Zwei Autoren, drei Spiele, ein Ziel: der Sieg bei „Battle of Books“

Ein neues Online-Unterhaltungsformat präsentiert Autorinnen und Autoren der Verlagsgruppe Random House live. Zum Start am Donnerstag, dem 21.11.2019, um 20.15 Uhr, treten zwei Bestseller-Krimiautoren gegeneinander an. Unter www.litlounge.tv/battleofbooks stehen sich in der ersten Folge Berhard Aichner (btb Verlag) und Andreas Gruber (Goldmann Verlag) live gegenüber.

Autorinnen und Autoren mit ihren Büchern auf unterhaltsame Weise sichtbar zu machen – das ist ein Thema, mit dem sich Kolleginnen und Kollegen aus der Verlagsgruppe Random House in den letzten Wochen besonders intensiv beschäftigt haben. Entstanden ist ein neues Online-Format, bei dem zwei Autoren aus demselben Genre in jeweils drei Spielen gegeneinander antreten, um sich den Sieg bei „Battle of Books“ zu sichern.

Zum Auftakt des Live-Events, das am 21.11.2019, um 20.15 Uhr, unter www.litlounge.tv/battleofbooks ausgestrahlt wird, stehen sich mit Bernhard Aichner (aktuelles Buch: „Der Fund“, btb Verlag) und Andreas Gruber (aktuelles Buch: „Todesmal“, Goldmann Verlag) zwei der erfolgreichsten deutschsprachigen Krimiautoren gegenüber. In drei Spielen müssen die beiden unter Beweis stellen, wie gut sie sich selbst, ihren Kontrahenten und das Krimi-Genre kennen. Dabei werden sie nicht nur bekannten Gesichtern aus ihrem Autorenumfeld begegnen, sondern auch reichweitenstarken Bookstagramern, die auf ganz besondere Weise ins Geschehen eingebunden werden. Für TV-Moderatorin Caro Matzko bieten sich innerhalb der Spiele vielfältige Gesprächsaufhänger, um den Zuschauern die beiden Autoren von einer ganz neuen Seite zu zeigen. Gleichzeitig haben die Fans vor dem Bildschirm die Möglichkeit mitzuraten und ihren Favoriten durch Publikums-Joker aktiv zu unterstützen.

Wer den Kampf der Krimi-Giganten miterleben möchte, kann sich das Event schon jetzt unter www.litlounge.tv/battleofbooks vormerken.

Ein Feinschmecker geht essen … und die Presse ist begeistert!

Ueberreuter lud anlässlich der Neuerscheinung „Hans geht essen“, von Hans Mahr, zum Gourmetgipfel ins Rondo im Do & Co. Hans Mahr sprach mit Martina Hohenlohe (Gault Millau), Christian Grünwald (A la Carte) und, Herbert Hacker (Falstaff) über die neuen Trends in Gastronomie und Kulinarik. Moderiert wurde das Gespräch von Andreas Weber (Trend).

Es waren neben Printmedien Fernseh-Teams von ATV, Seitenblicke, ServusTV, W24 vor Ort, die das höchst unterhaltsame Gespräch zwischen den Teilnehmern aufnahmen. Dabei sprachen sie ebenso über die Grenzen dessen, was man isst (Hans Mahr musste als junger Journalist einmal auf Anordnung von Bruno Kreisky ein Kamel-Auge essen, weil es Kreisky selbst nicht wollte), wie sie auch von persönlichen Erlebnissen mit unterschiedlichen Essgewohnheiten in verschiedenen Ländern erzählten …

Über das Buch:
„Hans geht essen.“ Klingt harmlos, aber dieser Hans Mahr ist ein Besessener des guten Geschmacks. Ein leidenschaftlicher Tester von besonderen Restaurants und Bistros – von Wien und Berlin über New York bis nach Shanghai. Ein Weltreisender in Sachen Genuss. Wenn dieser Hans essen geht, dann ist das garantiert immer ein Erlebnis, für ihn selbst und für seine Gastgeber. Nun teilt der Journalist und Medienmanager 500 Tipps aus 50 Regionen und 100 Städten mit allen, die erstklassige Küche lieben – im bodenständigen Wirtshaus oder im Fine-Dining-Restaurant.

Hans Mahr
ist Journalist, Medienberater, Weltreisender und leidenschaftlicher Genießer. Seine Karriere startet der gebürtige Wiener in den 1970er-Jahren bei Österreichs größter Tageszeitung, der „Kronen Zeitung“, erst als Journalist, dann als Geschäftsführer. Nach einem Abstecher in die Politik beim Wiener Bürgermeister Gratz und dem damaligen Bundeskanzler Kreisky geht Mahr als Informationsdirektor und Chefredakteur zu RTL, dann zu Premiere (heute Sky). Seit 2006 hat er seine eigene Medien-beratungsfirma mahrmedia in Köln und Wien. Der Journalist und Medienmanager ist 200 Tage pro Jahr unterwegs. Seine Kolumnen in trend, A la Carte und Falstaff sind witzige Streifzüge durch die Küchen dieser Welt, die er jetzt in diesem Buch zusammengefasst hat. Ohne Anspruch auf Objektivität, aber immer mit dem Anspruch auf gutes Essen und Trinken.

Ueberreuter Verlagsleiterin Birgit Francan und Hans Mahr
(Foto: (c) Johanna Grabner)

Hans Mahr, „Hans geht essen, 500 Restauranttipps – rund um die Welt, 50 Regionen, 100 Städte“
Klappenbroschur, mit zahlreichen Fotos & Illustrationen, 228 Seiten, ISBN: 978-3-8000-7741-0, € 19,95,
www.ueberreuter-sachbuch.at

Beitragsfoto: Hans Mahr und Martina Hohenlohe
(Foto: (c) Johanna Grabner)

Birgit Francan freute sich über den Auftritt der Staatskünstler auf der BUCH WIEN

Das erste Buch der Staatskünstler begeisterte die Zuschauer auf der BUCH WIEN – die Moderation machte Günter Kaindlstorfer. Im Buch findet man die besten Texte der Staatskünstler und natürlich auch viel Neues, abgerundet mit über 100 Fotos … Lachen auf Staatskosten garantiert.

Zum Buch:
43,1 Millionen Euro. So viel gibt die Republik Österreich 2019 für Parteien aus – nirgendwo sonst in Europa ist die staatliche Förderung derartig hoch. Was die Subventionen betrifft, sind also Kurz, Strache, Rendi-Wagner und Co. die wahren „Staatskünstler“ dieses Landes. Aber wie schaut es mit ihrer „Kunst“ aus? Seit 2011 stellen Thomas Maurer, Robert Palfrader und Florian Scheuba als „Wir Staatskünstler“ immer wieder diese Frage. Die verblüffendsten, erheiterndsten und erhellendsten Antworten legen sie nun erstmals als Buch vor.
Eine Pflichtlektüre für alle, die Österreich verstehen wollen und dabei bereit sind, Humor als Notwehrhilfe in Anspruch zu nehmen.
2019 Ueberreuter, 978-3-8000-7733-5, € 24,95

Foto: Ueberreuter Verlagsleiterin Birgit Francan mit Florian Scheuba, Robert Palfrader und Thomas Maurer – (c) Johanna Grabner

Linde Verlag veranstaltete zum zweiten Mal ein Get-together mit dem Fachbuchhandel

Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr lud der Linde Verlag am 8. November 2019 wieder zum fachlichen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen des Fachbuchhandels in die Räumlichkeiten des Verlags.

In seinen Begrüßungsworten betonte Mag. Klaus Kornherr, Geschäftsführer des Linde Verlags, den Stellenwert des gedruckten Buches und damit des Buchhandels inmitten der digitalen Angebote des Medienhauses. Neben der Präsentation des neuen Markenauftritts des Verlags stand das Jubiläum „40 Jahre KODEX“ im Mittelpunkt des Get-togethers. Univ.-Prof. Dr. Werner Doralt, Gründer und Herausgeber der KODEX-Reihe, erzählte die Erfolgsstory der Gesetzessammlung und stand den interessierten Buchhändlerinnen und Buchhändlern Rede und Antwort.

Nach einer Führung durch das Verlagsgebäude nutzten die zahlreichen Gäste den gemütlichen Rahmen zu einem regen Fachaustausch mit dem Linde Team und diskutierten aktuelle Themen rund um Buchhandel und Vertrieb.

LIT.LOVE – Ein Wochenende voller Liebe und Leidenschaft

Das vergangene Wochenende stand bei der Verlagsgruppe Random House wieder ganz im Zeichen von Liebe, Lesen und Leidenschaft. Mit bis zu 600 Besucherinnen und Besuchern wurde die vierte lit.Love erneut zu einem Anziehungspunkt für Lesebegeisterte. Von grauem November konnte auch diesmal keine Rede sein: Neben zahlreichen Workshops, Talk-Runden, Signierstunden und Lesungen standen in diesem Jahr zum ersten Mal auch ein Live-Podcast und Live-Musik auf dem bunten Programm des Lesefestivals.

Insgesamt begeisterten 20 Autorinnen und Autoren in 46 Veranstaltungen das Publikum in den Räumen der Verlagsgruppe Random House, stellten ihre aktuellen Bücher vor, gaben persönlichen Einblick in ihre Arbeit und nahmen sich bei 22 Meet & Greets viel Zeit für ihre Fans. In den Mittagspausen konnten die Besucherinnen und Besucher den Poesie-Pop von Sängerin Julia Kauth genießen oder beim Buch-Yoga entspannen.

„Die lit.Love ist für mich und das gesamte Organisations-Team im wahrsten Sinne des Wortes eine Herzensangelegenheit. Dass wir unsere Begeisterung auf alle Beteiligten, Autor*innen und nicht zuletzt auf das Publikum übertragen können, freut mich ganz besonders. Das ist für mich die beste Motivation schon jetzt für die Jubiläums-lit.Love im nächsten Jahr zu planen“, freut sich Organisatorin Astrid von Willmann.

Auch Thomas Rathnow, CEO der Verlagsgruppe Random House, zieht ein durchweg positives Fazit: „Die lit.Love hat sich fest etabliert, beim Publikum und bei unseren Verlagen. Es freut mich sehr, dass wir mit diesem ganz besonderen Veranstaltungs-Format so viele Menschen direkt erreichen und begeistern. Die lit.Love ermöglicht es Leserinnen und Lesern, mit den Autorinnen und Autoren ihrer Lieblingsbücher zusammenzukommen und dabei auch einen Blick hinter die Kulissen der Verlagsarbeit zu werfen.“

Das Lesefestival lit.Love
ist eine Kooperation der Verlage Blanvalet, cbj, Der Hörverlag, Diana, Goldmann, Heyne, Heyne fliegt, Penguin Verlag und Random House Audio. Weitere Informationen und Eindrücke des Wochenendes finden Sie auf www.litlove.de, www.instagram.com/litlove.de und www.facebook.de/lit.Love.de

(Pressemeldung Random House)
Foto: Wladimir Kaminer und Moderatorin Anouk Schollähn – © Verlagsgruppe Random House

„Virgin River“ – von New-York-Times-Bestsellerautorin Robyn Carr – kommt auf NETFLIX

Am 6. Dezember 2019 startet Netflix weltweit die Ausstrahlung von „Virgin River“.

„Virgin River“ basiert auf den Romanen der gleichnamigen Buchreihe von Bestsellerautorin Robyn Carr, die bereits eine Gesamtauflage von über 13 Millionen Exemplare erreicht hat und bei HarperCollins erscheint.

Melinda Monroe – gespielt von Alexandra Breckenridge (This Is Us, The Walking Dead) – meldet sich auf eine Jobanzeige, um als Krankenschwester in der abgelegenen kalifornischen Kleinstadt Virgin River zu arbeiten. Sie denkt, Virgin River könnte der perfekte Ort für einen Neuanfang sein und um ihre schmerzhaften Erinnerungen zurückzulassen. Aber sie entdeckt bald, dass das Leben in einer Kleinstadt nicht ganz so einfach ist, wie sie erwartet hat. Bevor Virgin River wirklich ein Zuhause für sie werden kann, muss viel passieren. Neben Alexandra Breckenridge sind in weiteren Rollen Martin Henderson (Grey’s Anatomy, Miracles from Heaven), Tim Matheson (The Affair, The Good Fight) und Annette O’Toole (Smallville, Marvel’s The Punisher) zu sehen.

HarperCollins legt zum Netflix-Start der ersten zehn Folgen die Romane „Neubeginn in Virgin River“ und „Wiedersehen in Virgin River“ in neuer Ausstattung auf.

 

(Eine Pressemeldung von HarperCollins Germany) Coverbild: Robyn_Carr_Neubeginn_in_Virgin_River_HarperCollinsGermany

Bayerischer Buchpreis 2019 vergeben

Der Bayerische Buchpreis 2019 geht an David Wagner für seinen Roman „Der vergessliche Riese“ in der Kategorie Belletristik sowie an Jan-Werner Müller für sein Buch „Furcht und Freiheit. Für einen anderen Liberalismus“ in der Kategorie Sachbuch. Joachim Meyerhoff erhält den „Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten“.

Die Jury des Bayerischen Buchpreises diskutierte live und vor geladenem Publikum sowie in Anwesenheit der nominierten Autorinnen und Autoren in München über die besten Bücher des Jahres. Sechs Bücher standen im Finale für den Preis. Nach zwei sehr engagierten Debatten auf der Bühne fiel die Entscheidung, als besten Roman „Der vergessliche Riese“ von David Wagner (Rowohlt) auszuzeichnen sowie den Preis für das beste Sachbuch für „Furcht und Freiheit. Für einen anderen Liberalismus“ von Jan-Werner Müller (Suhrkamp) zu vergeben.

„Aus David Wagners Autofiktion spricht große Zärtlichkeit, sensible Komik und tiefe Weisheit. Jan-Werner Müllers Plädoyer für eine Liberalismus der Furcht kommt zur rechten Zeit“, so die Begründung der Jury.

Die Jury 2019:

  • Sandra Kegel, Literaturredakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Vorsitzende der Jury)
  • Svenja Flaßpöhler, Chefredakteurin des „Philosophie Magazins“
  • Knut Cordsen, Kulturredakteur des Bayerischen Rundfunks

Die Preisträger erhalten jeweils 10.000 Euro sowie eine Preisfigur aus Nymphenburger Porzellan in Form eines Löwen.

Zudem wurde der „Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten“ an den Schauspieler und Schriftsteller Joachim Meyerhoff verliehen.

„Der Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten würdigt das herausragende schriftstellerische Werk von Joachim Meyerhoff. Mit seinem Romanzyklus „Alle Toten fliegen hoch“ hat er Millionen Menschen großes Lesevergnügen bereitet. In der Erzählkunst von Joachim Meyerhoff gehört Absurdes fest zur Wirklichkeit. Liebevoll beschreibt er die Einzigartigkeit seiner Charaktere in ihrer Unvollkommenheit, manchmal auch Schrulligkeit, ohne dabei die Menschen der Lächerlichkeit preiszugeben. Damit verleiht er ihnen Würde, macht sie besonders und unverwechselbar, so dass der Leser in allen Lebenslagen mit fiebert, mit leidet und mit lacht“, so Medienminister Dr. Florian Herrmann, der den Preis an Joachim Meyerhoff überreichte.

Für den Bayerischen Buchpreis 2019 waren in der Kategorie Belletristik neben dem Roman „Der vergessliche Riese“ von David Wagner (Rowohlt), die Romane „Levi“ von Carmen Buttjer (Galiani) und „Propaganda“ von Steffen Kopetzky (Rowohlt Berlin) nominiert. In der Kategorie Sachbuch waren es außer dem Buch „Furcht und Freiheit. Für einen anderen Liberalismus“ von Jan-Werner Müller (Suhrkamp) die Bücher „Die Gesellschaft des Zorns. Rechtspopulismus im globalen Zeitalter“ von Cornelia Koppetsch (transcript) sowie „Warum Demokratien Helden brauchen. Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus“ von Dieter Thomä (Ullstein).

Aufgrund „eines schwebenden Verfahrens über die Vorwürfe, dass gewisse Formulierungen nicht dem wissenschaftlichen Comment entsprechen“, so Sandra Kegel, hat sich die Jury entschieden, das Buch von Cornelia Koppetsch „Die Gesellschaft des Zorns. Rechtspopulismus im globalen Zeitalter“ nicht bei der inhaltlichen Diskussion und damit bei der Preisentscheidung zu berücksichtigen.

Der Bayerische Buchpreis
wurde in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben. Die Preisverleihung fand in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz statt und wurde live im Hörfunk auf Bayern 2 ab 20.05 Uhr übertragen. Der ebenfalls gesendete Internet-Livestream ist nach wie vor in der BR-Mediathek abrufbar. Der Bayerische Buchpreis 2019 wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern veranstaltet und gefördert von der Bayerischen Staatskanzlei. Weiterhin wird der Bayerische Buchpreis unterstützt vom Bayerischen Rundfunk als Medienpartner und gefördert von der ZEIT Verlagsgruppe, dem PS-Sparen der bayerischen Sparkassen, dem Verein zur Leseförderung sowie der Abendzeitung.

Weitere Informationen unter: www.bayerischer-buchpreis.de

(Pressemeldung/Bayerischer Buchpreis)

Foto: Bayerischer Buchpreis 2019 / Die drei Preisträger: Joachim Meyerhoff, Jan-Werner Müller und David Wagner – © Yves Krier

Besucherrekord: 55.000 Besucher kamen auf die BUCH WIEN 2019

Das bedeutet eine nochmalige Steigerung zum Rekord des Vorjahres (51.000 BesucherInnen).

Die BUCH WIEN zeigte sich im zwölften Jahr größer und internationaler denn je: Die Fläche wurde von 11.000m² auf 12.000m² erweitert. Insgesamt waren 25 Nationen auf der Messe vertreten, 385 Aussteller präsentierten ihre Verlage und Institutionen. Es waren 575 AutorInnen und Mitwirkende mit über 500 Veranstaltungen beteiligt, eine deutliche Steigerung zum Vorjahr (2018: 417 AutorInnen/425 Veranstaltungen). Programm gab es an 5 Tagen auf der Messe und an 35 Locations in Wien.

Die Messe-Buchhandlung stand, wie in den vergangenen Jahren, unter der Flagge von Thalia – wurde von Michaela Bokon und ihrem Team organisiert.

Den Auftakt der BUCH WIEN-Festwoche setzte die Vergabe des Österreichischen Buchpreises (Montag, 4. November) und tags darauf die Verleihung des Leo-Perutz-Preises (Dienstag, 5. November). Am Mittwoch, 6. November, fand die offizielle Eröffnung der BUCH WIEN mit der „Langen Nacht der Bücher“ in Anwesenheit von Bundespräsident Alexander Van der Bellen statt. Bei der alljährlichen Buch-Party am Freitag, den 8. November, lautete das Motto im Gartenbaukino „BUCH WIEN tanzt“. Vor dem offiziellen Messestart gab es mit „BUCH WIEN on Tour“ erstmals Programm in ausgewählten Buchhandlungen in den Bundesländern.

Messetermin 2020: 11. bis 15. November/ www.buchwien.at

(Foto: Erika Pluhar auf der ORF-Bühne – © LCM Foto Richard Schuster)

„100 Jahre wach“: Thalia feiert das 100. Jubiläumsjahr mit einer Gala in der Elbphilharmonie

Exklusive Jubiläumsgala: Mehr als 300 Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft / Große Rede des Abends: Bundespräsident a.D. Joachim Gauck über Verantwortung und Toleranz / Lightning-Talks: Bestsellerautoren Elke Heidenreich, Peter Wohlleben und Marc Elsberg beziehen Stellung zu wichtigen Fragen unserer Zeit

Eine Welt, in der Inhalt zählt. Diese Unternehmensvision hat Thalia im Rahmen der Abschlussveranstaltung des 100. Jubiläumsjahres mit hochklassigen Beiträgen zum Leben erweckt. Die große Rede des Abends hielt Altbundespräsident Joachim Gauck. In seiner Festrede sprach er über die Bedeutung von Verantwortung und Toleranz für die Gesellschaft und die besondere Rolle von Familienunternehmen.

Der rote Faden des Abends wurde durch das Motto „100 Jahre Thalia. 100 Jahre wach.“ bestimmt. In inspirierenden Kurzvorträgen setzten sich die Bestsellerautoren Elke Heidenreich, Peter Wohlleben und Marc Elsberg leidenschaftlich für ihre Themen ein. Deutschlands bedeutendste Literaturvermittlerin Elke Heidenreich sprach darüber, wie wichtig Bücher nicht nur für sie selbst sind und waren, sondern für uns alle. Bücher, sagte sie, sind das rettende Geländer über die Abgründe der Welt und des Lebens hinweg.

Peter Wohlleben erreicht und begeistert mit seinen Büchern rund um Natur und Wald ein Millionenpublikum. Gestern Abend warf er ein Schlaglicht auf das Thema Nachhaltigkeit und entwickelte Ideen zum Naturschutz und dem ganz pragmatischen Umgang damit. Die spannenden Thriller von Marc Elsberg haben ihren Ursprung in der Realität. Im Gespräch mit Thalia Chef Michael Busch ging es um die Grundlagen für seine Geschichten und den Einfluss von Macht aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auf unsere Privatsphäre und damit den Kern unserer über Jahrhunderte erkämpften freiheitlichen Bürgerrechte. Der Kabarettist Manfred Lütz fasste den Abend zu später Stunde vergnüglich zusammen.

Herder Verleger und Thalia Gesellschafter Manuel Herder führte durch den Abend. Für die musikalische Begleitung sorgte am Flügel der Pianist und Komponist Marc-Aurel Floros.

Zu den Gästen des Abends gehörten u.a. Julia Becker, Aufsichtsratsvorsitzende der FUNKE Mediengruppe, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins Alexander Skipis, Verleger Thomas Ganske, ZEIT-Geschäftsführer Dr. Rainer Esser, Joachim Lux, Intendant des Thalia Theaters und Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitschriftenverleger Stephan Scherzer. Auch bekannte Autoren, darunter Karin Duve, Harald Martenstein, Romy Fölck und Petra Hülsmann waren anwesend und gratulierten Thalia zum 100. Geburtstag.

Neben den Gastgebern Michael Busch und Dr. Hartmut Falter waren auch die Thalia Gesellschafter Dr. Leif. E. Göritz und Dr. Henning Kreke sowie der frühere Thalia Inhaber Jürgen Könnecke und deren Familien zu Gast.

(aus der Pressemeldung/Thalia)
FOTO: © Thalia Bücher GmbH/Christian Irrgang

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hielt die Festrede bei der BUCH WIEN Eröffnung

Die festliche Eröffnung und die nachfolgende Lange Nacht der Bücher auf der Messe Wien läutete am 6. November die bisher umfangreichste BUCH WIEN seit ihrem Bestehen ein. Nach den Begrüßungsworten durch Benedikt Föger (Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels) sprach Kultur-Stadträtin Veronica Kaup-Hasler zu den Festgästen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen hielt die Festrede und Journalist und Chefredakteur Armin Thurnher war der diesjährige Eröffnungsredner. Erstmals war die Eröffnung für alle MessebesucherInnen zugänglich.

Benedikt Föger (Foto/© LCM Foto Richard Schuster) sprach über die Wichtigkeit von Umweltschutz und die Notwendigkeit der Ökologisierung der Buchbranche und rief im Zuge dessen dazu auf, ökologisch richtig zu handeln.

Veronica Kaup-Hasler sprach über die internationale Strahlkraft der Messe: „Ein Leben wird nicht ausreichen um zu lesen, was hier präsentiert wird“.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit von Lesekompetenz und der Fähigkeit, sich auf Texte einzulassen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Armin Thurnher sprach in seiner Rede über die Krise der Kommunikation und des öffentlichen Gesprächs und betonte dabei die Rolle des Buches: „Das Buch steht gegen Desinformation und für alles, was uns wichtig ist und wichtig sein sollte.“ Die Eröffnungsrede von Armin Thurnher war via Livestream zu sehen. Hier ist der Link zum Video.

Günter Kaindlstorfer, der Programmdirektor BUCH WIEN19, zeigte sich beeindruckt: „Wow, das war ein Start nach Maß. Eine starke Eröffnungsrede, coole Musik, spannende Lesungen und viele, viele literaturbegeisterte Menschen: Einer erfolgreichen BUCH WIEN 19 steht nichts mehr im Wege.“

Bühnenprogramm

Die Band Fuzzman & The Singin‘ Rebels läutete das Bühnenprogramm ein.

Danach stellten Veit Heinichen, Vea Kaiser, Dirk Stermann (Foto/© LCM Foto Richard Schuster) und Clemens J. Setz ihre neuen Bücher im Gespräch mit Florian Scheuba vor.

Parallel dazu sprachen Ingrid Brodnig (Digitalisierungsexpertin und Autorin), Konrad Paul Liessmann (Philosoph), Christian Rau (General Manager, Mastercard) und Sarah Spiekermann (Wirtschaftsinformatikerin) in der Diskussionsveranstaltung „Wie Digitalisierung unsere Welt verändert“ mit Lou Lorenz-Dittlbacher über die Herausforderungen der Digitalisierung.

Weitere Highlights waren die Eröffnung der Ausstellung „Die letzten Tage der Menschheit“ im Beisein der Künstlerin Deborah Sengl und der alljährliche Poetryslam, moderiert von Mieze Medusa.

(aus der Pressemeldung des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels) Alle Fotos: © LCM Foto Richard Schuster

 

BuchQuartier 2019 – 7.-8. Dezember

Am 7. und 8. Dezember findet zum 7. Mal das BuchQuartier – die Messe der kleinen und unabhängigen Verlage – im Wiener MuseumsQuartier statt. Bei freiem Eintritt entsteht ein ungezwungener Rahmen für lese- und wortaffine Begegnungen mit über 70 Verlagen aus dem deutschsprachigen Raum.

Foto: (c) Marlene Karpischek

Auf der Lesebühne
finden rund um die Uhr Veranstaltungen statt, u.a. die Lesung der PreisträgerInnen der exil-Literaturpreise 2019 (Samstag, 14:20 Uhr), eine „Komische Auktion zugunsten des Vereins Ute Bock“ mit Max Zirkowitsch (Samstag, 15:25 Uhr), die Verleihung des „Österreichischen Cartoonpreises 2019“ (Samstag, 18:30 Uhr), die Lesung von Christopher Wurmdobler aus seinem neuen Buch „Reset“ (Sonntag, 13:30 Uhr), eine Lesung von Bettina Balàka aus ihrem wunderbaren Roman „Die Tauben von Brünn“ (Sonntag, 14:45 Uhr) und die Krimilesung von Manfred Rebhandl aus „Biermösel“ (Sonntag, 15:10 Uhr).

Das Programmheft mit allen Lesungen und Ausstellern gibt’s hier als PDF zum Download:
http://www.buchquartier.com/wp-content/uploads/2019/10/BQ2019_Programmheft.pdf

Öffnungszeiten
7. & 8. Dezember 2019, jeweils 11-19 Uhr
Eintritt frei!

BUCHQUARTIER – DER MARKT DER INDEPENDENT- & KLEINVERLAGE
MuseumsQuartier, Ovalhalle/Arena21, Museumsplatz 1, 1070 Wien

WEB: http://www.buchquartier.com

facebook: http://facebook.com/buchquartier

Deutscher Sachbuchpreis 2020 – Titelmeldung für Verlage noch bis 22. November 2019

Ausschreibung unter www.deutscher-sachbuchpreis.de

Noch bis 22. November 2019 können Verlage jeweils zwei deutschsprachige Monographien aus dem aktuellen oder geplanten Programm einreichen und bis zu fünf weitere Titel empfehlen. Die Titel müssen zwischen Mai 2019 und April 2020 erschienen und spätestens bei Bekanntgabe der Nominierungen am 21. April im Buchhandel erhältlich sein.

Das Sachbuch des Jahres wird in zwei Auswahlstufen ermittelt. Die Jury stellt eine acht Titel umfassende Nominierungsliste zusammen, die sie am 21. April 2020 bekannt gibt. Aus dieser Auswahl ermitteln die Jurorinnen und Juroren das Sachbuch des Jahres. Erst am Abend der Preisverleihung wird die oder der Preisträger bekanntgegeben.

Die Jury für den Deutschen Sachbuchpreis 2020 steht fest.
Die Akademie Deutscher Sachbuchpreis hat diese sieben Expertinnen und Experten aus der Sachbuchkritik, dem Journalismus, der Wissenschaft und dem Buchhandel in die Jury berufen:

  • Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher (Mathematikum Gießen)
  • Susanne Beyer (Der Spiegel)
  • Klaus Kowalke (Buchhandlung Lessing und Kompanie, Chemnitz)
  • Tania Martini (die tageszeitung)
  • Helmut Mayer (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
  • Dr. Emilia Roig (Center for Intersectional Justice)
  • Dr. Kia Vahland (Süddeutsche Zeitung)

Die Jurymitglieder entscheiden, wer den ersten Deutschen Sachbuchpreis erhält. Um eine größtmögliche Unabhängigkeit der Auszeichnung zu gewährleisten, wählt die Akademie Deutscher Sachbuchpreis die Jury in jedem Jahr neu. Eine mehrmalige Jurymitgliedschaft ist möglich.

Die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergibt die mit insgesamt 42.500 Euro dotierte Auszeichnung erstmals am 16. Juni 2020 im Humboldt Forum im Berliner Schloss. Sie geht an ein herausragendes, in deutscher Sprache verfasstes Sachbuch, das Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung gibt. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält 25.000 Euro, die sieben Nominierten erhalten je 2.500 Euro.

Hauptförderer des Preises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Unterstützer sind der Technologie- und Informationsanbieter MVB und die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.

Alle Informationen und das Online-Bewerbungsformular können abgerufen werden unter www.deutscher-sachbuchpreis.de.

Der Hashtag lautet: #DSP20

Aus einer Pressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. / Frankfurt am Main, 5. November 2019

Leo-Perutz-Preis 2019 an Alex Beer

Der zehnte Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur wurde am 5. November in feierlichem Rahmen in der Wienbibliothek im Rathaus an Alex Beer verliehen. Die diesjährige Preisträgerin wurde für ihren Kriminalroman „Der dunkle Bote“ (Limes Verlag) ausgezeichnet. Der Preis wurde von Sylvia Fassl-Vogler, Stadt Wien Kultur und Gustav Soucek, Geschäftsführer des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels überreicht. Anita Eichinger, Direktorin der Wienbibliothek im Rathaus, begrüßte die Gäste.

Aus der Begründung der Jury: „Einen Krimi über Wien zu schreiben, ist kniffliger als man denkt: Wien verlangt als Schauplatz eine schmale Gratwanderung zwischen Kitsch und Klischee, der Wiener Dialekt erfordert ein sicheres Händchen. Die Vorarlbergerin Alex Beer bewältigt diese besonderen Herausforderungen in ihrem Buch Der dunkle Bote mit Bravour. Sie erzählt zwar auf hochdeutsch, streut aber gekonnt und ungekünstelt Dialekt-Passagen ein. Das macht die Sprache stimmig, lebendig und authentisch. Ebenso makellos wie Beers Handhabung der Sprache ist ihre historische Recherche. Die Autorin arbeitet die Zwischenkriegszeit penibel auf und transponiert sie in eine eingängige Erzählung. Sie hält den Spannungsbogen in diesem atemberaubenden Krimi mühelos über 400 Seiten aufrecht – und das auf mehr als einer Ebene. Sie jongliert die einzelnen Handlungsstränge und fügt sie elegant zusammen. Dennoch verzichtet die Autorin auf den dicken Pinsel und malt das Bild eines politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich bis zum Zerreißen gespannten Wien in feinen Schattierungen. Mit einem Wort: Man lernt etwas und fürchtet sich dabei – was könnte man Besseres über einen historischen Kriminalroman sagen? Der dunkle Bote ist nach Meinung der Leo-Perutz-Jury der bisherige Höhepunkt im Schaffen von Alex Beer.“

Die Jury 2019

  • Jury-Sprecherin Sylvia Fassl-Vogler (Stadt Wien Kultur)
  • Michael Kratochvil (Buchhandlung Kuppitsch)
  • Fritz Lehner (Krimiautor und Leo-Perutz-Preisträger 2018)
  • Elisabeth Schippel (Buchhandlung Krimisalon)
  • Nina Lämmermayer (Bestattung Wien)
  • Doris Reiserer-Kraus (Journalistin, Die Presse am Sonntag)

Alex Beer
ist in Bregenz geboren, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Für Der zweite Reiter (Limes, 2017), dem ersten Roman ihrer Reihe um Polizeiagent August Emmerich, erhielt sie auch schon 2017 den Leo-Perutz-Preis. Alex Beer wurde mit dem Österreichischen Krimipreis 2019 ausgezeichnet.

Der Preis
Mit dem Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur, der jährlich vergeben wird, sollen Krimis ausgezeichnet werden, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, wird gemeinsam von der Stadt Wien Kultur und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gestiftet und mit freundlicher Unterstützung der Bestattung Wien ausgerichtet.

TERMIN
Alex Beer liest am Samstag, den 9. November, im Rahmen der BUCH WIEN 19 (Messe Wien, Halle D, ORF-Bühne) von 11:30 bis 12:00 auf der ORF-Bühne.

 

Buchpreis der Salzburger Wirtschaft 2019 an Arno Kleibel

Arno Kleibel wird für seine Verlegertätigkeit mit dem Buchpreis der Salzburger Wirtschaft 2019 ausgezeichnet. Der mit € 7.000,- dotierte Preis wird am 12.11.2019 in Salzburg verliehen.

Arno Kleibel, Verleger des Otto Müller Verlages, erhält für „besondere verlegerische Initiativen“ den Buchpreis der Salzburger Wirtschaft 2019.

In der Jury-Begründung heißt es: „Arno Kleibel hat in seiner Verlegertätigkeit einerseits einige ganz wesentliche Debüts ermöglicht, andererseits hält er seinen Hausautoren und -autorinnen die verlegerische Treue. Auch als nimmermüder Mit-Herausgeber der Zeitschrift ‚Literatur und Kritik‘ ist Arno Kleibel unverzichtbar, nicht nur für das Salzburger Literaturgeschehen, sondern weit darüber hinaus.“

Der Buchpreis der Salzburger Wirtschaft wird seit 2003 im Zweijahresrhythmus von der Wirtschaftskammer Salzburg und der Fachgruppe Buch- und Medienwirtschaft verliehen. Aufgabe des Preises ist es, das Gesamtwerk eines Autors oder Verlegers mit Salzburg-Bezug zu würdigen, der einen wichtigen Beitrag zur zeitgenössischen Literatur geleistet hat. Die Preisverleihung findet am 12.11.2019 um 19:30 Uhr im WIFI Salzburg statt. Die Laudatio hält Karl-Markus Gauß.

Arno Kleibel wurde 1961 in St. Pölten (Niederösterreich) geboren. Nach der Matura absolvierte er eine Buchhandelslehre in Salzburg, danach arbeitete er in verschiedenen Buchhandlungen und Verlagen. 1986 übernahm er die Leitung des von seinem Großvater im Jahr 1937 gegründeten Otto Müller Verlags. Seit 1991 gibt er gemeinsam mit dem österreichischen Autor Karl-Markus Gauß die Zeitschrift „Literatur und Kritik“ heraus. Arno Kleibel ist seit 1990 Mitglied im Landesgremium Buch- und Medienwirtschaft, seit 1996 Mitglied im Aufsichtsrat der Verwertungsgesellschaft Literar Mechana. Von 1995 bis 2010 war er außerdem Landesgremialvorsteher Buch- und Medienwirtschaft, von 2000 bis 2010 Mitglied im Bundesgremium Buch- und Medienwirtschaft, von 2004 bis 2009 Vorsitzender des österreichischen Verlegerverbandes und von 2001 bis 2005 Präsident der Vereinigung des katholischen Buchhandels Österreich.

Österreichischer Buchpreis 2019 an Norbert Gstrein für „Als ich jung war“ (Carl Hanser Verlag)

Norbert Gstrein wurde am 4. November 2019 im Wiener Kasino am Schwarzenbergplatz für seinen 2019 im Carl Hanser Verlag erschienenen Roman „Als ich jung war“ mit dem Österreichischen Buchpreis 2019 ausgezeichnet. Angela Lehner erhielt den Debutpreis für ihr Werk „Vater unser“ – erschienen bei Hanser Berlin – das jüngst mit dem Literaturpreis Alpha ausgezeichnet wurde. Die Preise wurden von Sektionschef Jürgen Meindl verliehen. Insgesamt wurden 2019 für den Österreichischen Buchpreis und den Debutpreis 140 Werke von 68 Verlagen eingereicht.

 

Norbert Gstrein, Als ich jung war (Carl Hanser Verlag)
Hardcover, 352 Seiten, 978-3-446-26371-0, € 23,70
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Norbert Gstrein, 1961 in Tirol geboren, lebt in Hamburg. Er erhielt unter anderem den Alfred-Döblin-Preis und den Uwe-Johnson-Preis. Bei Hanser erschienen „Die Winter im Süden“ (Roman, 2008), „Die englischen Jahre“ (Roman, Neuausgabe 2008), „Das Handwerk des Tötens“ (Roman, Neuausgabe 2010), „Die ganze Wahrheit“ (Roman, 2010), „In der Luft“ (Erzählungen, Neuausgabe 2011), „Eine Ahnung vom Anfang“ (Roman, 2013), „In der freien Welt“ (Roman, 2016), „Die kommenden Jahre“ (Roman, 2018) und „Als ich jung war“ (Roman, 2019).

 

Angela Lehner, Vater unser (Hanser Berlin)
Hardcover, 284 Seiten, 978-3-446-26259-1, € 22,70
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Angela Lehner, geboren 1987 in Klagenfurt, aufgewachsen in Osttirol, lebt in Berlin. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien, Maynooth und Erlangen. Sie nahm 2016 an der Prosawerkstatt des Literarischen Colloquiums Berlin und 2017 am Klagenfurter Häschenkurs teil. 2018 war sie Finalistin des Literaturpreises Floriana. Ihr Debütroman Vater unser war Longlist-nominiert für den Deutschen Buchpreis 2019 und wurde mit dem Franz-Tumler-Literaturpreis 2019 und dem Literaturpreis Alpha 2019 ausgezeichnet.

 

Der Österreichische Buchpreis
ist mit 20.000 Euro dotiert – die weiteren vier Titel der Shortlist mit jeweils 2.500 Euro. Diese sind:

  • Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land (Klett-Cotta)
  • Karl-Markus Gauß: Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer (Zsolnay)
  • Sophie Reyer: Mutter brennt (edition keiper)
  • Clemens J. Setz: Der Trost runder Dinge (Suhrkamp)

Die Begründung der Jury: „Norbert Gstreins Roman erinnert an das Gedicht „Zwielicht“ von Joseph von Eichendorff: Die Dämmerung bricht an, etwas Numinoses legt sich über das Land. Selbst dem Freund ist nicht zu trauen in dieser Stunde der verlorenen Sicherheiten. Norbert Gstrein ist ein Meister des „zwielichtigen“ Erzählens. Protagonist seines Romans ist ein Wirtssohn, der einige Jahre als Schilehrer in den USA gearbeitet hat, um dann nach Österreich zurückzukehren. Franz erzählt uns seine Geschichte, aber je mehr Details er vorbringt, umso unsicherer wird der Leser. Eine Braut ist gestorben – aber wie? Ein Mädchen wurde vergewaltigt – vielleicht. Ein anderes Mädchen ist verschwunden – wohin? Norbert Gstrein setzt Zeichen um Zeichen. Man folgt seinem Konstrukt und seinem bewundernswert klaren Satzbau mit Spannung, aber im Gegensatz zum Detektivroman gibt es hier kein Superhirn, das die Zeichen eindeutig interpretieren könnte. Am Ende hält der Leser viele Fäden in der Hand. Ob einer davon der rote ist – wer weiß?“

Der von der Arbeiterkammer gestiftete Debutpreis
ist mit 10.000 Euro dotiert – die weiteren zwei Titel der Debut-Shortlist mit jeweils 2.500 Euro. Diese sind:

  • Marko Dinic: Die guten Tage (Zsolnay)
  • Tanja Raich: Jesolo (Blessing)

Die Begründung der Jury: „In Angela Lehners Roman „Vater unser“ erzählt Eva Gruber von ihrer Einlieferung in die psychiatrische Anstalt, ihrem magersüchtigen Bruder, den sie dort findet und retten möchte, und ihrem Vater, den sie zusammen mit dem Bruder töten will. An das Gebot „Du sollst nicht lügen“, das es, wie sie feststellt, gar nicht gibt, hält sie sich überhaupt nicht: Hat sie nun die Kindergartenkinder erschossen, wie sie behauptet? Wurden sie und ihr Bruder vom Vater missbraucht und von der Mutter allein gelassen? Begeht der Chefpsychiater, der sie behandelt, wirklich Selbstmord? Unzuverlässig ist sie, die Erzählerin, respektlos und verletzlich zugleich, und sie kehrt damit nicht nur die Welten der Irren und der Normalen um, sondern stellt auch sämtliche, zumeist männliche Autoritäten und deren Ordnungen in Frage. Angela Lehners fulminanter Debütroman, unsentimental, frech und direkt erzählt, ist Familiengeschichte, Krankenhausreport und Krimi in einem – und zugleich ein kritischer Befund eines katholisch geprägten Österreich, in dem auf den Hausaltären neben dem Rosenkranz das gerahmte Porträtfoto von Jörg Haider liegt.“

Die mit der Entscheidung betraute Jury setzte sich 2019 zusammen aus:

  • Pia Janke (Germanistin)
  • Robert Renk (Buchhändler, Wagner’sche Universitätsbuchhandlung)
  • Christian Schacherreiter (Literaturkritiker)
  • Anne-Catherine Simon (Journalistin, Die Presse)
  • Uwe Wittstock (Literaturkritiker)

Der Österreichische Buchpreis wurde 2019 zum vierten Mal  vom Bundeskanzleramt der Republik Österreich, dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien veranstaltet.

Termine
Die GewinnerInnen Norbert Gstrein und Angela Lehner werden am Donnerstag, 7. November, um 16:00 Uhr auf der BUCH WIEN 19 (Messe Wien, Halle D, ORF-Bühne) gemeinsam auftreten und über ihre prämierten Werke sprechen.
Norbert Gstrein liest am Samstag, den 9. November, im Rahmen der BUCH WIEN 19 im Metro Kinokulturhaus. Anmeldungen unter: reservierung@filmarchiv.at

Mehr unter: oesterreichischer-buchpreis.at

Eine STADT. Ein BUCH. – Connie Palmen in Wien

Am 13. und 14. November 2019

Einmal im Jahr wird ein besonderes Buch ausgewählt, von dem 100.000 spezielle Exemplare gedruckt und in ganz Wien verteilt werden. Dieses Jahr ist die Wahl auf „Die Gesetze“ von Connie Palmen gefallen. Die Eröffnung findet am 13.11.2019 in der Hauptbücherei statt. Die Bücher sind an allen Verteilstellen ab 14.11.2019 gratis verfügbar. Organisiert von wienlive und Wien Energie.

> einestadteinbuch.at

Connie Palmen, geboren 1955, studierte Philosophie und Niederländische Literatur und lebt in Amsterdam. Ihr erster Roman „Die Gesetze“ erschien 1991 und wurde gleich ein internationaler Bestseller. Sie erhielt für ihre Werke zahlreiche Auszeichnungen, wie z. B. den renommierten AKO-Literaturpreis für den Roman „Die Freundschaft“ und den Libro Literaturpreis 2016 für „Du sagst es“. Zuletzt erschienen: „Die Sünden der Frau“. Connie Palmen ist für den Euregio-Schüler-Literaturpreis 2020 nominiert („Du sagst es“). (Foto: © Annaleen Louwes)

Eine STADT. Ein BUCH.
Veranstaltungen mit Connie Palmen

Mittwoch, 13.11.2019, Eröffnung in der Hauptbücherei
Mittwoch, 13.11.2019, Autorinnengespräch und Lesung in der Energie-Erlebniswelt
Donnerstag, 14.11.2019, Ehrengala im Wiener Rathaus. Tickets können nur gewonnen werden. Teilnahmeschluss ist der 4.11.2019. Zum Gewinnspiel.

Die Gesetze
Erschienen 1991, Diogenes. Aus dem Niederländischen von Barbara Heller.
In sieben Jahren begegnet eine junge Studentin sieben Männern: dem Astrologen, dem Epileptiker, dem Philosophen, dem Priester, dem Physiker, dem Künstler und dem Psychiater. Sie begehrt an diesen Männern vor allem das Wissen, das sie befähigt, die Welt zu beurteilen. Sie versucht die Gesetze, die sie sich für ihr Leben gewählt haben, zu ergründen, sucht nach dem, was Halt in einer unsicheren Welt geben kann.

> Zur Originalausgabe bei Diogenes

BuK lädt ein: „Das BuK-Literaturquiz 2019“ am 21. November 2019

Es weht der Wind, die Blätter fallen – es ist Herbst. Das bedeutet auch, dass die Zeit wieder reif ist für das alljährliche, traditionelle, großartige BuK-Literaturquiz! Such Dir das beste Team der Welt und stellt Euch gemeinsam den Fragen, die die Buchwelt bewegen. Ein Wettkampf der Größten, graue Zelle gegen graue Zelle, das wohl beste Training für die kommende wilde Weihnachtszeit, und Du bist dabei! Es geht um Glanz, Gloria und Literatur, aber auch um Preise, so wunderbar und einzigartig, dass sie nur bei einem BuK-Literaturquiz vergeben werden können.

Durch den Abend führen die allwissenden ZeremonienmeisterInnen und VertreterkollegInnen:

Bettina Wagner (Diogenes Verlag)
Horst Bayer (Kager & Treml)
Bernhard Spiessberger (Verlagsvertretung Spiessberger)

Für die Beschallung der Hirnzellen und Schwung im Kopf sorgen die wunderbaren AnzoAccoustic.

Ihr braucht:

  • 1 Teamnamen
  • Insg. 2-5 Teammitglieder

Anmeldung unter buk@bukwien.com bis Dienstag, 19. 11. 2019

Wann: 21. 11. 2019, 19 Uhr | Wo: Café Ritter Ottakring, Ottakringer Straße 117, 1160 Wien

Mehr Infos: www.facebook.com/groups/bukwien/

Anmeldung und Anfragen: buk@bukwien.com

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Das BuK-Team:
Stefanie Jaksch (Kremayr & Scheriau/Orac) | Brigitte Kaserer (Zsolnay / Deuticke) | Johannes Kößler (Seeseiten Buchhandlung) | Anita Luttenberger (Braumüller Verlag) | Michael Winroither (Zsolnay / Deuticke)

Ein Fest für die Kriminalliteratur

Das dritte Krimifest größer, spektakulärer, spannender

Erstmals standen heuer neben Tirol auch weitere Bundesländer Österreichs im Zeichen des Kriminalromans: Mit dem Krimifest am Wörthersee und dem Krimifest bei Thalia fanden über 80 Veranstaltungen in Gesamtösterreich statt. Rund 6.000 Besucherinnen und Besucher folgten in diesem Jahr der Einladung der beiden Initiatoren Bernhard Aichner und Markus Hatzer und trugen maßgeblich dazu bei, dass die Veranstaltungen zu einem unvergleichlichen Erlebnis wurden – nicht zuletzt auch für die geladenen Autorinnen und Autoren, die aus aller Welt kamen, um bei diesem einmaligen Event dabei zu sein.

Das Krimifest 2019 war ein voller Erfolg. Von Signierstunden über Workshops und Frühstückslesungen bis hin zur „Ladies Crime Night“ – die Vielfalt des Kriminalromans spiegelte sich nicht nur in den Texten, sondern auch in den Veranstaltungsformaten wider. Dass sich die Krimibegeisterung durch alle Altersgruppen zieht, zeigte einmal mehr der Raiffeisen Jugend-Krimipreis, der im Rahmen der großen Eröffnungsfeier an die diesjährige Gewinnerin, Johanna Westreicher verliehen wurde. Ihr Kurzkrimi „Der Schriftsteller“ liegt nun als Booklet in allen Raiffeisen-Banken auf. Das diesjährige TT-Krimifest-Aufenthaltsstipendium ging an die Autorin Christine Brand.

Über das zahlreiche und überaus positive Feedback der Besucherinnen und Besucher freuten sich alle Beteiligten, allen voran die beiden Festival-Initiatoren Bernhard Aichner und Markus Hatzer. Damit kann die Arbeit für das nächste Krimifest beginnen – wir freuen uns darauf!

Der Österreichische Krimipreis als krönender Abschluss

Am Ende dieser spannungsgeladenen Woche wurde schließlich der Österreichische Krimipreis 2019 verliehen. Die Preisträgerin Alex Beer macht in ihren Werken wie keine andere historische Lebenswelten und deren Gefahren erlebbar. Die in ihren Büchern verhandelten Themen sind dabei stets zeitlos.

Der mit 4.000 Euro dotierte Preis wurde im exklusiven Ambiente des Preisstifters, den Swarovski Kristallwelten, überreicht. Die Laudatio hielt die Gewinnerin des Vorjahres, Ursula Poznanski.

Mit dem Österreichischen Krimipreis wird jährlich ein deutschsprachiger Autor oder eine deutschsprachige Autorin ausgezeichnet, dessen/deren Kriminalromane inhaltlich und literarisch besonders überzeugen und die kulturelle und gesellschaftliche Relevanz des Genres unterstreichen, sowie richtungsweisende neue Entwicklungen innerhalb des Genres anstoßen.

Statement der diesjährigen Preisträgerin Alex Beer:
„Die österreichische Krimilandschaft ist bunt, abwechslungsreich und von Erfolg gekrönt. Es gibt mittlerweile sehr viele herausragende Autorinnen und Autoren, die bis weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt sind und auf internationalem Niveau agieren. Dass eine renommierte Fachjury ausgerechnet mich mit dieser prestigeträchtigen Auszeichnung bedenkt, ist deshalb eine umso größere Ehre. Ich bin überwältigt und freue mich riesig.“

Im Bild: v.l.n.r. Bernhard Aichner, Alex Beer, Ursula Poznanski, Markus Hatzer
Foto: (c) Gerhard Berger

Alex Beer,

geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Auch im Literarischen gräbt sie nach verborgenen Geheimnissen aus früheren Zeiten: Ihre vielfach ausgezeichnete Serie um den Wiener Kriminalinspektor August Emmerich spielt im Wien der 1920er Jahre. Nach den ersten drei Fällen »Der zweite Reiter«, ausgezeichnet mit dem Leo-Perutz-Preis für Kriminalliteratur 2017, »Die rote Frau«, nominiert für den Friedrich-Glauser-Preis 2019, und »Der dunkle Bote« erscheint im Mai 2020 der vierte, von den Fans lange erwartete Roman um Emmerich.
Mit »Unter Wölfen« erscheint im November 2019 ein Roman, der in ein anderes, dunkles Kapitel der Historie führt: Im Jahre 1942 kämpft Isaak Rubinstein um das Leben seiner Familie. Um sie zu schützen, infiltriert er die Gestapo und ermittelt unter falschem Namen in einem brisanten Mordfall.
Wie keine andere macht Alex Beer historische Lebenswelten und deren Gefahren erlebbar, die in ihren Büchern verhandelten Themen sind dabei jedoch zeitlos.

Saskia Luka erhält den Buchpreis 2019 der Stiftung Ravensburger Verlag

Den Buchpreis 2019 der Stiftung Ravensburger Verlag erhält die 38jährige Autorin Saskia Luka für ihren Familienroman „Tag für Tag“ (Kein & Aber). Stiftungsvorstand Johannes Hauenstein übergibt den mit 12.000 Euro dotierten Preis am 25. November 2019 in Berlin. In den Vorjahren von 2011 bis 2018 waren die Schriftsteller(innen) Hannes Köhler, Annette Mingels, Benedict Wells, Vea Kaiser, Lena Gorelik, Doris Knecht, Sten Nadolny und Maja Haderlap mit dem Buchpreis Familienroman ausgezeichnet worden.

Die Autorin und ihr Roman

Saskia Luka wurde 1980 in Köln geboren, heute lebt sie mit ihrer Familie auf der dalmatinischen Insel Bra? (Kroatien). Ihr Debütroman „Tag für Tag“ erzählt von drei Frauen – Großmutter, Tochter, Enkelin –, deren Leben direkt und indirekt durch den Jugoslawienkrieg geprägt wurden. Lucia, die Großmutter, hat sich trotz des Krieges nicht aus ihrem von allen anderen Bewohnern verlassenen Dorf vertreiben lassen. Ihre Tochter Maria dagegen verließ das Land und baute sich in Deutschland ein neues Leben als Künstlerin, Ehefrau und Mutter auf. Anna, die Enkelin, wächst in München ohne Bezug zur Heimat ihrer Vorfahren auf. Sie lernt auch kein Kroatisch, denn ihre Mutter assimiliert sich gründlich und schüttelt ihre von Nationalismus und patriarchalischen Strukturen geprägte bäuerliche Herkunft vollständig ab. Nachdem Maria jedoch die mittlerweile hinfällige Großmutter zu sich nach Deutschland geholt hat, entwickelt sich ein vielschichtiger Konflikt zwischen den drei Frauen.

Begründung der Preisvergabe

Saskia Luka beschreibt in diesem Roman die Bindekräfte einer Familie auf berührende Weise. Die Kunstfertigkeit, mit der die Autorin die Konflikte zwischen den drei Frauen entwickelt und in der Schwebe hält, ohne als Erzählerin Partei zu ergreifen, ist überzeugend. Es wird spürbar, dass die familiären Verbindungen stärker und wichtiger sind als die gegensätzlichen Meinungen. Darüber hinaus stellt die Geschichte ein modernes Beispiel für eine gelingende, durchaus individuell variierende Identitätsfindung im Lebenskontext von Migration und Integration dar.

Stiftungs-Buchpreis für familienbezogenen Roman oder Erzählungen

Der zum neunten Mal verliehene Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag soll jährlich den Autor oder die Autorin einer deutschsprachigen Publikation erzählender Prosa (Roman, Erzählung, Anthologie) auszeichnen, die maximal zwei Jahre zuvor erschienen ist. Die Preissumme von 12.000 Euro erhält eine Schriftstellerin oder ein Schriftsteller, „der mit literarischen Stilmitteln ein zeitgenössisches Bild der Familie zeichnet“.

In der Zielsetzung heißt es weiter:
Ausgezeichnet wird ein Buch, das auf dem geistigen Niveau der Zeit die inneren Kräfte des Lebensmodells Familie und deren Dynamik anschaulich macht, was aktuelle Problemthemen einschließt. Die Bedeutung der Familie in der Gesellschaft steht im Mittelpunkt des Interesses der fiktionalen Handlung. Das Buch vermittelt erzählerisch Konfliktlösungen oder Lebensbeispiele, die einen Beitrag zur familiären Wertebildung leisten.

Die Berater und Entscheider

Bei der Entscheidung für den Buchpreis lässt sich die Stiftung von verschiedenen Fachleuten aus Literaturkritik und Buchhandel beraten. Im Jahr 2019 waren dies Dr. Uwe Wittstock (Autor und Literaturkritiker), Sandra Kegel (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Ellen Pomikalko (Buchmarkt), Dr. Ulrich Weinzierl (Autor und Literaturkritiker), Michael und Margarete Riethmüller (Buchhandlung RavensBuch) und Andrea Reidt (Journalistin und Autorin).

Buch- und Leuchtturm-Preisverleihungen im November in Berlin

Die Preisverleihung findet am 25. November 2019 in der Berliner Landesvertretung Baden-Württemberg statt. Die Laudatio auf die Buchpreisträgerin hält der Literaturkritiker Dr. Uwe Wittstock. Bei dieser Gelegenheit wird auch die zweite Auszeichnung der Stiftung Ravensburger Verlag überreicht: der ebenfalls mit 12.000 Euro dotierte „Leuchtturm-Preis 2019 für vorbildliches Engagement im Sektor familiäre, institutionelle oder ehrenamtliche Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen“. Diesen erhält die Münchener Sozialunternehmerin Eva Rapaport für das von ihr initiierte interreligiöse und interkulturelle Jugendnetzwerk YouthNet. Den Hauptvortrag der Veranstaltung hält der Psychologe und Stress-Experte Louis Lewitan zum Thema „Wie kann Integration gelingen? Eine psychologische Betrachtung“.

 

Buchcover © Kein & Aber Verlag Zürich

Saskia Luka Tag für Tag.
Roman. Kein & Aber Zürich 2019

Autorenfoto © Katarina Ivanisevic
Buchcover © Kein & Aber Verlag Zürich

Österreichischer Buchpreis 2019: Shortlist bekanntgegeben

Die Jury hat fünf Titel für den Österreichischen Buchpreis 2019 nominiert: 140 belletristische, essayistische, lyrische und dramatische Werke, die zwischen dem 10. Oktober 2018 und 8. Oktober 2019 erschienen sind, wurden eingereicht.

Auf der Shortlist für den Österreichischen Buchpreis 2019 sind folgende Werke (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land (Klett-Cotta)
  • Karl-Markus Gauß: Abenteuerliche Reise durch mein Zimmer (Zsolnay)
  • Norbert Gstrein: Als ich jung war (Carl Hanser)
  • Sophie Reyer: Mutter brennt (edition keiper)
  • Clemens J. Setz: Der Trost runder Dinge (Suhrkamp)

Die Jury-Begründungen finden Sie hier.

Alexander Schallenberg, Bundesminister für EU, Kunst, Kultur und Medien: „Drei stilistisch und thematisch außergewöhnliche Romane, ein Reiseessay der besonderen Art und ein Band mit Erzählungen, die ihresgleichen suchen, haben es auf die Shortlist zum Österreichischen Buchpreis geschafft – überzeugen Sie sich selbst von der hohen Qualität der österreichischen Gegenwartsliteratur.“

Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels:
„Die Shortlist des Österreichischen Buchpreises zeigt exemplarisch die Vielfalt und hohe Qualität der österreichischen Literatur. Die unabhängige Jury hat fünf besondere Titel ausgewählt – jedes der nominierten Bücher bietet Leserinnen und Lesern eine großartige Möglichkeit, die Welt der zeitgenössischen, heimischen Literatur zu entdecken. Jedes davon ist preiswürdig, wir erwarten mit Spannung die Entscheidung der Jury.“

AK Präsidentin Renate Anderl: „Es ist ein Anliegen der Arbeiterkammer Wien, die Vielfalt und den Reichtum der österreichischen Literatur sowie der kulturellen Aktivitäten in den verschiedenen Künsten zu unterstützen und zu fördern – und damit sichtbar zu machen. Mit dem Österreichischen Buchpreis wollen wir auch das Augenmerk unserer Mitglieder auf die österreichische Gegenwartsliteratur lenken.“

Die Jury

Die Jury 2019 setzt sich aus Pia Janke (Germanistin), Robert Renk (Buchhändler, Wagner`sche Universitätsbuchhandlung), Christian Schacherreiter (Literaturkritiker), Anne-Catherine Simon (Journalistin, die Presse) und Uwe Wittstock (Literaturkritiker) zusammen.

Preisverleihung im Rahmen der BUCH WIEN 19 am 4. November

Erst am Abend der Preisverleihung am 4. November 2019 erfahren die fünf AutorInnen der Shortlist sowie die drei AutorInnen der Debütpreis-Shortlist, wem der Österreichische Buchpreis und der Debütpreis zuerkannt werden. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger erhält 20.000 Euro; die vier anderen FinalistInnen jeweils 2.500 Euro. Der Debütpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, die beiden weiteren Debütpreis-FinalistInnen bekommen ebenfalls 2.500 Euro.

Der Österreichische Buchpreis wird vom Bundeskanzleramt der Republik Österreich, dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien ausgerichtet.

(ots Pressemeldung des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels)

Foto: v.l.n.r. Uwe Wittstock, Anne-Catherine Simon, Robert Renk, Pia Janke, Christian Schacherreiter. © HVB/Mercan Sümbültepe

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