JVM-Abend mit der Edition Konturen

Liebe Wiener Verlagsmenschen,
wir freuen uns unheimlich (!), nach der langen, erzwungenen Pause endlich unsere erste Veranstaltung 2021 anzukündigen:

Die Edition Konturen hat sich dem politischen Sachbuch verschrieben. Renommierte Namen wie Susanne Scholl und Ruth Wodak finden sich auf der Liste der Autor*innen. Eine ungewöhnliche (Cover-)Gestaltung zeichnet die Bücher aus, und auch die Positionierung auf der Website zeigt den Wunsch, sich abseits des Gewöhnlichen zu positionieren: „Die Bücher der Edition Konturen gehen auf Fragen ein, die man JournalistInnen nicht mehr stellt, weil sie in der Tat sehr komplex sind. Fragen, die die Wissenschaft oft nicht zu stellen wagt, weil es darauf scheinbar keine ‚wissenschaftlich befriedigende‘ Antwort gibt.“

Im gemütlichen Gastgarten der Schankwirtschaft im Augarten wird uns Verleger Georg Hauptfeld erzählen, was ihn antreibt:

Donnerstag, 24.6., 19 Uhr
JVM-Abend mit der Edition Konturen
Die Schankwirtschaft im Augarten (ehemals „Bunkerei“), Obere Augartenstraße 1A

Schickt uns bitte bis 22.6. eine kurze Mail, wenn ihr dabei sein wollt. Aufgrund der aktuellen Regelungen können wir leider nur die ersten 13 Anmeldungen berücksichtigen. Für die Schankwirtschaft achtet bitte auf die 3-G-Regel (und bringt eure Maske mit).

Wir würden uns sehr freuen, viele von euch nach so langer Zeit wiederzusehen und auch ein paar neue Gesichter zu entdecken!

Lieben Gruß
Kathi & Anita

 

Aussendung Junge Verlags- und Medienmenschen

4. Steirischer Vorlesetag am 19. Juni

Am 19. Juni 2021 findet der 4. Steirische Vorlesetag statt.

Die Vorlesereise startet um 14.30 Uhr im Sonnenpark, wo Frau Silvia Reiter vorliest. Um 15.30 Uhr gibt es von der Stadtbücherei Gleisdorf ein Vorlesetreffen beim Hochbehälter.
Anschließend geht es zum Pavillon beim Buschenschank Maurer. Dort unterhält die Bücherei Nitscha die Kinder um 16.30 Uhr mit einer Lesung.
Wer mag, beginnt im Sonnenpark und setzt die Reise zu Fuß fort bis zum Hochbehälter.
Dort gibt es neben einer Geschichte, eine kleine Stärkung. Wer nicht mitwandern möchte, kann selbstverständlich mit dem Auto zu den einzelnen Stationen fahren oder nur eine der Stationen auswählen.

Die Buchhandlung Plautz, die Bücherei Nitscha und die Stadtbücherei Gleisdorf freuen sich auf einen
unterhaltsamen Nachmittag mit vielen Kindern und deren Eltern!

 

Presseinformation Buchhandlung Plautz

Thalia bekennt Farbe für Toleranz und Akzeptanz

Mit dem Statement „Liebe macht keinen Unterschied. Wir auch nicht.“ setzt Thalia im Pride Monat Juni schwerpunktmäßig auf die Themen Toleranz, Vielfalt, Akzeptanz und Gleichberechtigung sowie Aufklärung und hat jede Menge Ratgeber und Buchempfehlungen zu diesem Thema parat. Darüber hinaus bekennt der Sortimentsbuchhändler mit einem bunten Mix an Accessoires sprichwörtlich Farbe.

Thalia, die Muse der Dichtung und Unterhaltung ist seit vielen Jahren namensgebend für Österreichs größten Sortimentsbuchhändler und das perfekte Sinnbild, um die Botschaft „Liebe macht keinen Unterschied. Wir auch nicht“. nach außen zu transportieren. Sie steht für Inspiration und Vielfalt – eine Haltung, die mit den Unternehmenswerten perfekt übereinstimmt.

„Als Botschafter geistiger Nahrung ist es uns ein großes Anliegen, dieses wichtige Thema aufzugreifen und Orientierung in der LGBTQ+1 Community zu bieten. Mit diesem Schwerpunkt möchten wir auch als Arbeitgeber ein sichtbares Zeichen setzen und für mehr Toleranz, Akzeptanz und Diversität plädieren“, so Thomas Zehetner, Geschäftsführer Thalia, einleitend.

Gelebte Toleranz

Dass das „unnormale“ auch „normal“ und gut ist, dass gefällt Martin Sarrazin, Leiter der Thalia-Kuppitsch Buchhandlung in Wien und Teil der LGBTQ+Community bei Thalia besonders gut. Seit 15 Jahren schätzt er seinen Arbeitgeber für die klare Haltung zu diesem Thema und die gelebte Toleranz.

„Die Arbeit bei Thalia ist ein wichtiger Teil meines Lebens, es erfüllt mich und macht mir Freude – und ich bin glücklich, dass es einen Bereich gibt, in dem ich nicht kämpfen muss“, so Martin Sarrazin.

Denn bei Thalia spielt die sexuelle Orientierung keine Rolle – was zählt sind Leistung, die persönliche Haltung und der tägliche Einsatz für die Kunden. Kolleg*innen die sich ungefragt und selbstverständlich für ihn einsetzen sind keine Seltenheit.

„Jeder hat das Recht so zu sein, wie sie oder er ist. In unserer Arbeitskultur bei Thalia macht uns diese Vielfalt stark“, ist Andrea Resch-Krenn, Leitung Personalmanagement Thalia, überzeugt.

Dass Thalia jetzt endlich auch nach außen zeigt, was intern längst gelebt wird, freut den lebensfrohen Bücherfreund Martin Sarrazin ganz besonders. „Das klare Bekenntnis von Thalia zur Pride-Initiative und zur LGBTQ+Community erfüllt mich mit Stolz und macht mir Mut, auch weiterhin so zu sein, wie ich bin“, so der Leiter der Thalia-Kuppitsch Buchhandlung in Wien.

Der Juni strahlt in allen Farben

Bunt und vielfältig ist es bei Thalia immer. Im Pride Monat Juni aber ganz besonders. Denn mit dem Diversität-Schwerpunkt zieht zusätzliche Farbe ins Sortiment ein. Neben zahlreichen Sachbüchern, Biografien, Kinderbüchern und Romanen rund um das Thema LGBTQ+ gibt es auch ein passendes Eigenmarken-Sortiment „Pride“.

„Unsere hochwertige Pride-Kollektion verbindet auf ungezwungene Weise ein wichtiges Statement mit tollem Design und spürbarer Wertigkeit. Wir freuen uns auf einen farbenfrohen Monat und sind gespannt auf das Feedback unserer Kund*Innen“, so Mag. Andrea Mikhaeel, Marketingleiterin bei Thalia.

„One Love“ steht für den Themenkreis Toleranz, Gleichheit der Geschlechter, Offenheit und Respekt. Gestalterische Basis ist die Regenbogenfahne, 1978 entworfen vom amerikanischen Künstler Gilbert Baker für den „Gay Freedom Day“. Heute gilt sie als Symbol für die Vielfalt der Lebensweisen der Geschlechter, für lesbischen und schwulen Stolz sowie die Verbundenheit und Solidarität mit der LGBTQ+-Szene. Die Farben der Flagge stehen jeweils für eine spezifische Bedeutung: Rot steht für Leben, Orange für Heilung, Gelb für Sonnenlicht, Grün für Natur, Blau für Harmonie und Violett für Spiritualität. Mit diesem leuchtend bunten, weithin bekannten Gestaltungselement hat Thalia eine eigene Pride-Kollektion entwickelt. Sie umfasst eine Vielzahl von originellen Artikeln aus dem Accessoires-Bereich. Hinzu kommen Gebrauchsartikel wie die Waschmitteldose oder das Frühstücksbrettchen. Alle strahlen auf ansteckende Weise Lebensfreude und Offenheit aus und sind ein klares, sympathisches Statement für „Pride“.

Aber nicht nur im Sortiment bekennt Thalia Farbe für Toleranz und Akzeptanz. Mit der Teilnahme an der Regenbogenparade am 19. Juni in Wien setzt das Unternehmen auch nach außen hin ein wichtiges Zeichen als Arbeitgeber. Alle Infos zur Parade gibt es unter: https://viennapride.at/regenbogenparade/

GEWINNSPIEL: Alle Interessierte, die zwischen 10. und 20. Juni eine E-Mail mit dem Betreff „Pride“ an gewinnspiel@thalia.at schicken und kurz erläutern, warum sie gewinnen möchten, haben die Chance auf ausgewählte Artikel aus der aktuellen Pride-Kollektion. Die glücklichen Gewinner werden am 21. Juni gezogen und benachrichtigt.

 

Pressemeldung Thalia

Delius Klasing unterstützt Crowdfunding-Aktion – Scheckübergabe in Hamburger Buchhandlung Heymann

800 Kilometer legen Philipp Jordan zu Fuß auf dem Elberadweg und Timm Kruse auf seinem SUP-Board zu Wasser zurück. Wo sie schlafen, wen sie treffen und was sie an strapaziösen wie berührenden Momenten erleben werden, kann im September in ihrem Buch „Laufschuh gegen SUP – Zwei Abenteurer bezwingen die Elbe“ (Delius Klasing Verlag, 29,90 Euro) nachgelesen werden. Doch bevor es soweit ist, müssen sie noch einige Kilometer zu Land und zu Wasser absolvieren.

Am Montag, den 7. Juni haben die beiden Extremsportler in der Hamburger Buchhandlung Heymann einen Zwischenstopp eingelegt, um einen Scheck für ihre Crowdfunding-Kampagne „tOLL gelaufen!“ entgegenzunehmen, deren Erlös der Initiative OLL INKLUSIV zugutekommt. Überreicht wurde die Spende in Höhe von 800 Euro von Dr. Nadja Kneissler, Buchverlagsleiterin bei Delius Klasing.

Die gemeinnützige Hamburger Initiative OLL INKLUSIV kümmert sich um die Altersgruppe Menschen 60+, damit diese weiter mobil bleiben. Sie regt durch zahlreiche digitale und analoge Angebote von Kultur bis Sport zur gesellschaftlichen Teilhabe an.

„Mobilität ist das Wichtigste in meinem Leben. Daher ist es mir eine Herzensangelegenheit, dass wir gerade für ältere Menschen und solche mit Handicap alles tun, damit diese in Bewegung kommen können?, sagt Timm Kruse über das Projekt, das sich auch in den sozialen Netzwerken und auf www.toll-gelaufen.com mitverfolgen lässt.

Weitere Informationen zum Buch „Laufschuh gegen SUP“ gibt’s auch unter www.delius-klasing.de/laufen.

 

Presseinformation Delius Klasing

Navid Kermani erhält den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Europäischen Literaturtagen, am 8. Juni im Palais Fürstenberg, gab Benedikt Föger, der Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels (HVB) den diesjährigen Preisträger des Ehrenpreises des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln bekannt: Navid Kermani.

Ehrenpreises des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln

Der Ehrenpreis ist die höchste Auszeichnung, die der österreichische Buchhandel zu vergeben hat. Er wird seit 1990 an Personen vergeben, die sich in ihrem Werk und durch ihr Engagement für Toleranz gegenüber den anderssprachigen und kulturell anders geprägten Nachbarn in herausragender Art und Weise eingesetzt haben und somit einen Beitrag zu einem friedlichen Miteinander in Europa geleistet haben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels ausgerichtet. HVB-Präsident Benedikt Föger und Walter Grond, künstlerischer Leiter der Europäischen Literaturtage, gratulieren dem Autor Navid Kermani zu dieser Auszeichnung.

„Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels verleiht Navid Kermani den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln 2021. Sowohl in seinem wissenschaftlichen Werk wie auch in seinen Romanen, Reportagen und Reden eröffnet Navid Kermani seinen Leser*innen einen profunden Blick auf wenig beachtete Lebens- und Erfahrungswelten. Seine Literatur ist im besten Sinn transreligiös und transkulturell und zeigt Haltung im Angesicht von Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit. Kermani steht damit für die Würde des Einzelnen ein – unabhängig von Herkunft oder religiösem Bekenntnis. Sein Engagement für eine offene, tolerante Gesellschaft und sein konsequenter Einsatz für die Menschenrechte und den Frieden machen ihn zu einem idealen Preisträger“, begründet Benedikt Föger den Entscheid der Jury.

Über Navid Kermani

Navid Kermani, geboren 1967 in Siegen in Deutschland, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Mit seiner Dissertation „Gott ist schön: Das ästhetische Erleben des Koran“ sorgte er 1999 für viel Aufmerksamkeit. Für seine Romane, Essays und Reportagen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Kleist-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis sowie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zu seinen aktuellen Werken zählen „Entlang der Gräben. Eine Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan“ und „Ungläubiges Staunen. Über das Christentum“. Im Juli erscheint sein Buch „Morgen ist da“, eine Sammlung seiner bedeutendsten Reden (alle bei C.H. Beck). Seine Sachbücher erscheinen bei C.H. Beck, seine literarischen Werke im Carl Hanser Verlag.

Bisherige Preisträger*innen

Der Preis wurde erstmals 1990 an Milo Dor vergeben, weitere Preisträger*innen waren Viktor Frankl, Inge Merkel, Kardinal Franz König, Gerhard Roth, Simon Wiesenthal, Hugo Portisch, H. C. Artmann, Christine Nöstlinger, Sir Peter Ustinov, Josef Haslinger, Karl-Markus Gauß, Ilse Aichinger, Konrad Paul Liessmann, Erich Hackl, Barbara Frischmuth, Klaus Wagenbach, Martin Pollack, Paul Lendvai, Erika Pluhar, Armin Thurnher, Alfred Komarek, Brigitte Hammann, Barbara Coudenhove-Kalergi, Bischof Erwin Kräutler, Doron Rabinovici, Elif Shafak, Ilija Trojanow, Francesca Melandri und A.L. Kennedy.

Verleihung

Die feierliche Ehrung für Navid Kermani wird im Rahmen der Europäischen Literaturtage in einer Matinee am 21. November 2021 um 11:00 Uhr in der Minoritenkirche in Krems stattfinden.

 

Presseaussendung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Ueberreuter spendet für ein UNICEF-Projekt gegen Kinderarbeit

Am 12. Juni, dem Welttag gegen Kinderarbeit, erscheint bei Ueberreuter Anke Burfeinds Kinderbuch „Baku und der weiße Elefant“. Die Autorin erzählt die Geschichte des 10-jährigen Baku, der mit seiner Familie in bitterer Armut in einem nordindischen Dorf lebt – ein Märchen von heute über ein Kinderschicksal in Indien, wie es immer noch zu häufig Realität ist.
Das Vorwort stammt von UNICEF-Pate Tobias Krell, bekannt vom KiKA als „Checker Tobi“.

1€ pro verkauftem Exemplar spendet der Verlag an UNICEF für das Projekt „Kinderschutz in Indien“  und unterstützt damit die Prävention gegen Kinderarbeit. Verbesserte Lebensbedingungen der Familien und neue Bildungsprogramme bewirken, dass weniger Kinder zum Arbeiten gezwungen sind, sondern wieder zur Schule gehen können.

Die UN-Generalversammlung hat 2021 einstimmig zum Internationalen Jahr zur Abschaffung von Kinderarbeit erklärt. 152 Millionen Mädchen und Jungen – fast jedes 10. Kind auf der Welt – sind nach Schätzung der Internationalen Labour Organisation (ILO) Kinderarbeiter*innen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2025 Kinderarbeit weltweit abzuschaffen. Alle Staaten der UN haben sich zur Mitarbeit verpflichtet.

Mehr Informationen zur aktuellen Situation in Indien und den Präventionsmaßnahmen von UNICEF.
Details zum Buchprojekt „Baku und der weiße Elefant“.

 

Presseinformation Ueberreuter Verlag

Servus und Moin: der avj medienpreis 2021 geht nach Wien und Oldenburg

Es waren spannende Sekunden, als die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen, Renate Reichstein, verkündet, dass bei der Preisträgerin gleich das Telefon klingelt. Gespannt lauschten die Nominierten – Nina Daebel, Renate Grubert, Anja Höfer & Theresa Hübner, Agnes Sonntag und Andrea Wedan – und schließlich klingelte es in Wien.

„Herzlichen Glückwunsch, Andrea Wedan – für Ihre Arbeit bei der BUCHKULTUR, den Buchmedia Lesekids und Ihrem Engagement zeichnen wir Sie mit den avj medienpreis 2021 aus.“

Kurz vorher konnte bereits der Sonderpreis Leseförderung virtuell an das Team der KIBUM überreicht werden.

„Zur KIBUM fiel mir spontan ein Wort ein“, sagte Laudatorin Monika Bilstein. „UNGLAUBLICH. Es ist faszinierend, was hier jedes Jahr auf die Beine gestellt wird. Hier findet Leseförderung für die Kinder und Jugendlichen par excellence statt – und auch die Pädagogen sind im Visier des Organisationteams. Wie toll.“

„Andrea Wedan beschreibt sich selbst als #perfektdurchstrukturiertchaotisch“, zitiert die Geschäftsführerin des Peter Hammer Verlags die Preisträgerin in ihrer zweiten Laudatio. „Was dadurch entsteht, können wir alle immer wieder in dem Magazin Buchkultur nachlesen: Unterhaltsame Interviews, wunderbare Besprechungen und Buchtipps, die einfach „bärig“ sind. Auf Buchmessen ist Andrea Wedan immer im absoluten Terminstress. Doch im Halbstundentakt zeigt sie sich immer gleichermaßen interessiert, gesprächsbereit und ist ein gern gesehener Gast.“

Innerhalb der Online-Veranstaltung würdigte Renate Reichstein auch die Verdienste der Preisträgerinnen des vergangenen Jahres: Janett Cernohuby, Ute Wegmann und die Bücherpiraten, die schon stolz ihre Trophäen in die Kamera halten konnten.

„Es ist bedauerlich, dass dieses besondere Ereignis nur virtuell stattfinden kann“, sagt Renate Reichstein. „Keine Blumen. Keine Umarmungen. Kein Applaus – das ist schade. Sehr schade. Wäre all das doch so verdient!“

Die Preisverleihung fand am Freitag, den 28. Mai 2021 digital, im Rahmen der geplanten Leipziger Buchmesse, statt.

 

Aussendung Buchkultur

Huckepack Bilderbuchpreis an „Ein eiskalter Fisch“

Die HUCKEPACK-Jury kürte im Jahr 2021 aus insgesamt 444 vorliegenden Bilderbüchern einstimmig „Ein eiskalter Fisch“ zum diesjährigen Preisträger.

Ein eiskalter Fisch

Der Tod eines Haustieres bricht das Schweigen und die Gefühlskälte in einer Familie, die wir hier nur ganz kurz kennenlernen, und die uns nach der Lektüre dennoch lange nicht wieder loslässt.
Der Anblick des leeren Aquariums seines Kindes bewegt etwas im Vater. Er, den die Mutter in einem Brief als „eiskalten Fisch“ bezeichnet, wird von Gefühlen übermannt und kann so nach offenbar langer Zeit sein Kind umarmen. Für das Kind wird so der Tod des Fisches zum Auslöser für den schönsten Tag in seinem Leben. Geborgen in der kaum gekannten Umarmung des sonst so verhaltenen Vaters weint es ein wenig länger als nötig, damit der Moment nicht zu schnell vergeht.

Frauke Angel erzählt sehr geschickt und wir fragen uns: Wie hängt alles zusammen? Die nicht eindeutige Chronologie und die unklare Familiensituation bieten eine Vielzahl an Deutungs- und Identifikationsmöglichkeiten, die auf den einen heilenden und tröstenden Moment zulaufen, in dem die Familie gemeinsam Abschied von dem gestorbenen Fisch nimmt. Die blaugraue, leicht kühle Atmosphäre der Geschichte wird von Elisabeth Kihßl in zarten Aquarellen eingefangen – wunderbar.
In dieser Familie nehmen sich alle irgendwie gegenseitig HUCKEPACK, finden wir – das Kind den Vater, weil der endlich einen Moment erfährt, in dem er Gefühle zulassen kann. Die Eltern das Kind, weil sie es in seiner Traurigkeit auffangen und trösten. Und darüber letztlich das Buch uns alle, die wir lesen, lachen und schluchzen können und all diese Gefühle noch lange nach dem Lesen in uns nachklingen. Dass Elisabeth Kihßl genau die HUCKEPACK-Situation auch noch auf dem Cover eingefangen hat, ist da absolut noch das sprichwörtliche Tüpfelchen auf dem „i“!

„Ein zutiefst berührendes Buch mit einer geschickt gesponnenen Geschichte, die viel Raum gibt, sich selbst darin wiederzufinden.“ Aus der Jurybegründung zum HUCKEPACK Bilderbuchpreis

Herzlichen Glückwunsch an diese sehr verdienten Preisträgerinnen!

Cornelia Tillmanns hat das Bilderbuch eingelesen und gemeinsam mit Marcel Hallensleben von Soundsquirrel Braunschweig ein zauberhaftes Bilderbuchkino dazu erstellt, das für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei auf der Homepage des Tyrolia-Verlages eingesehen werden kann.

Die Autorin und die Illustratorin

Frauke Angel, wurde 1974 im Ruhrgebiet geboren. Sie ist Schauspielerin und arbeitete 20 Jahre an deutschen Bühnen, zudem als Putzfrau, Verkäuferin, Grabpflegerin, Schweißerin, Bardame, Luftgitarristin und Ghostwriterin. 2017 gab sie ihr Kinderbuch-Debüt. Seitdem schreibt sie für Kinder, Jugendliche und manchmal auch für den Rest der Familie. 2020 gewann sie den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. 2021 wurde sie als „Lesekünstlerin des Jahres“ ausgezeichnet. Frauke Angel lebt in Dresden. www.fraukeangel.de

Elisabeth Kihßl, geboren 1985, studierte Grafik Design an der New Design University. Später folgten ein Diplom in Buchgestaltung und ein Lehrgang für Bilderbuchillustration. Sie lebt mit ihrer Familie in Niederösterreich. Beim Tyrolia-Verlag hat sie bereits das Bilderbuch „Wir wollen doch nur spielen“ (2018; Text: Berenike Oppermann) illustriert, für das sie mit dem Nachwuchspreis „LESEL“ ausgezeichnet wurde

 

Presseaussendung Phantastische Bibliothek

Friederike Mayröcker im Alter von 96 Jahren in Wien verstorben

Mit Friederike Mayröcker ist heute am 4. Juni eine der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen im deutschen Sprachraum verstorben. Die zurückgezogen lebende Autorin war vorallem für ihre Lyrik, Hörspiele aber auch Prosa bekannt und mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht worden, u.a. Preis der Stadt Wien für Literatur, Georg-Trakl-Preis, Anton-Wildgans-Preis, Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur, Friedrich-Hölderlin-Preis, Georg-Büchner-Preis, Literaturpreis der Stadt Bremen, Österreichischer Buchpreis, …

Friederike Mayröcker

Friederike Mayröcker wurde am 20. Dezember 1924 in Wien geboren. Sie besuchte zunächst die Private Volksschule, ging dann auf die Hauptschule und besuchte schließlich die kaufmännische Wirtschaftsschule. Die Sommermonate verbrachte sie bis zu ihrem 11. Lebensjahr stets in Deinzendorf, welche einen nachhaltigen Eindruck bei ihr hinterließen. Nach der Staatsprüfung auf Englisch arbeitete zwischen 1946 bis 1969 als Englischlehrerin an verschiedenen Wiener Hauptschulen.

Bereits 1939 begann sie mit ersten literarischen Arbeiten, sieben Jahre später folgten kleinere Veröffentlichungen von Gedichten. Im Jahre 1954 lernte sie Ernst Jandl kennen, mit dem sie zunächst eine enge Freundschaft verband, später wurde sie zu seiner Lebensgefährtin, bis zu seinem Tod 2000.
Nach ersten Gedichtveröffentlichungen in der Wiener Avantgarde-Zeitschrift „Plan“ erfolgte 1956 ihre erste Buchveröffentlichung. Im Umfeld der Wiener Gruppe um H.C. Artmann Andreas Okopenko, Gerhard Rühm blieben die experimentellen Arbeiten im Nachkriegsösterreich von der Öffentlichkeit zunächst kaum beachtet. Der Gedichtband „Tod durch Musen“ (Rowohlt Verlag, 1966) und das Hörspiel „Fünf Mann Menschen“ (1971), das sie zusammen mit Ernst Jandl verfasste, brachten schließlich den Durchbruch.

Friederike Mayröcker war bis zu ihren Tod schriftstellerisch aktiv. Ihr 2020 erschienener Prosaband „da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trat“ war für den Preis der Leipziger Buchmesse 2021 in der Kategorie Belletristik nominiert.

Reaktion der Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer auf den Tod von Friederike Mayröcker

Tief betroffen zeigt sich Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer heute angesichts des Ablebens der österreichischen Schriftstellerin Friederike Mayröcker.

„Friederike Mayröcker hat sich Anfang des Jahres 2020 gewünscht, noch ein Buch fertigzustellen“, erinnert sich Mayer. „Es war ihr vergönnt: Im Juli letzten Jahres erschien „da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete“ – ihr letztes Werk.“
„In ihrer bescheidenen Wohnung in Wien-Margareten hat sie inmitten von Büchern, Zetteln und Körben voller Notizen auf einer Hermes Baby poetische Welten entworfen, die zwar mit den 26 Buchstaben unseres Alphabets auskommen, aber nie zuvor auf diese Weise geschrieben worden sind und zu lesen waren“, so Mayer weiter. „Mit höchster literarischer Präzision und größtmöglicher poetischer Freiheit hat sie vom Gewicht der Welt erzählt, vom Leichten und vom Schweren, von Glück und Erfüllung ebenso wie von Abschied und Trauer. Und so ist ein Lebenswerk entstanden, dessen Kunst auch darin besteht, Disparates und Unzusammenhängendes miteinander zu verknüpfen und so zu verweben, dass Wort-, Satz- und Textgebilde von außerordentlicher Schönheit, innerer Notwendigkeit und großer Strahlkraft entstehen. Friederike Mayröcker wird bleiben, was sie mehr als ein halbes Jahrhundert lang war: ein hell leuchtender Fixstern am Himmel der österreichischen Gegenwartsliteratur. Wir verneigen uns vor einer einzigartigen Dichterin.“

 

Red. / Presseaussendung Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

Diogenes feiert Donna Leon und ihren 30. Jubiläumsfall

Bei strahlendem Sonnenschein feierte Diogenes seine Autorin Donna Leon im kleinen Kreis im Zürcher Verlagsgarten. Soeben erschien der dreißigste Jubiläumsfall der weltweit erfolgreichen Commissario Brunetti-Serie und rangiert auf Platz 2 der Spiegel-Bestsellerliste vom 5.6.2021. Für die langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit wurde die Autorin von Verleger Philipp Keel, Ruth Geiger (Geschäftsleitung, Presse & PR), Christine Stemmermann (Lektorin seit dem ersten Brunetti-Fall) sowie Susanne Bauknecht (Lizenzen) beglückwünscht. Donna Leons Krimis wurden bisher in 34 Sprachen übersetzt und finden sich Jahr für Jahr auf internationalen Bestsellerlisten.

Donna Leon im Video-Statement: »Ich möchte mich bei allen Leserinnen und Lesern und allen Buchhändlerinnen und Buchhändlern für die Begeisterung über dieses Buch, Nummer 30, bedanken. Ich kann es nicht glauben. Ich hoffe, Sie können es!«

Nächste Veranstaltungen

  • Digitale Deutschlandpremiere im rbb Radio und als Videostream, ab 18.30 Uhr auf www.radioeins.de und www.rbbkultur.de, Veranstalter: radioeins und rbbKultur. Deutscher Part: Annett Renneberg, Moderation: Knut Elstermann.
  • Casino Bern & als Livestream: Hybrid-Lesung, Ticket-Verkauf über den Veranstalter Orell Füssli. Am 9.6.2020, 20.00 Uhr.
  • Bernhard Theater, Zürich und online: NZZ-Live mit Donna Leon, Podiumsgespräch mit Martin Meyer, Ticketverkauf für Online-Teilnahme. Am 21.6.2021, 19.00 Uhr.

Donna Leon

Donna Leon, geboren 1942 in New Jersey, arbeitete als Reiseleiterin in Rom und als Werbetexterin in London. Sie lehrte Literatur an Universitäten im Iran, in China und Saudi-Arabien. Die Brunetti-Romane machten sie weltberühmt. Donna Leon lebte viele Jahre in Italien und wohnt heute in der Schweiz. In Venedig ist sie nach wie vor häufig zu Gast.

 

Aussendung Diogenes