Thalia spendet erneut rund 7.000 Euro zur Stärkung des Ehrenamtes in der Leseförderung

Das Ehrenamt ist in Deutschland beliebt – fast 16 Millionen Menschen ab 14 Jahren engagieren sich derzeit in ihrer Freizeit. Ein Bereich, in welchem ehrenamtliche Vorbilder besonders gebraucht werden, ist dabei die außerschulische Jugendarbeit. Denn Kinder und Jugendliche orientieren sich an Vorbildern, lernen von ihnen und können von ihnen motiviert werden. Aus diesem Grund setzt die Stiftung Lesen für die Leseförderung auf die Stärkung ehrenamtlich Vorlesender. Dank der Zusammenarbeit mit starken Partnern wie der Thalia Bücher GmbH schafft sie hierzu vielseitige Angebote wie das Ehrenamtsportal, das es Interessierten ermöglicht, ganz leicht selbst aktiv zu werden.

Jedes fünfte Kind verlässt die Grundschule, ohne ausreichend lesen zu können. Ein Weg aus der Misere: eine stärkere Leseförderung. Mit einer Spende über 7.000 Euro unterstreicht die Thalia Bücher GmbH ihr anhaltendes Engagement für die Leseförderung als Stifterratsmitglied und langjähriger Projektpartner der Stiftung Lesen. Die Spendensumme ergibt sich aus dem Verkauf des exklusiven Vorlesebuchs, mit welchem sich Thalia auch im Rahmen des Bundesweiten Vorlesetags für das ehrenamtliche Vorlesen einsetzt. Als Abschluss der Aktion wurde nun für jedes bis zum 31.12.2022 verkaufte Buch ein Euro an die Stiftung Lesen gespendet, welcher direkt in die Stärkung des Ehrenamts in der Leseförderung fließt. Denn häufig verfügen Bildungsinstitutionen nicht über die ausreichenden Kapazitäten für Kinder, die besondere Hilfe benötigen. Der Beitrag ehrenamtlich Vorlesender in Schulen, Kindergärten und Bibliotheken als außerschulischer Zugang zum Lesen ist daher heute so bedeutend wie nie zuvor. Aus diesem Grund bildet auch Thalia seit 2022 in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen eigene Vorlesende aus, die nun damit starten, ihre neue Kompetenz in Buchhandlungen, Kitas und Schulen einzubringen.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen: „Das ehrenamtliche Engagement ist als Säule unserer Gesellschaft eine wichtige Voraussetzung dafür, um Kindern und Jugendlichen einen erfolgreichen Bildungsweg zu ermöglichen und ihnen vielfältige Kontaktpunkte zum Lesen zu bieten. Aus dieser Motivation heraus wollen wir das Ehrenamt in der Leseförderung kontinuierlich ausbauen und sind auf diesem Weg ausgesprochen dankbar für so starke Partner wie Thalia, die auch schon in der Vergangenheit unsere Ehrenamtsplattform gefördert haben.“

Mehr Informationen rund um das Ehrenamt und die Möglichkeiten, als ehrenamtliche Leseförderin oder ehrenamtlicher Leseförderer aktiv zu werden, finden Sie unter http://www.stiftunglesen.de/ehrenamtliches-engagement-fürs-lesen.

 

Presseaussendung Thalia Bücher GmbH

Julia Schoch erhält den Schubart-Literaturpreis 2023

Julia Schoch erhält den mit 20.000 Euro dotierten Schubart-Literaturpreis 2023 der Stadt Aalen für ihren 2022 bei dtv erschienenen Roman „Das Vorkommnis“.

Aus der Jurybegründung: „Die Jury überzeugte vor allem ihre sprachlich konzentrierte und kluge Selbstbefragung über Erinnerungen und die Konstruktion eines Lebens, die von einem unerschrockenen und offenen Blick auf vermeintliche Gewissheiten zeugt – ganz im Sinne des Namensträgers des Preises.“

Die Jury: Verena Auffermann (Berlin), Dr. Michael Kienzle (Stuttgart), Dr. Stefan Kister (Stuttgart), Anne-Dore Krohn (Berlin), Denis Scheck (Köln) und Michael Weiler (Aalen).

Die Preisverleihung findet am 22. April 2023, 18 h, im Kulturbahnhof Aalen statt. Die Laudatio auf Julia Schoch hält Anne-Dore Krohn.

Der Roman ist Auftakt eines dreiteiligen, ambitionierten Erzählprojekts mit dem Gesamttitel „Biographie einer Frau“. Der zweite Teil erscheint am 16. Februar 2023 und trägt den Titel „Das Liebespaar des Jahrhunderts“. Alle drei Teile werden unabhängig voneinander zu lesen sein.
Mehr zu Buch und Autorin (inkl. Gespräch über das Erzählprojekt „Biographie einer Frau“): https://www.dtv.de/specials/julia-schoch

Alle Details zum Schubart-Literaturpreis

 

Presseaussendung dtv / Red.

Karim El-Gawhary erhielt das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich

Mit großem Fachwissen beschreibt Karim El-Gawhary in seinen Analysen und Reportagen die Vorgänge in der arabischen Welt. Von Kairo bis Bagdad – immer stehen die Menschen im Zentrum seiner Berichte. Er lässt sie erzählen, was sie bewegt und analysiert, was ihre Sorgen für die politischen Entwicklungen bedeutet.

In seiner Dankesrede zur Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens der Republik Österreich in der Österreichischen Botschaft in Kairo sagte er u.a., dass die Verleihung an ihn auch die Anerkennung sei, dass Migrationshintergrund und der Dienst an der Republik Österreich kein unvereinbarer Gegensatz sei. So verstehe er sich in seiner Arbeit als Brückenbauer zwischen den Menschen und den Kulturen:

„Eigentlich ist das Brückenbauen gar nicht so schwer. Man gibt den anderen Namen und Gesichter. Man erzählt ihre Geschichten, oder noch besser, redet mit ihnen und nicht über sie oder am allerbesten: lässt sie selbst ihre eigenen Geschichten erzählen. (…) Was dabei herauskommt ist spannend: Nicht die Unterschiede, sondern die Gemeinsamkeiten sind verblüffend.“ – Denn schließlich wollen die Menschen überall auf der Welt Sicherheit und Frieden und ein vernünftiges Auskommen haben.

Karim El-Gawhary

Karim El-Gawhary ist seit 1991 Nahost-Korrespondent für verschiedene deutschsprachige Zeitungen und seit 2004 Leiter des ORF-Nahostbüros in Kairo. Zuvor war er fünf Jahre als Vertreter des ARD-Rundfunkstudios in Kairo tätig. 2011 erhielt er den „Concordia Presse-Preis“, 2012 wurde er zum Auslandsjournalisten des Jahres gewählt, 2013 zum Journalist des Jahres in Österreich, 2018 erhielt er den Axel-Corti-Preis. Seine bisher erschienenen Bücher waren alle Bestseller.

 

Barbara Brunner / Red.

Anika Germann übernimmt Vertriebsleitung

Anika Germann übernimmt zum 1. Februar die Vertriebsleitung Buchhandel bei der wbg. Sie folgt auf Joseph Seidel, der mit Beginn dieses Jahres in die verlegerische Geschäftsführung wechselte. Anika Germann kam im November 2021 als Key-Account-Managerin zur wbg. Zuvor verantwortete sie mehr als sechs Jahre den Print- und Digitalvertrieb bei der Frankfurter Verlagsanstalt.

Joseph Seidel: Wir freuen uns sehr, Frau Germann für diese Aufgabe gewonnen zu haben. Sie hat in kürzester Zeit unser Partnershop-Modell weiter ausgebaut. Mit rund 70 Standorten beim filialisierenden und inhabergeführten Handel sind wir weiterhin voll auf Wachstumskurs. Aus ihrer Zeit bei der FVA bringt sie umfassende Kenntnisse zur Steuerung des Buchhandelsgeschäfts in der DACHRegion mit. Sie ist unsere absolute Wunschbesetzung.

 

Presseaussendung wbg

Bremer Literaturpreis 2023 verliehen

Der Wiener Autor Thomas Stangl wurde im Bremer Rathaus mit dem mit 25.000 Euro dotiertem Bremer Literaturpreis 2023 der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung für seinen Roman Quecksilberlicht aus dem Matthes & Seitz Verlag ausgezeichnet.

Auszug aus der Jurybegründung: „Stangl stellt die eigene Familiengeschichte vor den Horizont der Gewaltgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts und spiegelt das eigene Erzählen im Leben der Brontë-Schwestern und ihres Bruders. Mit nicht nachlassender Sprach- und Imaginationskraft stellt er die Frage nach der Macht der Sprache und der Sprache der Macht.“

Den Förderpreis und 6000 Euro erhielt Martin Kordic wird für seinen Roman Jahre mit Martha (S. Fischer).

 

Red.

Tabea Horst neue Leiterin des Belletristik-Programms bei Ullstein Hardcover

Im Januar 2023 hat Tabea Horst die Leitung des belletristischen Programms im Ullstein Hardcover übernommen. Sie ist seit 2018 bei den Ullstein Buchverlagen und hat in den vergangenen Jahren als Lektorin für verschiedene Imprints gearbeitet.

Diana Stübs, Verlagsleiterin Belletristik: „Seit ihrem Volontariat 2018 akquiriert und betreut Tabea Horst wichtige deutschsprachige und internationale Autor:innen in der Belletristik, darunter Taylor Jenkins Reid, Sofía Segovia, Antonia Wesseling, Joan Didion und Fatima Daas. Sie wird das Programm im Ullstein Hardcover mit ihrer Tatkraft, Leidenschaft und Ambition inspiriert steuern und gestalten – wir sind froh, dass wir sie für diese Aufgabe gewinnen konnten, sie hat unser ganzes Vertrauen!“

Katrin Fieber hat sich nach fünf Jahren erfolgreicher Programmarbeit entschieden, wieder als Seniorlektorin zu arbeiten: „Ich freue mich darauf, endlich wieder mehr Zeit für die Akquise und meine Autor:innen zu haben.“ Sie wird als Programmleiterin sehr vermisst werden, umso mehr freuen wir uns, dass sie nun für Ullstein mit ganzer Kraft dort tätig sein wird, wo ihr Herz schlägt und das des Verlags: bei den Büchern und bei Autor:innen wie Jo Nesbø, Susanne Matthiessen, Marc Raabe, Brigitte Glaser, Torrey Peters oder Annette Hess.

 

Personalmeldung Ullstein Buchverlage

Literatur-Stipendiat*innen der Stadt Wien für 2023 stehen fest

Seit 40 Jahren stiftet die Kulturabteilung der Stadt Wien zu Ehren des Nobelpreisträgers für Literatur, Elias Canetti, ein Stipendium für Wiener Autor*innen. Es wird zur Förderung größerer literarischer Arbeiten für die Dauer von jeweils einem Jahr vergeben und kann auf bis zu drei Jahre verlängert werden. Autor*innen, die bereits ein repräsentatives Werkverzeichnis vorweisen können, bekommen so die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum hinweg intensiv auf ihre schriftstellerische Arbeit zu konzentrieren. Die Stipendien werden monatlich ausbezahlt und sind mit einer Gesamtsumme von jeweils 18.000 Euro dotiert.

Paul Ferstl, Eva Geber und Tanja Paar erhalten das Elias-Canetti-Stipendium 2023 zum ersten Mal, Richard Schuberths Stipendium wird um ein Jahr verlängert. In der Jurybegründung heißt es dazu:

„Paul Ferstls Romanprojekt „Rostrot“ setzt sich in packender Weise mit den politischen, sozialen und gesellschaftlichen Krisen und Gegensätzen der Jahre zwischen 1934 und 1938 an der steirischen Eisenstraße, in Leoben und Eisenerz, auseinander. Es ist ein zeitgeschichtlicher Roman von außerordentlicher Qualität zu erwarten.

Auf den überschaubaren Raum der Stadtgemeinde von Hainburg bezogen, dehnt sich das Vorhaben von Eva Geber zugleich thematisch und zeitlich weit aus. Von der sogenannten „Keltenzeit“ bis in die Gegenwart soll die geplante literarische Erkundung reichen, die das trügerische Kontinuum von Stadtgeschichte aufsprengt. Ihren sozialen, feministischen und antifaschistischen Ansatz wird die Autorin hier im dokumentarisch fundierten Erzählen zu entfalten suchen. Zu erwarten ist eine von Mitgefühl und kritischer Distanz bestimmte literarische Chronik.

Tanja Paars Romanprojekt „Der Scheitel seiner Frau“ widmet sich der im Semmeringgebiet in der Zeit zwischen den 1920er und den 1940er Jahren zusammentreffenden gemischten Gesellschaft. Es handelt sich um betuchte Sommerfrischler, aber auch um einheimische „kleine“ Leute – Beamte, Kaufleute, Arbeiter*innen. Der Roman verspricht fundierte zeitgeschichtliche Einblicke, unter anderem in die Geschicke der jüdischen Bevölkerung. Die eingereichte Textprobe besticht durch ihre raffinierte Erzählweise.“

„Es ist mir ein großes Anliegen, die Arbeitsbedingungen von Künstler*innen stetig zu verbessern. Dies ist mit der dauerhaften Verankerung der Arbeitsstipendien ins Fördersystem der Kulturabteilung gelungen. Denn hier wird der gesamte Schaffensprozess, das Recherchieren ebenso wie das Schreiben von literarischen und dramatischen Texten unterstützt – denn künstlerisches Schaffen ist Arbeit und wird von der Stadt Wien auch als solche anerkannt“, unterstreicht Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Auch den Elias-Canetti-Stipendiat*innen gratuliere ich und hoffe, dass die nachhaltige Unterstützung dazu beiträgt, ihre vielversprechenden Buchprojekte bestmöglich zu verwirklichen.“

Wiener Arbeitsstipendien für Dramatik und Literatur

Auch die Empfänger*innen der Arbeitsstipendien für Dramatik und Literatur stehen fest. 24 Autor*innen konnten die jeweiligen Fachjurys mit ihren eingereichten Textproben überzeugen. Sie erhalten für das Jahr 2023 eine monatliche Unterstützung von 1.500 Euro.

Das Arbeitsstipendium Dramatik wird an Autor*innen verliehen, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg der Fertigstellung eines größeren dramatischen Projektes (Bühnenstück, Film- oder Fernsehdrehbuch, Opernlibretto, Hörspiel etc.) widmen wollen. Früher als Wiener Dramatik Stipendium bekannt, stand es jährlich nur drei Stipendiat*innen zur Verfügung. Im Jahr 2021 baute die Kulturabteilung der Stadt Wien ihr Förderprogramm erheblich aus und unterstützt nun jährlich 12 Wiener Dramatiker*innen in Form eines Arbeitsstipendiums. Dies gilt auch für das Arbeitsstipendium Literatur, das Wiener Autor*innen bei der Umsetzung eines größeren schriftstellerischen Projekts finanziell unterstützen soll. Auch hier werden seit 2021 jährlich 12 Wiener Autor*innen in ihrem literarischen Schaffen gefördert.

„Die Erweiterung des Förderprogramms in Form von Arbeitsstipendien ist eines unserer Erfolgsprojekte. 24 Wiener Dramatiker*innen und Literat*innen, ob angehend oder bereits etabliert, erhalten dadurch die Möglichkeit, ein Jahr lang finanziell unabhängig an ihren vielversprechenden Texten zu arbeiten. Die Stipendien sind eine nachhaltige Stärkung der Wiener Literaturszene, von der zu guter Letzt auch wir als Leser*innen profitieren werden“, so Anita Zemlyak, Leiterin der Kulturabteilung.

Alle Stipendiat*innen wurden von unabhängigen Fachjurys empfohlen.

Weitere Informationen

 

Presseaussendung Stadt Wien

1933–2023: Bücher gegen das Vergessen

Im Jahr 2023 jährt sich eines der traurigsten Ereignisse der deutschen Geschichte zum 90. Mal: die Bücherverbrennung durch das nationalsozialistische Regime. Werke unzähliger Autoren fielen dem ideologischen Hass der Hitlerpartei zum Opfer. Das Jahr 1933 ist daher Mahnmal der Geschichte und Auftrag für die Gegenwart gleichermaßen. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und der Sankt Michaelsbund bieten vor diesem Hintergrund mit der Online-Reihe unter dem Titel „Bücher gegen das Vergessen“ einen Beitrag für die Relevanz einer weltoffenen, demokratischen Gesellschaft.

An drei Donnerstagabenden, jeweils um 19 Uhr, sprechen Expertinnen und Experten verschiedener Profession darüber, wie Literatur beim Gelingen unserer Gesellschaft mitwirken kann und welchen Beitrag Büchereien, Schulen, Kultureinrichtungen und Verlage leisten können.

Die Reihe startet am 26. Januar 2023 mit Prof. Dr. Michael Wolffsohn und seinem Jugendroman Wir waren Glückskinder – trotz allem, in dem er die Geschichte seiner Mutter und die seiner Kindheit voller erzählerischer Kraft und mit vielen Fakten über den Nationalsozialismus und die Geschichte der Juden schildert.
Im Gespräch mit dem Autor und am Beispiel seines Buches gibt Marlies Koenen Tipps für die Literaturvermittlung zur Frage, wie man das Thema Antisemitismus für jüngeren Schülerinnen und Schülern zugänglich machen kann.

Am 23. Februar spricht Benno Köpfer vom Verfassungsschutz mit Autor Peter Mathews anhand dessen Buchs Kadir, der Krieg und die Katze des Propheten über die aktuellen Herausforderungen für unsere Demokratie angesichts eines erstarkenden Salafismus und die Verarbeitung der Themen in zeitgenössischer Literatur.

Den Abschluss der Reihe am 23. März bestreitet Gabriela Leja, Programmleiterin der Reihe Hanser beim dtv. Sie geht der Frage nach, welche Veränderungen Bewegungen wie „Black lives Matter“ in der Buch-branche bewirken und wie Konzepte von Diversität Verlagsprogramme beeinflussen.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen finden sich, wie gewohnt, auf www.akademie-kjl.de und den Social-Media-Kanälen der Akademie.

 

Pressemitteilung Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur / dtv / Red.

Neuer Verleger bei Schöffling & Co.

Philipp Werner, bis dato Programmleiter Publikumsmarkt im Reclam Verlag, übernimmt am 1. März 2023 die Nachfolge von Klaus Schöffling als Verleger von Schöffling & Co.
Sabine Baumann, seit 2009 im Schöffling-Lektorat, fungiert neu als Programmleiterin. Silke Tabbert teilt sich künftig die Geschäftsführung mit Philipp Werner.

Klaus Schöffling verkaufte den 1994 von ihm und seiner Frau Ida Schöffling gegründeten Verlag zum 1. Januar 2022 an Kampa-Verleger Daniel Kampa. Am 1. Januar 2023 startete die Vertriebskooperation LIBERTÉ, die neben Schöffling & Co. und Kampa auch den Jung und Jung Verlag umfasst, aber auch anderen Verlagen offensteht.

Philipp Werner, Jahrgang 1979, ist Literatur- und Musikwissenschaftler. Nach Stationen im Frankfurter Goethe-Haus und im Lektorat für deutschsprachige Literatur des S. Fischer Verlags war er Lektor bei Hoffmann und Campe in Hamburg. Zuletzt war er seit 2018 im Reclam Verlag als Programmleiter Publikumsmarkt (Literatur/Sachbuch/Geschenkbuch) beschäftigt.

Daniel Kampa: »Philipp Werner, den ich seit vielen Jahren kenne und dessen Art und Arbeit ich ungemein schätze, ist durch seinen Werdegang, sein literarisches Wissen und Gespür, seine menschlichen Qualitäten und seine Leidenschaft für Bücher und fürs Büchermachen für mich der ideale Kandidat, um Verleger von Schöffling & Co. zu sein. Bei Hoffmann und Campe habe ich ihn als exzellenten Lektor kennengelernt, allen voran für deutschsprachige Literatur, als gewieften Programmmacher, als ideenreichen Trommler für seine Bücher, als hochgeschätzten Verbündeten seiner Autorinnen und Autoren. Philipp Werner wird die Schöffling-Traditionen bestens wahren, dem Verlag aber auch seine ganz persönliche Handschrift geben. Und mit den Frankfurter Kolleginnen und Kollegen hat er ein ganz wunderbares Team an seiner Seite.«

Philipp Werner: »Ich freue mich sehr auf die großartigen Autorinnen und Autoren des Schöffling Verlags und auf die Zusammenarbeit mit seinem engagierten und sympathischen Team. Es wird mir eine Ehre sein, an dem Fortgang der Geschichte dieses besonderen literarischen Hauses mitzuschreiben. Nicht zuletzt bin ich froh darüber, dass Daniel Kampa fest an die Zukunft der Literaturmetropole und Verlagsstadt Frankfurt glaubt und Schöffling & Co. weiter zum reichen literarischen Leben der Stadt beitragen kann.«

 

Pressemitteilung Schöffing & Co

Niels Brockmeyer neuer Sachbuch-Lektor bei Hoffmann und Campe

Niels Brockmeyer hat zum 1. Januar 2023 das Sachbuch-Lektorat im Hoffmann und Campe Verlag übernommen. Zuvor war er bei den Verlagen C.H. Beck, Ullstein und S. Fischer im Sachbuch-Lektorat tätig.
Niels Brockmeyer folgt auf Erik Riemenschneider, der Hoffmann und Campe zum 31. Dezember 2022 verlassen hat.

Tim Jung, verlegerischer Geschäftsführer von Hoffmann und Campe: »Ich freue mich sehr, Niels Brockmeyer für Hoffmann und Campe gewonnen zu haben, der unser sehr erfolgreiches Sachbuchprogramm weiter befördern wird.«

 

Pressemitteilung Hoffmann und Campe

Moritz Trüg wechselt von Amazon zu Bonnier

Moritz Trüg (37), bisher bei Amazon Books für die Geschäftsentwicklung ausgewählter führender (inter-)nationaler Publikumsverlage und Gruppen sowie Print on Demand bei Amazon Retail in Deutschland zuständig, wechselt Mitte Januar zur Bonnier Media Deutschland GmbH. Moritz Trüg wird innerhalb der Bonnier Holding für verlagsübergreifende Themen zuständig sein. Dabei wird er sich insbesondere um das Thema „Logistik im Dreiklang zwischen Auslieferung, Kunde und Verlag“ kümmern sowie weitere Themen aus dem Bereich „Business Development“ übernehmen. Vor seiner Tätigkeit bei Amazon war Moritz Trüg bei der Strategieberatung Monitor Deloitte und zuvor bei Ernst & Young (EY) tätig.

Christian Schumacher-Gebler, CEO der deutschen Bonnier Gruppe, äußert sich wie folgt: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Moritz Trüg einen buchaffinen Kollegen gewinnen werden, der bei Amazon viel Know-how im Buchbereich erworben hat, das ihm und uns bei seinen neuen Aufgaben für die Verlage der Bonnier Gruppe behilflich sein wird.“

Moritz Trüg dazu: „Nach fünf spannenden Jahren bei Amazon und der Zusammenarbeit mit der Bonnier Gruppe ist dieser Wechsel für mich eine bewusste Entscheidung für die Verlagsbranche und meine Leidenschaft für Bücher. Ich freue mich sehr darauf, nun auf Verlagsseite bei Bonnier die weitere Geschäftsentwicklung dieses traditionsreichen Unternehmens mitzugestalten.“

 

Pressemitteilung Bonnier Media Deutschland GmbH

Deutsche Bibelgesellschaft: Neuer Leiter Vertrieb & Marketing

Seit 1. Januar 2023 ist Matthias Rau neuer Leiter für Vertrieb und Marketing bei der Deutschen Bibelgesellschaft. Er folgt auf Folkert Roggenkamp, der die Stiftung zu Beginn des Jahres verlassen hat. Rau war zuvor bereits seit Herbst 2019 im Vertriebsteam der Deutschen Bibelgesellschaft als Key Account Manager tätig.

„Ich freue mich sehr auf das erweiterte Aufgabenfeld und die neue Herausforderung“, sagt der 33-Jährige. „Für mich ist die Bibel auch heute noch das bedeutendste aller Bücher, als Grundlage unserer Kultur, als Buch des Glaubens und damit auch als konkrete Kraftquelle im Alltag.“

„Mit Matthias Rau haben wir einen Experten für die Vertriebs- und Marketingarbeit im Verlagswesen in den eigenen Reihen“, sagt Dr. Christoph Rösel, Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft. „Als Key Account Manager war er 2021 an der erfolgreichen Einführung der BasisBibel beteiligt und kennt bereits die Kund:innen und Partner:innen unseres Verlags.“

Matthias Rau war vor seiner Tätigkeit für die Deutsche Bibelgesellschaft bis Sommer 2019 als Vertriebsleiter Handel bei der SCM Verlagsgruppe GmbH in Holzgerlingen beschäftigt. Rau ist verheiratet und lebt mit seiner Familie im Kreis Böblingen.

 

Pressemitteilung Deutsche Bibelgesellschaft

Henriette Kuch neue stellvertretende Leiterin der Presseabteilung bei Hanser

Henriette Kuch (39) ist seit dem 1. Januar stellvertretende Leiterin der Hanser-Presseabteilung. Sie kam 2014 nach einem Studium der Germanistik und Angewandten Linguistik und einem Pressevolontariat im Berlin Verlag zu Hanser, verantwortete 2015/16 als Elternzeitvertretung die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Nagel & Kimche in Zürich und kehrte anschließend zurück nach München in das Team um Christina Knecht.

 

Pressemeldung Carl Hanser Verlag

Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2022 an Robert Menasse

Bruno Kreisky betonte stets, durch das Lesen von Büchern „geformt worden zu sein“. Dieser Inspiration folgend wird seit 1993 der Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch verliehen. Jährlich wird damit vom Karl-Renner-Institut in Zusammenarbeit mit dem SPÖ-Parlamentsklub und der sozialdemokratischen Bildungsorganisation politische Literatur ausgezeichnet, die für Freiheit, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz einsteht. Den Hauptpreis für das Politische Buch des Jahres 2022 erhält Robert Menasse für „Die Erweiterung“ (Suhrkamp, 2022). Der Preis für das publizistische Gesamtwerk wird heuer an Salman Rushdie vergeben. Die Preisverleihungen finden im ersten Halbjahr 2023 in Wien statt.

Zum Hauptpreis: Wenn es einem Chronisten der EU-Geschichte, zu dem Robert Menasse jedenfalls geworden ist, gelingt, einen intellektuell anspruchsvollen Unterhaltungsroman vorzulegen, so ist dies bei dem oft als technokratisch, langweilig und spröde denunzierten Außenbild der Europäischen Union eine großartige erzählerische Leistung. In „Die Erweiterung“ verbinden sich detailreiche Sachkenntnis, eine gehörige Portion Ironie und ein starkes europäisches Herz zu einem Roman, der als historisches Lehrbuch, Tragödie, Satire und Liebesgeschichte gelesen werden kann. Diese Vielfalt der erzählten Geschichte, die sich um den Beitrittswunsch Albaniens entspinnt, führt so ins schillernde Innenleben der EU. Zwei „Blutsbrüder“, verbunden durch einen Schwur im Untergrundkampf gegen das polnische kommunistische Regime, machen nach der Wende politische Karrieren. Der eine wird Regierungschef Polens, der andere ein hoher Beamter der Europäischen Kommission, zuständig für die Erweiterungs-Politik. Unzählige menschliche Schicksale werden episch aufgespannt und verbinden sich dann doch in einem großen Showdown. Trotz vieler Ambivalenzen, Untiefen und Niederungen dieser europäischen Figuren und deren „Politik“ ruft Menasse mit seinem zweiten Europa-Roman dazu auf, dass wir uns angesichts wachsender Nationalismen viel öfter an dem großartigen Projekt vereinigtes Europa erfreuen und intensiver um es kämpfen sollten.

Der Preis für das publizistische Gesamtwerk wird heuer an Salman Rushdie vergeben. Sein Name und sein Werk sind Symbol für die universelle Kraft der Freiheit des Wortes und für den Preis, den man dafür bezahlen kann. Rushdie ist ein Meistererzähler, der mit seiner literarischen Kraft, die Magisches und Reales verbindet, alle Schleier von Lüge, Propaganda und Torheit provokant durchdringt und uns vor Augen führt, wie trügerisch, provisorisch und hinfällig die menschliche reale Welt doch ist. Das hat seit der Veröffentlichung der „Satanischen Verse“ sein Leben geprägt. Im Jahr 1989 belegte ihn eine Fatwa mit dem Todesurteil. 33 Jahre später wurde er „lebensverändernd“ durch ein Attentat eines religiösen Fanatikers schwer verletzt.

Sein Kampf und sein Schicksal im globalen Konflikt um das Recht, schreiben zu dürfen, wonach dem freien Geist der Sinn steht, geht uns alle an. Rushdies Werk hat die Weltliteratur geprägt. Es wurde mit zahlreichen internationalen Preisen bedacht und in über 40 Sprachen übersetzt.

 

Presseaussendung SPÖ

Kanon Verlag: Lotti Mischke neu im Lektorat

Lotti Mischke verstärkt seit Januar 2023 das Kanon-Lektorat. Nach ihrem Studium in den Niederlanden und dem Master in der Angewandten Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin arbeitete sie für die Agentur Petra Eggers und die Verlage Aufbau, S. Fischer und Kein & Aber.

„Wir freuen uns sehr, dass Lotti Mischke das Kanon-Team mit ihrer Leidenschaft und Expertise als feste Mitarbeiterin unterstützt“, sagt Verleger Gunnar Cynybulk.

 

Personalmeldung Kanon Verlag

Aus der Zeitfracht GmbH wird die Zeitfracht Medien GmbH

Die Zeitfracht GmbH hat ihre Unternehmensbezeichnung geändert und firmiert mit der heutigen Eintragung in das Handelsregister Erfurt in Zukunft unter dem Namen Zeitfracht Medien GmbH.

Thomas Raff, Vertriebsvorstand in der Zeitfracht-Gruppe und Sprecher der Geschäftsführung der Zeitfracht Medien GmbH: „Dies trägt dem Wachstum des Unternehmens Rechnung und auch dem Umstand, dass wir uns mit der Ausweitung des Print-on-Demand Angebots und unserer Druckerei und Mediengestaltung am Standort Nürnberg in diesem Jahr ein gutes Stück weiter in Richtung Full-Service-Anbieter entwickelt haben. Mit diesem Zusatz möchten wir auch noch einmal in der Außendarstellung unser klares und langfristiges Bekenntnis zum Buchmarkt und der Medienbranche kommunizieren.“

Die technische Umsetzung der Mailsignaturen, des Internetauftritts oder auch der Briefköpfe erfolgt nach der Eintragung ins Handelsregister ab jetzt sukzessive. Trotz der Umfirmierung bleiben der Firmensitz, die Handeslregister- und Steuernummer sowie die Bankverbindungen gleich.

Über die Zeitfracht Medien GmbH

Die Zeitfracht Medien GmbH ist der führende Logistikdienstleister für die Buch- und Medienbranche. Das Unternehmen ist darüber hinaus auch als Dienstleister für das komplette Fulfillment für Marken aus vielen weiteren Produktbereichen tätig. Zeitfracht beschäftigt etwa 1.600 Mitarbeiter an den Standorten Erfurt, Stuttgart und Nürnberg. Das Logistikzentrum der Zeitfracht Medien GmbH in Erfurt zählt zu den größten und modernsten Logistik-Anlagen Europas.

 

Presseaussendung Zeitfracht Medien

Die wbg hat eine neue Geschäftsführung

Neue Leitung bei der wbg: Mit Joseph Seidel folgt Anfang des neuen Jahres der bisherige Vertriebsleiter Buchhandel auf Dr. Beate Varnhorn. Diese hatte die verlegerische Verantwortung im März 2022 interimistisch übernommen. In seiner neuen Rolle wird Seidel das operative Geschäft verantworten und Claudia Ferber in ihrer Funktion als kaufmännische Geschäftsführerin ergänzen. Komplettiert wird der geschäftsführende Vorstand durch Michael Heinrich, der für den Bereich Business Development zuständig sein wird. Heinrich, bisher Leiter der Zentralen Dienste, ist seit Mai 2021 bei der wbg.

 

Pressemitteilung wbg

Karl-May-Verlag spendet 4.000 € an das Aktionsbündnis „Nothilfe Ukraine“

Die Spendenaktion „Karl Mays Friedenswege“ des Karl-May-Verlags ist sehr erfolgreich. Der gesamte Netto-Umsatz des gleichnamigen Buchs aus dem Verkauf von 2022 in Höhe von 4.000 € kommt dem Aktionsbündnis Katastrophenhilfe „Nothilfe Ukraine“ zugute.

Der Verlag bedankt sich bei allen Kundinnen und Kunden für die Unterstützung. Leider hat sich der Buchhandel kaum an der Aktion beteiligt. Diese wird auch im nächsten Jahr weitergehen.

 

Pressemitteilung Karl-May-Verlag

Kremayr & Scheriau erhält für das Jahr 2022 vier Bruno-Kreisky-Preise

Das Neue Jahr beginnt mit einer Reihe von guten Nachrichten:

  • Der Bruno-Kreisky-Preis für besondere verlegerische Leistungen geht an den Verlag Kremayr & Scheriau,
  • den Sonderpreis „Arbeitswelten – Bildungswelten“ erhält Alexia Weiss für ihr Buch „Zerschlagt das Schulsystem und baut es neu“,
  • der Anerkennungspreis geht an Judith Kohlenberger für ihre Schrift „Das Fluchtparadox“ und an Marlene Engelhorn für ihr Buch „Geld“.

Alle drei Bücher sind 2022 im Verlag Kremayr & Scheriau erschienen.

Bruno-Kreisky-Preis für besondere verlegerische Leistungen

Der Verlag Kremayr & Scheriau wurde im Jahr 1951 von Rudolf Kremayr und Wilhelm Scheriau gegründet, 1966 beteiligte sich Bertelsmann am Verlag und 1991 wurde der Orac-Sachbuchverlag übernommen. Zu den großen Erfolgen der Vergangenheit gehören u. a. Hugo Portisch und sein Opus magnum „Österreich I“ und „Österreich II“, die Memoiren von Bruno Kreisky und das „Österreichische Jahrhundert“ von Hellmut Andics. Einen besonderen Schwerpunkt seit Langem, und vor allem auch gegenwärtig, bilden kritische Sachbücher, die den gesellschaftspolitischen Diskurs in Österreich seit jeher bereichern.
Im Jahr 2015 wurde schließlich eines der spannendsten Literaturprogramme mit dem Fokus auf junge österreichische Gegenwartsautor:innen ins Leben gerufen, das dem Spiel mit Sprache freien Lauf lässt und der Literatur Innovationsräume eröffnet.

Sonderpreis „Arbeitswelten – Bildungswelten“

Der Sonderpreis „Arbeitswelten – Bildungswelten“ geht an Alexia Weiss für „Zerschlagt das Schulsystem und baut es neu“.
Die Journalistin und Autorin zeigt, wie groß die Unzufriedenheit mit dem österreichischen Schulsystem bereits ist – bei den Pädagog:innen und bei den Eltern. Der Druck und das Pensum sind groß. Der Schulalltag bewegt sich zwischen Über- und Unterforderung der Kinder und Überlastung der Lehrenden und Eltern. Weiss beschreibt in ihrer Publikation mutige Ansätze, wie in einem inklusiven Schulsystem die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes in den Vordergrund gerückt, Defizite ausgeglichen und Talente gefördert werden können. Ideologische Fragen müssen dabei in den Hintergrund treten und die physische, psychische, soziale sowie ökonomische Situation eines Kindes im Zentrum stehen.

Anerkennungspreis

Der Anerkennungspreis wird heuer zweifach vergeben: An Judith Kohlenberger für ihre Schrift „Das Fluchtparadox“ und an Marlene Engelhorn für ihr Buch „Geld“.

Judith Kohlenberger: Wenige brennende Themen sind so sehr der undifferenzierten Polemik und populistischen Mobilisierung ausgesetzt wie das Thema Flucht. Auf dem Rücken von Menschen, die so viel verloren haben und massiv unter Druck stehen, wird politisches Kleingeld gewechselt, ohne Hilfe und politische Lösungen anbieten zu wollen. Um so wichtiger sind wissenschaftliche Forschung und Expertise, wie Fluchtforscherin Judith Kohlenberger sie für die öffentliche Debatte einbringt. Ihr Buch ist eine detaillierte Analyse unseres Umgangs mit Vertreibung und Vertriebenen und ein Aufzeigen von Wegen einer menschlichen Asyl- und Integrationspolitik. Sie mahnt moralische Verantwortung und das Vertrauen in unsere Institutionen, unseren Rechtsstaat und unsere Zivilgesellschaft ein.

Marlene Engelhorn weiß wovon sie spricht: Sie ist eine Millionenerbin, die mit der Aussage, 90 Prozent ihres Erbes spenden zu wollen, das Licht der Öffentlichkeit suchte. Warum? Mit diesem Schritt wollte sie auf das gesellschaftspolitische Problem der Intransparenz von Reichtum und dem demokratiepolitischen Schaden, den Überreichtum anrichtet, hinweisen. Ihre persönlichen Erfahrungen, ihre gesellschaftspolitischen Thesen und ihre damit verbundenen Forderungen hat sie nun in einem packenden Buch veröffentlicht. Sie stellt drängende Fragen: „Wie viel ist genug?“, „Was ist das gute Leben für alle?“, „Wie wollen wir teilen?“ und „In wessen Händen liegt das Recht zu entscheiden?“. Ihr Text gibt spannende Antworten und entwirft eine Vision einer gerechten demokratischen Gesellschaft.

 

Barbara Brunner / Renner Institut / Red.

Westermann Österreich übernimmt Lernhilfensegment von Ivo Haas Lehrmittelhandel

Westermann Österreich baut sein Lernspiel- und Lernhilfenangebot weiter aus: Ab Jänner 2023 übernimmt der Verlag E.Dorner GmbH, Mitglied der Westermann Gruppe in Österreich, den Vertrieb des Lernhilfe- und Lernspielsegments der Ivo Haas GmbH. Das Angebot ist auch in der österreichischen Schulbuchaktion als therapeutische Unterrichtsmittel erhältlich. Es handelt sich um 1.550 Titel des in Österreich in diesem Segment führenden Lehrmittelhändlers.

Mit der Titelübernahme stärkt Westermann Österreich seinen im vergangenen Jahr aufgebauten Programmbereich „Fördern und Fordern“. Im Herbst 2021 hatten die österreichischen Verlage der Westermann Gruppe bereits die Vermarktung von 2.100 Titeln des Verlags Westermann Lernwelten (eh. Georg Westermann Verlag) in Österreich gestartet.
In Zukunft stehen Eltern, Kindern sowie pädagogischen und therapeutischen Fachkräften gebündelt bei einem Ansprechpartner eine Vielzahl an Materialien zu Verfügung. Sie dienen der Stärkung der Lese- und Rechenkompetenz, der Förderung von Koordination und Konzentration, der Sinnesförderung und der Bewegung in der aktiven Pause. Auch Montessori-Material ist im Angebot integriert.

Ivo Rigaud, Eigentümer Ivo Haas GmbH: ,,Seit über 30 Jahren haben wir dieses Segment kontinuierlich ausgebaut. Die Ivo Haas GmbH hat mehrere Tätigkeitsbereiche, zukünftig wird unser Fokus auf dem Fernabsatz mit diversen Onlineshops in Österreich und Deutschland liegen. Wir denken, dass Westermann neben dem Know-how vor allem die Ressourcen hat, diesen Bereich bestens weiterzuentwickeln. Die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern ist zukunftsweisend für eine modere Bildungslandschaft. Westermann bietet nun ein noch breiteres Sortiment und Service an. Die Kunden und Kundinnen, aber vor allem die Schüler und Schülerinnen können sich freuen!“

Iris Blatterer, Geschäftsführerin der Verlage der Westermann Gruppe in Österreich: ,,Wir wurden von Kathi und Ivo Rigaud bereits umfassend geschult, um das Angebot in ihrem Sinn und für die Kundinnen und Kunden in gewohnter Weise weiterzuführen. Als wir sahen, wie toll die Artikel unser bereits bestehendes Angebot ergänzen und welch reichhaltige Unterstützungsmaterialien wir nun anbieten können, waren wir begeistert. Unser Team und ich konnten gar nicht genug bekommen vom Testen und Ausprobieren. Wir freuen uns sehr darauf, damit zu starten.“

Über Westermann Österreich

Westermann Österreich ist mit drei Bildungsmedienverlagen Teil der Westermann Gruppe in Braunschweig. Das Unternehmen ist einer der großen Anbieter für Bildungsmedien in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es umfasst Verlage, Druckereien und einen Logistikbetrieb.

 

Presseinformation Westermann

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