1933–2023: Bücher gegen das Vergessen

Im Jahr 2023 jährt sich eines der traurigsten Ereignisse der deutschen Geschichte zum 90. Mal: die Bücherverbrennung durch das nationalsozialistische Regime. Werke unzähliger Autoren fielen dem ideologischen Hass der Hitlerpartei zum Opfer. Das Jahr 1933 ist daher Mahnmal der Geschichte und Auftrag für die Gegenwart gleichermaßen. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und der Sankt Michaelsbund bieten vor diesem Hintergrund mit der Online-Reihe unter dem Titel „Bücher gegen das Vergessen“ einen Beitrag für die Relevanz einer weltoffenen, demokratischen Gesellschaft.

An drei Donnerstagabenden, jeweils um 19 Uhr, sprechen Expertinnen und Experten verschiedener Profession darüber, wie Literatur beim Gelingen unserer Gesellschaft mitwirken kann und welchen Beitrag Büchereien, Schulen, Kultureinrichtungen und Verlage leisten können.

Die Reihe startet am 26. Januar 2023 mit Prof. Dr. Michael Wolffsohn und seinem Jugendroman Wir waren Glückskinder – trotz allem, in dem er die Geschichte seiner Mutter und die seiner Kindheit voller erzählerischer Kraft und mit vielen Fakten über den Nationalsozialismus und die Geschichte der Juden schildert.
Im Gespräch mit dem Autor und am Beispiel seines Buches gibt Marlies Koenen Tipps für die Literaturvermittlung zur Frage, wie man das Thema Antisemitismus für jüngeren Schülerinnen und Schülern zugänglich machen kann.

Am 23. Februar spricht Benno Köpfer vom Verfassungsschutz mit Autor Peter Mathews anhand dessen Buchs Kadir, der Krieg und die Katze des Propheten über die aktuellen Herausforderungen für unsere Demokratie angesichts eines erstarkenden Salafismus und die Verarbeitung der Themen in zeitgenössischer Literatur.

Den Abschluss der Reihe am 23. März bestreitet Gabriela Leja, Programmleiterin der Reihe Hanser beim dtv. Sie geht der Frage nach, welche Veränderungen Bewegungen wie „Black lives Matter“ in der Buch-branche bewirken und wie Konzepte von Diversität Verlagsprogramme beeinflussen.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen finden sich, wie gewohnt, auf www.akademie-kjl.de und den Social-Media-Kanälen der Akademie.

 

Pressemitteilung Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur / dtv / Red.

„Advent am See“

Am 1. Adventsamstag fand in der Seeseiten Buchhandlung die alljährliche Veranstaltung „Advent am See“ statt.

Auch dieses Jahr ging der gesamte Erlös (Eintritt, Glühmost, Kekse usw.) an eine karikative Einrichtung, diesmal ans Integrationshaus. Auch Manuel Rubey spendete sein gesamtes Honorar. Erfolgreich versteigert für das Integrationshaus wurde: ein Originalbild von Marcus Pfister, der auch mit seinem Verleger Herwig Bitsche anwesend war, ein Bild von der Donaustädter Künstlerin Mischa Skorecz sowie ein Pappaufsteller von Manuel Rubey.

Der stimmungsvolle Abend wurde von 140 KundInnen besucht. Die Seeseiten sammeln noch den ganzen Dezember für den guten Zweck und freuen sich im Jänner den Scheck an Niki Heinelt zu übergeben.

 

Diogenes Verlag

Ein literarisch-musikalischer Abend für Ludwig Hartinger

Am Freitag, 2.12.2022, fand anlässlich des 70 Geburtstages von Ludwig Hartinger (Lektor, Autor, Herausgeber und Übersetzer) am 12. Dezember ein Abend mit befreundeten Autor:innen im Literaturhaus Salzburg statt – eine gemeinsame Veranstaltung des Literaturhauses und des slowenischen Kulturinformationszentrums SKICA.

Die mit dem Wortlandstreicher seit vielen Jahren befreundeten Autor*innen Karl-Markus Gauß, Karin Peschka, Ilma Rakusa, Elke Laznia und Drago Jan?ar trugen eigens für diesen Abend verfasste Prosa und Lyrik über erste Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse oder Erinnerungen vor.
Ludwig Hartinger selbst las aus seinem jüngst erschienenen Lyrikband „Leerzeichen“ (2022). Zu seinen Ehren fanden außerdem Ana Marwan, Brita Steinwendtner, Cvetka Lipuš und Christoph Janacs ihren Weg ins Literaturhaus. Das Duo Nana Mil?inski (Gesang) und Joži Šalej (Klavier, Gesang) begleiteten den Abend musikalisch, der bei Brot und Wein seinen Ausklang fand.

Ludwig Hartinger ist u. a. Lektor im Otto Müller Verlag und dem Verlag seit vielen Jahrzehnten in tiefer Freundschaft verbunden. Zuletzt wurde er mit dem Lavrin-Diplom 2022 ausgezeichnet, das vom slowenischen Literaturübersetzerverband für qualitativ hochwertige Übersetzungen von u. a. slowenischer Belletristik übergeben wird. Im Februar 2023 erscheint „Mein Gedicht ist mein Gesicht – Invention einer orphischen Landschaft“ von Sre?ko Kosovel (Auswahl, Übersetzung aus dem Slowenischen und Komposition von Ludwig Hartinger).

 

Aussendung Otto Müller Verlag

Ueberreuter zur Buch Wien

Verlagsleiterin Birgit Francan:

Die Buch Wien 2022 war ein toller Erfolg, für uns als Verlag und sicher auch für die gesamte Branche. Begonnen mit der „Langen Nacht“ am Mittwoch hatten wir viele Gespräche mit interessierten Besucher:innen. Großartig waren auch die Lesungen mit unseren Autor:innen. Gesamt gab es viele tolle Impulse für das Buch an sich, besonders aber Richtung Weihnachten und dem Buch als Geschenk. Wir sind 2023 sicher wieder dabei!

 

Pressemitteilung Ueberreuter Verlag

MITGIFT Verlag feierte 7 Jahres-Jubiläum!

2015 gründete Unternehmerin Ursula Effenberger den Verlag MITGIFT und verhalf seither einigen Autorinnen/Autoren zu ihren Buchprojekten. Darunter die Kärntner Harald König, Dennis Staats und BUCH13-Gründer Schriftsteller Gerald Eschenauer, der den Abend im Eboardmuseum Klagenfurt moderierte. Sieben Autorinnen und Autoren kamen zu Wort und präsentierten Auszüge ihrer im MITGIFT Verlag erschienen Bücher.

Der Verlag publizierte zeitgenössische Literatur, Lyrik und Prosa, Sachbücher und ist Erfinder von „Poesie in kleinen Dosen“, dem weltweit ersten Literaturpuzzle aus dem Hause MITGIFT. Zahlreiche Keksspenden und Punsch genossen die Künstler Georg Schorschi Maurer, Susanne Huck, Schriftstellerin Eva Brislinger TCM-Energetikerin Margit Sophie Leitner, Autor Francesco del Romano und viele andere …

 

Pressemitteilung Verlag Mitgift

30 Jahre Mohr Morawa: Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut!

Das 30-Jahre-Firmenjubiläum der Firma Mohr Morawa fand gemeinsam mit PartnerInnen aus dem internationalen und nationalen Verlagswesen sowie der österreichischen Buchhandlungen und zahlreichen VertreterInnen aus der Buch- und Medienbranche statt.

Das Motto des Events war „Ein Fest mit Freunden und Wiener Schmäh“. Die Eröffnungsrede hielt Morawa CEO Wolfgang Rick. Als Höhepunkt des Abends unterhielt Kabarettist, Autor, Regisseur, Schauspieler und begeisterter Leser Michael Niavarani die rund 300 Gäste mit heiteren Anekdoten. Mohr Morawa Geschäftsführer Rainer Fritthum bedankte sich bei den Mitarbeitern für die jahrelange Treue und den Teamgeist. Im Anschluss wurde ausgelassen gefeiert.

Wir bedanken uns bei den vielen Gästen, die diesen wunderbaren Abend durch Ihr Kommen erst möglich gemacht haben, und freuen uns weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen.

Für alle die dabei waren, aber auch für jene die nicht dabei sein konnten, haben wir hier „30 Jahre MOHR MORAWA“ ausgewählte Fotos bereit gestellt!

 

Presseaussendung Mohr Morawa

Buch Wien 22: Großes Interesse am vielfältigen Programm

Hunderte Autor:innen, Verleger:innen und Journalist:innen sowie zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur machten in den letzten Tagen die Buch Wien zum zentralen Ort für Meinungsaustausch und positionierten sie als Impulsgeber für die Branche und den kultur- und gesellschaftspolitischen Diskurs.

Das Interesse der über 51.000 Besucher:innen an den mehr als 400 Veranstaltungen und den tausenden ausgestellten Neuerscheinungen war überwältigend. Im Rahmen der Buch Wien Debatte-Veranstaltungen, die sich den großen Themen der Gegenwart gewidmet haben, gab es zahlreiche spannende und bereichernde Interaktionen zwischen Publikum und Podium. Insgesamt konnte die Buch Wien ihrem Anspruch, ein Festival des Wissens zu sein, erneut mehr als gerecht werden.

Leitthemen waren in diesem Jahr der Krieg in der Ukraine, die Klimakrise, Political Correctness, die Zukunft des Kapitalismus und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Zu den Mitwirkenden zählten unter anderem zahlreiche international anerkannte Expert:innen aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur.

Darüber hinaus waren prominente Literaturgrößen aus 28 verschiedenen Nationen auf den Bühnen der Buch Wien zu Gast und haben mit ihren aktuellen Büchern für Begeisterung gesorgt.

Bei der 15. Ausgabe der Buch Wien stand das Besucher:innen-Erlebnis klar im Fokus: Zahlreiche Verlage, allen voran die führenden deutschen Verlagsgruppen Bonnier und Holtzbrinck, haben in diesem Jahr außerordentlich stark in ihre Auftritte investiert und den Interaktionen zwischen Leser:innen und Verlagen mehr Raum gegeben.

Nach dieser sehr erfolgreichen Buch Wien blicken wir mit Freude auf die kommende Ausgabe im nächsten Jahr: Es wird von 8. bis 12. November 2023 garantiert einzigartig!

 

Presseaussendung BuchWien

Buch Wien 22 – das größte Buch- und Wissensfestival Österreichs ist eröffnet!

Gestern wurde die 15. Ausgabe der Buch Wien in Anwesenheit des Präsidenten des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels Benedikt Föger, Frau Staatssekretärin Andrea Mayer und Frau Stadträtin Veronika Kaup-Hasler sowie in der Gegenwart zahlreicher politischer und diplomatischer Vertreter:innen feierlich eröffnet.

Die Festrede mit dem Titel “Wohin geht Europa?” wurde von Politikwissenschaftler Herfried Münkler gehalten.

Im Anschluss an den Festakt hat die Lange Nacht der Bücher mit spannenden Bühnengesprächen, Podiumsdiskussionen und dem Buch Wien Poetry Slam für einen eindrucksvollen Auftakt der Buch Wien gesorgt.

Bis Sonntag, 27. November ist das Messegelände wieder das Zentrum für Meinungsaustausch und Inspiration. Mehr als 470 Aussteller aus 28 Ländern, sechs Bühnen auf dem Messegelände und mehr als 400 Events garantieren ein unterhaltsames Programm.
Heimische und internationale Literaturgrößen sowie zahlreiche Publikumslieblinge sind mit ihren Neuerscheinungen auf den Bühnen und bei ihren Signierstunden live zu erleben.
Zudem werden im Rahmen zahlreicher Buch Wien-Debatten namhafte Expert:innen aus Politik, Wirtschaft und Kultur aktuelle, kontroverse und leidenschaftliche Diskussionen austragen, die über die Buch Wien-Woche hinaus für Impulse sorgen werden.

Zitate zur Eröffnung der Buch Wien 22:

„Die Buch Wien hat sich zu einer der wichtigsten deutschsprachigen Buchmessen entwickelt, insbesondere zu der wohl flexibelsten, modernsten und für Besucher:innen und Aussteller:innen interessantesten Messe. Nirgendwo sonst ist der Austausch von Verlagen, Buchhandlungen, von Autor:innen und Leser:innen so intensiv wie auf der Buch Wien, dem Ort der Literatur, des Wissens und der Information.“ Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels

„Buchmessen wie die Buch Wien sind besonders und unersetzbar. Sie sind öffentliche Orte der Kommunikation und Marktplätze für Ideen, Vorstellungen und Geschichten. Sie stellen Autorinnen und Autoren und ihre Bücher in den Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit. Sie erzeugen Öffentlichkeit für Kultur und Wissen – und vor allem natürlich für Literatur. Bücher sind das Gegenteil jener Wirklichkeitsfabrikanten, die im Netz Realitäts- und Kommunikationsverweigerung betreiben und mit Tatsachen so umgehen, als handele es sich um bloße Meinungen. Bücher kennen keine Follower. Bücher haben Leser“, so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer in ihrer Eröffnungsrede.

„Das Ziel der Buch Wien ist klar: Wir wollen mit unseren zahlreichen Veranstaltungen ein starkes Zeichen gegen die zunehmende Verbreitung von Desinformation setzen und sind stets bemüht, unseren Besucher:innen faktenbasiertes Wissen leicht zugänglich zu machen. Für das Gelingen dieses Anspruchs tragen insbesondere die zahlreichen Top-Journalist:innen bei, die unsere 402 Veranstaltungen gewissenhaft vorbereiten und kritisch moderieren“, erläutert Patrick Zöhrer, Geschäftsführer der Buch Wien

Weitere Informationen zum gesamten Programm der Buch Wien 22 unter: buchwien.at/programm.

 

Presseaussendung Buch Wien

40 Jahre Haymon: Poetize your s(h)elves!

1982 wurde der Haymon Verlag gegründet. Zum 40er hat der Haymon Verlag im Gespräch zwischen Michael Forcher (Verlagsgründer), Markus Hatzer (Verleger), Katharina Schaller (Verlagsleiterin Haymon Literatur und Sachbuch) und Linda Müller (Verlagsleiterin Haymon Krimi) in die Vergangenheit, auf die Gegenwart und in die Zukunft des Verlags geschaut. Moderiert wurde das Gespräch von Nadine Rendl, Leiterin des Haymon Kommunikationsteams.

Bei der Feier hat der Haymon Verlag ganz besonders die Lyrik hochleben lassen. Aus ihren Gedichtbänden gelesen haben: Yousif T. Ahmed, Anja Bachl, C.W. Bauer, David Fuchs, Sabine Gruber, Barbara Hundegger, Klaus Merz, Angelika Rainer und Ferdinand Schmatz.?
Für die musikalische Umrahmung sorgten Valerie Meller und Florentin Brendler. Die Jubiläumsfeier fand mit Freund*innen, Wegbegleiter*innen und Autor*innen im Treibhaus Innsbruck statt.

 

Haymon Verlag

o*books öffnete seine physischen Pforten

Nachdem Bianca-Maria Braunshofer und Katja Fetty ihre Buchhandlung o*books ein Jahr lang sehr erfolgreich ausschließlich online geführt haben, geben sie ihr nun eine fixe Heimat: Das Nordbahnviertel.

Am 15. Oktober eröffneten die zwei Frauen mit 500 Gäst*inne ihre neue Buchhandlung mit Fokus auf feministischen und queeren Büchern, sowie Kinder- und Kochbüchern. Zum Einstand lasen dort prominente Frauen aus ihren Werken u.a. Bettina Balàka, Tanja Raich, Eva Reisinger, Melanie Kandlbauer, Christl Clear, Jaqueline Scheiber (aka Minusgold).

Eine Bauerstochter und ein Arbeiter*innenkind gründeten ohne große Eigenmittel die erfolgreiche digitale Buchhandlung o*books, die nun am 15. Oktober 2022 ihr erstes Geschäft im Wiener Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnviertel eröffnet hat.

Die studierte Germanistin und diplomierte Sozialpädagogin Bianca-Maria Braunshofer und die gelernte Buchhändlerin Katja Fetty stehen hinter o*books. Die beiden Frauen starteten o*books 2021 online, ohne großes Budget und das Ersparte war schnell aufgebraucht. Jedoch verhalf ihnen ein breites Netz an Freund*innen, darunter auch einige bekannte Influencer*innen (@dariadaria, @minusgold etc), schnell zu großer Aufmerksamkeit und Reichweite.

Fetty und Braunshofer glauben an eine Verschränkung von online & stationärer Buchhandlung und wollten unbedingt auch eine lokale Buchhandlung eröffnen. Sie schafften es, ihren Bankberater derart zu überzeugen, dass er den Kreditrahmen sogar ohne die benötigten Eigenmittel abnickte.
Braunshofer erzählt von der stolzen Reaktion ihrer Tante über den o*books-Gründungsweg: „Ihr habt es also ganz ohne Der-Papa-wird’s-schon-richten geschafft!“

 

o*books

Staatssekretärin Andrea Mayer eröffnet Österreich-Stand auf der Frankfurter Buchmesse 2022

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer eröffnet heute den österreichischen Gemeinschaftsstand auf der 74. Frankfurter Buchmesse. Der Stand dient als Treffpunkt für Verlage, Autor:innen, Medien und die gesamte Literaturbranche und wird vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gemeinsam mit der Außenwirtschaft Österreich betrieben. Über 70 Verlage aus Österreich sind bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vertreten.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass wir die besonderen persönlichen Begegnungen brauchen, die Buchmessen ermöglichen. Buchmessen sind nicht nur Marktplätze, sondern Orte des Austauschs und der Erfahrung, Orte der Vielfalt. Sie bringen Menschen aus aller Welt zusammen und fördern – wie die Literatur selbst – auf friedliche und freundliche Weise das gegenseitige Verständnis“, so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. „Es ist daher ein Grund zur Freude, dass die heimische Buchbranche nach den letzten beiden, durch die Pandemie eingeschränkten Jahren nun hier in Frankfurt wieder stark vertreten ist – und dass Österreich im April Gastland auf der Leipziger Buchmesse sein wird. Bücher sind die geistige Infrastruktur einer lebendigen demokratischen Gesellschaft.“

Am Abend lädt das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) gemeinsam mit dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels zum Österreich-Empfang ins Städel Museum.

Österreich ist Gastland bei der Leipziger Buchmesse 2023 (27.-30. April 2023). Unter dem Motto „meaoiswiamia“ zeigt Österreich in den kommenden Monaten einem internationalen Lesepublikum seine vielfältige Buchszene mit bekannten Autor:innen, neuen literarischen Stimmen und hochkarätigen Verlagen.

 

Presseaussendung Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

Die Frankfurter Buchmesse ist zurück

Mit 4000 Ausstellern aus 95 Ländern, auf zehn Hallenebenen, mit zahlreichen Bühnen auf dem Messegelände, mehr als 2000 Events und 4000 akkreditierten Journalist*innen ist die Frankfurter Buchmesse (19.-23.Oktober 2022) in voller Präsenz zurück.

Gestern wurde die 74. Frankfurter Buchmesse in Anwesenheit des spanischen Königspaares, König Felipe VI und Königin Letizia, sowie von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender eröffnet. Ebenfalls zu den Eröffnungsredner*innen gehörten Boris Rhein, der Ministerpräsident des Landes Hessen, die Bürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs, und die literarischen Festredner*innen aus Spanien, Irene Vallejo und Antonio Muñoz Molina.

Juergen Boos, der Direktor der Frankfurter Buchmesse, sagte: „Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen mit vielen Autor*innen, Verleger*innen und Partner*innen. Die persönliche Begegnung ist gerade jetzt so wichtig wie nie: Denn Präsenz hilft gegen Polarisierung. Man spricht anders miteinander, wenn man einander gegenübersteht. In den nächsten Tagen werden in Frankfurt aktuelle, kontroverse und leidenschaftliche Diskussionen ausgetragen werden. Und sie werden nicht ungehört verhallen. Denn gemäß unserem diesjährigen Motto „Translate. Transfer. Transform.“ sind wir überzeugt, dass die Buchbranche für die notwendige Verständigung sorgen kann. Sei es durch Übersetzung von Literatur von einer Sprache in die andere, durch weltweite Solidarität mit Büchermacher*innen im Exil, oder durch die internationale Vernetzung, die hier stattfindet.“

Politische Prominenz auf der Frankfurter Buchmesse

Zahlreiche Spitzenpolitiker*innen werden der Frankfurter Buchmesse in den nächsten Tagen einen Besuch abstatten, oder das Wort per Videobotschaft an die anwesenden Verleger*innen richten: Am Messedonnerstag meldet sich der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, bei einer Versammlung der Europäischen Verlegervereinigung (FEP) virtuell zu Wort. Und auch die First Lady der Ukraine, Olena Selenska, wird im BRIGITTE Talk (Messesamstag, 17.30 Uhr) digital zu Gast sein. In Frankfurt Präsenz zeigen werden die Bundesinnenministerin Nancy Faeser, die Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht, die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lisa Paus, Kulturstaatsministerin Claudia Roth und zahlreiche weitere Spitzenpolitiker*innen aus dem In- und Ausland.

Appell zum Schutz der Buchbranche

Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, und der britisch-pakistanische Schriftsteller Mohsin Hamid, appellierten bei der Eröffnungspressekonferenz der 74. Frankfurter Buchmesse an die Buchbranche. Im Rahmen ihrer publizistischen Möglichkeiten sei es ihre Pflicht, ein sichtbares Gegengewicht zu spalterischen, antidemokratischen und diskriminierenden Tendenzen zu schaffen und diese geschlossen zu verurteilen.

Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, forderte Unterstützung aus der Politik, um die Stellung der Buchbranche zu schützen:

„Die Frankfurter Buchmesse ist der weltweit größte Marktplatz für Bücher und Geschichten. Gleichzeitig ist sie ein bedeutendes Kulturereignis für Völkerverständigung. In einer Welt, in der zwischen politischen, kulturellen und ideologischen Haltungen immer tiefere Gräben entstehen, schafft die Buchmesse Raum für den friedlichen, demokratischen Austausch. Verlage und Buchhandlungen wollen gerade in diesen unsicheren Zeiten eine umfassende Versorgung mit Literatur, Sach- und Fachinformationen gewährleisten. Während der Corona-Pandemie ist ihnen das erfolgreich gelungen – die Buchbranche hat sich in den letzten beiden Jahren als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen. Doch die instabile Welt- und Marktlage stellt sie vor neue große Herausforderungen. Die Branche braucht dringend ausgleichende Maßnahmen durch die Politik, damit sie ihrem gesellschaftlichen Auftrag weiterhin in gewohnter Weise nachkommen kann.“

Übersetzung im Fokus

Im Rampenlicht stehen Übersetzer*innen von Literatur selten – und doch ist ihre Arbeit essenziell. Dass der Akt des Übersetzens auch im übertragenen Sinne allgegenwärtig ist, sobald Sprachräume, Kulturen, Erfahrungen oder Gewohnheiten aufeinandertreffen, führt zu der großen thematischen Klammer der 74. Frankfurter Buchmesse: „Translate. Tansfer. Transform.“

Der Schriftsteller Mohsin Hamid sagte in seiner Rede auf der Eröffnungspressekonferenz: „Mindestens die Hälfte der Bücher, die mir in meinem Leben am meisten bedeutet haben, wurden in Sprachen geschrieben, die ich selbst nicht lesen kann. Ohne Übersetzer*innen wäre ich heute nicht der Leser, der ich bin. Auch meine eigenen Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt, die ich selbst nicht beherrsche. Ohne Übersetzer*innen wäre ich nicht ansatzweise der Schriftsteller, der ich bin. Und nicht nur das. Gabriel García Márquez hat über den Übersetzer Gregory Rabassa gesagt: ‚Er hat meine Bücher besser geschrieben als ich.‘ Ich vermute, dass viele von uns Schriftsteller*innen dasselbe sagen würden, beherrschten wir die Zielsprache gut genug, um das Werk unserer Übersetzer*innen lesen zu können. Übersetzer*innen sind unverzichtbar. In unserer heutigen Welt, einer Welt der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit und des Nativismus, einer Welt, die sich auf den Bau von Mauern konzentriert, schaffen Übersetzer*innen Fenster und Türen.“

Große internationale Beteiligung, starker Ehrengastauftritt Spaniens

Rund zwei Drittel der Aussteller kommen aus dem Ausland. Die asiatische Beteiligung ist erfreulich hoch; Nordamerika und Mittel- und Südeuropa sind im Länderspektrum besonders stark vertreten. Einen bedeutenden Anteil hat hierbei Spanien: Der Ehrengast 2022 ist mit über 320 Ausstellern und Agenturen und allen Sprachräumen des Landes präsent und ist im ausgebuchten Literary Agents & Scouts Center (LitAg) nach Großbritannien und den USA sogar die drittstärkste Fraktion.

Programmatisch tritt Spanien vor allem im Ehrengast-Pavillon (Forum Ebene 1) in Erscheinung, wo Besucher unter dem Motto „Creatividad Desbordante – Sprühende Kreativität“ auf Expedition gehen können. Durch das Zusammenspiel von Architektur, KI-gestützten Installationen und Live-Veranstaltungen wird hier jeder seine individuelle Reise antreten und dabei auf literarische Stimmen treffen wie Kiko Amat, Elena Medel, Cristina Morales, Elizabeth Duval, Rosa Montero, Sara Mesa und Fernando Aramburu. Dem Gesamtkonzept liegt die „Theorie der Kirschen“ der Schriftstellerin Carmen Martín Gaite (1925-2000) zugrunde: „Geschichten sind wie Kirschen. Wer in eine Schale mit Kirschen hineingreift, wird niemals nur eine einzelne Frucht erwischen.“ So soll es sich auch mit den Begegnungen und Eindrücken verhalten, die dem Publikum beim Besuch des Pavillons widerfahren. Insgesamt umfasst die spanische Delegation rund 200 Autor*innen und Kreative aus Spanien. Beteiligt sind sie unter anderem auch am Literaturfestival BOOKFEST, bei THE ARTS+ und am Buchmesse-Fachprogramm.

Die 74. Buchmesse wird gefördert durch Mittel aus dem Programm NEUSTART KULTUR der Bundesregierung.

Mehr Details zu den hier aufgeführten Themen (Ehrengast Spanien, Ukraine, BOOKFEST, Fachprogramm, Publikumshighlights, Schwerpunkt Übersetzen) entnehmen Sie bitte unserer Pressemappe zur #fmb22: https://www.buchmesse.de/presse/pressematerial.

 

Pressemitteilung Frankfurter Buchmesse

„Krimi und Wien“ – die 18. Kriminacht in den Wiener Kaffeehäusern

Spannend begann die Kriminacht im Wiener Kaffeehaus bereits am Nachmittag bei der Leo-Perutz-Preisverleihung im Hotel Imperial. Wohlverdient – wegen seines Kriminalromans „Du wirst mich töten“ wurde der Preis von Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des österreichischen Buchhandels an den Autor Uli Brée überreicht.

„Er muss sich und uns nichts mehr beweisen. Trotzdem tut er es immer wieder. Ein hervorragend komponierter Roman, er besticht durch die Komplexität seiner Figuren, kompromisslos in der Sprache, geradlinig, kein Satz zuviel, ein Pageturner mit Tiefgang!“ waren die lobenden Worte von Sabina Naber, die die Begründung der Jury verlas.

Neben vielen honorigen Autor:innen hieß Herr Generaldirektor des Hotel Imperial Mario Habicher die Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler willkommen, ebenso wie Wolfgang Binder, Obmann der WKW Fachgruppe Kaffeehäuser. Als Hauptsponsor ermöglichte dieser bereits zum 18. Mal die Kriminacht im Wiener Kaffeehaus.
Binder begrüßt diese Veranstaltungen, die heuer mehr Zuhörer:innen anlockte als all die Jahre zuvor und als Booster nach der schweren Coronazeit mehr als willkommen war:

„Die Wirtschaftskammer Wien Fachgruppe Kaffeehäuser weiß sehr gut um die Probleme in der Gastronomie Bescheid – Stichworte Mitarbeiter:innen | Corona-Nachwirkungen | Inflation und extrem gestiegene Energierechnungen. Daher bekommen die Kaffeehäuser in diesen schwierigen Zeiten von uns sogar eine eigene und direkte finanzielle Kriminacht-Unterstützung.“

Heuer war erstmals das Taxiunternehmen 40100 Partner der Kriminacht.

„Sollte man sich allein auf der Straße fürchten, sorgen wir dafür, dass jeder sicher nach Hause kommt. Taxi 40100 ist ganz einfach per Telefon oder App zu bestellen!“ So die Generalsekretärin Eveline Hruza, die selbst passionierte Krimileserin ist.

Im achtzehnten Jahr ihres Bestehens setzte die mittlerweile schon traditionelle Kriminacht auf geballte spannungsgeladene Atmosphäre in klassischen Kaffeehäusern ebenso wie in den vielen kleinen, gemütlichen Cafés. Selbst in außergewöhnlichen Locations gab es wieder kriminelle Lesungen, wie beim 48er Tandler, in der Aufbahrungshalle 2 am Zentralfriedhof oder auf der MS Elisabeth in der DDSG Donaumarina.

Eine besondere Performance lieferten Ernst Geiger, vormals Leiter der Abteilung 3 des Bundeskriminalamts und die junge Schauspielerin Katharina Schmirl. Sie las Passagen aus seinem neuen Roman „Goldraub“ vor, die der Autor fachmännisch und detailgenau kommentierte. Der Inhalt dieses Krimis spielt um den spektakulären Diebstahl der Saliera aus dem Kunsthistorischen Museum im Jahre 2003.

Im Café Schwarzenberg, durften zahlreiche Besucher:innen dem Interview von Helmut Schneider (Initiator der Kriminacht aus dem echo medienhaus) und dem Philosophen Konrad Paul Liessmann folgen. Thema: Warum das Böse in unserer Zeit wieder Konjunktur hat …

Radio Wien organisierte die Lesungen in der Donau Marina auf dem Schiff DDSG MS Kaiserin Elisabeth: Eva Rossmann las aus ihrem neuesten Mira-Valensky-Krimi „Tod einer Hundertjährigen“ vor und machte damit Gusto auf mehr Mord, mehr Sardinien und mehr Leben.

Spannend, kurzweilig, gesellig – so präsentierte sich die Kriminacht in den Wiener Kaffeehäusern. Die langjährige Fangemeinde war begeistert und freut sich auf die Kriminacht in den Wiener Kaffeehäusern nächstes Jahr am Dienstag, den 10.10.2023.

 

Presseaussendung echo Medienhaus

Tag des Wörterbuchs: Österreichisches Wörterbuch in Zeiten der Digitalisierung

Am 16. Oktober ist Tag des Wörterbuchs. Das Österreichische Wörterbuch gibt es seit 1951, es wird vom Österreichischen Bundesverlag (öbv) in der inzwischen 44. Auflage herausgegeben. Aktuell gibt es eine Sonderedition im Jubiläumsdesign, mit der Projekte für Bildungsgerechtigkeit unterstützt werden.

Jedes Jahr am 16. Oktober wird der Tag des Wörterbuchs gefeiert. Anlass dafür ist der Geburtstag von Noah Webster, der “Vater des amerikanischen Wörterbuchs”, der 1807 das erste Wörterbuch der englischen Sprache herausgegeben hat.

Das Österreichische Wörterbuch (ÖWB) wurde knapp 150 Jahre später durch eine Verordnung des Unterrichtsministeriums initiiert. Im Jahr 1951 erschien die erste Auflage, zunächst als reines Schulwörterbuch, mit 23.600 Stichwörtern, darunter zum Beispiel Fernsprecher, Stenographie und Zonentarif. 71 Jahre später wird das ÖWB bereits in der 44. Auflage produziert, ist längst mehr als ein Schulwörterbuch und kann auch digital genutzt werden. Aktuell gibt es eine vom Wiener Künstler Boicut gestaltete limitierte Sonderedition. Vom Verkaufserlös werden fünf Euro pro Buch an die KURIER Lernhäuser gespendet, die sich für gleiche Bildungschancen von sozial benachteiligten Kindern einsetzen.

Maximilian Schulyok, Geschäftsführer des öbv, betont die Bedeutung von Wörterbüchern: „Worte prägen unser Denken und somit unser Handeln. Darum ist es wichtig, vor allem jungen Menschen die Vielfalt der Sprache näherzubringen, den richtigen Umgang damit zu zeigen und ein kritisches Denken zu ermöglichen. Auch wenn Wörterbücher gelegentlich als überholt oder unzeitgemäß dargestellt werden, die haptische Erfahrung, der Nachschlage- und Suchprozess in einem gedruckten Werk: all das zusammen ermöglicht neurowissenschaftlich erwiesen nachhaltiges Lernen.”

Wörterbücher in Zeiten des Internets

Warum ein Wörterbuch auch heute noch wichtig ist, erklärt ÖWB-Chefredakteurin Christiane Pabst:

“Nie kann ein Online Suchmaschinen-Ergebnis auf einen Blick einen so kompakten, korrekten, informativen und übersichtlichen Inhalt zu einem Wort liefern, wie ihn das Österreichische Wörterbuch in jedem seiner Artikel schafft.”

Das ÖWB gibt zu jedem Wort einen raschen und wissenschaftlich hinterlegten Überblick über Betonung, Grammatik, Varianten, Sprach- und Stilschichten, Etymologie und vieles mehr.

Und auch das Wörterbuch geht mit der Zeit: die 44. Auflage enthält aktuelle Wortkreationen wie Covididiot, Millennial, Superspreader und Subsahara-Afrika. So wird ermöglicht, dass Wörter aus dem Kontext unserer Zeit auch zu einem späteren Zeitpunkt noch richtig eingeordnet werden können.

Das ÖWB der Zukunft

Dennoch wird sich das Wörterbuch in den nächsten Jahren verändern. “Den ständigen Wortzuwachs auf Dauer in einem Band darzustellen wird immer herausfordernder,” beschreibt Pabst und vermutet auf die Frage, wie das ÖWB im Jahr 2050 aussehen wird, dass es vielleicht einen lexikografischen Band und einen Band mit dem sogenannten Beiwerk geben wird. Auch kleinere ÖWBs für Fachwortschatz aus verschiedenen Bereichen oder Interessensgebieten schließt sie nicht aus. An den Wörterbuchartikeln wird sich ihrer Einschätzung nach jedoch nicht viel ändern. Möglicherweise könnten aber über Codes Zusatzinformationen in Form von kleinen Videos, Bildern oder Anwendungsbeispielen bereitgestellt werden.

Zahlen und Fakten zum Österreichischen Wörterbuch

Das ÖWB enthält aktuell knapp 100.000 Stichwörter. Diese Wörter nennt man übrigens “Lemmata” (im Singular “Lemma”). Wenn 200 durchschnittlich große Schulklassen ihre 4.800 ÖWBs aufeinander stapeln, sind sie so hoch wie der DC Tower und wiegen so viel wie 48 Babyelefanten. Und legt man 2.560 Wörterbücher nebeneinander, so kommt man von Wien bis nach Bregenz – mit 205.000 Stück sogar einmal um den Globus.

 

Presseaussendung Österreichischer Bundesverlag

Uli Brée gewinnt Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur 2022

Der dreizehnte Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur wurde am 12. Oktober im Rahmen des Autor:innenempfangs der Kriminacht im Wiener Kaffeehaus im Hotel Imperial an Uli Brée verliehen. Der diesjährige Preisträger wurde für seinen Kriminalroman „Du wirst mich töten“ (Amalthea Verlag) ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Literaturpreis wurde von Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und Benedikt Föger, dem Präsidenten des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels, überreicht. Der Leo-Perutz-Preis wird gemeinsam von der Stadt Wien Kultur und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gestiftet und mit freundlicher Unterstützung der Bestattung Himmelblau ausgerichtet.

Auf der Shortlist für den Leo-Perutz-Preis 2022 waren insgesamt fünf Werke zu finden: Neben Uli Brée waren auch Heidi Emfried mit „Wiener Wiederauferstehung“ (Verlag Anton Pustet), Georg Haderer mit „Seht ihr es nicht?“ (Haymon Verlag), Josef Kleindienst mit „Mein Leben als Serienmörder“ (Sonderzahl Verlag) und Gudrun Lerchbaum mit „Das giftige Glück“ (Haymon Verlag) nominiert.

Die Laudatio hielt die Autorin Sabina Naber. Im Anschluss lasen alle Nominierten an unterschiedlichen Locations der Kriminacht im Wiener Kaffeehaus.

Der Autor

Uli Brée wurde 1964 in Dinslaken (Nordrhein-Westfalen) geboren, ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Drehbuchautoren, u. a. für Kult-Serien wie „Vorstadtweiber“, „Vier Frauen und ein Todesfall“ sowie „Tatort“. Mit Rupert Henning und André Heller hat er den Kinofilm „Wie ich lernte, bei mir selbst Kind zu sein“ verwirklicht. Er absolvierte eine Clownausbildung an der School of Fools und seine Schauspielausbildung an der Schauspielschule Krauss in Wien.

Aus der Begründung der Jury

„Egal ob als Drehbuch- und Theater-Autor, Schauspieler oder Regisseur – um nur einige seiner Talente zu nennen – Uli Brée weiß, was er tut. Es ist also keine Überraschung, dass er auch mit seinem literarischen Krimidebüt „Du wirst mich töten“ auf ganzer Linie überzeugt. Das düstere, temporeiche Vexierspiel rund um Tabata Goldstaub, einer vielschichtigen Frauenfigur, die sich im Laufe der Story erst zu ihrer ganzen Komplexität entfaltet, zieht Leserinnen und Leser von der ersten Seite an in seinen Bann. Der Autor versteht sich darauf, das komplexe Beziehungsgeflecht seiner Figuren im Laufe dieses hervorragend komponierten Romans effektvoll zu enthüllen und offenbart damit nach und nach all die Traumata, die enttäuschten Hoffnungen und die dysfunktionalen Überlebensstrategien, die hinter all der Gewalt und Selbstverletzung liegen.

Trotzdem verliert sich Brée aber zu keinem Zeitpunkt in Larmoyanz oder überbordender Gefühlsduselei: Seine Sprache ist kompromisslos, direkt und geradlinig – hier wird nichts verschleiert, die Dinge werden beim Namen genannt, kein Satz ist zu viel. In wenigen Worten entstehen so filmreife Szenen vor dem inneren Auge der Leserinnen und Leser, die sich diesem bildgewaltigen Sog nur schwer entziehen können. Der Autor beweist dabei aber nicht nur seinen sicheren Instinkt für die dunklen Seiten der Menschheit, sondern lässt ab und zu sogar ein wenig Hoffnung und Menschlichkeit durchblitzen, während wir mit Tabata Goldstaub in den Abgrund rasen. Brée ist mit diesem Thriller ein seltenes Kunststück gelungen – ein Pageturner mit Tiefgang, der mit all seinen überraschenden Wendungen noch lange nachwirkt.“

Die Jury

Die Jury 2022 besteht aus Jury-Sprecherin Sylvia Fassl-Vogler (Stadt Wien Kultur), Susanne Remmer (HVB, Buchhandlung Franz LEO & Comp.), Sabina Naber (Krimi-Autorin), Ina Rossak (Thalia) und Silvia Vertetics (Bestattung Himmelblau).

Der Preis

Mit dem Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur, der jährlich vergeben wird, werden Krimis ausgezeichnet, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen.

Bisherige Preisträger:innen

Im Vorjahr ging der Preis an Anne Goldmann für ihren Kriminalroman „Alle kleinen Tiere“ (Argument Verlag). Die weiteren Preisträger:innen der letzten Jahre: 2020 Ursula Poznanski mit „Vanitas – Grau wie Asche“ (Droemer-Knaur), 2019 Alex Beer mit „Der dunkle Bote“ (Limes Verlag), 2018 Fritz Lehner mit „Nitro“ (Seifert Verlag), 2017 Alex Beer mit „Der zweite Reiter“ (Limes Verlag). 2016 Andreas Gruber mit „Racheherbst“ (Goldmann Verlag), 2015 Theresa Prammer mit „Wiener Totenlieder“ (Marion von Schröder Verlag) und 2014 Eva Rossmann mit „Männerfallen“ (Folio Verlag).

 

Pressemeldung Hauptverband des Österreichischen Buchhandels

Erich-Schleyer-Gedenkveranstaltung: „Hallo, ich bin der Erich“

Professor Erich Schleyer ist im Jahr 2021 gestorben. Mit einer Veranstaltung am 26. September 2022 im Wiener Rathaus, wurde an den großartigen Theater- und Filmschauspieler, Buchautor, Fernsehmoderator- und -gestalter, erinnert. Wegbegleiter aus allen Bereichen seines großen künstlerischen Spektrums gaben der Gedenkveranstaltung einen würdigen Rahmen.

Michael Schottenberg, hielt die Laudatio. Robert Steiner, Nachbar und Freund, moderierte den Abend, an dem auch Ausschnitte aus Schleyer’s TV Produktionen gezeigt wurden. Audioeinspielungen und eine Diashow belegten das umfassende künstlerische Wirken.

Cover Hallo ich bin der Erich

Im Mittelpunkt dieser von Veranstaltung stand das Buch „Hallo, ich bin der Erich“, die Vorarbeiten hat der Herausgeber Werner Brunner mit Erich begonnen und nach Erich’s Tod fertiggestellt. Das Buch wurde mit Angaben über seine künstlerische Lebensreise und einer Geschichte über einen Spaziergang mit seinem Lebensmenschen George Tabori ergänzt.

„Hallo, ich bin der Erich“, mit diesen Worten begann Erich Schleyer sehr gerne seine Auftritte bei den unzähligen Kinderveranstaltungen. Dieser Ausspruch wurde als Titel für das Buch gewählt. Erich’s Geschichten enthalten Botschaften im humanitären und im gesellschaftlichen Bereich. Der behutsame Umgang mit der Umwelt (oder wie Erich auch gerne sagte, mit der Mitwelt) ist in seinen Geschichten immer wieder Thema. Er ermunterte die Kinder stets zum Nachdenken.
Eine Besonderheit des Buches: Sieben Geschichten kann man mittels QR Code downloaden und mit der Originalstimme von Erich Schleyer anhören.

„Hallo, ich bin der Erich“
ISBN 978-3-903989-31-3 | erschienen im echomedia buchverlag/ECHO Medienhaus Ges.m.b.H.
Herausgeber: Werner Brunner / Audiobeiträge: Günther Radelmacher
Verkaufspreis: € 19.90

 

Pressemeldung echomedia

Thalia schlägt in der Mariahilfer Straße ein neues Kapitel auf

Nach nur einem knappen halben Jahr des Umbaus bei vollem Betrieb eröffnet Thalia in der Mariahilfer Straße seine Buchhandlung neu und präsentiert ein Leseparadies der Extraklasse. In feierlichem Rahmen und in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Kultur, Politik und Wirtschaft wurde am 5.10.2022 außerdem der Gründungsvertrag der Stiftung Lesen Österreich unterzeichnet. Ein guter Tag für alle Bücherwürmer, Leseratten und die, die es noch werden sollen/wollen.

„Ich bin erleichtert über den Abschluss der Umbauarbeiten und ungeheuer stolz auf alle Mitarbeiter*innen des Teams, die diesen Kraftakt bei vollem Betrieb nicht nur mitgemacht, sondern aktiv daran mitgearbeitet haben, dass alles so glatt über die Bühne geht. Mein größter Dank geht deshalb an das Team Thalia!“ nützt Andrea Heumann, Geschäftsführerin von Thalia, einen kurzen Bühnenauftritt mit ihrem Geschäftsleitungsteam bestehend aus Claudia Schmidt und Maximilian Joven für ein herzliches Lob an ihr Team Thalia.

Entsprechend freudig und gelöst war auch die Stimmung am gestrigen Eröffnungsabend zu dem Österreichs führender Sortimentsbuchhändlerein ausgewähltes Publikum und alle wichtigen Wegbegleiter in diesem Großprojekt geladen hatte. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm und kurze, aber gehaltvolle Statements zum Thema Lesen, Buch und gesellschaftliche Verantwortung unterhielten und regten zum Nachdenken an.

Bücher zu den Menschen und Menschen zu den Büchern bringen

Markus Rumelhart, Bezirksvorsteher des 6. Wiener Gemeindebezirks Mariahilf, und Christoph Wiederkehr, Vizebürgermeister der Stadt Wien und amtsführender Stadtrat für Bildung, Jugend, Integration und Transparenz, eröffneten den Abend mit der Bekräftigung ihres politischen Willens, sich für das Lesen, die Bildung und das Buch stark zu machen. Zitate Wiederkehr und Rumelhart.

Gründung Stiftung Lesen Österreich

Eine besondere Bühne bot dieser Festabend auch für die feierliche Unterzeichnung des Gründungsvertrags der Stiftung Lesen Österreich. Als Gründungsmitglieder setzten Dr. Jörg F. Maas für die Stiftung Lesen Deutschland, Mag. Markus Feigl für den Büchereiverband Österreichs, Lydia Grünzweig für den Österreichischen Buchklub der Jugend, Christian Pöttler für das echo medienhaus, Patrick Schwarz für den Zeitverlag Gerd Bucerius und Claudia Schmidt für Thalia Österreich ihre Unterschrift unter das Dokument, das die Stiftung Lesen nun auch in Österreich verwurzelt.

„Wir sind stolz, Teil dieses für die Leseförderung in Österreich so wichtigen Projekts zu sein“, erklärt die Vertreterin von Thalia.

Zukünftig wird die Stiftung Lesen auch in Österreich in enger Zusammenarbeit mit dem Bund und den Ländern, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen Programme, Kampagnen, Forschungs- und Modellprojekte zur Leseförderung durchführen.

Denn: „Lesekompetenz ist die Basis für Bildung und ein selbstbestimmtes Leben – dafür stärken wir gemeinsam und unter dem Dach der Stiftung Lesen Österreich das Bewusstsein in Österreich und tragen dazu bei, dass alle Kinder und Jugendlichen die nötige Lesekompetenz haben. Wir laden alle Organisationen und Menschen ein, sich gemeinsam mit uns für Kinder und Jugendliche zu engagieren, damit alle Menschen lesen können“ – so Dr. Jörg F. Maas, Geschäftsführer der Stiftung Lesen Deutschland in seinem Statement zur Gründung.

Stars und Prominenz zum Thema Buch und Lesen

Weitere Höhepunkte im Programm waren die Auftritte von Stars der österreichischen Literaturszene. So verglich Autor, Kabarettist und Schauspieler Michael Niavarani in einem ersten Gastbeitrag Bücher mit guten Freunden und das Lesen eines Buches mit einer Liebesbeziehung. Auch Matthias Strolz, Autor, Publizist und Unternehmer erklärte dem Buch seine Liebe. Und gegen Ende unterwies Österreichs Mentalexperte Nr. 1, Manuel Horeth, die Gäste in „Mental Power“.

Nachts in der Buchhandlung

Nach dem offiziellen Programm blieb beim gestrigen Eröffnungsabend natürlich auch noch Zeit für persönlichen Austausch und Gespräche. Überraschungseinlagen auf der Bühne sorgten für gute Stimmung und Mangazeichnerin Melanie Schober zeigte live, wie Mangas entstehen und warum sie so beliebt sind. Bis 22 Uhr standen den Gästen alle vier Etagen der Buchhandlung offen, man konnte sich auf Entdeckungstour durch das Haus machen, sich beraten lassen und auch noch einkaufen. Musiker SaxoBen und Performance Artist Selina sorgten für musikalische Unterhaltung und bis in die späten Abendstunden wurde die neueröffnete Buchhandlung gefeiert.

Eröffnungstage und Veranstaltungen im Oktober

Mit dem heutigen Tag ist die umgestaltete Thalia-Buchhandlung also offiziell eröffnet. Thalia will offen sein – für alle und alles, ein „Treffpunkt in meiner Nähe“, an dem die Menschen einander, Autor*innen und den Büchern begegnen, ein Botschafter „geistiger Nahrung“, der zum Lesen und Nachdenken animiert. Zahlreiche Eröffnungsangebote und Events sollen noch mehr Menschen für das Lesen begeistern. Mit Kristina Ohlsson (Die Tote im Sturm), Thomas Stipsits und Bernhard Egger (Eierkratz Komplott), Lisa Eckhart (Boum), Joesi Prokopetz (Teufelskreuz), Thomas Brezina (Sisis Ball der Mörder) und Sebastian Fitzek (Mimik) unter vielen anderen geben sich im Oktober wirkliche Stars der Literaturszene bei Thalia Mariahilfer Straße die Klinke in die Hand.

Am 14.10. um 19:30 Uhr lädt Story One in Zusammenarbeit mit Thalia wieder zum Young Storyteller Award und Story Slam, bei dem die 10 Shortlist-Kandidat*innen des Buchwettbewerbs aus ihren Büchern um die Wette lesen. Ein einzigartiges Förderprojekt für junge literarische Talente, das seinesgleichen sucht!

Aber auch im non-book Bereich ist Thalia top bei Veranstaltungen: Von Verkostungen über Produktpräsentationen im DIY-Bereich bis hin zur Personalisierung von Paper Blanks Produkten durch eine Kalligrafin und dem Pimpen von Schulrucksäcken am spray day wird einiges geboten! (Veranstaltungskalender unter thalia.at/veranstaltungen abrufbar).

Zahlen, Daten und Fakten zur MH99

In der Mariahilfer Straße befindet sich also Österreichs Buchhandlung der Superlative: Mit 1.600.000 verkauften Artikeln im Vorjahr, 1.200.000 Millionen Besucher*innen pro Jahr, 360.000 lagernden Artikeln, davon 111.000 Bücher, 1.750 Lampen, 220 Verkaufstischen und 88 Mitarbeiter*innen schlägt sie alle Rekorde und setzt ein eindrucksvolles Zeichen für die Buchliebe der Österreicher*innen.

 

Presseaussendung Thalia

Durch St. Pölten weht wieder der „Blätterwirbel“

Von morgen, Donnerstag, 6., bis Montag, 31. Oktober, geht im Landestheater Niederösterreich, im Stadtmuseum St. Pölten, im Cinema Paradiso und an weiteren Orten in der Landeshauptstadt die mittlerweile 17. Ausgabe des Literaturfestivals „Blätterwirbel“ über die Bühne.

Eröffnet wird das Festival morgen, Donnerstag, 6. Oktober, um 19 Uhr im Landestheater mit einer Impulsrede von Paulus Hochgatterer unter dem Titel „Und ein Narr wartet auf Antwort“. Das erste Autorenporträt gibt es am gleichen Abend nach der Eröffnung im Landestheater, es ist Moritz Franz Beichl gewidmet und umfasst u. a. ein Gespräch mit den beiden Autoren.

Fortgesetzt wird am Freitag, 7. Oktober, ab 19 Uhr mit einer offenen Lesebühne mit Wilhelm Maria Lipp im Café Opfestrudl, am Montag, 10. Oktober, ab 16 Uhr mit der Mitmach-Geschichte „Seepferdchen & Korallenriff: Wir erforschen das Meer“ bei „Zeit Punkt Lesen“ im BhW Niederösterreich (am Montag, 17. Oktober, gibt es ab 16 Uhr einen weiteren Termin) sowie am Dienstag, 11. Oktober, ab 19 Uhr mit dem Gespräch „Es geht nicht nur um Politik. Ein Parforceritt von den schönsten Sportgeschichten bis in innenpolitische Abgründe“ zwischen Hubert Wachter und Peter Filzmaier im Stadtmuseum.

Am Mittwoch, 12. Oktober, liest Peter Glanninger ab 18.30 Uhr bei Thalia aus dem Krimi „Blutgrund“, am Donnerstag, 13. Oktober, bestreiten Niklas & Wagner ab 19 Uhr im Mobilen Stadtlabor im Sonnenpark „Wetterwelt“, eine Lesung mit Musik. Am Freitag, 14. Oktober, widmet sich das zweite Autorenporträt im Landestheater ab 19 Uhr mit Lesungen und einem Gespräch Daniel Wisser. Am Samstag, 15. Oktober, ab 15 Uhr, am Montag, 17. Oktober, ab 9 und 10 Uhr sowie am Donnerstag, 20. Oktober, ab 9 und 10 Uhr zeigt das Bilderbuchkino „Als das Faultier mit seinem Baum verschwand – Extra Garn – Billy feiert Geburtstag“ im Cinema Paradiso mit Live-Musik „Ein Herz für die Umwelt“. Am Sonntag, 16. Oktober, verbindet das Projekt „Wutbox“ im Stadtmuseum Literatur und politische Bildung; mit dabei sind u. a. Cornelia Travnicek, Michael Ziegelwagner und Michael Stavaric.

„Alles wird Buch – Wenn Liebe auf Papier trifft“ nennt sich eine Ausstellung der New Design University, die am Donnerstag, 20. Oktober, um 19 Uhr im STARTraum im Löwinnenhof eröffnet wird, ab 20 Uhr folgt an diesem Tag der Dichterwettstreit „LITGES Poetry Slam“ im Cinema Paradiso. Am Freitag, 21. Oktober, steht ab 19 Uhr in der Theaterwerkstatt des Landestheaters ein weiteres Porträt auf dem Programm, bei dem das Werk der britischen Schriftstellerin und Publizistin Sharon Dodua Otoo wieder in Form einer Lesung und eines Gesprächs präsentiert wird. Am Samstag, 22. Oktober, startet um 10 Uhr in der Stadtbücherei ein Bücherflohmarkt, am Sonntag, 23. Oktober, singt Gerald Votava ab 11 Uhr im Stadtmuseum unter dem Motto „A schenes Lem!“ Dialektgedichte von Christine Nöstlinger.

Auf die Präsentation des neuen Hefts der Literaturzeitschrift „etcetera“ – „Stein – Vom Wetzstein zum Stein der Weisen“ mit Maria Seisenbacher und Mario Schlembach – am Dienstag, 25. Oktober, ab 18 Uhr in der Landesbibliothek folgt am Freitag, 28. Oktober, ab 19 Uhr im Stadtmuseum ein „Tagebuchtag“ mit Tatjana Eichinger, Gabriele Müller, Cornelia Stahl, Eva Riebler und Bernadette Käfer. Am Sonntag, 30. Oktober, gibt es noch ab 17 Uhr im STARTraum den Themenabend „Geschichten anders erzählt“ zur Ausstellung „Alles wird Buch“, ehe am Montag, 31. Oktober, die Kinderlesung „Gruseliges zum Schlottern und Kichern“ von Christoph Mauz (ab 15 Uhr im Museum Niederösterreich) und Robert Wienes Stummfilm „Orlac’s Hände“ aus dem Jahr 1924 mit Live-Musikbegleitung von Marcus Hufnagl (ab 21 Uhr im Cinema Paradiso) den „Blätterwirbel 2022“ beenden.

Anmeldungen bzw. Karten bei den jeweiligen Veranstaltungsorten; nähere Informationen und das detaillierte Programm unter www.blaetterwirbel.at.

 

Presseaussendung Amt der Niederösterreichischen Landesregierung

Young Storyteller Award 2022

Der Young Storyteller Award 2022 geht ins Finale – die Jury hat die Shortlist bekannt gegeben. Am 14.10.2022 werden die 10 Nachwuchstalente aus dem gesamten deutsch-sprachigen Raum im neueröffneten Thalia MH99 in Wien um die Wette lesen. Erstmals ist auch die Live-Performance entscheidend, ein Abend voller Spannung ist vorprogrammiert.

„Schon die schiere Anzahl der Einrichungen hat uns überwältigt, aber nach Lesen aller Bücher war klar: Der Young Storyteller Award 2022 hat an Größe und Qualität alle Erwartungen übertroffen“, zeigt sich die Hannes Steiner, Founder story.one begeistert.

Die Jury rund um Maria Delius (Herausgeberin Die literarische Welt, Literaturkritikerin und Bachmann-Jurorin), Marcel Hartges (Literatur- und Filmagent), Mia Eidlhuber (Der Standard) und Andreas Rainer (Buchautor und Influencer @wieneralltagspoet) hat ihre Entscheidung getroffen und die Shortlist bekannt gegeben:

„Es war alles andere als einfach, diese Auswahl aus all den großartigen Büchern zu treffen. Jetzt stehen die Kandidat*innen aber fest und wir erwarten mit Spannung, wer sich den großen Preis am 14.10.2022 holt!“

Die Shortlist des Young Storyteller Awards 2022

  • Franziska Nagler: Der mysteriöse Garten
  • Florian Fleischhacker: Vom Tellerwäscher zum Geschirrspüler
  • Panti M. Baghbani: Weltschmerzmittel
  • Paul Ninus Naujoks: Männer & Zerbrechlichkeiten
  • Katharina Brakel: Krötenwanderung
  • Jonas Bongard: KALENDERBLÄTTER
  • Sophie Gusenko: Queerdenkende
  • Julia Jänisch: Eine Frau auf dem West Coast Trail
  • Anna Bytom: Das Jahr der Kriegerprinzessin
  • Th?o Tr?n: Wo ich herkomme

Das große Finale in Wien

Zum Abschlussevent am 14.10.2022 um 19:30 Uhr sind alle herzlich willkommen! Die story.one Community wird mitfiebern, wenn die Kandidat*innen um die Wette lesen … und es wird spannend, denn die oder der Young Storyteller 2022 wird erst an diesem Abend ermittelt, das Voting beginnt wieder bei 0, bei Gleichstand entscheiden die Punkte der Shortlist. Anmeldung zum großen Finale unter event@story.one.

Die Preise für die Gewinner:innen

EUR 7.000 Preisgeld und eine riesige Promotion des Gewinnerbuchs durch Thalia im heurigen Weihnachtsgeschäft winken der/dem Erstplatzierten. Platz zwei und drei dürfen sich über EUR 2.000 bzw. 1.000 freuen. Die Bücher ALLER Autor*innen, die es auf die Longlist geschafft haben, werden den 3 größten Literaturagenturen im deutschsprachigen Raum persönlich vorgestellt, darunter Marcel Hartges, und sie werden in den Thalia Megastores aufliegen. Alle 1156 Teilnehmer*innen bekommen ein kostenloses Belegexemplar ihres Buchs (mit ISBN) und für verkaufte Exemplare Autorenhonorar.

Über story.one

story.one – der etwas andere Verlag, a new generation of books. Ein junges und modernes Buchformat. 30.000 User, die sich austauschen und ihre story.one Bücher publizieren, bereits über 3.000 lieferbare Titel. Bücher ohne Grenzen.
www.story.one | Instagram:@story.one.world

Über Thalia

Thalia ist Partner des Young Storyteller Awards und stellt die neueröffnete Buchhandlung in der Mariahilfer Straße 99 als Location für den Abschluss-Event des YSA2022 zur Verfügung. Als „Treffpunkt in meiner Nähe“ richet Thalia in seinen Buchhandlungen viele Veranstaltungen rund um Bücher und Literatur aus, um zum Lesen anzustiften und Bücher zu den Menschen und Menschen zu bringen.
www.thalia.at

 

Presseaussendung Thalia

50 Jahre Schulbuchaktion

Das Schulbuch in gedruckter Form soll weiterhin die Basis für Lehrende und Lernende sein. Der hybride Weg, also die Kombination mit digitalen Inhalten, sei aber der Medienmix der Zukunft. So waren sich die Teilnehmer:innen des Round Table im Rahmen der Festveranstaltung anlässlich „50 Jahre Schulbuchaktion“ des Fachverbands der Buch- und Medienwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am 9. September einig. Wichtig dabei seien Qualitätssicherung und Medienerziehung bzw. -kompetenz, sowohl von Schüler:innen als auch Lehrenden.

 

Die Zukunft ist hybrid

Univ. Prof. Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg, nahm in seinem Vortrag „Schulbuch 4.0 – Digitalisierung zwischen Mythos und Wahrheit“ Stellung zur Debatte um die Digitalisierung, bei der es „auf der einen Seite viele Euphoriker, auf der anderen Seite Apokalyptiker, welche die Digitalisierung als Grundübel unserer Zeit sehen“, gebe.

Beide Perspektiven müsse man zusammenführen. So stelle sich im Rahmen von „Lernen 4.0“ die Frage, welchen Einfluss die Digitalisierung auf die Lehrenden, auf Lernende und auf den Lernprozess habe, wie die Medien eingesetzt werden und wie die Digitalisierung unser Verständnis für die Welt, unser Fühlen und Handeln beeinflusse. Ein bedeutender Punkt ist für ihn die Medienerziehung bzw. -kompetenz:

„Das ist die wichtigste Aufgabe, die wir haben. Wir dürfen nicht alles einfach laufen lassen. Mit der Digitalisierung haben wir neue Möglichkeiten, aber es gibt auch neue Gefahren. Jede Technik hat ihre Fallstricke“, so Zierer.

Er spricht sich zudem für den hybriden Weg bei Schulbüchern aus, wobei die Digitalisierung „die analogen Inhalte nicht ersetzen soll, die Inhalte aber auch nicht aufblähen“ soll. Er empfiehlt zudem, bei der Weiterentwicklung der Schulmedien wissenschaftliche Erkenntnisse zu integrieren und auf Qualität zu setzen. Und nicht zuletzt: „Entscheidend ist und bleibt die Lehrerprofessionalität.“

Digitale Angebote, Förderung der Medienkompetenz

„Die Schulbuchaktion ist eine familien- und bildungspolitische Erfolgsgeschichte“, erklärten Familienministerin Susanne Raab Bildungsminister und Martin Polaschek im anschließenden Round Table.

„Wir stellen jährlich 130,6 Mio. Euro aus dem Familienlastenausgleichsfonds dafür zur Verfügung, denn unsere Kinder haben die bestmöglichen Bildungschancen verdient. Auch wenn sich vieles weiterentwickeln wird, die bewähren Grundpfeiler der Schulbuchaktion bleiben: breites Angebot, Qualität und Wahlfreiheit und natürlich, dass wir uns auch in Zukunft den Herausforderungen der Zeit stellen werden. Dies wird in den nächsten Jahren weiterhin die Digitalisierung sein, wo wir weitere Schritte setzen wie das verstärkte Investieren in E-Books. Fest steht: Wir werden weiter für die beste Bildung unserer Kinder und die Unterstützung der Familien arbeiten“, so Raab.

Auch Raab betonte die Wichtigkeit der Medienkompetenz.

Minister Polaschek wies auf die Initiative für digitale Endgeräte an Schulen hin, wenn auch diese „nicht der Weisheit letzter Schluss“ sei. „Aber mit den medialen Möglichkeiten könne wir den Unterricht gestalten, Kinder gut abholen und zum freudigen Lernen motivieren.“ Mit der digitalen Grundbildung als neues Fach (an 5. bis 8. Schulstufen) soll zudem nicht nur die Technik, sondern auch Chancen und Gefahren nähergebracht werden.

Markus Spielmann als Vertreter der Verlage betonte auch die Bedeutung der Schulbuchaktion für die Medienproduktion aus wirtschaftlicher Sicht, wenngleich die Wirtschaftslage derzeit nicht einfach sei und hier der Wunsch nach Diskussion im Zusammenhang etwa mit den gedeckelten Preisen bestehe. Er machte auch bewusst, dass international gesehen die Schulbuchaktion einmalig sei. „Andere Länder blicken neidisch auf uns“, so Spielmann. Die Qualitätssicherung sei besonders wichtig, das betreffe auch die Pädagogen, ging er auf Zierers Vortrag ein.

„Es liegt an uns bestmögliches Werkzeug für Schulen zu machen, wir brauchen aber auch gute Handwerker. Das muss zusammenspielen.“

In Sachen Digitalisierung hätten die Verlage 2.0 hinter sich, „wir sind bei 3.0 und bewegen uns auf 4.0 weiter“, so der Blick in die Zukunft.

Fachverbandsobmann KR Friedrich Hinterschweiger ließ einmal mehr wissen: „Es gib ein großes Einvernehmen, den hybriden Weg gemeinsam fortzusetzen. Wir haben uns darauf geeinigt, das Lernen und die Lernvermittlung über Print und vertiefendes Lernen digital und mittels Videos im Zusammenspiel wirken zu lassen.“

Lieblingsschulbücher der österreichischen Volksschüler:innen 2022

Zum Abschluss der Veranstaltung präsentieren Kinder der „Volksschule am Himmel“ die Lieblingsschulbücher der österreichischen Volksschüler:innen 2022, die von Schüler:innen aus 177 Volksschulen (mit insgesamt 17.000 Stimmen) gewählt wurden. Platz 1 erreichte die Schulbuchreihe „Alles klar!“ von Notburga Grosser und Maria Koth aus dem Verlag Veritas. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen die Reihen „Playway“ vom Verlag Helbling (Günter Gerngross, Angela Horak, Herbert Puchta, Gudrun Zebisch) und „Karibu“ vom Verlag E. Dorner (Katharina Berg, Astrid Eichmeyer, Birgit Fillafer, Kerstin von Werder, Gabriele Zoltan u.a.).

50 Jahre Schulbuchaktion

Im Jahr 1972 kündigte der damalige Bundesminister für Unterricht und Kunst, Fred Sinowatz, die Schulbuchaktion an, um Familien finanziell zu entlasten sowie die Ausbildung und Chancengleichheit der Kinder zu fördern. Seit dem Schuljahr 1972/73 finanziert der Familienlastenausgleichsfond die Schulbücher von rund 1,1 Mio. Schüler:innen pro Jahr als gratis Sachleistung.

Etwa 8,6 Mio. neue Bücher und 8.000 verschiedene Werke werden jährlich ausgegeben. Das Bundeskanzleramt (BKA) und das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) sind Träger der Schulbuchaktion, der Fachverband der Buch- und Medienwirtschaft der WKÖ ist Partner als Repräsentant der Schulbuchverlage und des Schulbuchhandels.

 

Beitrag WKO

Die mobile Version verlassen