Kunst und Kultur im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) und Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels (HVB), die Ehrenurkunden an die Gewinner*innen des Wettbewerbs Die schönsten Bücher Österreichs der Jahrgänge 2019 und 2020. Die Verleihung fand auf der Buch Wien vor geladenen Fachbesucher*innen statt.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden jene Titel geehrt, die durch das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) mit dem Staatspreis ausgezeichnet und mit je 3.000 Euro prämiert wurden. Pandemiebedingt wurden zwei Jahrgänge gemeinsam verliehen.

Die drei Staatspreise des Jahrgangs 2020 gingen an:

  • alles oder nichts wortet – Festschrift für Ferdinand Schmatz, gestaltet von studio VIE, ist bei De Gruyter in der Edition Angewandte erschienen und wurde bei Holzhausen gedruckt. – Kategorie: Allgemeine Literatur: Belletristik und Gedichtbände
  • Lina, die Entdeckerin wurde von Anna Horak gestaltet, ist im Achse Verlag erschienen und wurde bei Balto Print gedruckt. – Kategorie: Kinder- und Jugendbücher, Graphic Novels
  • A Non-Reader for people who like to look at letters wurde von David Einwaller gestaltet, ist bei The Designers Foundry erschienen und wurde von DGS – Druck u. Graphikservice gedruckt. – Kategorie: Sonderproduktionen (mit ISBN) und/oder Bücher, die nicht in den Handel gelangen

Im Rahmen der Verleihung wurden auch Urkunden an die Gewinner*innen des letzten Jahres übergeben, da die Verleihung 2020 aufgrund der damals geltenden Bestimmung abgesagt werden musste.

Die drei Staatspreise des Jahrgangs 2019 gingen an:

  • COMPANY – Fotografien und Fragmente über das Arbeiten, gestaltet von Beton.Studio, ist bei De Gruyter in der Edition Angewandte erschienen und wurde bei Holzhausen gedruckt. – Kategorie: Zeitgenössische Kunstbände, Fotokunst, Architektur, Ausstellungskataloge
  • Melin wurde von Rahel Messerli gestaltet, ist im Luftschacht Verlag erschienen und wurde bei Buch Theiss gedruckt. – Kategorie: Kinder- und Jugendbücher, Graphic Novels
  • Warning Signs – London, Battle, Hastings 2018 wurde von Hannes Mitterberger gestaltet, ist im Eigenverlag der Künstlerin Zita Oberwalder erschienen und wurde von der Steiermärkischen Landesdruckerei gedruckt. – Kategorie: Sonderproduktionen (mit ISBN) und/oder Bücher, die nicht in den Handel gelangen

Neue Broschüre

Die Publikation, die alle ausgezeichneten Titel des Wettbewerbs versammelt, wurde dieses Jahr neu gestaltet und präsentiert sich in einem völlig neuen, attraktiven Design. Die Broschüre wurde bei Buch Theiss gedruckt, von Christine Zmölnig (sensomatic) gestaltet und auf PERGRAPHICA ®, dem Premium-Designpapier von Mondi gedruckt. Alle Aspekte der Herstellung kommen damit aus Österreich und sogar die verwendete Schrift Morion stammt vom österreichischen Typographen David Einwaller. Nach der Preisverleihung hatten Preisträger*innen und Gäste die Gelegenheit, die prämierten Werk vor Ort zu begutachten und sich ein Exemplar der diesjährigen Publikation zu sichern.

Präsentation der „Schönsten Bücher“

Von 10. bis 14. November wurden die schönsten Bücher Österreichs 2020 im Rahmen der Buch Wien 21 an einem eigenen Stand gezeigt.
Außerdem sind die prämierten Titel im ab 8. Dezember bei der Ausstellung „Die Schönsten Bücher Österreichs, Deutschlands, der Schweiz und der Niederlande 2020“ in der Hauptbücherei Wien zu sehen.
Die Bücher werden dieses Jahr auch im Rahmen der Ausstellung der schönsten Bücher der Schweiz, Deutschlands und Österreichs bis 27. November in der Bibliothek Hauptpost der Kantonsbibliothek St. Gallen (CH) gezeigt.
Die 15 prämierten Bücher sind außerdem der Beitrag Österreichs zum internationalen Wettbewerb Die schönsten Bücher aus aller Welt und sind in diesem Zusammenhang auch auf der Leipziger Buchmesse 2022 zu sehen.

Der Wettbewerb um die schönsten Bücher Österreichs erfolgt mit freundlicher Unterstützung von PERGRAPHICA ®, das Premium-Designpapier von Mondi, und Buch Theiss.

Detaillierte Informationen zu allen beim Wettbewerb prämierten Werken finden Sie unter schoenstebuecher.at.

 

Presseaussendung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Verleihung des Christine-Nöstlinger-Preises an Michael Roher

Der Autor und Illustrator Michael Roher wurde 2021 als erster Preisträger mit dem Christine-Nöstlinger-Preis für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. Die Verleihung fand am Mittwoch, den 10. November, auf der Buch Wien im Rahmen der Langen Nacht der Bücher statt.
Der Preis wurde vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) in Kooperation mit der Stadt Wien Kultur und Christine Nöstlingers Buchstabenfabrik ins Leben gerufen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Verliehen wurde der Preis durch Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und den Vorsitzenden des Verlegerverbandes, Alexander Potyka, die Laudatio hielt Jurymitglied Karin Haller, Geschäftsführerin des Instituts für Jugendliteratur. Anwesend bei der Preisverleihung waren auch die Töchter von Christine Nöstlinger, Barbara Waldschütz und Christiana Nöstlinger.

Christine-Nöstlinger-Preis

Der Christine-Nöstlinger-Preis zeichnet Menschen aus, die Kindern und all jenen, die sonst nicht gehört werden, eine Stimme geben, ihre Perspektive einnehmen und so einen Beitrag leisten, deren Leben ein Stück gerechter zu gestalten. Der Preis will damit auch die humanistischen Prinzipien und Anliegen lebendig halten, die die Autorin in ihrer Literatur vertreten hat.

Die Entscheidung über die Auszeichnung fällt eine unabhängige Fachjury, deren Mitglieder von den Trägern des Preises nominiert wurden: 2021 bestand sie aus Karin Haller (Geschäftsführerin Institut für Jugendliteratur), Paulus Hochgatterer (Autor & Psychiater, Universitätsklinikum Tulln) und Anne-Catherine Simon (Redaktion Feuilleton „Die Presse“).

Michael Roher

Michael Roher, 1980 in Niederösterreich geboren, verbrachte seine Kindheit und Jugend in und um Krems an der Donau. Nach seiner Ausbildung zum Sozialpädagogen in Wien, arbeitete er als Freizeit-, Spiel- und Zirkuspädagoge, sowie als Autor und Illustrator von (vorwiegend) Kinderbüchern. Seine Geschichten wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Michael Roher lebt mit seiner Familie in Baden bei Wien.

Weitere Informationen zum Preis sowie die Jurybegründung finden Sie unter www.buecher.at/christine-noestlinger-preis.

 

Presseaussendung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Bayerischer Buchpreis 2021 für Emine Sevgi Özdamar und Helge Hesse

Emine Sevgi Özdamar wird für ihren Roman »Ein von Schatten begrenzter Raum« und Helge Hesse für sein Buch »Die Welt neu beginnen« mit dem Bayerischen Buchpreis 2021 ausgezeichnet. Frank Schätzing erhält den »Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten« und der Bayern 2-Publikumspreis geht an das Buch »Über Menschen« von Juli Zeh.

Live und vor geladenem Publikum sowie in Anwesenheit der nominierten Autorinnen und Autoren entschied die Jury des Bayerischen Buchpreises gestern Abend über die besten Bücher des Jahres. Ausgezeichnet mit dem Bayerischen Buchpreis 2021 wurden Emine Sevgi Özdamar für ihren Roman »Ein von Schatten begrenzter Raum« in der Kategorie Belletristik und Helge Hesse für sein Buch »Die Welt neu beginnen. Leben in Zeiten des Aufbruchs 1775 – 1799« in der Kategorie Sachbuch.
Sechs Titel standen im Finale, über die auf der Bühne von der Jury intensiv diskutiert wurde. Neben dem Roman »Ein von Schatten begrenzter Raum« von Emine Sevgi Özdamar waren dies »Kairos« von Jenny Erpenbeck sowie »Spitzenreiterinnen« von Jovana Reisinger. In der Kategorie Sachbuch standen neben »Die Welt neu beginnen« von Helge Hesse »Khomeini. Der Revolutionär des Islams« von Katajun Amirpur und »1977. Eine kurze Geschichte der Gegenwart« von Philipp Sarasin in der Endausscheidung.

Der Jury gehören in diesem Jahr neben Sonja Zekri, Redakteurin der Süddeutschen Zeitung, die den Vorsitz innehatte, Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg, und Knut Cordsen, Kulturredakteur des Bayerischen Rundfunks, an.

»Helge Hesse erzählt in »Die neue Welt beginnen« die Geschichte eines aufregenden Vierteljahrhunderts und lässt die Protagonisten der Jahre 1775 bis 1799 überzeugend auftreten und verknüpft politische Geschichte mit Alltags- und Wissenschaftsgeschichte. Emine Sevgi Özdamars Buch »Ein von Schatten begrenzter Raum« ist ein Solitär, sprachgewaltig, bildstark und von großer Poesie. Eine Liebeserklärung an die europäische Kultur, das Memoir einer Unerschütterlichen«, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Die Preisträgerin und der Preisträger erhalten jeweils 10.000 Euro sowie eine Preisfigur aus Nymphenburger Porzellan in Form eines Löwen.

Mit dem »Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten« wurde zudem Frank Schätzing gewürdigt.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte in seiner Laudatio: »Frank Schätzing ist einer der erfolgreichsten deutsch-sprachigen Autoren unserer Zeit und ich selbst bin bekennender Fan. Nicht nur Romane, wie sein hervorragendes Meisterwerk »Der Schwarm« haben die Leser begeistert. Er schafft es, auch in Sachbüchern Themen aufzugreifen, die die Menschen bewegen. Sein neuestes Werk »Was, wenn wir einfach die Welt retten? Handeln in der Klimakrise« greift unser drängendstes Zukunftsthema auf. Frank Schätzing gelingt es, Wissenschaft und Science-Fiction dramaturgisch so zu verbinden, dass die Leser jede Seite geradezu verschlingen. Zugleich ist Frank Schätzing eine spannende Persönlichkeit, die sich nicht scheut, klar Position zu beziehen.«

Kunstminister Bernd Sibler betont: »Ich freue mich sehr, dass ich bei der Verleihung des Bayerischen Buchpreises live anwesend sein konnte. Er unterstreicht die Bedeutung Bayerns als Verlagsstandort und schafft nicht nur Aufmerksamkeit für deutschsprachige Autorinnen und Autoren, sondern gleichfalls für das Lesen an sich sowie das Leitmedium Buch.« Besonders schön sei daher, dass mit dem Bayern 2-Publikumspreis auch interessierte Leserinnen und Leser ihren Favoriten wählen können, so der Kunstminister. »Ich persönlich freue mich zudem sehr, Frank Schätzing stellvertretend für Ministerpräsident Dr. Markus Söder den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten als Zeichen der Anerkennung für sein herausragendes schriftstellerisches Werk überreichen zu dürfen.«

Vergeben wurde an dem Abend auch der Bayern 2-Publikumspreis an das Buch »Über Menschen« von Juli Zeh. Interessierte waren in den vergangenen fünf Wochen aufgerufen, über ihr Lieblingsbuch des Jahres abzustimmen. Fünf Bücher, allesamt aktuell Bestseller in den bayerischen Buchhandlungen, standen zur Wahl.

Die gesamte Preisverleihung, die in der Allerheiligen-Hofkirche in München stattfand, wurde live im Radio auf Bayern 2 sowie im Internet unter br.de/kultur übertragen. Sie ist auch als Podcast in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks abrufbar.

Bayerischer Buchpreis

Der Bayerische Buchpreis wurde in diesem Jahr zum achten Mal vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern vergeben und gefördert von der Bayerischen Staatskanzlei. Weiterhin wird der Bayerische Buchpreis unterstützt von Bayern 2 als Medienpartner und gefördert von der ZEIT Verlagsgruppe, dem PS-Sparen der bayerischen Sparkassen sowie dem Verein zur Leseförderung. Der Bayern 2-Publikumspreis wird unterstützt von den Bayerischen Sparkassen und den Buchhandlungen.

 

Aussendung Bayrischer Buchpreis

Raphaela Edelbauer erhält den Österreichischen Buchpreis 2021

Raphaela Edelbauer wurde gestern für ihr Buch „DAVE“ (Klett-Cotta Verlag) mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet. Der Debütpreis ging an Anna Albinus für den Titel „Revolver Christi“ (edition.fotoTAPETA). Die Verleihung fand zum Auftakt der Buch Wien-Woche vor rund 150 geladenen Gästen im Wiener Kasino am Schwarzenbergplatz statt. Durch den Abend führten Dorothee Hartinger und Philipp Hauß.

Österreichischer Buchpreis 2021: Raphaela Edelbauer – DAVE (Klett-Cotta Verlag)

Begründung der Jury

„Wir befinden uns in einer gar nicht fernen Zukunft, das System auf der Erde ist dank ungebremster Klimaerwärmung und extremem Wassermangel kollabiert, in einem ‚Labor‘ knapp über dem Erdboden bilden 118 998 Menschen die vermeintliche Restbevölkerung. Der nicht ganz zuverlässige Ich-Erzähler, der Mathematiker Syz, wird vom dubiosen Laborleiter rekrutiert, um mit seinen Erinnerungen DAVE zu füttern, den in Entwicklung befindlichen Prototyp einer künstlichen Superintelligenz. Raphaela Edelbauer hat mit DAVE einen raffinierten Science-Fiction-Roman mit eingebauter Liebesgeschichte geschaffen, der nach den Gesetzen des Thrillers funktioniert. Dabei unterhält man sich nicht nur, sondern erfährt dank Edelbauers erstaunlicher Belesenheit viel über philosophische Debatten, Bewusstseins- und Gedächtnisforschung, Informatik und lernende Systeme, deren Heilsversprechen die Autorin spürbar misstraut. Denn der Weg zu einer schmerzlosen und total vernünftigen Gesellschaft nach dem Ebenbild des Computers führt durch Überwachung und Repression. Edelbauer erzählt elegant und pointiert, mit galligem Witz, Lust an der Anspielung und immer wieder verblüffenden Wendungen von der Ohnmacht des einzelnen in einer Diktatur der Weltverbesserer.“

Für die Shortlist nominiert waren außerdem: Anna Baar – Nil (Wallstein Verlag), Daniela Chana – Neun seltsame Frauen (Limbus Verlag), Olga Flor – Morituri (Jung und Jung Verlag), Ferdinand Schmalz – Mein Lieblingstier heißt Winter (S. Fischer Verlag).

Der Österreichische Buchpreis ist mit 20.000 Euro dotiert, die vier weiteren Titel der Shortlist mit jeweils 2.500 Euro.

Österreichischer Buchpreis 2021 – Debüt: Anna Albinus – Revolver Christi (edition.fotoTAPETA)

Begründung der Jury

„Mit der realistischen Beschreibung eines touristischen Groß-Ereignisses beginnt diese Kriminal- und Fantasygeschichte der besonderen Art. Eine Reliquie – jener Revolver, der dem Buch den Titel gibt – zieht die Menschenmassen an. Und dann fällt am dreiundzwanzigsten Ausstellungstag ein Schuss. Die Schützin ist rasch überwältigt, ein seriöser Ermittler tritt auf den Plan, das Publikumsinteresse wächst angesichts der mysteriösen Gewalttat. Dem Genre entsprechend entwickelt sich die Geschichte geheimnisvoll. Deutlich wird allerdings bald, dass zwischen diesem Revolver Christi, der verhafteten Rechtsanwaltsfachangestellten und dem sachlichen Kriminalbeamten ein Zusammenhang besteht. Das Unglück, das mit der Waffe einher geht, wiederholt sich im Lauf der Zeit offenbar immer wieder. Man liest gebannt und ist gespannt auf den Ausgang, der jedoch die Erwartung nach Plot-Auflösung nicht erfüllt. Zeit- und Ortssprünge gelingen der 1986 geborenen Autorin mühelos. Sie ist eine erstaunlich versierte Erzählerin. Alles ist möglich in dieser Geschichte, deren Ende sich jeder Eindeutigkeit verweigert. Das Geheimnis bleibt und das Staunen über die literarische Fertigkeit, die sprachliche Sicherheit dieses Debüts.“

Für die Shortlist-Debüt nominiert waren außerdem: Anna Felnhofer – Schnittbild (Luftschacht Verlag), Clemens Bruno Gatzmaga – Jacob träumt nicht mehr (Karl Rauch Verlag)

Der Debütpreis im Rahmen des Österreichischen Buchpreises ist mit 10.000 Euro dotiert, die zwei weiteren Titel der Shortlist mit jeweils 2.500 Euro. Der Debütpreis wird von der Arbeiterkammer Wien gestiftet.

Die Jury

Die Fach-Jury für den Österreichischen Buchpreis setzt sich 2021 aus Tilman Eder (Buchhändler, Buchhandlung Erlkönig), Walter Grond (Schriftsteller, Leiter Europäische Literaturtage), Manuela Reichart (Literaturkritikerin, WDR), Daniela Strigl (Literaturkritikerin und Germanistin, Universität Wien) und Peter Zimmermann (Journalist, ORF) zusammen.

Statements der Träger des Preises

Andrea Mayer, Staatssekretärin für Kunst und Kultur: „122 eingereichte Bücher waren von der Jury zu lesen und drei Sitzungen zu absolvieren, um zur Longlist, dann zur Shortlist und schließlich zu den beiden Siegertiteln beim Österreichischen Buchpreis 2021 zu kommen. Jetzt stehen sie fest: Der Österreichische Buchpreis geht an Raphaela Edelbauer für ihren von der Literaturkritik gefeierten Roman ‚Dave‘. Mit dem Preis für das beste Debüt wird Anna Albinus mit ihrer Novelle ‚Revolver Christi‘ ausgezeichnet. Ich freue mich mit den beiden Preisträgerinnen und gratuliere allen nominierten Autorinnen und Autoren. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die zeitgenössische Literatur reich ist an außerordentlich begabten Schriftstellerinnen und Schriftstellern und einzigartigen, außergewöhnlichen Büchern. Gewinner ist auch die österreichische Gegenwartsliteratur, die mit diesem Wettbewerb in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Medien und des Lesepublikums gestellt wird. Ich danke den Jurorinnen und Juroren und wünsche allen short- und longgelisteten Büchern viel Erfolg und viele begeisterte Leserinnen und Leser.“

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels: „Österreichische Literatur ist seit jeher ein Eckpfeiler der heimischen Kulturlandschaft. Der mittlerweile etablierte Österreichische Buchpreis lässt den Autorinnen und Autoren und ihrem literarischen Schaffen die verdiente Sichtbarkeit und Wertschätzung zukommen. In diesem Sinne gratuliere ich den diesjährigen Preisträgerinnen Raphaela Edelbauer und Anna Albinus, sowie allen Nominierten, sehr herzlich.“

„Ich gratuliere der Preisträgerin Anna Albinus ganz herzlich zum Debütpreis im Rahmen des Österreichischen Buchpreises“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Mit dem Lesen kommt Neues in unser Leben, Bücher öffnen uns Tore in spannende Welten. Die Arbeiterkammer unterstützt und fördert viele kulturelle Aktivitäten, besonders wichtig sind uns dabei auch angehende Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Mit dem Debütpreis wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass junge Autorinnen und Autoren in der Welt der Literatur gut Fuß fassen können.“

Über den Österreichischen Buchpreis

Ziel des Österreichischen Buchpreises ist es, die Qualität und Eigenständigkeit der österreichischen Literatur zu würdigen und ihr im gesamten deutschsprachigen Raum die gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Der Österreichische Buchpreis wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS), dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien 2021 bereits zum sechsten Mal ausgerichtet.

Die Gewinner*innen der Vorjahre

Buchpreis: Xaver Bayer (2020), Norbert Gstrein (2019), Daniel Wisser (2018), Eva Menasse (2017), Friederike Mayröcker (2016)
Debütpreis: Leander Fischer (2020), Angela Lehner (2019), Marie Gamillscheg (2018), Nava Ebrahimi (2017), Friederike Gösweiner (2016)

Weitere Informationen zum Österreichischen Buchpreis 2021 finden Sie unter oesterreichischer-buchpreis.at.

 

Pressemitteilung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Martina Clavadetscher gewinnt den Schweizer Buchpreis 2021

Der diesjährige Schweizer Buchpreis geht an Martina Clavadetscher für den Roman «Die Erfindung des Ungehorsams» (Unionsverlag 2021).

In der Begründung der Jury heisst es:
«Martina Clavadetscher hat einen Roman über künstliche Intelligenz geschrieben, wie es ihn noch nicht gab: formal avanciert und hochgradig sinnlich. Keine Dystopie mit raunender Technologiekritik, sondern einen waghalsigen Text, der den künstlichen Wesen Leben einhaucht. Im Roman wird spürbar, wie erst unsere Sehnsüchte und Nöte den Maschinen Macht verleihen. Clavadetscher verschmilzt die Erzählkunst mit den Mitteln von Lyrik und Drama. Und sie unterläuft die kategoriale Trennung zwischen Mensch und Maschine. ‹Die Erfindung des Ungehorsams› ist eine Hymne an das Erzählen als emanzipatorische und urmenschliche Kraft.»

Das Preisgeld für Martina Clavadetscher beträgt 30.000 Franken, die weiteren Nominierten erhalten je 3000 Franken. Die öffentliche Preisverleihung fand nach der coronabedingten Absage letztes Jahr wieder im gut besuchten Theater Basel statt. Eingereicht waren 92 Titel aus 65 Verlagen.

Die weiteren Nominierten waren:

  • Thomas Duarte: «Was der Fall ist» (Lenos)
  • Michael Hugentobler: «Feuerland» (dtv)
  • Veronika Sutter: «Grösser als Du» (edition 8)

Mitglieder der Jury für den Schweizer Buchpreis 2021 waren:

Tommy Egger (Buchhändler, Buchhandlung im Volkshaus); Sieglinde Geisel (freie Kritikerin, NEU); Daniel Graf (Kulturredakteur Republik; Jurysprecher); Annette König (SRF-Literaturbloggerin); Hubert Thüring (Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Universität Basel).
Die Jury wird regelmässig personell erneuert.

Teilnahmeberechtigt für den Schweizer Buchpreis 2021 waren deutschsprachige literarische und essayistische Werke von in der Schweiz lebenden oder Schweizer Autorinnen und Autoren, die zwischen Oktober 2020 und September 2021 erschienen sind.

Schweizer Buchpreis

Der Schweizer Buchpreis wurde 2008 vom Verein LiteraturBasel und dem Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) initiiert. Ziel ist es, die öffentliche Diskussion über Bücher deutschsprachiger Schweizer Autorinnen und Autoren zu animieren und mit der aktiven Werbung im Buchhandel sowie mit einer Lesetour durch die Schweiz und Nachbarländer dazu beizutragen, dass diese stärker wahrgenommen, gelesen und gekauft werden. Inzwischen hat sich der Schweizer Buchpreis als eine der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen der Deutschschweiz etabliert, und er geniesst über die Landesgrenzen hinaus Beachtung. Der Schweizer Buchpreis wird dieses Jahr zum vierzehnten Mal vergeben.

Der Schweizer Buchpreis wird unterstützt von der Emil & Rosa Richterich-Beck Stiftung, der Forlen Stiftung, dem Schweizer Bücherbon sowie rund 30 Partnerbuchhandlungen. Die Lesetour der Nominierten wird unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

 

Medienmitteilung Schweizer Buchhandel

Start zur Publikumswahl für das beste Wissenschaftsbuch des Jahres

Ab sofort ist die Öffentlichkeit wieder aufgerufen, für das jeweils beste Wissenschaftsbuch des Jahres in vier Kategorien abzustimmen. Eine Fachjury unter Mitwirkung einer Kinderjury in der Kategorie Junior hat die Nominierungen vorgenommen.

Wissenschaftsminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann freut sich, „dass das wissenschaftliche Sachbuch als verlässliche Informationsquelle weiterhin gefragt ist. So wichtig die digitalen Medien sind, so wichtig ist nach wie vor das Buch, um sich in Ruhe zu vertiefen und über das Gelesene nachzudenken, unseren Horizont zu erweitern und größere Zusammenhänge verstehen zu lernen.“

Die Wahl läuft bis 7. Jänner 2022.

In vier Kategorien stehen diesmal folgende Bücher zur Wahl

Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaft

  • Abulafia, David: Das unendliche Meer. S. Fischer.
  • Bartl, Alexander: Walzer in Zeiten der Cholera. HarperCollins.
  • Batalion, Judy: Sag nie, es gäbe nur den Tod für uns. Piper.
  • Edmonds, David: Die Ermordung des Professor Schlick. C.H.Beck.
  • Suzman, James: Sie nannten es Arbeit. C.H.Beck.

Naturwissenschaft/Technik

  • Kos, Wolfgang: Der Semmering. Residenz.
  • Padova, Thomas de: Alles wird Zahl. Hanser.
  • Schnetzer, Julia: Wenn Haie leuchten. Hanserblau.
  • Stöger, Angela: Von singenden Mäusen und quietschenden Elefanten. Brandstätter.
  • Swaaf, Kurt de: Der Zustand der Welt. Terra Mater Books.

Medizin/Biologie

  • Angetter-Pfeiffer, Daniela: Pandemie sei Dank! Amalthea.
  • Bockmühl, Dirk: Unsichtbarer Tod. dtv.
  • Fox, Robin Lane: Die Entdeckung der Medizin. Klett-Cotta.
  • Joel, Daphna: Das Gehirn hat kein Geschlecht. dtv.
  • Kahnemann, Daniel/Sibony, Olivier/Sunstein, Cass R.: Noise. Siedler.

Junior-Wissen

  • Bunting, Philipp: Die große Welt der Winzlinge. Penguin Junior.
  • Mizielinsky, Aleksandra und Daniel/Baranowska, Natalia: Alle Welt zu Tisch. Moritz.
  • Von der Gathen, Katharina/Kuhl, Anke: Anybody. Dick & Dünn & Haut & Haar. Klett Kinderbuch.
  • Albanese, Lara/Rosin, Tommaso Vidus: Atlas des Weltalls. Midas.
  • Stavari?, Michael/Ganser, Michèle: Faszination Krake. Leykam.

Details zur Wahl: Alle Informationen rund um die Wahl finden sich im Internet unter www.wissenschaftsbuch.at, hier kann man auch online seine Favoriten wählen. Ab KW 47 ist im Buchhandel und in vielen Büchereien das Sonderheft mit ausführlichen Beschreibungen zu den nominierten Büchern und dem Stimmzettel zur Wahl erhältlich. Zusätzlich präsentieren zehn Büchereien in ganz Österreich in Ausstellungen alle Bücher der Shortlist.

Das beste Wissenschaftsbuch des Jahres“ ist eine Aktion des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung gemeinsam mit dem Magazin „Buchkultur“ und der österreichischen Buchbranche.

 

Presseaussendung Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Verabschiedung und Auszeichnung von KR Karl Puš

Der gebürtige Wiener Karl Puš hat seine unternehmerische Karriere 1995 in Purkersdorf begonnen. Bis heute hat er mit dem Buchhandel sein Gewerbe an mehreren Standorten in Niederösterreich und Wien ausgeübt (Purkersdorf, St. Pölten, Wiener Neudorf/SCS). Weiters betreibt er auch noch immer eine große Buchhandlung in Wien.
Parallel zu seinem Unternehmertum war er mehr als zwei Jahrzehnte Funktionär in der Wirtschaftskammer NÖ und hat sich als überzeugter Interessenvertreter für die Buchhandels- und Verlagsbranche eingesetzt.

Der Auszuzeichnende war mehr als zwei Jahrzehnte Obmann bzw. Stellvertreter der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft. In dieser Zeit hat er maßgeblich daran mitgewirkt, dass die Buch- und Medienbranche in der öffentlichen Wahrnehmung jenen kulturellen Status zuerkannt bekommt, den das Kulturgut Buch heute innehat.
Besonderes Anliegen war ihm auch immer das Thema Schulbuch, wo er auf Bundesebene maßgeblich daran mitgewirkt hat, dass es die Schulbuchaktion auch heute noch gibt und die Zusammenarbeit zwischen Verlagen und ausliefernden Buchhändlern den Digitalisierungsansprüchen unserer heutigen Zeit gerecht wird.

Anlässlich seiner Verabschiedung verleiht ihm die Wirtschaftskammer Niederösterreich die Große Silberne Ehrenmedaille, überreicht durch Vorstand und Geschäftsführung der Fachgruppe.

Seine Funktionen in der Wirtschaftskammer Niederösterreich:

  • 26.04.2000 – 10.09.2002 Obmann-Stv.
  • 10.09.2002 – 31.10.2019 Obmann
  • 31.10.2019 – 15.09.2020 Obfrau-Stv.

Weiters:

  • Mitglied der Spartenkonferenz
  • Bezirksvertrauensperson

Bisher erhaltene Auszeichnungen der Wirtschaftskammer Niederösterreich:
Kommerzialrat, 19.03.2009

 

Pressemitteilung WKNÖ

Jugendliteraturpreis 2021 für Gudrun Penndorf

Gestern erschien das neue Asterix-Abenteuer „Asterix und der Greif“ im Handel und sorgte für Schlagzeilen. Heute gibt es weitere Neuigkeiten aus dem Universum der Gallier: Die Asterix-Übersetzerin der ersten Stunde, Gudrun Penndorf, erhält auf der Frankfurter Buchmesse den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 in der Kategorie Sonderpreis Gesamtwerk Übersetzung. Mit ihr zeichnet die Sonderpreisjury erstmals eine Übersetzerin von Comic-Literatur für ihr Lebenswerk aus. Die 83-Jährige zeigt sich hoch erfreut.

„Es ist für mich eine besondere Ehre und große Freude, nach dem Erhalt des Bundesverdienstkreuzes im vergangenen Jahr nun diese Auszeichnung zu bekommen. Damit rückt auch die Textsorte Comic erneut positiv ins Rampenlicht.“

Gudrun Penndorf lebt in München und ist Übersetzerin und Dolmetscherin für Französisch und Italienisch. Mit 40 Jahren begann sie Allgemeine und Romanische Sprachwissenschaften zu studieren und schloss das Studium mit dem Magister (M.A.) ab. Von 1967 bis 1995 arbeitete sie als freiberufliche Übersetzerin, in erster Linie für den Egmont-Ehapa-Verlag, den Herausgeber der Comic-Klassiker Asterix, Lucky Luke, Isnogud und das Lustige Taschenbuch. Gudrun Penndorf war viele Jahre Lehrbeauftragte und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanische Philologie der Universität München und engagierte sich ehrenamtlich in Projekten zur Integration von Migrantinnen. 2020 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Gudrun Penndorf gehört in die Reihe der bedeutendsten deutschsprachigen Übersetzerinnen der Nachkriegszeit.

 

Presseaussendung Egmont Ehapa Media

ZDF-»aspekte«-Literaturpreis 2021 geht an Ariane Koch

Den 42. ZDF-»aspekte«-Literaturpreis 2021 erhält Ariane Koch für ihr Debüt Die Aufdrängung.

Die Jury begründet ihre Entscheidung wie folgt: »Ariane Kochs Debütroman Die Aufdrängung überzeugt als hochdiffiziles Sprachbild: Eine Frau ringt mit einem ungebetenen, unbekannten, unerklärten Gast und der Projektionsfläche ihrer selbst, die diese Auseinandersetzung ihr eröffnet. In Kochs leichter, präziser und doch traumsicherer Sprache entstehen so Szenen, die – wie im absurdem Theater – erst gar keinen und dann einen gewaltigen Sinn zu ergeben scheinen. Derrida hat, als er von Gastfreundschaft schrieb, festgehalten, die absolute Gastfreundschaft bedeute, sein Zuhause zu öffnen: nicht nur dem Fremden, sondern auch dem Unbekannten, Anderen ›Statt zu geben‹ ohne von ihm eine Gegenseitigkeit zu erwarten. Koch variiert diese postmoderne Utopie des Sich Öffnen dem Unbekannten gegenüber literarisch gekonnt in ihrem beeindruckenden Debüt.«

Zur aktuellen Jury des ZDF-»aspekte«-Literaturpreises gehören Mara Delius (Die Welt), Daniel Fiedler (ZDF), David Hugendick (ZEIT Online), Ludwig Lohmann (Buchhandlung ocelot, Berlin) und Nicola Steiner (Literaturclub, SRF).

Der ZDF-»aspekte«-Literaturpreis wird in diesem Jahr zum 42. Mal vergeben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und die bedeutendste Auszeichnung für deutschsprachige Erstlingsprosa. Die Preisverleihung findet auf der Frankfurter Buchmesse statt. Ariane Koch sitzt dort am Donnerstag, 21. Oktober 2021, 11.00 Uhr auf dem Blauen Sofa und wird in der ZDF-»aspekte«-Sendung am Freitag, 22. Oktober, 23.30 Uhr, vorgestellt.

 

Presseaussendung Suhrkamp Verlag

„71/72“ ist Fußballbuch des Jahres 2021

Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur hat in diesem Jahr „71/72. Die Saison der Träumer“ von Autor Bernd-M. Beyer aus dem Verlag Die Werkstatt zum besten Fußballbuch des Jahres gekürt.

„Als Bernd Beyer uns im Verlag Die Werkstatt das erste Mal von der Idee zu diesem Buch erzählte, waren wir sofort begeistert: ein Buch, das die Ereignisse der Fußballsaison 1971/72 in den gesellschaftspolitischen Kontext einordnet und klar macht, dass Sport, Gesellschaft und Politik sich in einem gemeinsamen Spannungsfeld voller Wechselwirkungen befinden – das passt perfekt zum Verlag Die Werkstatt“, sagt Verlagsleiterin Dr. Nadja Kneissler zur Auszeichnung.

Höchst erfreut zeigte sich auch Autor Bernd-M. Beyer, der bereits 2017 für seine Biografie über Helmut Schön, den deutschen Weltmeistertrainer von 1974, mit dem renommierten Kulturpreis ausgezeichnet worden ist: „Gerade in den vergangenen zwölf Monaten sind einige hervorragende Fußballbücher erschienen, die von der Jury der Akademie zu Recht nominiert worden sind. Dass trotz dieser starken Konkurrenz mein Buch gewählt worden ist, freut mich natürlich besonders. Auch für den Verlag ist es eine große Anerkennung, denn seit 2006 wurde nun zum fünften Mal ein Buch aus dem Werkstatt-Programm geehrt – jedes dritte „Fußballbuch des Jahres“ war also ein Werkstatt-Buch.“

„71/72. Die Saison der Träumer“ berichtet über die Zeit, als der Bundesligaskandal das Land erschüttert, als die Nationalelf um Beckenbauer und Netzer Zauberfußball im Wembley-Stadion spielt und Europameister wird, Willy Brandt das Misstrauensvotum übersteht, die Rote Armee Fraktion Deutschland in Atem hält und als die Band Ton Steine Scherben den Sound für Aufbruch und Protest liefert. Diese und viele weitere Ereignisse bettet der Autor elegant in den Kontext ihrer Zeit ein. Nie kamen sich Fußball und Gesellschaft so nahe wie in diesem außergewöhnlichen Buch.

Die Auszeichnung „Fußballbuch des Jahres 2021“ ist mit einem Preisgeld von 5000 Euro dotiert. Am 29. Oktober findet im Rahmen einer Gala in der Nürnberger Tafelhalle die Preisverleihung statt.

Weitere Informationen zur Preisverleihung sowie zu allen nominierten Fußballbüchern des Jahres gibt es unter www.fussball-kultur.org.

 

Aussendung Verlag Die Werkstatt GmbH

DIXI Kinderliteraturpreis 2021 an Ella Kaspar und Verena Wugeditsch

Zum 21. Mal fördert der DIXI Kinderliteraturpreis heuer Talente im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur: KünstlerInnen, die Texte für Kinder bzw. Jugendliche schreiben oder illustrieren. Die Preisverleihung findet am 23. November im MuTh statt.

Preisträger*innen 2021

Ella Kaspar

geb. 1983 in Linz, lebt mit ihrer Familie in Wien. Ihr Herz schlägt für Kinder – als Psychologin, beim Schreiben und privat. In ihrer Praxis „Aufwachsen“ arbeitet sie mit Eltern, davor war sie in der Kinderabteilung eines Wiener Krankenhauses angestellt. Sie beschreibt sich als Buchstabenbäckerin für Geschichten, Gedichte und Lieder. Inspirationen wirbeln auf Reisen mit ihrer Familie im Campingbus heran.
Eingereichtes Projekt: Urlaub auf vier Rädern (Arbeitstitel)

Verena Wugeditsch

geboren 2001 in Wien und aufgewachsen in Niederösterreich, absolvierte die Höhere Graphische Lehr- und Versuchsanstalt Wien in der Abteilung Grafik- und Kommunikationsdesign und arbeitet derzeit freiberuflich als Illustratorin. | verenawugeditsch.com
Eingereichtes Projekt: Lino und die Angst (Arbeitstitel)

Den PreisträgerInnen winkt etwas ganz Besonderes: Wissen, Information und Beratung – weitergegeben von österreichischen Kinder- und JugendbuchkünstlerInnen und Fachleuten. Ella Kaspar wird im Rahmen eines Tutoriums mit einem renommierten Kinder- und Jugendbuchautor arbeiten und schriftstellerisches Know-how erwerben. Verena Wugeditsch fährt im Frühjahr 2022 in Begleitung einer Kinderbuchexpertin/eines Kinderbuchexperten zur Internationalen Kinder- und Jugendbuchmesse nach Bologna.

Alle PreisträgerInnen der vergangenen Jahre und weitere Informationen: www.kinderliteraturpreis.at

Preisverleihung

23. November, Das MuTh – Konzertsaal der Wiener Sängerknaben, Am Augartenspitz 1, 1020 Wien
Bitte beachten Sie: Die Feier wird nach den zum Veranstaltungszeitpunkt geltenden Covid-19 Präventionsmaßnahmen durchgeführt.
Wir ersuchen daher um verbindliche Anmeldung bis zum 15. November 2021.

Programm der Preisverleihung

  • Begrüßung: Institut für Jugendliteratur, Instantina
  • 20 Jahre Dixi Kinderliteraturpreis – ein Rückblick
  • Im Gespräch: Begegnung mit den Preisträger*innen 2020 und 2021
  • Emil Maria Beindl präsentiert „Meine eine Oma“
  • Kirstin Schwab liest aus „Fisch mit Regenschirm“
  • Verena Wugeditsch präsentiert „Lilo und die Angst“
  • Ella Kaspar liest aus „Urlaub auf vier Rädern“
  • Überreichung der Auszeichnungen
    Musikalische Begleitung: MISUTERI Taiko-Band
    Moderation: Karin Haller, Institut für Jugendliteratur

 

Aussendung Dixie Kinderliteraturpreis

Der Deutsche Cartoonpreis 2021 geht an AD Karnebogen

Der gemeinsam von der Frankfurter Buchmesse und dem Lappan Verlag vergebene Deutsche Cartoonpreis geht an AD Karnebogen. Den zweiten Platz belegt Ruth Hebler, den dritten Preis erhält Klaus Stuttmann.

Die Preisträger*innen setzten sich gegen mehr als 3000 eingesandte Cartoons von 220 Zeichner*innen durch. Aus diesen Einsendungen trafen die Herausgeber*innen der Reihe „BESTE BILDER – Cartoons des Jahres“ eine Auswahl von 287 Cartoons aus der Feder von 78 Künstler*innen für das Buch BÉSTE BILDER 12. Auf Grundlage dieses Buches wählte die Jury die drei Gewinner*innen des Deutschen Cartoonpreises 2021 aus.

Die feierliche Preisverleihung findet in diesem Jahr am Freitagabend, den 19. November 2021 in Kooperation mit der Caricatura – Galerie für Komische Kunst im Gleis 3 im Kulturbahnhof Kassel statt. Im Anschluss wird die Ausstellung „Beste Bilder 2021“ in der Caricatura eröffnet.

Die Ausstellung in der Caricatura

Ab dem 20. November 2021 werden die Besten Bilder 2021 in einer großen Ausstellung in der Caricatura – Galerie für Komische Kunst in Kassel präsentiert. Die Ausstellung ist bis zum 27. Februar 2022 zu sehen.

Das Buch

Der satirische Jahresrückblick BESTE BILDER 12, der auf 176 Seiten die besten Cartoons des Jahres 2021 enthält, erscheint am 15. November 2021. Vorab wird es bereits exklusiv auf der Frankfurter Buchmesse am Stand des Lappan Verlags (Halle 3.0 F65) präsentiert.
Das Buch wird herausgegeben von Wolfgang Kleinert, Dieter Schwalm und Antje Haubner.

Weitere Infos zum Wettbewerb

Der Jury zum Deutschen Cartoonpreis gehörten Antje Haubner (Programmleitung Lappan Verlag), Dr. Alex Jakubowski (ARD-aktuell Frankfurt), Wolfgang Kleinert (Chef der Berliner Cartoonfabrik), Dieter Schwalm (Herausgeber zahlreicher Cartoonbücher) und Martin Sonntag (Leiter Caricatura in Kassel) an.
Der Deutsche Cartoonpreis 2021 ist dotiert mit 3.000 EUR für den 1. Preis, 2.000 EUR für den 2. Preis und 1.000 EUR für den 3. Preis.

 

Presseaussendung Lappan Verlag in der Carlsen Verlag GmbH

Antje Rávik Strubel erhält den Deutschen Buchpreis 2021 für ihren Roman „Blaue Frau“

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2021 ist Antje Rávik Strubel. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Blaue Frau“ (S. Fischer).

Die Begründung der Jury:
„Mit existenzieller Wucht und poetischer Präzision schildert Antje Rávik Strubel die Flucht einer jungen Frau vor ihren Erinnerungen an eine Vergewaltigung. Schicht um Schicht legt der aufwühlende Roman das Geschehene frei. Die Geschichte einer weiblichen Selbstermächtigung weitet sich zu einer Reflexion über rivalisierende Erinnerungskulturen in Ost- und Westeuropa und Machtgefälle zwischen den Geschlechtern.
In einer tastenden Erzählbewegung gelingt es Antje Rávik Strubel, das eigentlich Unaussprechliche einer traumatischen Erfahrung zur Sprache zu bringen. Im Dialog mit der mythischen Figur der Blauen Frau verdichtet die Erzählerin ihre eingreifende Poetik: Literatur als fragile Gegenmacht, die sich Unrecht und Gewalt aller Verzweiflung zum Trotz entgegenstellt.“

Jury Deutscher Buchpreis 2021

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2021 gehören an: Knut Cordsen (Kulturredakteur, Bayerischer Rundfunk), Bettina Fischer (Leiterin Literaturhaus Köln), Anja Johannsen (Leiterin Literarisches Zentrum Göttingen), Richard Kämmerlings (Literarischer Korrespondent, Die Welt), Sandra Kegel (Ressortleiterin Feuilleton, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Beate Scherzer (Buchhändlerin, Proust Wörter + Töne) und Anne-Catherine Simon (Feuilleton-Redakteurin, Die Presse).

„Der Deutsche Buchpreis schafft Aufmerksamkeit für die aktuelle deutschsprachige Literatur – auch in herausfordernden Zeiten. Die gute Nachricht ist: Menschen lesen wieder mehr Bücher, das Bedürfnis nach neuen Perspektiven und Geschichten ist in der Pandemie gewachsen. Über eine Vielzahl an Kanälen hat der Deutsche Buchpreis den Romanen des Jahres eine Bühne geboten und das Gespräch über die Fragen, die sie verhandeln, befördert. Die Verleihung des Preises heute wird das Gespräch weiter anfachen. Ich danke der unabhängigen Jury, den Förderern und Partnern, ohne die der Preis nicht möglich wäre, sowie den teilnehmenden Verlagen und Autor*innen“, sagt Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Nominierte 2021

Für die Auszeichnung waren außerdem nominiert:
Norbert Gstrein: Der zweite Jakob (Carl Hanser), Monika Helfer: Vati (Carl Hanser), Christian Kracht: Eurotrash (Kiepenheuer & Witsch), Thomas Kunst: Zandschower Klinken (Suhrkamp) und Mithu Sanyal: Identitti (Carl Hanser).

Antje Rávik Strubel erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist*innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisträgerin wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 230 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2020 und dem 21. September 2021 erschienen sind. Aus diesen Romanen wurde eine 20 Titel umfassende Longlist zusammengestellt. Daraus haben die Juror*innen sechs Titel für die Shortlist gewählt.

Deutschen Buchpreis

Mit dem Deutschen Buchpreis 2021 zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Stadt Frankfurt am Main. Die Deutsche Welle unterstützt den Deutschen Buchpreis bei der Medienarbeit im In- und Ausland.

Unter dem Hashtag #buchpreisbloggen stellen 20 Literaturblogger*innen die nominierten Titel 2021 vor. Die Rezensionen werden unter www.deutscher-buchpreis-blog.de veröffentlicht und über die Social-Media-Kanäle des Deutschen Buchpreises geteilt. Auf der Webseite und den Social-Media-Kanälen des Deutschen Buchpreises vermitteln zudem Videoporträts einen Eindruck von den nominierten Werken und ihren Autor*innen.

Weitere Informationen und Termine der Preisträgerin können abgerufen werden unter: www.deutscher-buchpreis.de.

 

Pressemitteilung Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

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